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Full text of "Urkunden zur Geschichte der Jubelfeier der Königlichen Friedrich-wilhelms-universität zu Berlin ..."

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FROM THE FUND BEQUEATHED BY 
ARCHIBALD CARY COOUDGE 1 
ABI887 PROFESSOR OF HISTORY 
1908-1928 DIRECTOR OF THE 
UNIVERSITY LIBRARY 1910-1928 

3 



Urkunden 



zur 



Geschichte der Jubelfeier : 

der Königlichen, * 

Friedrich-Wilhelms-Üniyersitöt 

ZU Berlin 

im October 1860. 

In amtlichem Auftrage herausgegeben 

von 

Dr. Ferdinand Ascherson. 



Nebst einem Verzeichnifs der Lehrer der Universität von der Grün- 
dang bis zum 15. October 1862. 



Berlin. 

Verlag von J. Guttentag. 

1863. 



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Vorwort 



Uie Gründung der Königlichen Friedrich -Wilhelms -Universität 
zu Berlin ist durch Königlichen Kabinets- Befehl vom 16. Au- 
gust 1809 angeordnet worden. Die Veranlassungen und Beweg- 
gründe dazu sind in dem für die Jubelfeier im Auftrage der Uni- 
versität verfeXsten Werke von Rudolf Koepke: „Die Gründung 
der Königlichen Friedrich -Wilhelms -Universität zu Berlin, nebst 
Anhängen über die Geschichte der Institute und den Personal- 
bestand", Berlin 1860. 4. vollständig entwickelt, Beweggründe, 
welche dieser Hochschule die Stellung angewiesen und die Rich- 
tung gegeben haben, welche sie von Anbeginn genommen hat 
und für alle Zeiten festhalten mufs. Ihre regelmäfsige Lehrthä- 
tigkeit eröfl&iete die Universität am 15. October 1810. Die Ein- 
weihung derselben erfolgte erst am 26. April 1817, und mit sehr 
geringer Feierlichkeit. Wefshalb eine fünfzigjährige Jubelfeier 
dieser Gründung gewünscht worden, ist in den vorliegenden Ur- 
kunden wiederholt ausgesprochen und es schien am angemessen- 
sten, das halbe Jahrhundert von der EröiFnung der Vorlesungen 
im Jahre 1810 ab zu berechnen und demnach die Jubelfeier auf 
den 15. October 1860 festzusetzen. 

Die vorliegende Schrift beschränkt sich auf Urkunden zur 
Geschichte dieser Jubelfeier, indem von einer ausführlicheren 
Beschreibung derselben, wozu schon die in den Tagen des Festes 
erschienenen Zeitungen reichen Stoff liefern. Abstand genommen 
^urde. Der Zweck dieses Vorwortes ist, diese Urkunden in 
^ gewisse Verbindung zu bringen, und zugleich einiges hinzu- 
^^^en, was aus denselben nicht ersichtlich ist und dennoch 
^bt unberührt bleiben kann. Dies soll in aller Kürze, in ein- 
i^r und sehmuckloser Rede geschehen. 



— IV — 

Von den mannigfachen Vorbereitungen, welche erforderlich 
waren, und theils von Rector und Senat, theils von ersterem 
allein, theils von besonders ernannten Commissionen besorgt wur- 
den, erwähnen wir nur einige. Zunächst war eine vorläufige 
Festordnung aufzustellen, ihre Genehmigung durch den vorgeord- 
neten Herrn Minister und demnächst von Seiner Königlichen Ho- 
heit dem Prinzen Regenten nachzusuchen und die Allerhöchste 
Bewilligung der erforderlichen Geldmittel zu erbitten. Nach ver- 
schiedenen Modificationen sind aus den Verhandlungen über die 
Festordnung die drei Programme entstanden , welche Abschnitt I 
Nr. 2 — 4 Seite 15 — 24 dieser Urkundensammlung mitgetheilt 
sind. Die Allerhöchste Genehmigung der von Rector und Senat 
eingereichten Festordnung erfolgte am 20. August 1860. Zur 
würdigen Jubelfeier hatten Seine Königliche Hoheit der Prinz 
Regent bereits mittelst Allerhöchsten Erlasses vom 11. Juli 1860 
die Summe von 12000 Thalern zu bewilligen geruht. 

Die Hauptfeierlichkeiten wünschte die Universitätsbehörde in 
der St. Nikolai-Kirche zu halten , welche ihr dazu von dem Ma- 
gistrat der hiesigen Königlichen Haupt- und Residenzstadt unter 
dem 24. August 1860 bereitwillig verstattet wurde. Die übrigen 
freigebigen Bewilligungen der städtischen Behörden zur Feier des 
Festes werden weiterhin an den gehörigen Orten erwähnt werden. 

Einen Haupttheil der Vorbereitungen bildeten endlich die 
Einladungen zur Theilnahme an der Festfeier. An die sämmt- 
lichen Deutschen Universitäten, an die Schweizerischen Basel, 
Bern und Zürich, sowie an die Universität Dorpat und an die 
Akademien zu Braunsberg und Münster wurde unter dem 27. Juli 
1860 das S. 143 f. abgedruckte Einladungsschreiben gerichtet, 
und ein ähnliches an die Kaiserliche Akademie der Wissenschaften 
zu St. Petersburg. Am 3. September wurde das von Herrn Pro- 
fessor Haupt verfafste , Abschnitt IS. 1 — 15 abgedruckte Latei- 
nische Einladungs- Programm nachgesandt. ^ 

Unter dem 10. September 1860 richteten sich Rector und 
Senat mit der AUerunterthänigsten Bitte an Seine Königliche Ho- 
heit den Prinzen Regenten, AUerhöchstderselbe möge die Jubel- 
feier durch Seine Gegenwart verherrlichen. Gleichzeitig erging 
diese Bitte an H. KK. HH. die Prinzen des Königlichen Hauses 



und den Prinzen August von Württemberg sowie an 11. HH. 
den Prinzen Wilhelm von Baden und den reg. Fürsten von 
Ho henz oller n-Sig mar ingen. 

Im September wurden femer Einladungen erlassen an die 
Berliner Gymnasien und andere höhere Schulen Berlins und an 
das Gymnasium zu Potsdam, an die ehemaligen Professoren der 
Universität den Geh. Justizrath Dr. Biener zu Dresden und den 
Generalsuperintendenten Dr. Lehnerdt zu Magdeburg, und an 
einige der zuerst immatriculirten Commilitonen der Universität 
Eine grofse Anzahl von Einladungen zu der ganzen Festfeier oder 
einzelnen Theilen ergingen in den letzten Wochen vor dem Feste 
an die hohen Staatsbeamten, die Behörden und einzelne Personen. 

Die Studirenden hatten zur Vorbereitung der Jubelfeier be- 
reits gegen Ende Mai's Schritte gethan und im Laufe der Ver- 
handlungen unter sich und mit Rector und Senat ein Comite von 
17 Mitgliedern gewählt, an dessen Spitze der Stud. phil. Mesu- 
nins stand. Sie nahmen sich der Angelegenheit mit grofsem 
Eifer an, erliefsen auch Einladungen zur Feier an die Commili- 
tonen anderer Hochschulen und an die früheren Commilitonen 
der hiesigen, ordneten die Theile der Festlichkeiten, welche von 
ihnen auszuführen waren, grofsentheils selbständig und leiteten 
vorzüglich die Einzeichnung der Festtheilnehmer in das Album. 

Auf die ergangenen Einladungen trafen sehr viele Abgeord- 
nete und andere Theilnehmer an dem Feste hier ein; jene zeich- 
neten sich in einer besonderen Liste, diese in dem vorbemerkten 
Album ein (in letzterem etwa 2800). Die Abgeordneten sowohl 
der hiesigen Anstalten und Behörden als der auswärtigen Uni- 
versitäten und einiger anderen litterarischen Gemeinschaften ver- 
sammelten sich der Festordnung gemäfs am Abend des 13.0c- 
tober bei dem Kector, vorzüglich um die für den folgenden Tag 
nothwendigen Verabredungen zu treffen; da es unmöglich war, 
dafs jede Körperschaft durch einen besonderen Redner vertreten 
würde, einigte man sich dahin, Gruppen zu bilden, für die je 
ein Redner das Wort führte: insbesondere kamen die Abgeord- 
neten der Universitäten überein, sich insgosammt ohne Unter* 
Scheidung der Preufsischen und nicht- Preufsischen durch einen 
gemeinsamen Sprecher vertreten zu lassen und es wurde dazu der 



— VI 

G^eime Rath Professor Dr. Mittermai er gewählt. Diese Ab- 
rede liegt der Ordnung zu Grunde, in welcher am folgenden Tage, 
14. October, bei dem Empfang die Begrüfsungen stattfanden. 

Dieser Empfang fand in der Aula statt, welche wie die Zu- 
gänge zu derselben mit Gewächsen festlich geschmückt war. Die 
Lieferung der Gewächse und ihre geschmackvolle Aufstellung hatte 
der üniversitäts- Gärtner Herr Sauer besorgt. Die an diesem 
Tage gehaltenen Reden sind mit möglichster Treue, wiedergegeben 
(Abschnitt 11 S. 25 — 55). Das Verzeichnifs sämmtlicher Abge- 
ordneten, welche zu dieser Versammlung erschienen waren, ist 
S. 59 — 68 gegeben. Aufser andern Zuhörern fanden sich die 
Studirenden zahlreich ein, welche besonders dazu eingeladen wor- 
den waren (S. 56). Die Ehrengaben , welche die Universität er- 
halten hatte, konnten wegen Mangels an Zeit nicht, wie beab- 
sichtigt war, einzeln genannt werden (S. 55 Nr. 22), waren aber 
in der Aula ausgelegt. Unter denselben ragen hervor die von Seiner 
Königlichen Hoheit dem Prinzen Regenten gegebene Allerhöchste 
Zusicherung des Baues eines neuen Anatomie -Gebäudes, deren 
Seine Excellenz der vorgeordnete Herr Minister in seiner An- 
sprache (S. 37) gedacht hat, und die Urkunde der Stadt Berlin 
über die städtische Stipendien- und Preisaufgabenstiftung, welche 
der Herr Oberbürgermeister während der Feier übergeben hatte 
(S. 31 f.). Beide wurden in der Versammlung verlesen und sind 
S. 56 iF. mitgetheilt. Sämmtliche Festgaben sind Abschnitt VI 
S. 117 — 129 verzeichnet. Die darunter befindlichen Adressen, 
Glückwunschschreiben und Votivtafeln sind gröfstentheils während 
der Empfangsfeierlichkeit von den Deputirten dem Rector ein- 
gehändigt und sofort in der Aula ausgelegt worden. Das Ver- 
zeichnifs weist die Nummern nach , unter welchen, diese Ab- 
schnitt VHI S. 143—215 enthalten sind. Von den der Universität 
gewidmeten Festgedichten sind diejenigen, zu deren Abdruck wir 
uns berechtigt glaubten, Abschnitt Vil S. 130—142 mi^etheilt. 

Auf Allerhöchsten Befehl Seiner Königlichen Hoheit des Prin- 
zen Regenten wurde zur Erhöhung der Feier die erst in der 
zweiten und dritten Festordnung S. 16 und 20 erwähnte Schau- 
spielvorstellung gegeben. Die Vertheilung der Plätze an Herrn 
und Damen fand von Seiten der Universitätsbehörde statt, die 



— vn — 

ihrsrseits für die Stadirenden dem stadeiitiseheii Comitä zur Yer- 
theilang 500 BiUets überliefe. Der von Dr. F. A* Mircker ge- 
dichtete Prolog ist S. 68 ff. abgedruckt 

INe Feier des ersten Hauptfesttages, 15. October, ist ganz 
der Festordnni^ gemäfs ausgeführt worden. Der grofse Zug be- 
wegte sich in höchster Ordnung und Feierlichkeit von dem Uni- 
versitittsgebäude über den Zeugfaausplatz , die Schlofsforücke, die 
Schlofsfreiheit, den Schlofsplatz, die Königs- tmd Poststrafse nach 
der St Nikolai-Kirche und dau^e etwa eine Stunde« Von den zahl« 
reichen Fahnen, welche in dem Zuge erschienen ^ war die, welche 
in den FestordnAngen als zweite Universitätsfahne bezeichnet wird, 
von Franen der Professoren der Universität verehrt worden. Von 
den Schiffen nächst der Schloffi^rüdce und aus vielen Häusero, 
an denen der Zug vorbeiging, flaggten Fahnen, und über die 
StraTse waren an mehreren Stellen Lanbgewinde gezogen. 

Die altehiwürdige gotfaische Kirche war auf Kosten der Stadt 
und durch die aufopfernde Hühwaltung von Mitgliedern der städ- 
tischen Behörden mit blühenden Gewächsen reich geschmückt und 
durch zahlreiche Wachskerzen feieriich beleuchtet Seine Könige 
liehe Hoheit der Prinz Regent und U.KK.HH. die Prinzen Frie* 
drichWilhelm, Friedrich Karl und Albrecht Sohn verherr- 
lichten durch Ihre Gegenwart die Feier, an welcher über 2000 Fest- 
gäste, darunter die Herrn Minister und viele hohe Militärpersooen 
und Staatsbeamte theilnahmen. Dieselbe nahm nach der Festordnung 
folgenden Yerlauf. Auf das einleitende Orgelspiel folgte der Ge- 
sang zweier Verse des Liedes : „Allein Gott in der Höh' sei Ehr^, 
hierauf sprach der Oberoonsistoriakttth und Propst Professor Dr. 
Nitzsch von der Kanzel herab das Abschnitt IH S. 72—74 mit- 
getheilte Gebet Nach dem Gesänge des gröfisteh Theiles der 
Festcantate bestieg der Rector die Rednerbühne, welche mit Ge- 
nehmigung der stadtischen Behörde vor der Kanzel für die aka- 
demiscfaen Festredner errichtet worden war, und hielt die S. 71 
— 88 abgedruckte Festrede. Der Schlu&chor der Festcantate 
machte den Schlufs dieser Feier. Die Gesangtexte sind auf S. 68 
und 89 zu finden. 

Der Empfang der Festgäste, der Universitätsmitglieder und 
des Gomitös der Studirenden bei Seiner Excellenz dem vm:- 



— YIII — 

geordneten Herrn Minister am Abend des ersten Hanptfesttages 
wurde erhöht durch den Vortrag von Gesangstfieken von Pale- 
strina, Mendelssohn und anderen, welche von dem Königlichen 
Domchor ausgeführt wurden. Die gleichzeitige Festvorstellong in 
dem Wallnerschen Theater ist bereits in der Festordnung der 
Studirenden (S. 22) erwähnt. 

Der zweite Hauptfesttag, 16. October, begann den Festord- 
nungen gepiäfs mit der Verkündigung der Ehrenpromotionen 
in der St. Nikolai -Kirche. Die hierbei gehaltenen Reden der 
Decane der vier Facultäten sind Abschnitt IV S. 90 — 111, und 
die Texte der dabei aufgeführten Musikstücke S. 111 — 113 ab- 
gedruckt. Die Componisten, die K. Kapellmeister Dorn und Tau- 
bert, und der K. Kammersänger Herr £. Mantius hatten als 
alte Gonmülitonen der Universität auf das zuvorkommendste ihre 
Mitwirkung zur Verfügung gestellt. 

Nach Beendigung dieser Feier geruhten Seine Königliche 
Hoheit der Prinz Regent die Abgeordneten der Universitäten, 
der Akademien zu Braunsberg und Münster, und des Akademi- 
schen Gymnasiums zu Hamburg, sowie die Mitglieder des Senats 
der hiesigen Universität und die von Seiner Königlichen Hoheit 
bei der Jubelfeier mit Orden oder Titeln ausgezeichneten Mitglie- 
der unserer Hochschule in Anwesenheit Seiner Excellenz des 
Herrn Ministers von Bethmann-Hollweg von dem Rector Sich 
vorstellen zu lassen. Die Abgeordneten der Universitäten waren 
ohne Unterscheidung der Preufsischen und nicht- Preufsischen 
nach alphabetischer Ordnung der Universitätsstädte aufgestellt 
Nach den glaubhaftesten Berichten, welche damals in den öffent- 
lichen Blättern erschienen sind (s. besonders die Preufsische Zei- 
tung Nr. 488 vom 17. October 1860 Abends) drückten Seine 
Königliche Hoheit in den an den Rector gerichteten Worten 
Seine Ueberzeugung aus, dafs „alle ebenso wie Er selbst schmerz- 
lich bedauern würden, dafs Der an dem Feste nicht Theil neh- 
men könne, dem es so grofse Freude bereitet haben würde. Mit 
dem, was der Rector in seiner Rede so wahr und schön über die 
Vaterlandsliebe der Universität gesagt habe, sei Er vollkommen 
einverstanden, ebenso mit dem, was er über die Verbindung der 
Wissenschaft und der Religion gesprochen. Beides seien doch 



— IX — 

die Gnmdpfeikr der menschlichen Gesellschaft. Gerade jetzt sei 
es an der Zeit, dafs die Universitäten ihren Beruf festhielten f&r 
die Befestigung Deutscher Gesittung, Deutscher Treue und Deut- 
schen Rechtes zu wirken; denn wir leben in einer Zeit, in der 
eine Stärkung des Rechtsgefuhls besonders noth thue. Er sei 
defs gewifs, dafs die Universitäten dazu beitragen würden, die 
Treue des Deutschen Volkes an seine angestammten Fürsten zu 
erhalten. Er hofiFe, dafs der Fall nicht eintreten würde, sollte es 
aber nothwendig werden, so sei Er überzeugt, dafs die akade- 
mische Jugend ebenso freudig zu den Waffen greifen werde, wie 
einst in den Freiheitskriegen, aber Er wisse auch, dafs hinter 
den Waffen des Krieges die des Geistes stehen müfsten. Die 
Universitäten mögen in dem bisherigen Geiste fortfahren; Seines 
Schutzes und Seiner Förderung könnten sie sich fest versichert 
halten.^ Die Worte, welche Seine Königliche Hoheit sowohl an 
den Rector als demnächst an die einzelnen Vorgestellten richtete, 
waren tief ergreifend und fanden einen freudigen Wiederhall in 
den Herzen aller Anwesenden. 

Zu dem Festmahle in dem eigens dafür ausgeschmückten 
Krollschen Locale waren über 600 Personen geladen. Es nah- 
men daran die meisten der Herrn Minister, Seine ExcelliBnz der 
General-Feldmarschall Freiherr von Wrangel und andere hohe 
Militär- und Civil -Personen Theil. Die Feierlichkeit wurde er- 
höht durch die bei dem Gastmahle ausgebrachten Toaste, über 
welche wir auf die Berichte der Zeitungen verweisen. 

Gleichzeitig fand im Meserschen Locale ein Festmahl der 
an der Berliner Universität promovirten Doctoren statt, woran 
ungefähr 260 Personen theilnahmen. Aufserdem fanden in den 
Tagen des Jubiläums noch mehrfache andere Versammlungen 
engerer und weiterer Kreise der Festtheilnehmer statt. 

Zu dem auf das Festmahl im Krollschen Locale folgenden 
glänzenden Balle waren etwa 1800—2000 Personen eingeladen. 
Dem Comitö der Studirenden waren 600 Billets zum Balle zur 
selbständigen Vertheilung zugestellt worden. Die Kosten des 
Balles mit Einschlufs der reichlichen Speisen und Getränke wur- 
dttL aus den zur Jubelfeier Allerhöchst bewilligten Geldern be- 
ftrttten, jedoch fand es das Gomit(^ der Studirenden aus eigenem 



— X — 

Antriebe angemessen, die für die Gommilitonen bestimmten Bii- 
lets gegen einen Beitrag zu der Gasse der Stadirenden zu ver- 
abfolgen, am daraus einige Nebenkosten zu bestreiten. 

Am dritten Hauptfesttage, 17. October, fanden aofser den in 
den Festordnungen angef&brten kleineren Mahlzeiten bei dem 
Rector, den vier Decanen und dem Universitätsriehter diejenigen 
Feieröebkeiten statt, welche von unseren Studirenden allein aus- 
zuführen waren. Sie bestanden in dem Seiner Königlichen Hoheit 
dem PrinzenRegenten dargebrachten Fackelzuge und dem Com- 
merce. Beide gaben durch ihre Grofsartigkeit dem Feste einen 
vorzüglichen Glanz. Die Anordnung des Fackelzuges ist in der 
Festordnung der Studirenden S. 23 ff. enthalten; zu demselben 
hatte das Gomitö der Studirenden 1500 besonders gut gearbeitete 
Fackeln anfertigen lassen und ausgetheilt: nach den Zeitungsbe- 
richten betrag jedoch die Zahl der Fackeln über 2000. Voran 
fuhren in einem ansehnlichen Zuge vierspänniger Extrapostkutschen 
die Deputirten der Studirenden, welche von Seiner Königlichen 
Hoheit huldreichst empfangen wurden. Der Sprecher der D^uta- 
tion, Stud. phil. Mesunius, wurde mit den Abgeordneten in 
das Empfangszimmer Seiner Königlichen Hoheit geführt und hiett 
dort folgende Anrede: 

„Ew. Königliche Hoheit haben Allergnädigst geruht, die Hul- 
digung entgegenzunehmen, welche die Studentenschaft der Kö- 
niglichen Haupt- und Residenzstadt AUerhöchst-Ihnen darzubrin- 
gen dem Drange ihres Herzens nicht versagen konnte. Indem 
sie an die Festfeier ging, mufste sie vor allem darauf bedacht 
sein, das Andenken des erbabenen Stifters ihrer Hochschule wür- 
dig iü ehren, mufste sie zeigen, wie tief die Liebe ^nd Vereh- 
rung zu ihm in der Brust des Einzelnen wie in der Gesammtheit 
wurzeln. Diese Liebe und Verehrung fährte uns den Weg, den 
wir gekommen, sie zwang uns, Ew. Königlichen Hoheit als dem 
derzeitigen Vertreter unseres erhabenen Königshauses, ehrforcht»- 
voll zu nahen. Wir stehen an einem Abschnitt der Geschichte 
unserer Hochschule, die, obgleich noch jung an Jahren, dennoch 
schon durch ihren Ruf hervorstrahlt in dem Kreise ihrer Schwe- 
stern, die durch ihre Gründung wie durch ihre Entwickelang 
ife abl^ von dem Geiste unseres hochseligen Königs. Zur 



— XI — 

Zeit der tiefsten Erniedrigung war sie ins Leben getreten; trotz 
Sorgen aller Art, die den König fast niederdrackten^ gewann er 
doch noch Zeit und Mittel, eine Anstalt zu gr&nden, die an 
Grofsartigkeit ihrer Anlage allen Schwester - Instituten voran- 
schritt Diese Stiftang war der sprechendste Beweis, wie hoch 
Seine Majestät unser allverehrter Hochseliger König Wissenschaft 
und wahre Geistesbildung ehite. Und als nun die Zeit des Kam- 
pfes kam, da schaarte sich die Berliner akademische Jugend um 
den geliebten König, Auf den Schlachtfeldern durch Tod und 
Wunden dankte sie Ihm, dafs Er ihr eine Pflanzstätte wahrer, 
echter Geistesbildung geschaffen; und was der erhabene Geist des 
hohen Vaters gestiftet, die AUerdurchlauchtigsten Söhne haben 
es gehegt und gepflegt. Darum regt sich auch die Liebe zu den 
Allerhöchsten Schützern und Förderern ihrer gemeinsamen Mutter 
in der Brust der akademischen Jugend BerUns, darum harren sie 
ungeduldig des Augenblicks, wo sie in Begeisterung ihrem erha- 
benen Schützer, wo sie Ew. Königlichen Hoheit durch einen 
tausendstimmigen und doch Einen Ruf verkünden dürfen, wie 
mächtig und gewaltig die Liebe zu Allerhöchst-Ihnen in ihren Her- 
zen brennt Und nicht allein Preufsens Söhne harren dieses Au- 
genblicks, aus allen Deutschen Gauen, von fem und nah sind sie 
herbeigeströmt, die Pfleger des Geistes, um mit uns zu feiern, 
um mit uns zu lieben. Mit Stolz sprechen sie: Preufsens Regent 
gehört auch uns an, denn er ist ein Deutscher Fürst, der Schutz- 
geist des gemeinsamen Deutschen Vaterlandes. Doch nicht Worte 
nur hat unsere Liebe; kommt einst die Zeit — doch möge Gott 
sie noch fem sein lassen — wo sie Thaten fordert, dann wird 
es sich zeigen, dafs die Söhne der Väter würdig sind. Wie sie 
auf dem Schlachtfelde ihrem König dankten, so wird auch in 
unserer Hand das Schwert blitzen zum Schutze unseres AUer- 
gnädigsten Königs, zum Schutze unseres allgeliebten Regenten 
und unseres theuem Vaterlandes.** 

Seine Königliche Hoheit äufserten sich auf das huldreichste 
sowohl gegen die Deputirten als später gegen die Gesammtheit 
der Studirenden und gaben ausdrücklich das Allerhöchste Ver- 
trauen auf dieselben zu erkennen. Als Seine Königliche Hoheit auf 
die Rampe herausgetreten waren, erzitterte die Luft von dem viel- 



— xn — 

tausendgtimmigen begeisterten Hoch der Stadirenden und der 
übrigen dichtgeschaarten Volksmenge. Ein zum Gesänge während 
des Fackelzuges gedichtetes Lied ist Abschnitt V S. 114 f. ab- 
gedruckt 

Für den grofsen Commerce hatten Seine Königliche Hoheit 
der Prinz Regent auf den Vortrag Seiner Excellenz des General- 
Feldmarschalls Freiherm von Wrangel geruht, das Exercierhaus 
des Kaiser-Franz-Grenadier-Regiments huldreichst zu verstatten. 
Zu diesem Theile der Feier hatten die städtischen Behörden mit- 
telst Schreibens des Magistrats vom 28. September 1860 1500 Tha- 
ler bewilligt, aus welchen der giöfste Theil der Kosten bestritten 
wurde. Eine nachträgliche Bewilligung erfolgte unter dem 5. Oc- 
tober zur Vervollständigung der äufserst schwierigen Beleuchtung 
des grofsen Raumes durch Gassonnen und andere kunstreiche 
Gruppen von Gasflammen, wodurch die Beleuchtung den höchsten 
Glanz erreichte. Die Zahl der Theilnehmer mit Ausnahme der 
besonders eingeladenen Ehrengäste war auf 4000 berechnet „Der 
kolossale Raum bot^, um uns des Ausdrucks einer Zeitung zu 
bedienen, „einen Anblick dar, der gesehen, nicht beschrieben 
sein will, da selbst die lebendigste und eingehendste Schilderung 
sich der Wirklichkeit nicht annähern würde **. Für die Ehren- 
gäste war eine Tribüne erbaut. Auf dieser sah man den Herrn 
General-Feldmarschall, die Minister von Auerswald, von Beth- 
mann-Hollweg, von der Heydt, Freiherrn von Patow, 
Graf Schwerin und Simons, viele andere hohe Militär- und 
Civil-Personen, den Herrn Oberbürgermeister und viele Mitglieder 
der städtischen Behörden, den Rector und viele andere auswärtige 
und hiesige Professoren. Manche erhebende Momente dieser heiteren 
Feier verdienten herausgehoben zu werden, wenn dies nicht aufser 
dem Zwecke dieses Vorwortes läge. Von den auf dem Com- 
merce gesungenen Liedern ist S. 115 f. das von dem Stud. Me- 
sunius gedichtete mitgetheilt 

Am Donnerstag den 18. October fanden als studentische Nach- 
feier die drei in der Festordnung der Studirenden S. 24 näher 
bezeichneten Concerte Nachmittags von 2 Uhr ab unter zahlreicher 
Betheiligung statt Am Abend desselben Tages veranstaltete der 
nische Beethoven -Verein ein Fest-Concert im Englischen 
, dessen Ertrag einem wohlthätigen Zwecke bestinmit war. 



— xm — 

^Am Tage der Semisaecularfeier der Berliner Hochsdiule'^'cr- 
liefs Herr.Gommercienrath Leonor Reichenheim ein Schreiben 
an den Rector, in welchem er die Absicht kund that, in die 
Hände desselben eine Summe von 2000 Thalem niederzulegen, 
um eine Stiftong zur Erinnerung an diese Feier zu gründen, mit 
dem Wunsche , dafs weder jetzt noch bei irgend einer andern 
Gelegenheit sein Name genannt werde. In Folge dieses am 16. Oc- 
tober eingegangenen Schreibens wurde diese Summe in Sprocen- 
tiger Preofsischer Anleihe 1859 mit Coupons Nr. 3 — 8 am 21.0c- 
tober in die Hände des gewesenen Rectors, Geheimen Regierungs- 
rathes Professors Dr. Boeckh niedergelegt. Nach diesen Daten 
und unter diesen Umständen hat eine Erwähnung dieser Schen- 
kung in dem Yerzeichnifs der Festgaben S. 117 nicht stattfinden 
können. Nachdem Seine Königliche Hoheit der Prinz Regent der 
Uniyersität zur Annahme dieser Stiftung durch Allerhöchsten Er- 
lafe vom 1. December 1860 die landesherrliche Genehmigung er- 
theilt hatten, ist daraus mit Einverständnifs des Gebers das Rei- 
chenheim-Boeckhsche Stipendium gegründet worden, worüber ein 
besonderes Statut entworfen worden ist. 

Gleich nach dem Feste unter dem 22. October richteten Rector 
und Senat eine Danksagung an die Studirenden für die eifrige 
Theilnahme, welche diese der Feier gewidmet und für ihre edle 
und besonnene Haltung bei derselben. Diese Danksagung ward 
durch Anschlag am schwarzen Brett zur allgemeinen Eenntnifs ge- 
bracht Femer wurden Dankschreiben erlassen an Seine König- 
liche Hoheit den Prinzen Regenten, an II. KK. HH. die Prinzen 
des Königl. Hauses, welche die Feier durch Ihre Gegenwart geehrt 
hatten, an Seine Excellenz den vorgeordneten Herrn Minister, an 
Seine Excellenz den General-Feldmarschall vonWrangel, an den 
Magistrat und die Stadtverordneten von Berlin und an die Herrn, 
welche sich besondere Verdienste um den musikalischen Theil der 
Feier erworben hatten, den Professor Marx und die K. Kapell- 
meister Dorn und Taubert. Desgleichen wurden Danksagungs- 
sehreiben an die Geber der Abschnitt VI verzeichneten Festgaben 
gerichtet Mit diesen Danksagungen ward die Vertheilung einer 
groCsen Anzahl von Exemplaren des oben angeführten Werkes 
d68 Prot Koepke, des Lateinischen Einladungsprogrammes, einer 



— xrv — 

Yom plaatischea Kunattcor Hm. 6. Bicbler gc^ssenen Denkmünze, 
und äer zum Theil in sehr gro&er Zahl eingesitndten Exemplare 
von litterarischen Fest^ben verhimden. 

Die Univeraität wird es stets, mit grofsem Danke anerkennen, 
dafs ihr von allen Seiten zur würdigen Feier des Festes die zu- 
vorkommendste undi aufopferndste Förderung zu Theil geworden 
ist. In diesem Vorwort sind fast ausschliefsHch nur die Behörden 
oder Körpersehafien erwähnt, welche zur Erhöhung des Festes 
beigetragen haben; die einzelnen Personen der eigenen Körper- 
schaft, die Mitglieder der städtischen Behörden und andere 
Freunde der Universität und der Wissenschaft, welche durch ihre 
Mfihwaltung vorzüglich fördernd eingriffen und sich um die Feier 
verdient gemacht haben ^ sind hier nicht hervorgehoben, weil es 
unmöglich schien, den Verdiensten Aller gerecht zu werden. 

Wenn die Universität sich jederzeit freuen wird , in der Feier 
dieses Festes von allen Seiten Wohlwollen und Anerkennung er- 
fahren zu h^en, und auf das würdige und durch keine Störung 
getrübte Fest in froher Erinnerung zurückblicken kann, so ge- 
reicht es ihr zugleich zur Genugthuung, dafs auch den verehrten 
Festgästen und namentlich den auswärtigen, die Feier, wie wir 
anneknen dürfen, zur Befriedigung gereichte, eine Feier, welche 
obw(Al zunächst unserer Hochschule geltend, dennoch zugleich 
als ein Fes^t der Deutschen Wissenschaft und des gesammten 
Deutschen Vateriandes anerkannt wurde. 



Inkltsübersicht. 



Seite 

Vorwort m— xiv 

Inhaltsübemeht xv— xvm 

I. Festprogramme ; 1 — 24 

1. Lateinisches Einladangßprogramm (yerfafst yom Professor Dr. 

Haupt) 1—15 

2. Kürzere Festordnüng d6s Jubiläums 15 — 16 

3. Ausfülirliehe Festordnung. 16 — 19 

4. Studentische Festordnung 20 — 24 

n. Der vierzehnte October 25—71 

Feierlicher Empfang der Berliner und auswärtigen Abge- 
ordneten in der Aula « 2^—68 

1. Anrede des Rectors an sammtlicke Abgeordnete und Festgäste 25—26 

2. Rede des Generalsnperintendenten Dr. W. Hoff mann als 

Sprecheis der Abgeordneten der Geistlichkeit 26—28 

3. Antwort des Rectors - 29 

4. Rede des Oberbdrgermeisters Geh.Ober-Regierongsrathes Kraus - 

nick als Sprechers der Abgeordneten der Stadt Berlin . . 30 — 32 

5. Antwort des Rectors 32—33 

6. Rede des Abgeordneten der Stadt Danzig, Ck>nsistorialrathes 

Dr. Bresler 33—34 

7. Antwort des Rectors 84—35 

8w Anrede de« Geh. Ober-Baurathes Hagen als Sprechers tler 

Abgeordneten der Königlichen Akademien der Wissenschaften 
und Künste, der Königlidien Bau-Akademie, des Königlichen 
6ew«ibe-Inttitatee und de« Vereins fftr Oeochichte dier Marie 

Brandenburg 35 

9. Antwort des RMtoia 35--37 

la Anbräche Seiner Excellens des Ministers der geistlichen, ün- 
Urfichte- and Medieinal-Angelegeiibeiten Herrn Dr. t. Beth- 

mann-Hallweg 37—38 

11. Antwort des Recton 38—39 

12. Ansprache Seiner Ezeeileis dee Wirklichen Geheimen Ratkee 

nad Prieidenten des Bf angeliaehes OHr-KirdienTathes Herrn 

▼.üechtritf 39 

la. Antwort dee Rectors 39 



XVI — 



S«ite 



14. Rede des Geheimen Käthes Professors Dr. Mittermaier ans 

Heidelberg als Sprechers der Abgeordneten der Deutschen und 
Schweizerischen Universitäten nnd verwandter hiesiger and 
auswärtiger Lehranstalten 39 ii 

15. Antwort des Bectors 44 — 46 

16. Rede des Directors des Kolnischen Real-Gymnasiums zu Berlin 

Dr.-E. F. August als Sprechens der Abgeordneten der Berliner 
und auswärtigen Qymna^en und hofaaren Lehranstalten und 
des Königlichen Cadetten-Corps zu Berlin 46—49 

17. Antwort des Rectors 49 — 60 

18. Rede des Dirigenten des Königlichen Schul-Collegiums der Pro- 

Tinz Brandenburg zu Berlin, Geh. Regierungsrathes Rei- 
chen au, als Sprechers der Abgeordneten dieser Behörde. . 6Cr— 51 

19. Antwort des Rectors 52 

20. Rede des Ober-Gonsistorialrathes Dr. Marot als Sprechers der 

Abgeordneten der auf der Universität Berlin promoyirten 
Doctoren 62 — 54 

21. Antwort des Rectors 54 — 55 

22. Schlufswort des Rectors . 55 

Beilagen - • 56—68 

1. Einladung des Rectors an die Stndirenden zum Empfange. . 56 

2. Städtische Stiftungsurkunde vom 12. October 1860 56—57 

3. Schreiben Seiner Excellenz des Herrn Ministers von Beth- 

mann-Hollweg, die Allerhöchste Zusage des Baues eines 
Anatomie-Gebäudes betreffend vom 14. October 1860 ... 58 

4. Yerzeichnifs der Berliner und auswärtigen Abgeordneten . . 59 — 68 
Festvorstellung im König^. ßchauspielhause. Prolog, ge- 
dichtet von Dr.F. A. Märcker, vorgetragen vom Königl. 
Hofschauspieler Herrn Hendrichs 68 — 71 

in. Erster Hauptfesttag, 15. October. Kirchliche und akade- 
mische Feier in der St. Nikolai-Kirche 72—89 

1. Kirchliche Feier. Gebet des Propstes an St. Nikolai und 

Marien, Ober*Gonsistorialrathes und Professors Dr. G- 1. N i t z s c h 72—74 

2. Festrede des Rectors . ., . 74—88 

Gesangtexte 88—89 

IV. Zweiter Hauptfesttag, IG.Octoben Ehrenpromotionen in 

der St. Nikolai-Kirche. . . , 90—113 

[ 1. Rede des Decans der theologischen FacuUät, Ober-Gonsistotial- 

lathes Professors Dr. A. T Westen 90—95 

2. Rede des Decans der juristischen Facultät, Geheimen Ober- 
Tribunalsrathes Professors Dr. Heffter 95—99 

3. l^ede des. Decans der medicinischen Facultät, Geheimen Medi* 
cinalrathes Professors Dr. G.G. Ehrenberg 99—101 

4. Rede des Decans der philosophischen Facultät, Professors Dr. 
F. A. Trendelenburg . . . . . 102—111 

Gesfingtexte. , , . , i. ^ # 111—113 



(■ 



— xvn — 

Seite 

V. Dritter* Hanptfesttag, 17. October. Fackelzug und Goai^ 

merce der Studirendeu 114— -116 

1. Lied znm Fackekage 114 — 115 

2. Lied zum Commerce, gedichtet Tom Stttd. phil. und Vor- 

sitzenden des stadentischen Festcomit^ LndwigMesnnius 115—^ 116 

VL Verzeichmls der Festgaben 117—129 

VIL Der Universität «gewidmete Festgedichte 130—142 

1. Lateinische Ode der Universität Harbarg (vom Professor 

Dr. Ernst Ranke) 130-133 

2. Lateinische Ode im Namen des Dom-Oymnasiums zu Mag- 

deburg (vom Director Dr. Johannes Horkel) .... 133—136 

3. Deutsdie Elegie im Namen des Lehrer -Collegiams des Kö- 

niglichen Gymnasiums zu Erfurt (vom Director Dr. Georg 

Scholer) 136 

4. Lateinische Ode vom Archidiakonns an der Gbadenkirche zu 

Hirschberg Dr. phil. Peiper 137—140 

5. Deutsche Ode von Agnes le Grave in Potsdam .... 141 — 142 
VIEL Glückwunschschreiben, Adressen nnd Votivtafeln . . 143 — 215 

Voran : Einladungsschreiben von Rector und Senat an die Deut- 
schen und Schweizerischen Universitäten 143-^144 

1. Glückwunsch der Stadt Berlin 144—145 

2. Festgrufs der Stadt Danzig 146 

3. Adresse der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin 146 — 147 

4. » der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin . 147—149 

5. n der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften zu 

St. Petersburg 149 

6. Adresse der Königlichen Akademie der gemeinnützigen Wis- 

senschaften zu Erfurt 150—151 

7. Adresse der Königlichen Bau- Akademie zu Berlin .... 151—152 

8. » des Königlichen Gewerbe-Tnstitutes zu Berlin . • 152 — 153 

9. » der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften 

zu Görlitz 153—154 

10. Adresse der Hufelandschen Gesellschaft zu Berlin .... 155 

11. ., des Evangelischen Ober-Kirchenrathes zu Berlin . 156 — 157 

12. n des Königlichen Bevisions-Oolleglums f&r Landes- 
Cnltur-Sachen zu Berlin 157—158 

13. Adresse der Universität Basel 168—159 

(, ,1^14. Glückwunschschreiben der Universität Bein 160 

.15. Adresse der Universität Bonn 161—162 

16. Votivtafel des Lyceum Hosianum zu Braunsberg .... 162 

17. Adresse der Universität Breslau 168-165 

18. , , , Christiania 165—166 

19. , , , Dorpat 166-169 

20. , » , Erlangen 169—170 

21. , , , Preiburg 171—172 

22. Glückwunschschreiben der Akademie zu Genf 172—173 



— xvni — 

Seite 

23. Votiytafel der üniyersitat Gottingen 174 

24. „ Ä » Oreifiswald . 175 

25. Adresse des Akademischen Gymnasiums za Hambnrg . . . 176—178 

26. „ der üniyersitat Heidelberg 178—180 

27. „ „ » Innsbruck ......... 180—181 

28. Votivtafel der Universität Königsberg 181—182 

29. „ „ « Leipzig 182—183 

30. Adresse der Universität München 183 — 184 

31. „ „ Akademie Munster 184 — 185 

32. „ « Universität Rostock 185—187 

33. „ „ „ Tübingen 187—189 

34. Votivtafel der Universität Wien 189—190 

35. Adresse der Universität Würzburg 191—192 

36. Glückwunschschreiben der Universität Zürich 193 — 199 

37. Adresse des Königlichen Friedrich -Wilhelms -Institutes und 

der Königlichen medicinisch-chirurgischen Militär- Akademie 

zu Berlin 199 

38. Adresse der Berliner Gymnasien und Realschulen .... 200—203 

39. Adresse der Ritter- Akademie zu Brandenburg 203 — 204 

40. Adresse des Gymnasiums zu Potsdam 205 — 206 

41. „ „ , Prenzlau 206—207 

42. Votivtafel des Progymnasiums und der höheren Bürgerschule 

zu Spandau ,. 208 

43. Glückwunschschreiben des Königl. Cadetten-Corps zu Berlin 208 — 209 

44. 9 , Gymnasiums zu Schäfsburg in Sie- 
benbürgen ....... 209 — 210 

45. Adresse des Königlichen Schul-GoUegiums der Provinz Bran- 

denburg zu Berlin . 211—212 

46. Adresse der von der Universität Berlin promovirten Doctoren 212 213 

47. Adresse der Dorpater Studirenden an die hiesigen Gommili- 

tonen 213—214 

48. Adresse des Professors der Universität Wien Dr. Hyrtl an 

die medicinische Facultät in Begleitung seines Festgeschenkes 214 — 215 

Verzeichniis der Lehrer der Friedrich -Wilhelms -Universität 
seit der Gründ^ng bis zum 15. October 1862, chronolo- 
gisch, geordnet nach dem Tage des Beginnes ihrer Lehr- 

thätigkeit auf derselben 217—260 



.* 



L 
Festprogramme, 



1. 

Sacra universitatis litterariae Fridericae Gui- 

lelmae ante L annos institutae die XV mensis 

Octobris anni MDCCCLX celebranda indicunt 

Rector et Senatus. 

1/ecimo universitatis littei-ariae nostrae quinquenoio ad iinem 
paullatim inclinato cum deliberaremus utrum eom diem quo ante 
dimidium saeculum , praeparata per aliquot annos re et quibusdam 
eins factis initiis, scholae in omni litterarum genere haberi coeptae 
sunt festum publice ageremus an memoriam eius post exactam 
alt^ram saeculi partem posteritati celebrandam reservaremus, Vi- 
sum nobis est non esse diiferendum quod nostro tempore non 
sine magna opportunitate fieri censeremus neque posteris relin- 
quendum pietatis officium quo ipsi et lubentissime fungeremur et 
aliqua ex parte videremur melius posse fungi. Intellegebamus 
enim eos qui post älteres quinquaginta annos initiorum nostrorum 
memoriam repetent repetituros esse ut rerum veterum et ab an- 
tiqno hominum genere gestarum, neque nisi a nobis mature pro- 
videretur futurum esse ut earum rerum imaginem nulla parte obs- 
curatam repraesentent, nos autem cum memorabili illa aetate 
qua praestantissimorum bominum consilio et opera universitas 
litterarum Frideriea Guilelma Berolinensis initium cepit et magna 
mox prosperitate effloruit artiore quodam vinculo coniunctos esse 

1 



sentiebamus. Etsi enim praeclari viri quorum prudenti consilio 
Fridericus Guilelmus III, Rex clementissimus idemque constau- 
tissimus , usus est mortem omnes dudum obierunt neque do docto- 
ribus qui hoc eruditionis seminarium inde ab ipso eius principio 
illustrarunt quisquam hodie superest praeter duos viros in iuris 
doctrina primarios, quorum alter dudum ex hac urbe et a pu- 
blico docendi officio in patriam et ad privatam vitam secessit, 
alter traductus est olim e collegio nostro, cuius insigne oraa- 
mentum fuerat, ad sustinenda gravissima rei publicae munei*a, 
nunc honestissimo senectutis otio fruitur, at vivunt tarnen et su- 
persunt in professorum ordine e magno numero non nuUi qui 
proximis post initium universitatis nostrae temporibus aut docendi 
munere functi sunt aut discipuli clarissimonim magistrorum fue- 
runt, vivunt qui egi-egios illos viros per quos res nostrae ab 
optimo Rege conditae sunt usu novenmt partimque magna cum 
eis coniuncti fuerunt familiaritate. Quorum narrationibus ipsaque 
adeo praesentia tit ut etiam inter iuniores illorum et temporum 
et hominum imago quasi praesens sit multarumque rerum memo- 
ria vivat quas diligenter cavendum est ne vetustas obruat obli- 
vione. Jtaque et curandum esse putavimus ut dum memoria illa 
viveret ac vigeret prima universitatis litterarum Fridericae Guir 
lelmae tempora accurata narratione perscriberentur, quem laborem 
rogatu nostro suscepit Rudolfus Koepkius, vir clarissimus, et de- 
cimum lustrum condendum existimavimus festorum dierum cele- 
bratione, non ut splendorem inde quaerereinus aut maiorum glo- 
riam in nostram aliquam laudem converteremus , quam officiis 
strenue obeundis litterisque diligenter colendis consectandam esse 
censemus, sed ut praeteritorum temporum recordatione animi 
confirmarentur et ad futurorum spem erigerentur. Quae consilia 
cum viri illustris qui rebus nostris praeest auctoritate confirmata, 
a Principe autem celsissimo cuius sapientiae et fortitudini patriae 
Salus commissa est comprobata summaque liberalitate adiuia sint^ 
indicimus iam sacra universitatis litterariae Fridericae Guilelmae 
ante quinquaginta annos auspicatis laboribus inauguratae die xv 
mensis Octobris huius anni mdggglx pie celebranda. 

Et digna sane sunt scholae nostrae initia atque incunabula 
ad quorum memoriam animi revocentur habetque eorum cum 



nostris temporibus comparatio copiosam et laetandi materiem et 
utilitatem. Cum enim exactos hos quinquaginta annos cogitatione 
veluti remetimur, laetandum nobis est sapienti^simum praeclari 
Regis consilium eventü comprobatum esse felicissimo , factum esse 
singulari dei beneficio ut res nostras nulla gravier calamitas af- 
fligeret, auctum esse earum florem perpetua optimorum Regum 
cura et munificentia, non intermissam esse fructuosam magistro- 
rum discipulorumque diligentiam, denique contulisse aliquid hanc 
scholam ad eruditionis incrementa patriaeque et utilitatem et lau- 
dem. Quae omnia dum laeti agnoscimus, non putamus tarnen 
esse infitiandum ab illis egregiis egregioium hominum consiliis 
atque cogitationibus e quibus Berolinensis scholarum universitas 
effloruit, etsi nondum aberratum est longius, tamen saeculi In- 
genium aliquantulum deflexisse verendumque esse ne, si de in- 
stituta ab illis ratione magis etiam declinaverit, magnum capiant 
et litterae et res publica detrimentum. Atque haec una erat cau- 
sarum cm- initiorum nostrorum memoriam hoc potissimum tem- 
pore renovandam liberaliumque ingeniorum exempla diligenti co- 
gitatione repetenda esse censeremus. In qua re si parumper hie 
commorabimur, non veremur ne ea quae nostra aetate bene et 
partiiQ praeclare facta sunt aut ignorare aut velle occultare et 
acti olim temporis tantummodo laudatores esse videamur, aberit- 
que a sermone nostro omnis invidia, cum quae ad pristinorum 
illorum exemplorum praestantiam quantum fieri potest revocanda 
esse putamus deflexerint inde non tarn singulorum hominum quam 
ipsius saeculi quadam culpa, neque quae dicturi sumus ad nostram 
maxime scholam pertineant, scd ad factam quandam per omnem, 
ut videtur, Germaniam iuvenilis institutionis immutationem. 

Illanim autem cogitationum e quibus schola nostra nata est 
qualis faerit ratio cum et litterarum monumentis pluribus constet 
et pleniorem eius notitiam allatura sit Koepkii narratio de qua 
antea diximus, tum summa sententiarum fortasse non potest me- 
lius cognosci quam ex brevi sed egregio libello quem Fridericus 
Schleiermacberus edidit anno mdcccviii, coeptis de condenda 
litterarum uniyersitate variis agitari consiliis, quorum ipse par-. 
ticeps erat, scriptum illnm strictim et ut non exhausta sit mate- 
ries, sed cogitandi subtilitatecopiosum, insignem Überall ingenio, 



— 4 .— 

capita remm verissima disputatione complexum, etsi de non nullis 
quae eximius vir disseruit dubitari potest, ut non sit mirandum 
non omnium quae proposuit consiliorum postea habitam esse ra- 
tionem. Sed praeter alia multa illiid docuit rectissime, universi- 
tates litterarias Germanica consuetudine institutas non eis finibus 
contineri ut congregatis in unum locum singularum artium scholis 
iuvenes plurimarum rerum cognitione imbuantur et ad obeunda 
in civitate munera exsequendaque quae ad publicas necessitates 
pertinent negotia praeparentur, sed excelsius aliquid eis proposi- 
tum esse, id est ut in mentibus iuvenum puerili institutione eru- 
ditorum exemplar illud scientiae speciesque quam ideam dicere 
solemus excitetur, ad quod exemplar studia in disciplina quisque 
sua dirigant, quo omnem cogitandi rationem moderen tur, cuius 
contemplatione rerum cognoscendarum varietatem comprehendant 
atque ad excolendas doctrinas augendamque humani generis erudi- 
tionem corroborentur. Quod ut efficiatur etsi merito dicit Schleier- 
macherus praecipue allaborandum esse eis doctoribus qui philo- 
sophorum consociati sunt facultate (utimur enim necessario in 
rebus quae ab antiquitatis institutis et sermone alienae sunt vo- 
cabulis eiusmodi in aliam a vetere significationem detortis), idem 
tamen eodem iure statuit ne ceteros quidem magistrorum ordines 
ab illo philosophorum officio alienos esse debere neque eas dia- 
ciplinas quarum scholae in litterarum universitatibus non tam 
ipsius eruditionis ac scientiae causa quam propter rei publicae 
necessitates atque commoditates institutae sunt aliter esse tractan- 
das nisi ut praeceptores pariter ac discipuli non inteimissa cogi- 
tatione communionem qua omnes omnino doctrinae cum philoso- 
phiae studiis coniunctae sunt comprehendant. 

Quae omnia disputavit ille sane verissime. Tantum dbest 
enim ut aut ipsius sapientiae Studium, quod proprio philosophiam 
dicimus, aut litterae r&athematicorum physicorum grammaticorum 
historicorum, quae ad philosophiam proxime accedunt, instru- 
menta solum ceteris disciplinis praebeant aut fimdamenta sint in 
quibus quasi ampliora et luculentiora aedificia exstniantur, ut 
omnes doctrinae illarum artium praeceptis regantur neque quic- 
quam habeant quod ad scientiae dignitatem referatur quin ad li- 
beralia lila studia pertineat. Sed rem descripsit magnam et nuUa 



— 5 — 

non arduam aetate, cum propter ingentem rerum singulis disci- 
plinis tradendarum multitudinem, quam, ne iuvenum animos non- 
dum satis corroboratos conturbet atque opprimat, ad doctrinaruiü 
quasi consensum concentumque revocare difficile est, tum quod 
utilitatum rei publicae praestandaram necessitas et liberalius iUud 
litterarum Studium quo doctrina sua ipsius causa quaeritur aegre 
ita coniunguntur ut omnes tollantur controversiae. Nostro autem 
tempore generosiora doctrinarum studia , quorum forma et ab illo 
egregie descripta est et omnino eorum animis obversabatur quo- 
rum consiliis optimi Regis sapientia in constituenda hac litterarum 
sede confisa est, etiam maioribus quam antea difficultatibus aifecta 
sunt timendumque paene esse videtur ne universitates litterariae, 
si non specie sua, at re tarnen ipsa, in singularum artium scholas 
paullatim dissolvantur iuvenumque studia partim tamquam angustis 
quibusdam et seorsum divisis domiciliis concludantur, partim in 
illiberales labores mutentur , nisi exemplar illud scientiae eximio- 
rumque hominum imago, quales fuerunt quorum memoria cum 
initiomm nostrorum recordatione coniunctissima est, acerrima 
atque attentissima cogitatione identidem repetantur. Quod factum 
est non desidia saeculi, quo nullum fuisse putamus laboriosius, 
neque socordia eorum qui civitates administrant, quippe qui di- 
ligentiore etiam quam olim fieri solebat cura omnia quae ad em- 
ditionem pertinent complectuntur, sed ea ipsa quae minus pro- 
banda esse atque ab egregio pristini temporis exemplo pauUum 
deflexisse existimamus non possunt separari ab insigni nostrae 
aetatis laude. Nimirum non yoluptatis tantum ac dolens perpetua 
quaedam est coniunctio, de qua Piatonis ille Socrates dicit, ve- 
rum laudis etiam et yituperationis, neque omnino humano generi 
concessum est ut quod absolutum sit et perfectum aut assequatur 
aut ita persequatur ut non, ubi aliqua in parte ad meliora per- 
venit, retardetur in alia et retro cedat sitque continua progres- 
suum regressuumque successio atque adeo communitas. 

JEt progressus quidem hoc saeculo in omnibus litterarum ge- 
neribus facti sunt eximii, quibusdam autem tam nova tamque 
insperata lux allata est ut eam ante quinquaginta annos ne prae- 
sagire quidem cuiusquam animus potuisse videatur. Itaque 
perieolom est ne splendor aetatis nostrae contemplantibus et ad* 



— 6 — 

mirantibus mentis aciem praestringat hebetioremque reddat ad 
inteflegenda verae eruditionis vcterum exeinplo conservandae im- 
pedimenta atque incommoda quae cum ipso illo quo mcrito 
gaudemus litterarum flore coniuncta sunt: quamquam nobis qni- 
dem tarn nonvidentur esse obscura ut adumbranda potius breviter 
quam longo sermone describenda censeamus. Cum enim plera- 
ramque disciplinarum materies summa doctorum hominum industria 
mirifice aucta sit augeaturque in dies divisisque inter plurimos 
laboribus multa quae olim aut summatim tractari aut fere neglegi 
solebant nunc minutius et scrupulosius perquirantur, fieri non 
potest quin multo quam autea difficilius singularum doctrinarum 
partes unius hominis ingenio comprehendantur. Accedit quod 
recentia et nuper omnibus incognita ipsa novitate sua allicere 
animos, iuvenum maxime, solent, vetera autem obsolescunt et, 
quasi exhausta sit laudis inde adipiscendao materies, minus vi- 
dentur esse honorifica. Quocirca etsi minime putamus deterrendos 
esse iuvenes ab accuratissima et quasi in artum locum contracta 
rerum investigatione, qua nisi in ipsa iuvenilis aetatis alacritate 
ac vigore ingenia eorum exercentur non sperandum est fore ut 
aliquando litteris incrementa aflferant, aut intercludendos a novis 
doctrinarum viis atque itineribus quae nostro tempore patefacta 
sed nondum omnia satis munita sunt, tamen ne exemplar illud 
scientiae de quo antea diximus varietate rerum oblitteretur, neve 
dum particulatim litterae pertractantur singularum partium con- 
venientia et -coniunctio animo minus comprehendatur, denique ne 
ab illis litteris quae verae eruditionis firmissima fundamenta sunt 
immaturo studio aberretur diligentissime cavendum esse existi- 
mamus, non iubendo neque ut legibus omnia praescribantur (nam 
persuasum habemus universitatum litterariarum salutem magna ex 
parte in summa studiorum libertate positam esse), sed ipsius in- 
stitutionis ratione renovandaque et conservanda eorum menwria 
quae superiore tempore recte facta sunt. Atque illo quidem tem- 
pore, ut unum litterarum genus sed ad ingenia liberaliter eru- 
dienda in primis necessarium hie commemoremus, antiquitatis 
Graecae et Romanae studia in summo communiter habebantur 
honore: nunc labefactari coepta est eorum existimatio imminent- 
que eis pericula quae ut depellantur omni ope atque opera anni- 



— 7 — 

tendum est. Nam cum multae artes, praesertim eae quae ad 
eotidianae vitae usum pertinent, sine Graecaram Bomanarumque 
rerum cognitione disci et factitari possint eaedemque ex reeentio- 
nim non nnUarum ünguarum scientia et usu haud exigua capiant 
commoda neque negari qneat sermonibus illis plurima scripta esse 
egregie, non desunt hodie qui recentiores populorum linguas lit- 
terasqne non tantam in eis scbolis quibus adulescentes ad quae- 
stnosa artificia scitius excercenda praeparantur diligenter docendas 
esse censeant, id quod suo iure faciunt, sed omnino eruditionem 
ab obsoletis scilicet atque intermortuis litteris et tamquam ex 
umbra antiquitatis in nostri saeculi lucem magis magisque studeant 
tl^dacere. Ignorant Uli aut dissimulant quanta sit sermonum 
Graeci Latinique in excolendis ingeniis praestantia, cum propter 
ipsorum indolem, quorum Graecus sermo elegantia atque mobili- 
tate yeluti iuvenili, Latinus yirili robore et qua utentes astringit 
accarate cogitandi dilucideque dicendi necessitate, excellit, tum 
propter praeclara Graecarum Latinarumque litterarum monumenta, 
qaae quod tanto nnmero conservata sunt secundissima generis 
humani fortuna factum esse arbitramur. Neque enim ulla re melius 
minoreve errandi periculo animi pulchritudinis sensu atque in- 
tellecta imbuuntur quam praestantissimorum illorum exemplarium 
contemplatione, neque ne opinionum varietate et mutabilitate ve- 
teromque et novarum rerum discrepantia, qua nostra potissimum 
aetas agitatur, fallantur et conturbentur rectius caveri potest quam 
demonstrata illa sermonis artium morum institutorumque omnium 
inter se similitudine atque convenientia qua optima antiquitatis 
tempora excelluerunt; denique ut ille ait sibi antiquas res narranti 
antiquum fieri animum, ita curandum est ut iuvenum liberali in- 
slitutione erudiendorum animi Graecarum Latinarumque litterarum 
studiis antiqui fiant, id est simplices, fortes, non co'mmodis atque 
utilitatibas omnia metientes, sed pleraque honestate et pulchri- 
tadine. Verum ne longior iiat oratio, ab bis litteris, quas non 
deserendas neque labefactandas sed superioris aetatis exemplo 
strenue tatandas esse existimamus, pergendum nobis est ad aliud 
doetrinarom genus, quod tantum abest ut invidia hodie prematur 
nt mnltiplici quam eotidianae vitae affert utilitate et partim etiam 
fam spe plures in dies alliciat, inventorum multitudine et sab- 



— 8 — 

tilitate doctoram indoctoramque admirationem moveat, sommo sit 
in honore videaturque inter saeculi nostri studia obtiuuisse prin- 
cipatum. Yix opus est ut addamas de eis doctrinis aliquid oos 
dictoros esse qnas physicamm nomine comprehendere passumus. 
Quae doctrinae quod aetate nostra tantos tamque admirabiles ha- 
buerunt progressus ut sane videantur prioribus temporibus longo 
antecellere, etsi aliqua ex parte proptor ipsam illam quam commo- 
moravimus utilitatis hominibus gratiosae commendationem factum 
est, praecipua tarnen causa inde repetenda est quod naturalium 
rerum pervestigandarum ratio prudenti hominum doctorum consilio 
et consensione ab opinandi intemperantia omnibusque studiorum 
anfractibus et deverticulis in rectam viam atque ad certam ex- 
perimentorum fidem revocata est. Nam priore saeculi nostri tem- 
pore haec naturalium rerum studia haud sane leviter conturbata 
sunt philosophorum quorundam ingeniosis lusionibus : quamquam 
illi non ludere se putabant, sed strenuo labore arcana et ooculta 
omnia in clarissimam lucem protrahere vulgaresque et veluti sor* 
didas doctrinas ex humili loco ad quoddam quasi editissimum 
purioris sapientiae culmen perducere, unde divina humanaque 
omnia totaque rerum natura uno obtutu unaque cogitatione com^ 
prehenderentur. Quorum libros cum hodie legimus, delectamor 
saepe non aliter atque poetarum inventis: et habet ista philoso- 
phandi ratio communem cum poesi similitudinum consectationem, 
nisi quod poetae omamenta carminum inde quaerunt pulchramqoe 
imaginum speciem, philosophi illi, ingeniosi sane homines, dum 
rerum causas ad veritatem exigere sibi videntur, fallacibus simu- 
lacris abutuntur: illud autem vix intellegimus , qai fieri potnertt 
ut opinionum commenta partim a communi sensu longo ablior- 
rentia et paene somniorum similia totumque illud immodestios 
philosophandi ultraque quam hominibus datum est sapiendi Sta- 
dium illecebris suis multorum animos tam diu irretirent et a recta 
rerum investigandanmi ratione cogitandique salubritate et sanitate 
abducerent. Nihilominus tamen cavendum est ne in erroribus istis 
nihil fuisse laudabile putemus eisve assentiamur qui omnem phi- 
losophiam, quoniam olim fuerunt qui ea abuterentur, ab hoc stu- 
diorum genere tamquam pemiciosum aliquem morbum arcendam 
esse existimant Etsi enim illud rerum omnium quae aut sensibus 



— 9 — 

aat intellegentia percipiuntar cohaerente cogitatione complecten- 
darom atque ad easdem leges referendarum Studium et in illorum 
pbilosophorum conatibus maiorem habuit impetum quam eventum 
et minime sperandum est fore umquam ut omnino succedat, ipsum 
tamen Studium ac desiderium ita cum mentis humanae natura 
coniunctum eique insitum est ut temperandum quidem sit modestia 
humanaeque imbecillitatis conscientia cohibendumque accuratissima 
diligentia ab omni opinandi temeritate, sed oblitterari et tolli 
neque debeat neque vero possit. Quod autem olim abusu philo- 
sophiae nee satis perspectis rerum causis sumpta sunt quae inania 
esse hodie constat, propterea non credendum est ad ipsa rerum 
principia doctrinam progredi posse per sola experiinenta aut aliter 
quam philosophando. Praeterea periculum est ne, si iuvenes sane 
quam laudabili ac necessario rerum naturalium experiendo discen- 
darum studio ita sese dedant ut ab omni pbilosophia abhorreant 
et simul pulcherrimarum litterarum monumenta generisque humani 
historiam despiciant (coepit autem gliscere herum studiorum non 
minus quam philosophiae fastidium), in diligentissima rerum cor- 
porearum et aspectabilium sensibusque percipiendarum pervesti- 
gatione tamen ingenia exarescant. Itaque ne ab bis quidem flo- 
rentissimis aetatis nostrae doctrinis plane abesse videtur quod 
revocata superioris temporis memoria nequeat emendari. Nam 
ne ad errores illos illamque immodestius philosophandi licentiam 
adulta et corroborata naturalium rerum studia revertantur timen- 
dum minime est; illud potius verendum esse arbitramur, ne 
iavenum animi assidua metiendi ponderandi sensuumque experi- 
mentis res pertemptandi industria et subtilitate, si laudabile Stu- 
dium nuUa humanarum rerum cura et admiratione temperetur, 
a liberaliore eruditione magis magisque alienentur extenueturque 
atque eyanescat illa litterarum communitas qua sublata tolluntur 
universitates litterariae et, ut antea diximus, in singularum artium 
scholas dissolvuntur. Disputavimus autem de physicarum doctri- 
narum studiis propterea pauUo uberius ut uno certe exemplo, 
quoniam omnia non poteramus persequi, demonstraremus cum 
ipsis illis quae iure admiramur litterarum incrementis coniuncta 
esse qoaedam verae eruditionis impedimenta, non quod putaremus 
11 reliquis doctrinis, dum particulatim omnia non sine egregio 



— 10 — 

co'gnitionis et scientiae emolamento pertractantar, minorem esse 
studiorum ex reram varietate et maltitudine ad ipsius doctrinae 
exemplar revocandorum liberalique eruditione ten^perandormn 
necessitatem. 

In eis vero disciplinis quibus iuvenes ad praestandam olim 
muneribns et officiis aut rei pnblicae ntilitatem aut diyinae re- 
ligionis pietatisque sanctimoniam instituuntur liberali eruditioni 
ab alia parte etiam malus quam ab aucta ipsarum litterarum var 
rietate et amplitudine ^ericulum videtur imminere. Nam cum 
olim in bis quoqne disciplinis magna esset et nullis paene vincolis 
asti-icta iuvenilium studiorum libertas, in qua libertate obtineri 
non potuit ut res necessario addiscendae aut recte ab omnibus 
aut suo tempore tractarentur, postea non mediocris extitit formido 
ne publica utilitas magna inde acciperet detrimenta. Itaque in 
libertatis locum paullatim successerunt leges et praecepta et quo 
acriore norma discendi ratio dirigeretur circumscripta sunt doc- 
trinarum studia quasi curriculorum finibus, definito adeo scholar 
rum quibus Interesse iuvenes iubentur numero. Qua diligentissima 
moderandae disciplinae cura a liberaliore maiorum consuetadine 
ita nobis videtur aberrari ut neque rei publicae tantum inde quan- 
tum spcratur accedat commodi neque exigua detrimenta importen- 
tur eruditioni: quamquam multo minus excusari possunt siqui hodie 
philosophia et gentilium scilicet litteris religionem et pietatem in 
periculum' adduci putant et ut iuvenes sacra doctrina instituendos 
ab earum contagione separent disciplinam cancellis circumscribunt 
Tn quorum superstitione nolumus commorari, cum eam neque 
melius neque brevius notare possimus quam factum est quondam 
ab oratore universitatis nostrae: verissime enim monuit lulianmn 
imperatorem Ghristianis , quo eos affligeret, interdixisse ethnica 
illa disciplina et institutione , et qui sacra nostra saeculo sexto 
decimo emendassent nulla re magis adiutos esse quam renatis an- 
tiquitatis studiis, et qui viri ecclesiae emendationi maxime fii- 
vissent atque opitulati essent, eos fuisse antiquis litteris instructis- 
simos ac politissimos. Sed ut redeamus ad illam rei publicae 
causa institutam disciplinarum custodiam, non negamus legum et 
praeceptorum quibus iuvenilis litterarum tractatio coercetur et ut 
ex praescripto fiat praefinitur eam esse utilitatem ut aeqnabilem 



— 11 — 

qaafidam plurimorumque communom efficiant sdentiae et erudi- 
tionis ad vitae usum necessariae mediocritatem ; illud autem neque 
credimus neque affirmaturum quemquam esse putamus, eis qui 
rei publicae prospiciunt in ulla mediocritate ita esse acquiescen- 
dom ut eam, etsi non voluntate et consilio, at instituti tarnen ra- 
tione paene commendent , praesertim cum in observandis prae- 
scriptionibus istis )Brror et abusus non magis evitari possint quam 
in pristinae consuetudinis libertate sitque abusus ille et eruditioni 
et rei publicae perniciosior. Neque enim in litteris ipsisque iu- 
venilibns earum studiis magis quam in communi hominum vita 
sine magna Kbertate quicquam fieri potest praeclari. Itaque pueros 
et' adulescentulos sane censemus in litterariis ludis ita instituendos 
esse ut imponantur eis labores totaque discendi ratio gubernetur 
praeceptis: quamquam id quoque optimus et sapientissimus quisque 
magister ita faciet ut neque varietate ingeuiorum neglecta eodem 
eadem modo ab omnibus exigat neque eos quorum vires iam 
magis corroboratas esse intellegit eadem necessitate perpetuo 
astringat, sed ab obedientia paullatim ad ipsorum quoddam arbi* 
trinm traducat. Deinde e re publica fieri existimamus quod non 
admittnntur fere ad universitatum scholas nisi quos maturis viribus 
pnerilique institutione recte eruditos accedere constiterit: in qua 
virium atque eruditionis cognitione iudicia magistrorum diuturna 
discipulorum consuetudine confirmata potiorem nobis videntur 
habere auctoritatem et fidem quam illae diebus aliquot peragen- 
dae probationes, quas scimus non paucis fuisse periculosas, in- 
tentis nimium animis diuque perturbatis aut formidine aut am- 
bitione. Denique saluti civitatis consentaneum est non concedi 
facoltatem neque munerum rei publicae ecclesiaeve administran- 
domm neque causarum agendarum aut medicinae exercendae nisi 
eis quorum doctrina perspecta atque exploräta est. Sed qua via 
qoisqne necessariam cuinsque artis scientiam consecutns sit non 
videtur magnopere curandum esse, nedum legibus et praescripto 
schoiamm numero doctrinarum stndia moderanda disparibusque 
ingenÜB eaedem formulae constituendae sint. Nam si diligenter 
coratar ut in universitatibus litterariis necessaria omnia in omni 
doctrinarum genere dooeantur, si docendi muneri praeponuntm* 
homines ingenio, eruditione, dicendi fecultate praestantes, si li- 



— 12 — 

beraliter habentur neque impositis variis maneribus et laboribus 
a litteris praeceptorisque officio distrahuntur, haec si carantar, 
Baus provisum esse putamus rei pablicae. Alliciendi sunt enim 
iuyenes et ad Studium ac laborem incitandi utilitate et iueunditate 
scholarum, regendi praeceptorum adhortationibus et exemplis, non 
legibus et iussu cogendi ut assideant : quid quod ne compelli qui- 
dem et congregari possunt legibus nisi accesserit illiberalis et 
putida veluti milites recensendi et recognoscendi industria. Habent 
autem illae scholarum frequentandarum praescriptiones et impe« 
rata quasi pensa hoc non leve incommodum quod fieri non potest 
quin animi multorum, cum doctrinarum partes propter publicam 
necessitatem tractandas et perdiscendas studiaque olim probatio- 
num trutina examinanda annumerari sibi vident, a liberaliore 
eruditionis consectatione abducantur et vulgari illi utilitati, quae 
paene domina est aetatis nostrae, mancipentur. Itaque omni opera 
curandum esse nobis videtur ut iuvenilium doctrinae studiorum 
moderatio non astringatur artius, sed quantam fieri potest ad 
prioris consuetudinis exemplum paullatim redacatur conserveturque 
iuvenibus inter puerilis institutionis severitatem et virilis aetatis 
curas ac labores integra annorum aliquot libertas, ut vires peri- 
clitando corroborent, ut verae eruditionis liberalissimaeque doc- 
trinae exemplar animis non minutis neque angustis concipiant, ut 
ad praeclara et pulchra omnia aspirent neque antequam viri fiant 
exilibus curis consenescant. 

Possumus alia addere non indigna fortasse commemoratione: 
sed satis signiiicasse nobis videmur cur in eximio quo aetas nostra 
excellit litterarum flore diligenti§simaque iuvenilis institutionis 
curatione et administratione animos ad memoriam initiorum scholae 
nostrae atque ad egregiorum hominum exempla non sine magna 
utilitate revocari posse existimaverimus. Neque omnino tempo^ 
rum illorum memoria repeti cogitatione potest quin recreentur 
animi praeclaraeque virtutis admiratione erigantur. Attenuatae 
erant Borussiae vires ac potentia , magna regni parte alienae do- 
minationi et libidini subiecta, exhaustis paene ab hostibus rapa- 
cissimis et rei publicae et civium opibus, bellica populi laude, 
quae pulcherrimis victoriis olim parta erat, obtrita cladibus luctu- 
osis et luctuosioribus etiam ignominiis. Reliqua autem Germania 



— 13 — 

et similia acceperatdetrimenta et Galilei imperatoris nutu et ar- 
bitrio regebatar, plerisque principibus in societatem compulsis, 
qnod nomen obedientiae et servituti praetendebatur; nee deerant 
inter eos qui a peregrino tyranno se protegi adeo non erubesce- 
rent nt dedecore gloriarentur. Qoibas ealamitatibus et probris 
qaod non contaboit Germania, qnod servatum est Germanomm 
nomen et vindicata a taetra atqae exitiosa tyrannide libei-tas, 
praecipue faetum est Borussorum et Regis et populi fortitudine 
et eonstantia. Itaqne si summam atrinsque consensionem auetam- 
que communi clade neeessitudinem et mutuam caritatem, si non 
debilitatam spem ae fidueiam rei publieae ad salutem redueendae 
pristinaeque landis reeuperandae atque angendae^ si ciyinm ani- 
mos ab omni levitate ae languore ad aeerriroum patriae tutandae 
et restitaendae Studium revoeatos neque fraetos adversa fortuna 
sed corroboratos contemplamur, non possumus dubitare quin di- 
eendum sit gravissimis durissimisque temporibus non tantum prae- 
paratas esse victorias omnemque insequentis aetatis prosperitatem, 
sed ipsorum etiam in maximis ealamitatibus egregiam fuisse feli- 
citatem, eam dieimus quam habent reetissimae et a bonis Omni- 
bus eommuniter suseeptae voluntatis conseientia et iirma nullisque 
neque aerumnis neque dilationibus extenuata melioris fortunae 
spes atque exspectatio. In praeparanda autem et praemunienda 
patriae salnte quanta fuerit Frideriei Guilelmi III optimorumque 
qnomm consiliis utebatur virorum sapientia, quam exeelsus et 
magnus animus, nullo clariore et illustriere exemplo. potest de- 
monstrari quam eondita hac nostra litterarum universitate. Nam 
81 in Tulgari utilitate acquiescendum esse putassent, poterat vi- 
deri civilibus neeessitatibus satii^ eonsultum esse eis seholis qnae 
abscissa regni parte restabant; deinde , cum intellegerent aut pror- 
sns interituram eftse patriae libertatem aut arma paranda esse ad 
debellandnm vincendumque Germanici nominis bestem, si minus 
•cri yaluissent ingenio minusve summa quaeque animo compre- 
bendissent, sumptus omnes ad belli apparatum retulissent, prae- 
•ertim cum tantopere attritae essent rei publieae faeultates. Sed 
persuasum illis erat non posse separari patriae salutem ab opti- 
marum artium studiis veraque eruditione. Est enim falsa quae* 
dam saoque nomine indigna eruditio, qua non corroborantur 



— 14 — 

animi neqae ad persequenda praeclara omnia instituuntar, sed 
pusilli fiunt et deprimantar, inutilis illa rei publicae atque adeo 
perniciosa: veluti Graecoli Byzantii, dum per aliquot saecula Ut- 
teras illiberali et ieiuna industria traetant theologicisque quaesti-^ 
unculis et rixis dediti odia exercent, neque ad morum emenda«- 
tionem quicquam contulerunt neque torpescens senio et corruens 
imperium recrearunt. Sed vera eruditione liberantur animi ab 
angustis humilibusque euris atque cogitationibus, incitantur ad 
cognoscenda et appetenda summa humani generis bona, imbuun- 
tur pietate, quae a superstiiione tanto discrimine distat quantö 
a levi aut superbo religionis contemptu, denique corroborantur 
ad sustentandam atque augendam patriae laudem ac salutatem. 
Itaque cum persuasum esset Regi optimo inmiortalique memoria 
dignissimo labefactari rem publicam si neglegeretur aut ad vul- 
garem cotidianamque utilitatem abiceretur eruditio, neque liber- 
tatem patriae defendi posse nisi liberi essent animi, et olim con« 
dita doctrinae seminaria conservavit quantumque illo tempore fieri 
poterat sustinuit et in hac urbe regia novam et singiüari cura ac 
munificentia communitam ornatamque litterarum sedem constituit, 
estque hie generosus scholae nostrae ortus. A quo sapientissimo 
praeclari Regis consilio feliciterque instituto opere si cogitatione 
nos convertimus ad Gallicum illum bestem, videmus eum quoad 
superbam dominationem protulerat coercuisse liberalia doctrinae 
studia et ut sibi servirent coegisse, Germanicas autem litterarum 
universitates in magno apud eum odio fuisse, quippe qui liber- 
tatis amorem, quo nihil ei magis timendum erat, in eis nutriri 
sentiret. Nee fefellit eum opinio. Etenim quod tyrannis eins 
fracta et Germania liberata est non minima ex parte litterariis 
universitatibus , Borussiae potissimum nostrae, debetur. In qua 
re non defuit schola nostra officio, sed quam potuit optimam 
conditori suo persolvit gratiam, confirmata et ad recuperandam 
tuendamque patriae salutem directa iuvenum virtute. Itaque ad 
arma vocati animose summaque alacritate convolarunt fortiterqu^ 
pugnando et sibi laudem comparaverunt egregiam et praeclarum 
posteris reliquerunt exemplum , qui autem ceciderunt in hello iu- 
stissimo, eorum honesta morte initia nostra consecrata sunt 
Herum igitur nostrorum initiorum, patriae salutarium atqjPS 




^ 15 — 

com praeclara egregiorum hominum laude ipsiusqueoptimi Regis^ 
conditoris nostri, sempHerna gloria comunctoram, memoriam ex- 
acto quinquagesimo scholae anno ita nos speramus esse celebra- 
taros nt nobilissimorum exemplorum contemplatione confirmentur 
et erigantur aninii alteraque saeculi pars auspicato inchoetur 
exordio. 



2. 

Kürzere Festordnung des Jubiläums der Uni- 
versität Berlin, 1860. 

(Die erforderlichen näheren Bestimmungen werden später bekannt 
gemacht werden.) 

Sonnabend 13. October, Abends 7 Uhr. 

Versammlung der Hei-m Abgeordneten bei dem Rector in 
dessen Wohnung« 

(Die HeiTn Abgeordneten werden gebeten sich bis zu Nach- 
mittag 3 Uhr des 13. Octobers in dem l.ocal des Universi- 
tätsgerichtes, in dem westlichen Flügel des Universitäts- 
gebändes, gefalligst einzeichnen zu wollen.) 
Sonntag 14. October, Mittags 12 Uhr. 

Feierlieber Empfang der Herrn Abgeordneten in der Aula der 
Universität 
Montag 15. October. 

Morgens 9 Uhr Versammlung der Lehrer und Studirenden und 

der Festgäste in den Räumen des Universitätsgebäudes. 
10 Uhr Festzug von dem Universitätsgebäude aus nach der 
Si Nicolai-Kirche. Kirchliche Feier daselbst, und Festrede 
des Rectors. 
Zug der Studirenden aus der St Nicolai-Kirche nach dem Uni- 

verntätsgebäude zurück. 
Abeadfl 8 Uhr Empfing der Festgäste bei Sr.^Excellenz dem 

L Herrn Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medicinal- 
angdegMheiten« 



— 16 — 

Dienstag 16. October. 

11 ühr Vormittags Ehrenpromotionen der vier Facnltäten in 
der St. Nicolai-Kirche. 

3 Uhr Festmahl. 

8 Uhr Abends Ball. 
Mittwoch 17. October. 

i^ ühr Nachmittags kleinere Festmalilzeiten bei ^em Rector, 
den vier Decanen und dem Universitätsrichter. 

Abends Fackelzug der Studirenden. 

Nach dem Fackelzug Commerce derselben. 



3. 

Ausführliche Festordnung der Jubelfeier des 
fünfzigjährigen Bestehens der Königl. Friedrich- 
Wilhelms-Universität zu Berlin 1860. 

Empfang der Herrn Abgeordneten. 

Sonnabend 13. October. 

Abends 7 Uhr. Versammlung der Herrn Abgeordneten, so- 
wohl der hiesigen als der auswärtigen, bei dem Rector Geh. 
Reg.-Rath Prof. Dr. Böckh in dessen Wohnung Linksir. 
No. 40. 

(Die Herrn Abgeordneten werden gebeten sich vom 8. Oct. Mor- 
gens 10 Uhr bis zum 13. Oct. Nachmittags 3 Uhr in dem Local 
des Universitätsgerichtes, im westlichen Flügel des Universitäts- 
gebäudes, gefalligst einzuzeichnen oder anmelden zu lassen.) 
Sonntag 14. October. 

Mittags 12 ühr. Feierlicher Empfang der hiesigen und aus- 
wärtigen Abgeordneten in der Aula der Universität. 
A b e n d 8 7 U h r. Auf Allerhöchsten Befehl Sr. Königl. Hoheit 
des Prinzen Regenten Vorstellung im Königl. Schauspiel- 
hause; Prolog gedichtet von Dr. Fr. A. Märcker. 



:J 



— 17 — 

Hauptfesttage. 

Montag 15. October. 

Morgens 9 Uhr. Versammlung der Lehrer und der Studi- 
renden, der Abgeordneten und übrigen Festgäste in den 
Räumen der Universität. 
10 Uhr. Festzug von dem Universitätsgebäude aus nach der 
St. Nikolai -Kirche. Ordnung .des Zuges: 
Ein Musikcorps. 
Comite der Studenten. 

Erste üniversitätsfahne begleitet von 10 Studenten. 
Die Lehrer der Universität, unter Vortritt zweier Pedelle 

mit den Sceptern. 
Die Herrn Abgeordneten der Akademien, Universitäten 

und Schulen, und die auswärtigen Ehrengäste. 
Die Herrn Abgeordneten der Geistlichkeit. 
Städtische Fahne, begleitet von 10 Studenten. 
Der Magistrat und die Herrn Stadtverordneten hiesiger 

Haupt- und Residenzstadt. 
Ein Musikcorps. 

Abtheilungen der Studenten, jegliche unter ihrer Fahne, 
mit Anschlufs der früheren und der fremden Studenten. 
Die zweite Universitätsfahne, begleitet von 10 Studenten. 
Die hier promovirten Doctoren unter Vortritt der Abge- 
ordneten derselben. 
Abtheilungen der Studenten nach der Ordnung der Far 
cultäten unter den Facultätsfahnen , mit Anschlufs der 
früheren und der fremden Studenten: 
theologische Facultät, 
juristische Facultät, 
medicinische Facultät, 

die Studirenden des Kgl. Friedrich- Wilhelms-Instituts, 
die Eleven der Königl. medicinisch-chirurgischen Mi- 
litär-Akademie, 
philosophische Facultät, 
die Eleven der Bau-Akademie, 
die Eleven der Berg-Akademie, 

3 



— 18 — 

die Studirenden der Pharmacie, 
die Eleven des Gewerbe-Instituts. 
Ein Musikcorps. 

Abtheilungen der Studenten, jegliche unter ihrer Fahne, 
mit Anschlufs der früheren und der fremden Studenten. 
lOy^ Uhr. In der St. Nikolai -Kirche: 
Kirchliche Feier: 

Einleitendes Orgelspiel des Organisten der St. Nikolai- 
Kirche Hrn. Rudolphi. 
Choral „Allein Gott in der Höh' sei Ehr'« (No. 48) Vs.l, 
gesungen vom Königl. Domchor, und Vs. 2 („Wir lo- 
ben, preis'n, anbeten dich"), gesungen von der Ver- 
sammlung. 
Gebet des Propstes, Obercons.-Rathes Prof. Dr. Nitzsch. 
Festcantate, Worte der H. Schrift in Deutscher Sprache, 
Musik von Prof. Dr. Marx, unter desselben Direction 
ausgeführt von dem Königl. Domchor und der Liebigschen 
Kapelle. 
Festrede des Rectors Geh. Reg.-Rathes Prof. Dr. Böckh, 

in Deutscher Sprache. 
Schlufschor der Festcantate. 
8 Uhr Abends. Empfang der Festgäste • und der Universi- 
tätsmitglieder bei Sr. Excellenz dem Minister der geistlichen, 
Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten Herrn vonB et h- 
mann-Hollweg. 
Dienstag 16. October. 

10)^ Uhr Vormittags. In der St. Nikolai -Kirche: 
Festhymnus, Worte der Vulgata, Musik vom Königl. Kapell- 
meister Herrn Dorn, unter • desselben Direction ausge- 
führt von dem Königl. Domchor und der Liebigschen 
Kapelle, Tenorsolo gesungen vom Königl. Kammersänger 
Herrn» Mantius. 
Ehrenpromotionen der vierFacultäten, in Lateinischer Sprache 
verkündet von den Decanen der vier Facultäten, Ober- 
cons.-Rath Prof. Dr. Twesten, Obertrib.-Rath Prof. Dr. 
Heffter, Prof. Dr. Ehrenberg, Prof. Dr. Trende- 
lenburg: 



^ 



— 19 — 

Theologische Facultät 

Lateinische Festode, gedichtet vom Stud.philos. E.Mar- 
tin, componirt vom KönigL Kapellmeister Herrn 
T a u b e r t , unter Leitung ihres Dirigenten Hm. R. 1 1 
ausgeführt von der Liedertafel der Studirenden; Stro- 
phe 1 und 2. 
Juristische Facultät 

Fortsetzung der Festode, Strophe 3 und 4. 
Medicinische Facultät. 
Schlufs der Festode, Strophe 5 und 6. 
Philosophische Facultät. 
Choral j^Arx firma Dens noater est^^ gesungen von der 
ganzen Versammlung. 
3 Uhr Nachmittags. Festmahl im Krollschen Local. Ende 

des Mahles 6 Uhr. 
8)^ Uhr Abends. Ball ebendaselbst. 
Mittwoch 17. October. 

3 Uhr Nachmittags. Kleinere Festmahlzeiten bei dem Rec- 

tor, den vier Decanen und dem Universitätsrichter. 
8 Uhr Abends. Fackelzug der Studirenden. 
Nach dem Fackelzug Commerce derselben im KönigL Exer- 
cierhause am Kanal nächst der Schäfergasse, aus den von 
der Stadt Berlin gewährten Mitteln. 

Nachfeier der Studirenden. 

Donnerstag 18. October. 

12 Uhr Mittags. Concert auf dem Spandauer Berg. 



20 



Studentische Festordnung der Jubelfeier des 
fünfzigjährigen Bestehens der Königl. Frie- 
drich -Wilhehns -Universität zu Berlin. 

Vorfeier. 

Sonntag den 14. October 1860. 

Abends 7 Uhr: Auf Allerhöchsten Befehl Sr. Königl. Hoheit 
des Prinz-Regenten Vorstellung im Königl. Schauspielhause 
(Braut von Messina); Prolog, gedichtet von Dr. F. A. 
Märcker. (Dem studentischen Comite sind 500 Billets zur 
Vertheilung unter die Festtheilnehmer zugewiesen.) 

Hauptfesttage. 

Montag den 15. October. 

Morgens 9Uhr findet ein Festzug von der Universität nach 
der Nikolaikirche statt. (Beim Durchzug durch die Räume 
der Universität werden die Billets controUirt werden.) Die 
Theilnehmer versammeln sich Morgens 8j^ Uhr an folgenden 
Punkten: ♦ 

Das erste Musikcorps und das Comite der Studenten , so 
wie die Begleiter der Universitäts- imd städtischen Fahne 
versammeln sich vor der nach dem Kastanienwalde führen- 
den Mittelthür der Universität. 

Die Lehrer der Universität, so wie die Abgeordneten der 
Akademien, Universitäten und Schulen, die auswärtigen 
Ehrengäste, die Abgeordneten der Geistlichkeit, der Magi- 
strat und die Stadtverordneten Berlins werden sich vorher in 
der Aula versammeln und sich in der von ihnen gewählten 
Reihenfolge dem Zuge bei dessen Durchgang durch die Uni- 
versität anschliefsen. 

Das zweite Musikcorps stellt sich an der Universität bei 
dem Gange auf, welcher den Universitätsgarten entlang nach 
dem Bauhof führt. In diesem Gange selbst stehen die Ver- 
bindungen: 



^mäMM 



— 21.— 

1. die Landsmannschaft Normannia; die Jenenser Teu- 
tonen und Heidelberger Alleraannen mit ihren Car- 
tell-Burschenschaften; die Hallenser Neoborussen, 
Pflüger, Normannen; 

2. der Wingolf mit seinen Cartell- Verbindungen ; 

3. die ßrandenburgia mit ihren Cartell-Burschenschaf- 
ten; die grünen Hannoveraner aus Göttingen und 
die Jenenser Arminen. 

Die Begleiter der zweiten Universitätsfahne versammeln 
sich auf dem Bauhofe; ebendaselbst die hier promovirten 
Doctoren unter Vortritt der Abgeordneten derselben. 

Die theologische Facnltat steht am Bauhofsplatz bis zur 
geburtshülflichen Klinik in der Dorotheenstrdfse, 

die juristische an dem Stall der Garde-du-corps-Kaserne, 

die medicinische an der Ecke der Dorotheen- und Char- 
lottenstrafse , 

das Friedrich-Wilhelms-Institut bei der Waldschlöfschen- 
Kneipe von Walz, 

die philosophische an der Ecke der Friedrichs- und Do- 
rotheenstrafse nach der Neuen Wilhelmsstrafse zu, 

die Bau-Akademie an der Ecke der Dorotheen- und Neu- 
städtschen Kirchstrafse, nach der Friedrichsstrafse zu, 

dfe Berg-Akademie an der Dorotheenstädtischen Kirche, 

die Studirenden der Pharmacie von der Kirche bis zur 
Sdiadowstrafse , 

das Gewerbe-Institut von der Schadowstrafse bis zur Neuen 
Wilhelmsstrafse. 

Das dritte Musikcoi-ps stellt sich an der Neuen Wilhelms- 
and Dorotheenstrafsen-Ecke auf, 

im letzten Theil der Dorotheenstrafse die Corps: 

1. Marchia, 

2. Neoborussia, im Anschlufs an diese die Würz- 
burger Nassovia und Heidelberger Vandalia, 

3. Vandalia, 

4. Guestphalia, 

5. Normannia. 



— .22 — 

Das Zeichen zum Abmarsch des Zuges wird durch ein 
Trompetensignal gegeben. 
10)4 Uhr in der St. Nikolaikii-che : Kirchliche Feier: 
Einleitendes Orgelspiel des Organisten der Nikolaikirche 

Herrn Rudolphi. 
Choral: „Allein Gott in der Höh' sei Ehr'« (Nr. 43, V. 1), 
gesungen vom Königl. Domchor, und V. 2 („Wir loben, 
preisen, anbeten Dich"), gesungen von 4er Versammlung. 
Gebet des Propstes Ob.-Consist.-Rathes Prof. Dr. Nitzsch. 
Festcantate, Worte der heil. Schrift in deutscher Sprache, 
Musik von Prof. Dr. Marx, unter desselben Direction 
ausgeführt von dem Königlichen Domchor und der Lie- 
big' sehen Capelle. 
Festrede des Rectors Geh, Reg.-Rathes Prof. Dr. Böckh, 

in deutscher Sprache. 
Schlufschor der Festcantate. 
8 Uhr Abends: Empfang der eihgeladenen FestgSste und 
des Studenten-Comite's bei Sr. Excellenz dem Minister der 
geistlichen etc. Angelegenheiten, Herrn von Bethmann- 
H oll weg. Zu gleicher Zeit findet eine FestvorsteUung in 
dem Wallner' sehen Theater statt, zu welcher Hr. Director 
Wallner 200 Freibillets dem Comit6 zur Vertheilung über- 
wiesen hat. 
Dienstag den 16. October. 

10)^ U h r V r m i 1 1 a g s. In der St. Nikolaikirche : Festtiymnus, 
Worte der Vtdgata, Musik vom Königl. Capellmeister Hm. 
Dorn, unter desselben Direction ausgeführt von dem Königl. 
Domchor und der Liebig' sehen Capelle; Tenorsolo, ge- 
sungen vom Königl. Kammersänger Hrn. Mantius. 

Ehrenpromotionen der vier Facultäten, in lateinischer 
Sprache verkündet von den Decanen der vier Facultäten, 
Öberconsistorial-Rath Prof. Dr. TweSten, Öbertribunals- 
Rath Prof. Dr. fleffter, Prof. Dr. Ehrenberg, Prof. Dr. 
Trendelenburg. 

Theologische Facultät: Lateinische Festode, gedichtet vom 
Stud. phil. E. Martin, componirt vom Köni0. Gapellmeister 
Hm. Taubert, unter Leitung ihres Dirigenten Hrn. R. Otto 



— 35 — 

aitögefiihii; von der Liedertafel der Studirenden, Strophe 1 
und 2. 

Juristische Faeultät: Fortsetzung der Festode, Strophe 3 
und 4. 

Mediciniscbe Faeultät: Schlafs der Festode, Strophe 5 u. 6. 

Philosophische Faeultät: ChoTÜ ,,Ara!ßrmaDeu8no8fer e8t^\ 
gestti^en von der ganzen Versammlung. 
3 Uhr Nachmittags: Festmahl im KroUschen Local, von 
den Professoren veranstaltet, an dem nur die Geladenen 
sich betheiligen. Ende des Mahls 6 Uhr. 
8ji Uhr Ab-ends: Ball ebendaselbst. 
tfittwoch den 17. October. 
* 3 Uhr Nachmittags: Kleinere Festmahlzeiten bei demRec- 
tor, den vier Decanen und dem Universitätsrichter. 
8 UhrAbends: Fackelzug der Studirenden. 

Die Theilnehmer am Fackelzug versammeln sich Abends 
um 5j^ Uhr auf dem Pariser Platz. Die Ordnung des Zuges 
ist durch Feststellung der Plätze für die einzelnen Corpo- 
rationen folgende: 

Dieselben stellen sich dicht an den den Pariser Platz um- 
gebenden Häusern auf. An dem am Pariser Keller zunächst 
gelegenen Ausgang der Linden steht bei der Aufstellung 
das 1. Musikcorps. Es folgen die Corps vom Pariser Keller 
bis zum Ende des Hauses No. 5 des Pariser Platzes. Die 
Reihenfolge der Corps ist dieselbe wie beim Festzug. 

2. Musikcorps, 

die theologische Faeultät bis zur Ecke, zunächst dem 
Steuercontroll - Gebäude , 

die juristische Faeultät bis zum mittlem Portal des Bran- 
denburger Thores, 

die mediciniscbe Faeultät bis zum Ende der Thor- Wache, 

das Friedrich-Wilhelms-Institut und die Militair-Akademie 
das Haus No. 1 entlang, 

die philosophische Faeultät bis zum Baieon des WrangeP- 
schen Hauses (No. 3), 

bis zum Ende des Hauses No. 4 (Ecke des Platzes) die 



— 24 — 

Institute; die Reihenfolge ist dieselbe wie beim Festzag. 
— Hieran schliefst sich 

das 3. Musikcorps. Es folgen die Verbindungen, die sich 
in umgekehrter Reihenfolge wie beim Festzuge aufstellen. 
Das Zeichen zum Abmarsch des Zuges wird durch ein 
Trompetensignal gegeben. 

Nach dem Fackelzug Commerce der Studirenden im Königl. 
Exercierhause am Kanal nächst der Schäfergasse, aus den 
von der Stadt Berlin gewährten Mitteln. 

Nachfeier der Studirenden. 

Donnerstag den 18. October. 

2 Uhr Nachmittags: Concert an 3 verschiedenen Punkten, 
und zwar findet ein Concert in der Tonhalle statt , ausgeführt 
von der Liebig' sehen Capelle, die beiden übrigen (ünter- 
haltungs-Musik) im Jülich' sehen Locale zu Charlottenburg 
und auf dem Spandauer Berg. 



IL 

Der vierzehnte October. 



Feierlicher Empfang der Berliner unä 

auswärtigen Abgeordneten in der Aula, 

12 Uhr Mittags. 



Anrede des Rectors der Universität, Geheimen 

Regierungsrathes Professors Dr. Böckh an 

sämmtliche Abgeordnete und Festgäste. 

Hochgeehrte Herrn Abgeordnete und Festgäste! 

Im Namen der Ewiglichen Friedrich-Wilhelms- Universität 
heifse ich Sie herzlich willkommen in unseren Räumen. 

Theils aus eigenem Antrieb, theils aufgefordert und gebeten 
haben Sie sich hier versammelt, um unsere Hochschule freund- 
lich und feierlich zu begrüfsen , und dieses Fest des halbhundert- 
jährigen Bestehens derselben durch Ihre Gegenwart zu erhöhen. 
Zwar könnte eine Körperschaft auch für sich allein ihrer selbst 
«ich erfreuen; aber die volle Weihe erhält ein solches Fest erst 
durch die Mitfreude gleichgesinnter Mitbürger. Sage ich Mitbür- 
ger, 80 verstehe ich darunter bei diesem Anlafs sowohl die Ge- 
nossen des Gelehrtenstaates oder, wie man zu sagen pflegt, der 
Gelehrtenrepublik, die durch keine politische Grenze beschränkt 
itty als die Genossen politischer Gemeinschaften, von der eng- 
sten an in einer Stadt, die für unsere Körperschaft freilich schon 
bedeutender ist als mancher Staat, bis zu der umfänglichsten 
UMeres Germanischen Vaterlandes. Dafs Sie, hochgeehrte Herrn, 



— 26 — 

aus diesen engeren und weiteren Kreisen an uns abgesandt 
worden, um zu zeigen, dafs in der nächsten Nähe und in nicht 
geringer Ferne eine lebendige Theiluahme an dem Wohlergehen 
unserer Hochschule sich geregt, ist wohlthuend und erhebend für 
diesen Sitz der Wissenschaft, der einer der jüngsten ist, aber im 
Geist der älteren gegründet worden und gewirkt hat. Mit Ge- 
nugthuung empfangen wir dah^ die Beweise der Achtung und 
Freundschaft, die Sie beauftragt sind uns heute zu geben. 

Erlauben Sie mir noch die persönliche Bitte, mir das Alters- 
Privilegium zu gestatten, dafs ich, wenn ich es nöthig finden 
sollte , ab und zu mich auf diese bescheidene sella curulü nie- 
derlasse. 



Rede des Generalsnperintendenten Dr. W. Ho f f- 

mann als Sprechers der Abgeordneten der 

Geistlichkeit. 

Rector Magnifice und Hoher Senat der Friedrich- 
Wilhelms - Universität ! 

Im Namen der hiesigen Geistlichkeit an diesem festlichen 
Tage vor Sie tretend haben wir zuerst den innigsten Dank da- 
für auszusprechen, dafs Sie uns unter den Glückwünsdi^ideli 
die erste Stelle eingeräumt, ganz dem Gefühle gemäfs, welches 
in uns lebt, dafs wir am meisten der Königlichen Stiftung ver- 
danken, die heute nach einem halben Jahrhundert ein Gedacht* 
nifs begeht, inhaltreicher als manches Jahrhundert vergangener 
Zeiten. 

Es war eine grofse vaterländische That, wdche unser 
theuerer hochseliger König vollzog, da er 1810 mitten im erst^i 
Emporkämpfen des niedergeschmetterten preufsischen und deat- 
schen Volkslebens diese Hochsjchule eröffnete , um die Macht za 
bezeidinen vbbiA ibr Bahnen zu öffiien^ dnix^b 'welch« Deotseh^ 



_ 27 ~ 

Uiad gekräftigt und zu seinem grofsen Berufe ausgerüstet werden 
sollte. £in8 mitdem sittlich geistigen Leben unserer Nation war 
und ißt stets ihr religiöses, ihr Leben aus den ewigen Wurzeln 
des Christenthuras. Mit jenem lag auch dieses, mit diesem auch 
jenes gelähmt, und mit der Erhebung unseres Volkes begann auch 
der Athem sdnes Gebetes und Glaubens wieder sich zu heben. 

Von der Universität zu Berlin aus aber gingen in die 
Kirche die mächtigsten Anregungen, um sie zu einer schaffenden 
Geißtesmacht, zu einer Heiraath der Herzen wieder zu gestalten, 
was sie fast schon aufgehört hatte zu sein. Ich darf die Namen 
Sehleiermacher und Neander fast nur nennen, um den Be- 
weis für diese Behauptung geliefert zu haben. In die Tiefen des 
Gelnüthes senkte sich der Blick derer, die ihren Gemeinden Füh- 
rer sein sollten nach den ewigen Zielen, welche das Wort Gottes 
gesteckt. In das Verständnifs dieses Wortes aber bahnten die 
Männer des Wortes den W^eg, welche, wie der ehrwürdige Meister, 
den ich die Ehre habe anzureden, uns das Alterthum in seiner 
Sprache und seiner Lebensgestalt mit hellem Lichte beleuchteten 
und auch über den Kreis der classischen Sprachen hinaus uns 
das Verbältnifs von Geist und Wort, von Idee und Sprache, und 
damit aiieh von göttlicher Wahrheit zum Worte der Offenbarung 
fafßlich maohteiL Die Männer der Rechtswissenschaft haben 
von der Universität Berlin aus nicht allein der Kirche durch die 
neuen Forschungen und Eroberungen auf dem Gebiete des kirch- 
lichen Rechts, sondern auch durch die rechtswissenschaftlichen 
Grundgedanken, die sie in sieghafter Klarheit aufstellten, der 
Theologie reichsten Gewinn gebracht, den sie nie wieder verlieren 
wird. Die Naturforschung hat in der Welt Gottes zuvor unge- 
ahnte Giebiete erschlossen, im. endlos Grofsen, im endlos Kleinen 
die Eine göttliche Scböpferthat in ihrem gesetzmäfsigen Wirken 
ans näher gerügt und was im Reiche des Geistes und der ge- 
offenbarten Wahrheit gewonnen war, durch den Reichthum ge- 
schaffenen Lebens, den sie enthüllte, nur tiefer verstehen und 
freudiger schätzen gelehi*t. Auch wo sie dem Gedanken der 
theologischen Schule und der religiösen Gewöhnung entgegen zu 
treten schien, hat sie nicht zerstört, sondern befestigt. Denn 
ihr unglaublich rascher Siegeslauf hat uns im Besitze dessen, 



— 28 — 

was wir in Christo, dem Mittelpunkt der Welt Gottes erkennen, 
nur zuversichtlicher gemacht und in der Gewifsheit bestärkt, dafs 
alle Entdeckungen in der Welt Gottes nur helleres Licht auf das 
Wort Gottes werfen werden. Und in derjenigen Wissenschaft, welche 
den Namen der Weisheit selbst in dem ihrigen trägt, der Philo- 
sophie, sind alle gröfseren Anstöfse von den Männern ausgegangen, 
welche hier in Berlin den Lehrstuhl zierten. Ich nenne nur die 
Namen: Fichte, Schelling, Hegel. Es gab eine Zeit in der 
Geschichte dieser Universität, da die Winde manchmal gewaltig und 
eisig kalt aus diesem Gebiete her über die Gefilde der Theologie 
und Kirche hinbrausten. Aber auch in ihr stand die Kirche fest 
auf dem Worte des menschgewordenen Gottes und seiner Apostel, 
auf den Bekenntnissen der Väter und wurde zwar bewegt, aber 
nicht erschüttert in diesem ihrem Grunde. Vielmehr hat sie nur 
um so freudiger ihren uralten Glauben in ernstem Streben nach 
Erkenntnifs seiner Schätze bewahrt, und ist muthig in Kraft der- 
selben weiter geschritten und wird weiter schreiten, bis sie ihre 
Sendung erfüllt hat. 

Darum Dank, innigen und verehrungsvollen Dank bringt die 
Kirche, bringen die Geistlichen hiesiger Stadt im Namen dersel- 
ben auch über die Gränzen Berlins und der Marken hinaas der 
theuren Friedrich -Wilhelms -Universität an diesem schönen Tage, 
zugleich mit dem Ausdruck der fröhlichen Zuversicht, dafs die 
Arbeit des Geistes, welche so gewaltig und so siegreich in dem 
ersten Halbjahrhundert ihres Bestehens von ihr geübt worden 
und von ihr ausgegangen ist, auch die ferneren Zeiten ihres Be- 
stehens zu Zeiten des Segens machen wird. Diese Zuversicht 
erhebt sich kühn mit der Hoflfhung zu Gott, dafs Er femer hel- 
fen und fördern und mit der Gewifsheit, dafs die edlen Feuer 
der Erkenntnifs, welche auf diesen Altären brennen, zu neuer 
heiliger Lohe der Anbetung emporschlagen werden zum Throne 
des Allmächtigen. Amen. 



— 29 — 



Antwort des Rectors. 

Hoch würdige Herrn! 
Die GeistKchkeit der mittleren Zeit hat uns die Schätze der 
Weisheit und Erkenntnifs des Alterthums erhalten und überliefert 
und viele Jahrhunderte hindurch ist sie fast die einzige Trägerin 
der Wissenschaft gewesen. Auch zur Zeit der Reformation war 
Kirche und Wissenschaft im engsten Bunde; gleichsam symbolisch 
stellt diesen Bund die innige Befreundung Luthers und Me- 
lanchthons, lies Lehrers Germaniens dar. Nur unächter Eifer 
und iJeberhebung und Ueberschreitung der eigenen Grenzen von der 
einen oder der anderen Seite kann einen Zwiespalt beider Kreise 
geistiger Thätigkeit erzeugen, da doch beide Thätigkeiten bestrebt 
sind, das menschliche Geschlecht zu veredeln und von den Fes- 
seln der sinnlichen Natur zu befreien. Dieser Zwiespalt ist, wenn 
er tiefer und nicht blofs als ein vorübergehender und scheinbarer 
auf der Oberfläche liegt, ein unheilvoller. DeT Universität als 
der Vertreterin der Wissenschaft kann daher nichts erwünschter 
sein als die Theilnahme der Verkünder des göttlichen Wortes an 
dem Gedeihen unserer hohen Schule, die ohnehin durch ihre 
theologische Facultät der Kirche näher verbunden ist; denn diese 
Theilnahme legt ein Zeugnifs dafür ab, dafs Sie und wir, jeg- 
liche ihres Berufes bewufst und eingedenk, sich zu einem gei- 
stigen Ganzen und einem gemeinsamen Zweck verbunden fühlen. 
Empfangen Sie, hochwürdiger Herr General- Superintendent, in 
welchem, wie in Ihren Herrn Mitabgeordneten, die geistliche Weihe 
und die wissenschaftliche Erkenntnifs sich innig durchdringen, 
den lebhaften Dank der Universität für dieses wichtige Zeugnifs. 



80 — 



Rede des Oberbürgermeisters Geh. Ober-Regie- 

ruugsrathes Kraus nick als Sprechers der 

Abgeordneten der Stadt Berlin. 

Die Stadt Berlin entsendet durch ihre städtischen Behörden 
uns, deren Vorsitzende und abgeordnete Mitglieder, um Eurer 
Magniticenz, dem hohen Senate und allen verehrten Gliedern der 
Königlichen Friedrich -Wilhelms -Universität den eben so innigen 
als ehrerbietigen Festgrufs darzubringen zu dem Zeitabschnitt, 
der gegenwärtig die Königliche Universität auf ein ruhmreiches 
Bestehen seit einem halben Jahrhundert zurückblicken läfsi 

Die Heimat hssta dt der Universität ist es , welche uns sen- 
det, um ihre eigene freudige dankbare Genugthuung darüber laut 
werden zu lassen, dafs gerade sie einst dazu ausersehen ward, 
Sammelpunct der ausgezeichneten Männer unseres deutschen Va- 
terlandes zu werden, welche berufen wurden, ein neues Geistes- 
leben hier zu begininden, dafs sie dazu bestimmt ward, Sammel- 
punct der hervorleuchtenden Männer zu bleiben, welche dies 
Geistesleben zu seiner jetzigen Höhe entwickelt und erhalten ha- 
ben. Sie freuet sich dessen mit dem gerechten Stolze, der den 
Ruhm einer Stadt in dem Ruhm ihrer Einrichtungen sucht und 
findet, der den Bürger stolz sein läfst auf den Ruhm und Glanz 
seiner Mitbürger. 

Wir bringen mit diesem Festgrufse gleichzeitig unsere besten 
Wünsche für das fernere Gedeihen unserer, — ich sage es noch- 
mals mit Stolz, — unserer Universität dar! 

Wir bringen freilich beides an einem Tage, der in der Ge- 
schichte unseres Vaterlandes mit Trauererinnerung verbunden ist; 
denn an ihm sanken einst seine Heere danieder und mit 'ihm 
sank das Vaterland zu tiefem Fall. Aber ich scheue mich nicht, 
gerade heute, wenn auch mit Trauer im Herzen, an jenen Tag 
des Falls zu erinnern; denn aus dem Fall entstand die viel hö- 



— Sl — 

here Erhebung des Vaterlandes; — aus ihm ging, wie für uns 
in dem städtischen Verfassungsleben, — so für das höhere gei- 
stige Leben, aus welchem sich dann die Kraft des Vaterlandes 
neu entwickeln sollte, — die Neugestaltung, — aus ihm ging, 
um dies geistige Leben zu fördern, ja gerade die Gründung die- 
ser hohen Pflanzstätte geistiger Bildung hervor, deren Jubelfest 
wir begehen, die seitdem nach allen Seiten hin so anregend ge- 
wirkt, und eben so sehr echte hingebende vaterländische Gesin- 
nung, als echte wahre Geistesbildung, ernste Forschung, stetes 
Fortschreiten auf dem Gebiete der Wissenschaft gepflegt und ge- 
fördert hat. 

Wohl weifs es die Stadt Berlin , wie die Männer der Wissen- 
schaft hier ihr^n Jünglingen in den Jahren, welche dem vater- 
ländischen Kampfe der Jahre 1813/15 vorangingen, die Gesin- 
nungen, die dazu begeisterten und stark machten, durch Wort 
und That einflöfsten; — wohl weifs sie es, dafs, als der König 
rief, die Hörsäle der Universität leer wurden, weil Lehrer und 
Lernende »zum Kampfe zogen. Wohl weifs sie es, von welchem 
Geiste auf dem Gebiete des Forschens und Lehrens die Männer 
durchdrungen waren, welche der Universität seit 50 Jahren an- 
gehört haben, und dafs dieser Geist noch jetzt vorwaltet. Der 
Mann, der diesen iGfeist in fast jenem ganzen Zeitraum selbst 
durch Wort und That jederzeit bewahrt und dargelegt hat, steht 
in Eurer Magnificenz vor uns, und wohl erinnern wir uns der 
vor einigen Jahren von Ihnen gehörten Rede , welche diesen Geist 
als den ursprünglich eingepflanzten, als den traditionell über- 
kommenen und treu bewahrten und fortgepflegten, und als den 
für alle Zukunft zu bewahrenden tind fortzupflegenden, von allen 
rückhaltenden Tendenzen sorgsam frei zn haltenden heraushob. 

Möge denn in diesem Geiste die Universität bis zu den spä- 
testen Jahrhunderten fortblühen, und hiermit dem eigenen, wie 
dem Ruhm der Stadt und des Landes stets ein treuer Hort sein. 
Dies ist der Wunsch, mit welchem wir die Universität in die 
ferneren Jahre geleiten. Gebe Gott die Erfüllung! * 

An diese Anrede knüpfte sich dann die Ueberreichung des 



— 32 — 

Glfickwunschschreibens der Commanalbehörden , die Auseinander- 
setzung der von ihnen zur Universitätsfeier gegründeten beiden 
Stiftungen, der Stipendienstiftung und der Prämienstiftung und 
die Ueberreichung der desfallsigen Urkunden.*) 



5. 

Antwort des Rectors. 

Berlin ist besonders seit der Zeit ein Sitz der Wissenschaften 
gewesen, als auf Antrieb des grofsen Leibniz und seiner sinnigen 
Schülerin Sophie Charlotte von dem Kurfürsten Friedrich III. 
nachmaligem König Friedrich I. die Gesellschaft der Wissenschaften 
gestiftet worden, um einen geistigen Mittelpunkt für das nördliche 
Deutschland zu gründen. Nach ihrem Verfalle hat Friedrich der 
Grofse diese Gesellschaft unter dem Namen der Akademie er- 
neuert und zum Theil mit grofsen Meistern besetzt, die aber 
Fremdlinge und Gäste blieben und keinen lebendigen £inflafs 
auf den Volksgeist haben konnten. Neben diesen hat unter dem 
grofsen König die geistige Bewegung der sogenannten Aufklärung 
diese Stadt lebhaft ergriffen und in ihr mehr Gutes gewirkt, als 
heutzutage gewöhnlich anerkannt wird. Später fand auch die 
neue philosophisch -dichterische Bewegung, die von dem kleinen 
Lande ihren Ausgangspunkt hatte, dessen Fürstenhause unser 
Königshaus hohe Zierden verdankt, in Berlin starken Anklang. 
Aber die Aufnahme einer allseitigen wissenschaftlichen Lehr- 
anstalt in diese Königliche Haupt- und Residenzstadt blieb der 
Wiedergeburt des Staates vorbehalten , welche zugleich eine Wie- 
dergeburt des städtischen Lebens und Gemeinwesens von Berlin 
wurde. Nach den eigenen Anschauungen in meiner Jugendzeit 



*) Die städtische Stiftungs-Urkunde s. Beilage 2, die Qldckwunsch-Adresse 
der Stadt Berlin Abschnitt VIII, Nr. 1. 



— 83 — 

bin ich fiberzeugt, dafs in das alte Berlin eine Universität nicht 
wohl pafste; aber nichts pafste besser zusammen als das neue 
durch Wiederbelebung der städtischen Gemeinde gekräftigte Berlin 
und die Einpflanzung eines auf die Erregung des Geistes berech- 
neten Elementes in diese Stadt. In dieser und mit dieser, welche 
seit 50 Jahren an Gröfse undJBedeutung sich mindestens verdrei- 
facht hat, ist die neue Universität aufgeblüht, und es hat sich 
bewährt, dafs eine Universität nicht, wie es anfangs noch schei- 
nen konnte, hier am unrechten Platze sei. Was aber vorzüglich 
wichtig ist, wir haben hier ein erhebendes Beispiel der wechsel- 
seitigen Anerkennung des bürgerlichen und wissenschaftlichen 
Gemeinwesens. Sie, die hochverehrten Vorstäilde der Stadt, ha- 
ben freilich schon immer als die Patrone eines grofsen Theiles 
der Schulen und Kirchen, deren Vertreter uns gleichzeitig be- 
grfifsen, durch die Ausstattung dieser Anstalten, und überdies 
durch die unseren Studirenden erwiesenen Wohlthaten hochwich- 
tige Beweise Ihrer thätigen Theilnahme an aller Geistesbildung 
gegeben; aber die vor kurzem und namentlich heute uns darge- 
botenen neuen Beweise der schön früher bewährten Freigebigkeit 
der Stadt gegen die Universität sind uns ein Pfand des Vertrauens, 
welches die ansehnlichen städtischen Behörden auf uns setzen, 
ein edles Zeichen ihrtr Schätzung der Wissenschaft, und sie wer- 
den für alle Zeiten ein Zeugnifs bleiben des Geistes und Sinnes, 
welcher die Leiter der städtischen Angelegenheiten beseelt. Em- 
pfangen Sie, hochverehrter Herr Oberbürgermeister und die übri- 
gen Herrn Abgeordneten der Stadt, dafür den innigsten Dank 
der Universität 



Rede des Abgeordneten der Stadt Danzig, 
Consistorialrath Dr. B res 1er. 

Meine Heimath vor allen empfindet die Erinnerung an die 
Stiftungszeit der Universität. Auf ihr lastete schwerer als irgendwo 

3 



-T- 34 — 

det Druck der Ufigluckäzeit, durch welche die Stadt Daiislg tä 
einer schmachvollen Freiheit vemrtheilt worden war. Die Nach^ 
rieht von der Gründung der Berliner Universität ward ab erstes 
Zeichen besserer Tage begr&fst, und als die Nachricht von dwBi 
Aufrufe des Königs kam, und gleichzeitig die Kunde, dafs drei- 
hundert Studirende diesem Rufe gefolgt, um im feierlichsten Siiuie 
des Wortes cammiUtanes zu werden, da wuTste man, da& es zmai 
Besseren gehe. Zwei und vierzig dieser Jünglinge sind nicht 
wiedergekehrt, sie sind in dem grofsen Kampfe gefallen. Auf 
jener Tafel sind ihre Namen zu ruhmvollem ewigem Gedäehtetti 
verzeichnet, durch ihren Opfertod für das Vaterlaod habeii sie 
sich ein Denkmal errichtet, dauernder al^s Erz, höher als der 
Pyramiden stolzer Königsbau. Vor vierzig Jahren habe ich, eit 
Jüngling von zweiundzwanzig Jahren, als ich diese Tafel entfanllte^ 
vor demselben theueren Haupte, wie heute, gestanden, und je&er 
ehrwürdigen Heroen, deren Büsten uns jetzt nur noch umgeben, 
waren viele noch lebend und anwesend. Und heute wiedenr, wo 
ich, ein Greis, vielleicht zum letztenmale""), vor diesem theüoren 
Haupte stehe, wiederhole. ich die Gelübde des damaligen TageH^ 
die Gelübde des Kampfes gegen Lüge und Gemeinheit, der Treae 
zum Yaterlande und zum Fürstenhause, das Gelübde der Gottes- 
ftocht.**) 



7. 
Antwort des Rectors. 

Verehrter Herr Consistorialrath! Mit grofser Beftiedigung 
empfangen wir aus 4em Munde eines früheren Amtsgenossen, der 



•) Die Ahnung des nahen Todes, die aus diesen Worten spricht, hat sich 
leider nur zu bald erfüllt. Bereits am 21. November, also noch nicht sechs 
Wochen später, erlag der Redner in seinem dreiundsechzigsten Lebensjahre 
einem Schlsigsmftille. 

•^ Deü Qrufs der Stadt Danzig s. Abschn. VITI Nr. 2. 



— 85 — 

nach einander hierselbst in der Theologie zweimal graduirt wor- 
den, den Glückwunsch der Stadt Danzig. Dieselbe hat vor sech- 
zehn Jahren das Jubiläum der Königsberger Universität beschickt 
und neuerlich das Jubelfest des dortigen ausgezeichneten Gym- 
nasiums mitbegangen; uns ist es aber besonders ehrenvoll, dafs 
diese altberuhmte Stadt, einst ein eigener Staat, das Wohlwollen, 
welches sie für die näher liegenden Lehranstalten bethätigt hat, 
nunmehr auch auf unsere Universität ausdehnt, der sie im Laufe 
der Jahre viele und wackere Studirende zugesandt hat. Ich bitte 
Sie, Ihrer Stadt den besten Dank unserer hohen Schule zu be- 
richten. 



8. 

Im Namen der Abgeordneten >der Königlichen Akademie der 
Wissensebaften, der Königlichen Akademien der Künste zu Berlin 
und zu Düsseldorf, der Königlichen Bau- Akademie, des König- 
lichen Gewerbe -Institutes und des Vereines für Geschichte der 
Mark Brandenburg sprach der Geheime Ober-Baurath Hagen, 
Abgeordneter der Königlichen Akademie der Wissenschaften, einige 
kurze Worte der Beglückwünschung. *) 



Antwort des Rectors. 

Die innige Verbindung der Universitäten mit den Akademien, 
welche im engeren Sinne des Wortes und zum Unterschiede von 
jenen so genannt werden, spricht sich schon dadurch aus, dafs 



•) Die Glückwunsch-Adressen der Königlichen Akademien der Wissenschaften 
und Künste, der Königlichen Bau-Akademie und des Königlichen Gewerbe-Insti- 
toti 8. Abflclmitt Till Nr. 3, 4, 7 und 8. Die Festschrift des Vereines für Ge- 
•cUchte d«r Mark Brandenbarg s. Abschnitt VI Nr. 78. 

3* 



— 36 — 

auch die Universitäten gemeinhin den Namen der Akademien fth- 
ren. Die Akademien der Wissenschaften im engeren Sinne un- 
terscheiden sich aber von den Universitäten dadurch, dafs jene 
der Fortbildung der Wissenschaft an sich, diese der Fortbildung 
derselben und der Ueberlieferung in Verbindung mit einem be- 
stimmten Lehrzwecke gewidmet sind. Dieser Unterschied ist jedoch 
mehr ein Unterschied der Form als der Sache, und die Personen, 
welche diese Sache vertreten, sind in der Regel meist dieselben, 
eben weil auch die Universitäten einen, zumal in Deutschland sehr 
bedeutenden Antheil an der Fortbildung der Wissenschaft selbst 
nehmen, ohne welche auch der Lehrzweck nicht würde erreidi- 
bar sein, wenn die Lehrer der Universitäten nicht auf todte Ueber- 
lieferung einer vorgeschriebenen Lehre beschränkt werden sollen, 
oder auf eine Zurichtung ihrer Schüler zu einem engen Kreise 
eines Wissens, welches in dieser Einengung nicht mehr ein leben- 
diges Wissen sein kann. Wenn die hiesigen Akademien nach 
dem Ausdruck, welcher zur Zeit der Stiftung unserer Universität 
gebraucht worden ist, mit der Universität ein organisches Ganzes 
bilden sollten, so ist man zwar oft darum verlegen gewesen, 
worin diese organische Einheit liege; aber wenigstens in Bezie- 
hung auf die Akademie der Wissenschaften und die Universität 
war jener Ausdruck sogar ein glücklicher. Denn die Organe, die 
lebendigen Kräfte derselben sind die Personen; haben beide die- 
selben Personen ganz oder zum gröfsten Theil, so haben sie also 
dieselben Organe ; in der Gesammtheit dieser Organe besteht aber 
das Ganze einer jeden von beiden und so sind die beiden Gan- 
zen identische Organismen. Die Kunst ist aber der Wissenschaft 
so verwandt, dafs beide dasselbe Ewige abbilden, nur jede in 
einer anderen Richtung, diese in der Richtung des Wahren, jene 
in der Richtung auf das Schöne, und Wahrheit und Schönheit sind 
in der letzten Wurzel identisch. Auf diesen Gedanken, meine 
ich, beruht die Theilnahme der Königlichen Akademie der Wissen- 
schaften und der Königlichen Akademien der Künste an dem Ehren- 
tage der Universit|lt." Der verehrliche Verein für die Geschichte 
der Mark Brandenburg macht sich hochverdient um die vater- 
ländische Geschichte, die unserer Universität und der Akademie 
der Wissenschaften nichts weniger als fremd ist. Mit Ihren Lehr- 



— 37 — 

anstalten aber, hochgeehrte Herrn von der Bau-Akademie und dem 
Gewerbe-Institut, stehen wir durch gemeinsamen Lehrzweck und 
gemeinsame Zuhörer in engster Verbindung; die edle Baukunst 
ist zugleich Bauwissenschaft, und steht also in der That auf dem 
Gebiete der Universität; die Gewerbe aber werden immer mehr 
nach wissenschaftlichen Grundsätzen betrieben, und die Grenz- 
linie zwischen ihnen und dem Betriebe der schönen Künste ist 
80 unbestimmt, dafs in der Periode der schönsten Blüthe der 
Kunst diese und das Handwerk vielfach ineinajiderliefen. So 
mögen wir uns denn alle als ein Ganzes ansehen, dessen Theile 
sich nothwendig befreundet sind. Dafs Sie sich alle uns befreun- 
det fahlen, dafür empfangen Sie insgesammt unseren verbindlich- 
sten Dank. 



10. 

Ansprache Seiner Excellenz des Ministers der 
geistlichen, Unterrichts- und Medicinal- 

Angelegenheiten 
Herrn Dr. von ßethmann-Hollweg. 

In reichem Mafse sind dieser Universität von den Regenten 
des Preufsischen Vaterlandes Woblthaten zu Theil geworden. Es 
war eine hohe Geistesthat des hochherzigen Fürsten, dafs er in 
einer Zeit grofser Bedrängnifs des Vaterlandes in der Universität 
einen Grundstein zu dessen Befreiung legte. Cr hat ihr seinen 
hohen Schutz erhalten. Ebenso gnädigen Äntheil hat des jetzigen 
Ktoigs Majestät an dem Gedeihen der Universität genommen, und 
in gleicher Weise Seinq Königliche Hoheit der Prinz Regent. Zu 
den Tielen Beweisen Seiner wohlwollenden Huld hat Seine König- 
liche Hoheit heute einen neuen hinzngefSgt, indem er den im 
Bächsten Jahre zu beginnenden Bau eines neuen Anatomie-Gebäu- 
des för die Universität zu befehlen geruht hat. Indem ich diese 
Allerhöchste Zusage zur Kenntnifs der Hochschule bringe, spreche 
ich derselben zugleich meine persönlichen Glückwünscbo ^ ilu: 



— 38 — 

ehemaliger Schüler und Lehrer aus, und wünsche, dafs sie in den 
Geiste ihrer Gründung wachsen , blühen und Frucht bringen mbgQ 
zum Ruhme Preufsens und zum Heile des gesanmiten Deutschen 
Vaterlandes.*) 



11. 

Antwort des Rectors. 

Ew. Excellenz Erscheinen in unserer Mitte ist uns jederzeit 
höchst ehrenvoll und erfreulich; es ist jederzeit eine Wohläiat 
für eine Körperschaft, wenn der hohe Vorgesetzte in ihren Kreis 
tritt, selbst wenn er ihr nicht Gaben der Freigebigkeit darbeut. 
Heute erhöhen Ew. Excellenz uns diese Wohlthat noch dadurch, 
dafs Sie der Verkündiger und Herold einer von Seiner König- 
lichen Hoheit dem Prinzen Regenten erwiesenen neuen Gnade sind, 
wodurch einem lange gefühlten Mangel dieser hohen Schule ab- 
geholfen wird. Der Fortschritt der Wissenschaften und der Wett- 
eifer der Deutschen Regierungen in ihrer Förderung steigern die 
Ansprüche immer höher: aber wir vertrauen, dafs unter dem 
Schutze des huldreichsten, alle Zweige der Wissenschaft ehrenden 
Herrn und unter Ew. Excellenz sorgsamer und wohlwollender 
Obhut und weiser Leitung unsere vrissenschaftlichen Anstalten 
einer immer gröfseren Vollständigkeit und Vollkommenheit ent- 
gegengehen werden. Dafür geben Ew, Excellenz uns heute eine 
sichere Bürgschaft. Wir haben wie Seiner Majestät dem König, 
so dem gnadenreichen Prinzen Regenten und Ew. Excellenz als 
Seinem Organ noch viele andere Wohlthaten zu verdanken, die 
uns früher und in reichstem Mafse bei dem gegenwärtigen Anla£s 
angediehen sind; dafür spreche ich im Namen der gesa^aimten 
Universität mit wenigen Worten den Dank aus; mit wenigen 
Worten, sage ich, denn besser als in Worten erweiset sich der 



' ^) Den ErkUs des Herrn Ministers über den Bau des Anatomie -Gebäudes 
8. B^age 3. 



— 8d — 

Dank im Wirken. Möge eich unsere üniverritit durch die That, 
soweit die Wissenschaft Thaten thun kann, dankbar und dasut 
zugleich der Wohlthaten nicht unwerth erweisen ! Das helfe Gott! 



12. 

Seine Excellenz der Wirkliche Geheime Kath und Präsident 
des Evangelischen Ober-Kirchenrathes Herr v.ü echtritz über- 
reichte mit ^iner kurzen glückwünschenden Ansprache die Adresse 
des Evangelischen Ober-Kirchenrathes.*) 



13. 

Der Rector dankte in kurzen Worten, indem er sich auf 
seine Erwiederung der Ansprache des Generalsuperintendenten 
Dr. Hoff mann zurückbezog (oben No. 3). 



14. 

Rede des Geheimen Justizrathes und Professors 
Dr. Mittermaier aus Heidelberg als Sprechers 
der Abgeordneten der Deutschen und Schwei- 
zerischen Universitäten und verwandter hiesi- 
ger und auswärtiger Lehranstalten. 

Mir ist von Seiten der Vertreter der Deutschen Universitäten 
und der stammesyerwandten Schweizeiisebw Hochschulen der 
ehrenvolle Auftrag geworden, ihre Gefohlie bei dem Jubelfeste der 
Universität Berlin auszusprechen. £s sind die Gefühle des Dan* 



*) «. dMielbe Abschiiitt Vni Nr. 11. 



— 40 — 

kes, der Verehrung und Anerkennung; heifse Wünsche reihen sich 
daran. Es ist ein erhebendes Gefühl, heute ein Deutsches Fest 
zu feiern, ein Fest der Würde der Deutschen Wissenschaft, Deut- 
scher geistiger Einheit und Deutschen Sinnes. In jenen trüben 
Zeiten, in welchen der Mann, der lange das Glück an seinen Sie- 
geswagen zu fesseln verstand, aber auf den Eisfeldern Rufslands 
das Walten der Vorsehung erfahren mufste, die kein Uebermafs 
ungestraft duldet; in jenen Zeiten, in welchen dieser Mann Deutsch- 
land zu erniedrigen suchte, war es die Deutsche Wissenschaft, die 
treu sich erhielt; an ihr mufste er erfahren, dafs kein Bedrücker 
die Macht des Geistes brechen kann. Jene Deutsche Wissenschaft 
wurde auf den Deutschen Universitäten sorgsam gepflegt, es war 
ein inneres geistiges Band , das alle Deutschen Hochschulen ver- 
bniderte; was auf einer derselben die Ausbeute wissenschaftlicher 
Forschungen war, wurde Gemeingut aller; an dem Geschicke ei- 
ner Hochschule nahmen alle Theil; diese geistige Verbrüderung 
konnte der Eroberer nicht brechen. Sorgsam bewahrten die Prie- 
ster der Wissenschaft auch in der Deutschen Jugend Deutschen 
Sinn und stärkten ihn. Nicht leicht hat die Geschichte einer 
Hochschule in Bezug auf ihren Ursprung und Fortgang so viel 
Bedeutungsvolles als die Geschichte der Universität, deren Fest 
wir feiern. Wir, die Abgeordneten der Universitäten, die in den 
verschiedenen Staaten Deutschlands ihren Sitz haben, dürfen dem 
Glauben uns hingeben, dafs hinter uns noch Tausende stehen, die 
geistig am heutigen Feste Theil nehmen. Es sind so viele Män- 
ner, die ihre Bildung hier gewonnen haben und die dankbar au 
die hier verlebten Tage sich erinnern. Es sind zahllose verstän- 
dige, durch keinen Parteigeist geblendete Bürger, die sich freuen 
des Sieges der Wissenschaft an einer der bedeutendsten Hoch- 
schulen Deutschlands. Wenn die meisten Deutschen Universitäten 
auf eine Wirksamkeit seit Jahrhunderten zurückweisen können 
und ihre Geschichte lehrt, dafs sie mit schwachen Mitteln begin- 
nen mufsten und nur langsam zur Blüthe gelangten, so ist Berlin 
die Hochschule, die schon in ihrem Beginne sich wie ein Eiese 
erhob, wo früher die ausgezeichnetsten Männer wirkten und im 
Laufe von fünfzig Jahren rasch die einflufsreichsten Forschungen 
und Entdeckungen gemacht wurden. Während die meisten der 



— 4:1 — 

alten Universitäten gewifs zum Heile der Wissenschaft nnd zum 
Vortheil der Verbreitung der Bildung in Deutschland an kleinen 
Orten ihren Sitz hatten, war hier vor 50 Jahren die Hochschule 
in einer der gröfsten Residenzstädte Deutschlands , in einer Stadt 
gegründet, wo seit 100 Jahren eine grofse geistige Bewegung sich 
entwickelte, tief eingreifende Forschungen gemaclit wurden, wo 
Kreise der geistreichsten Männer und Frauen die Bildung^ ver- 
breiteten, üeberall hatte ein grofser König die Spuren seines 
gewaltigen Wirkens hinterlassen und gewaltige Heroen der Wissen- 
schaft glänzten schon zur Zeit der Gründung der Hochschule hier, 
welche vielfach durch ihre Wirksamkeit bewies, dafs auch in 
grofsen Städten Universitäten wohlthätig durch die Fülle der Kräfte 
wirken können, die hier entfaltet werden. Die Gründung der 
Universität Berlin mahnt vorzüglich aber noch an eine Zeit schwe- 
rer Leiden von Deutschland. Wenn auch unleugbar, insbesondere 
im Süden, vielfach Sympathien für den fremden Eroberer sich 
zeigten, so war dennoch die heilige Flamme der Liebe zum Deut- 
schen Vaterland nicht erloschen ; gerade auf Universitäten wurde 
sie sorgsam genährt. Vorzüglich in Preufsen waren die Edelsten 
treue Söhne des Vaterlandes. An den Namen Stein knüpften 
sich in ganz Deutschland frohe Hoffnungen und als in Preufsen 
die Städteordnung die Freiheit der Gemeinden verkündete, als 
die Gesetze zur Regulirung der bäuerlichen Verhältnisse die Hinder- 
nisse des Aufschwunges der Landwirthschaft beseitigten, da hatten 
die Freunde des Vaterlandes Bürgschaften , dafs von Preufsen die 
Wiedergeburt Deutschlands ausgehen würde. Die Gründung der 
Universität Berlin war ein neuer Beweis der geistigen Erhebung 
Prenfsens. Auf die Zumuthungen des fremden Bedrückers , der 
nur Specialschulen wollte, antwortete Preufsen würdig durch die 
Gründung der neuen Hochschule, die eine neue geistige Festung, 
ein neuer Mittelpunkt der Wissenschaft werden sollte. So ent- 
stand die*hiesige Hochschule, die bald Ehrfurcht gebietend sich 
erhob, die ausgezeichnetsten Gelehrten wurden hierher berufen, 
der Heros der Rechtswissenschaft, vonSavigny (dessen grofse 
Wirksamkeit der Redner schilderte), glänzte hier, und den stärk- 
sten Beitrag lieferte Heidelberg. Die edlen Männer de Wette, 
Marbeineke, Neander, Wilken, Hegel wurden als Lehrer 



— 42 — • 

von Heidelberg hierher berufen. Vor allem ist Baden auf seinen 
Sohn, die Universität Heidelberg auf ihren ehemaligen Lehrer 
Böckh stolz, auf den Mann, der jetzt an der Spitze der hiesigen 
Hochschule steht, der Jugendfrische noch mit Weisheit des Alters 
vereinigt, der es von jeher verstand, die Jugend ebenso in den 
grofsen Geist des Alterthums einzuführen, als auch den vaterlän- 
dischen Sinn zu stärken. Was die hiesige Hochschule von froh 
an auszeichnete, war, dafs ihr Wirken nicht auf die blofse Be- 
treibung der ßrodstudien, nicht darauf berechnet war, eine Dressur 
zu guten Beamten, zu guten Aerzten zu veranstalten, sondern auf 
ausgezeichnete Besetzung der Fächer wirkte, welche die Grund- 
lage aller Wissenschaft sii\d: Philosophie, Sprachforschung und 
Geschichte. Gerade darin, dafs in diesen Fächern und in den 
Naturwissenschaften Männer wirkten, die es verstanden jugend- 
liche Seelen zu begeistern, lag ein Vorzug von Berlin. So hat 
die hiesige Hochschule tief eingreifend gewirkt, es ist kein Zweig 
des Wissens, in welchem nicht die dankbare Mit- und Nachwelt 
das herrliche Ergebnifs der Forschungen der hier wirkenden Leh- 
rer und die Fortschritte der Wissenschaft rühmen mufs. Vor 
allem gebührt der Hochschule das Verdienst, in den jugendlichen 
Herzen Vaterlandsliebe und einen edlen Sinn genährt zu haben. 
Wer erinnert sich nicht der Begeisterung, mit welcher in den 
Zeiten der Deutschen Erhebung die Jünglinge der hiesigen Hoch- 
schule wie der übrigen Preufsischen Universitäten zu den Fahnen 
eilten, um für das Vaterland zu kämpfen; wie selbst Lehrer der 
Universitäten mit ihrem grofsen Beispiel vorangii^en, andere 
Lehrer bereitwillig ihre Studirenden zum Kriege ausrüsteten (der 
Redner erinnerte hier an rührende Beispiele, namentlich die Ge- 
schichte von Friedr. Wilh. Schnitze). Es ist Pflicht aber 
auch daran zu erinnern, dafs nach dem Beispiele der Preufsischen 
Jugend auch im Süden die Studirenden freudig die Waffen er- 
griffen. (Der Redner erinnerte, wie so viele seiner ehemaligen 
Zuhörer im Kampfe für das Vaterland auf dem Schlachtfelde von 
Hanau fielen.) Unwillkürlich hebt der Geist den Vorhang der 
Zukunft und fragt: wie wird im Jahr 1910 die Universität Berlin 
hr hundertjähriges Jubelfest feiern? Wer kann zweifeln, 
> dann der Saamen, den die Priester der Wissenschaft hier 



~ 43 — 

and auf anderen UniTersitäten durch ihre Forschungen ausstreuten, 
in herrliche Blüthen sich entfalten und wohlthätige Früchte tra- 
gen wird? Neue Forschungen werden den Kreis des Wissens 
erweitem; was wir jetzt noch als Weisheit bewundem, wird im 
Jahr 1910 als Irrthum erkannt werden; im Reiche der Natur- 
wissenschaften wird der rastlose Forschungsgeist zu Entdeckungen 
f&hren, die wir kaum zu ahnen wagen. Aus dem engen Kreis 
der Schule wird fruchtbringend und belebend die Wissenschaft 
in die meisten Kreise des Lebens heraustreten und neues Auf- 
blühen der Gewerbe, der Landwirthschaft und des bürgerlichen 
Liebens entfalten. Ich kann die Schicksale der Wissenschaft nicht 
von den Schicksalen des Vaterlandes trennen. Die Freiheit der 
Wissenschaft fordert ein freies Vaterland. Ich weifs, dafs zu dem 
Jubelfeste Berlins von 1910 ganz andere Abgeordnete noch er- 
scheinen werden, die von der Deutschen Volksvertretung gewähl- 
ten Abgeordneten. Ein Dunkel schwebt darüber zwar, durch 
welche Schule der Leiden die Vorsehung das zerrissene Deutsch- 
land führen wird; aber eines wissen wir in heiliger Ahnung, dafs 
ans den Kämpfen und Prüfungen Deutschland lebenskräftig und 
neugestärkt hervorgehen wird. Aus diesen Kämpfen wird dann 
auch eine neue Gestaltung des Staatslebens Deutschlands sich ent- 
falten, gebaut auf Einheit, soweit diese nöthig ist, damit Deutsch- 
land Ehrfurcht gebietend dem Ausland, daher auch jedem Feinde 
als ein Ganzes gegenüberstehe; damit das Deutsche Bürgerrecht 
eine Wahrheit werde und die gemeinsamen Interessen durch ge- 
meinsame Anstalten geordnet und das Ganze durch Volksver- 
tretung gesichert werde. In solcher Richtung werden dann auch 
die vielfach gegen diese Einheit geltend gemachten Besorgnisse 
schwinden, als wenn durch eine solche Einheit alle selbständige 
Elitwickelung der einzelnen Deutschen Staaten gestört und eine 
Residenzstadt gegründet werden sollte, die Alles centralisirt und 
das Leben der einzelnen Deutschen Stämme verschlingt. Gegen 
eine solche Gestaltung würde der Deutsche Geist, der feindlich 
gegen jede mafslose Centralisation und Bevormundung ist, sich 
erheben; sie würde im Widerspruche stehen mit der Geschichte 
DentochlandSy welches die grofse Verbreitung seiner Bildung den 
vielen Mittelpunkten der Entwickelung von Wissenschaft nnd 



h^ 



— 44 — 

Kanst verdankt. Alle wohlgesinnten Vaterlandsfreunde werden 
einträchtig nun dahin za wirken haben, dafs endlich die con- 
fessionellen Streitigkeiten verschwinden und nicht länger die Ge- 
müther entfremden, dafs die unverständigen Gegensätze von Nor- 
den und Süden wegfallen und alle Deutschen Bürger brüderlich 
vereinigt freundlich sich achten, weil durch die raschen Verkehrs- 
mittel immer mehr auch der Nordländer die herrlichen Eigen- 
schaften des Südländers und dieser wieder die hochachtungswür- 
digen Charaktereigenthümlichkeiten des Nordländers kennen und 
schätzen lernt Die Aufgabe der Männer der Wissenschaft wird 
es sein, mit Kraft zu dieser Verständigung beizutragen. Ein 
Wunsch entströmt der vollen Brust, dafs der Stern, der heilver- 
kündend über der Wiege der Universität Berlin schwebte, auci 
die Fortschritte ihres Wirkens begleite und glückbringend dieser 
Stern das Deutsche Vaterland umschwebe, damit unsere Nach- 
kommen im grofsen, freien, einigen Deutschen Vaterlande die loh- 
nenden Früchte Deutscher Eintracht geniefsen!*) 



15. 

Antwort des Rectors. 

Ehrwürdiger Sprecher! In begeisterter und begeisternder 
Rede haben Sie den Ruhm, welchen Preufsen in den verhängnifs- 
vollsten Zeitläuften durch seine Erhebung und Wiedergeburt sich 
erworben, und die Verdienste dieser Universität, deren Gründung 
mit jener Wiedergeburt verbunden war, so erhebend anerkannt 
und verkündet, dafs ich mich aufser Stande fühle, Ihnen im Ein- 



♦) Die Adressen, resp. VotWtafeJn der durch Abgesandte vertretenen Uni- 
versitäten s. Abschnitt VIII Nr. 13, 15, 17 — 21, 23, 24, 26, 28 — 30, 32—36; 
die der Akademien zu Braunsberg und Munster daselbst Nr 16, 31 ; des akade- 
mischen Gymnasiums zu Hamburg Nr. 25; die Adresse des Königlichen Friedrich- 
Wilhelms -Institutes und der Königlichen medicinisch- chirurgischen Militär- 
Akademie zu Berlin Nr. 37. Die Festschriften der Universitäten zu Marburg 
Würzburg und Zürich s. Abschnitt VI Nr. 7, 66, 71, 79; die des akademischen 
G nasiums zu Hamburg daselbst Nr. 77. 



— 45 — 

zelnen folgend eine würdige Erwiederung und unserer Erkennt- 
lichkeit den vollen Ausdruck zu geben. Erlauben Sie mir nur 
mit wenigen Worten meine Ansicht über die Bedeutung der Deut- 
schen Universitäten anzudeuten, womit ich der Ihrigen entgegen- 
komme. Diese wenigen Worte werden hinlänglich zeigen, wie 
tiefen Anklang Ihre Rede in mir gefunden hat und wie wir beide 
von denselben Gefühlen und Ueberzeugungen aufs innigste durch- 
drungen sind. Die Deutschen Universitäten gelten der Mehrheit 
der Gebildeten, auch im Auslande, und vorzüglich denen, welche 
den Geist unseres Volkes zu würdigen wissen, als ein gemein- 
sames Gut des gemeinsamen Vaterlandes. Ich sage als ein Gut, 
nicht als Güter; denn ich mufs auch heute wieder sagen, was ich 
öfter, und namentlich vor zwei Jahren, damals selber ein Ab- 
geordneter, bei der Jenaischen Jubielfeier geäufsert: die Deutschen 
Universitäten sind trotz ihrer Vielheit nur Eine Universität, aber 
in ganz anderer Weise als wie in Frankreich die Gesammtheit 
der Unterrichtsanstalten Universität genannt wird. Es ist Ein 
Geist, der sie alle beseelt; sie athmen alle dieselbe Aetherluft, 
leben in demselben Princip der geistigen Freiheit und der Vater- 
landsliebe, und sind so ungeachtet mancher Mängel, die allem 
Menschlichen ankleben, ein unantastbares Palladium und Hort des 
Deutschen Volkes. So sei denn dieses unser Fest das, wofür 
auch Sie es genommen wissen wollen, ein Fest der einen und 
untheilbaren Deutschen Universität und Deutschen Wissenschaft, 
nicht blofs dieser Berliner Hochschule. Wo jede zu jener ge- 
hörige Anstalt ihren Wohnsitz hat, das ist dem grofsen Ganzen 
gegenüber ein zufälliges und unwesentliches. Dafs diese Ueber- 
zengnng immer tiefer Wurzel schlage und jede Eifersucht der 
Deutschen Hochschulen gegen einander, wie jede der Deutschen 
Stämme, vertilgt werde, dafür mögen diese Festlichkeiten, die 
sich rasch nach einander im Deutschen Vaterlande wiederholen, 
eine mächtige Förderung gewähren. In diesem Sinne fasse ich 
diese Versammlungen als erfreuliche Zeichen der innigen Ver- 
brüderung der Deutschen Gelehrten, und in der Beschickung des 
Berliner Jubelfestes durch Sie, verehrte Abgeordnete der Deut- 
sehen und der ihnen eng verbundenen Schweizerischen Hoch- 
schulen, die der Deutsche Geist durchdrungen hat, sowie der den 



— 46 — 

Universitäten nächstverwandten auswärtigen und hiesigen akade^ 
mischen Lehranstalten, und in den Glückwünschen, die alle Bih 
serer Anstalt widmen, erkenne ich ein Unterpfand derselben 
Gesinnung, für welches ich Ihnen im Namen der Friedrich- 
Wilhelms-Üniversität den herzlichsten Dank ausspreche. 



16. 

Rede des Directors des Kölnischen Realgymna- 
siums zu Berlin Dr. E.F.August als Sprechers 
der Abgeordneten der Berliner und auswäxti- 
gen Gymnasien und höheren Lehranstalten und 
des Königlichen Cadettencorps zu Berlin. 

Die Gefühle des Dankes, der Freude imd Verehrung, die 
hier heute vielseitig begeisterten Ausdruck erhalten, regea 
sich auch lebendig in den Herzen der I^ehrer an Gymna- 
sien, Progymnasien, höheren Real- und Gewerbschulen,' Ca- 
dettenschulen und Seminarschulen, als deren Vertreter aus 
Berlin, Potsdam, Spandau, Brandenburg und Thom wir erschie- 
nen sind. Unsere innige Theilnahme an diesem hohen Feste hat 
ihre tiefe Begründung in der Pietät, in der Auffassung unseres 
Strebens und Wirkens und in der Liebe zum Vaterlande. Zu- 
nächst ist uns ja die Friderica Guilelma der kastalische Quell, 
der viele unter uns als Jünglinge mit geistigem Segen dunsh- 
strömte und aus dem uiis allen reiche Fülle der Erkenntnifs fort- 
dauernd zufliefst. Die hieraus entspringende Pietät erhöht der 
Hinblick auf das Ziel, dem wir nachstreben. Es ist unser 8ch6- 
ner Beruf, der heranwachsenden Jugend die Geistessaat, weldie 
nirgend fruchtbringender spriefst als hier, näher zu bringen und 
sowohl denen, die den höheren Pflanzstätten des Wissens niekt 
nahen, von den Früchten derselben mitzutheilen und ihn^ dir 
durch einen unvergäi^lichen geistigen Besitz zu verleihen, durch 



— 47 — 

den das Leben in jeder Sphäre seine tiefere Bedeutung gewinnt, 
als auch besonders diejenigen, welche in diese der Erforschung 
des Guten, Wahren und Schönen geweiheten Hallen einzutreten 
bestrebt sind, in diesem Streben vorbildend zu leiten. Hier be- 
gegnet sich unser vorbereitendes Wirken mit dem weiterführen- 
den und vollendenden der Universität in dem edelsten Ziele. Die 
Universität steht unter den Schulen wie ein sonnenbestrahlter 
Berg zwischen den vielgestalteten Hügelreihen, die sich an ihn 
anlehnen. Die aus der Höhe herabrieselnden Gewässer befruch- 
ten und fördern den lieblichen, freudigen Wuchs in den Thälern, 
und heiter blickt der Wanderer auf den Hügeln zu dem glanz- 
vollen Gipfel empor. Heute beseelt diesen Blick der innige An- 
theil, mit dem die Vaterlandsüebe in die festliche Stimmung ein- 
greift. Ein hochherziger König hat in hart bedrängten Tagen 
diesen Musensitz gegründet, nicht als ein Asyl, dahin sich d^r 
bekümmerte Yaterlandsfreund flüchten könnte, um in der Wissen- 
schaft zu finden, was das Leben ihm versagte, nein, als ein schir- 
mendes Palladium, um welches die Geister sich schaaren sollten, 
um, mit der Wissenschaft *das Leben durchdringend, die ewigen 
Güter des Menschen, Wahrheit, Recht und Freiheit, zu retten und 
dauernd zu bewahren. Nachdem Friedrich Wilhelm III. im Rathe 
der Edelsten seines Volkes erkannt hatte, dafs die Intelligenz die 
sicherste und dauerndste Stütze des Reiches und Thrones sei, 
und Preufsen vor allen berufen, unter ihrem Banner zu siegen 
und zu blühen, eröffnete er in der Hauptstadt des Landes diese 
f&rsiUcben Hallen für Lehrer und Lernende und berief auf die 
hier errichteten Lehrstühle die erprobtesten Männer der Wissen- 
schaft zu Erweckem eines neuen Geistes. Herrlich bewährte sich 
dieser Entscblufs des umsichtigen Herrschers. Wie die Homeri- 
schen Götter unter den Helden vor Ilion mitkämpfen und siegen 
helfen, so kämpften mit und halfen zum Siege in den Befreiungs- 
kriegen jene erhabenen Ideen von Recht, Wahrheit und Freiheit, 
die von hier aus durch lebendige Rede in die deutsche Nation 
gedrungen waren. Dieselbe hohe Fürsorge, welche dieser Hoch- 
schule den Ursprung gab, erstreckte sich bald auch über diejeni- 
gen Bildungsanstalten, denen wir unsere Kräfte widmen, und 
erfBUte mit höherem wissenschaftlichen Streben nicht nur die für 



— 48 — 

den Gelehrtenstand bestimmten Schulen, sondero alle, die den 
Künsten des Friedens and des Krieges dienen. Immer gedeih- 
licher blühten sie empor, und das Ausland suchte sich Vorbilder 
unter ihnen. In dieser Hochschule Berlins lebte aber fort jene 
echte preufsische Erbweisheit, deren Licht, einmal hell entzündet, 
immer lebendiger aufflammte und jede Trübung, woher sie auch 
kommen mochte, siegreich überstrahlte. Wie gewaltig hob sich 
und wuchs der Umfang des geistigen SchaflFens, das von hier aus- 
ging,, alle Gebiete des Wissens erweiterte und neue, bis dahin 
unbekannte, aufschlofs. Hier blühte, wie nirgend, die Gottes- 
gelahrtheit und knüpfte das segensvollste Band mit der Welt- 
weisheit, neben diesen die Rechtslehre, die Heilkunde in aus- 
gezeichneter Weise. Hier fesselte die Alterthumskunde durch neu 
entdeckte Sphären. Hier fanden die Schriften der Alten, die 
reichströmenden Quellen für alle Geistesbildung, ihre tiefsinnig- 
sten Durchforscher und Erklärer. Hier wurde zuerst der Geistes- 
blick gelenkt auf die gi'ofse Sprachengemeinschaft, die sich vom 
Ganges und Indus über den ganzen Westen erstreckt, hier zuerst 
die gemüthvoUe urkräftige Dichtung deutscher Vorzeit in ein neues 
Leben gerufen. Hier öffneten sich gastlich die Hallen der lieb- 
lichen Rede des Kosmoserforschers. Hier entstand zuerst das 
grofse übersichtliche Bild der bewohnten Erde, wie es ein alle For- 
schungen ordnender Geist gestaltete. Hier wurden die Kräfte der 
Natur mit tiefem Scharfsinn verfolgt, hier dem Auge das bis dahin 
verborgene Reich der Schöpfung in ihren kleinsten Organismen er- 
schlossen. Das Wort ist arm für so grofsen Reichthum geistigen 
Wirkens der ausgezeichneten Heroen der Wissenschaft, welche 
diese Hochschule in ihrem ersten Halbjahrhundert zu ihren Leh- 
rern gezählt hat und noch zählt. Hoch beglückt es uns heute, 
unter ihnen den Mann zu begrüfsen, der seit dem ersten Lustrum 
fortdauernd zu den starken Säulen dieses Musentempels gehört 
hat. Ja, Hochwürdige Magnificenz, Sie haben den edlen Geisty 
der diese Hochschule seit ihrer Gründung beseelte, fort und fort 
lebendig erhalten und an dieser Stelle so oft mit beredtem Munde 
von ihm gezeugt. Sie haben neben Ihrer hohen umfangreichen 
wissenschaftlichen Thätigkeit auch für den Lehrstand noch in be- 
sonderer Weise durch geistweckenden Einflufs auf die jüngeren 



— 49 — 

Mitglieder desselben eingewirkt. VergOnnenSie uns, die Zeichen 
des Dankes, den wir dieser Hochschule zollen, and unserer durch 
so viele Beziehungen angeregten freudigen Theilnahme an der 
heutigen Feier in Ihre Hände zu legen. Segen dem Andenken 
Friedrich Wilhelms des Dritten I Heil seinen erhabenen Nachfol- 
gern auf Preufsens Thron, den Schirmherrn der Intelligenz, ün- 
t^r ihrem hohen Schutze blühe fort und fort die alma mater der- 
selben, unsere theure Friderica Guilelmal*) 



17. 

Antwort des* Rectors. 

Die höheren Schulen, als deren Vertreter Sie, hochgeehrte 
Herrn, an die hiesige Universität zu diesem erf renlichen Feste 
abgeordnet worden, bilden in der Stufenleiter des Ünterrichts- 
wesens die nächste Sprosse nach den Universitäten. £s wäre 
eme unberechtigte Aufstellung, wenn die letzteren sich für gänz- 
lich getrennt halten wollten von den Gymnasial-Anstalten, wogegen 
ich schon die Namen geltend machen möchte: ist doch die Aka- 
demie, mit deren Namen man die Universitäten sehr oft benannt 
hat und noch benennt, eben auch ein Gymnasium gewesen. Viel- 
iQehr bilden die verschiedenen höheren Unterrichtsanstalten eine 
Contmuität verschiedener Lehrthätigkeiten , die in Bezug auf die 
allgemeineren nicht praktischen Fächer von denselben Personen 
^'isgeübt werden können, obwohl sie sich dem Grade nach unter- 
scheiden, und es hängt wenn nicht durchweg doch häufig von 
der Wahl und dem Glück, bisweilen auch vom Zufall ab, ob ein 
Lehrer auf der einen oder der anderen Sprosse stehe. So sind 
^if denn in der engsten Beziehung zu einander ; aber wir stehen 

*) Dio Adresse der Berliner Gymnasien and Realschulen s. Absc)initt YIII 
^'•8B, die Festschrift des Gymnasiums zu Brandenburg Abschnitt VI Nr. 84, 
^ Adresse des Gymnasiums zu Potsdam Abschnitt YIII Nr. 40, die Festschrift 
^••••Iben Abschnitt VI Nr. 80, die des Königlichen Gymnasiums zu Thorn eben- 
Mr. 75 i die Votiytafel des Progymnasiums und der höheren Bftrger- 
i Spandau Abschnitt VIII Nr. 42, des Glückwunschschreiben des Konig- 
* Corps ebendaselbst Nr. 43. 



— 50 — 

aach noch in einer besonderen wechselseitigen Gemeinschaft der 
Personen. Denn Sie liefern uns die Schüler, und wir Ihnen die 
Lehrer, und liefern Sie uns nicht wohlvorbereitete Schüler und 
wir Ihnen nicht wohlausgebildete Lehrer, und sind nicht jene und 
diese von Ihnen und uns mit dem Geiste ächter und uneigen- 
nütziger Wissenschaftlichkeit erfüllt worden, so ist das Gedeihen 
beider Lehranstalten gefährdet. Zum Glück findet in den PreuTsi- 
schen Landen, ich glaube es ohne Ruhmredigkeit sagen zu dürfen, 
nach beiden Seiten hin solche Gefährdung nicht statt Wie soll- 
ten unter diesen Verhältnissen bei uns nicht Universität und 
Gymnasium mit den ihm verwandten ünterrichtsanstalten wech- 
selsweise den innigsten Antheil an einander nehmen? Hierzu 
kommt in Beziehung auf diese Universität, in deren Namen ich 
spreche, dafs eine grofse Anzald der Lehrer unserer einheimischen 
Schulen ganz oder theilweise auf dieser ihre Studien gemacht 
haben: die Vorbindung der Preufsischen , zumal der hiesigen 
Schulen mit unserer Universität ist also eine vorzugsweise innige. 
Dafs sie dieses an dem Feste , welches wir beginnen , durch Ihre 
Sendung feierlich bekunden , dafür sage ich Ihnen im Namen un- 
serer gesammten Körperschaft den herzlichsten Dank, und bitte 
Sie überzeugt zu sein und diese Ueberzeugung allen Ihren Ämts- 
genossen mitzutheilen , dafs wir von denselben Gefühlen für Sie 
durchdrungen sind. Der verehrlichen Deputation des K&niglichen 
Cadetten- Corps sage ich noch den verbindlichsten Dank für die. 
Theilnahme auch der militärischen Unterrichts- und Erziehungs- 
anstalten an den Angelegenheiten der Universität. 



18. 

Kede des Dirigenten des Königlichen Schul- 

CoUegiums der Provinz Brandenburg zu Berlin, 

Geheimen Kegierungs-Rathes Reichenau, als 

Sprechers der Abgeordneten dieser Behörde. 

Ew. Magnificenz und dem ehrwürdigen ir Friedrifihr. 



— 51 — 

Wilhelms -Universität nahen die Abgeordneten des Königlichen 
Provinzial-Schul-Collegiums der Provinz Brandenburg. 

Es virar ein hochherziger und weiser Entschlufs des hoch- 
seligen Königs Friedrich Wilhelms des Dritten, in jener Zeit, als 
nächtliches Dunkel der Trübsal und Bedrängnifs auf seinem Herzen 
und auf dem ganzen Volke lastete, hier in der Hauptstadt des 
Landes eine hohe Warte aufzurichten f&r die Leuchte der Wissen- 
schaft, durch geistige Hebel die Kraft des Volkes empor zu heben. 

Ein mächtiger Aufschwung in dem Unterrichtswesen des 
Vaterlandes beginnt mit diesem Zeitpunkt. Von dem „Heerde 
des Lichts*, der vor 50 Jahren an dieser Stelle gegründet wor- 
den, sind erweckende fruchtbringende Strahlen gedrungen wie in 
die höheren Lehranstalten, so in die Bildungsstätten der Volks- 
lehrer. Und wenn es in diesem Zeiträum gelungen ist, dem 
grofsen Ziele, das freilich noch lange nicht eiTeicht ist, doch we- 
sentlich näher zu kommen, das ganze Preufsische Volk, wie es 
„ein Volk in Waffen'^ sein soll, so auch zu einer dem Gottes- 
hauche in jedem Menschen entsprechenden Bildung zu erziehen, 
so ist dieser Erfolg grofsentheils zurückzufuhren auf die mäch- 
tigen und vielseitigen Anregungen, welche die meisten unserer 
Lehrer und Erzieher der Jugend als Schüler an diesen Stätten 
der Wissenschaft empfangen haben. 

Mit dankbarer Anerkennung des nachhaltig fördernden und 
veredelnden Einflusses, welchen die Friedrich-Wilhelms- Univer- 
sität auf die unserer Leitung anvertrauten Lehranstalten ausgeübt 
hat, bringen wir — die wir selbst dankbare Schüler dieser Hoch- 
schule sind — derselben Namens des Königlichen Provinzial- 
Schul-Collegiums unsere Glückwünsche zur heutigen Festfeier dar. 
Unter dem Schutze des ruhmreichen Herrscherhauses, das sie ge- 
gründet, bleibe die Friedrich -Wilhelms -Universität bis in die 
fernsten Zeiten, zur Ehre und zum Heil des Vaterlandes, einei 
unversiegbare Quelle des Lichts, ein Horjt Deutscher Wissen- 
sehaft!*) 



*) Die Adresse des Königlichen Schol-Collegitims der Proyinz Brandenburg 
•• AlMckiütt YIU Nr. 45. 



— 52 — 

19. 
Antwort des Rectors. 

Hochgeehrte Herrn Abgeordnete des Königlichen Schul- 
Gollegiums der Provinz Brandenburg! 

Wenn ich mich soeben darüber ausgesprochen habe, wie 
enge die höheren Lehranstalten, die Gymnasien und ihnen ver- 
wandten Schulen und zu allernächst die trefHichen Anstalten un- 
serer Stadt mit unserer Universität verbunden sind, so bedarf es 
kaum der Erinnerung, dafs dasselbe auch von den gleichartigen 
Schulen der ganzen Provinz gilt. Ihre eifrige und höchst ersprieüs- 
liche Fürsorge für das Wohl der Schulen der ganzen Provinz, 
verehrte Herrn , verpflichtet also auch diese Universität, der diese 
Schulen den gröfsten Theil der eigenen Zöglinge nach tüchtiger 
Vorbildung zuführen, in hohem Grade, und diese mufs es mit be- 
sonderer Befriedigung empfinden, wenn die dem Schulwesen der 
Provinz unmittelbar vorgesetzte Behörde der Universität die An- 
erkennung zutheil werden läfst, sie wohlwollend zu begrofsen. 
Empfangen Sie dafür unsern herzlichsten und innigsten Dank. 



20. 

Rede des Ober-Consistorialrathes Dr. Marot 

als Sprechers der Abgeordneten der auf der 

Universität Berlin promovirten Doctoren- 

Im Namen der Tausende, welchen die hiesige Universität die 
Doctorwürde ertheilte , erscheinen auch wir vor Ihnen an diesem 
Jubelfeste, einfach und schlicht, vne es Doctoren geziemt, um 
den Gefühlen und Wünschen unserer Herzen Worte zu geben; 
Wir nehmen an der Feier dieses Tages einen , um so innigeren 
Antheil, je beglückter wir uns fühlen, zu der Ehrenstufe, auf 
der wir stehen, von der Akademie erhoben zu sein, die unter 
den Bildungsanstalten Europas, von ihrer Gründung an, einen 



— fr3 — 

ausgezeichneten Rang eingenommeü und fortdanemd behauptet 
hat. Wie sie, gleich der Göttin der Weisheit, in unnachahmlicher 
Schönheit und rüstiger Kraft, wie nait Einem Schlage ins Leben 
trat, so stehet sie noch heute da. Von ihrem Anfang an bis jetzt 
sind die ausgezeichnetsten Geister unseres Jahrhunderts in ihr 
segensvoU wirksam gewesen, hab^ii die Strahlen des Lichts über 
Deutschland und unser Vaterland ausgespendet, haben mit reger 
Kraft der Wissenschaft das ihr gebührende Recht, sich frei von 
allen Fesseln zu bewegen, zu erkämpfen gestrebt, haben für Kirche 
und Schule, für die Gerichtshöfe und die Heilanstalten, so wie 
für jeden Zweig der edleren menschlichen Wirksamkeit, tüchtige 
heilvoll wirkende Arbeiter gebildet — und die Universität ist da- 
durch ein Segen für unsere Hauptstadt, für unser Vaterland, für 
die Welt geworden. 

Möge der allmächtige Herr der. Welt, der da sprach: es werde 
Licht, der ein Freund des Lichts^ ist, und der da will, dafs allen 
Menschen dadurch geholfen werde, dafs sie zur Erkenntnifs der 
Wahrheit kommen, diese Hochschule, als eine Stätte des Lichts, 
wie er sie bisher gnädig beschützte, auch fernerhin und bis in 
die spätesten Zeiten in seine bewahrende Obhut nehmen, möge 
er ihr wie bisher auch fernerhin vom Throne unserer Könige alle 
die Hülfe gewähren, die erforderlich ist, wenn sich hier die Wis- 
senschaft frei entwickeln und kräftig fortschreiten soll; möge er 
ihr immerdar Lehrer senden, erfüllt von Geisteskraft, von tiefem, 
gründlichem, vorurtheilsfreiem Wissen und ausgerüstet mit licht- 
vollen Lehrgaben. Und möge, wenn der Jubeltag wiederkehrt, 
wie heute, an der Spitze dieses erlauchten ehrwürdigen Lehrer- 
GoIIegiums ein Mann stehen, der in voller Wahrheit ein Magniücus 
ist, an tiefem Forscherblick, an gediegener Gelehrsamkeit, an aus- 
g^eichneter Lehrgabe, an edlem Freimuth, wo es gilt den Kampf 
zu fahren für die freie Wissenschaft, und an ächter Humanität; 
und möge dann diesem künftigen Magniücus das Glück zu Theil 
werden, was die göttliche Gnade dem gegenwärtigen zur Freude 
seiner nicht zu zählenden Verehrer gewährte, dafs er auch noch 
im höheren Lebensalter mit ungeschwächter Geistes- und Körper- 
kraft seine Wirksamkeit segensreich im geistigen Gebiete zu be- 
weisen im Stande sei. 



— 54 — 

Wie dies die heifsesten Wünsche aller der Docioren siimI, in 
deren Namen ich jetzt hier zu sprechen die Ehre gehaibt habe, 
so sind das ganz vorzüglich auch die Wünsche des würdigei 
Mannes, der in unserer Deputation mir znr Seite steht, des Kö- 
niglichen Medicinalraths und Doctors Busse, der einer der ersten 
war, der von der hiesigen Universität durch die mediciHisdie 
Facultät zum. Doctor promovirt worden ist. 
' Gott segne die Universität 1*) 



21. 

Antwort des Rectors. 

Verehrte Herrn! 
So viel ich weifs ist es das erstemal, dafs die Dodtörian 
einer Universität sich verbunden haben, um die Jubelfeier der- 
selben in einem geschlossenen Verein zu erhöhen. Auch kum 
es nur in einer grofsen Stadt vorkommen, wie die unsrige ist, 
dafs viele Doctoren einer und derselben hohen Schule sich darin 
noch zusammenünden, und es ist erfreulich und erwünscht, dafis 
es bei uns vorkommt, nicht allein der Seltenheit wegen, son- 
dern auch an sich selbst. Es sind vom Beginn der üniversitiU; 
bis jetzt nahe an 5400 Personen hier graduirt worden, eine 
Legion von Kämpfern der Wissenschaft, deren viele freilich 
schon heimgegangen sind; aber alle waren oder sind sie mm 
gewifs herzlich ergeben. Denn haben schon die StndJrenden 
eine nie erlöschende Anhänglichkeit an die hohe Schule, die ihre 
Jugend nährte und kräftigte, wie viel mehr müssen ihr diejenigen 
zugethan sein, welche von derselben die akademische Wüide er- 
halten. Denn dieser Würde bleibt, wenngleich sie Uswdlen zu 
leichthin vergeben worden, doch immer ein bedeutender Wertl^ 
weil sie der Idee nach eine rein wissenschaftliche ist und Yon 
keiner Staatsgewalt verliehen werden kann. Die Ertlieifanig 
der Doctorwürde ist eine Weihe, die zwischen dem Weihenden 



*) Die Adresse der Doctoren s. Abschnitt VIII Nr, 46. 



— 6Ö — 

and dem Geweihten, wie einst in den Mysterien, ein unanflösli- 
ches Band knüpft. Dieses Band hat heute Sie, verehrte Herrn, 
wie Ihre Abordner, zu uns herangezogen, und ich begrüfse Sie 
im Namen aller Facultäteo mit ders^lJbien Innigkeit, mit welcher 
Sie uns begrüfst haben, sage Ihnen im Namen der Universität 
den herzlichsten Dank. Diesen mufs ich auch noch in meinem 
eigenen Namen Ihnen, dem Haupte der Doctoren, ausdrücken. 
Sie haben mir, ehrwürdiger Sprecher, zu der Rüstigkeit meines 
Alters Glück gewünscht; aber was soll ich zu Ihnen sagen, der 
Sie ein neunzigjähriger vor mir stehen in der ungebrochenen 
Kraft des Körpers und des Geistes gleidi einem Jünglinge, und 
dessen Frisiche und Rüstigkeit ich nicht erst bei diesem, sondern 
auch früher bei manchen geselligen Anlässen mit Freude und 
Bewunderung wahrgenommen habe. Die Begrüfsung der Univer- 
sität durch die Herrn Doctoren gewinnt, idi mufs dies hinzu- 
setzen, einen um so höheren Werth, da sie durch Ihren Mund 
ausgesprochen worden, durch den Mund eines edlen Verkünders 
des göttlichen Wortes, welcher eine Zierde der Kirche und zu- 
gleich der Stadt Berlin ist, vermuthlich der Veteran aller Docto- 
ren Deutschlands, nicht blofs ein Doctor, vielmehr der Doctor 
Doctomm. 

Ein herzlicher Händedruck schlofs sich an diese Worte. 



22. 
Schlufswort des Rectors. 

Hochverehrte Versammlung ! 
Da die Zeit stark vorgeschritten ist, so kann nicht mehr, 
wie ursprünglich beabsichtigt war, ein Verzeichnifs der grofsen 
ZtU Yon Ehrengaben voiigetragen werden, welche aufser der 
langen Reihe von Zuschriften und Adressen, die Sie uns so 
eben fiberbracht haben, eingegangen sind. Ein amtliches Ver- 
zeicbnifg sämmflieher Festgaben wird nach dem Feste erschein^/) 

*) 8. daaselbe unten Abschnitt VI. 



— 56 — 



Beilagen. 



Einladung des Rectors an die Studirenden 
zum Empfange. 

COMMILITONIBVS HVMANISSIMIS 
RECTOR ET SENATVS. 

Festorum quos acturi sumus dierum celebrationis initium fiet 
d. XIV. m. Octobris h. Xu. universitatum Gennanicamin'' aliörom- 
que ordinum legatis in aula universitatis consalutandis. Quäe 
salutatio quo sollemnius peragatur, rogamus vos ut ei interesse 
constitutoque die ante horam XII. in aula convenire velitis. 

D. BeroUni d. VII. m. Octobris a. MDCCCLX. 

A. Böckh, Dr. 



Städtische Stiftungsurkunde vom 12. October 

1860. 

Wir, der Magistrat und die Stadtverordneten der 
Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin Urkunden 
und bekennen hiermit, dafs wir auf Veranlassung der Feier des 
fünfzigjährigen Bestehens der hiesigen Königlichen Friedrich- 
Wilhelms -Universität beschlossen haben und beschliefsen, unsere 
lebhafte und dankbare Theilnahme an dem Wohle und Ge- 
deihen dieses Instituts, welches, ein Denkmal der geistigen und 



— Ö7 — 

staatUchen Erhebung des Vaterlandes aus schwerstem Unglück, 
in fünfzigjähriger, bedeutungsvoller und segensreicher Wirksam- 
keit eine Hauptzierde und eine reiche Quelle geistigen Lebens 
und wissengchaftlieber Bildung, wie für das gesammte Vaterland, 
so insbesondere ffir die Stadt Berlin geworden ist, durch folgende 
zwei Stiftungen dauernd zu bezeugen. 

I. Der bereits bisher periodisch von den hiesigen Communal- 
Behörden zur Unterstützung von Studirenden deir hiesigen König- 
lichen Friedrich - Wilhelms - Universität bewilligte Fonds von 
600 Thalem soll vom 1. October 1860 ab auf Zwölfhundert 
Thaler jährlich erhöht und in dieser Höhe als eine bleibende 
Stiftung dauernd erhalten werden. 

H. Wir bewilligen vom 1. October 1860 ab jährlich die 
Summe von Dreihundert Thalem aus Gonmiunalmitteln als eine 
bleibende Stiftung, um aus derselben vier Preise, und zwar für 
jede der vier Facultäten der hiesigen Universität einen Preis von 
Fünf und Siebenzig Thalem, für die besten Preisschriften, welche 
von Studirenden der hiesigen Universität über die zu diesem Be- 
hufe von den vier Facultäten dieser Universität zu stellenden 
Preis-Aufgaben geliefert werden, auszusetzen und zu gewähren. 

Die beiden genannten Stiftungen werden von uns für alle 
Zeiten, so lange die Universität in Berlin bestehen bleibt und 
nicht etwa nach einem anderen Orte verlegt wird, errichtet, und 
sollen nach den dieser Stiftungsurkunde beigehefteten Statuten, 
deren Allerhöchste Bestätigung zu erbitten vorbehalten bleibt, 
verwaltet werden. 

Urkundlich unterm Stadtsiegel. 

Berlin, den 12. October 1860. 

Magistrat Stadtverordnete 

hiesiger Königl. Haupt- und zu 

Residenzstadt Berlin, 

(gez.) Krausnick. (gez.) Dr. Esse. 

Urkunde 
über 
die zur Feier des fünfzigjährigen Beste- 
hens der Königl. Friedrich -Wilhelms- 
, Universität zu Berlin von der Stadt 
Berlin geroachten Stiftungen. 



-be- 



schreiben Sr, Excellenz des Herrn Ministers 

von ßethmann-Hollweg die Allerhöchste 

Zusage des Baues eines Anatomie -Gebäudes 

betreffend vom 14. October 1860. 

Des Regenten, Prinzeft von PrenTsen Königliche Hoheit haben 
mittels Allerhöchsten Erlasses vom 5**° d. Mts. mich zu ermächtigen 
geruht, den Vertretern der hiesigen Universität bei Gelegenheit 
der fünfzigjährigen Jubelfeier der letzteren^ in Allerhöchst Seinem 
Namen die Zusicherung zu ertheilen, dafs der Bau eines neuen 
Anatomie -Gebäudes im nächsten Jahre werde begonnen werden. 

Es gereicht mir zur besonderen Freude dem Herrn Rector 
und Senat von diesem Acte Allerhöchster Huld und Gnade ffit- 
theilung machen und dadurch der Universität einen neuen Be- 
weis dafür geben zu können, wie die Staats -Regierung in der 
Sorge für das Wohl derselben, dem leuchtenden Vorbilde Seiner 
Majestät des hochseUgen Königs, ihres erhabenen Stifters, 2u fol- 
gen bemüht ist. 

Berlin, den 14. October 1860. 

Der Minister der geistliehen, Unterrichts- und Medicinajt- 

Angelegenheiten. 

(gez.) V. Bethmann-.Hollweg. 

An 
den Herrn Rector und Senat 
der Königlichen Univerität 
hierselbst 
No. 21,689. U. 



— m — 



4. 



Verzeichnifs der Berliner und auswärtigen 
Abgeordneten. , 

1. 
Berliaer Geistlichkeit. 

Dr. W. Hoffmann, Generalsuperintendent der Kurmark. 

Dr. F. Straufs, Ober-Hof- und Dom-Prediger und Professor. 

Dr. Neander, Bischof und Propst zu St. Petri. 

Dr. C. I. NitÄBch, Propst zu St. Nikolai und St. Morien und 
Professor. 

Kober, Superintmd^t. 

Hetzel, Superintendent 

F. S. Schultz, Superintendent 

A.F,ourni er, Consistorialrath, Abg. für <Me französische Gemeiwie. 

F. A. Straufs, Garnisonprediger und Professor, für die Militär- 
Gemeinde. 

F. Arndt, Prediger, für die Parochial-Gemeinde. 

Prediger-Seminar zu Wittenberg. 
Dr. Lommatzsch, Professor. 

2. 
Stadt Berlin. 

Kraus nick, Geh. Ober -Regierungsrath und Oberbfirgermeigter. 

Dr. Esse, Geh. Regierungsrath, Vorsteher der Stadtverordneten- 
Versammlung. 

Hedemann, Bürgermeister, 

Schulze, Stadtschulrath, 

Fürbringer, Stadtschulrath, 

Seeger, Stadtrath, 

Appelius, Stadtrath, 

Luttig, Stellvertreter des Vorstehers der Stadtverordneten- 
Verwuwilnpg. 



Mitglieder des Magistrats. 



— 60 — 

Krebs L, ältester Stadtverordneter. 

Seidel, ] 

Schäffer, j 

S c h a afs , f Stadtverordnete. 

Georg Reimer, 

Borck, 






3. 
Stadt Danzig. 

Dr. Bresler, Consistorialrath. 

4. 

Königliche Akademie der Wissenschaften zu Berlin. 

Hagen, Geheimer Ober-Baarath. 

Dr. Dirksen, Geheimer Jastizrath und Professor. 

Dr. Meine ke, Geheimer Hegierungsrath. 

Dr. von Olfers, Generaldirector der Königlichen Museen. 

Dr. Jacob Grimm, Hofrath. 

Dr. Th. Mommsen, Professor. 

Dr. G. H. Pertz, Geh. Regierungsrath und Ober-Bibliothekar. 

Dr. P. Riefs, Professor. 

Königliche Akademie der Künste zu Berlin. 

Her big, Professor, Vicedirector. 
Dr. Guhl, Professor, Secretär. 

Vom Senat: Von der Mitgliedschaft: 

Architekten 
Stüler, Geh. Ober-Baurath. Busse, Geh. Ober-Baurath. 

Bildhauer 
A. Fischer, Professor. Schievelbein, Professor. 

Maler 
Schrader, Professor. Hildebrandt, Professor. 

Kupferstecher 
Mandel, Professor. Lüderitz, Professor. 

Musiker 
Grell, Musikdirector u. Prof. Schneider^ Mußikdirector, 



_ 61 — 

Königliche Akademie der Künste zn Düsseldoi^f. 
C. Sohn, Professor. 

Königliche Bau-Akademie. 
Busse, Geheimer Ober*Baurath und Director. 
Brix, Geheimer Regierungsrath. 
Wiebe, Professor. 

Königliches Gewerbe-Institut. 
Nottebohm, Geheimer fiaurath und Director. '^■'' 
Lohd^, Professor. 
Dr. Grashof, Lehrer. 

Verein für Geschichte der Mark Brandenburg und der 
Niederlausitz. 

Freiherr von Ledebur, Director der Königlichen Kuristkammer,* 
Vorsitzender. ' ' 

F. Voigt, Professor an der Königlichen Realschule, Bibliothekar. 

Dr. Holtze, Oberlehrer am Königlichen Cadetten- Corps, Ver- 
fasser der Festschrift des Vereins. 

5. 
Königliches Ministerium der geistlichen, Unterrichts- 
und Medicinal-Angelegenheiten. 
vonBethmann-Hollweg, Staatsminister und Minister der geist- 
lichen, Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten. 
Lehnert, Geheimer Ober-Regierungsrath. 
Knerk, Geheimer Ober-Regierungsrath. 
Dr. Olsbausen, Geheimer Regierungsrath. 

6. 
Evangelischer Ober-Kirchenrath. 
von Uechtritz, Wirklicher Geheimer Rath und Präsident. 

7. 

Universitäten. , .. 

Basel. 
Dr. Peter Merian, Rathsherr und Professor, Kanzler und zei- 
tiger Rector der Universität. 



— 62 — 

Dr. Wilhelm Yischer, Professor and aeittger Deoan der {phi- 
losophischen Facoltät 

Bonn. 
Dr. Johann Wilhelm Loebell, Geh. Rogieningnrath undP^H 

fessor. 
Dr. Bernhard Hilgers, Professor. 

Lyceum Hosianum zu Brannsberg. 
Dr. Feldt, Professor, zeitiger Reotor. 

Der zweite Abgeordnete Professor Dr. Krager, zeitige! 
Prorector , war durch Krankheit am Erscheinen terhindeit. 

Breslau. 
Dr. Reinkens, Professor. 

Dr. Huschke, Geheimer Justizrath und Professor. 
Dr. Betschier, Geheimer Medicinalrath und Professor. 

Diesen Abgeordneten schlössen sich als Festtheilnefamer an: 
Dr. Goeppert, Geheimer Medicinalrath und Professor. 
Dr. Grube, Staatsrath und Professor. 
Dr. Friedrich Haase, Professor. 
Dr. Stobbe, Professor. 
Dr. Teilkampf, Professor, Mitglied des Herrenhauses. 

Ghristiania. 
Festtheilnehmer: 
Dr. P. A. Munch, Professor. 

Dorpal 
Dr. von Samson-Himmelstjern, Staatsrath und Professor. 

Festtheilnehmer: 
Dr. Mercklin, Staatsrath und Professor. 

Erlangeiu 
Dr. von Hof mann, Professor. 

Festtheilnehmer: 
Dr. Beeil, Professor. 

Frei bürg« 
Dr. Ton Woringett) Profesrar« 



^ ^Ä «« 

Gie£s.eji. 
Dr. Wasserschleb-ein^ ProfesfiiQir, 

Göttingen. 
Dr. Ernst Curtius, Professor. 

Festtheilnehmer: 
Dr. Zachariae, Professor. 

Gratz, 
Dr. Oscar Schmidt, Professor. 

Greifswald. 
Dr. Martin Hertz, Professor; 
Dr. George, Professor. 

Der an erster Stelle zum Abgeordneten gewählte zeitige Rector 
Prof. Dr. Hoefer war durch Gesundheitsrücksichten amErschei- 
nen verhindert Als Festtheilnehmer erschienen noch: 
Dr. Bekker, Professor. 
Dr. Rühle, Professor. 

Halle. 
Dr. 0. Go eschen, Professor, zeitiger Rector. 
Dr. J. E. Erdmann, Professor, zeitiger Prorector, 

Festtheilnehmer: 
Dr. Blanc, Professor. 
Dr. Haym, Professor. 
Dr. Heintz, Professor. 
Dr. Knoblauch, Professor. 

Akademisckes Gymnasium zu Hamburg. 
Dr. Ae^^di, Professor, zeitiger Rector. 

Festtheilnehmer: 
Dr. Chr. Petersen, Professor. 

Heidelberg. 
Dr. Mittermai er, Geheime Jiufitizrath und Professor. 

Festtheilnehmer: 
Dr. Helmhol tz, Professor. 
Dr. L. GoldsohmidA, Professor. 



— 64 — 

Jena. 
Dr. Hase, Geheimer Kirchenrath und Professor. 

Festtheilnehmer: 
Dr. Ernst Schmid, Professor. 
Dr. Adolf Schmidt, Professor. 
Dr. Moritz Schmidt, Professor. 

Kiel. 

Dr. Neuner, Professor und zeitiger Decan der juristischen 

Facultät. 

Dr. Esmarch, Professor und zeitiger Decan der medicinischen 

Facultät. 

Festtheilnehmer: 

Dr. P. W. Forchhammer, Professor. 

Königsberg. 
Dr. A. Hayn, Professor und zeitiger Prorector. 
Dr. Rosenkranz, Geheimer Regierungsrath und Professor. 
Dr. Schubert, Geheimer Regierungsrath und Professor. 

Festtheilnehmer: 
Dr. Erbkam, Professor. 
Dr. D. Erdmann, Professor. 
Dr. Glaser, Professor. 
Dr. Th. Muther, Professor. 
Dr. Rosenhain, Professor. 
Dr. Sommer, Professor. 
Dr. Wagner, Medicinalrath und Professor. 

Leipzig. 
Dr. Crede, Hofrath und Professor. 

Der an erster Stelle zum Abgeordneten gewählte zeitige R«o- 
tor Kanzler und Professor Dr. Wächter war durch Krankheit 
am Erscheinen verhindert. 

Festtheilnehmer: 
Dr. Bruhns, Professor. 

Marburg. 
Dr. Scheffer, | Professor, Ober-Consistorialrath und zeitiger 

Prorector. 
Dr. Roe stell, Professor und designirter Prorector. 



— 65 — 

München. 
Dr. Pözl, Professor und zeitiger Rector. 

Münster. 
Dr. F. J. Clemens, Professor. 

Rostock. 
Dr. Wetz eil, Professor und zeitiger Rector. 

Tübingen. 
Dr. von Gerber, Professor und Kanzler der Universität. 

Wien. 

Dr. L. Arndts, Regierungsrath und Professor, zeitiger Prodeean 

der juristischen Facultät. 
Dr. B. Edler von Hönigsberg, Kaiserlicher Rath. 
Dr. L. Wittelshöfer, Redacteur der Wiener medicinischen 

Wochenschrift. 

Würzburg. 
Dr. Franz Hoff mann, Professor. 

Zürich. 

Dr. Alexander Schweizer, Professor. 
Dr. Kenngott, Professor. 
Dr. Gl aus ins, Professor. 

Königliches Friedrich-Wilhelms-Institut und medi- 
cinisch-chirurgische Militär-Akademie zu Berlin. 

Dr. Reichert, -Professor und zeitiger Decan der Akademie. 
Dr. Elsholtz, Generalarzt. 

Landwirthschaftliche Akademie zu Waldau bei 
Königsberg. 
Dr. Kör nicke, Lehrer der Naturwissenschaften. 



— 66 — 

8. 

Berliner und auswärtige Gymnasien und höhere 

Lehranstalten. 

fierlinisches Gymnasium zum grauen Kloster. 

Dr. Friedrich Bellermann, Director und Professor. 
Dr. Larsow, Professor. 

Königliches Joachimsthalsches Gymnasium. 

Dr. Kiefsling, Director und Provinzial-Schulrath. 
Dr. Pas so w, Professor. 

Kölnisches Real-Gymnasium. 

Dr. E. F. August, Director und Professor. 
Dr. Selckmann, Professor. 

V 

Friedrichs -Werder seh es Gymnasium. 

ßonnell, Director und Professor» 
Salomon, Professor. 

Königliches Französisches Gymnasium. 

Dr. Lhardy, Director und Professor. 
Dr. Chambeau, Professor. 

Königliches Friedrich-Wilhelms- Gymnasium. 
Dr. Ferdinand Ranke, Director und Professor. 
Dr. Schellbach, Professor. 

Friedrichs-Gymnasium und Realschule. 
Kroch, Director und Professor. 
Dr. A. Runge, Professor. 

Königliche Realschule. 
Dr. Kaiisch, Professor. 
Dr. Huberdt, Professor. 

Gewerbschule. 
Dr. Röber, Professor. 
Dr. Barentin, Professor. 



— 67 — 

Königsstädtische Realschule. 
Dr. Dielitz, Director und Professor. 
Dr. Peisker, Professor. 

Dorotheenstädtische Realschule. 
Dr. Kleiber, Director. 
Dr. ßufsmann, Oberlehrer. 

Louisenstädtische Realschule. 

Grohnert, Director. 
Augustin, Oberlehrer. 

Königliches Progymnasium. 

Dr. Kubier, Professor. 

Dr. ßerduscheck, Oberlehrer. 

Gymnasium zu Brandenburg. 
Dr. Bergmann, Prorector. 

Gymnasium zu Potsdam. 
Dr. Rigler, Director. 

Königliches Gymnasium zu Thorn. 
Dr. W. A. Passow, Director und Professor. 

Progymnasium und höhere Bürgerschule zu Spandau. 
Dr. ßeschm.ann, Rector. 
Dr. Arndt, Lehrer. 
König, Lehrer. 

Königliches Cadetten-Corps zu Berlin. 

Dr. Herr ig, Professor. 

Dr. E. 0. Erdmann, Lehrer. 

Königliches Seminar ffir Stadtschulen zu Berlin. 
W. Thilo, Director. 



— 68 — 

9. 
Königliches Schul-CoUegium der Provinz -Brandenburg. 

Reichenau, Geheimer Regierungsrath und Dirigent. 
Dr. Bormann, Provinzialschulrath. 
Dr. Mutz eil, Provinzialschulrath. 

10. 

Von der Universität zu Berlin promovirte Doctoren. 

Dr. Marot, Ober-Consistorialrath. 
Dr. Löwenberg, Geheimer Ober-Tribunalsrath. 
Dr. Busse, Geheimer Medicinalrath. 
Dr. Wilms, Oberarzt. 
Dr. Heinrich Barth. 

Dr. A. Kirch hoff, Professor am Königlichen Joachimsthalschen 
Gymnasium und Mitglied der Akademie der Wissenschaften. 



Festvorstellung im Königl. Schauspielhause 
(Braut von Messina). 

Prolog, gedichtet von Dr. F. A. Märcker, vorgetragen 
von dem Königl. Hof Schauspieler Herrn Hendrichs. 

(Die Scene stellte den Tempel der Wissenschaft dar, der mit Festge- 
winden und Kränzen geschmückt und dessen Zugänge angemessen aus- 
gestattet waren. Am Fufse des Altars in der Mitte des Tempels vmr auf 
einer Rolle der Name des ersten gewählten Rectors der Universität, 
J.G.Fichte zu lesen, auf anderen Rollen standen die Namen Boeckh, 
Savigny, Schleiermacher, Hufeland und Lachmann. Der 
Schauspieler erschien im antik priesterlichen Gewände.) 

Heil Euch und Grufs! So heifs' ich Euch willkommen 
Im Tempel, den die Muse sich geweiht, 
Euch, die des Wissens tiefster Drang beseelt! 
Zum JubeKeste seid Ihr hier erschienen, 
Und jede höchste Feier krönt die Kunst. 



— 69 — 

Leih mir, o Jugend, deines Zaubers Ton, 
Du leih den Reiz der Schönheit mir, Gesang! 
Hat je die Gabe mir ein Gott beschieden. 
Mit freiem Blick zur Sonn' emporzudringen. 
Sei heute mir des Sehers Kraft geschenkt! 

Aus lichtem Aether, nieder von den Sternen 
Drang hold entzückend mir ein Ruf ins Ohr, 
Der mahnte mich die Augen zu erheben. 
Ein hehres Bild von droben anzuschaun. 
Ich sah der Deutschen Genius mit der Palme 
Des Sieges und des Herrschers Diadem; 
Zwei schöne Jungfraun sah ich ihn umschweben. 
Die trugen goldne Kränz' in zarter Hand 
Und grüfsten froh der Musen Sitz, Berlin, 
Der Künste Heimath und der Wissenschaft. 
Sie riefen: Heil dir, Preufsen, Heil dem Lande, 
Wo sich der Kön'ge grofser Schöpfergeist 
Stets einte mit der Thatenlust des Volks. 
Horch, seine Zukunft wollen wir ihm künden. 

„Zwei Tempel'', spricht der Genius, „siehst du ragen. 
Ein Zwillingspaar, in Preufsens Königsstadt, 
Die seines Reichs Palladium in sich- bergen. 
Und die der Fürsten tiefer flerrscherblick 
Zum eignen Anschaun,/ wie zur ernsten Mahnung 
Vor ihrer Burg einander zugesellt: 
Des grimmen Ares Waffen wahrt der eine, 
Im andern ist der Pallas Thron errichtet 
Und ihres Altars pflegt die Wissenschaft; 
Im Kreis' umstehn sie kühner Helden Bilder, 
Stolz überragt sie Friedrichs mächt'ges Haupt. 
Was dir, Athen, der Göttersitz geboten 
Der hohen Burg, vom Parthenon gekrönt. 
Das schaut um Ihrer Herrscher Sitz gelagert 
Der Preufsen Stadt Hoch schlägt der Väter Herz, 
Wenn sie die Hoffnung unsres Volks, die Jugend, 
Begeistrung für den höchsten Thatendrang 
Dort schöpfen sehen an der Weisheit Quellen, 



— 70 — 

Die Friedrich Wilhelm ihrem Durst erschlofa. 
wohl dem Volke, das der T»ig des Glucks 
Und tiefsten Unglücks thrfinenschwere Stunde 
Des schönsten Wahlspruchs nie vergessen liefs, 
Der Reich und Thron allein bewahren kann: 
Dafs Kraft und Freiheit im Gedanken wurzeln, 
Dafs jede Wehr an dieser Macht zerschellt 
Und Preufsen dauert, schirmt das Vaterland, 
So lang' es fortstrebt auf des Lichtes Bahnen, 
So lang' es Deutschlands geisf ges Banner fuhrt 
Und jeder Lüge Götzendienst zerbricht** 

So sprach der Genius. Und die Wissenschaft 
Neigt' ihren Kranz der Preufsen Stadt zu segnen. 
Und hold erwiedert' ihrem Grufs die Kunst: 
„Du bist der Urgrund, Schwester, jedes Bau's, 
Der dauern soll stark wie der Welt Gesetz, 
Und zur Vollendung führt ihn nur dein Hauch. 
Doch wo das Wissen sich der Kunst entfremdet, 
Zerstört ihr Zwiespalt jeden Keim der That: 
Das Herz verschmachtet, es versiegt der Muth 
Und düstre Knechtschaft hüllt den Geist in Nacht 
Drum lafs uns einig schützen diese Stadt, 
Den Hort der Einheit für das deutsche Land,** 
Sie sprach's, und staunend sah das Bild ich schwinden. 

Am Tag des Jubels sandt' es uns der Hinmiel 
Und schürt' in uns des reinsten Feuers Gluth. 
Der Wahrheit Fackel möge fort und fort 
Die deutsche Jugend Hand um Hand sich reichen. 
Und schön vollenden all der Geister Werke, 
Die Preufsens Hauptstadt Sternen gleich geziert 
Seht, zehn der Lustren reihten Ruhm an Ruhm, 
Und was sie wirkten, sagt die Weltgeschichte, ' 
Sagt unsres Volkes' Freiheit, unser Glüök. 
Wahrt treu den Schatz, wenn schwer die Wetter dröhn, 
Lafst Mannesmuth in jedem Herzen lodern, 
Wie einst vom Hörsaal in der Schlacht Gewfihl 
Fürs Vaterland der Deutschen Blütbe zog. 



, '/^:£yjiLfJiiä. 



71 



Sie wufsten, dafs der Seele freier Flug 
Allein im todesmuth'gen Kämpfer wohnt: 
Dem Geiste huldigt nur ein freies Volk. 
Wenn fünfzig andre Jahre sich vollendet, 
Leucht' aller Zukunft noch der ersten Glanz: 
Der Dank der Menschheit ist der Meister Krone. 

Und diese Hallen, die der König schuf. 
Den Geist zu adeln durch der Kunst Gebilde 
Und ihm der Erde Dunkel zu verklären, 
Sie sollen uns ein Göttertempel sein, 
Ein Heiligthum der Helden aller Zeit. 
Zum kühnsten Werke rief ihr Bild- uns auf 
Und weckt' in uns des grofsen Sieges Ahnung, 
Der unser Land sich selber gab zurück. 
Das schuf ein König der sein Volk verstand! 
Hoch Friedrich Wilhelm! Dieser Nam' umfafst 
Die Namen alle, die sein Wort gerufen. 
Die Lehre liefs er ungefesselt walten 
Und unsrer Freiheit Quelle ward der Muth. 
Dreifaches Hoch ihm, der. in tiefster Noth 
Des Volks Errettung auf den Geist gegründet! 
Lafst für die Fürsten laut es wiederhallen, 
Die dem Gedanken frei das Wort gewahrt. 
Heil seinen Schützern! Segen auf ihr Haupt! 



III. 

Erster Hauptfesttag ^ 15. October. 

Kirchliche und akademische Feier in 
der St Nikolai-Kirche. 

1.- 

Kirchliche Feier. Gebet des Propstes an StNi- 

kolai lind Marien, Ober-Consistorialrathes 

Professors Dr. C. L Nitzsch. 

Ja, wir loben, preisen, anbeten Dich*), Vater des Lichts, bei 
dem kein Wechsel ist des Lichts und der Finsternifs. Der Du 
der rechte Pflanzer und Pfleger, der höchste Bauherr und Er- 
halter bist aller Gemeinschaft im Himmel und auf Erden, siehe 
in Gnaden herab auf unsere Hochschule , die an der Stätte der 
Verehnmg Deines Namens feiert, und lafs Dir Wohlgefallen die 
Dankopfer, welche sie in Vätern und Jüngern, in Beschützern 
und Freunden sammt heiligen Gelübden Dir darbringt! 

Getreuer Gott, Gott Jesu Christi, wir gedenken vor Dir der 
vorigen Zeiten; eines Anfangs und einer Dauer von auserwählten 
Segnungen, die durch alle Stande des Volkes gehen, und rufen 
darüber in Demuth Deinen Namen an, dafs Du sie uns bewah- 
rest und mehrest. 

Hier, wo sich die Gemeine Deines eingebomen Sohnes einer 
ewigen Erlösung freut, freuen wir uns der zeitlichen würdig 
und recht, von denen zahlreiche Gedenktage des zehnten Jahres- 
Mondes zu predigen wissen. 

Der Du, o Herr, den Völkern ihre Aufgaben stellest, und 
hast unserm Volk eine auserwählte gepflanzt — vor Dir bekenne 
auch heute dieses Volk, das Deutsche, das Preufsische: 

Sie haben mich oft gedränget und Furchen auf meinem 

*) Bezuglich aaf den vorher gosangenen Vers, s. S. 89. 



— 73 — 

Racken' gezogen 5 aber sie haben mich nicht übermocht. 
Herr, wenn ich gedenke, wie Du von der Welt her gerichtet hast, 
so werde ich getröstet. 

Gnadenreicher Gott, wie Deines Wortes Zusage es für die 
Zeiten des Heiles -verkündet, die Fürsten werden fürstliche 
Gedanken haben, so hast Du dem Könige seligen Andenkens 
zu rechter Zeit einen königlichen Gedanken eingegeben, bestätigt 
und gesegnet: dafs eines Volkes Hülfe, das Du wiederaufrichten 
willst, nicht in gewaffneten Schaaren allein steht, sondern aller- 
meist in Erkenntnifs der Wahrheit, in Treue und Glauben, in 
reiner und starker Liebe zu Gott, zu König und Vaterland. Ja, 
Eines ist Noth! Es sind vielerlei Kräfte, Gaben, Aemter, Du 
aber bist Ein Gott, Ein Herr und Geist! 

Friede ist in allen Deinen Werken, und aus dem Grunde 
Deiner Schöpfung und Deines Heiles stellen sich dmxh den Nach- 
trieb göttlicher Kraft verfallene Ordnungen her. 

Der Du die Anfänge und Enden der Wissenschaft in das Ge- 
heimnifs des Glaubens gelegt, und heifsest den Glauben wider 
den Wahn selbstgemachter Gottesdienste die Waifen der Erkennt- 
nifs ergreifen; der Du in Eine Weisheit zusammenfassen lassest 
Glauben und Verstand, Verstand und Glauben — Dich rühme die 
Hochschule in allen ihren Gebieten und Pflichten, als in Einem 
Chor mit ihren Beschützern, Pflegern, Freunden und Verwandten. 
Bis hieher hast Du, o Herr, geholfen ; wir setzen heute im Kampfe 
unserer Arbeit einen Denkstein Deiner Hülfe. Du hast uns die 
Quellen der Einsicht offen und strömend erhalten; Du liefsest die 
Lehrer zu Meistern reifen, und gabst es ihnen, die Zeit mit Salz 
zu würzen. Du führtest ihnen strebsame Jugend zu. Die Ertrfige 
der Wissenschaft durften forterben und sich zu gemeinem Nutzen 
verbreiten, und der fürstliche Gedanke ist aus dem Herzen der 
Könige nicht gewichen. Du aber hast nach Deiner Weisheit selbst 
Tage der Erschütterung und Schuld ausgebeutet zur Befestigung 
unserer Wohlfahrt. 

Handle nicht mit uns nach unsern Sünden; nimm weg den 
alten und neuen Irrthum vom Munde der Lehre! Erfülle unsern 
Mangel, tilge den Schein, rette den Kern und das Wesen! Er- 
iPMfce Männer und Junglinge an allen Orten, die da reine Herzen 
^nd H&nde ohne Zorn und Zweifel zu Dir erheben! 



— 74 — 

(Ind nun verleihe nns unverzagt auszaschanen in die Znkiuft 
unseres Landes und in die Zukunft des Jahrhunderts im Namen 
der Hochschule. Stärke, o Herr, den Fürsten and Völkern den 
Bund der Gnade, dafs sie in allen Treuen und Ehren dagegen 
stehen, dafs nicht die Gewalt vor Recht gehe, und die List vor 
der Wahrheit, und lafs die Gemeine der Schule Grund and Boden 
behalten, im ehrlichen Frieden Dein Gewächs zu bauen und Wi- 
derstand zu thun in gerechtem Streite. Lafs doch die Weisheit, 
die von oben ist, unter uns Wohnung nehmen and von ihrer 
Stätte aus den Segen in's Land gehen, auf dafs wir alle Am, 
nachdenken und nachleben, was wahrhaft, was gerecht, was keoflcb, 
was lieblich ist, was wohllautet! Hüte Deinen Ruhm an der chfist- 
liehen Bildung Deines Volkes ; führe die Zeit herbei, da Du, Herr, 
allein hoch sein wirst über alle Höhen, dafs wir's spüren, Dein 
Geist in uns ist stärker als der, der in der Welt ist Zum 
Zeichen aber und ünterpfando, dafs Dein Segen bei uns bleibe, 
giefse über diese Feierstunde den Geist Deiner Gnade aus. Amen. 

Hierauf folgte das Vater Unser. 



Festrede des Rectors. 

Allerdurchlauchtigster Prinz Regent, 

Allergnädigster Herrl 

Durchlauchtigste Prinzen! 

An heiliger Stätte vollziehen wir, die Gönner und Freunde 
der Universität und die Mitglieder derselben, heute ein zwieftch 
heiliges Werk. Wir begehen heute den früher jederzeit mit Freu- 
den begrürsten Jahrestag Sr. Majestät des huldreichsten Königs, 
und wir begehen die Feier des fünfzigjährigen Bestehens der ven 
seinem in Gott ruhenden Vater gestifteten hohen Schule, deren 
amtliche Thätigkeit vor diesem halben Jahrhundert mit diesem 
Jahrestage begann. Aber wie tief müssen mr es mit dem ge- 
sanmiten treuen Volke beklagen, dafs unsere Festfreude keine 



— 75 — 

ungetrübte isi Begabt mit den edelsten angeborenen und inneren 
Gutem der Sterblichen, einem reinen und hohen, für alles Gute, 
Wahre und Schöner nicht nur oifenen und empfänglichen, sondern 
begeisterten Sinn, dem reichsten Gemüth und jener Heiterkeit 
des Geistes, die so sehr als wesentlichste Eigenschaft der Herr- 
scher gilt, dafs von ihr die herkömmlichste Ansprache an die- 
selben dem Römischen Ausdruck entlehnt worden, mit welchem 
man der Sonne Klarheit und des Himmels Heitere bezeichnet, 
begabt mit mannigfacher Kenntnifs göttlicher und menschlicher 
Dinge, deren der Herrscher nicht leicht entbehren kann, durch 
Wissenschaft und Kunst hochgebildet und zu ihrem Schirmherm 
aus eigener Neigung berufen, hatte Se. Majestät der König das 
Schiff des Staates durch die gefährlichsten Stürme und unter 
manchen tragischen Umschlägen in den sicheren Port zu leiten 
gestrebt, bis seines rastlosen Geistes Leben und Wirken von dem 
sterblidien Theile der menschlichen Natur, dem alle ihren Tribut 
abtragen, inmitten des Laufes gehemmt ward. Vi^rmisseh wir 
seinen freundlichen Blick, seine herablassende Leutseligkeit, seine 
liebliche und zugleich erhebende, Licht und Wärme spendende 
Rede, so vermissen wir sie in diesen Tagen am schmerzlichsten. 
Hat er die Jubelfeste unserer Schwester-Universitäten zu Königs- 
berg und Greifswald, begleitet von erlß,uchten Gliedern seines 
Hauses, mit seiner Gegenwart verherrlicht, so würde er nach so 
vielen Zeichen Königlicher Huld gegen unsere hohe Schule auch 
sie nicht ungeehrt gelassen haben. „Nichts ist in ganzer Fülle 
beglückend^, sagt ein Dichterspnich, und Gottes Rathschlüsse sind 
unerforschlich. Ziemt uns Schmerz und Klage, so ziemt ims zu- 
gleich fortdauernd Ergebung in das fortdauernde Leid; und wir 
ermangeln nicht des Trostes. Ew. Königliche Hoheit der allge- 
liebte Stellvertreter der Majestät gewähren dem gesammten Lande 
diesen Trost: in dieser starken und festen Hand liegt das Heil 
des Staates wohl geborgen, auch das Heil der edlen Künste und 
Wissenschaften und unserer Universität, auf die Ew. Königliche 
Hoheit huldvoll in noch näherer Nähe als einst der hochselige 
Stifter hinblicken. Mögen wir dieser Gunst würdig sein und 
bleiben! Doch ich breche ab, weil ich es Ihren eigenen Herzen 
überlassen darf, hochgeehrte Versammelte, dafs in den wohlge- 



— 76 — 

stimmten Saiten derselben diese Töne des Leides und des Trostes 
mächtiger >yiederklingen als das Wort vermag sie anzuschlagen. 
Die Dankfeste für Gründung und Erhaltimg staatlicher und 
anderer öffentlicher Gemeinschafton haben zwei grofse Vorbilder, 
das eine in dem gebildetsten, das andere in dem gröfslen und 
mächtigsten Staate des Alterthums. Athen feierte alljährlich seine 
Stiftung durcli seinen königlichen Heros Theseus, der die ver- 
einzelten Burgen un<l Flecken des Landes zu einer Gesammtstadi 
verbunden und dadurch den Cirnnd zu der späteren Bedentang 
des Staates gelegt hatte; die ewige Roma beging zwar auch 
aUjährlich ihre Stiftung, aber sie zählte ihr Bestehen zugleich 
nach Jahrhunderten, und überlieferte uns diese Säcularfeste. Halte 
man diese nicht für eitel prunkende Festlichkeiten; sie haben 
einen tieferen und wichtigeren Grund. Die Anfänge jeder denk- 
würdigen menschlichen Gemeinschaft, wenn oft auch klein und 
unscheinbar, sind jederzeit das Werk einer schöpferischen Kraft 
und Begeisterung: die Erinnerung daran erzeugt neue Kraft und 
neue Begeisterung in den Nachlebenden, giebt diesen ein Hochr 
gefühl und erweckt ihre Nacheiferung. Ja nichts ist für ein Volk 
und für jede Gemeine ein stärkerer Antrieb zu Edlem und Grofsem, 
als die Tugend und der Ruhm der Vorfahren: bedärfte dies 
eines Beweises, so gäbe unser Land den sprechendsten. Wollen 
wir dies auf unsere Universität anwenden, so drängen ganze 
Gruppen von Gedanken sich heran, die sich in kurz zugemesse- 
ner Zeit nicht vor Ihnen ausbreiten lassen; erlauben Sie mir nur 
zweierlei herauszuheben, die Zeitumstände, unter welchen sie ge- 
stiftet, und den Geist, in welchem sie gestiftet worden, zwei aller- 
dings verschiedene Dinge, die aber dennoch im innigsten Zu- 
sammenhange stehen. Nenne ich die Zeitumstände, so beabsidi- 
tige ich nicht eine geschichtliche Erzählung der Begebenheiten 
jener Zeiten; es genügt, die damalige Lage des Staates anzndeur 
ten. Am IG. August des Jahres 1809 vollzog der König zu Kö- 
nigsberg die Stiftungsurkunde der Berliner Universität Der Til- 
siter Friede hatte Preufsen aller Länder jenseits der Elbe beraub^ 
aus welchen das Königreich Westphalen zu grofsem Theil gebildet 
wurde ; aufser dem schon früher abgetretenen Ansbach ging auch 
Ireuth verloren und blieb zunächst in Französischer Gewidt^ 



— 77- — 

bis es an Baiern überging; östlich der Elbe wurden die •Polni- 
schen Besitzungen und das Culmerland ausgenommen Graudenz 
abgetrennt, und es wurde das Herzogthum Warschau für Sachsen 
gebildet, welches eine Heerstrafse durch Schlesien erhielt ; Danzig 
wurde unter dem Namen eines Freistaates losgerissen; den neu- 
ostpreufsischen Bezirk Bialystock verschmähte nicht der Kaiser- 
liche Bundesgenosse anzunehmen; und in unserer nächsten Nähe 
wurde der Cottbuser Kreis weggenommen und an Sachsen ge- 
geben. Die HeiTschaft des Königs war auf noch nicht fünf Mil- 
lionen Einwohner beschränkt, auf das diesseitige Magdeburgische 
und die diesseitigen Marken, auf Schlesien, Pommern ohne das 
später erworbene, West- und Ostpreufsen. Unsere Häfen mufsten 
gegen England verschlossen werden ; die Heeresmacht sollte nach 
einem späteren Vertrag nicht 42,000 Mann übersteigen, obwohl 
ein Aasweg gefunden wurde, diese Beschränkung zu umgehen. 
Selbst diese Herabwürdigungen mufste man noch als Gunst hin- 
nehmen, da der unversöhnliche Sieger lieber das ganze Reich 
vernichtet hätte. Bis zum November oder genauer bis in die 
ersten Tage des December 1808 war das übrig gebliebene Land 
noch nicht von den Französischen Truppen geräumt, und wurde 
von diesen ausgesaugt und erschöpft; 120 Millionen Franken 
Kriegßcontribution waren zu bezahlen, und noch blieben die Fe- 
stungen Glogau, Küstiin und Stettin vom Zwingherm besetzt. Es 
war die Zeit der tiefsten Erniedrigung nicht blofs Preufsens, son- 
dern des gesammten Deutschlands, die selbst diejenigen fühlten, 
die mit dem Erbfeinde im Bheinbund vereinigt waren. Gerade 
in dem Jahre dieser Stiftung war auch Oesterreich, zuletzt am 
5. und 6. Juli bei Wagram, gänzlich niedergeworfen, und die Ver- 
suche einzelner kühner Deutscher Männer zu Deutschkinds Er- 
hebung waren mifslungen. Statt unter diesen Umständen zu ver- 
zweifeln, hielt der König nicht allein die Hoffnung auf Rettung 
fest in seinem Gottvertrauen und im Vertrauen auf die Liebe und 
Treue seines Volkes, die gerade durch das gemeinsame Unglück, 
den Druck der Fremdhenschaft und den Ingrimm ob der Demü- 
thigung und Schmach lebendiger, inniger, bewufster geworden war, 
sondern unter dem Beirath hoclüierziger Staatsmänner, deren 6e- 
dichtnife niemals erlöschen wird, ergriff er auch die weisesten 



— 78 — 

MaTsr^eln, um dio verlorene Slufsero Macht durch innere Krtfte 
zu ersetzen. Zu den Mitteln der Wiedergeburt des Staates gehörte 
auch die Erweckung einer lebendigen Wissenschaft, nnd für diese 
die Gründung unserer ITniyersität. Dies bezeugen des KOnigs 
eigene Worte, die er zu denen sprach, welche ihm den Gedanken 
vortrugen, zu Berlin eine Universitfit statt der verlorenen Halle'- 
schen zu eiTichten: „Das ist recht, das ist bravl** sagte er, „der 
Staat niurs durch geistige Kräfte ersetzen^ was er an physischen 
verloren hat." Wie unsere Universität manchen Vergleichnnge- 
punkt mit der Jenaischen erlaubt , so ähneln sie sich auch in 
ilirem Urspnmg: der unglückliche Fürst Johann Friedrich der 
Grofsmüthigo stiftete die Jenaischc statt der ihm entrissenen 
Wittchberger zur Pflege der evangelischen Lehre und Freiheit, 
die er mit ungünstigem Erfolg im WaflFenkampf vertheidigt liatte, 
in einer Zeit der äufsersten ßedrängnifs, und hatte dieses Vor- 
haben sogar während seiner Gefangenschaft ergriffen. Aber nicht 
blofs die Wissenschaft im Allgemeinen ist es, die Friedrich Wü- 
helm der III. damals kräftigen wollte: es galt der Wissenschaft 
der Deutschen und ihrem Einflufs auf den Germanischen Volks- 
geist. Se. Majestät, schrieb Wilhelm v. Humboldt amtlich an den 
König, werde sich durch die Gründung einer allgemeinen Lehr- 
anstalt aufs neue alles, was in Deutschland an Bildung nnd Auf- 
klärung theilnehme, auf das festeste verbinden; zu dem wieder 
gestiegenen Vertrauen auf Preufsen, welches die neuen Staats- 
einrichtungen Sr. Königlichen Majestät in Deutschland hervor- 
gerufen, habe der Gedanke der Emchtung einer Universität in 
Berlin nicht wenig beigetragen; auf diesem Wege würde der Kö- 
nig fortfahren, von dieser Seite den ersten Rang in Deatschland 
zu behaupten und auf dessen geistige und sittliche Bildung den 
entscheidendsten Einflufs auszuüben. Noch mehr! Napoleon ^r- 
kannte in dem Deutschen Geiste, den er mit der ihm eigenen 
Schärfe des kalten Verstandes zu würdigen wufste, seinen Wider- 
sacher; er hat es selbst ausgesprochen, dafs der Germanische 
Geist ausgerottet werden müsse. Nicht minder aber erkannte er, 
dafs die Universitäten der Sitz des Deutschen Geistes zumal da- 
mals waren, und darum war er ihr erbittertster Feind. Eine 
Deutsche Universität errichten hiefs also eine Burg und fiollweric, 



— 79 — 

einen Waffenplatz zum Widerstand gegen ihn errichten. Die an 
der Befreiung des Vaterlandes arbeiteten, rechneten sicher auf 
die Universitäten und erstreckten ihren Einflufs auf sie: und dies 
ist, im Vorbeigehen gesagt, der unschuldige Ursprung jener Ein- 
mischung in das politische Leben, welche später den Lehrern und 
Schülern der Universitäten zur Last gelegt wurde, nicht ohne 
einen starken Schein der Berechtigung, den die Ausschweifungen 
Einzelner willkommen darboten. 

Unter solchen Umständen wurde diese hohe Schule gegründet 
Und in welchem Geiste wurde sie gegründet? Ich darf mir an- 
mafsen, diesen Geist zu kennen, der meine Jugend genährt hat, 
und habe ihn heute vor zehn Jahren an dem Geburtsfeste Sr. 
Majestät näher geschildert: jetzt davon nur wenige Worte. Ob- 
gleich die Universitäten ursprünglich keinesweges für die Vor- 
bereitung der Jugend zum Staatsdienste noch auch für die Be- 
dürfioisse des gemeinen Lebens bestimmt waren , hatte sich doch 
allmählig, besonders unter den Staats- oder vielmehr den Ge- 
schäftsmännern, die ihre Stelle einnahmen, die Ansicht gebildet, 
die Fachgelehrsamkeit, welche vorzugsweise diesen Zwecken 
dient, sei die Hauptsache des akademischen Unterrichts, der durch 
sie unmittelbar und praktisch ins Leben eingreife. So versank 
der gröfste Theil der Jugend in die sogenannten ßrodstudien, wie 
man sie mit Recht genannt hat. Welche Mängel aber auch das 
Zeitalter der Gründung unserer Universität gehabt haben mag, 
war es durchdrungen von einem edleren vnssenschaftlichen Be- 
streben, welches in der neu gestalteten Deutschen Philosophie 
und Poesie wurzelte, und beide wurzelten in der Freiheit des 
Denkens, befruchteten einander wechselseitig, getrennt und ver- 
eint, vereint besonders in Schiller, der den Deutschen Geist sei- 
ner Zeit am reinsten und klarsten darstellt und defshalb auch 
neuerdings die höchste Anerkennung gefunden hat. Aus dieser 
Schule war Wilhelm v. Humboldt hervorgegangen, oder vielmehr 
er hatte sie mit gegründet; der lebendige Odem seines Geistes 
war die Seele dieser Stiftung. Hier sollte sich, ohne \^emach- 
läsrigong der Fachgelehrsamkeit, das höchste Allgemein-mensch- 
liche, dies sind seine eigenen Worte, in Einem Brennpunkt sam- 
flidn, nicht die wissenschaftliche Bildung nach äufseren Zwecken 



— 80 — 

und BedinguDgeii ins Einzelne zersplittern. Der Staatsmann von 
Perikleischer Hoheit des Sinnes, «vie ich ihn früher einmal nannte, 
war gleich jenem Fürsten der Athener und dessen Meister Phei- 
dias auf das Ideal gerichtet. >vahrend er zugleich wie jener die 
(jescbäfte leicht und mit rcberlegenbeit handhabte; von dem 
Lichte des Ideals wurde das jugendlich frische Leben der Wissen- 
schaft jener Zeit verklärt, freilich nicht ohne viele nnd bittere 
Täuschungen. Also, sagt einer vielleicht, ein phantastisches Lnft^ 
schlofs wollte man bauen, worin keine Werkstatt Raum hat fnr 
die Bedürfnisse des Staates und des Lebens, für das eigenüieh 
praktische und für die Technik, die wie die Folgezeit beweirt, 
Wunder wirkend Zeit und Kaum überHügelt! Keineswegesl Das 
ist das wahrhaft praktische, dafs der Uedanke in seiner Idealifit 
ausgeprägt sich Bahn breche durch das Leben, die Idee, die nie- 
mals und nirgends im Irdischen vollkommen erreicht wird, in 
diesem annäherungsweise sich verwirkliche: dadurch wird in die 
Räder des Lebens eingegriffen, nicht aber dadurch, dafs die Ju- 
gend geschult, wird, sich in dem gewohnten Gleise der herkömm- 
lichen Geschäftsthätigkeit mechanisch fortzubewegen, oder vielmehr 
forttreiben zu lassen, statt mit der Kraft und Fülle des Geistes 
das Triebwerk in Bewegung zu setzen. Das war der Ideaüsmiis 
Wilhelms v. Humboldt, und in diesem Sinne wirkte später Alten- 
stein, wohl unterstützt von Rathgebem, die auf der Höhe der 
Bildung standen, lange Zeit für unser Unterrichtswesen nnd be- 
sonders für unsere hohe Schule. 

Hochansehuliche Versammlung! Unter den unsterblichen Ver- 
diensten des hochseligen Königs ist es nicht das geringste, dals 
er die Wissenschaften in seinen Landen gehoben hat Habe ich 
ihn oft darob öflenÜich gepriesen, so will ich heute nicht auf- 
zählen, was er für den Volksunterricht, für alle Arten niederer 
und höherer Schulen für seine Zeit und für die folgenden Ge- 
schlechter gewirkt hat: gestatten Sie mir lieber eine allgemeinere 
Betrachtung, die vielleicht der heiligen Stätte, an der ich heote 
spreche, angemessener ist. Friedrich Wilhelm der lU, war ein 
gottseliger Fürst, und erachtete sich und seine Mitfürsten nach 
uikuudlichem Zeugnifs als Stollvertreter und Werkzeuge der Vo^ 
sehung. Was können Stellvertreter und Werkzeuge Gottes wirken 



— 81 ^ 

wollen auf Erden? Die Errichtung des Reiches Gottes auf Erden, 
soweit es diesseits erreichbar ist; dies ist das Endziel auch der 
gesammten Menschheit, aller Guten, der hohen Und grofsen, der 
niederen und geringen, wenn darunter auch nicht alle sich das- 
selbe denken. Die Wissenöchaft aber arbeitet nicht dem Reiche 
Gottes entgegen; sie baut daran vielmehr mit und hat an dem- 
selben ihren Antheil und in ihm eine Stelle. Ich meine die le- 
bendige Wissenschaft, nicht die todte. Was ist aber die lebendige? 
Nicht die, welche sich den Vortheilen des gemeinen Lebens an- 
schmiegt, um diesen allein zu dienen: wiewohl auch diese ihr 
nicht fremd sind,, aber nicht als Endzweck, sondern als Folge, 
und sie dient auch damit der Vervollkommnung des Geschlechtes, 
weil sie die Beschränkungen und Beschwerden unserer irdischen 
Natur aufhebt oder mindert, die Beschaffung der Lebensbedürfnisse 
erleichtert und den Wohlstand mehrt. Nicht also diese, sage ich; 
denn die Vortheile des gemeinen Lebens sind vorwiegend mate- 
riell und die Materie für sich gedacht ist todt: der Geist ist leben- 
dig und macht lebendig. Und worin lebt der Geist? In der Idee. 
Was erzeugt der Geist? Die Ideen. Die lebendige Wissenschaft 
lebt also in dem Idealen; und beschäftigt sie sich auch noch so 
sehr mit dem Materiellen, sie ist dennoch ideal, solange sie nur 
noch Wissenschaft ist. Das un vermischte Ideal ist aber ein un- 
sinnliches und ewiges, ist in Gott, und das Streben nach jenem 
ist das Streben nach der möglichsten Verähnlichung und Vereini- 
gung mit dem Göttlichen, die schon im Heidenthum den Weisen 
als höchster sittlicher Zweck vorschwebte. Ja ich wage es einen 
Gedanken auszusprechen, der dem einen oberflächlich und ge- 
mein, dem anderen fiberspannt oder träumerisch scheinen mag: 
die Wissenschaft mit ihrer Zwillingsschwester der Kunst ist eine 
Gottesverehrung als Nachahmung der in Gott seienden Ideale. 
Wenn in manchen heidnischen Diensten der priesterliche Liturg 
bei hohen Festlichkeiten durch typische Tracht den Gott sym- 
bolisch darzustellen hatte, so war damit ahnungsvoll, wenngleich 
äuTserlich und sinnlich, wie das Heidenthum war, der tiefe Sinn 
ausgedrückt, dafs die Gottesverehrung eine VerähnBÜiung mit 
dem Göttlichen sein solle. Wir aber haben dica innerffcher und 
geistiger zu fassen, wie ein frommer Dichter singt: 

6 



— 82 — 

„Das edelste Uebet ist, wenn der Beter «ich 
„In das, vor dem er kniet, verwandelt inniglich.^ 
Sagt uns die heilige Urkunde, dafs (iott den Mensehen geschaffen 
ihm zum Bilde, das ihm gleich sei, so hiefse es in das Heiden- 
thum zurückfallen, welches nicht sowohl den Menschen Gott^ als 
Gott dem Menschen ähnlich dachte, wenn wir glauben sollten, 
dieser menschliche Leib sei ein Ebenbild Gottes: denn Gott ist 
Geist, den wir im Geist und in der Wahrheit anbeten sollen: 
vielmehr der Monschengeist, die Vernunft, ist das geschaffene 
Bild Gottes, soweit von der Vernunft gesagt werden mag, dafg 
sie ein geschaffenes sei, und nicht vielmehr ein ewiges, was dam 
Zeitlichen und Gewordenen als sein unsterblicher Theil einwduii 
Dafs dieser geschaftene Geist nicht in dieser Zeitlichkeit und Sinn- 
lichkeit verkomme, mufs er auf das Urbild gerichtet in diesem 
leben, weben und sein, und sich der Aehidichkeit mit demselben 
bewufst ähnliches zu bilden streben : das ist Gottesdienst im Geist 
und in der Wahrheit. Das vernünftige Erkennen des mensch- 
lichen Geistes ist eine fortwährende Gottesverehrung im Abbilden 
der Ideale. Wenn der Stagirite die Thätigkeit der Poesie Hud 
der meisten Künste in der Nachahmung findet, so ist dies zwar 
auf einem niederen Standpunkt genommen eine geringe Ansicht; 
aber tiefer gefafst, ahmt die Kunst innere Anschauungen und 
Gefühlswahrheiten in sinnlichen Bildern nach und bringt sie in 
Symbolen zur Erscheinung; und gleicher W^eise ist alles geistige 
Lernen und das Finden und Erzeugen des W^ahren selbst eine 
im Geist mit Bewufstsein vollzogene möglichste Wiederholang uAd 
Nachahmung des Wesens der Dinge, nicht eben mehr als durch 
das W^ort verschieden von dem, was Piaton Erinnerung aus einem 
Jenseitigen genannt hat. Dies gilt zunächst von den reinsten 
Ideen, welche der Philosoph zu erkennen strebt; aber auch die 
Erfahrungswissenschaften suchen auf ihrem Wege näher oder ftpr- 
ner einen Einblick in die mystische Tiefe der Natur und der Ge- 
schichte zu gewinnen und den Wesenheiten beider auf die Spur 
zu kommen, wodurch anders als durch nachbildende Wieder- 
erzeugung der darin ausgeprägten Gedanken und Gesetze, deren 
letzter Grund göttlichen Ursprunges ist? So gilt von aller leben- 
digen Wissenschaft, was Baco, der ja selber auf dem Standpunkte 



— 83 — 

der Empirie stand, von der Philosophie sagt, dafs, wenn sie mit- 
telmäfsig gekostet von Gott abführe, sie die, welche sie ergrün- 
den, zu ihm zurückfuhrt. „Gott sprach: es werde Licht; und es 
ward Licht"; er ist ein Gott des Lichtes und nicht der Finster- 
nifs. Je mehr Wahrheit und Klarheit in der Erkenntnifs der 
Natur und des Geistes, desto mehr Gotteserkenntnifs. Darum war 
es eines gottseligen Fürsten würdig, der allseitigen freien For- 
schung Sitze zu gründen, oder wie einer dpr hochsimiigsten Ahnen 
unseres Königshauses, der grofse Kurfürst, unübertrefflich sagt: 
„Königsburgen der bjesten und erhabensten Beherrscherin der 
Welt, der Sophia«. 

Doch ich kehre zurück zu unserer hohen Schule, welche die 
erste der neuen Stiftungen des hochseligen Königs ist. War auch 
schon früher der Gedanke mehrfach, angeregt, diese Hauptstadt 
zum Sitze einer Universität zu machen, so war er dennoch den 
gewohnten Anschauungen so entgegen, dafs es zu seiner Verwirk- 
lichung einer Zeit bedurfte, in welcher die Nothwendigkeit und 
die Neigung vorhanden war, über viele eingewurzelte Vorurtheile 
sich zu erheben. Zwar war die Stätte dazu hier vorbereitet theils 
durch die Akademie der Wissenschaften, theils durch die ärzt- 
lichen und andere Lehranstalten mit ihren Lehrkräften, theils 
durch Vorlesungen geistreicher und tief eingreifender Gelehrter 
für gemischte Cirkel von Männern und Frauen; und reiche wis- 
senschaftliche Hülfsmittel standen hier zu Gebote, die anderwärts 
nicht alsbald beschafft werden konnten: dennoch war der Ent- 
schlnfs gewagt, hier die Jugend einer protestantischen Universität 
zu versanmieln, die an eine den Grofsstädtern fremde und auf- 
fällige freiere Bewegung gewöhnt war. Der König trug nicht 
Bedenken, der Universität einen Palast seinem eigenen beschei- 
denen fast gegenüber anzuweisen, und sie unter seinen Augen 
entstehen zu sehen. Und das Vertrauen auf die guten Sitten un- 
serer akademischen Jugend hat nicht getäuscht. Hatten schon 
die Zeitläufte und die Kämpfe für die Befreiung des Vaterlandes 
der akademischen Jugend eine ernstere Richtung gegeben^ so trug 
auch die Verlegung von Universitäten in grofse Städte wesentlich 
zur Mäfejgung der Sitten der Studirenden bei, und es war un- 
streitig hierauf auch gerechnet. Die Furcht vor Verderbung der 



— 84 ~ 

Jugend in den grorsen Städten war um so grundloser, als auch 
kleinere sie davor nicht bewahren können ; und besorgten manche, 
die nach Deutschen Begriffen notliwendige und nützliche akade- 
mische Freiheit würde in einer grofsen Stadt verloren gehen, so 
konnte dies nur auf einer Verwechselung der Zügellosigkeit und 
des Uebermuthes, welche allnüUdig fast allgemein von den hohen 
Schulen verschwinden, mit der geziemenden Freiheit beruhen, 
die hier nie beschränkt worden ist. Selbst den Lehrern war die 
unmittelbare Anschauung grüfserer Lebensverhältnisse nicht un- 
zuträglich. Auch wurde die rniversität mit Freuden in dieser 
Stadt empfangen, in welcher die Wissenschaft längst in weiteren 
Kreisen Anklang und Verbreitung gefunden hatte; war dabei 
vielleicht Liebhaberei und Popularität vorherrschend, so gab gerade 
die strengere Schule der Universität eine erwünschte Ergänzung. 
Im Laufe der Jahre ist aber die schönste Uebereinstimmnng und 
Verbindung der Stadt und der Universität entstanden, wofür das 
Wohlwollen der städtischen Behörden gegen uns lautes Zeugnifs 
ablegt, und nirgends meines Wissens leben Wissenschaft und hfbt- 
gerliche und gewerbliche Thätigkeit und ihre Hauptvertreter in 
wechselseitiger Anerkennung einträchtiger. Spielt die Hochschule 
in der grofsen Stadt auch nicht die Rolle, die sie in einer klei- 
neren einnehmen würde, so ist sie darin doch ein geachtetes, ja 
ich darf sagen ein geliebtes Element, und sie wird von dem Glänze 
der Stadt nicht verdunkelt, sondern vielmehr ins Licht gestellt 
In allen diesen Beziehungen ist das Königliche Werk mit dem 
erspriefslichsten Erfolge gekrönt worden. Soll ich noch von wei- 
teren Erfolgen sprechen, so habe ich mich zu mäfsigen and ihre 
Schätzung vielmehr anderen zu überlassen, die aufser unserer 
Körperschaft stehen. Die Blüthe der Universität ist sich, *nacb- 
dem die Anstalt einmal erstarkt war, mit geringen Schwankungen 
ziemlich gleich geblieben, obwohl sie, wenn mit dem unsicheren 
Mafsstabe der Zuhörerzahl gemessen wird, im Winter des Jahres 
1833 auf 1834 den Gipfel erstiegen hätte; denn sie zählte damab 
2001 eingeschriebene Studirende, darunter 590 Ausländer, und 
aufserdem 560 andere Zuhörer, zusammen 2561 ; was später niclit 
wieder erreicht worden. Nächst dem in Gott mheaden Stifter 
hatte Se. Majestät der König Friedrich Wilheioi/jdariyj'itar «eiaa 



— 85 — 

volle Gunst und Gnade zugewandt, und von Sr. Königlichen Ho- 
heit dem Stellvertreter der Majestät haben wir in der kurzen Zeit 
seiner Regentschaft die erspriefslichsten Zeichen der Huld und 
Fürsorge erhalten. Aufser den im Laufe der Natur gegründeten 
Verlusten hatten wir nur weniges Mifsgeschick zu beklagen. Kein 
Mifsgeschick war es, wenn schon im dritten Jahre der Ruf des 
Königs zu den Waffen die Universität entvölkerte : wer sollte für 
den Freiheitskampf begeisterter entbrannt sein als die Jugend, 
und gerade die akademische, deren Lebenslicht die geistige Frei- 
heit ist, die ohne politische nicht bestehen kann, und von der 
Fremdherrschaft auch unmittelbar bedroht war? Nur wer es mit 
erlebt hat, mag den Aufschwung der Geister in jener Zeit voll- 
kommen würdigen. So sahen wir denn damals unsere Studirende 
freiwillig, in Haufen, gerüstet zu dem in der Bildung begriffenen 
Heere fortziehen, dem sich auch einige der Lehrer anschlössen; 
die Hörsäle standen bis auf wenige kampfunfähige oder auslän- 
dische Studirende leer. Ohngefähr der zehnte Theil unserer da- 
maligen Studirenden starb für König und Vaterland: die Tafel 
von Eisen, dem Metall, welches das Symbol der Zeit war, in 
unserem grofsen Hörsaal bewahrt das Andenken der jungen Helden. 
Bedenklicher wurden unsere Verhältnisse seit dem Wartburgfest 
vom IS.October 1817 und besonders seit dem Jahre 1819 schon vor 
den Karlsbader Beschlüssen des Bundestages vom 20. September des 
letzteren JahVes; aber wenn ich eines ausnehme, was wir ver- 
geblich abzuwenden suchten, sind auch die Zeiten der Bedräng- 
nifs der Deutschen Universitäten, Dank dem hochseligen König 
und unserer obersten Behörde, uns erleichtert worden. Was 
dennoch widriges vorgekommen, wird heute besser verschwiegen: 
kein Mifsklang soll die Harmonie dieser Feier stören! 

Ich habe Verluste erwähnt, die im Laufe der Natur begrün- 
det gewesen. Mag der Fürst die Wissenschaften noch so sehr 
fördern wollen, so kann er nicht wirken, wenn ihm das Zeitalter 
nicht die lebendigen und mit BewuTstsein begabten Werkzeuge 
der Wirksamkeit liefert: diese waren dem hochseligen König die 
dabin gegangenen Heroen der Wissenschaft, deren Namen allein 
fcbon die £rfolge bezeichnen, die er erzielt hat. Das heutige 
Ffii.Mr ein Fest der Pietät, und diese gebietet, die Schuld der 



— 86 — 

Dankbarkeit abzutragen gegen die, welche der Universität zu 
allererst die Richtung gegeben oder ihren Ruf gleich in den An- 
fängen begründet haben : nenne ich auch diese nicht alle, so Ter- 
wahre ich mich gegen den Vorwurf des Undankes damit, dab 
ich nicht aller Verdienste in gleichem Mafse würdigen kann. Einen 
reichen Stoff zum Preise unserer hohen Schule mufs ich aufopfern, 
wenn icli diesen Vortrag nicht rücksichtslos ausdehnen will, ich 
meine das Wirken der verstorbenen grofseu Denker und For- 
scher, welche auf die ersten Lehrer gefolgt sind; ja auch diesen 
ersten kann ich nur einige Worte widmen. Die Philosophie galt 
damals für die Wurzel und das gemeinsame Band aller Wissen- 
schaften. Kein Philosoph der Zeit war aber tiefer und enger 
verflochten in die geistige Bewegung der Zeit und namenÜich in 
das wissenschaftliche und politische Leben unserer Stadt als Jo- 
hann Gottlieb Fichte, der machtige Denker und Redner, der sei- 
nen Blick unverwandt nach dem Fndziele der Menschheit, der 
Verwirklichung des Sittengesetzes, auf die Erreichung der Denk- 
freiheit und der politischen Freiheit, und zu allemächst anf die 
Erhebung des Deutschen Vaterlandes gerichtet hatte, der hoch 
sittliche imd acht religiöse, der kühne, eisenfeste Deutsche Mann. 
Er hat nicht allein zur Verbreitung des rein wissenschaftlichen 
Geistes und seiner Einpflanzung in diese Universität gewirkt, 
sondern auch, vorzüglich als zweiter Rector, die Verbesserung des 
akademischen Lebens mit einem Eifer erstrebt, der nicht die 
allgemeine Billigung erlangte, aber sein scharfer Blick hatte mei- 
nes Erachtens das richtige erkannt. Ihm war nur eine kurze 
Thätigkeit an der Universität vergönnt; er erlag, eines der theuer- 
sten Opfer, der Kriegsseuche. Mit ihm in mannigfachem Gegen- 
satz verfolgte Schleiermacher doch dasselbe höchste Ziel im Staat- 
lichen und im Wissenschaftlichen sowohl überhaupt als für unsere 
Universität: es genügt zu sagen, dafs er „die Idee des Erkennens, 
das höchste Bewufstsein der Vernunft, als ein leitendes Princip 
in dem Menschen" erweckt wissen wollte. Diese beiden Männer 
sind für den Geist der jungen Universität von dem entscheidend- 
sten Einflufs gewe.sen. In die philosophische Lehre griff Solger 
in verwandter Richtung ein. Indem, um hier etwas weiter ta 
greifen, aufser Fichte später die Häupter der neuesten philoso- 



— m — 

phischen Schulen, die früherhin in Jena gelehrt hatten, nnd ihnen 
ähnlich gestimmte auf unserer Universität auftraten, ist diese die 
Erbin des alten philosophischen Ruhmes von Jena geworden ; und 
wurde auch viel geirrt, so hat die Philosophie doch die Geister 
geweckt und befruchtet. In der Theologie wirkten De Wette und 
Uarheineke neben Schleiermacher, der wohl geeignet war, die 
auseinandergehenden Richtungen jener beiden in mäfsiger Ein- 
tracht zusammenzuhalten. Ich nenne von den Kechtslehrem die 
verstorbenen Schmalz und Eichhorn; jener hatte unstreitig ein 
Verdienst um die Gründung der Universität und war ein ehrlicher 
Mann xmd liebenswürdiger Amtsgenosse, anderes darf ich ver- 
schweigen. Er war der erste, ernannte, nicht gewählte Rector 
der Universität. In der medicinischen Facultät ragten Christoph 
Wilhelm Hufeland, der gi'ofsartige Reil, den die Kriegsseuche bald 
wegraffte, Rudolphi und Graefe hervor. In den vielfachen Fächern 
der philosophischen Facultät waren Klaproth, Erman, Weifs, Lich- 
tenstein, Hoifmann, Heindorf soviel ich weifs von gröfserem Ein- 
Änfs. Der Universität frei verbunden als Mitglieder der Akademie 
der Wissenschaften waren Fr. Aug. Wolf, Niebuhr, Buttmann, 
jeder nach seiner Art eine stark eingreifende Kraft, und mit 
ihnen andere. Einen Mann habe ich nicht genannt, der noch un- 
ter uns obgleich nicht mehr als Mitglied unserer Körperschaft 
lebt: aber mit Recht wird man ihn unter den ersten Gründern 
des Rufes unserer Universität vermissen. Ich nenne ihn nicht, 
eben weil wir ihn noch als lebenden begrüfsen können, und darum 
nenne ich auch einen nächsten Fachgenossen desselben nicht, der 
längst von uns ausgeschieden ist: aber ungenannt wird der ge- 
meinte erkannt worden sein. Es ist der Mann, welcher der 
Rechtswissenschaft neue Bahnen eröffnet hat: er war einer der 
Grundpfeiler des neuen Baues, hat zur Verbreitung reiner und 
freier Wissenschaftlifchkeit auch aufser seinem Hauptfache leben- 
dig gewirkt und an unserem Gemeinwesen mit Liebe theilge- 
nommen. Zählen wir es zu den Glücksfällen, dafs wir mit den 
abgeschiedenen Koryphäen als ersten Gründern des Ruhmes der 
Universität, doch noch dieses Einen lebenden und bei uns wei- 
lenden als eines grofeen Amtsgenossen gedenken können! 

Was die Zukunft mit diehtgewebtem Schleier birgt, schaut 



— 88 — 

keip sterbliches Auge. Unser Blick ist heute rfickwärts gewandt, 
aber nicht um uns rückwärts zu fuhren. Wir schauen zorfick m 
die Vergangenheit um des Nacheifers willen, und die jüngeren 
unter uns mögen, die Vorgänger anerkennend und ehrend und 
ohne Ueberhebung, die Hoffnung und das Gelübde der Spartani- 
schen Jugend aussprechen: „Wir aber werden einstens noch yiel 
besser seinl^ Uns den älteren ist es wichtig, den alten Geist za 
erhalten, der in der gefahrvollsten Zeit zum Besten des Staates 
und der Wissenschaft sich bewährt hat Eine wissenschaJfUiohe 
Körperschaft kann und soll nicht bewegungslos sein; dennoch ist 
ihr nichts zuträglicher als Stetigkeit des Geistes und der Grund- 
sätze, wenn anders diese von Anbeginn tüchtig und löblich waren. 
Und sie waren es hier von Anbeginn. Solche Stetigkeit ist selber 
Bewegung und Fortschritt; der Fortschritt aber ist zugleich das 
stetige Wesen des Preufsischen Staates, dessen Geist mit dem 
Deutschen Geist untrennbar verbunden ist. Mit beiden in inniger 
Eintracht ist diese Universität entstanden und aufgewachsen, und 
hat ihnen gedient, soweit die Wissenschaft dienstbar sein soE 
Sie hat unseren Herrschern ihren Schutzherm treu gedient, und 
wird dem geliebten Eönigshause, dem das Vaterland seine Gröfse 
und das Volk seine Wohlfahrt verdankt, immerdar treu dienen, 
wenn die späteren Geschlechter auf dem Wege der Vorlahren 
wandeln. Unsere nächsten Hoffnungen sind fest gegründet auf 
den hochherzigen Prinzen Regenten, der den Staat mit Weisheit, 
Kraft und Königlicher Würde lenkt Und die Macht des Geistes 
wie die Macht der Waffen kennt und mehrt. Gott helfe dem König 
und schirme den Regenten und das gesammte Königliche Haus! 



Gesangtexte. 

Nach dem einleitenden Orgelspiel. 

Der Chor: 
Allein. Gott in der Höh' sei Ehr' 
Und Dank für seine Gnade, .* ■ :^:'j » 

Darum, dafs nun und nimmermehr k'ßb^J^^^ 

Uns rühren kann kein Schade; 



^ 



— 89 — 

Ein WohlgefalFn Gott an nns hat. 
Nun ist grofs Fried' ohn' Unterlafs, 
Al^ Fehd' hat nun ein Ende. 

Die Versammlung: 
Wir loben, preis'n, anbeten dich 
Für deine Ehr', wir danken, 
Dafs du, Gott Vater, ewiglich 
Regierst ohn' alles Wanken. 
Ganz unermess'n ist deine Macht, 
Fort g'schieht, was dein Will' hat bedacht; 
Wohl uns des feinen Herren! 



Festcantate 

ans Worten der heiligen Schrift zusammengestellt und compomrt 
von Prof. Dr. A. ß. Marx. 

1. 
Nach dem Gebet. 

Das ist der Tag, defs wir haben begehret! Wir haben es 
erlangt, wir haben es erlebt! Frohlocket dem Hort unsers Heils! 

Siehe, es umfingen mich des Todes Bande, der Höllen Bande 
umfingen mich, des Todes Stricke überwältigten mich. 

Aus der Nacht wandt' ich mich zu dir, und aus dem Dunkel 
rief ich zu dir empor. Und du hörtest meines Flehens Stimme, 
du hörtest mich. 

„Wach' auf! mache dich auf! ziehe deine Stärke an!" spricht 
der Herr; „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Denn es 
sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen; aber der Bund 
meines Friedens soll nicht fallen!" spricht der Herr. 

2. 
Nach der Festrede. 
Hilf uns, Herr, und sei uns gnädig! dafs Güte und Treue 
b< len, Gerechtigkeit und Friede sich küssen, dafs 
fraf 1 I wachse, und Gerechtigkeit vom Himmel schaue. 



IV. 
Zweiter Hauptfesttag^ 16,0ctober. 



Ehrenpromotionen in der St Nikolai- 
Kirche. 

1. 

Rede des Decans der theologischen Factütät, 

Ober- Consistorialrathes Professors 

Dr, A. Twesten. 

Auditores amplissimi , 

Collegae coniunctissimi, 

Commilitones humanissimi! 
Hesterno die cum totum universitatis nostrae corpus nata- 
Hum suorum memoriam celebrarit: hodiemo faciendum e^t, nt 
facultates quae dicuntur quatuor suae originis solemnia obeani 
Quas non debet mirum esse suum sibi diem sumere, separatasque 
ab eo corpore, cuius et partes sunt et uomiue comprehenduntiir, 
prodire. Neque enim cum reliquae tum theologica facultas Juibuit 
necessitatem nascendi cum ipsa universitate. Qua)e cum CQnde- 
retur, quoniam quidquid usquam in hoc genere hpni rqperiretpr 
amplecti, quidquid mali extitisset fugere placebat, potuit quaeri 
quaesitumque est, facultatum tota ratio vetere more tradita utrom 
retinenda an tanquam obsoleta et noxia improbanda esse yide- 
retur. Qua de re triumvirum clarissimorum , qui universitatis 
nostrae origines nominum suorum splendore illustraront, iiddmqjue 
in ea constituenda plurimum valuerunt, auctoritates ac iiididl 
minus consensenint. Etenim Fridericus Augustus Wolf illud unum 



— n — 

cnpiebat, ut promotiontim mos temporam negligentia corraptu^ 
emendaretur. loannes Theophilus Fichte in ea, cuius quasi ima- 
ginem philosophiae ope adumbrarat, perfecta academia tres, qnae 
superiores appellantur, facultates, imprimisque theologicam sepa- 
ratim ac per se constare oportere negabat Fridericus Schleier- 
macher solus, dum universitatum finem historiamque persequitur, 
huc pervenit, ut facultates earumque vetera instituta retinenda 
esse censeret, idque firmis argumentis, quae et ex ipsarum lite- 
rarum natura et ex earum cum reliqua vita coniunctione repetebat, 
stabiliyit Atque haec sententia Taluit apud illos, qui tunc uni- 
yersitatem nostram condiderunt, valet etiam apud nos tempore 
ipso probata ac confirmata. £tenim ante undecim hos annos cum 
omnium universitatum patriarum legati coirent, ut de more aoa- 
demico emendando consulerent, de fiacultatibus retinendis et iure 
fiacultatum, quäle apud nos institutum erat, conservando minime 
ambigebatur. 

Est igitur quod in communi huius academiae origine com- 
memoranda facultatum quasi propria memoria celebretur. Quas 
quoniam ipsas a vetere consuetudine repeti vidimus, celebrationem 
nostram ad eandem consuetudinem conformare debebimus. Fuit 
autem earum ab ipsis primordiis praecipuum hoc ins, quo nunc 
usuri sumus, ut gradus academicos conferrent, quo dum alios 
omamus, nostra ipsi ornamenta augemus, repraesentantes , quod 
Dominus noster ad apostolos dicit, ut et qui seminat simul gau- 
deat et qui metit (lo. IV, 36). Si enim magnum est et iucundum, 
doctiinae, sapientiae, virtutis semina per adolescentium animös 
Spargere ac fovere; si maius etiam, ea semina quemadmodum 
Deo adiuYante uberiorafiant ac laetos fructus ferant, quasi testes 
esse: illud vero longo omnium est maximum summique gaudii 
plenissimum, si publice, non frustra nos laborasse ac spem, quam 
in hac universitate et patria habuit et ipsi, qui eins doctores 
sumus, habuimus, non modo non deceptam, verum multo supera- 
tam esse, pro testimonio profiteri liceat. Hoc autem profitemur 
gradibns academicis conferendis, praesertim cum plurimos eorum, 
in quos conferimus, huius olim academiae alumnos fuisse, hie ad 
tantam praestantiam ac virtutem formatos esse gloriemur. 

Atqme hoc qmdem, quod dixi, omnium facultatum commune 



— 92 — 

est; theologica autem habet aliqaid propriam; quod, qoia ipsa 
duplex tanquam munus habet^ item videtur esse duplex. 

Etenim facultas nostra, quoniam pars est nniversitatis, Ut- 
teras cum omnes tum eas, quae suae doctrinae sunt, debet co- 
lere; quare quos creat theologiae doctores, eos testatur excellere 
litteris et studiis, iisque vel in ipsa tbeologia augenda atque am- 
plificanda vel in vita divinis praeceptis regenda atque illostranda 
praeclare uti. Deinde quoniam certam quandam cam ecdesia 
Christiana coniunctionem habet, theologiae doctoribus certum in 
ecclesia locum tribuit Qui qualis esse videatur, cum minus ap- 
pareat, paucis signiiicabimus. 

Notum enim est, in ecclesia medii aevi magnam auctoritatem 
theologiae doctoribus tribui consuevisse cum ad constituendum, 
quid in doctrina pro tradito esset accipiendum, tum ad eontro- 
yersias rerum ecclesiasticarum dirimendas. £am auctoritatem ne 
in evangelica quidem ecclesia plane abolitam esse cum alia osten- 
dunt, tum quae de Lutheri ad reformationem suscipiendam vo- 
catione disputari solebant; quae quidem saepissime ab hoc iure 
et his ofAciis repetebatur, quae ille in solenmi doctoratos acta 
acceperat ac cum fide sustentaturum se esse spoponderat Ipse 
quidem Lutherns omnibus bonis, quae orbis terrarum haberet, 
se doctoratum mutaturum esse negabat, quod nisi divinitos vo- 
catus et iussus esset, in tanta tamque difAcili re, quam coepisset, 
prorsus sibi esset desperandum. Quamquam promotio doctoraüs 
diifert ab ordinatione ad ministerium ecclesiasticum, ut cumalüs 
Joannes Gerhardus recte demonstravit. Nam cum ordinem eccle- 
siae a Christo et apostolis sancitum cogitatione complectimur et 
munia ab ipso condita certisque donis instructa, ut mysterionun 
suorum dispensatores essent gregisque pastores: inter hos gra- 
dibus academicis doctoribusque non est locus. Quod quia apertkUD 
erat, Guilelmus Martinus De Wette, vir clarissimus, cum Augusti 
Neandri, olim academiae nostrae decoris, solemnem promotionepi, 
(quae in nostra facultate prima fuit,) programmate indiceret, ad 
Yeteris Testamenti analogiam confugit, doctorumque theologiae 
munus atque in ecclesia evangelica locum cum prophetis com- 
paravit, quibus Yeteris Testamenti ecclesia iUustrata est. Nam 
IsraeUtarum respublica ordine sacerdotali continebatur, qui ex 



— 93 — 

certa stirpe ortns hereditate res divinas administrabat. Prophetae 
contra, nee stirpis nee ordinis certi, munerumque pontificalinm 
expertes, tarnen divinam voluntatem praedicabant divinaeque co- 
gnitionis et sapientiae lucem propagabant. 

At prophetae cum immediate a Deo institnti divinitus enm 
spiritum acceperint, quo moti praedicarunt: nonne impiae prope 
superbiae est, si qui homines aut ipsi se instituere aut ab ho- 
minibus institui posse sibi videantur ad easdem res, ad quas illi 
iinpalsi sunt a Deo? 

' Verumtamen Deus ministros suos eosque quibus usurus est 
homines non modo immediate, verum etiam mediate yocat. Spi- 
ritus Sanetus per scripturam sacram, cuius auctor est, non tantum 
loquitnr, sed etiam ipse conmiunicatur cum iis, qui cum fide, 
humilitate, pietate in intimum eins sensum se insinuare studeant. 
Divinae videtur esse providentiae, ut, cum principio Christiani 
quoque prophetae immediate instituti sint, nunc in eorum locum 
succedant, qui mediate atque Ordinate instructi et illustrati sint. 
Denique nihil ex veritate Christiana cognoscitur, nihil in ecclesia 
Christiana augenda proficitur, quod non ad Spiritum Sanctum 
Sit referendum, ita quidem, ut quanto quis in utroque genere 
magis praestiterit, tanto maior in eo illuminando et regende Spi- 
ritus Sancti gratia exsplendescat. Quid? quod ipse Dominus eo, 
quo maior ex Veteris Testamenti prophetis nemo fuit, maiorem 
dicit eum esse, qui minor sit in regno divino; nam cum prae- 
gentem iam norit servatorem virtutesque saeculi venturi gustarit, 
dariore luce fruitur, quam qui promi^siones nondum acceptas 
tantum e longinquo adspexerunt et salutant. 

Quae cum ita sint, in illa prophetarum et doctorum theo- 
logiae similitudine teuere videmur, quod in gradibus academicis 
conferendis'intueri, quod sequi debeamus. In quo et ipsis, quos 
Doctores theologiae creabimus, et iis, qui huius celebritatis testes 
sunt, quid de eorum, quos creabimus, ingenio, intelligentia, do- 
tibuB ac studiis iudicemus, ac quam in iis fiduciam positam lia- 
beamus, non obscure significamus. 

Itaque, quod felix faustumque esse summum numen iubeat, 
auspiciis laetissimis et saluberrimis serenissimi ac potentissimi 
principis, Friderici Guilelmi IV. regis ac domini nostri sapien- 



— 94 — 

tissüni, iustissimi, clementissimi , eiusgue auctoritate regia, nni* 
versitatis literariae Fridericae Guilelmao rectore magnifico Augogto 
Boeckh, philosophiae doctoro et antiquarum literarum professore 
publice ordinario, ex decrete ordinis theolegeram promotor le- 
gitime constitutus ego, Augustus Twesten, theelegiae doctor et 
Professor p. o., facultatis theologicae hoc tempore decanns, Tiros 
venerabiles et doctissimos, 

Augustum Foiirnier, regi a consiliis consistorialibiu et 
consistorii Brandenburgensis socium , verbi divini ad aedem eccle- 
Hiae Gallicae quae monasterialis dicitar ministrum, ordinis aqnilae 
rubrae equitem, qui pietate, solerti rerum sacrarum administnir 
tione, doctrina eyaugolii pui*a ore scriptisque tradita de regno 
Christi optime meruit: 

loannem Fridericum Bachmann, regi a conBiliis eon- 
sistorialibus et consistorii Brandenburgensis socium, ad aedem 
S. lacobi pastorem, ordinis aquilae rubrae equitem, qui pietate, 
solerti rerum sacrarum administratione , doctrina evangelii puia 
ore scriptisque tradita de regno Christi optime meruit, librisque 
hymnologicis, liturgicis , catecheticis egregiam theologiae practicae 
scientiam probavit: 

Fridericum Arndt, verbi divini ad aedem parochialem 
ministrum eloquentissimum, ordinis aquilae rubrae equitem, fide 
evangelica ore scriptisque insigni cum fructu tradita de regno Christi 
optime meritum: 

Eduardum Meufs, theologiae licentiatum et professorem 
in universitate litteraria Vratislayiensi publicum extraordinariimi, 
et scholis ad plerasque disciplinas theologicas habitis bene meri- 
tum, et scriptis publice editis ingenuam fidem eruditionem sub- 
tilitatem testificantibus probatum: 

AdolphumWuttke, philosophiae doctorem, theologiae li«- 
centiatum , huiusque in hac universitate litteraria professorem pu- 
blicum extraordinarium, et scholis ad plerasque disciplinas theo- 
logicas habitis bene meritum, et scriptis eruditis, maxime ad 
universalem religionis historiam pertinentibus publice editis pro- 
batum, 
in memoriam sacrorum universitatis ante quinquaginta annos in- 



— 95 — 

stitotae celebratorom , honoris causa doctores sacrosanctae theo- 
logiae creo, renuntio, proclamo. 

Te vero, Dens optime, potentissime, benignissime, sapien- 
tissime, Pater, Fili et Spiritus Sancte, precamur, quemadmodum 
adhuc facultatem nostram beasti, eique dedisti, ut ex schola 
nostra ecclesiae tuae ministri prodirent, quales modo doctores 
theologiae prodamavi, ut gratiam tuam nobis conserves, et uou 
tantum nos , yeruni etiam doctores hos recens creatos omni veri- 
tate couiirmes atque augeas, ab errore peccatoque immunes tue- 
are, denique et in hac terra gloriae tuae amplificandae servire, 
et aliquando in regnum tuum caeleste recipere velis. Amei;i. 



Rede des Decans der juristischen Facultät, 

Geheimen Ober-Tribunalsrathes Professors 

Dr. A. W. Heffter. 

Ordinis ICtorum auctoritate et nomine hanc cathedram ascendi, 
Auditores, ut symbolas nostras in communem Universitatis Fri- 
dericae Guilelmae laetitiam conferamus. Et sane etiam nostra 
Uterarum facultas habet cur hodie ne dicam glorietur, saltem 
aliquam voluptatem ex contemplatione eins loci percipiat, quem 
ipea in Uterarum republica statim ab initio occupaverit ac ni fal^ 
limor ad haec usque tempora tenuerit et ut speramus in posterum 
quoque tenebit 

Meministis, Auditores, qualis ineunte saeculo XIX. rerum 
pablicarum et privatarum status in Germania fuerit, si statum di- 
cere licet nee potius conturbationem et dissolutionem, qua quidem 
effectum est ut novae rerum conditioni legibus repentinis ac ma- 
gistratuum ordinationibus saep^iumero perfusoriis prospiciendum 
esset, quibus noh raro patriorum institutorum auctoritas ac me- 
moria obliterabatuf. 

Hinc etiam iurispmdentiae hactenus stabilitae circuli uon 



— 96 — 

parum tarbati sant, cum nee veteres traditiones nee novae con- 
stitutiones quotidianis necessitatibus suf&cerent. lamqne igitor 
alii iuris praecepta et regulas ex philosopfaia potissimam repetere, 
saltem illnstrare novasque leges instruere studebant; alii vero 
historica magis ratione ntendum totumque ins praesertim ex in- 
stitutis et moribus qualescunqne cuiusvis populi civitatisve fuissent 
essentve cnucloandnm ac constituendum esse censaerant, sicnt 
iam olim Leibnitins et Conringins historiae faces in iuris Ger 
mauici et gentium conformatione adhibuetttnt Perspectum enim 
sibi habebant isti viri , ius non legibus tantum scriptis et ma- 
gistratuum ordinationibus contineri sed plerumque ipsis rebus 
vitaeque institutis et moribus inesse iisque accommodari debere. 

Incidit in hoc aovum Universitatis Fridericae Guilelmae fon- 
datio, in qua etiam facultati luridicae egregie provisum est In 
haue enim praeter Schmalzium hie iam commorantem eumqae 
de Universitatis ereetione meritissimum nee ab elegantioribos 
iuris studiis abfaorrentem , aliunde voeati ,sunt pauci quidem at 
quales viri! ex prineipibus iuris genuini tutoribus ac magistris, 
Fr. Car. Savinius et Carolus Friderieus Eichhorn cum Fr. Aug. 
Bienero iuris criminalis et institutornm iudieialium indagaton 
doctissimo, quorum duobus saltem superstitibus quamvis non am- 
plius coUegis hodie adhue gaudemus. 

Hisce igitur ducibus talis iurisprudentiae instauratio, qniKs 
vix antea eflfecta est,* et qui inter Vos aetate maiores sunt, Aufi- 
tores, quis studiorum ardor tum fuerit incensus, probe remim- 
scemini. Descendebatur enim ad imos et diu reconditos iuris Ro- 
mani atque Germanici fontes; patriorum institutornm revocabatir 
memoria ac intellectus; ius ipsum moratum reddebator, eaqae 
ratione iuventus etiam iuris studiosa illis seopis adducebatur^ quos 
Fichtius magnus philosophiae doctor Germanis demonstrayeiaL 
Nee minorem quam antea studiorum ardorem ii adolescentes pr»- 
baverunt, qui debellatis bis Francogallis ad subsellia academiGa 
redierant. 

' Erat velut aurea universitatis aetas. 

Non defuerunt quidem, sicut etiamnunc sunt qui putarent, 
novam iuris enucleandi viam a vero iurisprudentiae fine longinB 
abducere , quippe qui in iuris quod nunc est applicatione podtw 



— 97 — 

Sit Yerumtamen si forte ab initio propior tempomm et tnsti- 
tatomm recentioram observatio desiderari potuisset haud dubie 
anterior rerum status diu neglectus prius explorandus erat quam 
ias noYum recte intellegeretur et constitueretur. Ex quo igitur 
solida doctrinae fundamenta historica ratione iacta erant, eo ala- 
crius a summis illis magistris, quos iam nominayinius, cum di- 
scipulis in collegium eorum paulatim adscitis, inter quos ho- 
diemum rerum ecclesiasticarum , medicinalium et totius institu- 
tionis publicae rectorem excellentissimum commemorasse iuvat, 
in excolendo totius iuris systemate singulisque eins partibus ad- 
laboratum est nequeunquam dubitatum ius esse rectam vitae pu- 
blice privatimque agendae rationem qualis appareat ex legibus, 
moribus et historia civitatis gentiumque, denique ex charactere 
ipsis rebus et institutis impresso, quorum ideae ut penitus co- 
gnoscerentur philosophia recentior non parum excitavit. 

Impensis iuris privati studiis temporum necessitate magis ma- 
gisque iuris publici et ecclesiastici tractatio adiuncta est, neque 
Ordo noster eins finis quem toti Universitati Augustissimus fun- 
dator etiam in eo statuit, ut adolescentes officiis publicis mune- 
ribusque gerendis idonei r^ddantur oblitus est. Quod tamen ut 
recte fieret, Ordo noster semper tenuit solidae doctrinae ac scien- 
tiae praecipuam causam esse, probe memor Socratici dicti apud 
Xenophontem: iniavi^fiT] ao<pia ioTiv. 

Praemisi haec, Auditores, non gloriabundo pro Cathedra 
ore, neque enim spiritus veritatis semper eodem modo in doctrina 
operatur; interdum yehementissime commovet, arripit, incendit; 
interdum lenius spirat, allicit, explanat, praeparat, sed nunquam 
quiescit Mec magis defensionem adversus illos suscipere yolui, 
qui forte dixerint, nimiam theoricae veritatis rerumve abstrusa- 
nuD curam nobis esse, quod quam sit falsum ii qui bene apud 
nos didicerunt non nesciunt sed id tantum egi ut intellegeretur, 
qoidnam potissimum in hodiema bonorum dispensatione secuti 
rimos. « 

Enimvero ^on solum eos vires qui iuris scientiam scripHn 
docendoque eximie adiuverunt sed etiam verae iurisprudentiae in 
ipsis tribunalibus et rerum publicarum administratione cultores 
respeximus. Quos permultos esse bene gnari sumus ; sed quoniam 

7 



— 98 — 

unanimi consensu opus erat, eligendorum numemm singHlonm 
collegarum notitia et conscientia circumscribendum faisse q[)paret 
Et primo quidem loco nominandus mihi est 
Henricus Guilelmus Krausnick, supremus in hac Crbe 
civium magister, Augustissimi Regis a consiliis intimis in eaosis 
administrationis maioribus , ICtus egregius ideoque iam multis ab- 
hinc annis in consortium eomm vocatus quibus Godicum Borossico- 
rum repetitio mandataerat, dein vero princeps huius ciyitatis Gonsol 
a Decurionibus electus et a Regibus Augustissimis confirmatus. Quo 
in munere ita versatus est ut integerrimae et aequissimae reruni 
municipalium administrationis laus ne infaustissimis quidem tem- 
poribus ullo modo adtemptari potuerit. Gaeteroquin ümyersitas 
nostra nunquam obliviscetur, ipso Praesule Senatum com Got 
legio Decurionum Berolinensium rebus Universitatis semper fibe- 
ralissime subvenisse annuis praesertim largitionibus et stipefidUs, 
quae studiosis egenis per complures iam annos subministrari so- 
lita occasione huius festi ultra duplum aucta sunt, splendidissimo 
haud dubio exemplo, cui aliorum corporum aemulationem haad 
defuturam esse valde speramus. 

Pari deinceps honore dignissimos Ordo Noster indicavit Vires 
amplissimos praestantissimos: 

1. Eduardum Petrum Fridericum Voswinkel, Au- 
gustissimi Regis a consiliis in supremo regni tribunali intinuB ob 
eximia de iuris patrii tam communis quam provincialis cognitione 
atque constitutione merita; 

2. GeorgiumWaitz, Professorem Goettii^ensem historieiim 
celebenimum in Ordine philosophorum , qui quidem scriptis egre- 
giis de antiqua Germania forma, de iure Francorum Salieonui 
aliisque, iuris Germanici cognitioni adiumenta insignia praebiit; 

3. denique Franciscum Salesium Augustum Hin- 
schi um, regium in causis iustitiae consiliarium honorarium, adr 
Yocatum et notarium publicum iudicii Gameralis matriculae in- 
scriptum strenuum iusti et aequi in foro defensorem, qiü iuris 
patrii explicationem et progressum non solum disputatione fori 
yerum etiam commentationibus publice editis adiuvit. 

Hos igitur quatuor vires probatissimos 



-^ 9» — . 

Ego Aiigustaä Wilehnus Heffter Antecessor, Ordihis Juris consültorum 

Decanus, promotor rite constitutus, 

ex regio Univei^itatis iure 

et unanimi CoUegarum decreto 

Doctores iuris utriusque creo 

creatos renuncio 

renunciatos proclamo 

iisque omoia Doctorum utriusque iuris privilegia ac iura impertior^ 

denique ut haec omnia in maiorem D£I gloriaiu 
dicta actayesint, quemadmodum loci monet sanctitas, enixeprecor. 

Dixi. 



Hede des Decans der medicinischen Facultät 

Geheimen Medicinal -Käthes Professors 

Dr, C. G. Ehrenberg. 

Auditores omnium ordinum honoratissimil 
Medicorum etiam Ordo hoc solemtii die nonuullos viros 
doctissimos, de scientiis medicinam promoventibus^ bene merit^ 
Doctoris medicinae et chirurgiae gradu ornare decrevit 

Vulgari et tralatitio more academicis honoribus tbeologi or- 
nant theologos, iuridici iuridicos, medici medicos, philosophi 
philosophos, hoc faustissimo die usus vulgares mutanfur. Medi- 
corum ordo hodie non minoribus medicis maiora ornamenta ior 
duere voloit, sed, diei gravitatis memor, publice gratias agere yoluit 
iis et Omare eorum nonnullos decrevit, qui, ipsis licet medieiaae 
stodiis alieni, in variis, propinquis remotisve, terris doctrinas in 
quibus medicinae scientia nititur ingeniöse et sincero labore ex- 
coluerunt et promoverunt. 

Liter vires tali modo excellentes, qui medicinae Doctoris 
gradu honoris caussa ornari debeant, ex Italia, Anglia, Gallia, 
Norwjdgid et G^mai^ia selecti sunt qui i^quuntur. 



— 100 — 

Vir Praeclarissimns loannes Baptista Amici Florentmu, 

Professor mathematices et astronomiae, Director speculae astrono- 

micae Florentinae, eqnes, academiarum litterariaram complariim 

socius, regiae academiae scientiaramBerolinensis sodalis epistolaris, 

qni de constmendis astronomicis et microscopids instmmen- 

tis et de physiologia corporom organicomm eximie meroit 

Porro Vir Nobilissimus Davides Brewster, Londinensu, 

physices Professor , iuris ntriusque Doctor, eqaes Brittannicns, 

Honoris Legionis Gallici ordinis praefectus, Borussiae bene meri- 

tomm civilis ordinis eques, academiae regiae Berolinen8is sodalis 

extemus, unus ex octo sodalibns extemis academiae scientiamm 

Institati Francogallici Parisiensis, moltamm aliarom illnatiiiim 

academianim socius, 

qui inter ingenii documenta plnrima, maxima, ntilissima de 

lucis vario visoi aptissimo genere et de yisos theoria 

optime meroit 

Accedit Vir Praeclarissimns Michael Eugenius Chevrenl, 

Parisiensis, physices et chemiae Professor, Institnti FrancogalHd 

Parisiensis socius, academiae scientiamm Berolinenais sodalis a 

litteris, 

qui primus partium animalium chemicum statnm ingenioso 
et prosperrimo successu illustravit 
PraetereaVirDoctissimusMartinus Sars, Norwegicns, iheo- 
logus et historiae naturalis Professor Christianiensis, phüosophiae 
Doctor, academiae scientiamm Berolinensis sodalis epistolaris, 
naturae scmtator sagacissimus, sollertissimus, qui physio- 
logiam animalem egregie promovit 
Denique Vir Doctissimus Gustavus Rose, Berolinensis, minA- 
ralogiae Professor, Director Musei regii mineralogici, philosopbiae 
Doctor, Ordinis Russici Sanctae Annae in classe seconda et fio- 
mssici ordinis aquilae mbrae in classe tertia cum lemnisco eqaes, 
academiae scientiamm Berolinensis socius, Parisiensis aeademäie 
aliammque socius epistolaris, Humboldtii comes per Asiam cen- 
tralem, 

cum oryctognosia totaque mineralogia egregie excnlta, tum 
elementis corpomm organicomm anorganicis accuratiiis de- 
finitis de rerum naturolium cognitione praecläre meritas. 



— 101 — 

Hos Viros celeberrimos postquam eomm nomina, dignitates 
et merita brevi sermone enumerata sunt, seciindnm Ordinis Me- 
diconim morem rite et solemniter inaugurabo. 

Quod felix faustum fortunatumque sit et quod 

patriae et litterarum universitati nostrae Fri- 

dericae Gnilelmae salutare esse iubeat Deas 

Optimns Maximus! 

Anctoritate et auspiciis Friderici Gnilelmi Qnarti, Regis Bo- 

russoram Potentissimi lostissimi Clementissimi et ex decreto £a- 

cultatis medicae ego Christianus Godofredos Ehrenberg, 

Doetor medicinae et chirurgiae, Professor publicus Ordinarius, hoc 

tempore Decanus, ad hunc actum solemnem legitime constitutus 

promotor, 

loannem Baptistam Amici Florentinum, 
Davidem Brewster Londinensem, 
Michaelem Eugenium Ghevreul Parisiensem, 
Martinum Sars Norwegicum, 
Gustav um Rose Berolinensem 
Doctores medicinae et chirurgiae honoris caussa creo, creatos 
renuntio, renuntiatos proclamo, eisque omnia iura et privilegia, 
quibus Doctores medicinae et chirurgiae in terrae regionibus cul- 
tioribus frui solent, do, tribuo atque largior, 

Accipite, Viri Doctissimi Experientissimi, medicorum Ordinis 
Berolinensis hoc existimationis et grati animi symbolum. Pri- 
yilegia Doctorum hodie quidem multo minora sunt, quam illo 
tempore fnerunt, quo peracta haec solemnia condita sunt, sed 
fore q>eramus, ut sit Vobis aliquid, laudatosi et omatos esse a 
CoUegio medico Berolinensi hoc feste die et summorum Borussici 
regni ordinum concelebrante auditorum Corona. Fausta quaeque 
Vobis apprecamur. Macti yirtute estel Utinam faxit omnipotens 
Dens! Dixi. 



— 102 — 



4, 



Rede des Decans der philosophischen Facultät, 
Professors Dr. F, A, Trendelenburg. 

Audivistis, auditores iionoratissimi, gravia gravium viromm 
nomina, quorum se laudis, honoribas coUatis, niiiyersitas nostia 
participem esse cupit. Audivistis theologorum, inrisconsiütonuD, 
medicoram ordinis et decreta et vota. Agite igitnr, nt, qnos titos 
philosophorum ordo iu festi hnias diel societatem vocet atqoe 
suos esse velit, animo benevolo accipiatis. 

Olim quum facultas philosophica artistarum vocaretar, eele- 
bratum per saecula proverbium, oniversitatem in artibus esse fan- 
datam, facultatem nostram universitatis fandamentum significavit; 
eainque maiores nostii tanquam reliquarom facultatnm originem 
tarn caram habuerunt, ut iam in antiquissimis universitatis Vindo- 
bonensis statutis facultas philosophica pia nntrix ceteramm ffr- 
cultatum, universitatis iilia primogenita et ob eins fecunditatem 
praedilecta vocaretur. Quibus verbis non quidem quid sit, sed 
quid esse debeat, si facultas philosophica sibi non desit, signi- 
ficatur. 

Etenim si imagine utaris et Universum artium ac discipli- 
narum corpus quasi arborem fingas per saecula laete crescentem, 
jeae quas facultas philosophica continet doctrinae adeo in radice 
ac stirpe positae sunt, ut multos in reliquas quasi ramos emittani 
Neque eae sunt, quae communis vitae utilitatem, sed quae in- 
telligendi necessitatem quasi unam ducem sectentur, non quid 
commodum, sed quid verum sit solum curantes. Hinc nobilis 
ardor, qui universitates humi serpere non patitur; hinc generosus 
in litteris labor nee parva spemens nee magna desperans; hiniß 
commune, quo omnes tenentur artes, vinculum. Si quid propiä 
est in universitatum Germanicarum natura, id ex eo maxime com- 
mercio nascitur, quod reliquarum facultatum scholaribus cum fa- 
cultate philosophica intercedit. 

Hanc autem studiorum inter se necessitudinem prae aliis phi- 
losophia alit ac fovet, in qua quidem universitatis nostrae histo- 



— 103 — 

riam magna nomina illngtrant, — Fichtius, magni animi vir, pri- 
mus inter electos huiüs nniversitatis rector, qui nullam esse 
cognitionem docebat nisi in ingenii actione quasi in sapiendi au- 
dacia positam, atque quidqmd hamani sit, ab intentis humanarom 
virium nervis esse repetendam, qni ante hos qoinquaginta annos 
imiyersam Germanoram nationem ad animi robnr morumqne in- 
tegritatem revocare moliebatur; Hegelius, qui rerum universitatem 
mente Tolvebat, ita ut nuUum relinqueret mundi locum, quin sua 
lege, sua formula tentaret; Schleiermacherus denique, quem, 
qnamquam theologum, philosopbia sibi potest yindicare suum. 
Ex homm yirotum memoria auspicia repetimus, quo die philo- 
sophiae h. e. scientiae universalis doctores sumus ereaturi. 

Ac primum quidem ordo quem philosophum omaret quae- 
givit. In quo eligendo unius rei oblitus non est. Nam ut facultas 
nostra reliquarum nutrix appellata est, ita semet ipsam atque 
omnem universitatem gymnasiis nutriri seit, quae maiores nostri 
tanquam imiversitatum seminaria condiderunt. Cuius coniunctionis 
memor ordo noster, ut gratum animum testificaretur, ex iis scho« 
lis, sine quibus universitates fere nullae essent, virum selegit 
quem doctorem renuntiaret dignissimum 

virum doctissimum et clarissimum 

loannem Henricum Deinhardt, 

Thuringum, 

directorem et professorem gymnasii Brombei^ensis, 

virum per vitam in philosophiam intentum, qui scriptis gymnasii 

finem et consilium iUustravit, Aristotelis anunae notionem enu* 

cleavit, ad religionem philosophe cognoscendam symbola contulit, 

rhetoricum dispositionis locum exomavit, de iuventute erudienda 

optime meritum. 

lam eo tempore, quo artistarum facultas vocabamur, vix ulla 
disciplina grammatica gravier habebatur. Renatis deinde antiqui- 
tatis stndiis litterae et artes renascebantur, theologia instaura- 
batur, ecclesia emendabatur. Haec humanitatis studia Fridericus 
Augustus Wolf, inter universitatis nostrae condendae auctores, in 
litteris antiquis antesignanus, universitati quasi perpetuam dotem 
commendavii In qua re virum nominare vereor, praesentem inter 
Boe onmis «niversitatiB nostrae histöriae testem, qui, ab 1m6 



— 104 — 

universitate et disciplina et libris nova ac fertilia historicae maxuM 
philologiae semina per Germaniam, ne dicam per omnes genta« 
eruditas, sparsit. Philologiae succrevit archaeelogia^ quae per hos 
fere quinquaginta annos monumentis ex antiquitate anetis, magna 
yasomm copia e terrae solo eruta, inscriptionibns collectJB, in- 
terpretatione accuratius instituta mimm quantum fines protolit 
Accessit ipsis quibns universitas nostra exoriebatur temporibnfl 
ad antiquam philologiam Germanica, patrio ardore et eoncepta 
et excnlta, gentis nostrae et linguam et vitam nova luce colln- 
strans. In qua re inter alios (nemo autem hoc loco generosmn 
fratrom par, Germanicae nationis amorem, non recordabitnr) in 
uniyersitate nostra Carolas Lachmannas qua erat et sagacitate et 
doctrina viam vix apertam prospere continaavit. Accessit philo- 
logia linguaram comparativa, qaae docto Goilelmi ab Humboldt^ 
nniversitatis nostrae designatoris et architecti exemplo intenta 
nnius maxime apud nos viri opera tantos progressos fedt, nt 
praeter lingaas universam homani et generis et ingenii historiam 
novis laminibas offunderet. Ita quidem philologia ineonte saecolo 
solis fere Graecis et Latinis litteris contenta et coarctata in nova 
spatia excurrit atque incrementa cepit fere incredibilia. Univer- 
sam hanc philologiae conditionem cogitavit ordo noster, qamn ex 
uno saltem eins genere viram circumspiceret, qoi praeter peca- 
liarem in alia scientiae parte doctrinam philologiam excolnisset 
Invenit virum, universitati nostrae per multorum annorum c^atinm 
arctias conianctum, qaem, quam docendi munus reliqnerit, honore 
collato valere et salvere iubet. Invenit 

viram doctissimum ac nobilissimum 

Carolnm liberum baronem de Richthofen^ 

Silesium, 

iuris utriusque doctorem, 

ordinis leonis Batavorum ob civiliter merita equitem, 

litterarum monumentis quae ad leges et instituta Frisiomm per- 

tinent diligenter conquisitis et ad usum perite accommodatis con- 

ditoque copioso linguae Frisicae thesauro de iuris sermonisqne 

Germanici studiis egregie meritum. 

Cum philologia proximo vinculo historia connexa est, historia, 
veritatis in factis custos, humani generis et memoria et con- 



— 105 — 

8cientia, diYinae in htimanis rebus iustitiae contemplatrix. In 
historiae stadio, quum universitatis scholae aperirentar, Niebnhrins 
praeivit Guius viri auspiciis faustiora ulla esse non potaerant; 
erat enim vir animo excelso et forti, ingenio alto et perspicaci, 
doctrina moltiplici, et, quod in Germaniae periculis snmmnm erat, 
eandido patriae amore. Hunc alii secati snnt, velut Fridericus 
Eahs, Fridericns Wilken; nee posteri obliviscentur, quantom 
onins inter nos viri et disciplina et exemplo in Germaniae po« 
tissirnnm historia et perscmtanda et scribenda profectum sit 
Hnios rei ne hodie monamentum desit, ordo noster sperat, fore, 
nt vir in philosophia honores accipiat, qui quidem bellica lanrea 
decoratos litteraria non eget Selegit enim Timm, qni nuper rei 
militaris in Germania historiam illustravit atque ad res gerendas 
natas res gestas et cognoscere et scribere non aspematus est, 
Timm excellentissimnm et illustrissimum 
£daardam de Peucker, 
in exercitu. regio praefectom peditatas et snpremnm educationis 
atqne institationis militaris inspectorem, summomm ordinum 
eqnitem, yirum rebus domi forisque gestis, exercita dacendo et 
legationibus obenndis et repablica administranda clarissimnm, de 
arte militari emendanda et de militaris inventutis institatione 
scholis liberaliter instruendis egregie meritnm, historiae militaris 
aactorem peritissimum , doctissimum, gravissimum. 

Nolite mirari, auditores, ordinis nostri fiduciam, qunm nm- 
braticos fere doctoris philosophiae honores yiro, qni in sole ac 
polvere landem sibi peperit, offerendos censeret üniversitatis 
nostrae annales haesitanti yerecnndiae animum addidemnt. Anno 
enim huius saecnli decimo qnarto, commnni Germaniae hoste 
feliciter profligato, in regis natalibns una cum regni cancellario, 
principe ab Hardenberg intej alios patriae liberatores vir immor- 
talis in historia Borussica memoriae, patriae vindex, non artium 
liberalium, sed equitum magister, fere inter arma natus, inter 
arma senex, Blücher a Wahlstadt, haec pacis decora, hos üniver- 
sitatis honores pietatis et admirationis testes in ipsa üniversitatis 
anla circumdante et praeceptorum et scholarium Corona animo 
benevolo ac popnlari aceepit. 

Ab historia, cuius modo mentionem fecimus, ad geograpbiam 



— 106 — 

dncitnur. Hanc inter nos Carolus Ritter, qui nuper e vita exce- 
dens diatnrniim nobis desiderinm reliquit, ingenio philoBOpho, 
doctrina araplissima , adeo feliciter instauravit, ut bistoricas di- 
sciplinas cum natnra, naturales cum historia coniungens inter dnas 
eniditionis partes quasi media constitueretur. 

Scientia autem naturalis, recentioris maxime aevi filia, nuHi 
cedit sororum natu maiorum, plerasque antevcrtere studei Magna 
enim est disciplinarum naturalium industria et prospera qnaedam 
audacia, ut tibi chori ex Sophoolis Antigona illius qnidem hu- 
manam sollertiam praedicantis, quasi poeta naturae persenitandae 
Studium animo praesagiyerit, facile in meutern yeniat Qaam iUo 
loco poeta hominis inaccessa acoedentis, terram indomitam do- 
mantis, animantia et terrae et maris genera subigentis vel ca- 
pientis, denique naturae imperantis imaginem proponit, hmnani 
ingenii admiratione ductus: eam ad nostrae aetatis disciplinas 
naturales haud acgre convertas; hae enim ut naturam intelligant 
— - est autem intelligere nihil aliud nisi in mentis potestatem re- 
digere — nihil intactum relinquunt. Oculos acuunt, armant, 
multiplicant ; manus exserunt soUertes, avidas, rapaces; denique 
ingenium modo in sensus instrumenta eoniieiunt, modo od im- 
mensam rerum materiam in arctum mentis contuitum contrahen- 
dam intendunt, modo ad reconditas rerum causas et rationes ita 
applicant, ut eorum, quae et videntur et audiuntur, infinitatem 
ad originis simplicitatem revocare studeant. Haec est stadiorom 
naturalium, qualia terrarum orbem velut reti et tenuissimo et va- 
lidissimo circumdant ipsosque caeli motus regere scinnt, cunl 
iuvenilis alacritas tum robur virile. Huic nationum in natun 
eognoscenda certamini nee universitatis nostrae socii defaemiit; 
ex quibus, quoniam vires praesentes verecunde silemns, praeter 
ordinis medici lumina Paulum Ermannum, Samuelem WeiMum, 
Henricum Lichtensteinium significasse satis sit. Itaque haec stadift 
ut hoc die ordo noster omaret, primum virum elegit, qui in 
disciplina gepgraphiae cognata prospero successu elaboraverat, in 
geognosi et geologia illa, quae in telluris quasi cortice yestigpla 
naturae genetricis legit, ut ipsius terrae historiam, nuUis homi- 
num litteris mandatam, ex ipsis lapidibus eruat eamqiie saxs 



— lOT — 

testari inbeat; elegit vimm, in quem doctoris honores conferret, 
praestantissimum 

Carolum de Oeynhausen, 

Guestphaluüa, 

fodiniß et rebus metallicis in Guestphalia praefectum, 

ordinis aquilae rubrae in secunda classe equitem, 

aquarum salubrium investigatofem, balnei Oöynhusani conditorem^ 

montiam Vulcaniorran per omnem Germaniam imprimis Rhena- 

norum Silesiorum indagatorem diligentem et ingeniosum, virum 

de soll Borussici divitiis recludendis optirae meritum. 

Sunt discipiinae naturales, velut chemica, quas docta et in- 
geniosa antiquitas ne ex longinquo quidem vidit. In nulla fere 
re recentior aetas longius ab antiquitate processit, quam in ma- 
teriae natura perscrutanda. Plato enim, ut hoc ußtr, materiam, 
quippe quam »ibi ipsi dissiniilem, variam et inconstantem puta- 
ret, ita a mente alienam, ita legibus solutam existimavit, ut in- 
telligentiae, qmae sibi constaret, ex adverso poneret quasi cäecam 
et oranis notionis expertem. Quam materiam veteres intelligere 
desperabant, eam recentiores admirabili et physicae et chemicae 
labore atque eventu intellectui humano subiicere et ad ipsam 
arithmeticae et geometriae necessitatem revocare pergunt. Hoc 
autem fondamento iacto contigit, ut ipsa vitalis corporis vita, 
qnatenus physicae et chemicae legibus continetur, accuratius in* 
telligeretor. Inde physiologi, qualem loannenj Müllerum uni- 
versitas nostra habebat, physicis et chemicis cognati et ipsi me- 
dici in arte salutari factitanda physicae et chemicae progressu 
mirifice adiuti. Hanc laetam disciplinarum coniunctionem ordo 
noster testui voluit, quum virum inter Germaniae physiologos 
clarissimum honoris causa philosophiae doctorem renuntiandum 
censeret, 

virum doctissimum 

H«rmannum Ludovicum Ferdinandum Helmholtz, 

Postampiensem, 

medicinae doctorem, in universitate Heidelbergensi professorem 

' ordinarium, 
qui qua vefecitate nervi irritati motos propagantur metiri scivit, 
speculo oculari invento oculum penitius introspicere docuit, visne 



— 108 — 

et auditas actionem accuratius explicuit, deniqae mathemitieim 
et physicam cum physiologia feliciter coniunxit , yimm de virinm 
et vitae natura altius cognoscenda optime meritum. 

Physicae et chemicae leges , dum in physiologia ad yitae na- 

turam cognoscendam adhibentur et quasi applicantor, ipsae ma- 

thematica et inveniuntur et stabiliuntur. In qua re recentior aetas 

Archimedis initia felicissime excoluit Mathematica, si qua aüi 

disciplina in mera ac nuda veritate contemplanda posita, ex ipaii 

intelligentiae tbeoreticae penetralibus modo in ipsam rerom na- 

turam descendit suisque eam legibus adstringit, velut caeli motos, 

modo artes humanas adiuvat, velut mechanicam. In hac re ex 

universitatis nostrae historia duumviros nonunare satis sit, pn&- 

maturo quidem fato functos, sed in disciplina sua et snpentites 

et yigentes, Carolum Gustavum lacobum lacobi, et Gustaynm 

Dirichlet Hoc mathematices cum reliquis disciplinis commerciam 

ordo noster ante oculos habuit, quum virum praestantem, qui 

astronomiam cordi habet, doctorem salutandum iudicaret, 

virum excellentissimum 

Godofredum Ludolfum Gamphausen, 

Coloniensem , 

a regis eonsiliis intimis, regni Borussici senatorem, 

aquilae rubrae classis secundae stellatae equitem, 

qui in ipsis negotiis honestum in scientia astronomica otinm de* 

gens nauticum problema Douwianum ingeniöse amplificavit, vinnn 

in rebus incertis certum, de patria egregie meritum. 

Physica denique et chemica eae sunt artes, quae, dum n»- 
turam cognoscendam sectantur, humanae simul potentiae, homani 
in natura regni et imperii fines amplificani Ac profecto quid 
maius cogitari potest, quam quod saeculo nostro successit? Ful- 
mini ne noceat viam monstrat; ipsa fulminis vi et velocitate nun- 
tios mittit, solis radiis delineat et pingit, vaporis viribus spatia 
contrahit, tempori parcit, nationes consociat Ita quidem quum 
et ipsis disciplinis utilitas publica augeatur et disciplinae ex uti- 
litate publica incrementa capiant, fructuosam hanc litterarom cum 
vita communi coniunctionem ordo noster laude omare studoiti 
quum virum in hoc genere optime meritum doctorem philosophiaA 
appellaret, ,i. > N; ; - 



— 109 — 

virom experientissinmm, per omnem Europam clarissimum, 

Wernernm Siemens, 

Hanno veranum, 

qui apparatus telegraphicos emendavit auxit perfecit, atqne seien- 

tiam electrices et staticam et dynamicam amplificavit, virum of- 

ficina telegraphica de nrbe nostra imprimis meritum. 

Praeter varias has ac praeclaras necessitudines, quas in docto- 

mm renuntiatione summis solummodo digitis attigimus, vinculum 

nobis exstat perquam carum. Est enim antiqua litterarum cum 

artibus coniunctio. Ex una • eademque humani ingenii origine 

natae mutuo et fere sororio amore inter se tenentnr. Itaque ordo 

ex multis üsque laurea dignissimis nnum elegit, quem artificem 

quasi philosophum philosophiae doctorem salutaret, 

Timm celeberrimum 

Guilelmum de Kaulbach 

pictorem Bavarorum regis aulicum, professorem Monacensem, 

ordinis regii de scientia et arte bene meritomm equitem, ordinis 

coronae Bavaricae civium bene meritorum, ordinis D. Michaelis in 

prima dasse, ordinis regii Belgici Leopoldini equitem, 
pictorem ingenii alti et fecundi, nunc sublimia audentem, nunc 
ingeniöse ludentem, Germanici in arte nominis decus. 

Vires appellavimus ex variis ac diversis disciplinarum gene- 
ribus; nee tamen vel philologiae vel historiae, vel matbematicae 
Tel physicae, vel geologiae vel mechanicae, doctores creantur, 
sed unius philosophiae. Neque enim id agimus, ut unam disci- 
plinarum partem a reliquis seiungamus et tmum quasi membrum 
a corporis communione segregemus. Sed yidendum est, ut und 
spirita, unavita nutriantur omnes, -— id quod communi doctoris 
philosophiae nomine significatur. Quod in populi vita religio est, 
ut homines ultra terrena sapere doceat, id si munus suum ex- 
pleverit, in litteris philosophia est, ut maiora sequenda moneat 
et gpiritn quasi divino doctrinarum molem et alat et agitei 
Igitnr, ut res ritu antiquo procedat, 

quod feHx faustumque sit 

auspiciis laetissimis et saluberrimis 

Serenissimi ac potentissimi principis 

Friderici Guilelmi lY 

Borussorum r^;is 



^ 110 ^. 

regis ac domini nostei 

eiusque auctoritato regia 

reetore magnifico Augusto Boeckh 

ex decreto ordinis amplissiroi philosophorom 

ego promotor legitime constitatus 

Fridericus Adolphas Trendelenborg, 

theologiae et pbilosophiae doctor, facultatis philosophieae 

h. t. decanus 

ho8 vires clarissimos atque doctissimos^ suo quemque loco 

aestamatissimos, 

loannem Henricum Deinhardt, 

directorem et professorem gymnasii Brombergensis, 

Carolum liberum baronem de Richthofeiii 

iuris utriusque doctorem, 

Eduardum de Peucker 

in exercitu regio peditatus praefectum, 

Carolum de Oeynhausen, 

fodinis et rebus metallicis in Guestphalia praefectum, 

Uermannum Ludovicum Ferdinandum Helmholtz 

medicinae doctorem, professorem 

Godofredum Ludolfum Gamphausen, 

a regis consiliis intimis, regni Borussici senatorem, 

Wernerum Siemens, 

officinae telegraphicae magistrum, 

Guilelmum de Kaulbach, 

professorem Monacensem, 

philosophiae doctores et artium liberalium magistros creo,. creatos 

renuntio, iisque philosophiae doctoris et artium liberalium magistri 

ornamenta et honores in soUemnibus universitatis ante quinquaginta 

annos conditae honoris causa esse collatos publice declaro. 

His igitur rite perpetratis superest, ut pia mente I>ei9 m 
peracti temporis gratias egimus, futuri providentiam exoremim, 
de regis nostri et stirpis regiae, de regni vicarii fortis et con- 
stantis, de universae Borussorum et Germanorum patriae, et rei- 
publicae salute fida vota nuncupantes. Utinam universitas nostra, 
novis decem lustris exactis, incolumis sit neve ex quo et patriae 
et scientiae amore genita est, eum et tueri et alere desinat un- 



^ lU — 

quam. Industria scie^tiae cultjrix uniyenätas la66in;luce accendat 
et vitam e vita propaget. Ita faxit Deus, qui et veritas est et 
amor; faxit Dens, cui nüllia annorum yeliit unus dies; faxit 
Deus, cui soli glQpa^ Di|i. 



Gesangtexte- 

Vor den Promotionsliandlungen. 

Festhymnus, i 

Worte der Vulgata, conipoWrt vom Eöniglicilen Kapellmeister 

H. Dorn. 

Cogitavi dies antiquos', et annos aetemos in mente habui. 

Quanta audivimus et cognovimus eia; et patreß nostri narra- 
verunt nobis. 
' Non sunt occultata ^ filiis eomm in gener^tione altera. 

Beatus homo, qui invenit sapientiam et qui affluit prudentia. 

Principium sapientiae timor Domini, et scientia sanctorum 
prudentia. 

Lex Domini immaculata converteus >nimas; testimoniura 
Domini fidele, sapientiam praestans paryulis. 

Non sedi cum coiKjilio vanitatis et oum^ iniqua gerentibus 
non introibo. 

Exurge gloria mea! exurge psalterium! exurgam diluculo. 



Zwischen den Promotionshandlangen. 

Festode, 

gedichtet vom Stud. phil. Ernst Martin, componiii; vom Königlichen 
Kapellmeister W. Taubert. 

Laetus iuventae concinito ohorfis, 
Caelique ad axem cairmina personent! 
Nunc dona Musamm feremiis 
Laudibus ingeaaas ^t ^rtes. 



— 112 — 

Dmna proles hob sumus: imboit 
Ardore Yen corda Dens; dacem 
Menü per errores fidelem 
Per tenebrasque dedit paventi. 

Ingens minus vis consilio valet: 
Irata ridet marmora, adit feras 
Mortalis, et quid sancta possint 
Iura quid ars didicit loquelae. 

Tecto furentis tela fdgit poli. 
Quidquid futurum providus occupat 
Orci modo non regna franget; 
Sed luis arte fiigas puravit 

At seu recessu quid struat intimo 
Natura sollers noscere gestiat 
Rerumque causas, sive yirtus 
Ingenii sibi quae sit et lex; 

Caelestis ardet principii memor 
Vili relicto non moritura mens 
Terrae situ fulgente penna 
Aethereas reparare sedes. 



Nach den Promotionshandlnngen. 

Choral, 
gesungen von der ganzen Versammlung. 

Arx firma Dens noster est, 
Is telum, quo nitamur, 
Is explicat ex omnibus 
Quis malis implicamur. 
Cui enim semper mos, 
lam ter terret nos, 



ite. 



— 113 — 

Per astum, per vim, 
Saevam levat sitim, 
Nil par in terris illi. 

Hoc verbum non pessumdabunt, 
Nee gratiam merebunt, \ . 
In nobis Christi Spiritus 
Et munera vigebunt. 
Tollant corpus, rem, 
Mundi omnem spem, 
Tollant, iubileiitl 
Non lucrum hinc ferent, 
Manebit regnum nobis. 



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V. 
Dritter Hauptfesttag, 17. October. 

Fackelzug und Commerce der Stu- 
direndeu* 

1. 
Lied zum Fackelzuge. 

Töne du, Jubelklang! 
Brause du, Festgesang, 
Zu Seinem Preis, 
Der unsres Landes Hort, 
Defs männlich starkes Wort 
Lieb' und Vertrauen weckt 
In jeder Brust. 

Freiheit erblühet jetzt; 
Nie ward das Recht verletzt, 
Seit Du uns fuhrst. 
Stolzer regt Preufsens Aar 
Heute sein Schwingenpaar ^ 
Und seinem kühnen Flug 
Jauchzt Deutschland zu. 

Sei Friedrich Wilhelm drum 
Lange des Landes Ruhm 
Und Deutschlands Hort! 
Wir alle stehn vereint. 
Nahet ein frecher Feind, 
Schirmen mit Muth und Kraft 
Dein theures Haupt 



— 115 ^ 

Schütze ihn, grofser Gott! 
Sei in Gefahr und Noth 
Ihm Burg und Wehr! 
Wir senden himmelan 
Unsre Gebete dann, 
Rühmen und preisen Dich, 
AUmächt'ger! laut. 



Lied zum Commerce, 

gedichtet vom Stud. phil. und Vorsitzenden des studentischen 
Festcomites Ludwig Mesunius. 

Mel.: Auf sehw&rmt nnd trinkt etc. 

Die Stund' ist da, so lafst uns singen 
Durchglüht von hoher Festeslust, 
Die Freude regt die goldnen Schwingen 
Und schürt das Feuer in der Brust; 
Di-um klinget an und jubelt laut: 
Der Wissenschaft, der hohen Braut! 

Doch lafst uns auch die Mutter ehren, 
Die sie so emsig hegt und pflegt 
Und die mit hohen, weisen Lehren 
Des Jünglings Brust gar tief bewegt: 
Die alma mate>' lebe hoch 
Und blüh' im späten Alter noch! 

Vor allem lafst uns heute flechten 
Den Lorbeerkranz dem Jubelgreis, 
Der nach dem Wahren, Schönen, Rechten 
Stets rang so rüstig, glühend heifs: 
Dem Rector klinget feurig an, 
Es leb' der deutsche Biedermann! 



— 116 — 

Und die mit ihm vereint uns leiten, 
Sie dürfen nicht vergessen sein; 
Es zittern unsres Herzens Saiten 
Von Datikgefühlen zart und rein: 
Ein Hoch dem schönen Männerbuud 
In dieser Dank geweihten Stund'! 

Erhebt Euch jetzt, geliebte Brüder! 
Entblöfst das Haupt dem hohen Paar: 
Dem Stifter gilt's, so ernst, so bieder, 
Der König uns und Vater war. 
Mit ihm vereint dem hohen Sohn, 
Den jetzo schmückt des Landes KronM 

Auf lafst uns zur Begeisterung fliegen. 
Es gilt dem hohen Prinz -Regent, 
Defs Bild in tiefen, feur'gen Zügen 
In jedes Deutschen Busen brennt: 
Er lebe und sein ganzes Haus! 
Stofst an und trinkt die Gläser aus! 

Noch einmal schenket bis zum Rande 
Die Gläser voll, hebt sie empor: 
Ein donnernd Hoch dem Vaterlande 
Erschalle von des Festes Chor! 
Uns alle eint Ein festes Band, 
Es ist das theure Vaterland. 



VI. 
Yerzeichnifs der Festgaben. 



1) Von Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Re- 
genten die Allerhöchste Zasicherung des Baues eines neuen 
Anatomie -Gebäudes. S. oben S. 37 und 58. 

2) Von der Stadt Berlin die städtische Stipendien- und 
Preisaufgabenstiftimg. S. oben S. 31 f. und 56 f. 

Künstlerische Festgaben. 

3) Von Herrn Modelleur Büro in Berlin: einen Abgufs sei- 
nes Modelies zu einem Schilde zum Andenken des fünfzigjährigen 
Bestehens der Universität. 

4) Von der Akademie zu Genf: eine Medaille zur drd- 
hundertj ährigen Jubelfeier der Akademie. 1859. In Bronce. 

5) Vom Königlichen Hofkapellmeister W. Taubert, der 
1827 — 1829 auf hiesiger Universität Philosophie studirt hat: 
1. Ad lyram, ad Sextium, adApollinem, ad Lydiam. 2. Ad Ve- 
nerem, ad Thaliarchum, ad Torquatum, ad Lyden. Oden des 
Horaz, mit deutscher Uebersetzung von Prof. Geppert, ffar vier- 
stimmigen Männerchor componirt Op. 62 und 126. Berlin. 1 BL, 
41, 18 und 8 S. 8. Mit dem eingeschriebenen Distichon: 

Olim quod iuvenem sanctae docuere Camenae, 
Casta nunc grati redditur arte viri. 

6) Von Herrn Karl Hering, Organisten an der Hauptkirche 
und erstem Musiklehrer am Seminar zu Bautzen: Hymne „Ge- 
lobet sei der Name des Herrn aller Herrn" für Männerchor und 
Messinginstrumente. Der Hochschule Berlin zur Feier des fünf- 
zigjährigen Bestehens in freudiger Theilnahme gewidmet Par- 
titur und Klavierauszug. Ms. Fol. 



— 118 — 



Litterarische Festgaben. 

Gedichte. 

7) Lateinische Ode der Universität Marburg (von Pro- 
fessor Ernst Ranke). 4. S. Abschnitt VII. Nr. 1. Ist enthal- 
ten in der lateinischen Festschrift dieser Universität, s. unten 
Nr. 66. 

8) Lateinische Ode im Namen des Dom -Gymnasiums zn 
Magdeburg (vom Director Dr. Johannes Horkel). 4. S, 
Abschnitt VII. Nr, 2. 

9) Deutsche Elegie im Namen des Lehrer- CollegiumB 
des Gymnasiums zu Erfurt (von Director Dr. Georg Seh ö- 
1er). Doppel-Folio. S. Abschnitt VII. Nr. 3. 

10) Lateinische Ode vom Archidiaconus an der Gnad^üuFche 
zu Hirschberg Dr. phil. P ei per. Manuscript. Folio. S. Ab- 
schnitt Vn. Nr. 4. 

11) Deutsche Ode von Agnes le Grave in Potsdam. 8. 
S. Abschnitt VII. Nr. 5. 

12) Xenion. Sieben Festgesänge zur goldenen Jubel-Feier 
der Berliner Hochschule. Von Heinrich G. F. Mahler. Glo- 
gau 1860. 88 S. 8. 

13) Lateinisches Gaudeamus igitur vom Geheimen Medicinal- 
rath Dr. Gedike in Berlin. Ms, 4. 

14) Vom Kaiserlichen Collegienrath Professor Dr. GL Fr. 
Walther, Ober -Bibliothekar der Kaiserlichen öffentlichen Bi- 
bliothek zu St. Petersburg: ein Quartband, enthaltend Fest- 
gedichte zu verschiedenen Anlässen und in verschiedenen Spra- 
chen in 4. und 8. mit der Aufschrift: ßegiae Universitati litterar. 
Berolinensi Germaniae lumini ac decori in solemnibus semisaecu- 
laribus d. XIH. m. Octob. MDCCCLX. sacrum. 

Glückwunschschreiben, Adressen und Votivtafeln. 

15) Glückwunsch der Stadt Berlin, s. Abschnitt VHI. Nr. 1. 

16) Festgrufs der Stadt Danzig, s. Abschnitt VHL Nr. 2. 

17) Adresse der Königlichen Akademie der Wissen- 
schaften zu Berlin, s. Abschnitt VIII. Nr. 3. 



— 119 — 

18) Adresse der Königlieheft Akademie der KAnste 
zu Berlin, s. Abschnitt VIII. Nr. 4. 

19) Adresse der Kaiserlicfaen Akademie der Wissen- 
schaften zu St. Petersburg, s. Abschnitt VIII. Nr. 6. 

20) Adresse der Königlichen Akademie der gemein- 
nützigen Wissenschaften zu Erfurt, s. Abschnitt VIII. Nr. 6. 

21) Adresse der Königlichen Bau-Akademie zu Ber- 
lin, s. Abschnitt VIII. Nr. f. 

22) Adresse des Königlichen Gewerbe -Institutes zu 
Berlin, s. Abschnitt VIII. Nr. 8. 

23) Adresse der Oberlausitaischen Gesellsciiaft der 
Wissenschaften zu Görlitz, s. Abschnitt VIII. Nt. 9. 

24) Adresse der Hufelaudschen Gesellschaft zu Ber- 
lin, s. Abschnitt VIII. Nr. 10, 

25) Adresse des Evangelischen Ober- Kirchenrathes 
zu Berlin, s. Abschnitt VIII. Nr. 11. 

26) Adresse des Königlichen Revi8ion8<-G'041egiums 
für Landes- Cultur- Sachen zu Berlin, s. Abschnitt VIII. 
Nr. 12. 

27) Adresse der Universität Basel, s. Abschnitt VIEL 
Nr. 13. 

28) Glückwunschschreiben der Universität Bern, & Ab- 
schnitt Vra. Nr. 14. 

29) Adresse der Universität Bonn,, s. Abschnitt VIII. 
Nr. 15. 

30) Votivtafel des Lyceum Hosianum zu Braunsbergf, 
8. Abschnitt VIII. Nr. 16. 

31) Adresse der Universität Breslau, s« Abschnitt VIII. 
Nr. 17. 

32) Adresse der Universität Ghrisliania, s. Absehnitt 
VIII. Nr. i8. 

33) Adresse der Universität Dorpat, s. Abschnitt VIII. 
Nr. 19. 

34) Adresse der Universität Erlangen, s. Abschnitt VIII. 
Nr. 20. 

35) AdresscL der Universität Preiburg, 8. Abedmitt VIII. 
Nr. 21. 



— 120 — 

36) Glückwunsohschreiben der Akademie zu Genf, «.Ab- 
schnitt VIII. Nr. 22. 

37) Votivtafel der Universität Göttingen, 8. Abschnitt 
VIII. Nr. 23. 

38) Votivtafel der Universität Greifs wald, s. Abschnitt 
.Vm. Nr. 24. 

39) Adresse des Akademischen Gymnasiums zu Ham- 
burg, s. Abschnitt VIII. Nr. 25. Vgl. unten Nr. 77. 

40) Adresse der Universitfit Heidelberg, s. Abschnitt 
VIII. Nr. 26. 

41) Adresse dor Universität Innsbruck, s. Abschnitt 
VIII. Nr. 27. 

42) Votivtafel der Universität Königsberg, B.Abschnitt 
VIII. Nr. 28. 

43) Votivtafel der Universität Leipzig, s. Abschnitt 
VIII. Nr. 29. 

44) Adresse der Universität München, s. Abschnitt VIII. 
Hr. 30. 

45) Adresse der Akademie Münster, s. Abschnitt VIII. 
JJr. 31. 

46) Adresse der Universität Rostock, s. Abschnitt VIII. 
Nr. 32. 

47) Adresse der Universität Tübingen, s. Abschnitt 
Vin. Nr. 33. 

48) Votivtafel der Universität Wien, s. Abschnitt VDl 
Nr. 34. 

49) Adresse der Universität Würzburg, s. Abschnitt 
.VUI. Nr. 35. Steht vor der Festschrift dieser Universität, 8. 
unten Nr. 71. 

50) Glückwunschschreiben der Universität Zftrich, s. 
Abschnitt VIII, Nr. 36. Steht vor der Festschrift dieser Univer- 
sität s. unten Nr. 79. 

51) Adresse des Königlichen Friedrich- Wilhelma- 
Institutes und der Königlichen medicinisch- chirnr- 
gischenMilitär- Akademie zuBerlin,s. Abschnitt VIII. Nr.37. 

52) Adresse der Berliner Gymnasien und Realschu- 
len, s. Abschnitt VIII. Nr. 38, 



_ m — -^ 

53) Adresse der Ritter-Akademie zu Brandenburg, 
s. Abschnitt VIII.' Nr. 39. Steht vor d^r Festschrift der Anstalt 
8. unten Nr. 87. *>" 

54) Adresse des GymnasiulAs zu Potsdam, s. Abschnitt 
VIII. Nr. 40. ^^ 

55) Adresse des Gymnasiums zuPrenzlau, s. Abschnitt 
VIU. Nr. 41. 

56) Votivtafel des Progymnasiumj^ und der höheren 
Burgerschule zu Spandau, s. Abscliiilitt VIII. Nr. 42. 

57) Glückwunschschreiben des Königlichen Cadetten- 
Corps zu Berlin, s. Abschnitt VIII. Nr. 43. 

58) Glückwunschschreiben des Gymnasiums zu Schafs- 
bürg in Siebenbürgen, s. Abschnitt VIII. Nr. 44. Vgl. Nr. 93. 

59) Adresse des Königlichen Schul- Collegiums der 
Provinz Brandenburg zu Berlin, s. Abschnitt Vül. Nr. 45. 

60) Adresse der von der Universität Berlin promo- 
virten Doctoren, s. Abschnitt VIII. Nr, 46. 

61) Glückwunschschreiben des ordentl. Professors der Univer- 
sität Breslau Dr. Cybulski (Brief an den Rector). 

62) Glückwunschschreiben des Pfarrers G. Schulz zu Jo- 
hannisburg in Masuren. 

63) Adresse des Stud. phil. Merlis in neugriechischer 
Sprache. 

64) Adresse der Dorpater Studirenden an die hiesigen 
Commilitonen, s. Abschnitt VIII. Nr. 47. 

65) Adresse des Professors der Universität Wien Dr. Hyrtl 
an die medicinische Facultät in Begleitung seines Festgeschenkes 
s. unten Nr. 113 und Abschnitt VIII. Nr. 48. 

Zueignungen wissenschaftlicher Werke. 

66) Festschrift der Universität Marburg: Inclytae uni- 
versitati literarum Berolinensi Idibus Octobribus a. MDCCCLX 
semisaecularia celebranti gratulatur universitatis literarum Mar- 
burgensis Prorector cum Senatu. Inest Ernesti Ranke spe- 
cimen codicis Novi Testament! Fuldensis. Marburg 1860. S. 8—31. 
4. Mit 3 Tafeln. Vgl. Nr. 7 und Abschnitt VII. Nr. 1. 

67) Vom Oberappellationsgerichtsrath Dr, Laspeyres in 



— 122 — 

Lübeck: Bemhardi Papiensis Faventini episcopi snilima decre- 
talium. Ad librorum manascriptorum fidem cum aliis eiosdem 
scriptoris anecdotis edidit Em. Ad. Tbeod. Laspeyres. Acce- 
dit tabula scriptnrae codicuin exhibens specimina. Regensburg 
1860. LXII und 366 S. 8. ^ Universitatis Friderico-GnilelmiM 
Berolinensis alinae studionim matris anuum decimi lostri iabi- 
laeum celehraturae Senatui academico atque omnium ordinum Om- 
nibus qui nunc sunt fueruntve professoribus et doctoribns atque 
inter cos inprimis triomvirls lUustrissimis atque ExcellenÜBsimis 
ex fundationis tempore pei* divinam gratiam superstitibus Au- 
guste Boeckhio huius anni inbilaei Kectori Umyersitatas Ma« 
gnifico, Carole Friderico de Savinio et Friderico Augusto 
Bienero dominis suis ac magistris ad cinerea usque pio gn« 
tissimoque animo colendis liunc libelluni gi'atulabundus atque ve- 
uerabundus offert editor.'^ 

G8) Von dem Privatdocenten der Medicin an der hiesigen 
llniversitiit Dr. J. ßergson: Zur historischen Pathologie der 
Brachial-Neuralgien. Gratulationsschrift zur fünfzigjährigen Jubel- 
feier der Königlichen Friedrich -Wilhelms -Universität am XV., 
XVI. imd XVII. October MDCCCLX von Dr. med. J. ßergson, 
Üniversitäts-Docent. Berlin 1860. 25 S. 4» 

69) Vom praktischen Arzte Dr. Eduard Lichtenstein iü 
Berlin: Neuer Beitrag zur Cholera. Aetiologisches und Thera- 
peutisches. Berlin 1860. 1 BL, VI und 60 S. 8. 

70) Vom Professor Dr. Cantzler in Greifswald: Ueber die 
Anwendung der durch Reibung erregten Electricität zu therapeu- 
tischem Behufe von Professor Dr. R. F. B. Cantzler, Gonrector 
am Gymnasium zu Greifswald etc. Sonderabdruck ans einem 
Gymnasial -Programme. Greifs wald 1860. 2 Bl. und 27 S. 4. 
^Der Hochachtbaren Medicinischen Facultät der Königlichen Uni- 
versität Berlin zu ihrer fünfzigjährigen JubeKeier hochachtungs- 
voll und ehrerbietigst überreicht von einem ihrer fernen Verehrer." 

71) Festschrift der Universität Wurzburg: Der k. prenfri- 
schen Universität Berlin bringt zur Feier Ihres funfzigjUirigen 
Jubiläums die Julius -Maximilians -Universität zu Würzburg ihre 
besten Glückwünsche dar durch ihren Vertreter Dr. Franz Hoff- 
mann, Professor etc. etc. Inhalt: Ueber die Gottesidee des 



— 128 — 

Anaxagoras, des Sokrates und des Piaton, im Zusammenhange 
ihrer Lehren von der Welt nnd vom Menschen. Würzburg 1860. 
1 Bl. und 32 S. 4. Vgl. Nr. 49 und Abschnitt VIII. Nr. 35. 

72) Von der Kaiserlichen Akademie der Wissen- 
schaften zu St. Petersburg: Briefe von Christian WoliF aus 
den Jahren 1719 — 175B. Ein Beitrag zur Geschichte der Kaiser- 
lichen Akademie der Wissenschaften zu St. Petersburg. St. Peters- 
burg 1860. XXXV und 268 S. gr. 8. Vgl. Nr. 19. 

73) Vom Professor Gerhardt in Eisleben: Briefwechsel 
zwischen Leibniz und Christian Wolf. Aus den Handschriften der 
Königlichen Bibliothek zu Hannover herausgegeben von C. J. Ger- 
hardt Mit einer Figurentafel. Halle 1860. 2 Bl. u. 188 S. 8. 

74) Vom Dr. med. Kahl bäum, zweiten Arzte der Provin- 
zial-Heil- und Pflegeanstalt Altenberg bei Wehlau: Entwurf einer 
Wissenschaftslehre nach der Methode der Naturforschung. Zur 
Jubelfeier des fünfzigjährigen Bestehens der Friedrich- Wilhelms^ 
Universität Berlin ehrfurchtsvoll und dankbar übergeben von ihrem 
Schüler Karl Kahlbaum, Dr. med. Danzig 1860. 29 S. 8. 

75) Von dem Königlichen evangelischen Gymnasium 
zuThorn: Zur Erinnerung an Johann Wilhelm Süvern. Von 
Dr. W. A. Passow, Director des Königl. evangel. Gymnasium 
zu Thom. Thom 1860. 2 Bl. 19 S. 4. 

76) Vom Dr. J. B. Meyer in Hamburg: Gedanken über eine 
zeitgemäfse Entwickelung der deutschen üniversiläten von Jür- 
gen Bona Meyer, Dr. der Philos. Hamburg 1860. XIV und 
97 S. 8. 

77) Vom Akademischen Gymnasium zu Hamburg: 
Urkunden -Buch zur Wiener Schlufs-Acte, herausgegeben von 
Ludwig Karl Aegidi. Berlin 1860. VI und 452 S. 8. „Der 
Königlich Preufsischen Friedrich- Wilhelms-Üniversität Berlin zur 
Jubelfeier ihres segensreichen und ruhmvollen halbhundertjährigen 
Bestehens und Wirkens dargebracht von dem Akademischen Gym- 
nasium der freien und Hanse-Stadt Hamburg. ** Vgl. Nr. 39. 

78) Vom Verein für Geschichte der Mark Branden- 
burg in Berlin: Geschichte der Befestigung von Berlin. Ver- 
Mst von F. Holtze, Oberlehrer am Königl. Kadetten -Corps. 
Der Königlichen Friedrich - Wilhelms - Universität in Beiiin zur 



— 124 — 

Feier ihre» fünfzigjährigen Bestehens überreieht von dem Verein 
für Geschichte der Mark Brandenburg. Berlin 1860. 1 Bl. 101 S. 
8. und 1 Plan. 

79) Festschrift der Universität Zürich: Univeraitati litte- 
rariae Fridericae Guilelmae ante hos L annos insütatae die XY. 
mensis Octobris anni MDCC)GLX. sacra celebranti rite gratolaotor 
universitatis Turicensis Rector et Senatus. Inest (Hermanni 
Koechly) de divcrsis Hesiodeae Theogoniae partibus dissertatio. 
Zürich 18G(). S. 7—38. 4. Vgl. Nr. 50 und Abschnitt Vm. Nr. 36. 

80) Festschrift des Gymnasiums zu Potsdam: Inclytae 
Literanim Universitati Berolinensi diebus XIV. XV. XVI. memds 
Octobris anni MDCCCLX. solemnia semisaecularia celebranti 
summa qua decet reverentia ac pietate congratulator Gymnasiam 
Potisdamiense. 4. Enthält: 1) Fr. Rigler, de Beroe Nonnica 
S. 5—29. 2) G. H. Schuetz, de fundamentis reipnblicae, quae 
primo Politicorum libro ab Aristotele posita sunt. Particola terÖL 
De quaestus faciendi via ac ratione (nsQi rPjg xQrif.itnio%inil^ 
cap. 8—11). 12 S. Vgl. Nr. 54 und Abschnitt VIII. Nr. 40. 

81) Vom Professor am Friedrichs -Werderschen Gymnasium 
zu Berlin Dr. Julius Richter: Aristophanis Pax. Edidit lu- 
lius Richter phil.dr. Berlin, 1860. VII imd 312 S. 8. „Unt- 
versitati literarum Berolinensi almae optimarum artium matri 
quinquagenariae sanctissimae pacis cultrici diem natalem Idibns 
Octobribus anni MDCCCLX. auspiciis faustissimis celebranti vigo- 
rem perpetuum florem felieitatem precatus hanc Pacis Aristopba- 
neae editionem sacravit Julius Richter Pomeranus. " 

82) Vom Professor Dr. Julius Sommerbrodt, Director des 
Königlichen evangelischen Friedrich - Wilhelms - Gymnasiums xu 
Posen: Ausgewählte Schriften des Lucian. Erklärt von Julius 
Sommerbrodt. 1. Bändchen: ü eher Lucians Leben und SchrifteiL 
Lucians Traum. Charon. Timon. Berlin 1860. XXXV und 100 S. 
8. („Me solvet vitulus" Hör. carm. IV, 2, 54.) Angebunden sind: 
2. Bändchen: Nigrinus. Der Hahn. Ikaromenippus. Leipzig 1858. 
3 Bl. und 1 02 S. 8. 3. Bändchen : Wie man Geschichte schreiben 
soll. Die Rednerschule. Der Fischer. Der ungebildete Bücher- 
nan-. Ueber die Pantomimik. Berlin 1857. VIII und 191 S. & 

83) Vom ordentlichen Professor an der hiesigen UmversitKt 



— 125 -^ 

Dr. Eduard Gerhard: lieber archäologische Sammlungen und 
Studien. Zur Jubelfeier der Universität Berlin von Eduard 
Gerhard. Berlin 1860. 35 S. 8. 

84) Festschrift des Gymnasiums zu Brandenburg: Q. d. 
b. V. Clarissimae litterarum universitati Fridericae Guilelmae Beroli- 
nensi auspiciis Regis Borussorum Augustissimi Friderici Guilelmilll. 
ad coelestium sedes evecti feliciter conditae prima sacra semisaecu- 
laria diebus XV. XVI. XVII. mensis Octobris anni MDCCCLX 
sollenniter celebranda pio gratoque animo gratulantur gymnasii 
Brandenburgensis rector et magistrorum collegium votorum suo- 
rum interprete Richarde B er gm anno ph. dr. — De inscrip- 
tione Cretensi inedita qua continetur foedus a Gortyniis et Hie- 
rapytniis cumPriansiis factum scripsit RichardusBergmannus. 
Brandenburg 1860. 13 S. 4. 

85) Vom Professor am Gymnasium zu Thorn Dr. Jansen: 
Q. b. f. f. q. s. Literarum universitatis Berolinensis sacra semi^ 
saecularia diebus XV. XVI. XVII. m. Octobris a. MDCCCLX. 
rite celebranda gratulatur Dr. Georg. Ludov. Jansen, gymnasii 
Thorunensis professor. — De Graeci sermonis paullo post futuri 
forma atque usa scripsit Dr. Georg. Lüde v. Jansen, gymnasii 
Thorunensis prof. Thorn 1860. 2 Bl. u. 19 S. 8. 

86) Vom Oberlehrer am Herzoglichen Francisceum zu Zerbst 
Franz Kindscher: Universitati litterariae Fridericae Guilelmae 
Berolinensi semisaecularibus Idibus Octobribus a. MDCCCLX. pie 
laeteque gratulabundus Franciscus Kindscher Dessaviensis 
Franciscei Anhaltinorum Servestani Collega etc. etc. — Emenda- 
tiones Caesarianae scripsit F. K. Zerbst 1860. 18 S. 4. 

87) Festschrift der Ritter-Akademie zu Brandenburg: 
Q. b. f. t f. s. Illustrissimae litterarum universitati Fridericae Gui- 
lelmae Berolinensi laetissimis ac saluberrimis auspiciis Serenissimi 
ac Potentissimi Principis Friderici GuilehDoi III Borussorum Regis 
Clementissimi Sapientissimi lustissimi ante hos quinquaginta annos 
conditae almae liberalium artium et ingenuarum doctrinarum pa- 
renti quum summa magistrorum celebritate florenti tum soUda et 
assidua discipulorum frequentia honestatae patriae decori memo- 
riam semisaecularem die XV. m. Octobris a. MDCCCLX sollem- 
niter celebranti decem lustra feliciter peracta pientissime con-^ 



— 126 — 

gratulantar rector et praeceptores academiae eqnestris Branden- 
bnrgensis. Brandenburg 1860. 2 Bl. und 19 S. 4. EnthSlt: 
A. Koch, emendationes Livianae. Vgl. oben Nr. 58. 

88) Vom Oberlehrer an der Königsstädtischen Realschule 
zu Berlin Dr. Julius Bartsch: Schiller's Glaube an die Un- 
sterblichkeit der Seele. Zum lOlsten Geburtstage des Dichten^ 
10. November 1860. Ein kleiner Beitrag zum Vortheile der Errich- 
tung des Schiller-Denkmals in Berlin dargebracht Yon J. Bartsch. 
Berlin 1860. 2 Bl. und 16 S. 4. 

ÄuTser diesen der Universität gewidmeten Werken wurden 
folgende als Geschenke überreicht: 

89) Vom Departement des öffentlichen Unterrichts 
für den Canton Genf: M6moires de Tinstitut national GenevoM. 
Tome 1— V. (Ann^e 1853—1857.) Genf 1854—1858. 5 Bände. 4. 

90) Vom Pfarrer Dr. theol. J. J. van Oosterzee in Rotto- 
dam: Das Evangelium nach Lukas. Theologisch-homiletisch be8^ 
beitet von J. J. van Oosterzee. (J. P. Lange's theologisch-ho- 
miletisches Bibelwerk. Neuen Testamentes Dritter Theil.) Bielefeld 
1859. 8. 

91) Von Herrn Eduard von Muralt: Recensus loeomm 
quibus editio codicis Vaticani Romana ab Angelo Maio praepa- 
rata et Hamburgensis annorum MDCCCXLVII et MDCCCXLVÜI 
inter sese diiferunt adiuncta in locis dubiis varietate Bartoloecians, 
Birchiana, Bentleiana nee non lectione ab Eduardo de Mnralto 
Romae in ipso codice hie illic observata. Hamburg 1860. Kl. 8. 

92) Vom Pfarrer zu Grofs-Lichtenau in Westpreufsen Victor 
Bobrik seine Schrift: Quid in aede sacra altare significet, quid 
ea, quae ad illud pertinent, emblemata symbolica, ilidem et onuir 
menta et decus nee non omatus, quae cum ipsis saepios sponte 
inveniuntnr coniuncta, et quatenus haecce sint seu admittenda sea 
necessarie coercenda, quaeritur. Danzig 1859. 4. 

93) Vom Director des evangelischen Gymnasiums zu SehSfin 
burg in Siebenbürgen G. D. Teutsch: Das Zehntrecht der evan- 
gelischen Landeskirche A. B. in Siebenbürgen. Eine rechtsge- 
schichüiche Abhandlung von G. D, Teutsch. Schäfsburg 1858. 8. 
Vgl. Nr. 58. 



— 127 — 

94) Von Herrn IsldorEaimin Dresden: Revision der Säch- 
sischen Rezesse von 1740 und 1885 mit dem Hanse Schönburg. 
Von Isidor Kaim. Leipzig 1860. 8. 

95) Von Herrn Friedrich Hörn in Jena: Ein Band mit 
der Aufschrift: Philosophie und akademisches Leben. Enthält 
1) Das Problem und System der Philosophie. Grundzüge zur 
Philosophie als der Wissenschaft der Wissenschaften mit beson- 
derem Hinblick auf das System der praktischen Philosophie oder 
der Ethik. Von Friedrich Hörn. Mit dem Motto: FviS^i 
aavzov. Jena 1860. 8. 2) Deutsche Blätter, Knospen und Blü- 
then aus Jena. In Erwiederung des „offenen Sendschreibens aus 
Weimar" und zur Erinnerung an die dritte Säcularfeier der Univer- 
sität den Alten und den Jungen dargebracht von Friedrich 
Hörn. Jena 1859. 8. 

96) Vom Director Bonneil, Stadtschulrath Fürbringer 
und Königlichen Seminar -Director Thilo als Herausgebern und 
Redaeteuren und dem Verlagsbuchhändler C. W. Mohr als Ver- 
leger die Nr. 2 der Berliner Blätter für Schule und Erziehung 
vom 11. October 1860 in der ein Aufsatz: Zur ersten Jubelfeier 
der Königlichen Friedrich -Wilhelms -Universität zu Berlin (von 
Director Bonn eil) enthalten ist. 8. 

97) Von der Akademie zu Genf: Souvenirs du jubil6 
tris^cnlaire de racademie de Genfeve 5., 6., 7. Juin 1859. Genf 1 859. 8. 

98) Von derselben: L'ordre du College de Geneue. — 
Leges academiae Genevensis. (Ohne Ort und Jahreszahl.) 4. 

99) Von derselben: Le livre du Recteur. Catalogue des 
Etudiants de TAcademie de Genfeve de 1559 ä 1859. Genf 1860. 8. 

100) Vom Professor Dr. Ofterdinger zu Ulm: Beiträge 
zur Geschichte der griechischen Mathematik von Professor Dr. 
L. F. Ofterdinger. Ulm 1860. 4. 

101) Von der physikalischen und naturgeschicht- 
liehen Gesellschaft zu Genf: Memoires de la soci6tä de phy- 
Htque et d'hittoire naturelle de Genive. Tome XIIL part. 1. 2. 
XIV. p. 1. 2. XV. p. 1. Genf 1852 — 1859. 5 Bände. 4.- ' 

102) Vom Professor und zeitigen Rector der Akademie zu 
Gwf, £lie Wartmann: Mömeire sur T^change simultan^ de 
plusieurs depeches t^legraphiques entre deiix statione qui ne com- 



— 128 — 

muniquent qae par an fil de ligne, par M. Elie Wartmann. 
Genf 1860. 4. Mit einer TafeL 

103) Vom Dr. med. Edouard Claparfede zu Genf: De 
la formation et de la fecondation des oeufs chez les vers n^mar 
todes par Edouard Claparede. Genf 1859. 4. Mit 8 Tafeln. 

104) Von demselben: Etudes sur les infusoires et les rhi- 
zopodes par Edouard Claparede et Johannes Lacbmann. 
Livraison 1. 2. Genf 1858. 1859. 4. Mit 24 Tafeln. 

105) Von der Gesellschaft für Geschichte und Alter- 
thumskuude zu Genf: Memoires et documents publi6s park 
»ociötc d'histoire et d'archeologie de Genfeve. Tome I — XII. Genf 
1841—1860. 12 Bände. 8. 

lOG) Von den Herrn Chaponni^re und Gust Revilliod 
zu Genf die von denselben herausgegebene Schrift: Aduis et 
deuis de la source de Tidolatrie et tyrannie papale, par quelle 
practiquo et finesse les Papes sont en si haut degre mqntez, 
suiuis des diiFormes Reformateurz, de laduis et deuis de menconge 
et des faulx miracles du temps present par Franc ois Boniuard 
ancien-prieur de St Victor. Genf 1856. 8. 

107) Von Dr. der Rechte Edouard Fick zu Genf die von 
ihm herausgegebenen: Annales de la cit6 de Gen^ve attribu6ei 
a Jean Savyou syndic. Genf 1858. 8. 

108) Von demselben: Lois civiles et commerciales qoi 
constitueut, avec les codes, la legislation du canton de Genöye, 
rouuios daus Tordro des codes par Antoine Flammer avocat 
avoc la coUaboration de Edouard Fick docteur en droit Genf 
I85i>. 8. 

109) Von Herrn Gustav Revilliod zu Genf: Les actes et 
gostos moruoilloux do la cito de Geneue nouuellement conaertie 
a rKuangillo fniotx du tomps de leur Reformation et comment 
ils Tont rooouo rodigoz par esoript en fourme de Chroniques 
Annale« ou Hystoyros commoncaut Tan MDXXXU par Antoine 
Fromment Mis on lumiero par Oustaue Reuilliod. Genf 
IS54. 8. 

nO> Von d^T Ge$eU$chaft für Erdkunde znGenf: M^ 
moiniv^ do la socioto do goographio do G^n^Te« Tome L Genf 
l;>i^>. ^ Mii 4 Kan^iL 



— 129 — 

111) Vom Professor Ludwig Friedrich Ritter in Stutt- 
gart: Praktischer Unterricht im geometrischen Zeichnen mit In- 
strumenten für Mittel-, Handwerks- und Fortbildungs-Schulen sowie 
für Gymnasien und Realschulen' und zur Selbstbelehrung von 
Ludwig Friedrich Ritter, Professor an der königlichea Real- 
schule ia Stuttgart. Mit einem Atlas von XYIIliUaJeln in Stein- 
druck (in grofs Folio). Stuttgart 1860. 8. 

112) Vom Hofbuchhändler van der ßeeck zu Neuwied: 
Ein Lied zur That. An die deutsche Nation. Zum Jahresgedächt- 
nifs der Schiller-Feier. Neuwied, am 10. November 1860. 12. 

Naturwissenschaftliche Gegenstände. 

113) Vom Professor Dr. Hyrtl in Wien: Eine Kiste mit 
Präparaten für das anatomische Museum und die pathologisch- 
anatomische Sammlung der Universität. Vgl. oben Nr. 65 und 
Abschnitt VIÜ. Nr. 48. 

Nachtrag, 

114) Vom Akademischen und Real- Gymnasium zu 
Hamburg ward Ostern 1861 eingesandt: Verzeichnifs der Vor- 
lesungen, welche am Hamburgischen Akademischen und Real- 
Gymnasium von Ostern 1861 bis Ostern 1863 gehalten werden 
sollen. Herausgegeben von L. K. Aegidi, der Rechte Dr., Pro- 
fessor der Geschichte, d. Z. Rectpr. Hambuiig 1861. 4. Ent- 
hält: 1) Jahresbericht des Rectors (darin von S. VI — XII über die 
Theilnahme der Anstalt an unserem Jubelfeste). 2) Aus dem 
Jahr 1819, Beitrag zur deutschen Geschichte (nebst urkundlicher 
Beilage, die Registratur über die in der XXXV. Sitzung der Bun- 
desversammlung am 20. Sept. 1819 zu §. 220 abgegebenen Ab- 
stimmungen enthaltend) vom Herausgeber. 3) Beobachtung der 
totalen Sonnenfinstemifs zu CasteUon de la Plana in Spanien am 
18. Juli 1860, von Dr. Rümker. 4) Verzeichnifs der Vorlesungen. 



VIT. 
Der Universität gewidmete Festgedichte. 



Inclytae universitati literarum Berolinensi Idibiis Octobri- 

bus a. MDCCCLX semisaecularia celebranti gratiilatur uni- 

versitatis literarum Marburgensis Pi'orector cüih Seiifatu. 

Car novi Sprehae placidas ad nndas 
excitant mentem sonitus? saperba 
cur novo splendore palatioram 
comta refalget 

urbs Bomssomm? quid agit decora 
in domo regum chorus hie verendus? 
Artibus ^audens academiisque 
Die, age^ Musal 

Nullns hie pompae loeus esi iritrü^ 
nuilus est fuco neque glorianti 
fastui. Dignam nivibus comiirum 
eeee seneetam 

et viros nervis iuvenum vigentes 
pube eum florente ad agenda sacra 
hie vides iunctos superas in auras 
mittere voees. 

Gratias solvunt, pia vota fundunt, 
dant preeum laudes. Gelebrant, decem ante 
lustra quod elemens Dens ex profunda 
nocte retexit 



^ 131 ^ 

lomen. Illiu& mi^mori mlnae 
Mgidi horrores etiamaum inhaerent, 
qua ferox qaondam patriae occapatos 
undiqne fines 

hostis afflixit subolesque clade 
hea Tnisconis rait aniversa. 
Tunc ubi vlctricis amlca gentis 
palma Bornssae? 

tunc ubi vexilla prius corusea 
urbium? cuius fuit^ his in a^rvis 
quod spei incertae rigido labore 
sevit arator? 

unde tunc leges popnlis acerbne? 
regibus noatris aliena iussa 
unde? Gallonun atrqfttii insolent! 
cuncta repletal 

Et cuinam taue iicuil dolores 
publicos efferre? cui querendi 
Ulla libertas tril^uit malorum 
dulce levamen? 

Heu decua summom patriae optimiuiique 
tunc, fides Germana , ocolos gigantis 
luridos horrens, subiit propinqua 
labe periclum! 

Sed Dens, sed cunctipotens eolnmnam 
proiici quassam vetnit. Pideli 
filio et regi patriae, severa 
Sorte probato, 

Friderico Guilelmo ahennm 
robur inspirat. Lodovica fida 
coniugi coniux velut ex Corona 
caelicolarum 



— 132 ~ 

adstat in terris> ope mox peracta 
in beatorum reditnm sedes, 
ut suis, quae non pereant, Bonissis 
munera linquat; 

adstat ornatns meritis virornm 
coetus, altari patriae sacratos 
adgerens ignes, qnibus in tyranni 
regna nefasta 

omnium, qui ferra ferant, bonorum 
proelium extremum statuunt, futnri 
per Deum certis animis triumpbi 
pectoribusque 

masculis. Lux illa, soror ßoromm 
docta doctarum in Serie, chori dux 
quae salutanda es, studio flagranti 
te dedit urbis! 

lila lux, qua rex, sator ut patemas> 
te, coercens regificum apparatum, 
divitem et grandem voluit, benigna 
te dedit orbi, 

spem novam certamque resuscitandae 
ex gravi luctu patriae universae! 
lila fortunata dies piorum 
cordibus omni 

gratulabundis celebretur aevo! 
Kam fidem servans tua reddidisti 
dona donanti. Locuples ab Ulo 
divitiarum 

aureum semen patriae per arva 
larga sparsisti. luvenum oobortes 
artium sertis studiique lauro 
conspicuorum 



~ 138 ~ 

indoisti armis^ violenta Galli 
castra fracturas, ineritoqiie eultu 
restituturas patrioö, resarta^ 
pace, penates. 

Tanta nascenti tibi sunt tributa! 
Rivulis parvis oriuntur amaes: 
ex redundanti tua magna fönte 
volvitur nnda. 

Magna volvator! vegetam et salntem> 
rege caelesti latices alente, 
per virescentis patriae beata 
prata volntet! 



2. 

aiversiteti literarum Berolinensi academiarum Germaniae 
'incipi decimum lustrum prospere peractum gratulantur 
rmnasii cathedralis Magdeburgensis Rector et Collegae 
prid. Idus Oetobr. a. MDCCOLX. 

Dira premebat nocte Borussiam 
Nubes dolores parturiens tmces: 
Non astra lacebant, nee nlla 
Aura graves nebulas movebat. 

lam fessa torpent, heu, populi prins 
Andere qnidvis fortia pectora^ 
Et mole damnomm snbacta 
Anxia corda pavent viromm, 

Invictus olim dum latet abditns 
Regnator ales^ fulminis immemor, 
Pennisqne demissis qniescit 
Membra sopore novo solutus* 



— 134 — 

Ecce inter atros coelitns emicant 
Nimbos recentis semma lumitiis 
Irasque promittant acerbas 
Non fore perpetuas deornm; 

Ac primus änräs vix radins ferit^ 
Sopita virtus qniim calet alitis, 
Cursnsqne snspectans relictos 
Ingeniti meminit vigoris, 

lam librat alas , iam rabiem feram 
Vindictam et acrem servitii pärat^ 
Iam surgit, ingentiqne msu 
Ardna dum repetit, frenieniis 

Percussa tellus nngnibas en novos 
Fandet liquores vulnere: non secus 
Fertur Medusaei canorum 
Ictus equi genuisse rivum. 

Mox lympha grato murmnre garrnla 
Musas amicas fontibus advoc^t, 
Qnae sede laetantes novella 
Pollice virglneo pererrant 

Chordas et, nndae dum cilitis flannt 
Coelumque vestit pnrpnreis rösis 
Aurora, libertatis almae 
Garminibus reditum 'äälutänt , 

Musisque sacros iam latices tegit 
ümbrosa densis laurea frondibüs 
Et palma, subliäii triutii;^lios 
Vertice qnae loquitur superboi!;: 

Atque inter illas altior in dies, 
Cura sororum f ota tiovem pia , 
Ut quondam ad IHssi flüen^, 
Crescere kinat plätätnus , ' tf j^ta 



— üSö — 

Quae tßuc loqael^ SpciatiB ^aiiire^ 
Vatii^iie JEIomti rPj^ciis ^0Aa4is 
lam prisca mir^ijtp^r s^qmidis 
Ommibps jedilsse ^ii^n. 

Ex hoc sacmto fönte flpens 4^ein 
Per Inst^ lapsn moltiplici Uftuor 
Undas salutares per jarva 
Munificos patriae volul^t, 

Quis tacta ramos vividior qnatit 
Germana qnercns, snrgit et altior, 
Kullasqne tempestatis iras 
Freta sna metnil inyenta. 

Illos liqnores qni sitiens bibit, 
Pnro calescens pectore iain stnpet, 
Qnae nocte con^ebantjoir atra, 
Luce sibi insolita re<^Iudi, 

Donec beatns mnn^re conyocat^ 
Qoicnnqae vemm Gerrere gestiant; 
Aegreqne de ripa bibentum 
Yix satiata cohors recedit, 

Quod jam cobortes approperant novae, 
Alpina pubes, qnique bnmiles tenent 
Campos ^ arenosiunqne litns 
Vitiferos babitantve coUes. 

Cnnctis benignus divite copia 
Divinns amnis plenior afflnit, 
Saaviqae alnmnorum snonim 
Laetior alloqnio tnmescit. 

Qni nunc ovantes Ince bona sacri 
Natale fontis concelebrant nemns, 
Vi^eqne mansurae piMrenti 
Praemia non peritnra donant 



— 136 — 

Non ista nobis vis data, sed.tnae 
Lymphae rigarunt hanc qnoque villulam: 
Ulis madentes en apricos 
Accipe, fons venerande, flores^ 

Dura raente grata vocibus et püs 
Illum precamur, qni regit omnia, 
Cursus et undarum tuamm 
Prosperet innumeros in annos. 



Der Königlichen Universität zu Berlin zu ihrer fünfzig- 
jährigen Jubelfeier am 15. October 1860. 

Geistiger That, nicht der That des von Blute geröfheten Schwertes, 

Tönt heut Jubelgesang festliche Hallen hindurch. 
Dir ist der goldene Kranz und die Siegespalme geweihet, 

Welche der Festaltar zeiget von Blumen umhegt. 
Jungfrau, Seherin! hehr, in den Händen die strahlende Fackel, 

Stehst Du im Purpurschniuck prangend vor unserem Blick. 
Du bist's, die uns geleuchtet im düsteren Dunkel der Knechtschaft, 

Du bist's, welche dem Licht öflFnet die Tiefen der Welt. 
HoflFnungspenderin Du — was in Glauben und Wissen sich trennet, 

Was im Entwickluugskampf hemmet der Edelsten Muth, 
Du, die Germanin, wirst urgeistigen Stammes es lösen. 

Und so einstens der Welt göttlichen Frieden verleihn. 
Dies Dein höchster Beruf, den ruhmvoll treu Du gepfleget 

Bis zu dem heutigen Tag, welcher in sonnigem Glanz 
Rückwärts schauen Dich heifst und vorwärts, freudig versichert, 

Dafs Jahrhunderte fort Geist Dir und Leben gedeihn. 
Gottgedanken — sie nährten Dich grofs: so forschend und bildend 

Wirst Du der Menschheit Bau fester und schöner erhöhn. 
Drum Dir „Gott zum Grufs" nach dem altthüringischen Zuruf, 

Wie ihn Herder — mit ihm Schiller und Göthe verstand. 

Die Lehrer des Königlichen Gymnasiums zu Erfurt. 



— 137 



Universitati litterame iFridericae Guilelmae quae floret Be- 
rolini quinquaginta annos feliciter et cum gloria superatis 
primum hoc iubilaeum devotissime gratulatus est Car.Rud. 
Sam. Peiper phil. Dr. Senior et Archidiac. ad Eccl. Grat 
Hirschbergae in Silesia inf. 

Quid tristis es^ qnod veris amoenitas 
Non est per^nnis^ quod violae calyx 
Narcissi et albi yaniiit flos 
Ambrosioqii«»hyaciiithas ore? 

Quid tristis es, qnod lomine fnlgido 
Aestatis ardor tarn cito transiit 
Et cum rosaram gente laeta 
Litia splendida marcmernat? 

Hens! feit horarum quaeqne säum capnt 
Palchro coronatom diadmnate 

Ad gandinm vocatque pectns 

Transiliens propera Chorea. 

Dies apricos, deminnens licet 
SoHs calores, diicit in aethere 
Anctumnus et ridente yultii 
Adspicit et recreante mundam. 

Laetos colonos vertere iugera 
Laetosqne greges carpere pascoa, 
Quin gramen est Tider« laetum 
Tollere se radiante rore. ' 

Et qaam serenis nunc iiiga montinm 
Circomdat andis aereus latex, 
Qnantaqiie maiestatC' coelnm 
V^riicibns penetrant in altnm! 



— 138 — 

Aactamniis idem nonne nitentibns 
Florae iacandae cum calathis venit 
Et splendida omamenta spargit 
Gaza repanditor ut trinmpbis? 

Hie aurea snnt solis imagines; 
Argenteas Innae ezplicat hie frntex, 
Exereitiis magnnsque flomm 
Astra refert varius eolei)^. 

Et illie orbes purpurei velut 
Aurora luceat vesperiß aut rub^r 
Interque flammeos et atr^s 
F]os nive canditfore 4mo» 

Ingens suo qnod iure decu3 teilet 
Auetamnus, auctis quo benoSciis 
Natura vi, msa, magia 

Gonspicitor teügisse smniMUii. 

Campi fefieis matnniit seges, 
Calmi reseeti sedttb nei^ples 
Yirgo r«Tiiixit> pleiia fliTis 
Divitiis g^Mu^r« planstnu 

NiMA p«mt keisfi^ -- mfiäk sinpoül 

tl<;MHi&$^ >i<wi3^ iftWimi s rfltirfl^ 

\^<|l|IWi^W 4^^K^HiPI ^wüPCmP^ 

^ "^ ■ " ' ~ llllllW.^ ^^W^^^Vi *C^^^^*W> X*frt^ 

^tiiftifttiUJMifi aüliilt^ ä^igiy^^i^ 1^ 



-- 189 — 

Auctumans et itfm nocte p^ätm 
Orbesque coeli pertiiicue inagis 
OstencBt; ilhuftlres p^r «mbras 
Sidera qtmm mäsufedta ^rergunt! 

Quin Inna lamen ckims indnens 
Pellit ten^bras öt, qua^i d6 polo 
Delapsa, solatiir dcflores 

Dtttque C(ym^s^qite via impci£ta. 

Qnod si repenai?: 'äthimeii illkt^ 
AdventiiBaiiiii "nuntiat eiitaim, 
Iv^tans v^! "hidieat^ lu^viqtie 
Nil ^i"M^ potedt ici^enre- : 

Eheu ! novas 'ta Hon segetes videi»? 
Terrae, 'tiOTas oen spes , "gn^nio editas ? 
Sic ^ndü ffitmdo fotnri 

Gerfamamnlta tnlit feretqne. 

Anctnmniis 'et Regem dedit Optimvm 
Multosqne fortes eonsilio et mann 
Ac plnrimis bonore dignis 
Originem dedit infititntis. 

En! litteris qnod magnifienm teoet 
Templnm wlitersis regia patriae , 
Anctnmnns d«n refUget, ottnm 
Lniltra dee^n Tignit vigetqne. 

Sint gratiae de pectore plnrimae 
Et nuncnpentnr TOta Deo Denn, 
Ut id, rep^ens omne damsmi, 
A^eat ampfifieetqne sempe^! 

Splentfere Temnm cmnimrenilis haec 
Tellns niteret, gaodia dttlcia 
Adanxit anetamnns'beidgnns 
Gopia frodtifereq«e*cefiiiL 



— 140 — 

Modo editis sunt matris ut nbera» 
Modo creatis cancta parata erant 
Vitam datam qaae sustmerent 
Tellos erat qaasi mensa stmcta. 

Inde^ instituti^ munificentla 
Quod procreavit Regia, nosse qui 
Velint futuram sortem> amici 
Augurium capiunto faiistom! 

Auctumnus, orbis liquit ut incolas 
Primas, qaotannis ille reversus est 
Genusque nostnim advenit aactam 
Divitilsque suis refectum. 

Auctamnus omnis floribas et sais 
Et fructibus dein huic rediturus est 
Templo celebrato et manentem 
Sparsa seges erit ad salutem. 

Sanctusque vires spiritus hie regens 
Firmabit bumani ingenii insitas 
Ut prodeant, quae litteris sint 
Gloria, lux, uitidae corouae, 

Scientia atque ars praesidü maau 
Tectae paterni, compede überaß 
Ortus plagis et occldentis 
Munera deliciasque nuttent. 

Ac, excolentes pectora maxime 
Et erigentes grata Borussiae 
Summe beati Conditoris 
Perpetuo referent honorem^ 

Opus patris Rex continuana bouum 
Natalis bic cui festus adest dies 
Largo afSuet Del favore et 
Egregia benedictione. 




-- 141 — 

Der Königlichen Friedrich-Wilhdms-^Universitätzii Berlin 
zur Feier ihi'es fänfzigjährigen Bestehens am 15. October 

1860. 

AhnungsvoH, o Mase^ das Haupt mnrauschet 
Von des Eicbwalds heiligem La«b/ so harr^iich • 
Deines Widksl Sprich ^ wen zu besingen, was zu 

Feiern gebeutst Du? 

Ist's des Zeus Macht, der mit gewaltigen Hängen 
Blitz und Sturm hält? Soll zu des Ares Ruhme 
Tönen mein Lied , blutiger Waffen Thaten 

Preisend, erhebend? 

Nein^ o nein! Heut künde die goldhie Leier 

Freudig Dein Lob, Herrliche, die' Du waltest, < 

Wo der Gei^t herrscht^ Pallas Athene, reinste 

Tochter des Himmels! 

Du, der Weisheit licht, der Begeistning? Sonne, 
Schau herab, sieh dort, in der Jugend Schöne 
Frisch erblüht^ stolz, strebend > des Vaterlandes 

Kräftige Söhne! 

Sprosseü Deutschlands sind es ^ und ihre Väter 
Warens, die einst blickten za Dir anf^Cnöttin, 
Als der Feind, schmachbietend, mit Kriegesdrangsal 

Wild sie umtobet! 

Als, gekrönt von Sorgen das Haupt und um sich 
Fest geschaart sein Volk, der geprüfte, milde 
Herrscher stand, Kraft suchend, den Sturm zu meistern, 

Der ihn erfasset! 

Da — ein halb Jahrhundert entrollte seitdem — 
Weihten Dir zum Tempel sie diese Hallen, 
Dafs uns Dein Licht strahl* und in dieser Trübnifs 

Leuchte dem Geiste! 



— 142 — 

Dafs erstarkt durch Dich, was erlag, erstehe 

In der Weisheit Macht, und in Kraft und Würde; 

Dafs der Heimath Boden vom Feind erschüttert 

Wanke nun nie mehr! — 

Drum, Göttin, lafs, wie des edlen Baumes 
Wuchs empor steigt, Blüten und Frucht verheUaend, 
Sie gedeihn, die schaust Du: des Vaterlandes 

Kräftige Söhne! 

Lafs der Weisheit Macht sie erkennen^ und die 
Kraft der Wahrheit ^ lafs sie erglühn im Herten 
Für die Freiheit > ja, für die einzig wahre: 

Jene des Geistes! 

Sei dann Sturm, sei Friede die Loosung, tönet 
Selbst auch Euch, durch diese geweihten Hallen, 
Laut der Schlachtruf, Jünger Atheners, folgt dann 

Freudig dem Rufe! 

Unter Pallas Schild, der bewehrten zwiefach. 
Kämpft ja Ihr! Euch schrecke der Zeiten Lauf nicht. 
Denn der Geist siegt stets, ob erlag' auch Alles 

Rings der Gewalt sonat! 

Aber fest steht, einig, und von der Weisheit 
Mild' und Muth durchdrungen; der deutschen Eiche 
Wird sich fest dann einen auch einst der Oelsweig 

PaUas Athene's! 

Agnes le Grave. 



vin. 

Glückwunschschreiben, Adressen und Votivtafeln. 



Die in diesem Abschnitte vereinigten Schriftstüdce, von denen 
oben Abschnitt VI, Nr. 15—60, 64, 65 eine üebersicht gegeben ist, 
scbliefsen sich mdstentheils an die von der Universität erlassenen 
Einladungsschreiben an. Von diesen theilen wir hier dasjenige mit, 
welches an die Deutsehen und Schweizerischen Universitäten gerichtet 
worden ist. 

Einladungsschreiben an die Deutschen und Schweiase* 
rischen Univei*sitäten. 

Magnificenz und verehrlicher Senat! 

Die Königliche Friedrich -Wilhelms -Universität zu Berlin ist in 
einer Zeit gegr&ndet worden, in welcher das gemeinsame Deutsche 
Vaterland und mit ihm vorzuglich Preufsen unter dem Joche der 
drückendsten Fremdherrschaft seufzte und viele kaum mehr oder nur 
für ferne Zeit hofften , dafs es gelingen werde, dasselbe abzuschütteln; 
aber sie ist zugleich gegründet worden in der festen Ueberzengung 
eines milden und hochherzigen Fürsten und seiner erleuchteten Rath- 
geber, dafs der Geist alles überwinde, und die Stürkung der geistigen 
Kräfte des Volkes das wirksamste Mittel zu dessen Erhaltung und 
Erhebung sei Der hochherzige Entschlnfs wich nicht zurück vor den 
Schwierigkeiten, welche die bedrängte Lage des Staates der Gründung 
neuer wissenschaftlicher Anstalten entgegenzustellen schien. Das 6e- 
dächtnifs jener Zeiten muts allen Vaterlandsfreunden ^heilig sein; der 
Sinn, welcher, die Greise und Jünglinge damals beseelte, die Stirn* 
mnng und Richtung der Geister, die zn den Idealen der Memlchheit 
taporstrebteik, sie sind geeignet uns zu erheben nnd zu kräftigen. 

Aniser der Dankbarkeit für den erhabenen Stifter unserer hohen 
Schule sind ee vorzüglich solche Gefühle, welche den Wunsch er- 
^^fim, die vor einein halben Jahrhundert erfolgte Grftndong dieser 



— 144 — 

Lehranstalt zu feiern. Mit huldreichster Genehmigung Sr. Königlichen 
Hoheit des Prinzen Regenton, des Beschützers der edlen Künste nnd 
Wissenschaften, werden wir daher die fünfzigjährige Jubelfeier unserer 
Universität vom löten bis 17tcn October d. J. begehen. Alle hohen 
Schulen Deutscher Zunge sind durch das engste Band gemeinsamer 
Bestrebungen verschwistert und theilen Glück und Mifsgeschick. Keine 
dieser kann ein Stiftungsfest würdig begehen , ohne auf die Thellnahme 
der übrigen zu vertrauen, welche auch uns durch frühere höchst er- 
freuliche Beispiele verbürgt ist. Die Mitglieder der hochansehnlichen 

Universität zu werden daher von uns brüderlich ersucht, diese 

Feier durch ihre Gegenwart zn beehren, nnd namentlich werden wir 
es mit Dank erkennen, wenn Ew. Maguiücenz nnd der Senat der Uni- 
versität zur Erhöhung der Festlichkeit Abgeordnete hieriier 

senden. Das Festprogramm und die näheren Bestimmungen über die 
Feier werden wir nicht verfehlen nachzuliefern, nnd wir bemerken 
vorläufig nur, dafs wir den Wunsch hegen, die geehrten Herrn Ab- 
geordneten möchten sich bereits zum 13ten October gefälligst hier 
einfinden. 

Berlin den 27ten Juli 1860. 
Rector und Senat der Königlichen Friedrich -Wilhelms -Universität. 

An 
Se. Magnificenz den Herrn Rector und den verehrlichen Senat der 



1. 

Magnificenz und hoher Senat der Königlichen Friedridi'- 
Wilhelms - Universität I 
Mit den Gefühlen freudigster Theilnahme begrüfsen wir heute dal 
erste fünfzigjährige Jubelfest der hiesigen Königlichen Univewitlt 
Ein lebendiges Denkmal der geistigen und staatlichen Erhebung un- 
seres Vaterlandes aus schwerem Fall und Unglück, weist diese Uni- 
versität schon tn ihrer Entstehung auf die hohen Ziele hin, welche 
die Vorsehung dem preufsischen Staate bestimmt hat; nnd mit firw- 
diger Bewegung blicken mr auf die Wege zurück, welche diese Heckr 
schule in den letzten fünfzig Jahren zu jenem Ziele gebahnt hat Biü 
Zierde des Vaterlandes und seiner Hauptstadt ist die Kdnlglksh6 Uni- 
versität eine reiche Quelle geistigen Lebens i v uemAMi^ 
Bildung geworden > welche ihre Segnungen be Ml . 






— 145 — 

über das gesammte Leben des Volkes hat strömen lassen. Die gröfsten 
und edelsten Geister unseres Volkes, welche im Laufe dieses Jahr- 
hunderts den Geist der Nation erweckt, erleuchtet und befruchtet, die 
Wissenschaft in allen ihren Zweigen gefördert, erweitert und in neue 
Bahnen geleitet und die weitgreifendste Einwirkung, den wohlthätig- 
sten Einflufs nach allen Richtungen des nationalen Lebens ausgeübt 
haben , — sie haben in der hiesigen Universität die Stätte ihrer tiefen 
Arbeit und ihres reich gesegneten Wirkens gefunden und ihr durch 
den Ruhm ihres Namens die edelste Weihe für alle Zeiten gegeben. 

Mit dankbarer Freude blickt darum auch das Vaterland, blicken 
unsere Stadt und ihre Vertreter auf das erste halbe Jahrhundert der 
ruhmreichen Wirksamkeit der Universität und geleiten dieselbe mit 
den innigsten, der Erhaltung und Förderung der höchsten Güter der 
Menschheit gewidmeten Wünschen in den neuen Zeitabschnitt ihres 
ferneren, wie wir zuversichtlich hoffen dürfen, in gleicher Weise für 
die Welt segensvollen Wirkens. 

Von diesen Gefühlen beseelt, haben wir es uns nicht versagen 
können, unsere dankbare Anerkennung der Segnungen, welche die 
Königliche Friedrich- Wilhelms-Universität bereits in den ersten fünfzig 
Jahren ihrer Wirksamkeit über das Vaterland und unsere Stadt ver- 
breftet hat, und unsere innige Theilnahme an dem steten Wohle und 
Gedeihen dieses ausgezeichneten Instituts durch zwei Stiftungen zu 
bezeichnen, deren Urkunden wir Eure Magnificenz und den hohen 
Senat hochachtungsvoll bitten, aus den Händen unserer Deputirten 
geneigtest entgegen nehmen zu wollen. 

Wir gestatten uns, hiermit zugleich den Ausdruck der aufrichtig- 
sten Glückwünsche zu verbinden, die wir Eurer Magnificenz und dem 
hohen Senat, so wie sämmtlichen Lehrern der Königlichen Friedrich- 
Wilhelms-Universität zu deren Jubelfeste hochachtungsvoll und dank- 
barlichst darzubieten uns gedrungen fühlen. 

Berlin, den 12. October 1860. 
Magistrat Stadtverordnete 

hiesiger Königl. Haupt- und Residenzstadt. zu Berlin. 

Krausnick. Dr. Esse. 

An 
Seine Magnificenz den Herrn 
Rector und an den hohen Senat 
der hiesigen Königlichen Friedrich- 
*-- Wyhelms- Universität. 

-^ ».f/ .10 



— 146 — 

2. 

Grufa der Stadt Danzig an die UiiiversitÄt zu Berlin 
zum 15. October 1860. 

Der Königliche Gedanke, welcher in den Tagen ernster Heim- 
Buchung die Universit&t ssn Berlin als ein Zeichen der Erhebaog und 
Emeneruug in's Leben rief, wird für alle Zeiten nicht blofs auf dem 
Gebiete der Wissenschaft, sondern in allen Kreisen, in denen Vater- 
landsliebe und Begeisterung für die Ehre unseres Volkes lebt, ein 
Gegenstand dankbarer Verehrung und Bewunderung sein. 

Damm fühlen auch wir uns berechtigt und verpflichtet, am Tage 
der Jubelfeier, die wir als ein vaterländisches Fest betrack- 
ten, als Theilnehmer dieser Verelirung und Bewundemng uns za be- 
kennen, und dem Gedächtnifs des Königlichen Stifters einen Nachnif 
dankbarer Liebe zu weihen. 

Männer aller Facultäten, die ihre geistige Bildung der Berliner 
Universität veixlanken, wirken segensreich in nnserer Stadt and im 
Gebiet derselben; ihre Stimmen vereinigen sich mit der nnsrigem zu 
dem innigen Jubelgnifse: der Allmächtige Gott schütze und sepe 
die Universität mit allen ihren Lehrern und Studirenden, er wolto ibr 
den Ruhm erhalten, immerdar dahin gestrebt zu haben, dafs unsere 
Lehrer und Prediger, unsere Richter und Aerzte, unsere Schriftsteller aad 
Beamte mit dem Ernst gründlicher Kenntnisse gewissenhafte Treve und 
lebendige Liebe für König und Vaterland verbinden und bewähren mögen! 
Danzig, den 13'*" October 1860. 
Der Magistrat. Die Stadtverordneten. 

Groddeck. ^ -^ Walter. 



3. 

Der Königlichen Friedrich- Wilhelms-Universität äu ihretti 
fünfzigjährigen Jubiläum. 

Während die Kriegsfackel ganz Europa entflammt hatte nnd die 
ehernen Würfel über die Geschicke der Staaten und Völker enisobie- 
den, rief das hohe Wort unseres hochseligen Königs die Friedrid- 
Wilhelms -Universität in das Leben. Bei der Vorbildung ^r Jugend 
zum späteren Berufe sollte der wissenschaftliche Sinn, der zur selbst- 
bewufsten Auffassung der geschichtlichen üeberlieferungen, wie der 



— 147 — 

Erscheinungen im Mensciienleben und in der Natur führt, geweckt 
und dadurch in den weitesten Kreisen das Vaterland gehoben und 
gekräftigt werden. 

Die Saat hat reiche ßlüthen entfaltet, die das öfiFentliche und 
bürgerliche Leben umziehen und veredeln. Aber hier begegnet die 
Wissenschaft noch oft dem Vorurtheile, welches in ihr nur Lehrsätze 
und Formen sieht, nicht aber das Streben, die Gesammtheit der Er- 
scheinungen zu umfassen und ihren Zusammenhang zu ergründen. 
Wer die Schwierigkeiten nicht kennt, verschmäht den mühevollen 
Weg des ernsten Forsch ens. Er greift blindlings nach dem fernen 
Ziele und seinem Glücke vertrauend überredet er auch leicht sich 
selbst und Andere, es erfafst zu haben, bis die Erfolge den Mifsgriff 
erst später bemerken lassen und wieder zeigen, dafs regelloses Sachen 
nicht zur Erkenntnifs der Wahrheit führt. 

Zur Jubelfeier der Friedrich-Wilhelms-Universität bringt die Aka^ 
demie der Wissenschaften, die durch dasselbe Königshaus und an dem- 
selben Orte zur Förderung der Wissenschaften schon früher beinifen 
und durch die innigsten Beziehungen ihr verbanden ist, den Segens- 
wunsch dar, sie möge zum Heil des Vaterlandes und der Menschheit 
den wissenschaftlichen Sinn , der allein sicherer Führer ist, bis zu den 
^spätesten Zeiten in den heranwachsenden Geschlechtern immer aufs 
Neue erwecken und pflegen. 

Berlin, den 14^ October 1860. 

Im Namen der Königlichen Akademie der Wissenschaften. 

Meineke. von Olfers. Dirksen. Hagen. 

(L. S.) 



Sr. Magnificenz dem Herrn Rector und den Herren Lehrern 

der Königlichen Friedrich Wilhelms -Universität zu Berlin 

zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens dieser Hochschule 

die Königliche Akademie der Künste zu Berlin 

am 14. October 1860. 

Ew. Magnificenz und hochzuverehrende Herrn I 
An dem Tage, welcher die Vertreter der ersten Pflegestfttten deut- 
scher Wisaenschftft zur gemeinsamen Frier des funfdgj&hrigen Beste- 

10* 



— 148 — 

hens der Berliner Hochschule uro Sie geschaart hat, fühlt sich auch 
die Königliche Akademie der Künste gedrungen, Ihnen die Empfin- 
dungen ihrer brüderlichen Theiinahnie an diesem Ereignisse aiuxn- 
sprechen. Wir vor Vielen glauben die Gesinnung, die uns dazu an- 
treibt, als eine brüderliche bezeichnen zu dürfen, und bitten Sie, die- 
selbe auch Ihrerseits als eine solche entgegenzunehmen. Denn wenn 
anch die Kunst, zu deren Pflege wir berufen sind^ wie Sie zur Pflege 
der Wissenschaft, den Höhen der Spekulation wie den Tiefen der 
Forschung gleich ferne zu stehen scheint, so ist sie doch ihrem in- 
nersten Wesen nach beiden auf das Engste verwandt , und indem sie 
die Idee unter den Formen der schönen Erscheinung zu verkörpern 
sucht, hat sie Theil an der doppelten Aufgabe der Wissenschaft, in 
den menschlichen und natürlichen Dingen die bestimmenden Gedanken 
zu erkennen und andrerseits die Dinge diesen Gedanken gem&fe mn- 
und neu zu gestalten. 

Das Vertrauen aber auf diese umgestaltende Macht der Idee nnd 
der ihr dienenden Wissenschaften ist es vor Allem gewesen , das jenen 
erhabenen Fürsten und dessen erleuchtete Rathgeber bewegte, mitten 
in einer Zeit der Noth und Erniedrigung , und als es sich darum han- 
delte , einen neuen Lebensstrom in die Adern des preufsiscben Staates 
zu ergiefsen, diese Hochschule als einen Sammelpunkt aller geistigen 
und wissenschaftlichen Bestrebungen der Nation zu begründen. Neben 
der Erhöhung und Verjüngung der nationalen Wehrkraft, neben der 
Entfesselung aller bürgerlichen Kräfte und Fähigkeiten, durch welche 
damals eine grofsherzige Staatskunst den Bestand des Vaterlandes zn 
sichern wufste, war es insbesondere die Pflege der Wissenschaften, 
der Schutz der freien Forschung und die Förderung einer durch keine 
äufseren Schranken behinderten Gedankenarbeit, die man ins Auge 
fafste, damit über den Fragen der Existenz nicht das höchste Ziel aller 
staatlichen Institutionen, die freie und vollständige Entfaltung aller 
Schätze des menschlichen Gemüthes und des menschlichen Geistes, 
verloren gehe. Und diese That hat ihre Früchte getragen; das damals 
gelegte Samenkorn ist, Dank der Pflege, die ihm unter der Gunst 
wie Ungunst der Zeiten mit gleicher Treue zu Theil geworden, ro 
einem blühenden Baume erwachsen, in welchem wir mit Ereude und 
Stolz zugleich das Symbol der stetigen Entwickelung nnd der geistigen 
Macht unseres theuren Vaterlandes erkennen dürfen. 

Das sind die Gefühle, die uns am heutigen Tage beseelen, und 
die wir Ihnen in einfacher W^eise auszudrücken uns um so mehr be- 
rechtigt glauben,' als einmal die Akademie der Künste alle Momente 
jener Entwickelung mit Ihnen gemeinsam durchlebt hat^ und als wir 



— 149 — 

es andrerseits als eine unserer schönsten Aufgaben erkennen^ die Re- 
sultate, die aus Ihren Bestrebungen für die Bereicherung und Ver- 
edlung der Persönlichkeit hervorgehen, auch in die Kunst aufzunehmen 
und mit den Interessen der lebendigen künstlerischen Produktion zu 
verschmelzen. Und so gestatten Sie uns denn schliefslich , mit diesen 
Empfindungen zugleich den Wunsch und die Hoffnung laut zu verkün- 
den, dafs auch die kommenden Zeiten nicht minder ruhmvoll für die 
Berliner Hochschule sein und die von ihr gepflegten Forschungen ihre 
segensreiche Wirksamkeit in immer weitere und weitere Kreise der 
staatlichen Gemeinschaft erstrecken werden! 

(L. S.) 

Prof. Herbig, Vicedirector. Dr. E. H. Toelken. W. Hensel. 

Giacomo Meyerbeer. H. Strack. Ed. Grell. E.Mandel. 

A. V. Kloeber.. W. Schirmer. Dr. Fr. Drake. Julius Schrader. 

A. Eybel. A.Fischer. Ed. Daege. A.W.Bach. Stüler. 

Eduard Hildebrandt. Gustav Lüderitz. Jul. Schneider. 

Hermann Schievelbein. Dr. Ernst Guhl, Sekretair. 

Für die Akademie zu Düsseldorf 

G.Sohn. 



Q. b. f. f. q. s. 

Regiae universitati litterarum Berolinensi splendidissimae bonamm 

artinm antistiti civitatis Borussicae decori et omamento cui contigit 

ut laetissime efflorescei^et per stipatam cohortem virorum in omni eru- 

ditionis genere praestantissimorum quorum alii etiamnunc litteras or- 

nant et iuvant alii nomina sua perpetuo man'sura immortalitati et gra- 

tissimae posterorum memoriae consecrarunt sacra semisaecularia a. d, 

HI. Idus Octobres anni MDCCCLX. rite et solemniter celebranti pro 

salute eins et incolumitate pientissima vota suscipiens summa uti par 

est observantia congratulatur 

Caesarea academia scientiarum Petropolitana. 

C.Vesselofski, Secretarius perpetuus. 

Helmersen. Baer. E.Lenz. V. Bouniakowsky. M.H.v.Jacobi. 

.1. Fritzsche. Perevostchikoff. N. Kokscharow. N. Zinin. 

Oustrialof. Brosset. Stephan!. Böhtlingk. Kunik. Nauck. 

V. Yeliaminof Zernof. F. J. Wiedemann, 



— 150 — 



6. 



Inclytao litterarnni Universitati Friderieo-Giülielmae qnae 
ante hos (luinquagint^i annos auspiciis Regis Serenissimi 
Friclei'ici Guiliehni III. Bcrolini condita est soUemnia seini- 
saecularia {^^ratulantur JKefi;iae Eii'urtensis Academiae scien- 
tiarnni pnbru^iie utilitati i)ros|)icientinm Senatii8 et socii. 

Quo die oiniiium vironim qui littcras colant et venerantur ocoli 
ad Urbein illam oeloberriiiiam sunt convcrsi, quae nou solum regni 
Borussici caput est ac iiictropolis, sed et litteraram et artiom alma 
sedes et magistra nierito praedicatur: nostram quoque Acaidemiam, 
ante hos sex et centuni annos Erfurt! constitutam et cum üniver- 
sitatc necessitudine quadam coniunctam et consociatam, tarn insigniam 
Berolinensis Lnivei*sitatis lauduni liaud immemorem esse decet. Nos 
in Urbe vetnsta deginius, quae prima in Tburingia Episcopom vidit 
ab ipso S. Bonifacio constitutum, quae prima in Tburingia litte- 
rarnni Universitatoni condidit ac per trecentos amplius annos fovit et 
sustentavit itaque inter priscorum tcmporum tenebras et rixas facem 
ingenioruni accendit splendidara ac salutarem. Ea Universitas huma- 
nitatis studia ex Italia accita colnit et sacromm instaurandorum aucto- 
ribus prima ministravit arma et instrumenta. Quo magis dolendum 
videtur quod nobis illa Soror et Socia laborum tempomm iniquitate 
erepta est et nos orbos reliquit 

Verum illa Gallicorum bellorum tempestas, qua Erfnrtum, paoUo 
ante Borussiae regno adiectum mox inopinato casu peregrinorum iugo 
subactum et exbaustum, Universitäten! suam labefactatam et con- 
senescentera mox amisit: eadem in Urbe Vestra ab hostibus non 
minus vexata ingeniis novam eamque splendidiorem accendit facem, 
Etenim Fridericus Guilielmus Rex, nuper ex ultima regni sui 
Thnle redux et super publicam calamitatem domestico quoque lucta 
gravissimo afflictus, contra hostium superbientium arma huc usqne 
invicta alia quaesivit arma eaque efficaciora. Quod fecit Die Guilielmo 
Humboldtio suadente, qui prius in otio Erfurtensi, ubi Gouinx 
ingeniosissima ei obtigerat, cum Dalbergio Academiae nostrae Prae- 
side acerrimo versatus et in vicinia Schilleri atque Goetbii con- 
suetudine et familiaritate usus, ad litterarum et artium in Borosaia 
moderandarum munus gravissimum et honorificentissimum sese prae- 
paraverat. !Neqne consilio sapienti novam in metropoli Universitatem 



— 151 — 

condendi erentus defbit. Kam iuventus ex omnibu» patriae pagis illuo 
confluxit ibique et corporis et animi vires exercendo, non solum 
IHterarum, verum etiam virtutis et patriae flagrantissimo amore, ex-, 
temae tyi*aDnidis odio imbnta, ad hostes patrio solo pellendoa et 
pristinara Germanorum et Bonissomm decns recuperandum se aeoimxit. 

Ita Universitas paucis annis adulta et vires nacta ubi pax resti- 
tata est pacis artes magis coluit iuvenesque permultos Htteramm amore 
allectes in anditoriis Yiromm celeberrimorum stipatos sapieati modera- 
mine continuit et strenue edoetos in omnes patriae et remotissimamm 
terrarum partes dimisit, nt verae hnmanitatis facem popularibus prae- 
ferrent eosqne quid pro summo bono habendnm et appetendnm eaaet 
edooerent. Quam viam ut in posterum per mnlta saecula ingradi 
pergat neve unquam a tenebrianibus impediri aut in parversam Tiam 
retorqueri sese sinat^ profecto Vin illi efßcient amantissimi veritatia, 
qualem Boeckkius, per eosdem quinquaginta annos Universitatis 
interpres et praeco iustus ac propositi tenax, e cathedra ingenue pro- 
fessus est. Quales Viri ut et in posterum nnnquam in alma litterarum 
Universitate Berolinensi desiderentur, faxit Dens Optimus Maximus! 

Erfurti a. d. IIL Idus Octobres MDCCCLX. 



Der KönigUchen Friedrich- Wilhelms-Universität zu Berlin 

am Tage der YolIendHiig einer segensreichen und ruhmvollen fmff^g- 
jihrigen Wirksamkeit, bringt das Directorima nnd das I<ehrer-C<>UegiwP^ 
der KönigUchen Bau-Akademie die Huldigung dankbarer Ai^erkeipop^upg 
nnd den Wunsch fernerer blüthenreicher Entfaltung dar. 

In der Universität ehrt die Bau -Akademie ein hohes Vorbild in 
der Pflege und in der Entwickelung.der Wissenschaften im v^^testjoa 
Umfamge menschlicher. Geistesthätigkeit. 

Gern giebt die Bau -Akademie ZeugniXs von dem hohen Wer^> 
welchen far sie die Forschungen und Ergebnisse der Univeraitilt in 
denjenigen wWsenschaftlichen Gebieten erlangt haben, dere» Pflege 
sugleich in den Bereich der Wirksamkeit der Ban-Akadenue ßllt 

Auf diesen Gebieten der Wissenschaft ist die Bau-Akadwüe ei|ier 
Gemeinsamkeit des Strebena und des Zielet^ mit der Universit|t ai^ 
hfwvjbtj nid kn&pft m ^e» Iren^eA OrvA, w^i^bon m 4^irCiuver- 



— 152 — 

sitöt zu dem heutigen Jubel- und Ehren-Tage darbringt, den Ansdrack 
der Ueberzeugung ; dafs der wissenschaftliche Sinn und Geist, dessen 
Yor/iiglichster Träger die Universität ist auch ferner der Bau-Akademie 
als hohes Vorbild vorleuchten, und sie im Forschen und Ringen nach 
Wahrheit auf diesen ihr zugewiesenen Gebieten der Wissenacbaften 
stärken und kräftigen werde. 

Berlin, den 14'*" October 1860. 
Das Directorium und das Lehrer-Collegium der Königlichen Bau- 
Akademie zu Berlin. 
Busse. Stüler. Lentze. 
A. Brix. Biermann. G. Stier. Chr. Krick. H. Wiebe. 
von Arnim. K. Pohlke. Schwarz. Borggreve. Strack. 
Bremiker. Kümmritz. Fleischinger. Ed. Daege. Wenzlaff. 
Schwedler. Adler. Aronhold. Gropius. Becker. Möller. 
Spielberg. Lucae. Hertzer. Ende. 



8. 

Griifs und Glückwunsch der Königlichen Friedrich-Wil- 
helms- Universität in Berlin zur Jubelfeier ihres funfisig- 
jähi'igen Bestehens. 

Das fünfzigjährige ruhmvolle Bestehen der Königlichen Friedrich- 
Wilhelms - Universität empfunden in seiner Bedeutung für die Gnltnr- 
Entwickelung der Menschheit wie für die Gröfse nnd Macht des Va- 
terlandes vereint zu seiner Feier die Mehrer und Lehrer der Wissen- 
schaft und Kunst wie die höchsten Lenker des Staates. 

Auch das Königliche Gew^erbe -Institut fühlt sich bemfen der pa- 
triotischen Freude Ausdruck zu geben. Ein Decenninm sp&ter als die 
Friedrich-Wilhelms-Universität in der glücklicheren Zeit mhmgekrOnter 
Nationalkraft gegründet ward unser Institut bemfen durch Hebung der 
Industrie mitzuwirken an der Befestigung der wiedererk&mpften Macht 
des Preufsischen Vaterlandes. Von der reinen Wissenschaft ausgehend 
macht es ihre Wahrheiten nutzbar für das praktische Leben; die freie 
Wissenschaft ehrt es in der gefeierten Universität, der dem Herzen 
des Staates nächsten ihrer hervorragenden Pflanzstätten. 

Grufs und Glückwunsch ihr zur heutigen Jubelfeier! MOge m 



— 15S — 

wachsen und gedeihen, gesegnet durch ein über dem Vaierlande wal- 
tendes gütiges Geschick, stark und' ehrwürdig durch den Genius und 
die Thatkraft ihrer Lehrer, eine sichere Leuchte dem Wissensdrang 
des jüngeren Geschlechts, dem Fortschrittsstreben eines gebildeten 
Volkes. 

Berlin, den 14. October 1860. 

Der Director und die Lehrer des Königlichen Gewerbe-Institutes. 

Nottebohm. C. Fink. H. Wiebe. Kifs. Freiberg. Baeyer. 

Aronhold. Quincke. Lohde. R. R. Werner. Grashof. 

Rammeisberg. L. Duske. R. Weber. Stahlschmidt. 

K. Pohjke. Weierstrafs. Manger. 



9. 
An den Hohen Senat der Universität Berlin. 

*Die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften kann das Ju- 
belfest der Hochschule Berlins nicht vorübergehen lassen, ohne der 
Gefeierten auch ihrerseits einen verehrungsvollen und freudigen Glück- 
wunsch darzubringen. 

Wir wissen es, diese Feier gilt der ersten Hochschule Preufsens, 
ja des gesammten deutschen Vaterlandes, nicht der ersten an Jahren, 
aber unbestritten der ersten an tiefgreifendem Einflnfs auf den gei- 
stigen Fortschritt des doutschen Volkes, an unvergleichlicher Fülle 
gelehrter Kräfte, an schöpferischer Fortbildung aller Hauptzweige Jes 
Wissens und Forschens. Was die Hochschule Berlins während ihrer 
halbhundertjährigen Dauer gewirkt, ist zu tief in den Entwicklungs- 
gang der Neuzeit verwachsen, iäfst sich zu schwer von all dem schei- 
den, was in der Gegenwart als reife Frucht des deutschen Geistes, als 
fruchtverheifsende Blüthe und als hofifhungsreicher Keim für kommende 
Jahrhundeite erscheint, als dafs nicht in allen Kreisen, wo die Thaten 
des Geistes über denen des niederen Sinnes gelten, die Feier eines 
solchen Tages mitempfunden werden sollte. 

Auch sind wir uns des seltenen Ursprunges wohl bewufst, der die 
Hochschule Berlins, wie keine je, ins Leben rief. Der Staat Friedrichs 
des EinzigeJf mit ihm das deutsche Vaterland, schmachtete unter der 
Wucht der gallischen Tyrannei ; es schien, als ob vor dem Winke des 
Gewaltigen für immer die deutsche Zunge verstummen, der deutsche 



— 154 — 

Geist sich selbst und seinon Tiefen entwendet werden sollte: — dt 
erstand unter dem Walten des hochherzigsten Königs nnd seiner Ge- 
treuen, wahrhaft königlich ausgestattet trotz der gemeinsamen Notb, 
diese Pflanzstätte deutscher Gelehrsamkeit als ein Vorzeichen der na- 
henden Erhebung aus dem Jammer der Zeit, einer Erhebung nicht 
blofs durch die Schärfe des Scinvertes, sondein vornehmlich dnrch die 
befreiende Macht des Geistes. So ist die Entstehung der Hochschile 
Berlins für uns gleichbedeutend geworden mit der WiederanferatehoBg 
des deutschen Vaterlandes, der deutschen Ehre nnd Kraft! 

Aber noch ein besonderes Band verknüpft die Oherlaiuitiische 
Gesellschaft mit der gegenwärtigen Feier. Sie darf eines Mannes als 
des ihrigen gedenken, der wahrlich dem Gedächtnifs dieses Tages 
nicht fremd ist. Jqhann Gottlieb Fichte, der Mitschöpfer nnddie 
erste Zierde der neuen Hochschule, der die Wissenschaft als freie 
Kunst des Gedankens erkannte, durch sie die Geister entfesselte und 
durch solche Entfesselung das Zeitalter verjüngen half, Johann 
Gottlieb Fichte, den grofsen Philosophen dei Sejl^stbewnüstseins 
und der That, verehren wir Lausitzer als unsern Landsmann nnd die 
Oberlansitzische Gesellschaft zählte ihn seit dem Oetobe? des Jahres 
1796 unter ihren Mitgliedern. Das Andenken dieses Mannes ist tte 
geheiligtes! Möge die Hochschule Berlins in seinem Geiste forlwirimi! 
Möge sie durch Förderung der Erkenntnifs die Geschicke dw Mensdi- 
heit zu den höchsten Zielen emporleiten helfen! Möge sie^ eingedenk 
ihres Ursprunges aus der Zertrümmerung und der Wiedei^geburt des 
Vaterlandes, den künftigen Geschlechtern eine helle Leuchte bleiben 
auf dem Wege der freien Forschung, ein Vorbild vaterländischer Ge- 
sinnung, eine Bildnerin schöner Menschlichkeit! 

Heil der Gefeierten für immerdar! 

Görlitz, im October 1860. 

Graf von Loben, Präsident. Dr. Paur, Viceprftsident. 

Hirche, Sekretär. Tzschaschel, Bibliothekar. Hertel, Kasdrer. 

Mitscher, Repräaentant des Hauses, 

und die Repräsentanten: 

Dornick. Fechner. vonGiiycki. Haupt. Heinze. Hergesell. 

Jancke. Dr. Kaemmel. Kaumann. Kiaehn. Dr. Schutt 

Struve. 



10. 

Den vielfachen Stinunen^ welche am heutigen Ehren- und Jnbel- 
tage der Beriiner Universität ihren freudigen Glückwunsch zurufen, 
glasbl auch die unterzeichnete älteste medicinische Gesellschaft Ber- 
1ns sich anreihen zu dürfen, da ihre ganze innere Entwickelungs-' 
geschichte mit der der Hochschule in einem innigen Zusammenhange 
steht und ihre Begründung in eine Zeit fällt, in welcher die eratesn 
Anregungen zur Stiftung desjenigen Instituts gegeben wurden, weiches 
als ein die Wiedergeburt Deutschlands vericündender Stern an dem 
daiaais düster umwölkten Horizonte des Vaterlimdes aufging. Wie der 
Begründer unserer Gesellschaft, der in der Geschichte der Wissen- 
schaft und Humanität mit unvergänglichem Ruhme genannte Hufeland 
aneh .einer der ersten Grundpfeiler der jungen Hochschule gewesen» 
se haben seit jener Zeit die edelsten Namen der Deutschen Heilkunde 
stets gleichzeitig in den Reihen der Beriiner Universität wie dw Hu^- 
felandschen Gesellschaft geglänzt und die Letztere darf den besten 
Theai dessen, was ihr m leisten vergönnt gew^en, denjenigen Trägem 
der Wissenschaft zuschreiben, welche berufen waren auf den Lehr« 
kanneln der Universität ihren WidLungskreis zu finden. So erkennt 
die Hn fei and sehe Gesellschaft, obschon ihre Mitglieder dem prakti-r 
sckm Leben and seinen Pflichten angehören, dauernd in der Alma 
mater den Quell ihrer wissenschaftlichen Entwickelung und Förderung 
an und glaubt sich in ihrem Rechte, wenn sie an dem heutigen Tage 
der Hochschule ihre aufrichtigsten Glückwünsche darbringt 

Möge die Berliner Universität auch femer, wie sie es ein halbes 
Jahrhundert hindurch gewesen, ein Hort und eine Warte der Wissen- 
schaft sein und unter dem Schutze des edelsten der deutschen Für- 
stenstdmme an der Spitze der geistigen Entwickelung des deutschen 
Volkes stehen. 

Euer Hagnificenz ersuchen wir, diesen Glückwunsch gendgiest 
entgegen nehmen zu wollen. 

Berlin, am 15"*" October 1860« 

Die Hu fei an dache Gesellsdiaft. 
Dr. Housselle. Steinthal. 

Sr. Magnificenz dem Rector der hiesigen Universität, Königlichen 
Gebeimeii Regiemngsrathe u. s. w. Herrn Dr. Boeckh. 



— 156 — 

11. 

Die hiesige Königliche Friedrich -Wilhelms -Universität feiert nach 
fünfzigjährigem Bestehen gegenwärtig das Gedächtnifs ihrer Begrftn- 
dnng. Obwohl unter den deutschen Hochschulen, diesen Tr&gem und 
Geburtsstätten geistigen Lebens , der jüngsten eine^ hat die Friedrich- 
Wilhelms-Universität zu Berlin doch von Anfang an eine hervorragende 
Stelle unter denselben eingenommen und bis auf diese Stande be- 
hauptet. Geboren in einer Zeit tiefster Demüthigung nnter die Hand 
des allmächtigen Gottes, hervorgerufen durch die Kraft des Glaubens, 
welcher auch da, wo das Auge nicht siebet, doch gewisse Zuvenddit 
hat und nicht zweifelt, erquickt durch die Gnadenströme unseres 
Gottes, welcher Sein zeHretenes Volk wieder aufgerichtet und ihm 
Leben, Freiheit neu gegeben hat, ist diese Universität, wie keine an- 
dere, mit der Geschichte unseres Landes und Volkes, mit den Ge- 
schicken seines erhabenen Heri^scherhauses, und dem heiligen Walten 
Gottes in denselben verknüpft. 

Die Feier, welche die Universität jetzt begeht, ist eine vaterlän- 
dische; sie ruht auf einem heiligen Boden. 

Auch die Kirche hat ihren Antheil an dieser Feier. Wir gehen 
nicht ein auf den Zusammenhang, in welchem die Universitäten von 
ihrer Entstehung an mit der Kirche gestanden — wahre Wissenschaft 
ist nicht zu trennen von dem Leben aus Gott — ; wir versagen es uns, 
zunickzublicken auf die Bedeutung, welche die Universitäten in den 
Tagen der gesegneten Reformation für die Erneuerung der Kirche ge- 
habt und welchen Segen sie hinwiederum ans der erneuerten Kirche 
empfangen haben. ^Vir begnügen uns heute damit, mit dankbarer An- 
erkennung dessen zu gedenken , was die Universität der Hauptstadt 
des lindes, was insbesondere ihre theologische Facnltät und die in 
ihr wirkenden Lehrer für die Forderung der theologischen Wissen- 
schaft, für die Bildung des geistlichen Standes, für die Pflege nnd Be- 
festigung ohristlichen Glaubens und christlichen Lebens gethan haben. 
Gott, der in das Verborgene siebet, weifs und kennt das Grofse nnd 
das Kleine, und wir sind gewifs, dafs aufser dem Reichen nnd Herr- 
lichen, was menschlichem Auge offenbar geworden, noch viel verbor- 
gener Segen heiligen Wirkens aus diesen verflossenen fünfzig Jahren 
der Universität in Seinem Buche eingoieiohnot steht. 

Möge dieser Gotfessegeu der Tniversitilt nun auch in dem neuen 
Abschnitte ihres Wirkens erhalten bleiben, wachsen nnd sich mehren. 
Mö«e der Geist des Herrn, der da ist ein ii-*»<< der Weisheit nnd des 



— 157 — 

Verstandes, ein Geist des Raths und der Stärke ^ ein Geist der Er- 
kenntnifs und der Furcht des Herrn, derselbe Geist, in welchem der 
in Gott ruhende Königliche Herr auch* diese Universitätsstiftung einst 
in das Leben rief, fort und fort über ihr walten und sich in dieser 
Hochschule einen Quell des Heils bewahren, an welchem die Jugend 
unseres Landes in dem Glauben an den Einigen Henn, in der Liebe 
zu dem Vaterlande, in der Treue gegen den König, an Geisteskraft 
und Geistesfreiheit erstarke, um darnach, ein jeder in seinem Berufe, 
den empfangenen Segen zu pflegen und weiter zu tragen zu Gottes 
Ehre und des Vaterlandes Heil ! 

Berlin, den 12. Oktober 1860. 

Evangelischer Ober-Kirchenrath. 

von Uechtritz. Dr. Neander. Dr. Straufs. Dr. Snethlage. 

von Muhler. Dr. Nitzsch. Dr. Twesten. Dr. Hoffmann. 

Stahl. 



12. 

Hochgeehrtester Herr Rectorl 
Hochzuverehrender Senat der Königlichen 
Friedlich -Wilhelms - Universität zu Berlin ! 

Unter der Zahl derer, welche bei der gegenwärtigen Feier des 
50jährigen Bestehens der Hochschule in der Metropole unseres Preuf- 
sischen Staates ihre Segenswunsche darbringen, wollen und dürfen 
die in Ehrerbietung unterzeichneten Mitglieder eines Preufeischen Ge- 
richtshofes, dessen Berufskreis sich über das Staatsgebiet ausdehnt, 
nicht fehlen. 

Die Mehrzahl der Mitglieder unseres Collegiums hat zu den Füfsen 
der gro&en Lehrer der Weltweisheit, des Rechts, der Volks- und 
Staats wirthschaft gesessen, welche diese Hochschule seit ihrer Begrün- 
dung geziert und deren Ruhm über die Welt verbreitet haben. Es 
ist unser Amtsberuf selbst, welcher täglich an die Verehrung der 
Wissenschaft und ihrer treuen Pfleger mahnt. 

Entstand doch die Agrargesetzgebung, mit deren Anwendung das 
Revisions-Collegium betraut ist, — diese wichtigste Grundlage der 
bürgerlichen Freiheit, welche Personen und Grundeigenthum entfes- 
selte, in derselben Periode, aus derselben grofsen Idee der Wieder- 
geburt unseres Staates, denen der Gedanke und die That der Begrün- 



— 158 — 

dnng dieser erlanchten Hochschule angehört. Was damals, nach der 
Gerechtigkeit und Weisheit des hochseligen Königs, ein Stein and 
Hardenberg auf jenem, das wirkte ein Wilhelm vonHnmboldt auf 
diesem Gebiet. Waren es doch die Errungenschaften der fortschrei- 
tenden Wissenschaft, welche unsere Gesetzgebung, Rechtsprechung 
und Verwaltung zur wachsenden Wohlfahrt des Landes durchdrangen. 
Ueberdies waren es ganz besonders auch die Männer und Pfleger der 
Deutschen Wissenschaft, vor allen die Lehrer dieser Hochschule» welche 
einst das heilige Feuer opferwilliger Vaterlandsliebe entzfindeten. 

Möge die Vorsehung diese mit dem Geschick und der Macht des 
Preufsischen Staates so innig verwachsene Königliche Friedrich -Wil- 
helms -Universität» gleich ihm, fort und fort durch die Jahrhunderte 
erhalten und segnen. 

Berlin, den 12. October 1860. 

Präsident, Räthe und Hülfsarbeiter des Königlichen Revisions- 
Collegiums für Landes -Cultur- Sachen. 

Dr. Lette. G. H. Wendland. Hiltrop. Pochhammer. 

Arobronn. Mollard. Scheffler. Lenke. Fufs. Gabler. 

Reinhard. Bischopink. Butze. 



13. 

Rector et Senatus Universitatis Basiliensis 
Rectori et Senatui Universitatis Berolinensis 

S. 

Peropportune accidit, ut his proximis annis non modo tres U- 
veticae Universitates , Basiliensis^ Bemensis, Turicensis, Baecdiria 
celebrarint, sed etiam apnd Germanos eadem solemnia aut iain fiicti 
fuerint, aut mox Ventura indicantur. Imo tanta cnpido fafteo «awi 
peragendi homines invasisse videtur, ut fuerint, qui tempore praeee^t 
iam post quiüque lustra festos illos dies repetiverint. Quae eiiim M* 
lemnitas adhuc mera snpplicatio vel gratiarum actio esse tidebatar, 
ut et Deo Optimo Maxime preces adhiberentur , et vota pro incohi- 
mitate Univ^rsitatum snsciperentur, ei nostra aetad ingefid.aitdt iii- 
crementnm vel potius stimulum subdidit^ a patriae amore vd liiMit 
periculi ductum. Sive enim cum foedissimo omnium, qnoB terra sas- 
tinet, tyranno bellum gerendum est, sive magnis belli apparaMbtf 
jjkcsm serväri posste statuimus, certe neminem faBit^ qfMtftaA Luitt' 



— 159 — 

crimen cum maxime libertas Genüaniae vocetur. Neque nos tam ho- 
stium vim, quam dolos, fraudes, insidias, proditionem et imperitorum 
hominum errores toetuendos esse ducimus. Libertatis eniin amor 
Omnibus Germanke populis natura insittts est, sed simplices et can- 
didi eoinim animi malitiosa astutia et fraudulentia saepius capti et cir- 
cumventi sunt. Quare ne itemm erroris nebula animis offundatur, 
etiam atque etiam videndum est. Quod cum omnibus curae esse de- 
beat, tum hoc doctissimi cuiusque et imprimis professoinm Academi- 
corum proprium munus esse putamus, qui nisi patriae amore ducti 
ad docendam et instituendam iuventutem accedunt^ tantum laborem 
frustra ab iis susceptum esse statuimus. Sed cum Uli fere in artibue 
et litteris tradendis occupatio alias omne Studium in promovenda eru- 
ditione et doctrina ponant, in solemnitate ludorum, in publica ketitia 
et hilaritate intimi animi sensus recinduntur. Quare recte a Vobis 
institutum arbitramur, quod memoriam illius temporis renovandam 
esse censuistis, quo Universitas Berolinensls condita est. Quemadmodum 
enim in communi illa temporum iniquitate praesidium a litterarum stu- 
diis Petitum est, ut iuvenes optimis disciplinis instituti ad omnia pe- 
ricula pro patriae libertate suscipienda paratiores essent et promptioree, 
ita nihil et ad patriae salutem et animos iuvenum incendendos malus 
est quam doctissimi cuiusque auctoritas. Quare a sanctissimo illo, quod 
ipsi appellatis, Musarum domicilio non maior doctrinae et eruditionis, 
quam consilii, sapientiae, virtutis laus expetitur. Qui enim ad rerum 
honestarum doctrinam et ad virtutis Studium iuvenibus facem prae- 
ferunt, eorum nomen per totam Germaniam celebrabitur. Quare nos 
quidem sa«cularium, quae instituistis, solemnitatem Vobis gratulamur, 
übt volnntatis Vestrae testificandae dabitor opportimitas. Itaque, quam 
omnes boni de Vobis conceperunt spem confirmate , rebus Vestris con- 
Bullte, communi patriae prospiclte. 

Quae pro coniunctionis, quae nobis- Vobiscum intercedit, et ami- 
citiae necessitudine integro et libero iudicio professi sumua^ ea, cum 
sin» dubio Vobis diu explorata et perspecta sint, in eam partem accipi 
Yolmmas, at nostro publicae salutis studio et summae ergo Vos bone- 
voleatiae tribuantur, cuius significandae gratia has litteras ad Vos de- 
dimus. Valete! 

BasUeae Idibus Octobribus A. MDCOGLX. 

(L. S.) Subscripsit 

Rector üniversitatis 
P. Merlan. 



— 160 — 



14. 



An Seine Magnificenz den Rector und den hochverehrlichen 

Senat der Univei'sitüt Berlin. 

Magnificeuz ! 
Hochgeehrte Herreu I 

Ihre verehrlichc Einladung, den fünfzigjährigen Bestand der Ber- 
liner Universität mit zu feiern, ist uns ieider erst am 5. August, zu 
einer Zeit zugekommen, da hier bereits die Ferien begonnen und fast 
sämmtliche Professoren und Studenten «sich nach allen Seiten zersti^nt 
hatten. Es war keine Möglichkeit, bis heute eine Sitzung des Senats zu 
veranstalten, der diese wichtige Angelegenheit vorgelegt werden konnte. 

So bleibt denn heute, unmittelbar vor Beginn der Vorlesungen, 
dem Senat nichts übrig, als Ihnen diese Umstände mitzutheilen und 
sein aufrichtiges Leid auszusprechen, dafs zu dieser hochwichtigen 
Feier keine Abgeordnete der Bemer Hochschule erscheinen können. 

Seien Sie aber überzeugt, dafs die gesammte Lehrerschaft der 
hiesigen Hochschule, wenn auch nicht durch Abgeordnet« gegenwärtig, 
doch im Geiste und mit warmem Herzen Ihre Jubelfeier mitbegehen wird« 

Sind doch unter uns zu viele, namentlich Bemer, deren Ben 
für doi-t gewonnene höhere Geistesbildung Zeit Lebens durch innige 
Dankbarkeit an die Universität Berlin geknüpft ist; dürfte auch wobl 
der geistige Aufschwung deutscher Nation, dessen edelster Ausdruck 
die Gründung der Berliner Universität ist, bald aufs Nene berufen 
sein, die nationale Freiheit, wie einst wieder zu erringen, so heute 
zu bewahren; erkennen und fühlen es endlich zu viele Schweizer als 
das Eine, was Noth thut: die Bande nationaler Zusammengehörigkeit 
mit unsem Stammesgenossen von den Alpen und dem Rhein bis znr 
Nord- und Ostsee aufs Sorgfältigste zu pflegen und anPs Engste zu 
knüpfen. 

So empfangen Sie denn, Magnificeuz, hochgeehrte Herren, Ar 
Ihre biüderliche Einladung unsem wärmsten Dank , zur fünfzigjährigen 
Jubelfeier Ihrer Universität unsre herzlichsten Glückwünsche uüd die 
aufrichtige Versicherung der treusten Theilnahme an der femern 
Wohlfahrt der Universität Berlin l 

Bern am 12*«' October 1860. Der Rector 

Dr. F. Bis. 
Für den Secretlr: 
(L. S.) Dr. Karl Hagen. 



1 



— 161 ^ 

15. 

Rector et Senatus 

Universitatis Fridericiae Guilelmiae Rhenanae 

S. P. D. 

Rectori Magnifico lUustrique Senatui 

Inclitae Universitatis Fridericiae Guilelmiae 

Berolinensis. 

Quo graviora et luctuosiora sunt, quae optimorum studiorum con- 
tentionumque honestissimarum veteri atque antiquae diguitati pericula 
ab horum qualia ingruerunt temporum industnosa levitate sordidaque 
cupiditate sive imminent sive magno stolidoque clamore parantur, eo 
profecto laetiore animi aifectu eoque fortiore sensuum testificatione 
consentaneum est talia soUemnia academica a bonis omnibus et ex- 
cipi et concelebrari, qualia rare fortunae beneficio intra trium lustro- 
rum spatium haec aetas sena vidit: Erlangensia, Regimontana, Gry- 
phiana, Friburgensia, lenensia, Basiliensia. Quibus quae nunc septima 
accedunt Berolinensia Vestra, cum a singulari splendore suo non pos- 
sint non universae patriae cordi esse praeter cetera, tum multo etiam 
propius ad nos potissimum nostrasque rationes pertinere apertum est, 
qui condicionis consiliommque societate Vobiscum coniunctissimi ad 
eundem finem contenderimus. Nam et communem originem Fridericia 
Guilelmia Vestra et haec Fridericia Guilelmia Rhenana ipsis nominibus 
testamor augustissimi eiusdemque munificentissimi conditoris immor- 
tali memoria« dicatis, et laborum cum difficultates tum praemia ideo 
simillima habuimus, qnod tamquam adulescentibus ac pubescentibus 
concertandum fnit cum tot aliis per Germaniam Musarum sedibus , non 
senescentibus , sed annorum, iromo saeculorum longinquitate maturis, 
sed meritis quaesita auctoritate gravibus, sed debito virtuti honore 
camulatis. 

Quem contentionis cursum longe nobilissimae quanta Yos quidem 
com gloria per homm decem lustrorum continuitatem ad praeclarissi- 
mum in qnovis et doctrinae et honestatis et humanitatis genere exemplar 
direxeritis, cum persequi longum est tum in propatulo positum com- 
munique cultioris Europae consensu comprobatum. Tantae igitur tarn- 
que eximiae laudis admiratio , accedente invitatione Vestra benevolen- 
tissima, non potest non hanc vim habere, quin praesentem felicitatem 
Vestram et officü caussa, quod esse sanctissimum sentimus, et ex 
animi sententia, quo nobis ipsi satis faciamus, Vobis congratulemur, 

11 



— 162 — 

omnique religione Deam Optimum Haximnm comprecemnr, uti in il- 
lastribus illastrissimam Fridericiam Gailelmiam , vere regio consilio 
inter tcmporum iniqnissimonim discrimina ofim institutam, sua antem 
virtute tarn clara in Ince iam collocatam, servet sospitet secondet 
Sic autem cum celebrandis a Vobis per proximos dies sacria semi- 
saecularibus iam nunc, quod bonum felix faustum fortunatninque sit, 
praefamur, tum eosdem animi sensus qui nostro nomine coram testentnr, 
legatos acadenücos ad Vos misimus loannem Gnilelmum Loebell 
ipsius univcrsitatis Vestrae olim alumnum, et losephnm Bernardum 
Hilgers, illum historiarum, hunc theologiae catholicae Professorein 
P. 0. : a qnibus hae Vobis litterae cum observantiae tesUficatione at 
confidimus facnndissima reddentur. Valete nobisque favete. 
Datum Bonnae VI. Idus Octobres a. MDCCCLX. 

Knoodt. 



16. 

Q. b. f. f. q. s. 

Inclytae 

Universität! litterariae Berolinensi 

Borussiae ac Germaniae lumini 

almae artium nutrici 

innumerabilium virorum tarn virtute quam doctrina illustriom magisfrae 

de patriae übertäte non minus quam de litteris et nniversa emditioBe 

meritae 

quinquaginta annos gloriosissime peractos 

piis votis gratulantur 

et 

sub Dei Optimi Maximi tutela 

ut per omnes temporum vicissitudines 

tam discentium quam docentium studiis moribus patriae amore florero 

et tanquam sacra Vestae flamma et imperii vis vitalis 

Universum reipublicae corpus laetissimo vigore permeare pergat 

ex animo Optant ac precantur 

Lycei Regii Hosiani Brunsbergensis 

Rector et Senatus Professores et Collegae 

Idibus Octobribus MDCCCLX. 



— 168 — 

17. 

Academiae Fridericae Guilelmae Berolinensi diem festum 

celebranti quo die ante quinquaginta annos condita est 

gratulatur academia Vratislaviensis. 

Academiae Vratislaviensis Rector et Senatus 

S. P. D. 

Academiae Fridericae Guilelmae 

Berolinensis 

Rectori Magnifico et Senatui 

Illustri. 
Si nlla hodie* Academia est, qnae officii sui existimet festam hone 
Vestrae Academiae diem, quo ante quinquaginta annos condita est> 
faustis ominibus voüsque prosequi, ea profecto nostra est, quae iis* 
dem temponbus iisdemque consiliis instaurata novae quodammodo vitae 
eadem habuit initia, quorum Vobis memoriam pariter ac nobis caram 
sanetamque esse consentaneum est. Reliquae enim Academiae pleraeque 
omnes in summa pace rebusque secundis conditae et ornatae sunt; 
nostrae vero duae fere ut Batavorum Lugdunensis olim, quasi magna- 
nun filiae calamitatum sunt. IPunestissimo enim bello paucis ante 
annis graviter afflicti, cum pace ac foedere tamquam durissimis Tin- 
cnlis constricti teneremur, hostiübus armis cincti, a sociis vero et 
amicis vel deserti vel dirempti ac domi etiam Gallicis et praesidiis et 
iHsidils obsessi non videbamur ullo modo ex misera illa Servitute et 
humilitate emergere posse. Sed idem tempus documento fuit, quam 
frustra sint qui hodie populorum vires nullas norunt nisi quas ex ter- 
rarnm situ ac spaciis reditibusque et ex numeris exercituum aestimare 
licet; tunc enim in summa rerum omnium inopia cumulate, quae 
deerant, suppleta sunt eo patriae amore, qui non caeco quodam pere* 
grinorum odio sed intellegentia summorum l^umani generis bonorum 
continetur. Quorum bonorum qui per patriae suae leges et instituta 
participes fiunt, eos demum vidimus dves esse patriae vere amantesi 
qui privata commoda non seiungant a publicis universamque rempu- 
blicam non minus prompte defendant quam suam suorumque salutem. 
Rex antem noster sapientissimus ac iustissimus b. m. Fridericus Gni* 
iielmus IQ. cum multa sustulisset priomm temporum instituta talia, 
quae libertati obstarent, qaoniam intellegebat nullum melius, nnllum 
firmius esse pnblicae salutis ingenoiqne patriae amorls fundamenlua 

11* 



— 164 — 

quam aniversi populi eruditioncni non fucatam aliquam nee mercena- 
riam certisve ministeriis adstrictain, sed veram ac liberalem et ad 
summa bona pertinentem^ hoc unnm ante omnia egit, ut diversi generis 
scholae diligentissime instituerentnr nee deessent Aeademiae sapienter 
per provincias distributae omnique disciplinae academicae instrnmento 
liberaliter instructae. Quare fcrreis temporibas, quonun spes nna in 
armis esset, cum parum opportune pacls artibus servire videretor, 
brevi cfTecit, quod humana ope fieri non posse credebatur, ut summo 
conseusu uuiversus populus quasi divino afflatu excitatns et novaqna- 
dam inauditaque vi vitali perfusus servitutem ac dedecus omne ex- 
cutcret nee modo semct ipsum in libertatem vindicaret sed etiam Ger- 
maniae omni ut idem efficeret auctor et propugnator existeret. Quonun 
temporum facta si quis sobrio iudicio aestimabit, facile reperiet opes 
quideni regni attenuatas et afflictas non in causa fuisse cur tantae res 
tamque gloriosac gererentur, sed potius patriae amorem salutaribnB 
legibus cum libertate coniunctum et in scholis nntritum , quem et re 
praestabant et verbis praedicabant cum ii omnes qui erant ingenio et 
ernditione populi duces ac principes, tum maxime inventutis magistri 
non minus infimi ordinis vicani quam clarissimi professores academici, 
atque praecipuae quaedam generosi illius animorum motus sedes, cni 
victoriam debuimus, Ulae ipsae Aeademiae fuerunt, quas rex optimnB 
calamitosis temporibus condiderat. Yos autem, qui illorum tempomm 
testem veramque et illustrem imaginem nunc Rectorem habetis Magni- 
ficnm, quique ut alios taceamus, olim Fichtium inter Yos habuislis 
acerrimum simul et acutissimum patriae libertatis praeconem animaeqne 
magnae prodigum^ probe meminisse videmus et qua spe Academift 
Vestra condita sit et quam dignam se illa spe praestiterit, multisqae 
saepe documentls probastis nee adhuc Vos ab illis praeclaris initiis 
Vestris descivisse nee in posterum aliam Vobis meutern fore, sed con- 
stituti quasi in specula tempomm, quotiens vel externa vis ingruet vd 
interna aliqua labes ingenia inficiet, Academiam Vestram aetononnn 
bonorum custodem fortem ac strenuam praebebitis exemploque Yestxo 
quantum in Yobis est providebitis , ne unquam institutio academica 
quasi operaria fiat et angusti pectoris ignaviae serviens, sed ut reti- 
neat et alat generosam illam et religiosam animi magnitudinem, quam 
patriae nostrae salutarem experti sumus. Id ut felicibus rebus Vestris 
efficere possitis, ut constante et hereditaria regnm nostrorum liberali- 
tate ac cura sapienter sustentati et bonorum omnium favore adinü 
semper simul et magistrorum et alumnorum laude floreatis^ yotis Om- 
nibus ex animi sententia optamus Deumque 0. M. precamur, ut auxiliD 



— 165 — 

divino Academiae Vestrae adsit velitque eam quod adhuc fnit, in per- 
petnnm esse magnnm patriae nostrae et ornamentum et praesidium. 

Quarnquam autem non dubitamus quin plores de nostris Acade- 
miae Vestrae olim alomni pia eius veneratione adducti adfuturi Vobis 
sint in celebrando illo die, quem festum acturi estis, ttes tarnen colle- 
gas nostros, triam ordinnm decanos spectabiles delegimns, qni animi 
erga Vos nostri testes et interpretes sint, PhiLEd. Huschkium, iuris- 
consultum, lul. Gull. Betscblerum, medicum, loh. Hub. Rein- 
kens, theologum, quos Vobis probe cognitos gratosque et acceptos 
legatos fore confidimus. Valete. 

Dabamus Vratislaviae m. Octobri a. MDCCCLX. 



18. 

Universitatis Regiae Fredericianae Senatus academicus 

Senatui Universitatis Fredericae Guilelmae, quae Berolini 

floret, Amplissimo 

S.D. 

Dimidium iam elapsum est saeculum, ex quo in maximo et vere 
fatali temporum discrimine condita est Vestra Üniversitas literaria. Quod 
factum non Vestrae solum patriae, sed universo orbi literario ipsisque 
denique bonis literiß maximi momenti fuisse, quum facile est ad in- 
telligendum tum re comprobatum videmus. Nam quum antea, quae 
dicuntur, Universitates fere in minoribus tantum oppidis a publicae 
vitae luce remotae atque infrequentes multisque modis mancae iacerent, 
ut etiam quasi in angustias contractae in particularia et umbratica 
studia facile delaberentur eamque, quam nomine prae se ferebant, 
universalitatem perderent: tunc demum in magna potentis regni me- 
tropoli Academia exstitit, quae omni apparatu et regali liberalitate in- 
stmcta in clarissima luce versari et quasi exemplar verae Universitatis 
exhibere posset, in metropoli eius denique regni, quod reformata re- 
ligione et humanioribus studiis ingeniique vi et cuitu praecipue inni- 
teretur. Unde etiam factum est, nt illuc quum magna studiosorum 
iuvenüm confluente frequentia, tum splendidissimis quibusque in omni 
doctrinae genere luminibus ad docendi munus concurrentibus , eius 
Academiae vis et auctoritas in dies cresceret. Ac nescimus, an non 
nimiae aadadae eese vid^atur, si qois contendat conditae illins Acade- 



— 166 — 

miae ad cunctam Vestram patriam erigendam iugoqne peregrino libe- 
randam haud levem fuisse vim, vlgente illic eodem animo, quem — 
qaod inter tot tantasque res meminisse iuvat, ^ spirabant ceiebenimae 
illae vereqae immortales Fichtii ^ad gentem Germanicam orationeft*^, 
panlo ante e Berolinensi cathedra falminum instar deiectae. Sed nt- 
cnmque de hac qoidem re iadicabitur, certe omnia doctrinae gen«ra 
illic altas iam radices egisse laetissimosqne et ad remotas gentes ian 
redundantes fructus tolisse, nemo est, qui non agnoscat. 

Quae quum ita sint, nos, quibus hoc tempore cura conamissa eit 
nostratis Academiae eorundem Hierum temporum vere praegnantiuia 
iiliae, cui etiam in nostrae patriae restitutione magnam vim triboimos, 
quaeque maiorem illam sororem, quamquam „non passibus aequis se- 
cuta^, tamen pro nostrarum rerum angustiis haud spemendos pro- 
gressus fecisse nobis saltem videtur, abstinere non potuimus, quin Vobis 
solemnia haec semisaecularia agentibus per hasce literas gratulabundi 
qualicumque modo adessemus. 

Faxit Deus Optimus Maximns, ut Yestra Academia, in qua magnum 
bonarum literarum praesidium inspicimus, in postemm quoque pro- 
spero successu gaudeat! Faxit, ut ex ipso veritatis fönte abunde ini- 
gata laetiores in dies pulchrioresque fructus ferat, ut spargantur super 
totum orbem terrarum semina veritatis aeternae^ quae una solaque 
quum populos tum singulos homines vere liberos et beatos reddere 
valet! 

Dabamus Christianiae V. Idus Octobres MDCCCLX. 
Fr. Hallager. Dietrichson. Chr. Boeck. R. Keyser. 
Dr. 0. Broch. J. S. Welhaven. Chr. Holst. 
(L. S.) 



19. 

Inclutae Universitatis litterariae Regiae Fridericae Guüel- 

mae Berolinensis Rectori Magnifico et Professoribus Summe 

Reverendis, Illustrissimis, Amplissimis, Eruditissimis 

S. P. D. 
Universitatis litterariae Oaesareae Dorpatensis 
Rector et Professores. 
Lubentissimis animis Vobiscum^ Yiri Magnifici, Summe Reverendi» 



— 167 — 

Illnstrissimt, Amplissimi et Eraditissimi^ memoriam repetimus illius 
temporis^ quo abhinc quinquaginta annos incluta Universitas Yestra 
beati Friderici Guilelmi III liberalitate ac sapientia novo et prorsos 
nnico exemplo institnta est. Cam enim ii Principes, qnl exubei-antiam 
opum modicam aliqnam partem ad optimamm artium cnltum contale- 
miit, maximis laudibus cumulari soleant, at lUe^ cum bello calamito- 
sissimo afflicta iaceret respublica , exhausto aerario et privatorum for- 
tanis attenuatls, cum ne pace quidem composita victos convaleecere 
pateretur importnnlssima Francogalloram dominatio, tanta manificentia, 
qni suopte ingenio parcus admodum esset, novam litterarum sedem 
ornavit, qnantam raro viderunt saecula feliciora. Neque enim praeteriit 
Regem prudentissimam, fractos civium animos ad virtutem revocari non 
posse, nisi pietate et liberali ad hnmanitatem institutione. Itaqne lautis 
condicionibus propositis invitati sunt ex universa Germania viri sua 
quisque in arte primani, qui et litterarum studiis adulescentes ingenuos 
initiarent, et animos eorum exemplo praeceptisqne ad yirtutem patriae- 
que amorem conformarent. Quorum conatibus generosis ita non defait 
eventus exoptatissimus, ut, cum paneis post aonis quam Universitas 
Yestra condita est, exuendae dominationis exterorum opportnnitate 
oblata, ingenti ardore undique iuvenes ad arma concurrerent, Borus- 
sommque signa nova gloria non minore, quam quae Fridericianorum 
temporum fuerat, illustrarentur, non ultimo loco ii habiti sint, qui 
Vestrae üniversitätis e disciplina prodierant. Nee tantum iuvenum, 
auditorum suorum, audadam illi incenderant, verum erant eorum ex 
nnmero, qui orationibus scriptisque eives omnes ad fortitudinem et 
eonstantiam cohortarentur; erant adeo, qui jelicta cathedra Signa se- 
cuti, ceteris exemplum ad imitandum proponerent. 

Sed qnantivis eorum, qui tunc Universitatem litterariam Beroli- 
nensem omabant, in rempublicam merita aestimentur: pauci enim ex 
illis snpersunt, et utinam diu supersint! certe non minora post liber- 
tatem pacemque patriae redditam et reipublicae et orbi litterario cum 
illi praestitenmt, tum Yos praestitistis, illorum successores. Si quidem 
non eae tantum artes ad rempublicam pertinent, sine quibus munera 
quaedam publica obiri nequeant, vel quibus prospere cultis commodi 
et lucri aliquid in vitam hominum rednndaturum videatur; quas com 
minime contemnamns, tamen non ntiliores reipublicae nee digniores 
potentium favore et studiosorum assiduitate censemus^ quam eas, qui- 
bns adnlescentium ingenia vel alantur vel acuantur. Yestra quidem 
In Universitäten cum primum condita est, lectiones habitas mazimoqae 
plmtu wditas aceepimus, quibus viri ingeniosissimi ea, quae indefesso 



— 168 — 

labore ex intimis doctrinae rccessibas repetiissent, iaventuti traderent, 
nee visos aut illos aut eos, qui ad audiendnm confluxerant, rebus ad 
cognoscendum non admodiini necessariis tempas terere. Et qnalia pri- 
mordia Vestra, talis decursus rerum foit. Qnantis stadils exceptae sunt 
de philosophia lectiones^ ac niinime deterriti tirones placitoram novi- 
tate et obscuritate, cum siioinia subtilitate coniuncta. At praedpne 
floruerunt apud Vos ea studia, quibus merito ab hamanitate nomen 
antiqnitus impositum est, iit vercndum non sit, dum Vestra Universitas 
soperfatura et in cursa, quem adhuc tenait, perseveratnra est, ne aites 
vere liberales unquam obsojescant Et illustribas praeceptorum exem- 
plis excitati sunt erectae indolis iuvenes, ut sollerti doctaqne remm 
absconditamm investigatione vires ingenii periclitarentur, unde factam 
est, ut Universitas litterana Berolinensis doctorum omnis generis quasi 
seminarium exstiterit. 

Verum non iuvenes tan tum ad veram doctrinam institnistis, com 
iis, quae magnam partem Vestris laboribus satis explorata essent, tra- 
dendis, tum via, qua obscura indagarentur , monstranda, sed Vestri 
muneris arbitrati estis etiam doctos docere. Nam cum et Vos omni 
tempore enixe studueritis, ut, si quis ingenii acumine doctrinaeque 
ubertate inter omnes excelleret, Vestrum in ordinem adscisceretnr, et 
Reges Vestri eorumque amici vires suis in artibus praestantissimos 
nitro ambiendos duxerint, decebat profecto delectos et principes vires 
ea exsequi, quibus aut soli aut praeter ceteros snfficerent. Huic vero 
officio fines doctrinarum proferendi cumulate satisfecistis. Vix enim 
nlla est disciplina quae non Vestra industria insignia incrementa ce- 
perit^ quae non Vestris inventis mirifice amplificata, Vestra sednlitate 
tralatitiis fraudibus purgata sit. Sunt etiam quae a Vestris primnm in 
formam artis redactae, sunt quarum apud Vos fundamenta iacta sint. 
Quid mirum igitur, quod Universitas litteraria Friderica Gnilelma Be- 
rolinensis omnium consensu communis doctorum magistra et prae* 
ceptrix habetur. 

Cuius uti damna casnsque acerbos pari dolore accipere solemns, 
atque quibus nostrae res afficiuntur, ita in sacris laetissimis, qnae pro- 
pediem instant, noluimus pietatis officio deesse. Itaqne pro salnte et 
incolumitate inclutae Universitatis Vestrae vota nuncupamns imprimis- 
que precamur, ut provida Dei benignitas pacem patriae Vestrae con- 
servatam velit, ne fructuosissimi labores Vestii armorum strepitu in- 
terpellentur, vel si bellum necessarinm sit, exercitibus Vestris civibnsqne 
Omnibus eos animos inspiret, quibus inter primordia Vestrae Univer- 
sitatis hostinm copias ex Germania eiectas ipsarum in solo debeUmuii 



— 169 — 

t Vestra üniversitas faxit ut perpetuo floreat magistrorum laudibas 
j discentiam diligentia, dociiitate et raodestia, ut post aUeros quinqua- 
nta annos saecularia sacra pari laetitia et hilaritate ac meritorum 
>n8cleutia, atque ea quae nunc instant, possint celebrari. Misimus 
item collegam nostrum, Virum Clarissimum,« Vitum de Samson- 
immel stiem, Medicinae Doctorem, Medicinae publicae Professorem 
ublicum Ordinarium, qui hasce litteras Vobis redderet, et coram testi- 
saretur, quo in Vos resque Vestras animo essemus. Quem benevolentiae 
estrae commendatum volumus. 

Valete, Viri Magnifici, Summe Reverendi, Illustrissimi, Amplissimi 
. Eruditissimi, nobisque favete. 

Dr. Frid. Bidder, h. t. Rector. 



Dab. Dorpati d. "^Z'oT «• MDCCCLX. 



C. de Forestier Seen 



20. 

Prorector et Senatus Universitatis Erlangensis 

Rectori et Senatui Universitatis 

Berolinensis 

S. P. D. 

Etsi optatis Vestris obsecundantes unum de coUegio nostro, virum 
merabilem D. loannem Christianum Conradum de Hofmann^ 
degavimus, cuius adventus ac praesentia communionem gaudii nostri 
staretur, tamen noluimus nobis deesse, quin etiam literis mandare- 
us, quibus nos quoque sensis et affectibus herum dierum recorda- 
one commoveremur. Reminiscimur enim seniores nostrum memoria, 
niores fama, cuncti denique gratis animis^ quantum solatii ante hos 
linqnaginta annos genti Teutonicae, maestissima quaeque tunc per- 
3tienti, attulerit generosum regis Vestri consilium universitatem li- 
ramm condendi in ipsa regia sua. Gratulabantur universi patriae 
)strae> quod nobilissima quaeque ingenia congregari videbant In eam 
*bem , quae iamdiu excellebat omni bonarum artium cultu ; quin etiam 
)n pauci, qui erectioris animi erant, altius ac subtilius divinantes 
I spem erigebantur, fore ut quamvis tecte liberatio universae Ger- 
liiiae illic loci praepararetur. Nee fefellit eventus ominantes. Nemo 



— 170 — 

enim ignorat, qnanto ardore professores academiae reeens nata« ani- 
mos ad bcllnm inflammaverint, quam meritoqoe Fichtii cum Scharn- 
horstiis inter libertatis Gcrmanicae auctores nomlnenlar. 

lani vcro post libertatcm pacenique recnperatam academia Beroli- 
nensis non desiit omiri doctrinae genere praefulgere, et omnibns co- 
piis instrncta iis ingeniis inclarescere , qaae decora doctrinae partim 
defoncta pridem, partim etiamnunc honorata senectute vigentia im- 
mortali lande florent; inter qnae complnria nomina olira Brlangensit 
laeti et gratulabundi agnoscimus. 

Ac pacne primi Vos vel maiores Vestri tnnc experimentom egistis, 
possetne cum publice omninni commodo nrbs aliqna regia snmmiqve 
regiminis eademque nniversltatis literarnm sedes esse. Ac non paod 
olim extiterc, qui umbram oppidornm proprie salntarem efise nniver^ 
sitatibus ot intentioribus adolescentium stndiis assererent, veriti ae 
regiarum urbium magnificentia , splendore, strepitu praestringerentnr 
ingenia discentium, neve amoenitatnm omni genere animi abstraheren- 
tur a vero ac severitate, vel adeo corruipperentur. Nunc antem Yestro 
cxemplo luce clarius demonstratum est, non quidem necessariam esse 
ad studia fovenda loci magnificentiam , sed sua in utroque universita- 
tnm genere inesse bona, et earum quae sub oculis ipsis regom Acre- 
ant, et illanun quae provincialis parsimoniae lande et amoenitate nti 
malint. Quin etiam nostri reges postquam exemplum tarn prospero 
successu editum imitati sunt, nunquam eosdem poenitoit nee Mona- 
censem universitatem condidisse, nee nostram et Herbipolensem uni- 
versitates reliquisse. Multae enim et variae adeoque diversae viae 
extant, quibus pariter ad Optimum publicum pervenitur, necillae spien« 
dore et omatu, sed virtute et efficacia aestimantur. Deniqne, ut gra- 
yissimis nobilissimi scriptoris verbis utar: Certamina ex honesto ma- 
neant ! 

Ergo quicquid boni ac prosperi Vobis fortnna accnmnlare poterii, 
hoc ut felicitati Vestrae accedat, quemadmodum omni tempore opta- 
vimus sincere, sie bis potissimum diebus pie apprecamnr. Valete no- 
bisque favete! • 

Dabamus Erlangae d. X. m. Octobr. MDCCCLX. 




171 — 



21. 



Academiae Alberto -Ludovicianae Friburgensis 

Prorector et Professores 
Universitati Fridericae Guilelmae Berolinensi 

S. 

Quinquageno» annos viguisse in singulis mortalibus mnltnm est, 
loDge minus in ordinibus et collegiis, quorum corpora yel numqnam 
emori yel saeculonim saltem circumscriptione yitam metiri natura 
inbet eadem, quae aetatem hnmanam ultra annorum centurias proce- 
d^re yetat. Kecte igitur literarum Uniyersitates aevum suum non per 
aanot describere solent, sed saeculorum decursu: saeculis demum in- 
tegris praeterlapsis yelut diem natalem agunt. Tarnen Vos, qui non 
saeeolnm ezspectare, sed yel post quinquaginta primos annos etiam 
s^nisaecularia sacra instituere decreyeritis, bene egisse yideminl et 
reliqoamm Academiamm in ea pietate iacilem plausum ferre. Etenim 
primnm erat hoc Vestmm semisaeculum exstititque illnd quasi quaedam 
Vestrae Uniyersitatis iuyenta, quae quidem aetas tenera esse consueyit 
ac periculorum easibus yalde obnoxia. Et huius profecto sententiae 
yeritatem Berolinensis Musarum sedes ipsa magnopere probayit, quam 
yel nascentem ingentia pericula eircumstetere. Grayissimo enim illa 
rei publicae tempore orta non solum summa rerum omnium obstacula 
videbat, sed consulto ipsa contra temporum iniquitatem opposita ad- 
pugnabai, acrium iilorum studiorum socia^ quibus in exteri hostis 
tyrannide funesta et labe civitatis per extrema discrimina patria restitit 
tandemque peryicit. Fortitudinis igitur et constantiae nobilis filia^ 
Vestra Dniversitas, pej ipsas initiorum causas ex amore patriae liber- 
tatisque studio progressa, cum Germanici nominis honore et salute 
arcte iuncta est ac plane Germana. Quae res quum insigni virtute 
contineatur et magnum splendorem habeat, tum non minore in litera- 
rum studiis colendis gloria augetur. Nam yeterum Academiamm na- 
tnram speciemque, qualem superiora saecula expresserant, fideliter 
quidem secuta Universitas Berolinensis recentibus viribus auctam in- 
Qovayit Ita, nt, quum duabus potissimum rebus Academiamm yis et 
facultas probetur, scientiae pervestigatione et docendi disserendlque 
ratione, in earum utraque eximie praecelleret. Inde factum est, ut et 
soronun insigne exemphim evaderet et Germaniae omnis communis 
mag^tr». In quo fine exsequendo egregie adiuti sedis regiae ampü- 



— 172 — 

tudinc et onmis generis docta opulentia Germaniae nniversae Academi- 
cani rem cunctam in claro lumine posuistis exteraniinqiie nationum 
laudibas illnstravistis. In hoc autem Vestro splendore tantmn abfuit 
ut minorum Academiarum res in contemtam abiret, ut smgalares eamm 
virtutes iusta aestimatione firmatae valcrent Ipsi emm identidem ex 
illarum viribus vires Vestras augebatis, ut nostra etiam Academia te- 
Statur, de cuius in literas meritis splendidum iudiciam publice conun 
Vobis ante hoc triennium Vester Orator pronunciavit pridie quam sae- 
cularia quarta agebamus. In qua re quanto offidosior Yestra erga nos 
Yoluntas cognita est, tanto magis Yestra nos nunc movet Isetitia wor 
ceramque congratulationem poscit. Accedit insignis qnaedam nostri 
temporis difficultas> quae, quum in omnibus rebus concordiaiii et imi- 
tatem postulet, etiam Academiarum mutuum amorem, qui nnmquam 
defuit, maiorem in modum commendat. Inter quas quanto magis Be- 
rolinensis Universitas iure suo per originis memoriam de patriae Iibe^ 
täte retinenda et unitate augenda prae ceteris monere videtur, tanto 
aptius Yos nunc cum maxime semisaecularia celebrare iudicamns. Faxit 
ergo l^umen Optimum Maximum , ut Friderica Guilehna de virtatia auae 
statu numquam delabens viribus ac laude accrescat alteroqne sfimi- 
saeculo olim peracto laetissimum videat saecularem annnm primnm 
cum nominis Germanici decore. Fortunet Dens rem Yestram, prospe- 
ret Yestra consilia. 

Dabamus Friburgi pridie Idus Octobres A. MDCCCLX- 

Subscripidt 

Prorector Uniyeraitatis 

I. Adamus Fritx. 



22. 

Geneve, le 6. Octobre 1860. 
A la tres-honorable Universite de Berlin. 
Monsieur le Recteur, 
Messieurs les Professeurs, Membres du S^nat universitaire. 

Le Jubile que votre celebre üniversite celebrera le 15. Octobre est 
un evenement auquel FAcademie de Geneve desire s'associer. Elle 
m'a Charge de vous faire parvenir ses felicitations sinc6res, et ms 



— 178 — 

voeux pour un avenir dont votre passe est un sür garant, Nous re- 
grettons qu'aucun de nos professeurs n'ait pu vous porter l'expression 
de notre vive Sympathie. Mais nous avons . demande ä Monsieur le 
professeur Pierre Merian, Recteur de l'universite de Bäle, de se faire 
l'interprete de nos sentiments, qui sont ceux de tous les corps aca- 
demiqnes de la Suisse. 

L'Academie a decide de vous en ofirir un gage, en vous trans- 
mettant un exemplaire de la medaille commemorative du Jubile que 
nous avons celebre Tan dernier. J'y joins une Description des cere- 
monies qui ont eu lieu ä'cette occasion, un exemplaire des Leges 
Academiae et du livre du Recteur, c'est-ä-dire du catalogue de tous 
les etudiants qui ont frequente notre Academie pendant les trois siecles 
qai vlennent de s'ecouler. 

La Republique de Geneve a toujours tenu ä honneur la culture 
de l'intelligence. Le Departement de l'Instruction publique s'est Joint 
äfintention deTAcademie, et vous adresse la collection des Memoires 
de rinstitut national genevois. 

La Societe cantonale de Physique et d'Histoire naturelle a desire 
vous donner une marque de respect, et vous fait hommage de quel- 
ques volumes de ses Memoires. 

La Societe d*ffistoire et d'Archeologle me prie de vous faire par- 
venir ses salutations et ses voeux; eile ajoute ä nos offrandes un ex- 
emplaire de ses publications. Son President y. Joint en son nom per- 
sonnel quelques publications fait par ses soins. 

Enfin la Societe de geographie, de fondation toute recente, a 
sttivi Texemple de ses ainees, et vous expedie le premier volume de 
ses travaux. 

Daignez, Messieurs, accueillir favorableraent ces manifestations 
de notre esprit confraternel , ainsi que Tassurance de notre considera- 
tion la plus distinguee. 

Elie Wartmann, 
^ ' '^ Recteur. 



— 174 — 



23. 

Q. b. f. f. s. 
Universitati literarom 
Fridericae Guilelmae 

Berolinensi 

almae studiorum mairi 

temporibus artis ipso orta sideri Gennaniae salutifero 

professoruDi in omui literarum genere primariorom 

cum institutionis ubcrtato gravissimae tum libris quos scripsernnt 

perpctuo duraturis insigniam splendore 

discipulorum ex omnibus orbis terrarum partibos oriundonun nmnero 

docontium et diücentium fructuosissimo in studiis commerdo 

unice conspicuae 

cum Germania aGallis oppressa iaceret patriae amoris altrid strenaissiniae 

libertatis Germanicae doctrina exemplo sangoine dvinm vindid 

generosissimae 

de literis excolcndis omnibus atque homanae emditionis finibos 

promovendis egregie meritae 

ut quae certet cum eius laudibus vix unaquaeantecellatnallareperiatnr 

totius Germaniae decori columini magistrae 

diem quo ante hos quinquaginta annos rite inangnrala est 

ex animo gratolantnr 

atque ut bona fausta felicia fortunata ei omnia in omne aevom 

prorogentur 

precibus et votis a Deo Optimo Maximo exposcunt 

Universitatis literarum Georgiae Augustae Gottingensls 

Prorector et Senatus. 
D. Gottingae die YIII. mensis Octobris anni MDGGGIX 

Hermannus Sauppios 
h. t. prorector. 



— 175 — 

24. 

Q. f. f. q. s. 

Illustrissimae 

Universitati litterariae Fridericae Goilelmae 

Berolinensi 

ab Augustissimo rege 

Friderico Guilelmo Tertio 

egregiorum hominum fide prndentia ope excitato confirmato adiuto 

in summo totius regni discrimiiie 

ad animos litterarum luce sustentandos alendos augendos 

patriae amorem coiToborandum 

ipsam patriam tutandam illustrandam promovendam 

pia dei fidacia 

ante qmnqnaginta annos conditae 

per decem haec Instra 

cum ipso conditore magnanimo tum filiis generosis 

Friderico Goilelmo Quarto et Guilelmo 

ducibus atque auspicibus 

et coetu magistrorum in quovis litterarum genere excellentium 

splendidissimo 
et numero discipulorum optimorum undecumque congregatorum 

amplissimo 

universae Germaniae universitatum principi 

hodieque virorum 

Fichtii Hegelii Schleiermacheri 

antesignanoinim immortalium 

commilitio non indignorum summis nominibus 

illustratae 

prima semisaecularia inter totius orbis litterati laetitiam plausumque 

peragenti 

diem soUemnissimum 

faustissima quaeque optantes atque angurantes 

ex animo gratulantur 

üniversitatis litterariae Gryphiswaldensis Rector 

Albertus Hoefer 

et Senatus academicus. 

P. P. Gryphiswaldiae d. XV. m. Oct. a. MDCCCLX. 

(L.S.) 



— 176 — 



25. 



Dem Rector Magnificiis 

und dem Hochverehrlichen Senate 

der Königlicli Preiifsischen Friedrieh-Wilhelms-Universitat 

Berlin. 

Die Univei-sitäten Deutschlands feiern in diesen Tagen eines ihrer 
schönsten Feste. Das Akademische Gymnasium der freien und Hanse- 
Stadt Hamburg, erfüllt von dem Bewufstsein tiefer und wahrer Be- 
ziehungen zu dieser grofsen Familie des Deutschen Geistes^ sendet in 
der Person des ordentlichen Professor der Geschichte, Doctor der 
Rechte, Herni Ludwig Karl Aegidi seinen Abgeordneten zo der 
Jubelfeier, auf dafs derselbe im Verein mit dem ordentlichen Professor 
der classischen Philologie, Doctor der Philosophie, Herrn Christian 
Petersen den Ausdruck unserer glückwünschenden Huldigung Euerer 
Magnificenz und dem Hochverehrlichen Senat der Königlichen Frie- 
drich -Wilhelms -Universität darzulegen und diesen Festgrufs zu über- 
reichen sich beehre. 

Dreifach erscheint der hohe Vorzug, dessen der Genius Deutscher 
Universität sich zu rühmen hat: er vertritt die geistige Einheit nnsres 
Volksthums; er verbindet alles Wissenswürdige der Menschheit zu dem 
grofsen Ganzen der gesammten Wissenschaft; er arbeitet auf jedwedem 
Gebiete des Gedankens aus dem Geiste des Ganzen heraus und stellt 
ein jedes Ergebnifs freier, uneigennütziger Forschung unter den Ge- 
sichtspunkt des Ewigen. 

Von diesem dreifachen Vorzug, der vor Allem das halbe Jahrhun- 
dert der Geschichte Ihrer Universität charakterisirt, hat an dem ersten 
und an dem letzten grade das Akademische Gymnasium seit seiner 
Gründung im siebenzehnten Jahrhundert ununterbrochen und reichlich 
Antheil gehabt. Indem dasselbe in der Stadt des Welthandels die 
idealen Güter des Deutschen Nationalgeistes verwaltet und spendet, 
indem es innerhalb des ihm zugevriesenen Kreises von Disciplinen die 
Wissenschaft, lehrend und forschend, in rein Akademischem Sinne cul- 
tivirt, wetteifert Hamburgs hohe Schule mit den Universitäten des Va- 
terlandes. Auf die Ehre, die Gesammtheit des Wissens zu umfassen, 
bisher verzichtend, widmet es sein Streben den wichtigsten Fächern 
der philosophischen Facultät, bewegt sich daher in ähnlichen Schran- 
ken der Humaniora, wie jene altehrwürdige Pflanzstätte der Geistes- 



— 177 — 

bildnng, auf welche die Deutsche Hochschule als auf ihre Ahnfrau 
zurückblickt: deun „Artibus fundata" ist die Universität! — Lehrer 
wie Jungius, Reimarus und Busch, Zöglinge wie Neander, Lich- 
tenstein und in freierem Verhältnifs zur Anstalt A. von Humboldt 
und B. G. Niebuhr und all die Namen berahmter Zeitgenossen, welche 
so vielen Akademischen Lehrkörpern und Senaten zur Zierde gereichen, 
mögen Zeugnifs ablegen von dem Geist und der Methode wie von den 
Traditionen und dem Lebensgesetz in unsrem von Akademischer Frei- 
heit beseelten Gymnasium. 

Wahlverwandt allen Universitäten, obschon weit überragt an Um- 
fang des Wirkens von einer jeden derselben, fühlt Hamburgs hohe 
Schule — und nicht nur heute — einen vorzugs^sveise innigen Zug der 
Sympathie der gefeierten Friedrich -Wilhelms -Universität gegenüber. 
Seit einem halben Jahrhundert findet an diesem Empyreum Deutschen 
Geistes im Mittelpunkte des Pröufsischen Staats die reifere Jugend des 
Vaterlandes einen würdigsten Abschlufs ihrer wissenschaftlichen 
Studien, während das Akademische Gymnasium nicht unrühmlich seit 
drittehalb Jahrhunderten zahlreiche Jünglinge über die Schwelle des 
studentischen Lebens und Strebens hinübergeleiten durfte — : So grüf- 
sen denn an Ihrem heutigen Ehrentage rüstige Beförderer Akademi- 
scher Anfänge die erfolggekrönten Werkmeister wissenschaftlichen 
VoUendens. 

Wem aber drängt diese glückliche Festfeier mächtiger, unabweis- 
barer die Erinnening an die Grundlegung Ihrer herrlichen Universität 
auf, als den Sendboten Deutscher Wissenschaft aus der vaterländisch 
gesinnten Hanse -Stadt, welche in hochherzig verwegenem Eifer, dem 
Beispiele Preufsens ungesäumt folgend, die widerwillig getragenen 
Ketten der Fremdherrschaft abwarf? 

Ein Volk, das sich nicht selbst aufgibt, ist nicht verloren! Die 
Stiftung Ihrer Universität war die That, worin Preufsens König den 
unerschütterlichen Glauben an das Vaterland vor der erstaunten Welt 
kundgab. Und, lassen andre Völker in Tagen äufserster Drangsal sich 
daran genügen, das dürftige Dasein zu retten, so hat dagegen in jenen 
Zeiten der tiefsten Erniedrigung Deutschlands der König und das Volk 
von Preufsen die höchsten, die geistigen Güter der Nation zuerst und 
vor Allem bedacht, eben indem der erhabne Gedanke dieser Stiftung 
gefafst und verwirklicht ward. 

Ihre Universität ist ein Denkmal auf ewig — dafür, dafs unser 
Deutschland nimmermehr an seiner Zukunft verzweifeln darf und dafs, 
inmitten der Flammen zerstörender Weltbewegung, die unvergänglichen 

13 



— 178 — 

Schätze des Deutschen Genius — sie vor Allem — immerdar zu retten 
und zu hüten sind. 

Möge der Geist, welcher die Friedrich-Wilhelms-Üniveraität erschuf« 
der Edelsinn des gerechten Herrschers, die Weisheit des hellsehenden 
Staatsmanns, der Heldenmuth des opferfi*eudigen Volkes, welches so 
erlauchten Führern in stürmischer Begeisterung fast voran eilte, diese 
dem Deutschen Volke so höchst theure Universität, den Staat Frie- 
drichs und unsre gesammte Nation fort und fort beseelen! 

Genehmigen schliefslich Euere Magnificenz und der Hoehverehr- 
liche Senat freundwillig, dafs eine bescheidne Festgabe, in Gestalt 
eines Urkunden-Buchs zu dem für den gegenwärtigen öffentlichen 
Kechtszustand des Vaterlandes bedeutungsvollen Bundes -Grnndgesets, 
der Königlichen Friedrich- Wilhelms -Univei-sität mit nnsem heifsen 
Wünschen für den Fortbestand Ihres Ruhms und die gesegnete Er- 
füllung Ihrer hohen Sendung ehrerbietig zu Füfsen gelegt werde. 

Gegeben im Conveut unter beigedrucktem Insiegel am 2. Octo- 
ber 18C0. 

Das Akademische Gymnasium der freien und Hanse-Stadt Hamburg. 

(L. S.) 



26. 

Prorector und Senat 

der Universität Heidelberg 

an 

Se. Magnificenz den Herrn Rector 

und den akademischen Senat 

der Universität Berlin. 

Die unter dem 27^ Juli an uns ergangene Anzeige van to be- 
vorstehenden Feier der vor fünfzig Jahren geschehenen Sti^mgatl 
Universität Berlin, so wie die Einladung, uns an di — 
Abgeordnete zu betheiligen, ist von uns'rer Hochschule 
Theilnahme aufgenommen worden. Denn auch wir hi 




^- 179 — 

digste die in Ihrem Schreiben ausgesprochene Ueberzeugung , dafs die 
Universitäten Deutschlands durch das Band eines gemeinsamen Geistes, 
gemeinsamer Bestrebungen, gemeinsamer Einrichtungen, und steter 
lebendiger Wechselwirkung so eng mit einander verbunden sind, dafs 
von den Geschicken der einen Pflanzstätte der Wissenschaft alle an- 
dern wesentlich mit bei-ührt werden. 

In's Besondere aber mufste uns auch die bevorstehende Feier 
lebendig das Gedächtnifs jener Zeiten zurückrufen, in welchen der 
Gedanke der Stiftung einer Universität in der Hauptstadt der Preufsi- 
schen Monarchie erwacht, gereift, und in's Leben getreten ist. Es 
waren ja jene Zeiten, wo Deutschlands und Preufsens äufsere Macht 
gebrochen war , das gesammte Vaterland unter dem Druck der Fremd- 
herrschaft darniederlag, und nm* noch in der Welt des Geistes ein 
Deutschland übrig war. 

Damals war für den ungeschwächten Glauben an die stärkende 
und verjüngende Macht des Geistes für Staat und Nation eines der 
edelsten Zeugnisse auch die Schöpfung der Universität Berlin. Dafs 
dieses Vertrauen nicht getäuscht hat, das haben, wie die Geschichte 
ausweist, schon die ersten Regungen der neuen Schöpfung bewiesen. 
Die Namen Fichte und Schleiermacher, um Anderer nicht zu ge- 
denken, gehören mit in die Reihe der Heroen jener Zeit, und gerne 
feiern mit den Schwester -Hochschulen auch wir in Ihrer Jubelfeier 
ein Dank- und Erinnerungs-Fest an eine gloiTciche Epoche nationaler 
Erhebung, an eine Schöpfungs-That von nicht blos wissenschaftlicher, 
sondern zugleich nationaler Bedeutung. 

Wir können aber bei diesem Anlafs auch dessen nicht uneingedenk 
bleiben, wie manche theuem Erinnerungen unsVer Universität mit 
ähnlichen der Universität Berlin aufs Engste zusammen gehören. 
Preufsen , sammelte damals zu dem Reich thum an geistigen Kräften, 
den es bereits besafs, Männer der Wissenschaft aus allen Theilen des 
Vaterlandes im Schoos seiner neuen Universität. So schmerzlich man 
daheim den Verlust dieser Männer empfand, so gerne trat man sie ab 
an einen wissenschaftlichen und nationalen Mittelpunkt , der eine grofse 
Zukunft verhiefs. Keine deutsche Universität hat aber wohl der neuen 
Universität in Berlin eine gröfsere Zahl solcher Opfer gebracht, als 
unser Heidelberg; denn Männer, wie de Wette, Marheinecke, 
Meander, wie Wilken und Hegel, nannte Heidelberg einst die 
ififa ( ehrwürdigen und ruhmreichen Senior aber, den die 
1 in ihrem ersten Jubeljahre noch an ihre Spitze stel- 
io glücklich war, besitzt nicht etwa blos Heidelberg, 

12* 




— 180 — 

sondern in noch höherm Grade das Badische Land nnverlierbare An- 
sprüche. Durch solche Erinnerungen wird Ihre Jubelfeier uns doppelt 
bedeutungsvoll; im Rückblick auf eine solche Vergangenheit aber liegt 
für uns zugleich auch eine Bürgschaft für die Zukunft, deren Pforte 
sich mit dem Eintritt in das zweite halbe Jahrhundert für Ihre Dni- 
versität öffnet Möge der Stern, der über der Wiege der UniTersit&t 
Berlin leuchtete, niemals untergehen, möge er in ihrer nähern und 
femern Zukunft sie unwandelbar begleiten. 

Mit der Aussprache dieses aufrichtigen Wunsches verbinden wir 
die ergebenste Anzeige, dafs, gegründetem Vermuthen nach, nnsVe 
Universität durch mehrere ihrer Lehrer bei Ihrer Feier vertreten sdn 
wird; dafs wir aber, wie bereits früher schon von uns gemeldet wo^ 
den ist, zum amtlichen Vertreter unserer akademischen Corporation 
unser Senats -Mitglied, den Geheimen Rath, Professor Dr. Hitler- 
maier, erwählt, und denselben beauftragt haben, noch mündlich der 
Dolmetscher unsVer hier ausgesprocheneu Gesinnungen zu sein. 
Heidelberg, den 8'" September 1860. 

(L. S.) Dr. Hundeshagen 

d. Z. Prorector, 



27. 

Universitati Berolinensi 

decem lustris confectis solemnia natalicia celebranti 

gratulatur 

Senatus Universitatis Oenipontanae. 

Quantam vim habeant studia humanitatis ac literarum non solum 
ad animos excolendos moresque emendandos, sed etiam ad patriae 
amorem excitandum animosque in summo rei publicae discrimine con- 
firmandos, vestra universitas illustre est documentum. Qnae condlta 
temporibus Ulis tristissimis , quibus Germania iugo servili oppressa ab 
feroci tyranno iacebat, et magistrorum floruit praeclaronun copia, qui 
suam ipsorum salutem nihil curantes summa cum libertate dicebant de ^ 
misera rei publicae conditione, et plurimos undique congregavit invenes 
egregios, qui sancto patriae amore imbuti, cum Fridericus Guilel- 
mns rex cives ad patriam liberandam evocasset, armis sumptis pnlcher- 



— 181 ~ 

rimum ceteris civibus prodiderunt exemplum. Face denique composita 
qaantnm literarum artiumque studia adiuverit atqne aoxerit academia 
vestra, si uberius exponiere velimus, verendum est ne rem actam aga- 
mus. Quam ob rem quae his ipsis diebns celebratis solemnia et nos 
piis votis, quae pro universitate vestra, decore ac lumine Germaniae, 
nuDcapamus , prosequimar atque haec ut benignis exeipiatis animis 
enixe rogamus. 

Plus quadraginta annis pacis otio confectis gravissimae rursus tem- 
pestates ac procellae impeudent patriae nostrae; arma parantnr, insi- 
diae struuntur, vi ac fraude res geritur atque in nos, qui in extremis 
Germaniae linibns positi sumus , quyi primum^ bestes facturi sint im- 
petum, vix dubitandum. Neque tarnen victi bostibus cedemus, sed 
memores temporum illorum, quibus maiores nostri soli ingentibus ho- 
stium copiis restiterunt , fortiter pugnabimus pro patria, ,,pro qua mori 
et cui nos totos dedere et in qua nostra omnia ponere et quasi con- 
secrare debemus". Ac quo maiori cum fiducia summum subeamus 
periculum, ceiia ac firma spes facit fore ut ceteri Germani nobiscum 
coniuncti in aciem dimicationemque veniant atque bostium reprimant 
furorem. 

DabamusOeniponte a. d.VllI. Idus Octobres anno Domini MDGCCLX. 
P. Andr. Kobler S. I. p. t. Rector. 
P. I. Wenig S. I. Facult theolog. Decanus. Dr. Carolus Beidtel 
Facult. iur. pol. Decanus. Dr. Tob. Wildauer Facult. philos. Dec. 



28, 

Sollenmia semisaecularia prima 

d. XV. Octobris a. MDGCCLX. 

Universitati Fridericae Guilielmae 

Berolinensi 

laetantes gratulantur 

Academiae Albertinae Regimontanae 

Prorector et Professores 

cuius originem si respicimus 

aniinnm magnum excelsumqne illius aetatis veneramnr quae ingenti 



— 182 — 

mina paene oppressa novornm operuni immortalinm fnndunenta 
impavida iacore ausa est 
si (leccm lustra fcliciter peracta contemplamur 
tot artes doctrmasqnc novas in hac amplissima litterarum sede in lacem 
prolatas scientiae nostrae fines quoquoversns propagatos salntem litte- 
rarum constanti progressu ad lacem veritatis quaesitam numqoMD tnrp 
reversione proditam 
libentes agnoscimus 
hanc veram solidamqne gloriam 
pie oramus 
nt Ventura saecula angeant amplifi^ent in ultimam po&teritatem propageni 



29. 

Quod Universitas litterarum Berolinensis quam Fridericus Guilielniiis 
lU. Borussonim Rex quom de universa Germania tum de regno suo 
optume meritus ante L annos imminutis rebus suis atque accisis 
animo alto ac vere regio undique accitis qui in suo genere litteris 
excellerent doctrinaque ceteris praestarent summa liberalitate et mu- 
nificentia condidit uti quantum belli fortuna regno suo detraxisset 
splendoris tantum illi litterarum lumen quod auctoritate sua accende- 
retur redderet admirabili celeritate ac felicitate effloruit ut mox pro- 
latis etiam regni Bonissici finibus ad summum gloriae fastigium veniret 
quodque per L annos quom multis et praeclaris litterarum monnmentis 
quibus ei disciplinas bonarum artium singulas atque universas augere 
atque amplificare contigit tum auctoritate et disciplina sua in omni 
eruditionis genere id praestitit ut quom ipsa per L tantum annos ste- 
tisset tamen omnium consensu multis quamvis antiquis litterarum ac 
doctrinae sedibus anteferenda nullis postponenda esse videretur ob eas 
res tam eximias ac plane singulares Rector et Senatus üniversitatis 
litterarum Lipsiensis faciundum censuere uti publice cum mandatis mit- 
teretur qui cum omnium praedicatione qua iam Universitas clarissuma 
adficeretur suam laudationem coniungeret et diem mensis Octobris XV. 
natalem eins L annis confectis Augustissumis auspiciis redeuntem 
gratularetur optumaque vota pro ea faceret optaretque uti salva atque 
incolumisin*posterum quoque tempus staret duraret permanerM Mqwe 



— 183 — 

laude quam parvo annorum spatio consecuta esset per longam annorum 
seriem perfrueretur id si Deus Optumus Maxumus iuvare vohiisset jatihil 
sibi gratius atque exoptatius fore praeterea Senatus IJniversitatis litte- 
rarum Lipsiensis animi sui testabdi causa hoc censuit uti auctoritas 
sua perscriberetur eaque tabula Berolinum ad posteritatis memoriam 
perferretur. 
Data tabula est Lipsia die XIII. Octobris anni post Christum natum 

MDCCCLX. 



30. 

Der Prorector und Senat der königlich bayerischen Ludwig- 
Maximilians-Universität München an den Rector und Senat 
der königlich preufsischen Friedrich -Wilhelms -Universität 

Berlin. 

Euerer Magnificenz und des höchstgeehrten Senats 
ehrenvolle Einladung vom 27. Juli 1. J. zur Theilnahme an dem Feste, 
durch welches Sie die Zurücklegung eines halben Jahrhunderts seit 
dem Bestehen der Friedrich -Wilhelms -Universität zu feiern beabsich- 
tigen, können wir nur freudig annehmen. 

Dabei vermögen wir mit Ihnen einerseits die Erinnerung an jene 
Tage der tiefsten Erniedrigung unseres gemeinsamen Vaterlandes nicht 
sa unterdrücken, in denen Ihre Hochschule gegründet worden ist, 
andererseits aber läfst uns ein Hinblick auf die folgenreichen An- 
regungen, auf die erspriefslichen Leistungen und auf die unvergäng- 
lichen Denkmale wissenschaftlichen Strebens, welche während dieser 
korzen Spanne Zeit von Ihren Vorgängern und Zeitgenossen aus- 
gegangen und geschafiPen worden sind, vertrauensvoll hoffen, dafs 
unser gemeinsames Vaterland vor der Wiederkehr gleich schlimmer 
Zeiten trotz allen Gelüsten der Gegner sicher bewahrt bleiben werde, 
in wie lange die deutschen Hochschulen nicht aufhören werden, für 
Wahrheit, Recht und gesetzliche Freiheit unzerstörbare Pflanzstätten 
zu bleiben. 

Die innige Theilnahme, welche wir für Sie hegen, wollen Sie 
«och darin erkennen, dafs wir beschlossen haben, uns mit Eriaubmüs 



— 184 — 

unseres Königs bei Ihrem ErinnenniKsfoste durch den derzeitigen 
Kector Magnificus unserer Ludwig-Maximilians-l'uiversität, den ordent- 
lichen Professor des Staatsrechts etc. Dr. Pözl, vertreten zq lassen, 
dessen freundlicher Aufnahme von Ihrer Seite wir uns im Voraus 
versichert halten. 

München, den 12. October 1860. 
Dr. V. Stadlbaur 
z. Z. Prorector. 

Dr.. Richter 
Secr. 



31. 
Glückwunsch der Königlichen Akademie in Münster. 

Magnificenz und verehrlicher Senat! 

Indem wir den patriotischen Gedanken und Empfindungen, welche 
Ihnen den Wunsch einflöfsten, die vor fünfzig Jahren bei der gefahr- 
vollsten Lage des Vaterlandes von dem edlen Könige Friedrich 
Wilhelm III. mit ebenso viel Weisheit, als Muth vollzogene Grün- 
dung Ihrer Hochschule feierlich zu begehen, mit inniger Theilnahme 
zustimmen, bringen wir Ihnen zugleich zu dieser erhebenden Pder 
unsere wärmsten und aufrichtigsten Glückwünsche dar. 

Wir fühlen uns hierzu nicht nur durch das enge Band gemein- 
samer Bestrebungen, welches alle Hochschulen deutscher Znnge um- 
schlingt, sondern namentlich auch durch die hervorragende Stellung 
aufgefordert, welche Ihre Universität vermöge der Wirksamkeit aus- 
gezeichneter Männer in allen Zweigen menschlichen Wissens von An- 
fang an unter den vaterländischen Hochschulen eingenommen hat. 
Es gibt unter den letzteren schwerlich eine, welche nicht Lehrer zählte, 
die einst zu den Füfsen jener grofsen Vorbilder gesessen hätten, und 
auch unsere Akademie erinnert sich freudig und dankbar dieses Vor- 
zuges. Möge denn der Schutz des Allerhöchsten femer noch auf lange 
Jahrhunderte über dem theuren Vaterlande und über seiner erst0B 
Hochschule walten! Möge unter dem mächtigen Scepter weber ud 
guter Fürsten das Licht wahrer Wissenschaft, der Strahl jeilf^ 
und Trefflichkeit von der Universität Berlin aus in al 
scher Zunge sich fördernd und ermunternd verbreiten, 




— 185 ~ 

hersigen Absichten ihres Gründers in immer steigendem Mafse sich 
erföüen! Ü» 

Diese Gesinnungen und Wünsche an den Tagen .Ihres schönen 
Festes selbst in Berlin mündlich Ihnen auszusprechen, haben wir 
aus unserer Mitte den ordentlichen Professor der Philosophie Dr. 
Franz Jacob Clemens gewählt, welcher zugleich die Ehre haben 
wird. Euer Magnificenz und dem verehrlichen Senate nebst der Ver- 
sicherung unseres aufrichtigsten Dankes für Ihre so freundliche und 
von uns so hochgeschätzte Einladung die Bitte um Ihr ferneres Wohl- 
wollen vorzutragen. 

Münster, den 11. August 1860. 

Rector und Senat der Königlichen Akademie. 

Püngel, z. Rector. Clemens, ord. Professor der Philosophie, d. Z. 

Decan. Dr. Cappehberg, z. Decan der theol. Fakultät. 

Dr. Reinke, Prof. der Theologie und der Orient. Sprachen. 

Dr. Winiewski, Dr. Deycks, 

ord. Prof. der Philologie. ord. Prof. der Philologie. 

Dr. Heis, Dr. Rospatt, 

ord. Prof. der Mathematik u. Asti'onomie. ord. Prof. der Geschichte. 
Dr. Berlage, Dr. Karsch, 

Prof. der Dogmatik. ord. Prof. der Naturgeschichte. 

Dr. Bisping, , Dr. Hittorf, 

Prof. der Exegese. Prof. der Physik. 

An 

Seine Magnificenz den z. Rector 

nnd den verehrlichen Senat der 

Königl. Universität zu Berlin. 



32. 

Inclytae Universitatis Berolinensis 

Rectori et Senatui 

S. P. D. 

Rector et Senatas 

Universitatis Rostochiensis. 

i uCbfttalamur Vobis ex animo, Yiri Snmmi, festos dies XV. XVL et 
i. \l a^Octobrisy quibus diebns Universitatis Vestrae semi- 



— 186 — 

saecularia prima et quasi natalitia sacra tanto apparata tontaque pie- 
tatc celcbraturi cstis, gratiasquc agimns^ qaod nos ut his solemnilnis 
ipsi quoqne intercssemns , tarn benevole invitaatis. Habnit enim Dni- 
versitas Vestra a primis incnnabulis multos einsmodi Profeaaores, qd 
primum ad docendas Hteras nati csso viderentar, qnornm omnea sdiolae 
a centenis iuvenibns freqnentari solerent, denique qui ad Hteramm 
amorem praeclare eos inflammarent et in eornm mentibus qui andu* 
sent quasi aculeum quendam relinquerent. Sed iidem libiia editia qai- 
bns etiam exteros perdocerent, novas partim vias rationeaqne demon- 
stranmt , ipsanim fincs literaram protulernnt et quantom in ipaia esMA 
id egerunt, ut Borussia Vestra, Germaniae lumen atqae ocellos, cae- 
teras gentes literaram gloria longe saperaret Omnino autem vix cre- 
dibile est, quantum qnam brevi temporis spatio Vestra ünivenitu 
una in omni studionim atqne literamm genere effecerit. Quo impen- 
sius vero gandemns, Friederici Gnilielmi tertii, conditoris Vestri, 
rcgis longc optimi vota eventum habuisse: eo magis nnnc Denm 0. 
M. precamur, ut hanc Borussiae Germaniaeque laudem servari atqae 
integram illibatamqne ad posteros tradi iubeat. Nam, ut Vosmet ipsi 
nuper optime scripsistis, nunc maxime tempus est animos nostros et 
ad eorum quae impendere videntur exspectationem erigi et praeteri- 
torum temporum memoria confirmari. Venintamen sive certa aliquando 
pax coeperit redire sive bellum exarserit: manet, Vos more institutoqne 
Vestro Omnibus erga regem patriamque officiis plene satisfactnros esse. 
Est enim quum omnium civium bonorum^ tum, ut Vestra docent 
exempla, etiam Professorum operam dare, utPrincipis ac popnli con- 
cordia altissimas agat radices, ut mntua inter eos Caritas amorqne 
mutuus crescat atque eo ipso patriae universae optime prospidatnr, 
cuius salute singuloimm civium salus continetur. Hoc Vos animo quam 
rebus tranquillis fueritis: quis miretur nunc lani templo finitimis in 
terris aperto belloque iam saeviente in communi pericnlo magnam ab 
Vobis mentem denuo susceptam esse, praesertim quum eis temporibas, 
quae generosum scliolae Vestrae ortum brevi subsecuta sunt , cum hoc 
tempore nostro mira quaedam similitudo intercedat? Accipimns omen 
atque meminerimus huic ipsi saeculo iam semel divinitus datum esse, 
ut post res domi forisque praeclare gestas clusum lannm videremos. 
Tum laetius omnes florere literae poterunt: nam simulatque increpoit 
aliquis belli tumultus, artes illico nostrae nescio quo modo elangue- 
scunt. Tum eaedem literae, quae nunc sane saeculi quodam morbo 
a Vera ratione partim declinasse videntur^ certissime mox in viam re- 
dibunt Vestrum inprimis erit^ ne rursus a proposito aberrari qvaat, 



— 187 — 

veram tnnc literaram colendaram viam mondtrare atqae, si nllo modo 
fieti posse videatur, flectere qnodammodo saecali voIuntatem> eamqne 
consilio YeBtro ita regere > nt ne coeco feratur impetn. Haec et malta 
alia haiasmodi cogitantibüs nobis de communiam literamm dignitate 
atqae adeo salate quam saepe alias ^ tam admodum nnper lectis, qnae 
ipsi Sacra Vestra indicendi causa egregie scripsistis, animtun subierünt 
Addimns illud quoque (dicendmn est enim saepius), nihil nos arden** 
tius optare, quam ut Dens 0. M. res Vestras in postenim quoque 
praesenüssimo numine tueatur et ut üniversitatem Berolinensem , decus 
Borussiae, omnibus bonis diutissime florere iubeat. Atque haec vota 
ipsis diebus festis, quoniam legatum unum pluresve ad Yos mitti vo* 
luistis, praesens VobiscumUle vir, qui ab nobis legatus est, suscipiet, 
Georgias Gnilielmus Wetzeil, iuris utriusque doctor, professor 
Ordinarius, a consilüs rei iudicialis interioribus, Acadenüae nostrae 
h. t Rector. ^uem yirum ut benevole excipiatis et ut rebus nostris 
favere pergatis, etiam atque etiam rogamus. Valete. 

Dabamus in Academia Rostochiensi a. d. IV. ante Idus Octobres 
a. MDGCCLX. 

Bergmann, 
h. i Prorector. 



33. 

Academiae 

Friderico-Guilielmae Berolinensis 

Rectori Magnifico et Professoribus Clarissimis 

S. P. D. 

Universitatis Eberharde -Carolinae Tubingensis 

Rector cum Senatu. 

Quod nostram quoque civitatem literariam summae illius laeütiae, 
qua universitatis Vestrae semisaecularla Idibus Octobribus estis cele- 
braturi, participem esse voluistis, id quod literae Vestrae VI. ante 
Calendas Sextiies datae exhibent, pergratum nobis fuisse testamar. 
Vestra enim Universitas una omnium maxime videtur digna esse, cui 
faveant cupiantque, quicunque apud Germanos bonarum artium prin- 
cipatum volunt superesse ac retineri. Edidere profecto exemplum 
posteris' quoquf-admirabile reipublicae Vestrae r^ctores, qui quo tmn- 



— 188 — 

pore viribus exhuusti victoris aviditatem atqno insolentiam aegre sus- 
tinero putabaniini intcr ipsa quao Gallis pendebantnr stipendia ex- 
podivorunt , qnantain ad condcndain literarum sedem novam n( oopio- 
sissiniuiu animornm arniamentariuiu sufüceret Atque Univereitas Vestra 
ab initiis sui, quum aliae quaedam vel in hoBtium ditionem conoes- 
sissent vcl deflorescoreut, animi bona cuncta ita percolnit, ut noa 
Gerniani solum, scd omnes per orbcm terramm eruditi ac sapientes 
ingeniorum Vestroruiu luminibus et fertilitate gauderent. Tantus an- 
toin apud Vos artibns ingenuis lionor habetur, nt viri in republica in- 
signes et conspicui atqnc etiam viri militares maximis partim praediti 
iniperiis praecipuam ex eruditione sibi famam quaerant et in omni 
genere litci-aruni felicissima tractatione fruges nberrimas efFerant Quid 
quod Principes Vestri , artium liberalium et ipsi cultores religiosiBsimi, 
suae civitatis facicin et auctoritatem apud exteros qnoque ita demiun 
expressuni iri arbitrantur, si legationum manera doctissimo cuiqae 
magistratuum committantur. Earum vero reram gloria, cnius prope 
unicum inter Europaeos exemplar Borussia Yestra enitet, Vestram ad 
Universitatem potissimum vldetur pertinere. Praeterea illnd cnm Musis 
commercium Vestras per curas, Viri doctissimi, eo usque evalnit, nt 
si qui vcl docentium ofücia sustinent vel discendi causa Vestram ad 
civiiatem commeant, nullis usquam renim vilium sarcinis praepediti, 
quae sunt vera, pulchra, aetema, ut sui iuris homines colant, deniqne 
ut Musae apud Vos, si usquam gentium, suae esse videantnr. Hinc 
et aliae civitates, quae olim ab iisdem literarum initiis profectae per 
temponim iniuriam tardato gradn intra doctrinae famam et landes sab- 
stiterant, eruditionis a Vobis subsidia petendo impetravemnt, nt de 
proventu hominum doctissimonim , quo Vestra prae ceteris Universitas 
exnberat, ad sese mitteretis viros aliquos artium peritos et disertos, 
qui recte docendi disccndique vias monstrando sui corporis ingeniis 
succurrerent. 

Neque vero aliud quidquam praeter decus istud politioris huma- 
nitatis Vobis proprium causae fuit quod nostratium iuvenum band paud, 
neque indocti illi^ disciplinae nostrae stadia emensi, ut Vestiis ex 
auditoriis studiorum quasi cumulum referrent, ad almam BeroUnensem 
identidem coniluxerunt. 

Sed alia quoque cognatione studiorum ac necessitudine interiori 
Vos contingimus, Viri doctissimi, quod decora illa philosophomm 
nostrae aetatis, Schellingius et Hegelius, sanguinis nostri homines, 
quum et patria disciplina imbuti et primis doctrinae fructibus apud 
nostros penates ingenii sui opes testificati , p lio atqnd alio 



— 189 — 

industriam 'suam transtulerant , in consessu Vestro amplissimo et ho- 
norificentissimo reginae studiorum philosophiae laudes in tantum ex- 
tuleinint, ut sapientiae palmam ad Germanos deferre ne Galli quidem 
aut Bntanni, sollertissimi artium cultores, dubitarent. 

Itaqne tarn studiomm communione , quam singuiaris cniusdam af- 
finitatis vinculis coniuncti Vobis , Viri amplissimi ac doctissimi , sollen- 
niam ilioram gandia gratulamur, quibus per annos quinquaginta tan- 
tum laudis ac glorlae consecuti, quantum aliis ne duplicato quidem 
numero annorum obtigit, Vestrae üniversitatis natalitia quo par est 
crga Deum JiDT/JQa idojv grato animo concelebrabitis. 

üt vero nostram dierum illorum gratulationem viva quoque voce 
ac velut coram proüteremur, virum doctissimum et con5ultissimum, 
Carolum Fridericum de Gerber, eqnitem, iuris utriusque docto- 
rem et professorem publicum ordinarium, üniversitatis nostrae cancel- 
larium, ob id ipsum delegavimus, ut gratiam Vobis persolveret, quod 
nos quoque in laetitiae istius portionem vocastis. Quod superest Deum 
0. M. supplicibus Vobiscum precibus oramus rogamusque, ut Vestra 
omnia bene iuvando bonisque auctibus augendo Vestram in artibus 
literisque industriam nullo non tempore veniens in aevum prosperet 
atque commendet. Valete. 

Dat. Tubingae Cal. Octobr. MDCCCLX. 

Dr. loan. de Kuhn 
p. t. Rector. 



34. 

Q. f- f. f. q. s. 

Inlustrissumae florentissumae 

Academiae 

Fridericae Guilelmae Berolinensi 

qnae 

in summa temporum iniquitate 

sapientissumi regis munificentia 

institnta 

per decem lustrorum continoitatem faustissumam 

non in una aut altera sed in qualibet disciplina 

summomm et vere singularium praeceptomm nominibus 

condecorata 

litteras tarn singolas quam univorsas 

comiguni philosophiae consortione consociatas 



— 190 — 

fractaosissama institatione gravissninaque auctoriUte propagaTÜ 

sempiternisque monnmentis plurimis inlnstravit 

qnae 

innumerabiles invenes 

cnm verae eruditionis copiis instrnctos indagandaeque veritatis ardore 

percussos 

tum animornm ingennitate mornmque constantia imbatos 

e sua discipiina dimisit 

et ipsos hodie vel Htteras ornantes 

vcl aliquam partcm remni ant sacrarum aut publicaram egregie taentes 

quae deniqne 

ob has artcs non per Bornssiam modo sed per totam Germaniam 

et ubicunque humanitatis aestumatio viget 

dux suspicitar et magistra 

natalicia semisaecularia 

votis rite nuncnpatis 

at hie flos academiac laetissumus m saecula saeculoram perdnret 

et si fieri possit adangeatnr 

ex animi sententia gratulantnr 

üniversitatis Vindobonensis 

Rector et Gonsistoriom 

d. d. XV. m. Octobris a. MDCCCLX. 

Dr. Ignatius Grafsl, Dr. loan. Eutschker, 

consiliarius regiminis et Professor C. R. Ministerio C. et L a. consil. 

iuris, p. t. üniversitatis Rector. p. t. üniversit. Pro-Rector, 

Dr. Franciscus Zenner, D. Anselmns Ricker, 

Eppus Sarept. et üniversitatis Cancellarius. AbbatiaeBenedict,Pre8byiCap. 

Fac. theol. Decanns. 
Dr. Carolns Krammer^ Dr. Michael de Viszanik, 

advocatus coUeg. Fäc. iur. Docto- Caes, Nosoc. Pr. Decanns FaC Med. 

mm p. t. Decanns. 
Dr. Mauritius Hoernes, Dr.Vincentius Seback, Canonicitf 

Mus. Caes. Mineralog. Prae- reg. Professor Theologiae et Decanus 
fectus, Fac. phil. p.t. Decanus. CoUegii Professomm Facnltatis theol 

Dr. Franciscus Haimerl, Dr. Franc. Eurzak, 

Prof. ord. h. t. Decanus CoUeg. h. t. Decanus Facult medic 

Prof. iur. polit. 

Dr. Franc. Carol. Lott, 

Prof. Philos. et Decanus GoUegii 

Prof. Facult. phil. 



— 191 — 



35. 



Der königlich Preufsischen Universität Berlin bringt zur 
Feier Ihres fünfzigjährigen Jubiläums die Julius-Maximi- 
lians -Universität zu Würzburg ihre besten Glückwünsche 
dar durch ihren Vertreter Dr. Franz Hoff mann, 
Professor der Philosophie zu Würzburg. 

Euere Magnificenz, 

Hochgefeierter Herr Universitäts-Rector, 

Hochgeehrteste Herren Senatoren, 

Hochansehnliche Miterhalter des Ruhmes der Berliner 

Universität! 

Wie der erste Wurf der Löwin ein junger Löwe ist, so hat sich 
Euere Hochschule seit dem ersten Tage ihrer Gründung schon im 
Range einer weithin wirkenden Königin der Wissenschaft gezeigt. 
Wie der erste Mensch aus der Hand des Schöpfers als seiner selbst 
mächtiger König der Erde hervortrat, so ist Euere Hochschule im 
Yollalter männlicher Reife in das Dasein gesprungen und hat, so zu 
sagen, mit dem ersten Athemzuge die Grofsthaten des Geistes gewirkt. 
Die Schöpfung Euerer weltberühmten Hochschule ging hervor aus der 
gereiften Einsicht Eueres vielgeprüften erhabenen Königs, Friedrich 
Wilhelm III., dafs der Geist es ist, der die Welt bewältigt, dafs gleich- 
wie die tiefe Schmach der dermaligen Unterdrückung Deutschlands 
durch die Waffengewalt des selbstsüchtigstenDespoten der Weltgeschichte 
aus dem Gesunkensein des Geistes in Deutschland hervorgegangen 
war, auch nur die Wiedererweckung und Wiederbelebung des Geistes 
mit seinen erhebenden Gesinnungen unbesiegbarer Willenskraft, opfe- 
rungsfreudiger Hingabe für die hohen Ideen der Unabhängigkeit deut- 
scher Nation, der religiösen und politischen Freiheit und der Ent- 
wickelung aller geistigen und physischen Kräfte die ehernen Bande 
der Unterdrückung zu zersprengen, Deutschland zu befreien und deut- 
schen Geist wie deutsche Art in ihre unveräufserlichen Rechte wieder 
einzusetzen vermöge. Euere in schwerer Zeit in's Leben gerufene 
Pflanzstätte der Wissenschaft erfüllte die auf sie gesetzten Hoffnungen 
des hochgesinnten Königs in hervorragender Weise. Der edle mann- 
hafte Geist, welcher die Männer derselben mit Feuereifer beseelte, 



— 192 — 

gipfelte sich in den tief und mächtig wirkenden Erwecknngen, die vor 
wie nach der Erhebung Preufsens gegen den corsischen Despoten 
von dem stahlfesten gewaltigen Fichte, dem gröfsten anter den 
grofsen Charakteren, welche das Walhalla der Heroen der Philosophie 
schmücken^ von dem Fürsten der Theologen , dem genialen , freismni- 
gen Schleiermacher, und Anderen ausgingen. Der von der Hochwarte 
Euerer Universität in vielfachen Richtungen ausgehende Geist der sitt- 
lichen Erhebung begann das verjüngte Staatsleben Preufsens zu durch- 
dringen, schritt begeisternd an der Spitze der Heeressäulen der todes- 
muthigcn Vaterlandsvertheidiger voran und entflammte in allen Gauen 
des deutschen Vaterlandes die opferfreudige Begeisterung für die Zer- 
trümmerung des schmachvollen Joches der Fremdherrschaft und fnr 
die Herstellung eines grofsen, freien und einigen verjüngten Deutsch- 
lands. Seit der grofsen Epoche der vorwiegend durch des prenfsischen 
Volkes hochherzigen Geist, todesverachtenden Muth und entschlossene 
Ausdauer errungenen Befreiung Deutschlands hat das Gremium Euerer 
hochberühmten Lehrer nicht aufgehört^ nach allen Richtnngen hin die 
Strahlen des Lichtes der Wissenschaft zu verbreiten, unter den Seg- 
nungen eines langen Friedens ist es den reichen geistagen Kräften 
Euerer Hochschule nicht blofs gelungen , sich auf der Höhe der Zdt 
und der Wissenschaft zu behaupten, sondern auch die Wirkangen der 
Wissenschaft nach allen Richtungen hin zu vertiefen und zn erweitem. 
Mit gerechtem Stolze könnt Ihr daher auf den halbhandertjährigen 
Bestand Euerer Hochschule zurückblicken und ans den grofsen Lei- 
stungen der Vergangenheit die erhebendsten Hoffnungen für eine heir- 
liche Zukunft schöpfen. 

Mit tiefster Hochachtung und Bewunderung erkennt die Hoch- 
schule zu Würzburg Euere Universität als leuchtendes Vofbild fftr alle 
deutschen Universitäten und bringt in freudigster Bewegung ihre wärm- 
sten Glückvmnsche zur Feier des hehren Festes dar, welches dordi 
ganz Deutschland in den Herzen aller Männer des Geistes , aller Pa- 
trioten, mitgefeiert werden vrird. 



— ids 



36. 

Universitati litterariae Fridericae Guilelmae ante hos L 

annos institutae die XV. mensis Octobris anni MDCOOLX. 

Sacra celebranti rite gratulantur Universitatis Turicensis 

Rector et Senatus. 

Universitatis litterariae 

Fridericae Guilelmae 

Rectori et Senatui 

Universitatis Turicensis 

Rector et Senatus 

S. 

Miro profecto fortunae casu acciditj ut intra breve unius mensis 
spatinm nniversitatum et Helvetiarum antiquissima saecolaria quai*ta 
et Germanicarum novissima semisaecularia prima rite celebrare invi- 
tatis ceteris universitatibus susceperit. Et lila parva quidem atque 
modesta sed commuai suoioim civium favore ut olim ita etiam nunc 
florentissima — quod firmissimum est uninscaiusqne rei in libera ci- 
vitate fandamentum — quanto nndiqne studio acceptas viderit suas 
invitationes , eins rei testes ipsi fuimus, qui frequentes ad consalutan- 
dam nostram profecti legatos ibi invenerimus nniversitatum et acade- 
miamm non solum Helvetiarum et Germanicarum ne Anstriacis qui- 
dem exceptis sed etiam Batavarum atque Belgicarum; Vestra vero 
omninm quotquot hodie sunt nniversitatum faciie prima atque singu- 
lari magnorum regum munificentia ditissime exornata quin idem in 
suis sacris celebrandis eorundem aliorumque institutorum ipventura sit 
Studium foii;asse maioribus adeo splendidioribusque documentis con- 
spicuum, quis tandem dubitaverit? 

Est igitur aliquod vinculum communi omnium conscientia colli- 
gatum atque firmatum^ quo omnes litteramm nniversitates , sive ma- 
iores sive minores sive regnorum sunt sive liberarum civitatum, con- 
tineantur atque in unius quasi famiiiae concordem societatem coniun- 
gantur. Quod vinculum et quäle esset et quam ob causam his po- 
tissimmn temporibus colendum videretur, cum nos breviter in libello 
gratulandi gratia Basileensibus oblato indicavissemus , magnopere su- 
mus gavisi, cum postea ea, qua Yos sacra Yestrae universitatis cele- 

13 



— 194 — 

branda indixistis, cpistola idem illud^ quod est de universitatom of- 
ficio et finc, argumentum accuratiastme gravissimeque tractatom inve- 
niremus ita, ut celebrandi iam dimidii, per quod Vestra nniversitas 
flomit, saeculi haue potissimum causam Vobis fuisse demonstnoretis, 
ut Vestronim initiorum memoria nobiiissimorumque cum illis couun« 
Ctorum exemplorum coutemplatione auimi et a singularum remm par« 
ticulatim tractatarum varietate ad summam ipsins scientiae, quae una 
, cogitetur partibus suis integra numerisque absoluta^ speciem atqne 
exemplar dirigerentur, et a minuto rcrum naturalium solis experimentis 
investigandarum studio ad philosophiam de ipsis rerum causis sobrie 
circumspecteque inquirentem adscendere discerent, et a materia ia- 
auimata metiendo tantum ponderandoque cognoscenda ad humani auimi 
corporeis machiuis iucomprehensibilis naturam atque historiam con- 
templaudam excitarentur, et a sordidis quotidiauae utilitatis rationibus 
ad integrum veritatis virtutisque amorem atque aetema honesti pul- 
chrique exempla et mouumenta avocarentur. 

Praeclare vero et maxime accommodate ad perversum nostri sae- 
culi morem uotandum atque sananduml Regnat enim profecto ho4ie 
ea doctriua, quam libertinus ille ieiunarum fabularum versificator aperte 
professus est bis verbis: 

Nisi utile est, quod facimus, stulta est gloria! 
Quae doctrina suos fines egressa si umcfuam eo processerit, ut ohum 
omuino sublimiores liberalioresque spiritus opprimat atque auffocet — 
a quo periculo nos propius abesse pluribus demon8trai*emua, si ^p^ 
relae male omiuatae locus esset in gratulatorio libello — , ton y6F0 
quin uon soium scieutia sed etiam respublica detrimentum sit captor» 
et perniciosissimum et inevitabiie, dubitari nequit. 

Duplex enim omnino et est et esse debet tractandarum sclentia- 
rumfinis modusque, quem haud scio an optime distinxerit snaunorov 
Germanicorum poetarum alter — cuius saecularia natalitia, qukqiiid 
ubique terrarum Germanici nominis sermonisque sumus, nnper oou- 
celebravimus — non solum lepido iilo disticho^ quo sdentiam uni 
quidem esse dixit „almam caelestemque deam'^, alten vero ^probam 
quae lac caseumqne praebeat vaccam ^^ sed accuratius etiam loogiore 
hoc epigrammate, quod Latinis quoque versibus commode reddi pot- 
est, dummodo placide feramus snmmi mathematici nom^a band ia- 
ficeto casu cum dactylici versus metro pugnans: 

Discendi iuvenis cupiens adit Archimedem: 

^Imbue divina no8% ait, „arte, precor! 
Quae tantos patriae fructus tulit et vigil urbis 
Pellere sambucam moenibnn nna valet!^ 



— 195 ^ 

Gni sophns: ^Appellas recte, divina sed ante, 

Quam populo servil^ iam fnit illa, paer: 

Frnctus qni quaerit, mortalia conserat arva; 

Ne petat uxorem, cui Dea virgo placet!** 

Haue postremam igitur rationem qni seqnitur, ab ipslns scientiae 
perfectissima specie , ad quam ardentissimo fertur ainore> proficiscitur, 
ita nt Omnibus meditationibus laboribusque ad eam imaginem animo 
conceptam relatis in sola veritate strenue quaerenda summnm bonum 
et ponat et inveniat de alia mercede quantum potest securus. Aiteram 
vero viam qniingreditur, omnia e sua re atque hominum cum publica 
tum privata utilitate iudicans scientiam iam eo consilio electam ita 
tractat, ut quam pluiimum cum aliis tum maxime sibi prosit. Et hanc 
quidem rationem nunc quam maxime vigere, nunc publicis civitatum 
legibus institutisque provocari et adiuvari, nunc privatorum hominum 
plansu praemiisque exornari quis est qui nesciat? Hinc inventae et 
accuratissime institutae et copiosissime exomatae eae scholae, quae 
aut a singniis quibusdam aut a multis adeo nomen habent artibus, 
quae in üs non tarn docentur, quam tradendo exercendo examinando 
quasi inculcantur. 

Et fieri haec omnia necessario, fieri rectissime, fieri cum summa 
omninm utilitate communique salute nos ut addubitemus aut adeo ne- 
gemus tantum abest ut agnoscamns libentissime laetemur sincerissime^ 
dummodo et alteri rationi snblimiori et liberaliori sua maneant domi- 
cilia intacta et intemerata^ dummodo ne universitätes eadem contagione 
trahantur neve scientiis ad mercedem quaestumque abductis alumnos 
per vim et coercitionem instruere bae quoque studeant. I^am tum 
tantum^ cum propriam tuentur provinciam suamque servant peculiarem 
indolem, utilitatem et ipsae cum reipublicae tum singulis civibus 
praestare valent eam^ quam coniunctissimam esse etiam cum altero 
illo studiomm agitandorum genere homines tantum aut barbari intel- 
legere nequeant aut malevoli praefracte negare sustineant. 

Egregie profecto poeta noster Archimede potissimum usus est 
mathematices physicesque sectatore — quas scientias hodie qui aut 
profitentur aut patrocinantur , eomm multos illa usus quaerendi iactan- 
diqne via grassari videmus — , Archimede, inquam, usus est sunmio 
mathematico ut perfectissimo exemplo, quam liberalis illa scientiae 
tractatio, ubi opus quidem fuerit, et possit et debeat et. yero velit 
cum patriae et civibus tum universo generi humano prodesse. Ille 
etenim humilis scilicet homunculus, qui uni scientiae vixit ab omni 
ambitione vitaqve publica remotus agitandis exquirendisqae raüonibus- 

18* 



— 196 — 

contentus, ille unicus caeli sphaerarumque spectator, qni quam su- 
blimi vertice vel ipsa sidera längere sibi videretur, Tel andacüla illa 
quam sollertiae oblectatione elatus regi suo effudisse dicitor exdamatio 
y^dog f.iot 710 V oriü^ satis suporque argiiit, ille igitur umbraticas homo 
atque meteorosophista tarnen et band pauca invenit ad hominnm nsnm 
qaotidianamque vitam fnictuosissima et, cum Romanoram machinae 
terra marique advectae Syracnsarnm moenia pulsarent, a pnWere et 
radio excitatus mirabilis subito exstitit bellicomm operum inventor et 
adnünistrator, quibus^ si quid bostes ingenti mole egissent, ipse le- 
vissimo momento disiiceret; postremo vero, cum vel inter fractae ur- 
bis ruinas ingruentiumque hostium tumultum summo studii ardoreim- 
pavidus mentem oculosque arduis descriptionibus infixos teneret, in 
medils suis circulis quasi miles in statione positus beatissimam mor- 
tem obiit nee captam patriam nee illatam ipsi plagam sentiens. Tarn 
verum bic quoque iliud est, quod in sacra scriptura legimus, ante 
omnia Dei regnum quaerendum esse^ quo parto cetera 
omnia fore ut sponte nobis obtingant! Nam, nt taceamus de 
litteris pbilologicis bistoncis philosopbicis , in quibus fansta fortonae 
invidia institutum est, ut nemo vel paullulum ultra mediocritatem ad- 
scendere possit, nisi qui praesentis usus mercedisque cogitatione ab- 
iecta purum conceperit ipsius veritatis investigandae amorem, etiam 
in iis scientiis , quae versantur in naturalibus rebus detegendis et snb- 
igendis, summa illa atque mirabilia inventa, quibus non solnm ipsis 
scientiis novae subito atque inauditae viae aperiuntur continno infinito- 
que progressu persequendae, sed etiam universo generi humane sala- 
berrimi fructus parantur in dies magis magisque luxuriantes, qäae in- 
venta inprimis gloriosissime iactari audimus quotidie a vaniloquis istifl 
et imprudentibus sordidae utilitatis praeconibus — , haec ipsa igitur 
inventa facta fere sunt non a quaestuosis illis opificibus, qui eodem 
consilio, quo sutores crepidas suas consuunt, etiam artes ^nltra cre- 
pidam" positas tractare solent scilicet quaerendae pecuniae causa, sed 
a solitariis bis scrutatorlbus , qui „cui bono^ futurum sit in quo la- 
borant unice securi in sollerti veritatis quaerendae studio laetaquein- 
ventae conscientia summam oblectationem finemque bonorum habent 
Ita fit, utipsi bi inventores sine laude sine mercede ignoti haud rtro 
delitescant^ dum usuarii illi^ si quid novi inventum fuerit undeqnte- 
stus faciendus videatur^ praesto sunt et, quomodo illud ad suum alio- 
rumque usum adhiberi queat, strenue inquirunt, quo in negotio fieri 
non potest quin detecta ab aliis et ipsi multis modis emendent atqae 
amplificent praemii scilicet pro unoquoque successu reportandi atodioi 
inflanmiati itaque ipsam scientiam band raro egregie promoveani 



— 197 — 

Vides igitar utmmqae tractandarum döctrinarnm genas per se in- 
digens aiterum alterius ope egere, et nti his quoque hominibns, qui 
sollerter in scientiis excogitata ad volgarem usnm vitamqae accom- 
modare studeant, maximopere opus esse aperte confitemnr^ ita ipsam 
scientiam sensim exolescere et quasi stagnare nemo infitias ibit, nisi 
novi deinceps semper exstiterint viri, qui eam tamquam caelestem 
deam venerati eiusque studio unice dediti in ipso investigandae veri- 
tatis amore et iabore summam beatitudinem ponant. Hac vero mente 
nt certe iuvenes ad doctrinas, quascunque elegerint, pro viribus fe- 
rantur, curare litterarum universitatibus si non „unum opus est^, at 
esse debet praecipuum atque peculiare. 

Hoc igitur omnium universitatum officium a Friderica Gui- 
lelma per decem, quae fioruit, lustra rite pieque Vobis gratu- 
lamur praestitum ita , ut et demonstratam Schleiermacheri sanctissimi 
vatis praenuntio libello spem exspectationemque tarn perfecte, quam 
communis omnium humanarum rerum patitur imbecillitas , expleverit 
et splendidissimum ostenderit exemplum universitatibus cum omnibus, 
tum maxime nostris Heivetiis parvis iliis quidem atque obscuris, si 
componantur cum Yestra atque cum praeclarorum, qui per hoc dimi* 
dium saeculum eam illustraverunt , doctorum innumera serie, at vero, 
quoniam non regiarum sunt sed popuiarium civitatum, officii ilUus ne- 
cessitate magis etiam, quam ceterae videntur^ obstrictis. 

Liberae enim respublicae, in quibus unum idemque est omnium 
civinm et ius et officium atque aequabile in omnes legum imperium, 
minus etiam, quam regna aut optimatium civitates, humilibus tantum 
contineri possunt ntilitatum commodorumque rationibus^ sed unum 
eorum est firmissimum atque sanctissimum vinculum, ut, quicquid 
bonum honestum pulchinim est^ eius ardentissimo amore quantum fieri 
potest omnes omnino cives a prima inde pueritia imbuantur alantur 
compleantur. Cui studio ut publica instituta servire debent omnia, 
ita inprimis varia scholarum genera in nnam apud nos eamque con- 
cordem societatem coniuncta, quarum scholarum summa cum univer- 
sitas nostra et nominetur et adhuc habeatur, summa ope id niti eam 
decet , ut sublimem illum spiritum , quo scientiae non quaestus faciendi 
causa sed ipsius studii amore eligantur et colantur^ in adolescentium 
animis provocet atque enutriat. 

Hoc divino instinctu inflammati adolescentes non verendum est ne 
aut ad cetera hnmani generis bona torpescant aut corporis libidinibus 
mollitieque diffluant aut vitae publicae pulverem solemque perhorre- 
scant aut deniqne, si fors ita tulerit, pro pakiae libertate^pigaorumqae 



— 198 — 

carissimornin salute sangninem vitamque profandere dnbiftentl Cnins 
rei exemplum snmmo Vos iure itidem Yestram proposniatis uniTeni- 
tatem, qnae cum saevissimis Gallicae dommationlB temporibüB quasi 
in ipso infestissimorum custodum conspectu jnstitaeretnr « id ipaum et 
sapientissimis et fortissimis egregii facinoris auctoriboa adfait conai- 
lium, ut in hoc libero docendi discendique sacrario animi inYonum 
etiam corroborarentur ad libertatem vi et armis recuperandam, in quo 
consilio et exequendo et celando tacita quaedam erat docentium di- 
scentium virorum adolescentinm conspiratio. Unum hie nominare iuYtt 
ex tot mortuis immortalis memoriae viris Fi eh t in m gravem illnm se- 
verum impetnosuni, modo phiiosophiae abstrusae obacnram vatem, 
tiinc vero inter medios hostinm speculatores popnlaris eloqnentiae 
oratorem. Nee praeeeptoris verbis discipulorum facta defaenint: cum 
tandem illuxisset „dies irae illa^ iustissimaeque vindictae omniani^ 
qaicnnque Gemianico nomine digni essent, ardentissimia yotia ezoptati, 
cum exorta sanctissimae rebeliionis tempestate fremens nndique po- 
pnlns ad arma convolaret, tum et adolescentuli stadiomm acientianim- 
que amantissimi „ non Uli pro caris amicis aut pairia timidi pörin' 
relictis libris tela parant, ex auditoriis et umbracnlia in belli anam 
pngnarumque campos audaces prosiliunt, veteranornm instar militnm 
volnera excipiunt apertamque in mortem irruunt — ; et idealiatae 
illi, quos superbus Gallorum imperator — scilicet yir sni aaecafi 
nQantixajTaTogl — tacite quidem perosus palam tarnen cum cottempta 
saepe irriserat, haud ultimi profecto fuerunt, qui invictam eins petea- 
tiam praecipitareut „solverentque in favilla^I Hanc quoqne initiemni 
'Vestrorum memoriam cur nos quoque hie recoluerimns , dicere nihil 
attinet, qüoniam omnium in mentibus inhaeret omninm in oribusYcr- 
satur illius hie ex fratre nepos, qui 

„idem omnibus communis hostis imminet^I 
Videtis igitur, Viri Gravissimi, causas non minus instas quam 
cuilibet Germanicarum universitatum etiam nostrae Helyetiae foisM, 
ut Vobis saeculi et dimidium feliciter peractum gratularemnr et alteram 
partem prospere persequendam precaremur. Quamqnam nee pecnliam 
desunt mutui inter Yestram atque nostram rempublieam consortU doca- 
menta: et nostri cives satis multi magnorum doctorum, qni perilfaid 
temporis spatium apud Vos Aoruerunt , obstricti discipnli — qnos inter 
legationis nostrae princeps quanta cura et pietate Sehleiermacheri 
Vestri ethicam doctrinam coiuerit, quis nescit? — et praeceptores band 
pauci aut Berolino Turicum aut etiam Turico Berolinum evocati, qno- 
rum unus etiam est inter legatos a nobis missos. Hos igitor legat06 



— IW — 

nt sensnom nostrorum disertissimos interpretes ita Yestri festi liben- 
tissimos testes Vobis quoque acceptos fore speramns vinculi illius, quo 
omnes omnino nniversitates copulari vidimus, gratia confisi! 



37. 
Q. f. f. q. s. 



Regiae universiktti litteranim Berolinensi tempore infiauBto coüsilib 
foeatissimi Principis sapienti viriliqne conditae nt civitatis BoruMiae 
decns ^S6et atqae sublime adiumeiitum , inter patriae academias natu 
licet minori, matronalis tarnen dignitatis anetoritate pfopter feli- 
eissimam yirorum in republica sapientissimotum ac sanCtissitüortim 
prolem gravissimae , operae nostrae modesiaoiis almae matris intittr 
altrici benignae Jiberalique, atque studiomm a nobis in re inedica 
positorum magistrae profundissima omnis naturae philosophiaeque per- 
scrutatione excellenti, ob indefessam fortitudinem qua generosam iu- 
ventutem ad litterarum fines proferendos evocare non destitit, immor- 
tftli gloria splendenti, sacra semisaecularia Idib. Oetobr. anni MDCOCLX 
rite solemniterque celebranti pientissima erga numen snpremum TOta 
BQScipientes summa uti par est observantia congratulantur 

Instituti Regii medici chirurgici Friderico Guilelmiani 

et Academiae Regiae militaris medico*»chinirgicae 

Directores, Decanms atque Ptofessores. 

H. 6. Grimm^ Director. G. B. Reichert, Decanus. 

Dr. Elsholtz^ Subdirector. J. G. Jüngken. £. Mitscherlich. 

I. L. Gasper. G. G. Mitscherlich. A. Braun. P. Th. Frerichs. 

Rud. Virchow. L. Boehm. L Y. Schoeller. G.A.Lauer. 

N. Lieberkühn. 

(L. 8.) 



200 



38. 

Universitati litterariae Fridericae Guilelmae Berolinensi 

decem prima lustra strenue feliciter gloriose peracta pia 

reverentia gratidaiitiir gymnasiorum et scholarum realiuin 

Berolinensiuin praeceptores. 

Magnum profecto ac prope divinum fuit consilium, quo Fride- 
ricus Guiieimus Tertius Rex augustissimus, quicqoid fonestis- 
simo bello amissum esset externorum bonomm, ingenii viribus recu- 
perandum censuit atque doctissimorum optimorumque civium votis 
assensus novam in ipso regni capite condere statuit Universitatem 
literariam, unde et populo suo et toti Germaniae lux et salns ad om- 
nem posteritatem redundarent. Sic in tenebris novum sidus iUuxit, 
sie inter strepitum armorum arx firmissima est erecta, omnibus prae- 
sidüs et instrumentis artium iiterarumque mnnifice instructa. Funda- 
mentis igitur iaetis opera Guilelmi Humboldtii, viri tarn scientia 
reram quam prudentia civili excellentis, convocatisque ex tota patria 
hominibus literarum et humanitatis laude florentissimis , apertae sunt 
quinquaginta abhinc annis^ die populo Borussico auspicatissimo, Idi- 
bus Octobribus, academiae nostrae valvae iuyentuti literarum stu- 
diosae. 

Nee caruit victorüs splendidissimis nova doctrinae cuiusvis arena, 
et quod sagaei mente Fiidericus Schleiermacher, Humboldtii 
adiutor acerrimus et promptissiraus , divinaverat, futuram eam velat 
umbilicam totius Germaniae evangelicae, illa quidem non ezple- 
vit modo sed longissime superavit. Namque ut fons uberrimns eru- 
ditionis et humanitatis petitur ab omnibus, quicunque largiorem Ca- 
staliae aquae haustum sitiunt, diversissimis ex orbis terrarum re^o- 
nibus, neque aut ipsa artium Iiterarumque olim parens Graecia fastidit 
filios suos optimos huc mittere, ut Musas, quae novas hie sedes col- 
locaverunt, in antiqua domicilia revocet, aut strenua Transatlanti- 
corum fratrum progenies Oceanum transcurrere veretur, ut hinc eas 
opes domum referat, quae in auri fodtnis frustra quaerantur. 

Instructa ergo a primo initio copiosissimis doctrinae apparatibuSj 
omata clarissimorum magistrorum conventu , aucta in annos affluentiom 
discipulorum numero, nullis turbis, ne saevissimo quidem bello, con- 



— 201 — 

cussa sed magis etiam firmata, ad literamm decus aceedenie laude 
bellica, totidem immntatae gloriae quot annornm numeravit spatia. 
Nee deerit ei nnquam assensus et favor tarn Principum serenisslmorum 
summornmque magistratuum quam universorum hominum et eruditorum 
et eruditionis studiosorum , donec non desit ipsa sibi, donec, ut duce 
et ausplce loanne Theo philo Fichte praeclare fecit, cum disci- 
plinis vitae usum et naturae rerum iudagationem spectantibus politio- 
rem humanitatem artesque liberales arctissime coniungat atque animi 
illam culturam veram ac propriam, philosophiam , omnium studiorum 
velit esse commune vinculum. Sacrae hnius societatis testes sunt ima- 
gines illustrisslmornm doctorum, quae in aulae maximae penetralibus 
velut animi immortales ex altis suis sedibus iam prospiciunt frequen- 
tiam tarn docentium quam discentium; certissimum pignns est veue- 
rabilis spectatissimornm virorum choinis, qui hodie non dignitatem 
modo sed etiam mentem ac voluntatem conditoimm hnius Universitatis 
integram repraesentat. 

Landes Tnas, alma studiorum nutrix, verissime quidem prae- 
dicabit vir ille gravitate et emditione in paucis insignis, qui solus 
adhuc superest ex clarissimo numero principum professorum, quem 
Optimum virtutnm Tuamm ac fatomm praeconem et interpretem per 
totam hanc annorum seinem invenisti, qui idem äuget aetatis nostrae 
gloriam, vir saeculorum memoria prae ceteris dignissimus Augustus 
Boeckh. 

Nos vero gymnasiomm et scholamm realinm in hac urbe prae- 
ceptores, industria'e Tuae Tuammque virtutnm testes, ad amplissimum 
gratulantium coetnm verecunde accedentes comiter admittas. l^u enim 
nos omnes uberrimo doctrinae suco alüisti ac sacris literamm initiasti; 
mnitos, qnos Tu alumnos sapientiae studiosos receperas, eosdem ma- 
gistros liberalium artium dimisisti^ ut Tua munera per omnia hominum 
genera continenter dispensaremus. Tu colis disciplinas, quibus res 
divinae et hnmanae, civitatum administratio omnisque vita et publica 
et privata continentnr; nos velut snlcos in mentibus adolescentium 
dncimus, ut adulti ipsi excipere ac fovere possint literamm semina. 
Dum scholae id acriter spectabunt, ut alumnos suos probe ac rite in- 
stractos in academiae auditoria mittant, expeditior his ac laetior erit 
per illa spatia decursus, fructnosior professomm labor. Donec in 
doctissimomm viromm institutione lux veritatis praefulgebit atque ae- 
tema modo salus spectabitur, huius Incis radii in omnes vitae recessns 
penetrabunt^ praecipue vero emdiendae iuventutis operam illuminabunt. 

Este igitnr, almamater^ad remoüssima usque saecula felis, fauata, 



— 202 — 

fortunata; dMsemina^ Deo adiutore, Tmun lamen per omnes aetatefi 

et gentes, illustra splendore in dies crescenti populum Bormssi- 

cam, exorna domns aagustlBsimae Zolleranae regmiiii gloria 

sempiterna. 

Berolini Idibns Octobribas a. HDGGGLX. 

Bellermann. Larsow. Hartmann. Cnrth. Hofmann. Bell- 
mann. Eempf. Dnb. Sengebusch. Franz. Simon. Du- 
mas. Hoppe. H. Müller. O.Müller. Dinse. 

Kiefsling. Conrad. Passow. Jacobs. Seyffert Rassow. 
Schmidt. Taenber. Kirchhoff. Planer. Pomtow. Hol- 
lenberg. Simon. Dondorff. Usener. Weingarten. Noe- 
tel. Kiefsling. 

August. Selckmann. Benary. Polsberw. Kuhn. Kersten. 
Knhlmey. Hermes. Bertram. Bischoff. Jochmann. 
Ribbeck. Höpfner. Weitling. Platz. Waldästel. Sachs. 
Strahlendorff. 

Bonnell. Salomon. S. Jungk. Zimmermann. Beeskow. 
Richter. G.Jungk. Schwartz. Wolff. Bertram, de La- 
garde. Langkavel. Küster. Hahn. Pappenheim. Heime. 

Lhardy. Chambeau. Schmidt. Marggraff. Schnatter. 
Gefsner. Beccard. Küttner. Wollenberg. Fischer. 
Tollin. Haedicke. Franz. Commer. Gennerich. 

Ranke. Uhlemann. Schellbach. Warlter. Bresemer. Zumpi 
Deuschle. Böhm. Rehbein. Geisler. Luchterhandt 
Strack. Fofs. Borchard. Badstübner. Bernhardt 
Martiny. Schottmüller. Vocke. Kaweran. 

Kroch. Runge. Fleischer. Amen. Born. Schnitz. Sohart- 
mann. Weifsenborn. Herrig. Schellbach. Egier. Die' 
litz. Brock. 

Kaiisch. Huberdi Voigt sen. Fischer. Heller. Jacobl 
Schnell. Münchhoff. Voigt iun. Wendland. 

Köhler. Röber. Barentin. v. Klöden. Hanstein. Bftch- 
mann. Müller. Göpel. Röthig. Kotelmann. Günther. 
Hempel. Liebe. Lisco. Schmidt. Zermelo. 

Dielitz. Peisker. Dollen. Wenzlaff. Bartsch. Mnakacke. 
Heinrichs. Bader. Troschel. Hermann. Martna. Lü- 
schow. Gottschalk. 

Kleiber. Bufsmann. Fiohr. Schoedler. Doebb^Iin. Fre- 
derichs. Siegfried. Böhm. Vogel. Pierson. Tro^ekeL 
Schnllze. Zietzki. Van Muyden. Thi 9iigto;^i 




_ SOS — 

Orohnert. Aagustin. Philipp. Haarbrücker. Lassen. SoUe. 

Pardon. Proehle. Küster. Meseberg. Measel. Wagnar. 
Kubier. Berdnscheek. Paul. Hirscfafelder. Kruse. Craia. 

Wiggert 



39. 

Rectori magnifico, 

decanis amplissimis, 

professoribus ac magistriis cuiusque ordinis 

clarissimis et doctissimis 

rector et praeceptores Academiae equestris 

Brandenburgensis 

S. P. D. 

Qaod in oratione pro Cn. Plancio habita M. Tdlins dicit: nemiaetn 
esse liberaliter edacajbiiin, cai non edncatores, cui non magistri sni 
atque doctores, cni non locns ipse ilie mutus, ubi alitns et doctns 
Sit, cum grata recordatione in mente versetur^ id qnnm latissime pa- 
teat et ad omnes omninm hominam conditiones pertineat, tarn de ea 
potissimnm ratione, quae nobis vobiscnm, viri clarissimi et doctissimi, 
intereedit^ pnichre et sapienter yidetnr esse dictum. 

Nemo enim in nostro collegio est, qni a vobis non sit doctos, 
sive scbolis vestris interfnerit ipse^ site iibros Yestros versaverit ma- 
nibns, neqne panci sunt, qni quam freqnentes fuissent cum iis vestmm, 
qnos sibi ipsi delegissent ad imitandnm, ex consuetndine vestra nOn 
solnm optimam habnerint sui commendationem sed, qnnm in litteris 
et invarentnr et promoverentnr, fmctns qnoque perceperint nnnqnam 
peritoros. 

Qnid igitnr mimm, quod snavissimam veteris illins memoriae re- 
cordationem pia et grata mente hodie praesertim repetimus, qnnm 
diem celebretis festnm, quem qui non congratulentur, mdes sane et 
omnis bumanitatis expertes iuste sunt yocandi. 

£x quo enim Fridericus Guilelmus III Rex summa cum munifi- 
centia gravissimis quidem temporibus sed faustissimis auspicüs litte- 
numm artiumque universitati in communis nostrae patriae capite sedem 
eoitdidit, Yos, Tiri amplissimi et doctissimi, nniversas litteras nonso- 
huB auxistis ita ut Incubrationibus vestris ac studiis in doctrinas a 



— 204 — 

maioribns traditas altius penetraretis , obscnriores illnstraretis , novas 
inveniretis, sed etiam propagavistis ita^ ut docendo et praecipiendo 
scientia i*eram ad publica negotia gcrenda necessariaram adnlescentiam 
animos imbneretis. Indc factum est, ut ex vestra disciplina profecta 
Sit virorum multitudo, qui de rebus divinis et humanis, de sapientia 
et iustitia , de omni deniqne litterarum genere et artinm usn insigoiter 
sunt meriti. 

Quae quamvis non minima laude digna vtdeantar, eo tamen su- 
perantur, quod vestrum nemo unquam libertatem illam docendi de- 
posnit, quae ab nniversitatibus antiquitus retenta litteras aut poten- 
tium liominum arbitrio aut vulgi opinionibus huc illac flactuantibus 
nunquam obnoxias esse sivit 

Quod igitur summum esse iudicamus in omni institntione et era- 
ditione , üt hnmani ingenii indoles propter se ipsam neqne ob aliqnem 
vitac finem excolatur et conürmetur, id- hac demum singulari vestra 
praestantia effici potuisse arbitramur. 

Maneat vobis ista virtus , quae singulorum hominum salnti optime 
qunm consulat viamque ad bene beateque vivendam aperiat ac mn- 
niat, de commnni nostra patria mirum quantum meretar; maneat lata 
in litteris fides ac religio, quae discipulis ad imitandum proposita in 
aliis quoque rebus et in omnibus vitae conditionibus fideles eos faciet 
et religiosos. 

Quae quum omnibus precibus ut Dens 0. M. faceret, oraremua, 
felicitatem exacti temporis congratulanies^ futuri precantes nostraemo- 
moriae et volnntatis significationem feste hoc die vobis deesse nolnimus. 

Eam ut Academiae equestris firandenburgensis nomine vobis of- 
ferret, viri clarissimi, ex collegio nostro Adolfüm Kochium de- 
signavimus, cuius vobis commendati esse voluimns Emendationibus 
Livianis. 

Exstent igitur eae documento quum studiomm nostrorum, quae 
unde emanarunt eo redundant, tum pietatis nostrae erga vos, ma- 
gistros nostros atque doctores^ et erga celebenimum illam locnm» nbi 
pari atque adhuc factum est prosperitate in posterum quoque alaator 
et doceantur litterae et artes honestae. Valete. 

Scribebamus Brandenburgi vertente Septembri anni MDGGGIX. 
Ernestus Köpke, Phil. Dr. Gustavus Scoppewer. Rudolfus 
Schnitze, Phil. Dr. Adolfus Koch, Phil. Dr. Richardus Sei- 
del, Phil. Dr. Guilelmus Vitz, Phil. Dr. Ernestus Wernicke, 
Gand. theol. Franciscus Haecker, Phil. Dr. Garolns Wachs- 
mnth. Rudolfus Hertzbej ^i*- 

r. 

\ ■ - 



— 205 — 

40. 

Inclytae literarum Universitati Berolinensi diebus XIV. 

XV. XVI. mensis Octobris anni MDCCCLX. solemnia 

semisaecularia celebranti summa qua decet reverentia 

ac pietate congratulatur Gymnasium Potisdamiense. 

Quamqaam manifestam est, salutem regnorum ac civitatum iis 
etiam commodis et utilitatibus contineri, quae agrorum cultura, mer- 
caturae commercio, denique civium industria comparantur, nee pacis 
modo, sed etiam belli artibus ad res populorum conservandas augen- 
dasque opus esse, id tarnen dnbitari non potest, quin certissima pu- 
blicae salatis^fundamenta in literarum artiumque liberalium studiis sint 
posita. Omnes enim vitae humanae commoditates prosperitatesqae 
manant ex abertate ingeniorum et morum sanctitate, qaae esse non 
possnnt, nbi animi bis ipsis studiis non conformantur. Nee res mili- 
taris , cum in belle plurimum valeat ingenium , nisi id honestis artibus 
enutriatur, bene procedit, et, quae a literarum studiis aliena videtur 
esse^ opificum industria^ si non aliqua tincta est humanitate^ servile 
quiddam habet et ingenuis hominibus indignum. Quocirca beatissimae 
sane eae sunt existimandae civitates^ in quibus studia literarum atque 
laudatarum artium quam maxime floreant. Ac saepenumero parvae 
nrbes, de quibus nihil commemoratu dignum memoriae proditum esset, 
magnam nominis famam consecutae sunt^ quod iis contigerat, ut Musae 
sedem ac domicilium in iis collocarent. Hac laude factum est, utBe- 
rytus Apollonia Narbo Marcius Tolosa maximarum urbium Alexandriae 
Romae Constantinopolis splendorem propemodum exaequarent. Am- 
plissima ho die civitas est fierolinum suisque bonis plurimis et maximis 
gloriatur, veruntamen nullum eins decus maius est atque praestantius, 
quam quo regia caput nostri regni ante hos quinquaginta annos ex- 
omavit munificentia. Quod si rei Borussicae idem , quod olim Roma- 
nis^ contigit, ut ex ingenti clade pulchrior eveniret et exinde 
secnndis usque laboribus cresceret, incredibilis ista rerum com- 
mutatio atque prosperitas magnam partem debetur Universität! litera- 
rum Berolinensi, unde afflictae patriae nova quasi lux suborta est. 
Ipsa autem ex quo condita est illustris illa accuratae doctrlnae et 
multiplicis eruditionis sedes omnibus, quibus instrui atque omari so- 
leiit Academiae , adancta copiis in dies magis splendescere coepit. Qui 
im ea professomm ac doctorum munere functi sunt viii clarissimi, 
friic'jest, qui dicere possit^ quantum illi et de institutione iavenum 



— 206 — 

nobilissimorum et de totius rei literariae incrementis mernerint? Lon- 
gum est vel nominare eos, qni antecellentes ingenio et doctrina in 
coryphaeis literanim numerantur. Eiferant alii viribus suis conftd 
TDerita laude et ipsam almam bonarum artinm matrem et eos, qni 
hnins quasi Musamm sanctissimi tenipli et fnemnt et sunt antiatites: 
nobis satis est bis festis diebus vota rite suscipere et pie congrata- 
lantes optare, ut quemadmodura quinquaginta bos annos prospere ac 
feliciter haec inclyta literanim scdes transegerit> ita eadem nullis tem- 
porum procellis et iniquitatibus concassa per integrum saecnlum floreat, 
clarissimi autem artium liberalium professores fructus labonim perd- 
piant uberrimos , stndia denique bumanissimorura iuvenum in dies lae- 
tias vigeant His votis ac gratulationi nostrae parvnm addere nobis 
liceat munusculum , quod solemnium semisaecularimn, qnae hin diebns 
festis aguntnr, memoriae summa qua decet observantia dicatiuat et 
conseoratum velimns. 



41. 

Q. f. f. q. e. s. n. i. 
Univemtati regiae litt.eraruin Fridericae Guilelmae Be- 
rolinensi sacra semisaecularia prima Idibus Octobribus 
MDCCCLX feliciter celebranti ex animi sententia grotu- 
lantur atque integrain almae matris gloriam ad omnem 
posteritatis memoriam optimis ominibus prosequuntur 
gymnasii Primislaviensis praeceptores. 



Quod omnes omnium eruditorum ac doctorum hominnm 
mentesque bodiemo die permovet, ut doctissimae vestrae aocieta& 
diem natalem pie grateque prosequantur, idem nos ad laetjasimim 
vestrae laudis ac gloriae memoriam excitasse, etsi verbis tignifieare 
vix opus yidebatur, tamen ne aut tacendo obliviosi aut more ne^^ 
gendo superbi videremur, quum ipsis coram adesse per muneris offiflii 
non liceret^ basce ad vos, viri doctissimi, litteraa dedimna. Qnod 
abhinc quinquaginta annos Fridericus ille Gnilelmus III spectabat, vi 
litteris sedibus suis ac domiciliis bostili tempestate ac flueübus eqrabia 
vestra urbs refugium et quasi portus esset, id et vestro et eomm, 
qui ante vos litteras professi sunt, studio atque assiduttate effedVB 



— 20? — 

est Quot enim quantique ex vestra litterarum quasi officina prodie- 
rint divinaram rerum periti, iuriseonsulti reipublicae rectores, philo- 
sophi physici medici, omne denique genas homines docti, qois est 
qni nesciat? Vestra opera ac studio quanti in omni genere litterarum 
facti progressus sint^ qui sunt tarn barbari tamque inculti, qui non 
aut ipsi viderint^ aut fama audierint aut intellexerint laetissimis doc- 
trinae fructibus. Boinissorum denique nomen quod doctrinae atque 
eruditionis laude praeter ceteras omnium terrarum gentes floret, id 
quum aliis , tum maxime vobis tribuendum esse , quis est tarn invidus^ 
ut neget? Yos enim exempla secuti et auctoritatem eorum, qui ante 
vos faces doctrinae iuventuti praetulerunt, nee subsistere litteras ac 
senescere nee revocari a splendidissimo cursu suo ac relabi in pristi- 
nam barbariam passi estis unquam. Vos urbem vestram gi*atissimam 
artium litterarumque sedem et quasi quendam doctrinae mercatum fe- 
cistis, unde nemo possit sine sua culpa redire inanis. Quod quum 
omnis civitas landet ac comprobet, tum maxime ii gratissimo animo 
praedicant, qui a vobis docti atque instituti puerorum animos eru- 
diendos susceperunt parandosque ad ingrediendum latissime illum pa- 
tentem litterarum campum, ubi vobis ducibus atque auctoribus exer- 
ceantur et omnibus numeris absoluti in solem ac pulverem vitae pu- 
blicae prodeant. Quare et illis pio animo gratiam habemus^ qui iam 
pridem ex vestra societate demortui nominis sui gloriam aetemae 
omnis posteritatis memoriae mandaverunt, et ei ex animi nostri sen- 
tentia gratulamur, cui uni ex tot tamque claris sodalibus a Deo Optimo 
Maximo concessum est^ ut huius diel laetissimam lucem videret, 
Boeckhio nostro, ei qui nunc fasces vestrae reipublicae tenet senex 
inter iavenes et idem iuvenis inter senes, omnes denique vos honori- 
ficentissime salutanms, qui dies noctesque erudienda iuventute äugen- 
disque littens. gloriam vestrae urbis ac societatis tuemini. Cuius operae 
ac studii quem vos unum speratis ac dulcissimum fructum , ut in dies 
magis vigeat ac floreat vestrae reipublicae nomen atque auctoritas, 
eim ut capiatis ampHssimum etiam atque etiam cupimus atque opta- 
Bos. Vakte. 

Carolas Meioicke, Rector gymnasii. Augustus Buttmann, Pro- 
fessor et Prorector. Henricus Strahl, Dr. et Gonrector. Eduar- 
dos Schaeffer, praeceptor sup. ord. Bruno Martin. Henricus 
K6rEer, Dr. Dibelius. Lessing. Guilelmus Poekel, ph. Dr. 

Sek^oCfer, coli. des. Jordan. Stange. Lindner. H. Weifs. 

u»}i I F- Schmidt. 



^ 



— 208 — 

42. 

Q. b. f. f. 4. s. 

Almae literarum universitati 

Fridericae Goilclmae 

litterarum et artium per quinquaginta annos sedi florentissimae 

quae praeceptoruui doctrina inter Germaniae universitates locum 

obtinct luaxlme egregium 

capitique regni Bonissici summum addidit decus ac lumen 

Sacra semisaecularia 

sub auspiciis sapientissinüs felicissimisqne 

Augustissiini et Poteutissimi Principis ac Domini 

Domini 

Friderici Guilelnü IV 

Borussorum Regis 

patris patriae 

Idibus mensis Oct. MDCCCLX 

solemniter celebranda 

qua par est pietate et obsen^antia congratulantar 

scholae Spandoviensis 

rector et magistri. 



43. . - 

Hochwohlgeborener Herr, 

Hochzuverehrender Herr Geheimer Regierungsrath 

und Rector magnificus! 

Eure Magnificenz wollen auch dem Cadetten-Corps gestatten, sebie 
Theilnahme an der Jubelfeier auszudrücken, welche ^e von Daea 
vertretene berühmte Hochschule zu begehen sich anschickt. Zirar ist 
es nicht die Gleichberechtigung auf dem Gebiete der Wissensdiift} 
die dem Cadetten-Corps den Anspruch giebt, sich in die Reihe der 
gelehrten Körperschaften zu drängen, deren Huldigungen dem bedeu- 
tungsvollen Feste von allen Seiten zuströmen werden. Höchstens auf 
ihr Alter, als die drittälteste der höheren Bildungsstätten der Resi- 
denz, vermag sich unsere Anstalt zu stützen; aber mehr noch wird 



— 209 — 

sie angetrieben durch den Umstand, dafs die Mehrzahl ihrer Profes- 
soren und Lehrer in der Gefeierten den Quell ihrer Bildung und ihrer 
gereifteren Weltanschauung verehren. Ihrem einstimmigen Verlangen 
Ausdruck zu geben, gereicht mir, in aufrichtiger Würdigung des Be- 
weggrundes, der sie leitet, zu einer angenehmen Pflicht und mag zu- 
gleich mein Schreiben bei Euer Magnificenz entschuldigen. 

Indem ich der hochansehnlichen Pflegerin deutscher Wissenschaft 
und deutscher Gesinnung, der Eure Magnificeni in Wort und That 
ein würdiger Vorstand sind, für die kommenden Geschlechter langer 
Zeiten ein gesegnetes Wirken wünsche, verharre ich in wahrer Hoch- 
achtung 

Hochzuverehrender Herr! 
Euer Magnificenz 
Berlin, den 10*^ October ganz ergebener Diener 

1860. von Rosenberg, 

Generalmajor und Commandeur des Cadetten-Corps. 



44. 

Ew. Magnificenz, 
Hoch würdige, Hochwohlgeborne Herrn! 

Das erhebende Fest, das die Gründung und halbhundertjährige 
so überaus gesegnete Thätigkeit der Hochschule in Berlin, jener durch 
eine fast einzige Reihe leuchtender Gröfsen auf allen Gebieten der 
Wissenschaft ausgezeichneten geistigen Pflanzstätte des deutschen 
Volkes feiern soll, kann auch die fernen Söhne dieses Volkes, deren 
Väter vor Jahrhunderten in den Thälern des Südkarpathenlandes 
eine Heimat gefunden, nicht unberührt lassen. Ja, je ernster die 
Zeit an sie herantritt, je tiefere Kraftentwicklung zur Erhaltung 
ihrer edelsten Güter die Strömungen der Gegenwart in Anspruch neh- 
men, desto gehobnem Gemüthes, desto frischerer Hoffnung richten 
sie ihre Blicke auf jene treft'liche Hochschule, die mehr als jede andre 
durch ihre Gründung schon, in dunkelster Nacht der Morgenstern 
einer bessern Zeit, die ewige Wahrheit wieder bewährte, dafs Erhal- 
tung und Gröfse eines Volkes seine eigene That sei , dafs keines falle, 
dessen Geist noch lebendig ist, und dafs Wissenschaft mit sittlicher 
Gröfise , ohne die jene den bedeutendsten Theil ihres Werthes verliert, 

14 



— 210 — 

eine nie versiegende Quelle der Verjüngung für die vergäBglichen Ge- 
schlechter der Menschen bilde. 

Dafs zn dieser Quelle auch unsers Volkes Söhne Zniritit fanden 
und , seit das alte Recht unserer evangelischen Landeskirche auf den 
Besuch deutscher Hochschulen sich wieder der Geltung erfrent, dort 
wohlwollend aufgenommen von den Wassern des Lebens schöpfen 
konnten, erfüllt uns noch insbesondere mit lebhafter Dankbarkeit. 
Die Lehrstühle unserer Schulen, die Pfarrstellen unserer Kirchen, 
wie viele Männer zählen sie nicht, die in diesen Tagen w&rmem Ge- 
fühles mit kindlicher Pietät der theueren Bildungsanstalt gedenken, 
die nicht nur dem strebenden Jünglingsgeist einst die reiche Nahrang 
bot, sondern die unausgesetzt durch das geflügelte Wort der Schrift 
die deutsche menscheuveredelnde Bildung und Wissenschaft anregend, 
sittigend, kräftigend selbst in die fernen transsilvanischen Berge trigt, 
auch hier Selbstgefühl, Wohlsein, Lebensmuth und Eampffrendigkeit 
des vereinsamten deutschen Stammes nährend und hebend. 

So erlauben Sie denn, verehrte Herren, dafs dieses Gymnasium, 
dessen Lehrer grofsentheils Schüler Ihrer Hochschule sind, in den 
Tagen ihrer Stiftungsfeier mit den lebhaftesten Dankgefühlen seine 
Wünsche mit den des Reiches und Volkes, dessen Zierde jene Hoch- 
schule ist, vereinige und als ein geringes äufseres Zeichen seiner in- 
nigen Theilnalime und Dankbarkeit ihr die beiliegende Gabe*) über- 
reiche. Möge der Herr Herr, der da will, dafs das Licht nicht unter- 
gehe seinem Menschengeschlechte , schützend walten über der Anstalt, 
die er gemacht hat zu einer Leuchte für so viele, über ihren Schir- 
mem, ihren Lehrern und Schülern, damit sie, treu dem Geiste ihrer 
Gründung, fort und fort bleibe ein Hort der Wissenschaft, die da 
frei macht und ein Tempel wahrhaftiger Bildung für Nah and Feme. 

Den Söhnen unsers Volkes aber, das nie aufhören wird aus dem 
theueren Mutterlande seines Lebens beste Kraft zu holen, erhalten Sie 
das alte fördernde Wohlwollen. 

Schäfsburg im siebenbürgischen Sachsenland 
den 1. October 1860. 

Die Conferenz des evangelischen Gymnaaiitfflt 
und der damit verbundenen Lehranstalten* 

G.D.Tentsch, 

Rector. 

Fr. Möller, 

Actnar. 

*) Zehntrecht der evaDgelischen Landeskirche A. B. in Siebenhnigwi. 



^ 211 ^ 



45. 

Der Königl. Friedrich -Wilhelms -Universität zu Berlin 
am 14. October 1860. 

Wenn die denkwürdige Festfeier, welche die hiesige Friedrich- 
Wilhelms- Universität in diesen Tagen begeht, nicht blolis die- 
jenigen, welche derselben mittelbar oder unmittelbar ihre Bildung 
verdanken, sondern alle, welche der Entwicklung des Geisteslebens 
in Deutschland während der letztverflossenen fünfzig Jahre nachgegan- 
gen sind, zu ernster Theilnahme anregt und vereiniget, so schliefst 
sich das unterzeichnete Provinzial-Schul-Collegium diesen Kreisen um 
so freudiger an, je näher der Zusammenhang ist, in dem die innere 
Geschichte des Schulwesens mit den Pflanzstätten der Wissenschaft 
steht. Die überwiegende Mehrzahl derj^gen Männer, welche an den 
zahlreichen und blühenden höheren Lehranstalten unseres Geschäfts- 
kreises erziehend und unterrichtend wirken oder in den letzten De- 
cennien gewirkt haben ^ ist aus den Hörsälen der hiesigen Friedrich- 
Wilhelms-Universität hervorgegangen und die in denselben em- 
pfangene oder befestigte Richtung auf wissenschaftliches Streben ist 
somit jenen Anstalten und den Tausenden, welche auf denselben ihre 
Vorbildung für die verschiedenen Zweige des Berufs und des bürger- 
lichen Lebens empfangen haben, in reichem Maafse zu Gute gekom- 
men. Die mächtigen Anregungen, welche die Friedrich- Wilhelms^- 
Üniversität in ihrer grofsartigen Entfaltung auf allen Gebieten des 
Forschens und Wissens fort und fort gewährt hat, haben sich in den 
stillen Räumen der Schule zwar weniger glänzend als im Schoofse der 
Universitäten und Akademien, aber sicherlich nach ihrer ganzen Be- 
dentung und Fruchtbarkeit nicht minder segensreich erwiesen. D^ 
Zustand nnserer höheren Lehranstalten und der gesammten Geistes- 
bildung im Bereiche der Pi-ovinz bietet dafür unzweideutige Belege. 
Wir gedenken darum bei dieser Festfeier gern und dankbar des nach- 
haltig fördernden und veredlenden Einflusses, den die Friedrich- 
Wilhelms-Universität auf die unserer Leitung anvertrauten Bil- 
dangs- Anstalten ausgeübt bat, und des Beistandes, den wir dadurch 
in der Erfülioiig unserer amtlichen Obliegenheiten jederzmt erhalten 



— 212 — 

haben. Möge es derselben beschieden sein, bis in die fernsten Zeiten 
ein Hort Deutscher Wissenschaft und Bildung zu bleiben. 
Berlin, den 14. October 1860. 
Der Chef und die Mitglieder des Königlichen Schul - Collegiums 
der Provinz Brandenburg. 
Flottwell, Dr. Reichenau. Bormann. Eiefsling. v. Graefe. 
Mützell. Fonrnier. Saegert 
An 
die Königliche Friedrich -Wilhelms- 
Universität 
zu 

Berlin. 



46. 

Der Königlichen 

Friedrich -Wilhelms - Universität 

-zu Berlin 

zu ihrer Jubelfeier am 15. October 1860 

gewidmet 

von ihren Doctoren. 

Die Königliche Friedrich -Wilhelms -Universität zu Berlin fdert 
an dem heutigen Tage das Fest ihres fünfzigjährigen Bestehens. In das 
Leben getreten in den Zeiten schwerer Drangsale, mitten unter den 
Wehen d^r allgemeinen geistigen und staatlichen Erneuerung unseres' 
Volkes und berufen nach der Absicht ihres hohen Gründers an ihrem, 
nicht dem kleinsten, Theil mitbeizutragen zu dem Werke dieser Er- 
neuerung, hat sie ihrer Aufgabe in würdiger Weise genügt und mi 
nunmehr einem halben Jahrhundert sich als treue Pflegerin des wis- 
senschaftlichen Geistes in unserer Mitte bewährt. Sie darf mit Be- 
friedigung auf die gesegnete Wirksamkeit so vieler Jahre znrücksekesi 
und allgemeine Theilnahme an diesem ihrem Ehfentage in dcsn wdte- 
sten Kreisen gewärtigen. .." ' 

Um so weniger haben wir, die wir ihr nicht nur i nsere wissen- 
schaftliche Ausbildung verdanken, sondern auch 3 Ha Ertheilnag 
ihrer akademischen Würden geehrt, ihr näher-' ||L and \erj 



H" 




— 213 — 

pflichtet sind, an diesem Tage mit unseren Wünschen zurückbleiben 
wollen. Ans yoUem Herzen und damit^ was von Herzen kömmt, auch 
herzlich klinge, in den Lauten unserer theuren Muttersprache rufen 
wir ihr an der Scheide zweier Halbjahrhunderte ein freudiges Glück 
auf! entgegen und wissen den Dank, den wir ihr schulden ^ nicht 
besser und würdiger zu bethätigen , als indem wir an ihrem Jubeltage 
ihr das Gelübde erneuern, das wir einst in ihre Hände niederlegten, 
die Wahrheit zu suchen und ihr zu leben, wohin wir auch gestellt 
sein mögen, zu allen Zeiten und an allen Orten. 

Möge die Friedrich -Wilhelms -Universität der Wissenschaft und 
unserem Volke auch femer bleiben, was sie ihnen bisher gewesen, 
uns aber vergönnt sein> ihr stets Ehre zu machen. Das walte Gott! 
Berlin, den 14. October 1860. 

Die von der Berliner Universität promovirten Doctoren, 
Im Auftrage: 
Marot, Loewenberg, 

Dr. der Theologie Dr. der Rechte, 

und Ober-Consistorialrath. Geheimer Ober-Tiibunalsrath. 

Busse, Wilms, 

Dr. und Med.-Rath. Dr. der Medicin. 

H. Barth, A. Kirchhoff, 

Dr. der Philosophie. Dr. der Philosophie, Professor. 



47. 

Commilitonen! 
> 
Die Letzten nahen wir Euch, um auch unsere Glückwünsche zu 
Eurem Jubelfeste mit denen zu vereinen, die Euch von den Burschen 
der andern deutschen Hochschulen zugegangen. Nehmt vor Allem 
die Yersicherung entgegen, dafs nur die verspätete Mittheilung Eurer 
freundlichen Einladung uns verhindern konnte, unserer warmen Theil- 
nahme an Eurem Feste schon früher den Ausdruck zu geben, den wir, 
geeint durch die Bande gleichen wissenschaftlichen Strebens und glei- 
cher Nationalität y auch nachträglich ihr zu verleihen uns gedrungen 
fahlen. So geben wir denn von dem Wunsche beseelt, dafs Eure 
Uodbschnle sich stets der stolsesten Blüthe des wissensobafUicben wie 



— 214 — 

des boTBohikosen Lebens erfreuen möge^ — ein fernes Echo ^ den 
tansendstimnigen Ruf Enres Jnbelcommerses vollen Herzens wieder: 
Vivat^ crescat, floreat Universitas Friderica Gnilhelma. 

Dorpat, den 't^^ l««»- 

Der Chargirten-Convent als Repräsentant der Dörptschen Bursche. 

Im Namen der Fratemitas Academica Dorpt.: 

Eduard G. Schaefer. H.Hesse. 6. Ambnrger. 

Im Namen der Livonia: 

V. Holst. Fr. Meyendorff. B. G. Sielmann. 

Im Namen der Fratemitas Rigensis: 

A. Hillner. A. Hacker. P. Emerth. 

Im Namen der Curonia: 

R.Eckhardt. Seraphim. Schilling. 

Im Namen der Estonia: 

J. Afsmuth. Renttrigeln. Schulz. 



48. 

Inclytae Facultati iriedicae Berolinensi ad sacra semisaecu- 
laria epistola gratulatoria, donum scriptoris anatomicum 

concomitans. 

Inclyta facultas medica Berolinensis! 
CoUegae et Symmystae ornatissimi! 

üniversitatum nostrarum, qua Jäte patent Germantae confinia, va- 
nam esse gloriam existimo^ quam ex prisca origine et annosa longae- 
yitate sibi capessere consuescunt. 

Antiquitatis enim meritum, labentibus annis, sponte venu 

Longe nobilius scholarum et academiarum stemma est^ qnod non 
in saeculorum transactorum serie radices suas figit^ sed, dum praeseof 
teritur aetas, ex rebus praeclare gestis, totius orbis literati Snffivgns 
editum et proclamatum fuerit. 

Tali autem gloria Universitas Berolinensis iure merito exnltat. 

Infaustis enim auguriis , vix decem lustris abhinc , in Incem ediftl^ 
inter tnbamm daasicay bellommquetumultus, rav^ emenia eepii) 



■^. 



— 215 — 

ingeniorum fertilitate et numero, seien tiarum oranium augmento ad- 
mirando, alte caput extülit, et brevi temporis lapsu ad summum ce- 
lebritatis culmen evecta, reliquis omnibus palmam praeripuit. 

Quemcumque iudicem acclamo , qui amoris et invidiae causas pro- 
cul habet, neminem profecto inveniam, qui Athenis Vestris Balticis 
hanc viriliter partam gloriam derogare ausus fuerit. 

Quae quum ita sint, meum esse duco, recurrentibus post dimi- 
dium saeculum Universitatis Berolinensis festis natalitiis, mea quoque 
palam facere vota, ut, quod faustum, felix, förtunatumque est, Dens 
terOptimus Maximus Vobis evenire sinat, et res Vestra, qualis hac- 
tenus floruit, in posterum quoque ad scientiarum omnium augmentum 
et ornamentum, bonorumque omnium gaudium vigeat valeatque! 

Ne vero verbis solummodo calamum meum implevisse videar, do- 
num meum festivum , quod Vobis , Ciarissimi Viri, oblatum volo , pro- 
thyme accipite! Iniectionum anatomicarum subtilissimarum thesaurüm 
Vobis transmitto, simulque rogo, ut arca maior, quae centum et vi- 
ginti obiecta continet, in museo anatomico, curae Ciarissimi et Ce- 
lebemmi Caroli Reichert commisso recondatur, minor vero, quae 
octoginta praeparata gerit, museo anatomico -pathologico , quod inge- 
niosissimus Rudolphus Virchow, verae pathologiae Auetor Stator- 
que eximius modo exornare coepit, benigne elementerque tradatur. 

Si anatomiae mieroteehnieae arenam non frustra caleasse mihi spe- 
rare licet, donarium meum, qualecumque sit, tantis viris gratum et 
aeceptum esse, persuasum habeo. 

Valete et favete 
Vindobonae, pridie Non. Oetobr. Vestro addictissimo cultori 

1860. los. Hyrtl. 



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Verzeichnifs der Lehrer der Friedrich -Wil- 
helms-Universität zu Berlin seit der Gründung 
bis zum 15. October 1862, chronologisch ge- 
ordnet nach dem Tage des Beginnes ihrer 
Lehrthätigkeit auf derselben. 



I. Theologische Facultät. 

1. Ordentliche Professoren. 

Schlelermacher, Friedrich Ernst, geb. zu Breslau d. 21. November 176S. ~ 
Begann am 22. u. 24. November 1809 seine Vorlesungen über christliche 
Sittenlehre und Hermeneutik, und am 13. Mai 1810 über die Geschichte der 
christlichen Philosophie und Apostelgeschichte. (Ind. Lect. W. 18*®/ii — 
W. 18"/^*) — l^^as gleichzeitig seit dem Sommersemester 1811 als Mitglied 
der Akademie der Wissensch. bis zum W. 18^7^ i° ^^^ philosoph. Faenltat 
über Ethik, Dialektik, Politik und Geschichte der Philosophie. — f d. 12. Fe- 
bruar 1834 zu Berlin. 

De Wette, Wilhelm Martin Leberecht, geb. zu Ulla im Weimarischen d. 12. Ja- 
nuar 1780. — Wurde aus Heidelberg, wo er seit 1807 aufserord. Prof. ge- 
wesen war, laut Kab.-Ord. v. 11. Juli 1810 nach Berlin als ord. Prof. be- 
rufen. — Wurde durch Kab.-Ord. v. 2. October 1819 seiner Lehramtes ent- 
hoben. (Ind. Lect. W. 18»yii— W. IS^'/ao.) — Exegese des Alten und Neuen 
Testaments. — t <i- 16. J«ni 18*9 als ord. Prof. [seit 1821] zu Basel. 

MirtielBeke, Philipp Conrad, geb. zu Hildesheim d. I.Mai 1780. — Begann 
seine Voriesungen im Wintersemester 18*7"- (Ind. Lect. 18*Vii — S. 1846.) 

— Dogmatik und Kirchen geschichte. — f d. 31. Mai 184G zu Berlin. 
leuder, Johann August Wilhelm, geb. in Göttingen d. 16. Januar 1789. — 

Laut Rescr. v. 8. Januar 1813 ans Heidelberg berufen. (Ind. Lect. S. 1813 

— S. 1860.) — Kirchengeschichte und Exegese. — f d. 14. Juli 1850 zu Berlin. 
Strtllfl, Gerhard Friedrich Albrecht, geb. zu Iserlohn d. 24. September 1786. 

~ Laut Kab.-Ord. v. 26. December 1821 aus Elberfeld berufen. — Sclned 
ans im J. 1859. (Ind. Lect. W. 18"/»»— 8. 1859 incl.) — Homiletik. 
HeigfteBberg, Ernst Wilhelm, geb. zu Frondenberg d. 21. October 1802. -- 
Laut Kab.-Ord. v. 27. October 1828. — Habil. d. 22. October 1821. — Prof. 
extraord. laut 3ist.-Rescr. v. 31. Januar 1826. (Ind. Lect. S. 1825 bis jetst; 
las im S rsemester 1825 als Privatdocent d. philosoph. Facultät und 

im yjlinU IS^/u als Privatdocent der theolog. Facultät.) — Exegese. 




— 218 — 

Twesten, Augast Detlev Christian, geb. zu Glückstadt d. 11. April 1789. — 
Laut Eab.-Ord. y. 29. November 1834 aus Kiel berufen. (Ind. Lect. S. 1835 
bis jetrt.) — Exegese und Dogmatik. 

IltSiell, Carl Immanuel, geb. xu Borna im Konigr. Sachsen d. Sl. September 
1787. — Laut Kab.-Ord. v. 16. Februar 1847 aus Bonn berufen. (Ind. Lect. 
W. 18*7" bis jetzt.) — Dogmatik und praktische Theologie. 

Lehnerdt, Johann Carl, geb. zu Wilsnack d. 11. April 1803. — Laut Minist.- 
Rescr. y. 22. Februar 1831 aus Königsberg i. Pr. berufen. (Ind. Lect. W.18*Vm 
— W. 18*' is.) — Wurde laut Kab.-Ord. v. 1. Februar 1858 als General-Soper- 
intendent der Provinz Sachsen nach Magdeburg versetzt. — Dogmatik und 
Kirchengeschichte. 

Stelnmeyer, Franz Ludwig, geb. zu Bee.skow d. 15. November 1811. — Lznt 
Minist. -Rescr. v. U.Juni 1858 aus Bonn nach Berlin versetzt — HzbiL 
in Berlin d. 1. November 1848. [v. 18. August 1852— 29. Januar 1854 Prot 
ord. in Breslau.] (Ind. Lect.: als Privat-Docent S. 1849— S. 1852; als Prot 
ord.: ^\, 18*^/5» bis jetzt.) — üomiletik und Exegese des Neuen Testaments. 

Iledner, Christian Wilhelm, geb. zu Oberwinkel im Königreich Sachsen d. 
9. August 1797. — Laut Kab.-Ord. v. 14. Februar 1859 aus Wittenberg be- 
rufen. (Ind. Lect. S. 1859 bis jetzt.) — Kirchengeschichte und Exegese. 

Dorner, Isaak August, geb. zu Neuhausen ob Eck bei Tuttlingen im Konigreieh 
Württemberg d. 20 Juni 1800. — Laut Kab.-Ord. v. 18. Januar 1869 avs 
Göttingen berufen, früher in Bonn. (Ind. Lect. S. 1 862.) — Christliehe Sittenlehie. 

2. Professores honorarii. 

Theremin, Ludwig Friedrich Franz, gob. zu Gramzow i. d. Ukermark d. 19. Man 
1780. — Laut Kab.-Ord. v. 15. October 1839 zum Professor honcnr. ernannt 
(Ind. Lect. S. 1840— W. 18*Vi7.) — Homiletik. — t d. 26. September 1846 
zu Berlin. 

V. Gerlach, Cari Friedrich Otto, geb. zu Berlin d. 12. April 1801. — Laut Kab.- 
Ord. V. 28. Februar 1849 zum Prof. honorar. ernannt» •— HablL d. 13.1üd 
1828. (Ind. Lect. W.18«V29 — W.183*/35; hat als Prof. honorar. nicht geksenO 
— Exegese des Neuen Testaments und Kirchengeschichte. -^ -|> d» Si. Oc- 
tober 1849 zu Berlin. 

Sack, Carl Heinrich, geb. zu Beriin d. 17. October 1790. — Wurde im Min 
1861 zum Prof. honor. ernannt. — Habil. zu Anfang des Sommenemesters 
1818. — Wurde im J. 1819 nach Bonn berufen. (Ind. Lect. S. 1818— W. 
18^^/19 incL und W. 18*V^<0 — ^^^^ gegenwärtig in Neuwied. — Biblische 
Exegese und Kirchengeschichte. 

3. Aufserordentliche Professoren. 

BeUermann, Johann Joachim, geb. zu Erfurt d. 23. September 1764. — Laut 
Minist. -Rescr. v. 31. October 1816. — Habil. im ersten Semester IS'*/'!* 
(Ind. Lect. W. 18>Vii— S. 1842 incl.) — Hebräische Literatur und EzegcM 
des Alten Testaments. — f am 25. October 1842 zu Berlin. 

Ltcke, Gottfried Christian Friedrich, geb. zu Egeln bei Nagdebarg d. ^.Au- 
gust 1791. — Laut Minist. - Rescr. v. 9. März 1818. — Habil. im J. 1816. 
Ging Ostern 1819 nach Bonn und im Herbst 1827 ; Prof. ord. nidi'Got- 



— 219 — 

tiogen. (Ind. Xect. 18^V"— W. W^io.) — Exegese de« Alten und Netten 
Testament«. — f <*• **• Februar 1855 zu Göttingen. 

Thtlaek, Friedrich Angast Gotttreu, geb. zu Breslau d. 30. Mai 1799. — Laut 
Rescr. y. 9. Juli 1823. — Habil. im Sommeraemester 1821. Nach Halle laut 
Minist. - Rescr. v. 19. December 1825 als Prof. ord. versetzt. (Ind. Lect. S. 
1821 — S. 1824 incl.) — Orientalische Sprachen und Exegese. 

Bleek, Friedrich, geb. zu Lübeck d. 4 Juli 1793. — Laut Rescr. t. 4. No* 
▼ember 1823. — Habil. d. 3. März 1821. (Ind. Lect. 1821—8. U^/w.) — 
I^ut Kab.-Ord. v. 14. December 1828 nach Bonn als Prof. ord. berufen; ver- 
lieCs Berlin zu Ostern 1829. — Exegese des Alten und Neuen Testaments. 
— + den 27. Februar 1859 zu Bonn. 

Hengiienberg, «. ord. Prof. d. theol. Fac. 

Rlldiwald , Georg Friedrich Heinrich , geb. zu Scharnhausen bei Stuttgart d. 
20. Mai 1802. — Laut Rescr. v. 3. März 1830. -• Habil. zu Anfang des 
Sommersemesters 1827. — Nach Bonn versetzt laut Minist.^Reser. v. 28. Ma« 
1831. (Ind. Lect. S. 1827 — S. 1831 incl.) — Kirchengeschichte und Brogese 
des Neuen Testaments. — f den 31. Mai 1849 zu Berlin. 

Beuryi Franz Simon Ferdinand, geb. zu Cassel d. 22. März 1805. — Laut 
Min.*Rescr. v. 9. April 1831. -— Habil. d. 20. December 1828. (Ind. Lect. 
W. 18**/3o bis jetzt; las bis zum Sommersemester 1831 als Privatdocent der 
philos. Facultät ) — Exegese des Alten Testaments und semitische Sprachen. 

YO^, Carl August Traogott, geb. zu Wittenberg d. 16. März 1808. — Laut 
Rescr. v. 1. Juli 1837. — Habil. d. 4. August 1830. (Ind. Lect. W. n^/zi 
— W. 1 8*^/88 incl.) — Wurde laut Kab.-Ord. v. JO. September 1837 nach 
Greifswald berufen als Prof. ord. — Exegese und praktische Theologie. 

Yatke, Johann Carl Wilhelm, geb. zu Behndorf (Reg.-Bez. Magdeburg) d. 14. März 
1806. — Laut Rescr. v. I.Juli 1837. — Habil. d. 4. August 1880. (Ind. 
Lect. W. 18*y3i bis jetzt.) — Biblische Exegese und Religionsphilosophie. 

WeBiAB, Friedrich Gottlob, geb. zu Zeitz d. 26. November 1794. — Laut 
Minist.-Rescr. v. 9. Juli 1838. — Habil. im Februar 1824. (Ind. Lect. S. 1824 
bis jetzt.) — Hebräische und syrische Grammatik; Exegese. 

Piper, Carl Wilhelm Ferdinand, geb. zu Stralsund d. 7. Mai 1811. — Laut 
Minist- Rescr. v. 16. Juni. 1842. — Habil. d. 28. October 1841. (Ind. Lect. 
S. 1841 bis jetzt.) — Kirchengeschichte. Christliche Archaeologle. 

Erbkam, Heinrich Wilhelm, geb. zu Beriin d. 8. Juli 1810. — Laut Rescr. ▼. 
26. März 1847. — Habil. d. 4. Mai 1838. — Nach Königsberg berufen laut 
Rescr. v. 7. October 1847 als Professor ordinär. (Ind. Lect. 18*y89 — W. IS^/w 
incl.) — Biblische Exegese. 

Jteobl, Justus Ludwig, geb. zu Burg d. 12. August 1815. — Laut Minist.- Rescr. 
V. 26. Mai 1847. — Habil. d. 12. October 1841. — Laut Kab.-Ord. v. 14. Juni 
1861 als Prof. ord. nach Königsberg berufen ; gegenwärtig Prof. ord. in Halle. 
(Ind. Lect 18*y43 — S. J861.) — Kirchengeschichte. 

Wattke, Karl Friedrich Adolph, geb. zu Breslau d. 10. November 1819. — 
Laut Kab.-Ord. v. 9. October 1854. — Seit Michaelis 1861 Prof. ord. in Hall«. 
(Il>d. Lect. S. 1856 — 8. 1861 incl.) — Religionsphilosophie und Dogmatik. 

ttrtlfl, Friedrich Adolph, geb. zu Elberield d. I.Juni 1817. — Laut Kab.- 
Ord. Y. 10. JhU 1859. — Habil. d. 7. August 1847. (Ind. Lect. 8. 1848 bis 
|«lili) -*- Biblisehe Archaeologie. Hymnologie. 



— 220 — 

lebier, Carl Ferdinand Hermann, geb. zn Oebisfelde (Reg.-Beg. Ma|fdebiirg) 
d. 25. October 1824. ~ Laut. Kab.*Ord. y. 7. Mai 1860. (Ind. Lact. 18^/si 
bis jetit) — Inspector des Dom-Gandidaten-Stifts xn Berlin. — Bibliache Eiegese. 

4. Privat -Docenten. 

BeUermiAn, s. aul'serord. Prof. d. theol. Fac. 

LttckO, s. anlserord. Prof. d. theol. Fac. 

Sack, s. Prof. faonor. d. theol. Fac. 

ObhauseB, Hermann, geb. zu Oldeslohe in Holstein d. 21. Anguat 1796.— 
Habil. durch Minist.-Rescr. v. 23. Januar 1820. (Ind. Lect. 8. 1820—8. 1821 
incl.) — Wurde im J. 1821 nach Königsberg und später nach Brlmngen all 
I^of. ord. berufen. -~ Exegese des Neuen Testaments. — f za EiliBgea 
d. 4. September 1839. 

Bleek, s. aulkerord. Prof. d. theol. Fac. 

ThoUck, s. aulserord. Prof. d. theol. Fac. 

Breiler, Carl Heinrich, geb. zu Brieg am 19. December 1797. — Habil. im J. 
1822. (Ind. Lect. S. 1822 — W. IS^/as.) — Wurde im J. 1826 ala FlofeMor 
und Prediger nach Schulpforte, im J. 1830 nach Danzig als OoniiBtozialiafh 
und Pastor der Marienkirche berufen. — Exegese des Neuen Teataments 
und christliche Archaeologie. — f zu Danzig am 23. NoTembex 1860. 

Boehmer, Georg Wilhelm Rudolph, geb. zu Burg bei Magdeburg d. 6. Min 1800i — 
Habil. d. 7. Januar 1824. (Ind. Lect. S. 1824— W. 18»/«.) — Im J. 1826 
nach Greifswald und im J. 1832 als Prof. ord. nach Breslau bemfen. — Exe- 
gese des Neuen Testaments und Kirchen geschichte. 

Uhlemann, s. aufserord. Prof. d. theol. Fac. 

Hengstenberg, s. aulserord. Prof. d. theol. Fac. 

Boebl, Georg. — Habil. d. 3. Januar 1825. (Ind. Lect, S. 1826 — 8. 1837 inel) 

— Seit 1827 Prediger in Wansdorf bei Spandau. — Exegese des NeiMB Te- 
staments und Dogmatik. 

Pelt, Ludwig. — Habil. im J. 1827. (Ind. Lect. 8. 1827—8. 1828 inoL) — 
Wurde im J. 1828 nach Greifswald und später nach Kiel berufen; solatit 
Superintendent zu Kemnitz bei Greifswald. — Dogmatik und Elzegese. — 
f auf der Pfarre Kemnitz bei Greifswald den '722. Januar 1861. 

Rheinwald, s. aufserord. Prof. d. theol. Fac. 

V. Gerlach, s. Prof. honor. d. theol. Fac. 

Benary, (F. S. F.), s. aufserord. Prof. d. theol. Fac. 

LommaUsch, Carl Heinrich Eduard, geb. zu Grofsschonau bei Zittau d. 29. Sep- 
tember 1802. - Habil. d 21. März 1829. (Ind. Lect. 8. 1829—8. 1833 tad) 

— Wurde im J. 1832 nach Wittenberg an das Prediger - Seminar bemÜBO. 

— Exegese des Neuen Testaments. 
Yogt, s. aufserord. Prof. d. theol. Fac. 

Yatke, s. au&erord. Prof. d. theol. Fac. -: ■ 

Mayerhoff, Ernst Theodor. — Habil. d. 12. Juli 1831. (Ind. Lect W. 18«/»- 

W. 18V»8 in«"!.) — Exegese des Neuen Testaments. — f den 9..De9mb6r 

1837 zu Berlin. ' : - 

Bauer, Bruno, geb. zu Eisenberg (Altenburg) d. 6. September 1809. — HabU 

d. 15. März 1834. Las bis Michaelis 1839. Von da ab bis Ostern 1848 Fri- 



— 221 — - 

Tatdocent in Bonn ; jetzt in Berlin priyatisirend. (Ind.Lect.Wil8^/3s— S. 1839 
incl.) — Religionsphilosophie und Exegese des Alten Testaments. 

Hasse, Friedrich Rudolph. — Habil. d. 17. März 1834. — Im J. 1836 nach Ghreifo- 
wald, später als Prof. ord. nach Bonn berufen. (Ind. Lect. W. 18'*/33 — 
S. 1836.) — Kirchengeschichte. — f zu Bonn d. 14. October 1862. 

leamaiUI, Carl Paul Ludwig, geb. zu Breslau d. 6. August 1809. — HabiU d. 
22. April 1834. (Ind.Lect.W.18"/35— W.lS'Vs? incl.) — Ging im J. 1837 als 
erster eyangelischer Prediger nach Rio Janeiro und ertrank bei seiner Rück- 
kehr im J. 1844 angesichts des Hamburger Hafens. — Exegese des Neuen Test. 

Löwe, F. A. — Habil. zu Anfang des Sommersemesters 1837. (Ind. Lect. S. 
1837.) — Ging im J. 1838 nach Kiel und lebt gegenwärtig in Hamburg. 

— Exegese des Alten Testaments. 

Philippi, Friedrich Adolph, geb. d. 15. October 1809 zu Berlin. — Hafaii. d. 
29. November 1837. (Ind. Lect. S. 1838— S. 1841.) — Wurde im J. 1841 
nach Dorpat als Prof. ord. berufen; gegenwärtig Prof. ord« in Rostock. — Dog- 
matik und Exegese des Neuen Testaments. 

Erbkani, s. aulserordentl. Prof. d. theol. Fac. 

Jacobl (Just. Ludw.), s. aufeerordentl. Prof. d. theol. Fac. 

Piper, s. au&erordentl. Prof. d. theol. Fac. 

Kabnia, Carl August, geb. zu Greiz d. 22. December 1814. — Habil. d. 3. No- 
yember 1842. (Ind. Lect. S. 1843—8. 1844.) — Im J. 1844 nach Breslau 
berufen; gegenwärtig Prof. ord. in Leipzig. — Kirchengeschichte. 

Schaf, Philipp, geb. zu Chur. ~ Habil. d. 7. December 1842. (Ind. Lect. S. 1843 

— W. 18*3/44 incl.) — Ging im J. 1844 nach Nord-Amerika, woselbst derselbe 
seitdem als Professor am Marshall College in Mercersbourgh, Verein. St., fun- 
girt. — Exegese des Neuen Testaments. 

Reater, Ferdinand Hermann , geb. zu Hildesheim d. 30. August 1817. — Habil. 

d. 16. Februar 1843. (Ind. Lect. S. 1843— S. 1852 incl.) — Wurde am 27. 

März 1852 zum Prof. extraord. in Breslau ernannt. — Am 9. Juni 1855 als 

Prof. ord. nach Greifswald berufen. — Kirchen geschieh te und Dogmatik. 
Chlebns, Johann Wilhelm Rudolph, geb. zu Silberberg d. 15. Januar 1817. — 

Habil. d. 15. Juni 1844. (Ind. Lect. 18*y45— W. 18*V5o.) — Kirchengeschichte. 

— t d. 21. August 1849 zu Berlin. 

Schlottmann , Christoph Wilhelm Constantin, geb. zu Minden d. 7. März 1819. 

— Habil. d. 7. Februar 1847. (Ind. Lect. S. 1847 — S. 1850.) — Ging im 
J. 1850 als Gesandtschafts-Prediger nach Constantinopel (ordinirt d. 27. Ja- 
nuar 1850). Wurde im J. 1854 als Prof. ord. nach Zürich berufen; gsgen- 
wärtig Prof. ord. in Bonn. — Exegese des Alten Testaments. 

Straaft (Friedr. Ad.), s. aufserordentl. Prof. d. theol. Fac. 

Steiameyer, s. ordentl. Prof. d. theoL Fac. 

leamaan, Adolph Wilhelm, geb. zu Cüttrin. — Habil. d. 23. April 1849. (Ind. 

Lect. 18*7jo— W. 18"/58.) — Laut Kab.-Ord. t. 28. Juni 1852 zum Prof. ord. 

in Breslau ernannt. — Exegese des Alten Testaments. 
Raab, Cari Julius Sigismund, geb. zu Berlin d. 12. Januar 1819. — - Habil. d. 

8. November 1849. (Ind. Lect. S. 1850— W. 18*'/m incl.) — Gegenwartig 

Ober-Pfarrer zu St. Nicolai in Potsdam. — Exegese des Neuen Testaments. 
Sahnltl, F. Wilhelm, geb. zu Friesack cL 24. September 1828 (im Ind. Lect. 

S. 1853 fälschlich Schnitze). — Habil. d. 15. Januar 1863. (Ind. Leci S. 1853 



— 222 — 

— S. 1856 iuel. — Laut Rescr. ▼. 14. April 1856 znm Prof. eitimord. in 
Breslau ernannt. — Exegese des Alten Testaments. 

Erdmann, David, geb. in der Neumark d. 28. Juli 1821. — - EMI. d. 23. April 
1853. (Ind. Lect. W. 18^/54 — S. 1856.) — Laut Rescr. y. 31. Mais 1856 
als Prof. ord. nach Königsberg berufen. — Kirohengeschiehte. Patriitik. 

Schieider, Carl Friedrich Theodor, geb. zu Niebusch in Schlesien d. 20. Septem- 
ber 1821. — Habil. d. 27. October 1854. (Ind. Lect. S. 1865—8. 1860). - 
Wurde im J. 1860 als Seminar-Director nach Neuwied berufen. — Kirohen- 
geschiehte und Exegese. 

BachmAnn, Jobannes Franz Julius, geb. zu Berlin d. 24. Februar 1832. — HabiL 
d. 27. Juni 1856. (Ind. Lect. W. I8W/57-W. 18»V»».) — Wurde im Heibit 
1858 als Prof. ord. nach Rostock berufen. — Exegese. 

Länmer, Eduard Ludwig Hugo, geb. zu Allenstein d. 25. Januar 1835. — Hsbfl. 
d. 7. März 1857. (Ind. Lect. 18*758— W. 18"A».) - Schied ans am 15. Oc- 
tober 1858. — Fatristik und Kirchengeschichte. 

Prenfls, Friedrich Eduard, gob. zu Königsberg i. Pr. d. 10. Juli 1834. — Habil. d. 
28. Januar 1859. (Ind. Lect. S. 1859 bis jetzt.) ~ Qrammatiaehe Eikllttlif 
des Alten Testaments. 

Scholle, Ludwig Theodor, geb. zu Beriin d. 27. Februar 1833. (Ind. Leet 
S. 1859 bis jetzt.) — Christologie und Exegese des Neuen Testamenta. 

MitlKh, Friedrich August Bertold, geb. zu Bonn d. 19. Februar 1832. «- HabiL 
d. 16. Juli 1859. (Ind. Lect. W. 18*760 bis jetzt) — Dogmatik und Kirehen- 
geschichte. 

Kruückfeld, Wilhelm Rudolph, geb. zu Beriin d 10. December 1834. — Habil. 
d. 17. Januar 1862. (Ind. Lect. S. 1862.) — Exegese des Alten Tettaments. 

Weingarten, Georg Wilhelm Hermann, geb. zu Berlin d. 12. Hin 1834.— 
Habil. d. 22. Januar 1862. (Ind. Lect. S. 1862.) — Kirehengeaehiehte. 



II. Juristische Facultät. 

1. Ordentliche Professoren. 

Schmalz, Theodor Anton Heinrich, geb. zu Hannover d. 17. Februar 1760. — 
Begann seine Vorlesungen als Prof. ord. am 2. November 1809. (lud» Lect 
W. 18'7ii— S. 1831 incl.) — Römisches und deutsches Recht. StafttavtaSr 
Schäften. — f am 20 Mai 1831 zu Berlin. 

Biener, Friedrich August, geb. zu Leipzig den 5. Februar 1787. — Begaaii üil« 
Vorlesungen im ersten Semester W^/u. (Ind. Lect. W^n-W. n^^n ineL) 
-- Entlassen aus dem Staatsdienst laut Kab.-Ord. vom ö. Juli 1834. — Cri- 
minalrecht und Procefs. — f »>» 2. Mai 1861 in Dresden. 

?. Savigny, Cari Friedrich, geb. zu Frankfurt a. M. d. 21. Februar 1779. — Auf 
Antrag W. v. Humboldt*s vom 1. März 1810 aus Landshut bemjfen. (Ind. 
Lect. 18»Vn-S. 1842 incl.)— Romisches Recht. — t den 26. Oetobef I8«I 
als K. Preufs. Staatsminister a. D. zu Berlin. 



— 223 — 

Bichhorn, Carl Friedrich, geb. zu Jena d. 20. Noirember 1781. — Laut Kab.- 
Ord. y. 4. März 1811. — Der Abschied wurde ihm am 3. December 1816 
ertheilt; ging im J. 1817 als Prof. ord. nach Göttingen, kehrte im J. 1831 
nach Berlin zurück und begann im Sommer 1832 wieder seine Lehrthätig- 
keit an der hiesigen üniYersität. (Ind. Lect. S. 1811— W. W^yj und S. 
1832 — S. 1833 incl.) — Deutsche Rechtsgeschichte. Kirchenrecht. — t d. 

4. Juli 1854 zu Köln. 

Goeschen, Johann Friedrich Ludwig, geb. zu Königsberg i.Pr. d. 16. Februar 1778. 

— Laut Kab.-Ord. vom 11. Februar 1813. — Habil. d. 25. October 1811. — 
Prof. extraord. laut Minist. -Rescr. v. 8. November 1811. — Laut Kab.-Ord. 
y. 19. Januar 1822 entlassen. Nach Gottingen berufen. — (Ind. Lect. W. 
18'yi2— W. 18*Vm incl.) — Romisches Recht. — f d- 25. September 1837 
zu Gottingen. 

Sprk/kmftllll, Anton Mathias, geb. zu Münster d. 7. September 1749. — Laut 
Kab.-Ord. y. 28. Januar 1817 aus Breslau berufen. — (Ind. Lect. S. 1817— 

5. 1829 incl.) — Deutsches Recht. — t den 22. November 1833. 

Hastf, J. C. — Laut Kab.-Ord. v. 2. Juli 1818 aus Jena berufen. — Laut Minist.- 
Rescr. v. 30, Juli 1821 nach Bonn versetzt. — (Ind. Lect. W. IS^Vu — S. 
1821.) — Pandecten und deutsches Privatrecht. 

HtUweg (v. Bethmann- Hollweg), Moritz August, geb. zu Frankfurt a. M. d. 8. 
April 1795. — Laut Kab.-Ord. v. 4. April 1823. — HabiL d. 8. Mai 1819. 

— Prof. extraord. laut Minist. -Rescr. v. 15. März und 27. April 1820. — 
Laut Kab.-Ord. v. 16. Januar 1829 nach Bonn berufen. — (Ind. Lect. W. 
18'V««— W. 18^/«9 incl.) — Römisches Recht und Civilrecht. 

V. L&ncizolle, Cari Wilhelm, geb. zu Berlin d. 17. Februar 1796. ~ Laut Kab.- 
Ord. V. 4. April 1823. — Habil. d. 15. Mai 1819. — Laut Minist. -Rescr. v. 
27. April 1820 zum Prof. extraord. ernannt. — (Ind. Lect. 18*V2o bis jetzt.) 

— Deutsches Recht. 

Kleue, Clemens August Carl, geb. zu Heissum im Hildesheimischen d. 22. De- 
cember 1795. — Laut Kab.-Ord. v. 25. Juni 1826. — Habil. den 21. Juni 
1820. — Laut Minist. Rescr. v. 3. Juli 1823 zum Prof. extraord. ernannt. — 
(Ind. Lect. W. 18'73(~S. 1838 incl.) — Römische Rechtsg^schichte uod 
Criminalrecht. — f am 14. Juli 1838 zu Berlin. 

Htmeyer, Carl Gustav, geb. zu Wolgast d. 13. August 1795. — Laut Kab.-Ord. 
V. 20. Mai 1827. — Habil. gegen Ende d. J. 1821. — Prof. extraord. laut 
Minist. - Rescr. v. 3. November 1824. — (Ind. Lect. S. 1822 bis jetzt.) — 
Deutsches Recht und deutsche Staats- und Rechtsgeschichte. 

6ai8, Eduard, geb. zu Beriin d. 23. März 1797. — Laut Minist.-Rescr. v. II. De- 
cember 1828. — Laut Minist.-Rescr. v. 13. März 1826 Prof. extraord. ~ (Ind. 
Lect. W. 18*/a7— S. 1839 incl.) — Völkerrecht, Criminalrecht, Preußisches 
Recht. — t d. 5. Mai 1839 zu Berlin. 

Heffter, August Wilhelm, geb. zu Schweinitz bei Wittenberg d. 30. April 1796. 

— Laut Minist. -Rescr. v. 8. Februar 1833 aus Halle berufen. — (Ind. Lect. 
8 1833 bis jetzt.) — Strafrecht, Strafprocefs , Völkerrecht. 

laäerff, Adolph August Friedrich, geb. zu Mehringen in Hannover d. 21. März 
1803. — Laut Kab.-Ord. v. 17. September 1833. — Habil. d. 26. April 1825. 

— Laut Rescr. ▼. 13. August 1829 zum Prof. extraord. ernannt. (Ind. 
Lect. W. 18**/t6 bis jetzt) — Römisches Recht. 



— 224 — 

Stlbl, Friedrich Julius, freh: zu München d. 16. Jtnuar 1803. — Laut Kab.-Ord. 
V 5. Octüber 1840 ans Erlan^jren berufeo. ~ (Ind Lect. S. 1841- -W. 18*V6t.) 

— Naturrecht, Kirchcnrecbt, deutsches Staats- und Fnntenrecht — t d. 
10. August 1861 im Bade Brückenau. 

Pnellta, Georg Friedrich, geb. zu Kado1sl)urg in Bayern d. 31. Ang^at 1798. — 
Laut Kab-Ord. v. 16. Juli 1842 aus Leipzig berufen. — (Ind. Lect. W. 18*»/«— 
W. 18**/:6 incl ) — Pandekten und Instistutionen. — t am 8. Janaar 1846 
zu Berlin. 

Heydemann, Ludwig Eduard, geb. zu Berlin d. 18. Mai 1805. -- Laat Kab.- 
Ord. y. 18. October 1845. ~ Habil. d. 19. Februar 1840. — Prof. eztraord. 
laut Mini8t.-Re8cr. v. 23. December 1841. (Ind. Lect. S. 1840 bis jetzt) — 
Natnrrecht, Preufsischcs Recht. 

Richter, Aemilius Ludwig, geb. zu Stolpen (Königr. Sachsen) d. 15. Februar 
1808. — Laut Kab.-Ord. v. 13. März 1846 aus Marburg berufen. (Ind. Lect. 
W. 18**/47 bis jetzt.) — Kanonisches Recht. 

Y. Keller, Friedrich Ludwig, geb. zu Zürich d. 17. October 1799. — Laut Kab.- 
Ord. Y. 25. August 1846 aus Halle berufen. — (Ind. Lect. 8. 1847- 
W. 18^/61.) — Romisches Recht, Civilprocefs. — f zn Berlin am 11. Sep- 
tember 1860. 

Gneilt, Heinrich Rudolph Hermann Friedrich, geb. zu Berlin d. 13. Angnst 1816. 

— Laut Kab.-Ord. t. 28. Juni 1858. — Habil. d. 18. November 1889. — 
Prof. extraord. laut Minist.-Rescr. t. 20. März 1845. — (Ind. Lect. 8. 1840 bis 
jetzt.) — Ciyilrecht, Pandekten. 

Beieler, Carl Georg Christoph, geb. zu Roedemis bei Husum im Herxogthum 
Schleswig d. 2. November 1809. — Laut Minist-Rescr. v. 9. April 1859 ans 
Greifswald berufen. — (Ind. Lect. W. 18»»/6o bis jetzt.) — Dentschea Stuts- 
und Bnndesrecht, deutsches Privatrecht. 

Bmns, Carl Georg, geb. zu Helmstädt d. 24. Februar 1816. — Laut Minist-Rescr. 
V. 10. Juni 1861 aus Tübingen berufen. War zuerst Privatdocent und Prof, 
extraord. in Tubingen, dann Prof. ord. in Rostock, Halle und Tübingen. — 
(Ind. Lect. 18*7© bis jetzt) — Römisches Recht. 

Berner, Albert Friedrich, geb. zu Straufsberg in der Ukermark d. 30. Novem- 
ber 1818. — Laut Minist.-Rescr. v. 28. August 1861. — Habil. d. 10. August 
1844. — Laut Minist-Rescr. v. 19. Mai 1848 zum Prof. extraord. emaont 

— (Ind. Lect. S. 1845 bis jetzt.) — Criminalrecht, Völkerrecht 

2. Professores honorarii. 

Y. ReibniU, Ernst Wilhelm, geb. zu Glogau d. 11. October 1766. — Fröhir 
Geh. Ober-Revisions-Rath, wurde laut Kab.-Ord. v. 28. Januar 1893 zom 
Prof. honor. ernannt. — (Ind. Lect S. 1823— S. 1829 incl.) — Gesandtflehalts- 
recht, römisches Recht. — t d. 17. November 1829. 

3. Mitglieder der Akademie der Wissenschaften. 

Dirksen, Heinrich Eduard, geb. zu Königsberg i. Pr. d. 13. September 1790. - 
Früher Prof. ord. in Königsberg; seit 18^3, laut Kab.*Ord. v. 30. JaU 1838| 
in gleicher Eigenschaft in Berlin , seit dem Sommeraemester 1843 alt Mit- , 
glied der Akad. d. Wiss. an der hiesigen Univers^ität tbätig. — (Ind. Leet. S. 
1834 bis jetzt.) — Römische Rechtsalterthümer. 



225 



4. Aufserordentliche Professoren. 

Schmedding , Jobann Heinrich, geb. zu Münster d. 2. Jali 1774. ~ Las Yom 
Wintersemester 18^7" ^^s incl. Sommersomester 1819. — (Ind. Lect. 18'*/" — 
S. 1819 incl.) — t d. 18. April 1846 zu Berlin als Wirkl. Geh Ober-Regie- 
run gsrath des geistl. Ministeriums. 

Goeschen (J. Fr. L.). s. ord. Prof. d. Jurist. Fac. 

V. Bethmann-Hollweg, s. ord. Prof. d. Jurist. Fac. 

V. LanciKOUe, s. ord. Prof. d. Jurist. Fac. 

Klenze, s. ord. Prof. d. Jurist. Fac. 

lomeyer, s. ord. Prof. d. Jurist. Fac. 

Jarcke, Carl Ernst, geb. zu Danzig d. 10. October 1801. — Laut Minist.-Rescr. 
V. 11. October 1825 als Prof. extraord. von Bonn hierher versetzt. — Auf 
sein Ansuchen entlassen durch Minist. -Rescr. y. t29. October 1832. (Ind. 
Lect. S. 1826— W. IS'Vaa incl.) — Criminalrecht. — f als K. K. Rath der 
Staats-Kanzlei zu Wien am 27. December 1852. 

Gans, s. ord. Prof. d. Jurist. Fac. 

Phillips, George, geb. zu Königsberg i. Pr. — Laut Minist.-Rescr. v. 26. Mai 
1827. — Habil. d. 10. Mai 1826. — Entlassen auf sein Ansuchen laut Minist.- 
Rescr. v. 29. November 1833. (Ind. Lect. 18'*/a7— S. 1833.) — Deutsches 
Recht. — Gegenwärtig Prof. ord. in Wien. 

Radorlf, s. ord. Prof. d. Jurist* Fac. 

Laspeyres, E. Adolph, geb. zu Berlin d. 9. Juli 1800. — Laut Rescr. v. 23. Ja- 
nuar 1830. — Habil. d. 15. Januar 1825. — Laut Minist.-Rescr. v. April 1831 
(das Datum fehlt) nach Halle berufen. (Ind. Lect. W. IS^/n—'W, 18»/»o incL) 
— Gegenwärtig Ober-Appellations-Gerichtsrath in Lübeck. — Kirchenrecht, 
Deutsches Privatrecht. 

R58tell, Friedrich Wilhelm, geb zu Berlin d. 9. October 1799. — Laut Minist- 
Rescr. v. 30. Juni 1832. — Wurde laut Minist.-Rescr. v. 30. April 1847 nach 
Marburg als Prof. ord. berufen. (Ind. Lect. W. IS"/« — S. 1847 incl.) — Kir- 
chen- und Volkerrecht. 

▼. Woringen, Franz Arnold, geb. zu Düsseldorf. — Laut Minist.-Rescr. v. 25. Sep- 
tember 1837. — Habil. d. 2. November 1833 (vorher seit Anfang des J. 1829 
in Heidelberg habilitirt). — Laut Minist.-Rescr. v. 13. April 1843 nach Frei- 
• bürg berufen. (Ind. Lect. S. 1834— S. 1843 incl.) — Deutsches Privatrecht. 
Criminal-Procefs. 
Goeschen, Otto, geb. in Magdeburg d. 10. Juli 1808. — Laut Minist.-Rescr. y. 
23. Mai 1839. — Habil. d. 2. Mai 1833. — Als Prof. ord. nach Halle beru- 
fen laut Minist.-Rescr. v. 28. Juli 1844. (Ind. Lect. W. 18»>/s4-W. IS^Vij 
incl.) — Kanonisches Recht, Criminalrecht und deutsches Privatrecht. 
Heydemann, s. ord. Prof. d. Jurist. Fac. 

?. Richthofen, Cari, geb. zu Damsdorf in Schlesien d. 30. Mai 1811. — Laut 
Rescr. v. 23. März 1843. — Habil. d. 3. December 1842. — Wurde auf sein 
Ansuchen seit dem 1. Juli 1860 entlassen. (Ind. Lect. S. 1843— S. 1860.) 
— Deutsches Recht. 
V. Daniels, Alezander, geb. zu Düsseldorf d. 9. October 1800. — Laut Minist.- 
Rescr. V. 28. Mai 1844. (Ind. Lect. W. 18**/46 bis jetzt.) — ^ Prenssisches 

Recht. Lehnrecht. 

15 



— 226 — 

Gneilt, s. ord. Prof. d. Jurist. Fac. 

Berneri s. ord. Prof. d. jurifit. Fac. 

V. Holtzendorff, Franz Joachim Wilhelm Philipp , geb. zu Yietmansdorf (Uker- 
mark) d. 14. October 1829. — Laut Kah.-Ord. y. 29. December 1860. — 
UabU. d. 3a April 1857. (lud. Lect W. 18>7&i bis jetzt) — Strtfrecht. 

5. Privat- Docenten. 

Mehring, Cari Angnst. — Habii. d. 15. Februar 1811. (Ind. Lect. a 1811- 
S. 1815 incl.) — Romisches Recht, Feudalrecht. 

Relnlcke, Friedrich Wilhelm, geb. zu Spandau. — Ilabil. d. 29. Man 1811. 
(Ind. Lect. W. 18'Vi2-W. 18*Vi7.) — Römisches Recht. 

Goeschen (J. Fr. L.), s. aufserord. Prof. d. Jurist Fac. 

Barkow, August Friedrich, geb. zu Trent auf der Insel Rogen d. 98. Januar 
1791. — Habil. zu Anfang des Wintersemesters 18^7^^* — Ward« im J. 
1819 nach Greifswald berufen. (Ind. Lect lS"/i*iS, 1819.) — t •!« Prot 
ord. in Greifswald d. 4. März 1861. 

Roflberger, Christian Gottfried Wilhelm Moosdorfer, geb. zu Leipzig d. 7. Fe- 
bruar 1786. — Habil. d. I.Mai 1819. (Ind. Lect W. 18»Vto— S. 1838.) - 
Erbrecht, Naturrecht. 

V. Bethmann-Hollweg, s. auiserord. Prof. d. Jurist. Fac. 

V. Lancizolle, s. aufserord. Prof. d. Jurist. Fac. 

Steltzer, Christian Julius Ludwig, geb. zu Salzwedel d. 17. Februar 1758. •* 
Habil. d. 23. September 1819. — War früher Professor in Moskau. (Ind. 
Lect. S. 1820— S. 1830.) — Criminalrecht, Erbrecht 

Kieme, s. aufserord. Prof. d. Jurist. Fac. 

Caplick, Carl Ludwig, geb. zu Berlin d. 12. März 1799. — Habil. sn Snde 
März 1821. Las bis zum Sommersemester 1823 inoL und ging dinn sor 
Ciyilpraxis über. (Ind. Lect W. 18'Vaa— S. 1823 incl.)— Römisches Bedbt, 
Erbrecht — t d. 11. October 1830 zu Berlin. 

Homeyer, s. aufserord. Prof. d. Jurist. Fac. 

Laspeyres, s. aufserord. Prof. d. Jurist. Fac. 

Radorff, s. aufserord. Prof. d. Jurist. Fac. 

Backe, Friedrich Wilhelm Eduard. — Habil. d. 28. April 1825. (Ind. Lect. 
W. 18*V«6 — S. 1826.) — Wurde im J. 1837 nach Königsberg berufen, wo- 
selbst er am 24. September 1846 als Prof. ord. verstorben ist. — Bömisches 
Recht, Pfandrecht. 

Boecking, Eduard, geb. zu Trarbach a. d. Mosel d. 20. Mai 1802. — Habil. im 
Mai 1826. — 1829 nach Bonn berufen. (Ind. Lect W. 18*/af— 8. 1829-)-— 
Romisches Recht 

Phillips, 8. aufserord. Prof. d. Jurist. Fac. 

Pütter, Carl Theodor, geb. in der Stennert bei Hagen, ProY. Westphalen, d. 
3. April 1803. — Habil d. 26. October 1827.'— Wurde im J. 1831 nach Qr^ft- 
wald berufen. (Ind. Lect S. 1828 -W. 18'73s.) — CiTÜrecht, Kiieheniedit 

T. Worilgea, s. aufserord. Prof. d. jnr. Fac. 

Goeschen (0.), s aufserord. Prof. d. jur. Fac. 

Kohlstock, Julius Hans Mansuetus, geb. zu Freien walde a. d. 0. d. 3. September 
1808. — Habil. d. 2. August 1834. (Ind. Lect S. 1835— W. 18»/«) — 



— Wi — 

Jaristische Repetitoria, — f d. 7. Jnli 1861 zu Berlin als Geheimer Jisstiz 
rath a. D. 

Schmidt, Friedrieh Eduard Martin, geb. zu DaDzig den 10. Noyember 1808. -^ 
Habil. d. 6. Januar 1836. (Ind. Lect. 8. 1836 bis jetzt.) — Römisches Recht. 
Civilrecht. Rechtsgeschichte. 

Sebieider, Carl Albert, geb. zu Stralsund im October 1811. -- Habil. d. 6. Ja- 
nuar 1836. (Ind. Lect. S. 1836 — S. 1839.) — Gegenwärtig Gonsistorialrath 
und Justitiar der Regierung zu Breslau. ~ Römisches Recht. 

CoUmann, Julius August, geb. zu Niedergandem d. 19. März 1810. — Habil. 
zu Anfang des Sommersemesters 1837. (Ind. Lect. S. 1837 — S. 1853.) — 
Deutsches Recht. — f zu ßrieg d. 13. November 1855. 

Wasserschiefe en , Friedrich Wilhelm Hermann, geb. zu Liegnitz d. 22. April 
1812. — HahiL d. 3. März 1838. (Ind. Lect. W. I888/39— S. 1841.) —Wurde 
d. 18. August 1841 als Prof. extraord. nach Breslau und am 2. Februar 1850 
nach Halle berufen. Gegenwärtig Prof. ord. in Giefsen. — Encyclopädie, 
deutsche Rechtsgeschichte. Völkerrecht. 

Haeherlin, Carl Franz Wolf Hieronymus, geb. zu Bracht in Hessen d. 4. Sep- 
tember 1813. — Habil. d. 15. Juni 1839. (Ind. Lect. W. 18»»/4o— 18"/52 
incl.) Gegenwärtig Prof. ord. in Greifewald. — Criminalrecht. 

Gneist, s. aufserordentl. Prof. d. jur. Fac. 

Heydemann, s. aufserordentl. Prof. d. jur. Fac. 

▼. Richthofen, s aufserordentl. Prof. d. jur. Fac. 

V. Hadai, Gari Otto, geb. zu Zscherben bei Halle a.d.S. d. 29. März 1809. — 
Früher Prof. extraord. in Halle, dann Prof. ord. in Dbrpat, habilitirte sich 
laut Minist.-Rescr. v. 7. April 1843 in Berlin. (Ind. Lect. W. 18*3/44.) — f 
' als Prof. ord. in Giefsen d. 4. Juni 1850. — Pandekten. 

DieriBg, Rudolph, geb. zu Aurich in Hannover d. 22. August 1818. -rr Habü. 
d. 26. April 1843. (Ind. Lect. W. IS^^/m—S. 1845 incl.) - Seit 1852 Prof. 
ord. in Giefsen. — Römisches Recht. 

Bener , s. aufserordentl.- Prof. d. jur. Fac. . 

Merkel, Johannes, geb. zu Nürnberg d. 1. August 1819. — HabiL d: 14. Januar 
1850. — Wurde im J. 1851 als Prof. extraord. nach Königsberg und später 
als Prof. ord. nach Halle berufen. (Ind. Lect. S. 1850 — S. 1851.) — f ^ 
19. December 1861 in Halle. 

lartens, Otto Wilhelm, geb. zu Danzig d. 30. Januar 1831. — HabiL d. S.Fe- 
bruar 1855. — Schied aus im J. 1857. (Ind. Lect. S. 1855—1857.) Gegen- 
wärtig Priester in der Diöcese Culm. 

Penice, Victor Anton Hubert, geb. zu Halle a. d. S. d. 14. April 1782. — Habil. 
d. 14. April 1856. — Wurde im J. 1857 als Prof. extraord. nach Göttingen 
berufen. (Ind. Lect W. 18*7«»— S. 1857 incl.) — Pandekten. 

?. HeUxesdorff, s. auiserordentl. Prof. d. jur. Fac. 

Wiedillg, Carl Johann Friedrich Wilhelm, geb. zu Tendern d. I.September 
1825. — Habil. d. 20. März 1858. — Wurde im J. 1860 als Prof. ord. nach 
Greifewald berufen. (Ind. Lect. W. 18"/ö9 - S. 1860 in«l.) — Criminalreeht. 
Giyilprocefe. 

hehni, Friedrich Julius, geb. zu Berlin d. 12. April 1830. — Habil. d. 19. April 
1858. (Ind. Lect W. 18^/59 bis jetzt.) — CiTÜprocefs. Deutechea Recht 

Jacob! , Simon Leonhard, geb. zu Königsberg i. Pr. den 17. September 1832. — 

lö* 



— 228 — 

Habil. d. S8. Februar 1859. » Schied ans im Winter 18^/ti. (Ind. Leet 

W. 18»V«>— W. 18*>/«i) - Preo&ische« Recht 
BorneiiailB, Wilhelm neimich Paul, geh, zu Greifswald d. 14. September 1831. 

— Habil. d. 6. Mai 1859. (Ind. Lect. W. 18>*/m bis jetxt.) — Preolsiaches Recht. 
Dove, Richard Wilhelm, geb. zu Berlin d. 27. Febmar 1833. — HabiL d. laiüd 

1859. — Wurde zu Ostern 1862 als Prof. extraoird. nach Tübingen bexnfuL 
(Ind. Lect. W. 18*V««— W. 18«»/« incl.) — Kirchenrecht. 

HinschillS , Fraifk Carl Paul , geb. zu Berlin den 25. December 1835. — Habil. 

d. 10. December 1859. (Ind. Lect. W. 18^/6i bis jetxt) — Kirchenreeht nnd 

Civilprocefs. 
Biron, Julius, geb. d. 1. Januar 1834 zu Festenberg in Schlesien. — Habil. d. 

4. April 1860. (Ind. Lect. W. 18«>/6i bis jetzt.) — Romisches Recht 
Witte, Hermann, geb. zu Breslau d. 22. November 1833. — Habil. d. 8. JodI 

1860. (Ind. Lect. 18<^/6i bis jetzt.) — Römisches Recht 

Dogenkolb, Carl Heinrich, geb. zu Eilenburg d. 25. October 1832. — Habil. d.' 

11. Mai 1861. — Romisches Recht 
RIfler, Peter Octav Alphons, geb. in Lausanne d. 9. Norember 1835. — Habil. 

d. 24. Juni 1862. — Römisches Recht 



in. Medicinische Facultät. 

1. Ordentliche Professoren. 

HafeliAd, Christoph Wilhelm, geb. zu Weimar d. 12. August 1762. — Begann 
seine Vorlesungen am 7. Mai 1810. (Ind. Lect W. 18*7ii— W. l8»/i€ incl.) 

— Pathologie und Therapie. — f d. 25. August 1836 zu Berlin. 

V. Graefe, Carl Ferdinand, geb. zu Warschau d. 8. März 1767. '•— Begann sdne 

Voriesungen im Wintersemester 18^7ii. (Ind. Lect W. 18*Vti— S. 1840 iacl.) 

~ Chirurgie. — f d. 7. Juli 1840 zu Berlin. 
florkel, Johannes, geb. zu Burg auf Femam d. 8. September 1769. — Im 

J. 1810 aus Halle berufen, woselbst derselbe seit d. 11. Angoit 1804 Prof. 

ord. gewesen war. (Ind. Lect. W. I8»7ii-W. 18*«/4t incl.) — Phyriologie. 

— • f zu Berlin d. 16. November 1846. 
Knape, Christoph, geb. zu Wollin an der Randow d. 26. December 1747.— 

Begann seine Vorlesungen im Wintersemester Wyiu (Ind. Lect W. 18*/» 

— W. IS'V'w ißcl.) — Anatomie. — f d. 15. December 1831 sn Beriin. 
Reil, Johann Christian, geb. zu Randen in Ostfriesland d. 20. Febmar 1758.— 

Auf W. y. Humboldfs Antrag y. 5. Februar 1810 snm Prof. ord. ernannt 
(Ind. Lect W. I81711—W. lS^*/u incl.) — Therapie. — + *m lt. No- 
yember 1813 zu Halle. 
Rndolphi, Carl Asnrand, geb. zu Stockholm d. 14. Juli 1771. — Wnide im 
31. März 1810 durch W. y. Humboldt zum Prof. ord. yorgeschlagen and ans 
Greifswald berufen. — Las als Mitglied der Akad. d. Wissenach. im 8ob- 
mersemester 1813 über Botanik. (Ind. Lect W. 18>®/u— W. 18"/« incl) 

— Anatomie. — f am 30. Noyember 1832 zu Berlin. • 



— 229 — 

BarendS, Carl August Wilhelm, geb. zu Anclam d. 19. April 1754. — Laut 

Kab.-Ord. v. 15. Juli 1815 aus Breslau berufen. (Ind. Lect. S. 1816— W. 

18'«/27 incl.) -— Pathologie und Therapie. — f am 1 December 1826. 
Link, Heinrich Friedrich, geb. zu Hildesheim den 2. Februar 1767. — Laut 

Kab -Ord. v. 15. Juli 1815 aus Breslau berufen. (Ind. Lect. S. 1816 — W. 

18''*/5i incl ) — Botanik. — f am 1. Januar 1851 zu Berlin. 
▼.Siebold, Adam Elias, geb. zu Würzburg d. 5. März 1775. — Laut Kab.-Ord. 

V. 25. April 1816 aus Wurzburg berufen. (Ind. Lect. S. 1817— S. 1828 incl.) 

— Geburtshülfe. — f d. 12. Juli 1828 zu Berlin. 

Koreff, Johann David Ferdinand. — Laut Kab.-Ord. v. 8. Juli 1816; früher Mili- 
tair-Arzt. — Aufhören seiner Lehrthätigkeit am 1. October 1825. (Ind. Lect. 
S. 1817— W. 18'V««.) — Physiologie. — f d. 15. Mai 1853 zu Paris. 

Wolfart, Carl Christian, geb. zu Hanau d. 2. Mai 1778. — Laut Kab.-Ord. v. 
7 Februar 1817. — Habil. seit der Eröffnung der Universität. Wird, ohne 
Prof. extraord. gewesen zu sein, zum Prof. ord. ernannt (Ind. Lect. W. W^a 

— S. 1832). — Pathologie und Therapie. — f d. 18. Mai 1832 zu Berlin. 
Htm, Ernst, geb. zu Bra:unschweig d. 24. August 1774. ■— Laut Kab.-Ord. v. 

29. Mai 1821. — War zu Ostern 1804 als Prof. ord. an der Universität 
Wittenberg eingetreten und lehrte seit Gründung der Berliner Universität 
als Privat -Docent an derselben mit Unterbrechung der J. 1811—20. (Ind., 
Lect. W. 18*7ii und 18"/"- W. 18*»/49.) — Pathologie und Therapie. — f 
d. 27. September 1848 zu Berlin. 
Rast, Johann Nepomuk, geb. zu Jauernig in Schlesien d. 5. April 1775. — 
Laut Kab.-Ord. v. 7. Januar 1824. — Wurde, nachdem er am 6. Februar 
1803 zum Prof. ord. in Krakau ernannt war, später General-Divisions-Chi- 
rurgus der preufs. Armee und laut Minist.-Rescr. v. 22. Juni 1818 zum Prof. 
extraord. an der Berliner Universität ernannt. (Ind. Lect W. W^/i9 — W. 18*7*'0 

— Chirurgie. — f d. 9. October 1840 zu Berlin. 

Hafeland, Friedrich, geb. zu Weimar d. 18. Juli 1774. — Laut Kab.-Ord. v. 

20. Juni 1826. — Als Professor der medicinisch- chirurgischen Militair-Aka- 

demie zum Prof. extraord. ernannt laut Minist.-Rescr. v. 1. August 1814. 

(Ind. Lect. W. 18^V«5 — S. 1839 incl.). — Pathologie und Therapie. — f 

d. 21. April 1839 zu Berlin. 
Wagner, Carl Wilhelm Ulrich, geb. zu Braunschweig d. 21. Januar 1793. — 

Laut Kab.-Ord. v. 20. Juni 1826. — Habil. d. 27. Mai 1819. — Laut Rescr. 

V. 13 Januar 1820 zum Prof. extraord. ernannt. (Ind. Lect. W. 18^V»o — 

W. 18*V*T.) — Gerichtliche Medicin. — f z« Beriin d. 4. December 1846. 
OltlB, Emil, geb. zu Weimar d. 25. Mai 1787. — Laut Kab.-Ord. v. 20. Juni 

1826. — Habil. zu Anfang des Wintersemesters 18*V»«- — I^>^* Rescr. v. 

22. Juni 1818 zum Prof. extraord. ernannt. (Ind. Lect. W. 18^7*6— W. 18*V*«-) 

— Materia medica und Balneologie. — f d. 11. Januar 1842 zu Berlin. 
Baiielf , Ernst Daniel August, geb. zu Braunschweig d. 26. December 1778. — 

Laut Kab.-Ord. v. 23. März 1828 aus Marburg berufen. (Ind. Lect. W. 18**/89— 
8. 1838 incl.) — Pathologie und Therapie. Physiologie. — f ^' *• ^^^^ 
1838 SU Berlin. 

I, Dietrich Wilhelm Heinrich, geb. zu Marburg d. 16. März 1788. — Laut 
Kab.'Ord. r. 18. Mai 1829 nach Berlin berufen. — (Am 20. Juni 1817 zum 
Prot cod. in Marburg ernannt.) (Ind. Lect. W. 18»>o— 8. 1860) — Ge- 
hntailfc -- t d. 15. Man 1858 zu Berlin. 



— 280 — 

MtUer, Johannes, geb. zn Gobleni d. 14. Juli 1801. — Laat Minist -Baaer. 
V. 19. April 1833 aus Bonn berufen. (Ind. Lect. W. 18»/j4 - 8. 186« ) — 
Anatomie und Physiologie. — f d. 28. April 1858 sn Berlin. 

Sclüemm, Friedrich, geb. zu Salsgitter in HannoYer den 11. December 1795. •— 
Laut Kab.-Ord, v. 15. Juli 1833. — Habil. als Prosector d. 31. October 1823. 

— Prof. extraord. laut Resor. v. 2. April 1829. (Ind. Lect. S. 182i— S. 1858 
incl.) — Anatomie. — -|- d. 27. Mai 1858 zu Berlin. 

Schultz -Schlltzenstein, Carl Heinrich, geb. zu Alt-Ruppin d. 8. Joli 1798. — 
Laut Kab.-Ord. v. 17. September 1833. — Habil. d. 20. Juni 1822. — Zum 
Prof. extraord. ernannt laut Rescr. y- 15. März 1825. (Ind. Lect. S. 1898 bis 
jetzt.) — Physiologie, Encyclopaedie und Methodologie der Mediein. 

Jttngken, Johann Christian, geb. zu Burg d. 12. Juni 1793. r- Laut Kab.-Ord. 
V. 1. März 1834. — Habil. im Wintersemester 18*7«. — Laut Minist.- 
Rescr. y. 17. Januar 1825 zum Prof. extraord. ernannt (Ind. Lect 8. 1818 
bis jetzt) — Chirurgie. 

Hecker, Justus Friedrich Carl, geb. zu Erfurt d. 5. Januar 1795. — Laut Kab.- 
Ord. y. I.März 1834. — Habil. d. 15. November 1817. — Prof. extnund. 
laut Minist-Rescr. v. 20. October 1822. (Ind. Lect S. 1818—8. 1850.) — 
Geschichte , Encyclopaedie und Methodologie der Medicin. — f la Berlin d. 
11. Mai 1850. 

Schönlein, Johann Lucas, geb. zu Bamberg d. 29. Noyember 1793. — Laut 
Minist.-Rescr. v. 13. August 1839 aus Zürich berufen. — In Buhestand ge- 
treten d. 1. April 1859; lebt gegenwärtig in Bamberg. (Ind. Lect~W. IS^'/m«- 
W. 18^/59 incl.) — Pathologie und Therapie. 

Caaper, Johann Ludwig, geb. zu Berlin d. ll. März 1796. — Laut Kab.-Ord. 
y. 9. October 1839. — Habil. d. 25. März 1824. — Zum Prof. extraord. er- 
nannt laut Rescr. y. 18. Januar 1825. (Ind. Lect W. 18*V25 bis jatat) — 
Gerichtliche Medicin, Receptirkunde , Medicinische Propaedeutik. 

Ehrenberg, Christian Gottfried, geb. zu Delitzsch d. 19. April 1795. — Ltat 
Kab.-Ord. v. 19. October 1839. — Laut Rescr. y. 24. März 1827 zum Proü 
extraord. ernannt. (Ind. Lect.. W. 18^7*8 ^is jetzt.) — Geschieht« der Heil- 
kunde und Physiologie der Infusorien. 

Dieffenbach, Johann Friedrich, geb. zu Königsberg i. Pr. d. 2. Februar 1795. — 
Laut Kab.-Ord. y. 2. October 1840. — Prof. extraord. laut Minist -Be««or. T. 
17. AprU 1832. (Ind. Lect W. I83733— W. 18*748.) — Chirurgie. — + d. 
11. Noyember 1847 zu Berlin. 

litacherlich, Carl Gustay, geb. zu Jeyer d. 9. Noyember 1805. — Laut Kab.- 
Ord. y. 29. April 1844. — Habil. d. 30. September 1834. — Zum Prof. extoiord. 
laut Kab.-Ord. y. 5. December 1842 ernannt (Ind. Lect. S. 1835 bis jetxt) 

— Materia medica. 

Romberg, Moritz Heinrich, geb. zu Meiningen d. 11. Noyember 1795. — Laut 
Kab.-Ord. y. 28. April 1845. — Habü. d. 22. October 1830. -— Laut Minist- 
Rescr. y. 11. Juli 1838 zum Prof. extraord. ernannt. (Ind. Lect. S. 1831 bis 
jetzt.) — Pathologie und Therapie. 

L&ngenbeck, Bernhard Rudolph Conrad, geb. zu Hannoyer den 9. NoYember 
1810. — Laut Kab.-Ord. y. 13. Mai 1848 aus Kiel berufen, woselbst der- 
selbe am 1. April 1842 zum Prof. ord. ernannt war. (Ind. Lect W. 18^/4t 
bis jetat.) — Chirurgie. 




— 281 — 

YirchOW, Radolph Ludwig Carl, geb. zu Schiefelbein den 13. October 1821. ^ 
Laut Kab.-Drd. v. 14. Mai 1856 aus Würzburg berufen. — - Habil. d. ö. No- 
vember 1847. (Ind. Lect. 8. 1848 — W. 18*V5o, und W. iS^/n bis jetzt.) — 
Pathologische Anatomie. 

Reichert, Carl Bogislaus, geb. zu Kastenburg d. 20. December 1811. — Laut 
Minist. -Rescr. v. 18. Juni 1858 aus Breslau berufen. — Eabil. d. 10. Juli 
1841; früher seit d. 1. October 1840 Prosector des anatomischen Instituts. 
"Wurde laut Rescr. v. 3. September 1843 nach Dorpat als Prof. ord. berufen. 
(Ind. Lect. W. 18*^/42 -W. lS*^/u., und W. 18'»/59 bis jetzt.) — Anatomie. 

lartin, Eduard, geb. zu Heidelberg d. 22. April 1809. — Laut Kab.-Ord. v. 
5. Juli 1858 aus Jena berufen. (Ind. Lect. 18^/59 bis jetzt.) — Geburtshnlfe. 

dV Bols-Reymond , Emil Heinrich, geb. zu Berlin d. 7. November 1818. — Laut 
Minist.-Rescr. v. 14. October 1858. — Habil. d. 18. Juli 1846. — Prof. extraord. 
laut Minist.-Rescr. ▼. 5. September 1855. (Ind. Lect. S. 1847 bis jetzt.) — 
Physiologie. 

Frerichl, Friedrich Theodor, geb. zu Aurich in Hannover d. 24. März 1819. — 
Laut Minist.-Rescr. v. 11. Januar 1859 aus Breslau berufen. (Ind. Lect. 
S. 1859 bis jetzt.) — Pathologie und Therapie. Medicinische Klinik. 



LenbVSCher, Rudolph, geb. zu Breslau d. 12. December 1821.— Hielt nach sei- 
ner Rückkehr aus Jena seit dem Sommersemester 1861 Vorlesungen an der 
Universität. — Habil. d. 14. October 1848; ward im J. 1855 nach Jena als 
Prof. ord. berufen. (Ind. Lect. S. 1849 — 18»*/58, und S. 1861— W. 18«Vet.) 

— Pathologie und Therapie. — f <^» 22. October 1861 zu Berlin. 

2. Aufserordentliche Profeßsoren, 

Reich, Christian Gottfried, geb. zu Kaiserssommer bei Wunsiedel d. 19. JuH 

1769. — Begann seine Vorlesungen im Wintersemester W^/n. (Ind. Lect. W. 

18*7ii — W. 18*748 incl.) — Pathologie und Therapie. — f d. 5. Januar 

1848 zu Berlin. 
HnfelaDd, (Friedr.), s. ord. Prof. d. med. Fac. 
Richter, Georg August, geb. zu Göttingen d. 9. April 1778. — Laut Rescr. v. 

22. September 1814. — Habil. seit Ostern 1811. — Wurde laut Rescr. v. 

30. Juli 1821 als Prof. ord. nach Königsberg berufen. (Ind. Lect. W. 18^Via 

— S. 1821 incl.) - Pathologie und Therapie. — f d. 18. Juni 1832 zu Kd- 
nigsberg. 

Rosenthal, Friedrich Christian, geb. zu Greifswald d. 3. Juni 1780. ~ Laut 
Rescr. v. 26. October 1815. .— Hielt als Prosector seit Anfang des Sonimer- 
Semesters 1811 Vorlesungen. — Wurde laut Minisi-Rescr. v. 24. April 1820 
als Prof. ord. nach Greifswald berufen. (Ind. Lect. Ö. 1811 — S. 1819 incl.) 

— Anatomie. — f d. 5. December 1829 zu Greifswald. 

BeriSteiB, Johann Gottlob, geb. zu Saalbom bei Berka im Weimarischen d. 
28. Juni 1747. — Laut Min.-Rescr. v. 22. Februar 1816. — Vorher seit dem 
J. 1806 Lehrer an der Universität Halle. — Habil. an der Berliner Univer- 
sität seit dem Wintersemester 18^/ii. — Las bis Ende des Sommerseme- 
stcTB 1820 and lebte seit 1829 in Neuwied. (Ind. Lect. W. 18^7ii-8. 1820.) 

— €9iirargie. — f d. 12. Maxz 1836 lu Neuwied, 



— 282 — 

Rost, 8. ord. Prof. d. med. Fae. 

Oaaim, s. ord. Prof. d. med. Fac. 

WigAer, (Carl Wilh. Ulr.), s. ord. Prof. d. med. Fac. 

WUdberg, Christian Friedrich Ludwig, geb zu Neu-Strelitz d. 6. Juni 1765.— 
Laut Rescr. y. I.Mai 1820. — Wurde laut Rescr. y. 5. Februar 1821 als 
Prof. ord. nach Rostock berufen. (Ind. Lect. W. 18»>i.) — Gerichtliche Me- 
dicin. — f 

Kluge, Carl Alexander Ferdinand, geb. zu d. 9. September 1782. 

— Laut Min.-Rescr. v. 30. April 1821. (Ind. Lect.W. 18*V^f-S. 1844 ind.) 

— Chirurgie und Geburtshülfo. — f d. 26. Mai 1844 zu Berlin. 
Hecker, (J. Fr. C), s. ord. Prof. d. med. Fac. 

Schubarth, Ernst Ludwig, geb. zu Merseburg d. 8. April 1797. — Laut Bmcl 
Y. 2. NoYember 1824. — Uabil. Anfang Januar 1819. — Wurde laut Minist- 
Rescr. y. 7. Juni 1828 aus der medicinischen in die philosophische Facaltät 
Yersetzt. (Ind. Lect. S. 1819 bis jetzt.) — Materia medica und Chemie. 

Jflngken, s. ord. Prof d. med. Fac. 

Gaaper, s. ord. Prof. d. med. Fac. 

Schultz -Schultzensteln, s. ord. Prof. d. med. Fac. 

Naumann, Moritz Ernst Adolph, geb. zu Dresden d. 7. October 1799. — Laut 
Min.-Rescr. y. 6. October 1825 Yon Leipzig berufen. — Wurde laut Min.- 
Rescr. y. 21. April 1828 als Prof. ord. nach Bonn Yersetzt. (Ind. Lect S. 
1826 — 8. 1828 incl.) — Pathologie und Therapie. 

Ehrenberg, s. ord. Prof. d. med. Fac. 

Kranichfeld, Friedrich Wilhelm Georg, geb. zu Hohenfelde in Thüringen d. 
30. August 1789. — Laut Minist.-Rescr. v. 25. Februar 1828. (Ind. Lect. S. 

1828 bis jetzt) — Augenheilkunde und Ilygiologie. 
Schlemm, s. ord. Prof. d. med. Fac. 

Eck, Gottlieb Wilhelm, geb. zu Freystadt bei Riesenburg in Westpreulaen d. 
5. Januar 1795. — Laut Min.-Rescr. y. 22. Mai 1829. — Habil. d. 24. Sep- 
tember 1819. (Ind. Lect. W. 18^720 — W. 18*8/49.) — Pathologie und The- 
rapie. — f am 9. December 1848 zu Berlin. 

Sundelin, Carl Heinrich Wilhelm, geb. zu Berlin im J. 1791. — Laut Rescr. 
Y. 16. September 1830. — Habil. am Ende d. J. 1826. (Ind. Lect. S. 1887 

— S. 1833 incl.) — Pathologie und Therapie. Materia medica. — f d« 26. Mai 
1834 zu Posen. 

Dieffenbach, s. ord. Prof. d. med. Fac. 

Wolff, Eduard, geb. zu Beriin d. 24. NoYember 1794. — Laut Min.-Rescr. y. 
17. April 1832. — Ohne Habilitation durch Facultats-BeschluT« y. 16. Juli 

1829 als PriYatdocent zugelassen. — Lebt als Prof. emer. 2U Berlin. (Ind. 
Lect. S. 1830 — W. 18*^757.) — Klinische Vorlesungen. 

Trttatedt, Friedrich Lebrecht, geb. zu Berlin d. 1. Februar 1791. — Laut Minist - 
Rescr. y. 16.Mai 1833. - Habil. imMai 1831. (Ind. Lect.W.18»/»4— W.18*'/4i«.) 

— Pathologie und Therapie. — f <^- 1^. NoYember J855 zu Halberstadt 

d' Alton, Eduard, geb. d. 17. Juli 1803 zu St. Goar am Rhein. — Laut Minist.- 
Rescr. Y. 28. Juni 1833. — Habil. d. 10. Juli 1830. — Als Prof. ord. nach 
Halle berufen laut Kab.-Grd. y. 18. September 1834. (Ind. Lect W. 18"/ti— 
W. U^/ii.) — Anatomie und Physiologie. — t d. 25. Juli 1854 su Halle. 
Robert, geb. zu Jena d, 21, Februar 1804. — Laut MiiL-Bescr. t. 



— 288 — 

12. September 1833. — Habil. zu Anfang des Wintersemesters IS*'/«. — 

Anf sein Ansuchen entlassen am I.April 1846. (Ind. Lect. W. 18'*/m — S. 

1846.) -- Pathologische Anatomie. — f d. 14. Juni 1861 zu Weimar. 
Romberg, s. ord. Prof. d. med. Fac. 
Barez, Stephan Friedrich, geb. zu Berlin d. 30. August 1790. — Laut Minist.« 

Rescr, v. 10. Juli 1838. — Habil. d. 13. Januar 1821. (Ind. Lect. 8. 1821 — S. 

1847.) — Kinderkrankheiten. ~ f d. 12. Januar 18ö6 zu Berlin. 
Ideler, Carl Wilhelm, geb. zu Wentwisch bei Perleberg d. 25. October 1795. — 

Laut Minist. -Rescr. y. 13. December 1839. — Habil. d. 24. August 1831, 

(Ind. Lect. S 1832 — W. 18«76i.) — Geisteskrankheiten. — f d- 29. August 

1860 zu Kumlosen. 
litscherlich, (Carl Gustay), s. ord. Prof. d. med. Fac. 
Schmidt, Joseph Hennann, geb. zu Paderborn d. 13. Juni 1804. '— Laut Minist.- 

B,escr. Y. 17. Juni 1844 aus Paderborn berufen. (Ind. Lect. 18*V« — S. 18620 

-^ Geburtshnlfe. — f d. 15. Mai 1852 zu Berlin. 
Troschel, Maximilian, geb. d. 19. März 1805 zu Berlin. — Laut Kab.-Ord. y. 

24. Juni 1844. — Habil. d. 26. October 1833. (Ind. Lect. S. 1834 bis jetzt.) 

— Chirurgie. 

BOhm, Ludwig, geb. zu Hanau d. 22. Januar 1811. — Laut Kab.-Ord. y. 11. Oc- 
tober 1845. — Habil. d. 10. Juli 1841. (Ind. Lect. W. 18*»/« bis jetzt.) — 
Augenheilkunde. 

Peters, s. ord. Prof. d. philosoph.' Fac. 

du Bois-Reymond , s. ord. Prof. d. med. Facultät. 

Heckel von Hemsbach, Heinrich, geb. zu Bern 1821. — Laut Rescr. y. 4. Ja- 
nuar 1856. — Habil. d. 8. Juni 1852; früher Privat-Docent in Halle. (Ind. 
Lect. 18*V*» — W. 18"/56. — Pathologische Anatomie. — + d. 30. Januar 
1856 zu Berlin. 

V.BaereilspniBg, Friedrich Wilhelm Felix, geb. zu Berlin d. 30. März 1822. — 

— Min. -Rescr. y. 15. August 1857. — Habil. d. 3. November 1853, Yorher 
Privat-Docent in Halle. (Ind. Lect. S. 1854 bis jetzt.) — Hautkrankheiten, 
syphilitische Krankheiten. 

f. Graefe, Friedrich Wilhelm Ernst Albert, geb. zu Berlin d. 22. Mai 1827. — 
Laut Minist.-Rescr. v. 30. April 1857. — Habil. d. 27. April 1852. (Ind. Lect. 
W. 18*Vm his jetzt. — Augenheilkunde. 

Traube, Ludwig, geb. zu Ratibor d. 12. Januar 1818. ~ Laut Minist. -Rescr. 
v. 15. August 1857. — Habil. d. 24. October 1848. (Ind. Lect. S. 1849 bis 
jetzt. — Pathologie und Therapie. 

Heaocll, Eduard Heinrich, geb. zu Berlin d. 16. Juli 1820. ~ Laut Kab.-Ord. 
Y. 28. August 1858. — Habil. d. 19. April 1850. (Ind. Lect. W. 18«>/öi bis 
jetzt.) — Kinderkrankheiten. 

Remak, Robert, geb. zu Posen d. 26. Juli 1815. -* -Laut Kab.-Ord. v. 19. Ja- 
nuar 1859. — Habil. d. 14. October 1847. (Ind. Lect. S. 1848 bis jeUt.) 

— Klinische Uebungen. 

Lieterkthn, Nathanael, geb. zu Barby a. d. Elbe d. 8. Juli 1823. ~ Laut Kab.- 
Ord. v. 28. Mai 1862. -> Habil. d. 30. October 1858. (Ind. Lect S. 1859 bii 
jetzt.) — Anatomie. 

Girtt, Ernst Julius, geb. zu Beriin d. 13. September 1825. — Laut Kab.-Oid. 
Y. 19. JnU 1863. -^ Habü. d. 18. November 1853. (Ind. Lect. S, 1854 bis 
jetzt.) — Chinurgie. 



234 — 



3. Privat -Docenten. 

Bemteln, s. anfserord. Prof. d. med. Facnltät. 

Friedlinder, N. J. — Habil. seit dem Wintersemester W/it. (Ind. Lect. W. 

18»7!i— 8. 1830.) — Gebartskunde. — t d 9. August 1830. 
Honi, (E.), 8. ord. Prof. der med. Fac. 
Kohlrauseh, Heinrich. — Habil. im Wintersemester IS^Vii. (Ind. Leoi. W. 18**/ii 

— W. 18"/it incl.) — Geburtshülfe. 

RecUeben, Johann Dietrich, geb. za Tangermnnde 1766. — AIb Pri?at-Dooeat 
im \Vintersemestor W^n bereits aufgeführt. (Ind. Lect. 18^^/ii— 8. 1851.) 

— Thierheiikunde. — f d. 13. April 1851 zu Berlin. 

Staberoh, Johann Heinrich Julius, gcb zu Berlin d. 10. August 1785. <- Be- 
gann seine Vorlesungen im Wintersemester 18^®/ii. (Ind. Leot. 18*7ii~* 
8. 1811 incl.) — Materia medica. — f zu Berlin d. 23. April 1857. 

Wolfort, s. ord. Prof. d. med. Fac. 

Flemming , F. F. — Begann seine Vorlesungen zu Anfang des SommeiMmesters 
1811. (Ind. Lect. 8. 1811-8. 1813 incl.) — Augenheilkunde. 

Nasse, Christoph Friedrich, geb. zu Bielefeld d. 18. April 1778. — Lrt im Born- 
mersemester 1811 als Privat- Docent aufgeführt. — Wurde im Herbsl 1811 
nach Bonn berufen. (Ind. Lect. 8. 1811.) — Geburtskunde. — f zu Matbnig 
d. 18. April 1851. 

Rosenthal, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Sigwart (im Ind. Lect. fälschlich 8iegwart), Georg Carl Ludwig, geb. fea Tü- 
bingen d. 24. October 1784. — Habil. zu Anfang des Wintersemesters 18**.'ii 
in der philosoph. Facultät; trat seit dem Sommersemester 18 tl xnr medi- 
cinischen Facultät über. ~ Seit 1818 Prof. extraord. in Tfibingea. (Ind. 
Lect. 8. 1811—8. 1813 incl.) — Chemie. 

Osann, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Richter, s. aufeerord. Prof. d. med. Fac. 

Russe, Christ. Friedrich Heinrich, geb. d. 20. Januar 1791. — Habil. zu AafiuDg 
des Wintersemesters 18"/i7.) (Ind. Lect. W. 18>Vi7-W. IS^/^u) — Lebte 
später als Arzt und Medicinalrath zu Berlin. — Augenheilkunde. — f d. 
22. März 1861 zu Berlin. 

Hecker (J. Fr. C ), s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Jflngken, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Roehr, Carl Eduard, geb. zu Berlin d. 12. April 1793. — Habil. an Anhng des 
Wintersemesters W^is, (Ind. Lect. W. 18"/i»— S. 1827.) — Pathologie 
und Therapie. — t zu Berlin d. 6. April 1847. 

Schubarth, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Hemprich, Wilhelm, geb. zu Glatz d. 24. Juni 1796. — Habil. d. 1. Mai 1819. 
(Ind. Lect. W. 18'V2o und 8. 1820.) — Physiologie. — f an Massana im 
Habesch d. 30. Juni 1825. 

' (Carl Wm. ülr.), s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

K s. aulserord. Prof. d. med. Fac. 

' I er, Carl Ignatz, geb. d. 24. Juli 1796. — Habil. im Novembor 1819. 
(J . Lect. S. 1820— W. 18^/ts.) — Scheidet ans im September 1882, geht 



— 385 — 

nach Stettin and lebt gegenwärtig als Medicinalrath in Oppelti. -* Patho- 
logie, Diätetik. 

Barei, s. au&erord, Pnrf. d. med. Fac. 

Schlemm, s. anfserord. Prof. d. med. Fac. 

Oppert, Carl Gustav Theodor, geb. zu Potsdam d. 18. December 1793. — Habii. 
im October 1821. (Ind. Lect. 8. 1822-8. 1844 incl.) — Pathologie und 
Therapie. — f zu Berlin d. 25. April 1844. 

SchQltl'Schnltzenstein, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Casper, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Sundelin, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Brandt, Johann Friedrich, geb. zu Jüterbogk d. 25. Mai 1802. — Habil. d. 4. Juli 
1827. (Ind. Lect. W. 18«^/28 — 8. 1831.) — Wurde im J. 1831 als Mitglied 
der Akad. d. Wiss. nach St. Petersburg berufen. — Physiologie. 

▼. Siebold, Eduard Caspar Jacob, geb. zu Würzburg d. 19. März 1801. — Habil. 
zu Anfang des Wintersemesters 18^/m. — Wurde im J. 1829 nach Marburg 
als Prof. ord. berufen, im J. 1833 nach Göttingen. (Ind. Lect. W. 18«^/28 
bis W. 18*V»o inci-) — Chirurgie und Geburtskunde. — f d- 27. October 
1861 zu Göttingen. 

Damerow, Heinrich Philipp August, geb. zu Stettin d. 28. December 1798. — 
Habil. im Januar (?) 1827. (Ind. Lect. W. 18»^/38-S. 1830 incl.) — Wurdla 
im J. 1830 nach Halle als Prof. ord. berufen. — Psychiatrie. 

Hesse, Johann Friedrich Wilhelm, geb. zu Sandan, Reg. -Bez. Magdeburg, d. 
16. Februar 1782.— Habil. d. 14. December 1827. (Ind. Lect. 8. 1828 -W. 
18'V3t.) - Zahnheilkunde. — i d, 31. Juli 1832 zu Berlin. 

Ratzeburg, Julius Theodor Christian, geb. in Berlin d. 16. Februar 1801. — 
Habil. d. 12. NoYember 1828. (Ind. Lect. S. 1829—8. 1830 incl.) — Wurde 
im J. 1831 nach Neustadt - Eberswalde an die Forst -Akademie als Professor 
benifen. — Pharmakologie. 

Wolft Eduard, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

d'Alton, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Hmh, Carl Friedrich Wilhelm Theodor, geb. zu Braunschweig d. 17. Februar 
1803. - Habil. d. 30. October 1830. (Ind. Lect. 8. 1848 — W. 18**/5S tncl.) 

— Gegenwärtig Geh. Medicinal-Rath und vortragender Rath im Ministerinm. 

— Gerichtliche Medicin. 

Becker, Friedrich Wilhelm, geb. zu Höxter d. 24. April 1805. — Habil. d. 16. 
November 1830 (Ind. Lect. 1831 — 8. 1834.) — Pathologie und Therapie. 

— t d. 22. Juni 1834. 

Romberg, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Graefe, Eduard Adolph, geb. zu Pulsnitz (Ober -Lausitz) d. 10. Mai 1794. — 
Habil. d. 19. März 1831. (Ind. Lect. W. 18«V33-8. 1848.) - Chirurgie, 
Augen- und Zahnheilkunde. — f tn Posen als Stabsarzt. 

TrttSiedt, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Ideler (Carl Wilhelm), s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Aagtlsteln, Cari, geb. zu Nordhausen d. 14. Juni 1799. - Habil. d. 10. October 

1831. (Ind. Lect. 8. 1882 bis jetzt.) — Chirurgie. 

DaiB, Edmund Otto, geb. zu Danzig d. 22. November 1805. — Habil. d. 3. April 

1832. (Ind. Lect. W. I8M/33— W. 18*7«) - Pathologie und Therapie. — 
t d. 4. November 1851 zu Berlin. 



— 236 — 

AsohMTSOn, Ferdinand Moritz, geb. d. 29. März 1798 zn Fürth. — HabiL d. 
12. Juli 1832. (Ind. Lect. S. 1833 bis jetzt.) — Physiologie, Toxicologie. 

Phoebus, Philipp, geb. in Märkisch Friedland d. 27. Mai 1804. — Habil. d. 
28. NoYember 1832. (Ind. Lect. S. 1833— W. 18"'/8«.) — Wurde im J. 1888 
nach Qiefsen bernfen, woselbst derselbe seit 1843 zum Prof. ord. und Dinc- 
tor des pharmakologischen Instituts ernannt wurde. — Pharmakologie. 

Nicolai, Johann August Heinrich, geb. zn Kneitlingen im Braunschweigischen 
d. 10. Januar 1797. ^ Habil. d. 15. October 1832. (Ind. Lect. 8. 1833 bis 
jetzt.) — Gerichtliche Medicin. 

Froriep, s. aufsererd. Prof d. med. Fac. 

Wilde, Friedrich Adolph, geb. zu Frankfurt a. 0. d. 17. März 1801. — HtblL 
d. 16. Februar 1833. (Ind. Lect. W. 1833/34— W. 18*V5».) — Frauenkrank- 
heiten, Geburtshülfe. — f zu Berlin i. J. 1851. 

Isensee, Ludwig Theodor Emil, geb. zu Gothen d. 14. September 1807. — Habil. 
d. 8. October 1833. (Ind. Lect. S. 1834-S. 1845.) — Pathologie, Therapie, 
gerichtliche Medicin. — f i°^ J* 1845, ertrunken im Genfer See?? Soll 
als Leibarzt des Kaisers Soulouque in neuester Zeit gestorben sein. 

TroSGhel, Max, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Hlt8€herlich, Carl Gustav, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Henle, Friedrich Gustav Jacob, geb. zu Fürth d. 19. Juli 1809. -^ HaUL d. 
5. December 1837. (Ind. Lect. S. 1838—8. 1840 ind.) — Wurde im J. 1840 
nach Zürich berufen ; gegenwärtig Prof. ord. in Gottiogen. — Anatomie« 

Reichert, s. ord. Prof. d. med. Fac. 

Boehm, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Schoeller, Julius Victor, geb. zu Düren d. 14. Januar 1811. — Habil. d« 89. 
October 1841. (Ind. Lect. W. 18"/43 bis jetzt.) — Geburtshülfe. 

Simon, Karl Gustay Theodor, geb. zu Berlin d. 2. Noyember 1810. — Habil. d. 
5. Februar 1844. (Ind.Lect.S. 1844 -S. 1855 incl.) — Pathologie u. Therapie, 
Hautkrankheiten, Syphilis. — f <^' H* Mai 1857 zu Schweizerhof bei Berlin. 

Ebert, Hermann Friedrich Ludwig, geb. zu Berlin d. 1 Juni 1814. — HabiL d. 
4. Januar 1845. (Ind. Lect. S. 1845 bis jetzt.) — Frauen- und Kinder- 
krankheiten. 

Lauer, Gustay Adolph, geb. zu Wetzlar d. 10. October 1808.- — HabiL d. 15. 
März 1845. (Ind. Lect. W. 18"/« bis jetzt.) — Chirurgie, gerichtliehe Medioin. 

Brücke, Ernst Wilhelm, geb. zu Berlin d. 6. Juni 1819. — Habil. d. 31. De- 
cember 1845. — Wurde im J. 1847 nach Königsberg und später nach Wien 
berufen. (Ind. Lect. S. 1846— W. 18*7*« incl.) — Anatomie und Physiologie. 

du Bois-Reymond, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

VirchOW, s. ord. Prof. d. med. Fac. 

Remak, s. auüserord. Prof. d. med. Fac. 

Leubuscher, s. ord. Prof. d. med. Fac, am Schlufs. 

Hflnter, Johann Andreas Heinrich August Julius, geb. zu Nordhansen d. 14. No- 
yember 1815. — Habil. d. 19. December 1848. — Wurde im J. 1860 nach 
Greifswald als Prof. ord. d. phil. Fac. berufen. (Ind. Lect. S. 1849.) — Botanik. 

Reinhardt, Benno Ernst Heinrich, geb. zu Neu-Strelitz d. 14. Mai 1819. — 
Habil. d. 14. October 1848. (Ind. Lect. S. 1849 -S. 1852.) -- Pathologie. 
— t d. 11. März 1852 zu Berlin. 

Traube, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 



— 287 — 

Feten, s. auHserord. Prof. d. med. Fac. 

Credi, Carl Siegmund Franz, geb. za Berlin d. 23. December 1819. — Habil. 

d. 24. November 1849. — Wurde 1856 als Prof. ord. nach Leipzig berufen. 

(Ind. Lect. S. 1850-W. n^ßu) — GeburtsMlfe. 
Henoch, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 
Busch, Wilhelm Carl, geb. zu Marburg d. 5. Januar 1826. — Habil. d. 16. März 

1S52. — Wurde im J. 1855 als Prof. extraord. nach Bonn yersetzt; jetzt 

Prof. ord. daselbst. (Ind. Lect. W. 18"/58-W. ««/se) — Chirurgie. 
Friedberg, Hermann Wilhelm, geb. zu Rosenberg in Schlesien d. 5. Juli 1817. 

— Habil. d. 19. April 1852. (Ind. Lect. W. IS'^Väa bis jetzt.)— Gerichtliche 
Medicin, Chirurgie. 

f. Graefe, Fr. Wm. Ernst Alb., s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 
Heckel ▼. HemslNICh, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Wagner, Carl Ernst Albert, geb. zu Berlin d. 3. Juni 1827. — Habil. d. 30. Sep- 
tember 1852. — Wurde im J. 1853 an das Krankenhaus in Danzig bemfen. 

(Ind. Lect. S. 1853.) — Gegenwärtig Prof. ord. in Königsberg. — Chirurgie. 
Teit, Alois Constantin Conrad Gustav, geb. zu Leobschütz in Schlesien d. 3. 

Juni 1824. — Habil. d. 18. Februar 1853. — Wurde im J. 1865 als Prof. 

ord. nach Rostock berufen. (Ind. Lect. W. 18"/54— W. 18"A5.) — Geburtshülfe. 
Hejer, Joseph, geb. zu Stralsund d. 14. Juli 1818. — Habil. d. 29. Apiü 1858. 

(Ind. Lect. W. IS"/»* bis jetzt.) — Pathologie und Therapie. 
T. Baerenspnmg, s. ausserord. Prof. d. med. Fac. 
Vecker, Friedrich Wilhelm Carl, geb. zu Berlin d. 8. Mai 1827.— Habil. d. 14. 

October 1853. — Wurde im J. 1857 als Prof. ord. nach Marburg bemlsii'; 

gegenwärtig in München. (Ind. Lect. S. 1854— W. 18*'/"-) — Geburtskunde. 
Gnrlt, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 
BiUroth, Christian Albert Theodor, geb. zu Bergen auf Rügen d. 26. April 1829. 

— Habil. d. 16. Februar 1856. — Wurde im J. 1859 nach Zürich berufeo. 
(Ind. Lect. W. 18*«/57-W. 18"/6o.) — Chirurgie. ' 

Schllltie, Bernhard Sigismund, geb. zu Freiburg im Breisgau d. 29. Deceiaber 

1827. — Habil. d. 9. Juli 1856. — Wurde zu Michaelis 1858 als Prof. extraord. 

nach Jena berufen. (Ind. Lect. S. 1857--W. IS^^/ss.) - Geburtshülfe. 
Ziemssen, Ludwig Wilhelm, geb. zu Greifswald d. 29. October 1821. — Habil. 

d. 15. Aprü 1856. — Schied aus im Herbst 1861. (Ind. Lect. W. IS'^/s? 

bis S. 1861 incl.) — Geschichte der Medicin. 
Hoppe (E. F. J.), s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 
Heyer, Ludwig, geb. zu Bielefeld d. .27. December 1827. — Habil. d. 9. Januar 

1858. — Gegenwärtig dirigirender Arzt des allgemeinen Krankenhauses 

in Hamburg, Irrenabtheilung. (Ind. Lect. S. 1858 — W. 18*«/6f ind)* — 

Psychiatrie. 
Fflflger, Eduard Friedrich Wilhelm, geb. zu Hanau d. 7. Juni 1829. — Habil. 

d. 27. März 1858. — Wurde laut Minist. -Rescr. y. 13. April 1859 als Prot 

ord. nach Bonn berufen. (Ind. Lect. W. 18*V69— S. 1859.) — Physiologie. 
Fappenhelm, Louis, geb. zu Oppeln d. 25. November 1818. — Habil. d. 30. Juli 

1858. (Ind. Lect. S. 1859 -W. 18*»/«o) — Gegenwärtig Reglern ngs-Medi- 

cinal-Rath zu Arnsberg. — Gerichtliche Medicin. 
UUer, August, geb. zu Neuhaldensleben d. 11. August 1810. — Habil. d. 31. JaU 

1858. (Ind. Lect. 8. 1869 -W. 18'®/«i.) — Wurde im J. 1860 lumPiotord. 

in Königsberg ernannt; yerliefs Berlin zu Ostern 1861. — Anatomie. 



— 288 — 

Ra? Oth, Friedrich Wilhelm Theodor, geb. sn Penzlin in Meklenbirgf d. 30. Aagut 

1816. — Habil. d. 11. October 1858 (Ind. Lect. 8. 1859 bis Jetst) — 

Chirurgie. 
Ueberktthn, s. anfserord. Prof. d. med. Fac. 
BergSOn, Joseph, geb. za Warschau d. 9. NoYember 1813. — Habil. cL 14. Hai 

1860. (Ind. Lect. W. 18^/6o bis jetzt) — Pathologie und Therapie, Be- 

ceptirkunde. 
Helfft, Hermann Ludwig, geb. zu Berlin d. 24. Mai 1819. — Habil. d. 81. Man 

1859. (Ind. Lect. W. 18*7«> bis jetzt.) — Balneotherapie. 
Kristeller, Samuel, geb. zu Xionz (Proy. Posen) d. 26. Mai 1820. — HabiL d. 

30. Juni 1860. (Ind. Lect. W. n^jüx bis jetzt.) — Geburtslehre. 
Valentiner, Wilhelm, geb. zu Neustadt in Holstein d. 9. Februar 1830. — HaML 

d. 24. April 1860. (Ind. Lect. W. 18<^/6i bis jetzt.)— Balneologie und Bal- 
neotherapie. 
Erhard, Cari Friedrich Julius, geb. zu Beriin d. 29. Juli 1826. — Habil. d. 

20. März 1861. (Ind. Lect. S. 1861 bis jetzt.) — Ohrenheilkunde. 
Schweigger, Cari Ernst Theodor, geb. zu Halle a. d. S. d. 29. October 1830. -* 

Habil. d. 16. August 1860; früher Privatdocent in Halle. (Ind. Lect. W. 18*7«.) 

— Augenheilkunde. 
Wagener, Guido Richard, geb. zu Beriin d. 12. Februar 1822. — HabiL d. %* 

März 1861. (Ind. Lect. W. IS^'/et bis jetzt) — Eingeweidelehre. 
Uman, Wilhelm Christ. Ludwig Leopold Carl, geb. zu Berlin d. 16. Febiuar 

1818. — Habil. d. 24. Juni 1861. (Ind. Lect. S. 1862.) — Gerichtliehe HedSeia» 
Westphal, Otto, geb. zu Beriin d. 23. März 1833. — Habil. d. 9. December 1861. 

(Ind. Lect. S. 1862.) — Psychiatrie. 
Älbrecht, Heinrich Wilhelm Eduard, geb zu Berlin d. 2. September 1838. — 

Habil. d. 9. December 1861. — Zahnheilkunde. 
Lewin, Georg Richard, geb. zu Sondershausen d. 19. April 1820. — Habil. d. 

26. März' 1862. 
Maik, Hermann, geb. zu Posen d. 3. Februar 1839. — Habil. d. 23. Jntt 1862. 



IV. Philosophische Facultät. 

1. Ordentliche Professoren. 
Fichte, Johann Gottlieb, geb. zu Bammenau in der Oberlausitz d. 19. Mai 1762. 
— Begann seine Vorlesungen am 5. December 1809. -- Durch Kah.<*Ord. t. 
30. Mai 1810 zum Prof. ord. an der Universität ernannt. (Ind. Lect, IS'^A* 
bis W. 18>7i4.) — t zu Berlin d. 27. Januar 1814. 
Erman, Paul, geb. zu Berlin d. 29. Februar 1764. — Laut Kab.-Ord. t. 30. Mai 
1810. (Ind. Lect. 18^Vn-W. 18*^/48); wurde später durch Krankheit if ff 
hindert, seine Vorlesungen fortzusetzen. — Meteorologie und Phyaik. — t 
d. 11. October 1851 zu Berlin. 

, Johann Gottfried, geb. zu Breslau d. 19. Juli H — 
riesungen am 7. Mai 1810, wurde Prof. ord. am 4. ( 






-^ 



— 2a9 — 

her Prof. <kr Cameralwissensch. in Königsberg, fieit 1908 Staatiratfa und 
Mitglied der Gewerbeabtheilung im Ministerium des Innorn). Schied aus zu 
Ostern 1816. (Ind. Lect. 18 7i! -W^u incl.) — Trat laut Minist. -Rescr. 
V. 3. April 1821 wieder als Prof. ord. ein. (Ind. Lect. W.18«Vtt-W.1836/a6). 

— Nationalökonomie. — f zu Berlin d. 12. November 1847. 

Wolf, Christian Wilhelm Friedrich August, geb. zu Hainrodo bei Nordhausen 
d. 15. Februar 1759. — Begann seine Vorlesungen am 18. November 1809. 
(Ind. Lect. W. 18*7i! als Prof. ord.; S. 1811— S. 1824 als Mitglied der Akad. 
d. Wiss.) — Classische Philologie. — f d- ö- August 1824 zu Marseille. 

Boeckh, Augost, geb. zu Carisruhe d. 24. November. 1785. — Laut Kab.-Ord. 
V. 4. September 1810 aus Heidelberg berufen, begann seine Vorlesungen im 
Sommersem. 1811. (Ind. Lect. W. 18'V>» Ws jetzt.) — Classische Philologie. 

Heindorf, Ludwig Friedrich, geb. zu Berlin d. 21. Sept. 1774. — Begann seine Vor- 
lesungen im Winter -Semester W^ii und wurde zu Michaelis 1811 nach 
Breslau und später nach Halle als Prof. ord. versetzt. (Ipd. Lect. W. W^it 
— S. 1811.) — Classische Philologie. — t <J. 23. Juni 1816 zu Halle. 

Birt, Aloys, geb. zu Bella in Baden d. 27. Juni 1759. ~ Begann seine Vorle- 
sungen im Wintersemester 18*7"- (Ind. Lect. W^n-W. 18**/86; von da ab 
bis zu seinem Tode durch Krankheit verhindert). — Alterthumswissenschaft, 
Kunstgeschichte. — f am 29. Juni 1837. 

Kltproth, Martin Heinrich, geb. zu Wernigerode d. 1. December 1743. — Frü- 
her Lehrer an der Königlichen Artillerieschule, wurde im J. 1810 zum Prof. 
ord. an der neubegrfindeten Universität berufen (vorgeschlagen durch W. 
V. Humboldt am 9. März 1810). (Ind.Lect.W.18»7ii--S. 1815inol.) - Chemi^. 

— t d. 1. Januar 1817 zu Berlin. 

OltaaBBI, Jabbo, geb. zu Wittmund in Ostfriesland d. 18. Mai 1783. — Wurde 
auf Vorschlag W. v. Humboldt's v. 31. März 1810 aus Paris nach Berlin als 
Prof. ord. berufen , lehnte aber am 20. August 1812 (laut Minist. - Rescr. v. 
24. September 1812) die noch nicht angetretene Professur ab; im Ind. Lect. 
vom W. 18»7ii— S. 1812 jedoch verzeichnet. — Wurde laut Kab.-Ord. v. 28. Aug. 
aus Wittmund in Ostfriesland wieder ab Prof. ord. berufen (Ind. Lect. 1825 — 
W. IS^/u.) — Angewandte Mathematik. — t d. 27. Nov. 1833 zu Berlin. 

Trtlles, Johann (reorg, geb. zu Hamburg d. 15. October 1763. — Durch Kab.- 
Ord. V. 30. Mai 1810 berufen. (Ind. Lect. W. 18^/11— S. 1822.) — Physik 
und höhere Mathematik. — t <^* ^Vi^. November 1822 in London. 

Willdenow, Carl Ludwig, geb. zu Berlin d. 22. August 1765. — Laut Kab.-Ord. 
V. 30. Mai 1810. (Ind. Lect. W. 18»7ii — 8. 1812.) — BoUnik. — t d- 10. 
Juli 1812 zu Berlin. 

Rflhs, Friedrich Christian, geb. in Greifswald d. 1. März 1780. — Wurde im 
September 1810 aus Greifswald berufen. (Ind. Lect W. 18»7ii— W. 18»V«o 
incl.) — Geschichte. — t d. 1. Februar 1820 zu Florenz. 

Weifs, Christian Samuel, geb. zu Leipzig d. 26. Februar 178a — Begann seine 
Vorlesungen im 1. Semester Wyn (Ind. Lect. W. 18»7ii-W. 18»«/57.) — 
Mineralogie. — f d. 1. October 1856 in Eger. 

Uchtensteill, Martin Hinrich Carl, geb. zu Hamburg d. 10. Januar 1780. — 
Laut Minist. -Rescr. v. 6. März 1811. — Habil. W. 18*7ii. (Ind. Lect W. 
18>7ii— W. 18^769.) — Zoologie. — t auf der Ueberfahrt von Kopenhagen 
nach Kiel am 3. September 1857. 



— 240 — 

Solger, Karl Wilhelm Ferdinand, geb. zu Schwedt d. 28. NoTember 1780. — 
Laut Kab.-Ord. t. 25. August 1811 aus Frankfurt a. 0. berufen. (Xad. Lect 
W. 18"/«— W. 18"/ao.) — Philosophie und Mythologie. - t d. 26. October 
1819 zu Berlin. 

Hermbst&dt, Sigismund Friedrich, geb. d. 24. April 1760 sH Erliirt. — Laat 
Kab.-Ord. y. 15. Noyember 1811. — Hegann seine Vorlesungen als Prot 
extraord. im ersten Semester W^ii. (Ind. Lect. S. 18«o/ii-W. 18*/m.) — 
Pharmacie, Physik, Technologie. — f am 22. October 1833 zu Berlin. 

Bekker, Immanuel, geb. zu Berlin d. 21. Mai 1785. — Laut Minist. -Reser. t. 
17. December 1812. (Ind. Lect. W. 18iV>< ^^^ j^^t.) — Classische Philologie. 

WUken, Friedrich, geb. zu Ratzeburg d. 23. Mai 1777. — Laut Eab.-Ord. t. 
19. Januar 1816 aus Heidelberg berufen. (Ind. Lect. S. 1817— .) 

— Geschichte und iranische Sprachen. — f d. 24 December 1 840 zu Berlin. 
Hegel, Georg Wilhelm Friedrich, geb. zu Stuttgart d. 27. August 1770. — 

Wurde im J. 1818 aus Heidelberg berufen. (Ind. Lect. W. 18»Vi»— W. 18«Vsf.) 

— Philosophie. — t z» Berlin d. 14. November 1831. 

f. Schiegel, August Wilhelm, geb. zu Ilannoyer d. 8. September 1767. — Laut 
Eab.-Ord. y. 2. Juli 1818 aus Bonn berufen, hielt aber noch im Winterse- 
mester 18'^/ 19 Vorlesungen in Bonn. (Steht nicht im Ind. Lect. Teneiehnet.) 

— t 2U ^onu d. 12. Mai 1845. 

f. Räumer, Friedrich Ludwig Georg, geb. zu Wöriitz d. 14. Mai 1781. — Laut 
Minist. -Bescr. t. 1. October 1819 aus Breslau berufen. (Ind. Lect S. 1820 
bis jetzt.) -- Geschichte. 

Ideler, Ludwig Christian, geb. zu Grols-Brese bei Perleberg d. 31. September 
1766. — Laut Eab.-Ord. v. 25. October 1821. — Laut Minist-Rescr. t. 24, 
Noyember 1817 zum Prof. extraord. ernannt. — Las bereits seit dem 8om- 
mersemester 1813 als Mitglied der Akad. d. Wissensch. (Ind. Lect. S. 1813 
bis S. 1845.) — Astronomie, physikalische Geographie, Chronologie. — f d. 
10. August 1846 zu Berlin. 

TOlken, Ernst Heinrich, geb. zu Bremen d. 1. Noyember 1785. — Laut Eab.- 
Ord. T. 15. November 1823. — Habil. d. 5. November 1814. (Ind. Lect. W. 
18*V>6 bis jetzt.) — Archaeologie. 

f OB der Hagen, Friedrich Heinrich, geb. zu Schmiedeberg d. 19. Februar 1780. 

— Laut Minist. - Rescr. y. 28. Januar 1824 aus Breslau berufen. — Begann 
seine Vorlesungen als Prof. extraord. im 1. Semester 18^7^1 an derBeitiner 
Universität, und wurde zu Michaelis 1811 nach Breslau versetzt. (Ind. Leet 
18^%»~18*V»2> las aber nur bis Ende des Sommersemest. 1811; 8. 1824— 
S. 1856.) — Altdeutsche Literatur. — f d. 11. Juni 1856 zu Berlin. 

DIrksen, Enno Heero, geb. zu Eilsum in Friesland d. 3. Januar 1799. — Laut 
Kab.Ord. v. 18. Juni 1824. — Habil. d. 6. März 1820. — Prot ezfaraoid. laut 
Minist.-Eescr. v. 26. August 1820. (Ind. Lect. W. 1824— W. 18*75i.) — Hö- 
here Mathematik. — f d- 16. Juli 1850 zu Paris. 

Bopp, Franz, geb. d. 14. September 1791 zu Mainz. — Laut Minist. -Reacr. v. 
19. Februar 1825. — Prof. extraord. laut Rescr. v. 1. December 1891. (Ind. 
Lect. S. 1822 bis jetzt.) — Vergleichende Sprachforschung, Sanskrit. 

Hitscherlich, Eilhard, geb. zu Neuende bei Jever d. 7. Januar 1794. ^ Laut 
Minist. -Rescr. v. 19. Februar 1825. — Wurde laut Kab.-Ord. T. 7. Februar 
1822 zum Prof. extraord. ernannt. (Ind. Lect. S. 1822 bis jetztj — Chemie. 



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— 241 — 

Bitter, Carl, geb. zu Quedlinburg d. 7. August 1779. — Laut Minist.-Bescr. v. 
19. Februar 1825. — Laut Minist.-Rescr. v. 20. Juli 1820 aus Frankfurt a, M. 
als Prof. extraord. berufen. (Ind. Lect. W. 18^/ai— W. 18'*V«o.) - Geographie. 

— t d. 28. September 1859 zu Berlin. 
Oltmanns, s. ord. Prof. d. pbilos. Fac. S. 239. 

Lacbmann, Karl, geb. zu Braunschweig d. 4. März 1793. — Laut Eab.-Ord. t. 
27. Juni 1827. — Habil. d. 11. Mai 1816. — Laut Minist. - Rescr. v. 27. Fe- 
bruar 1825 aus Königsberg nach Berlin als Prof. extraord. berufen. (Ind. 
Lect. S. 1825 — S. 1851 , hat als Priyatdocent nicht gelesen.) — Klassische 
Philologie. — t d. 13. März 1851 zu Berlin. 

Hayne, Friedrich Gottlob, geb. zu Jüterbogk d. 18. März 1763. — Laut Kab.-Ord. 
V. 2. April 1828. — Habil. d. 12. Februar 1814. — Prof. extraord. laut Minist.- 
Rescr. V. 20. October 1814. — Botanik. — t zu Berlin d. 18. April 1832. 

Kimtll, Carl Sigismund, geb. zu Leipzig d. 14. Juni 1788. — Laut Kab.-Ord. 
T. 8. April 1829. (Ind. Lect. S. 1830-S. 1850.) — Botanik. — f zu Berlin 
d. 22. März 1850. - 

Stefena, Henrich, geb. zu Stayanger in Norwegen d. 2. Mai 1773. — Laut 
Kab-Ord. y. 8. Februar 1832 aus Breslau berufen. (Ind. Lect. W. 1832/33 — 
W. 18*V*5.) — Philosophie. — f zu Berlin d. 13. Februar 1845. 

Raike, Leopold Franz, geb. zu Wiehe in Thüringen d. 24. December 1795. — 
Laut Kab.-Ord. v. 3. December 1833. — Laut Min.-Rescr. v. 31. März 1825 
aus Frankfurt a. 0. berufen als Prof. extraord. (Ind. Lect. S. 1 834 bis jetzt.) 

— Geschichte. 

Dieterid, Carl Friedrich Wilhelm, geb. zu Berlin d. 23. August 1790. — Als 
Ober-Regierun gs-Rath im Ministerium laut Kab.-Ord. v. 21. December 1834 
zum Prof. ord. ernannt. (Ind. Lect. S. 1835— W. 18*76o.) — Statistik und 
Staatswirthschaftslehre. — f d. 30. Juli 1859 zu Berlin. 
Cfabler, Georg Andreas, geb. zu Altdorf d. 30. Juli 1786. — Laut Kab.-Ord. 
y. 21. Februar 1835 aus Baireuth berufen., wo derselbe Studien-Director und 
Professor gewesen war. (Ind. Lect. S. 1835 — W. 18*^54.) — Philosophie. — 
t d. 14. September 1853 zu Teplitz. 
f. Hemillg, Leopold, geb. zu Gotha d. 4. Pctober 1797. — Laut Kab.-Ord. v. 
30. April 1835. — Habil. zu Ostern 1821. — Prof. extraord. laut Minist.- 
Rescr. T. G.Januar 1825. (Ind. Lect. S. 1821 bis jetzt.) — Staatswirthschafts- 
lehre und Philosophie. 
RM6, Heinrich, geb. zu Berlin d. 6. August 1796. — Laut Kab.-Ord. v. 31. Au- 
gust 1835. — Habil. d. 17. Juni 1822. — Wurde laut Rescr. v 9. December 
1823 zum Prof. extraord. ernannt. (Ind. Lect. S. 1823 bis jetzt) — Chemie. 
Zuipt, Carl Gottlob, geb. zu Berlin d. 20. März 1792. — Laut Kab.-Ord. y. 
22. September 1836. ~ Laut Rescr. y. 28. December 1827 zum Prof. extraord. 
ernannt (Ind. Lect. S. 1828— S. 1849.) — Klassische Philologie. — f d. 
25. Juni 1849 zu Carlsbad. 
TreiideBblirg;, Friedrich Adolph, geb. zu Eutin d. 30. Noyember 1802. - Laut 
Kab.-Ord. t. 23. Juli 1837. — Wurde laut ;.-Re8cr. y. 8. März 1833 

zum Prof. extraord. ernannt. (Ind. Lect W. li Philosophie. 

Ideale Dlriddet, Gostay, geb. zu Eupen d. 13 • Kab.- 

Oxd. T. 11. Mai 1839. — Habil. zu Anfa ^. — 

Laut MiQ.-Be8cr. y. 13. Juli 1831 Kam P ^ect. 



— 242 — 

S. 1829— S. 1856.) — Entlassen laut Kab.-Ord. t. 21. Mti 1855 und nach 
Quttingen berufen. — Höhere Mathematik. — f in Götlingen d. 5. Hai 1859. 

RM6, Gustav, geb. zu Berlin d. 18. März 1798. — Laut Kab.-Ord. t. IT.Marz 
1839. — Habil. d. 18. Januar 1823. — Wurde laut Rescr. t. 3. Juni 1826 
zum Prof. extraord. ernannt. (Ind. Lect. S. 1823 bis ietzt.) — Minenlogie. 

Ohm, Martin, geb. zu Erlangen d. G. Mai 1792. — Laut Kab.-Ord. t. 96. Juli 
1839. — Uabil. d. 22. September 1821. -— Laut Rescr. t. 7. Juni 1834 zum 
Prof. extraord. ernannt, (rnd. Lect. S. 1822 bis jetzt) ~ Höhere Mathematik. 

RflCkert, Friedrich, geb. zu Schweinfnrt d. 16. Mai 1789. — Laut Eab.-Oxd. t. 
17. April 1841 aus Eriangen berufen. — Laut Kab.-Ord. y, 15. Juni 1849 
entlassen. (Ind. Lect. W. 18^V^~-^* 18^/49 mit vielen Unteibrechangen.) 

— Arabische Literatur. 

Hvbor, Victor Aime, geb. zu Stuttgart d. 10. März 1800. — Laut Kab.-Oid. t. 
28. Juni 1 843 aus Marburg berufen. -— (War am 3. Mai 1833 zum Prof. oid. 
in Rostock ernannt worden.) — Ward auf sein Ansuchen durch Kab.-Ord. 
V. 21. Juni 1851 entlassen. (Ind. Lect. W. 18*744 -S. 1861.) — Lebt gegen- 
wärtig in Wernigerode. — Literaturgeschichte der romanischen Sprachen. 

Gelxer, Heinrich, geb. zu Schatfhausen d. 17. Octüber 1813. — Lant Kab.-Ord. 
Y. 28. Juni 1843 aus Basel berufen. — Pensionirt laut Kab.-Ord. t. 23. Au- 
gust 1852 Yom 1. Octobcr ab. (Ind. Lect. S. 1844 -S. 1850.) — Neutie 
Geschichte. 

Encke, Johann Franz, geb. zu Hamburg d. 23. September 1791. — Laut Kab.- 
Ord. y. 13. Mai 1844. — Las seit dem Sommer 1826 bis zum Ende des 
Sommers 1844 als Mitglied d. K. Akad. d. Wissensch. (Ind. Lect. S. 1896 
bis jetzt.) — Astronomie. 

Gerhard, Eduard, geb. zu Posen d. 29. November 1795. — Laut Mxn.-Rescr. 
y. 27. August 1844. — Laut Min.-Rescr. y. 8. Mai 1843 zum Prof. extsaord. 
ernannt. — Las seit dem Wintersemester 18^/k bis S. 1843 incl. ala Mit- 
glied d. K. Akad. d. Wissensch. (Ind. Lect. 18'V3> ^is jetzt.) — Aichaeologie. 

Dove, Heinrich Wilhelm, geb. zu Liegnitz d. 6. Qctober 1803. — Lant Kab.- 
Ord. y. 30. December 1844. — Aus Königsberg i. Pr. laut Miniat.-Be8er. y. 
22. September 1829 als Prof. extraord. berufen. (Ind. Lect. W. 18Ȋi bis 
jetzt.) — Physik. 

HigniU, Heinrich Gustay, geb. zu Berlin d. 2. Mai 1802. — Laut Kab.-Oid. 
y. 30. December 1844. — Habil. d. 5. Februar 1831. — Lant Min.-Reicr. t. 
25. April 1834 zum Prof. extraord. ernannt. (Ind. Lect. S. 1831 bis j«tit) 

— Physik. 

Frani , Johannes, geb. zu Nürnberg d. 3. Juli 1804. ~ Laut Kab.-Ord. t. 15. April 
1846. -* Laut Min.-Rescr. y. 26. Mai 1840 Prof. extraord. (Ind. Lect W. lÄ^V« 

— W. 18*'/»« ) — Philologie. — f d. 1. December 1851 zu Berlin. 
Lepsias, Richard Carl, geb. zu Naumburg a. d. S. d. 23. December 1810. — 

Laut Kab.-Ord. v. 26. Juni 1846. — Laut Rescr. y. 26. Jannai I84S «um 
Prof. extraord. ernannt. (Ind. Lect. W. 18*«/47 bis jetzt) — Aegyptiidie 
Alterthumskunde. 
Helwing, Heinrich Christian Ernst, geb. zu Lemgo d. 4. October 1808. — Lant 
Kab.-Ord. y. 7. Noyember 1849. — Habil. d. 25. Noyember 18W. — Prof. 
extraord. laut Minist -Rescr. y. 19. Februar 1834. (Ind. Lect. 8. 1830 bis 
jetzt.) ^ Geschichte und Kameral wisse uscha 



— 243 — 

Braun, Alexander, geb. zu Regensbarg d. 10. Mai 1805. — Laut Kab.-Ord. t. 
14. April 1851 aus Gielsen berufen. (Ind. Lect. W. IS^Vss bis jetzt.) — Bo- 
tanik. 

Haapt, Moritz, geb. zu Zittau d. 27. Juli 1808. — Laut Kab.-Ord. y. 26. März 
1853 aus Leipzig berufen. (Ind. Lect. W. 18*^5* bis jetzt.) — Klassische 
und deutsche Philologie. 

Kummer, Ernst Eduard, geb. zu Sorau d. 29. Januar 1810. — Laut Minist.- 
Rescr. y. 28. Juli 1855 aus Breslau nach Berlin berufen. (Ind. Lect. S. 1856 
bis jetzt.) — Höhere Mathematik. 

Peters, Wilhelm Carl Hartwig, geb. zu Coldenbüttel in Eiderstedt d. 22. April 
1815. — Laut Rescr. y. 5. Februar 1858. — Las als Prosector laut Ind. 
Lect. 18*Väo — S. 1853 incl. — Laut Kab.-Ord. y. 27. August 1853 zum 
Prot extraord. ernannt. (Ind. Lect. 18*V** bis S. 1858.) — Ist seit seiner 
Ernennung zum Prof. ord. zur philosophischen Facultät übergetreten. (Ind. 
Lect. 18*759 bis jetzt.) — Anatomie und Zoologie. 

Millenboff, Carl Victor, geb. zu Marne im Dithmarschen d. 8. September 1818. 

— Laut Kab.-Ord. y. 25. August 1858 aus Kiel berufen. (Ind. Lect. S. 1859 
bis jetzt.) — Deutsche Sprache und Literatur. 

Droysen, Johann Gustay, geb. zu Treptow a. d. Rega d. 6. Juli 1808. ~ Laut 
Kab.-Ord. v. 7. October 1859 aus Jena berufen. — HabiL d. 11. Februar 1833. 

— Prof. extraord. laut Minist.-Rescr. v. 28. März 1835. (Am 17. März 1840 
laut Minist.-Rescr. entlassen und als Prof. ord. nach Kiel, dann nach Jena 
berufen.) (Ind. Lect. S. 1833 — S. 1840 und S. 1860 bis jetzt.)- Geschichte. 

Banssen, Georg, geb. zu Hamburg d. 31. Mai 1809. — Laut Kab.-Ord. y. 12. Mai 
1860 aus Gottingen nach Berlin berufen. — Zu Ostern 1833 in Kiel habil. 
Von 1834 — 37 als Kammer -Secretär und Kammer -Raih in Kopenhagen. 

— Laut Kab.-Ord. y. 20. Mai 1837 zum Prof. ord. in Kiel ernannt; wurde 
Ostern 1842 nach Leipzig, Ostern 1846 nach Gottingen berufen. (Ind. Lect. 
W. 18®%» bis jetzt.) — Nationalökonomie. Statistik. 

Roediger, Emil, geb. zu Sangerhausen (Proy. Sachsen) den 13. October 1801. 

— Laut Minist.-Rescr. y. 31. August 1860 aus Halle berufen. (Ind. Lect. 
S. 1861 bis jetzt.) — Orientalische Sprachen. 

Hommsen, Theodor, geb. zu Garding, Herzogth. Schleswig, d. 30. Noyember 
1817. — Laut Minist. -Rescr. v. 14. December 1861. — Romische Alter- 
thumswissenschaft. 

2. Professores honorarii. 

Hartig, Georg Ludwig, geb. zu Gladenbach im Groisherzogth. Hessen d. 2. Sep- 
tember 1764. — Laut Kab.-Ord. y. 21. März 1831 zum Professor honorarius 
ernannt. — Entlassen durch Minist.-Rescr. y. 9. März 1838 Tom I.April 
1838 ab. (Ind. Lect. W. IS^/zt — Vf. 18»/36.) — Forstwissenschafken. — f 
als Oberlandforstmeister d. 2. Februar 1837 zu Berlin. 

3. Aufserordentliche Professoren. 

KytelweiB, Johann Albert, geb. zu Frankfurt a. M. d. 31. Deeembei 1764. — 
Beginn seine Vorlesungen im Wintersemester 18*®/«i. — Wurde laut Minist.- 

16* 



— 244 — 

Rescr. y. 4. Janaar 1816 seines Lehramtes entbanden. (Ind. Lect. W. 18^/ii 
—W. 18^Vi5 ) - Höhere Mathematik ; Mechanik. — f d- 1 8- October 1848 zu Berlin. 

Fischer, Ernst Gottfried, geb. zu Halberstadt d. 17. Juli 1754. — Laut Kab.- 
Ord. V. 30. Mai 1810 (Tnd.Lect. 18»7ti — W. n^/zt, — Physik. -- f d. 27. Ja- 
nuar 1831 zu Berlin. 

V. d. Hagen, s. ord. Prof. d philos. Fac. 

HermbsUdt, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

Hoffinann, Joh. G., s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

Zeine, August, geb. zu Wittenberg d. 12. Mai 1778. — Begann seine Vorle- 
sungen im Wintersemester 18^7ii* — Entlassen aufsein Ansuchen laut Minist.- 
Rescr. v. 27. Juni 1835. (Tnd.Lect. W.18'7ii — S. 1835.) -- Geographie und 
Altdeutsch. — f d. 14. November 1853 zu Berlin. 

Thaer, Albrecht, geb. zu Celle den 14. Mai 1752. — Laut Minist -Rescr. v. 
16. Februar 1811; ist irrthümlich im Ind. Lect Ton W^n als Prof. ord. 
aufgeführt. — üebernahm laut Minist.-Rescr. v. 18. October 1819 die Diree- 
tion der akademischen Lehranstalt zu Moglin. (Ind. Lect. W. 18* y»— W. 18**^ 
in den Wintersemestern.) — Agronomie. — f d. 26. October 1828 lu MSglin. 

Bernstein, Georg Heinrich, geb. zu Cospeda im Grofsherzth. Weimar d. 18. Ja- 
nuar 1787. — Begann seine Vorlesungen im Sommersemester 1812. ~ Laut 
Min.-Rescr. y. 30. Juli 1821 nach Breslau als Prof. ord. berufen. (Ind. Lect. 
S. 1812 — S. 1821.) — Orientalische Sprachen und biblische Dogmatik. — 
+ am 5. April 1860 zu Lauban. 

Turte, Carl Daniel, geb. zu Beriin d. 28 Februar 1776. — Laut Miniat-Rescr. 
V. 8.Februar 1812. — Habil. zu Anfang des Wintersemesters WVit. (Ind. Lect. 
W. 18*yii— S. 1847.) — Physik. — t d. 29. October 1847 zu Berlin. 

Hayne, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

Crrftson, Johann Philipp, geb. zu Magdeburg d. 2. Februar 1768. — Laut Minist.- 
Rescr. Y. 4. Januar 1816. — Las vorher als Mitglied der K. Akad. d. Wissensch. 
seit W. 18'7n. (Ind. Lect. 18»7it— 1850) — Höhere Mathematik. — t d. 
16. November 1857 zu Berlin. 

TOlken, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

Ideler, (Ludw. Christ.), s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

King, Johann Christoph Friedrich, geb. zu Beriin d. 8. Mai 1775. — Lant Hlniat.- 
Rescr. v. 6. Juni 1818. (Ind. Lect. W. 18'7i9 — W. 18"/56.) — Entomologie. 

— t d. 3. Februar 1856 zu Beriin. 

Brandis, Christian August, geb. zu Hildesheim d. 13. Februar 1790. — Laut 
Minist.-Rescr. v. 23. Juli 1818. — Habil. d. 3. Januar 1816; darauf Lega- 
tions -Secretär in Rom. -^ Gegenwärtig Prof. ord in Bonn. (Hat laut Ind. 
Lect. nur als Privat-Docent im S. 1816 gelesen ) 

Elselen, Johann Friedrich Gottfried, geb. zu Rothenburg a. d. S. d. Sl. Sep- 
tember 1785. — Laut Minist -Rescr. v. 14. August 1820. — HabiL d. 3. Juni 
1815. — Wurde laut Kab.-Ord. v. 26 Februar 1821 nach Breslau, nnd t. 
18. October 1828 nach Halle berufen. (Ind. Lect. W. 18"/««— 'W. 18*/ti.) 

— Kameralwissenschaften. 

Ritter, Cari, s. ord. Prof. der philos. Fac. 

Dirksen, Enno Heero, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

Schmidt, Friedrich Wilhelm Valentin, geb. zu Berlin d. 16. September 1787. 

— Laut Minist-Rescr. V. 28. April 1821. — Habil. d. 9. Januar 1819. (Ind.Lect. 
S. 1819— W. 18»V8«.) — Neuere Literatur. — + d. 11. October 1831 in Beriin. 



— 245 — 

Pfeil, Friedrich Wilhelm Leopold, geb. zu Rummelsburg in der Grafschaft 
Mannsfeld d. 28. März 1783. — Vereidet am 11. Mai 1821. — Wurde auf 
sein Ansuchen laut Bescr. y. 1. April 1S>^0 entlassen und nach Neustadt- 
Eberswalde an das dortige Forstinstitut berufen. (Ind. Lect. W. IS'V««— S. 
1830.) — Forstwissenschaften. 

Bopp, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

MitSCherlich, Eilhard, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

Rose, Heinrich, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

Ritter, August Heinrich, geb. zu Zerbst d. 21. November 1791. — Laut Rescr. 
V. 29. December 1823. — HabiL im J. 1817. (Ind. Lect. W. 18»Vt8 — W. 
18*^/34.) — Wurde laut Rescr. v. 20, August 1833 als Prof. ord. nach Kiel 
berufen; gegenwärtig Prof. ord. in Göttingen. — Philosophie. 

Schubert, Friedrich Wilhelm, geb. zu Königsberg i. Pr. am 20. Mai 1799. — 
Las als Prof. extraord. nur im Sommersemester 1824. — Wurde als Prof. 
ord. nach Königsberg berufen. (Ind. Lect. S. 1824.) ~ Geschichte. 

Ohm, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

Y. Henning, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

Lachnann, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

Bernhardy, Gottfried, geb. zu Landsberg a. d. Warthe d. 20. März 1800. — 
Laut Minist -Rescr. v. 28. März 18?5. — HabiL d. 15. Januar 1823. — Wurde 
laut Minist.-Rescr. y. 3. April 1829 als Prof. ord. nach Halle berufen. (Ind, 
Lect. S. 1823 - S. 1829.) — Klassische Philologie. 

Ranke, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

Radlof, Johann Gottlieb, geb. zu Lauchstädt d. 26. März 1775. — Früher Prof. 
extraord. in Bonn, erblindete und trat laut Minist.-Rescr. t. 11. Juli 1823 
als Privatdocent ein ; ist in den beiden Semestern 1 S^^ts und 1826 zu Ende 
der Reihe der aufserordentlichen Professoren aufgeführt. (Ind. Lect. 18''/»4 
— S. 1826.) — Altdeutsche Literatur und Geschichte. — f» 

Leo, Heinrich, geb. zu Rudolstadt d. 19. März 1799. — Laut Minist.- Ilescr. ▼. 
12. December 1825. — Habil. d. 23. Juni 1824. — Wurde laut Minist-Rescr. 
V. 2. Mai 1828 als Prof. extraord. nach Halle berufen; lehrt daselbst gegen- 
wärtig als Prof. ord. (Ind. Lect. W. 18'*/j5— W. 18''/m.) — Geschichte. 

Rose, Gustav, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

f. Schlechtendal, Diedrich Franz Leonhard, geb. zu Sunten im Herzogth. Cleye 
d. 27. November 1794. — Laut Rescr. v. 14. Juli 1827. — Habil. d. I.Fe- 
bruar 1827. (Ind. Lect. S. 1827 — S. 1833 incl.) — Wurde laut Rescr. v. 
3. Juli 1833 als Prof. ord. nach Halle versetzt. — Botanik. 

Störig, Johann Erich Julius, geb. zu Braunschweig d. 10. November 1790. — 
Laut Minist.-Rescr. v. 3. September 1827 aus Möglln berufen. (Ind. Lect. 
S.1828— W. 18"/ä5.) - Landwirthschaft. — f d. 9.0ctober 1854 zu Freienwalde. 

Stnhr, Peter Feddersen, geb. zu Flensburg d. 29. Mai 1787. — Laut Minist.- 
Rescr. V. 7. October 1827. — Habil. d. 10. Juni 1820. (Ind. Lect. W. 18*/ii 

— 8. 1851.) — Geschichte, Mythologie. — t d. 12. März 1851 zu Berlin. 
Schnbarth, s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Zimpt, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

Hotho, Heinrich Gustav, geb. zu Berlin d. 22. Mai 1802. — Laut Minist -Rescr. 
V. 27. April 1829. — Habil. d. 17. Juli 1827. (Ind. Lect. W, 18«^/» bis jetzt.) 

— Literatur-Geschichte und Aesthetik. 



— 246 — 

DOfe, Heinr. Wilh., s. ord, Prof. d. philo«. Fac. 

Heyse, Carl Wilhelm Ludwig, geb. zn Oldenburg d. 15. October 1797. — Laut 
Minißt.-Rescr. t. 23. November 1829. — Habil. d. 7. April 1827. (Ind. Lect. 
W. 18*^/18—8. 1854.) — Philologie. — -^ zvl Berlin d. 26. NoYember 1866. 

Hlchelet, Carl Ludwig, geb. zu Berlin d. 4. December 1801. — Laut Rescr. 
Y. 23. November 1829. — llabil. d. IG. März 1826. •— (Ind. Lect. W. IS^/n 
bis jetzt.) — Philosophie. 

Pohl, Georg Friedrich, geb. zu Stettin d. 24. Februar 1788. — Laut Rescr. t. 
3, Mai 1830; vorher Professor der Mathematik am Friedrich-Wilhelms-Gym- 
nasium zu Berlin. (Ind. Lect. W. 18»/3i — S. 1832.) — Wurde laut Miiiist.- 
Rescr. v. 9. April 1832 als Prof. ord. nach Breslau berufen. — Physik. — 
f d. 10. Juni 1849 zu Breslau. 

Marx, Adolph Bernhard, geb. zu Halle a. d. S. d. 18. November 1795. ~ Laut 
Minist.-Rescr. v. 27. September 1830. (Ind. Lect. S. 1831 bis jetzt.) — Theo- 
retische und praktische Musik. 

Wiegmann, Arend Friedrich August, geb. zu Braunschweig d. 2. Juni 1802. — 
Laut Minist-Rescr. v. 18. November 1830. — Habil. d. 21. Jannai 1888. — 
(Ind. Lect. S. 1828 -W. 18*7*1.) - Zoologie. - f d. 15. Januar 1841 m 
Braunschweig. 

Dirlchlet, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

Beneke, Friedrich Eduard, geb. d. 17. Februar 1798 zu Berlin. — Laut Minist.- 
Rescr. v. 14. April 1832 aus Breslau berufen. — Habil. zu Anfang des Som- 
mersemesters 1821. (Ind. Lect. S. 1821 und W. 18«Vm; S. 1832 — S. 1854.) 

— Philosophie. — t im März 1854 in der Nähe von Berlin. 

PlÜCker, Julius, geb. zu Elberfeld d. 16. Juli 1801. — Laut Minist. -Rescr. v. 
11. Mai 1832 aus Bonn als Prof. extraord. berufen. — Wurde laut Minist- 
Rescr. V. 7. November 1833 nach Halle als Prof. ord. versetzt. — Gegen- 
wärtig Prof.ord. in Bonn. (Ind. Lect.W.18^/3s— W. 18»3/34.)— Höhere Mathematik. 

Trendelenburg, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

HofRoiann, Friedrich, geb. zu Wehlau in Ostpreufsen d. 6. Jnni 1797. — Laut 
Kab.-Ord. v. 7. Juli 1833 und Minist. -Rescr. v. 23. Juli 1833 von Halle beru- 
fen. (Ind. Lect. W. 183»/34-W. IS^s/ae.) —Mineralogie. — fzn Berlin d. 6. Febr. 1836. 

Hartig, Theodor. — Laut Minist.-Rescr. v. 28. November 1833. (Ind. Lect. W, 
18'*/35 — W. 18^738. — Lebt als Forstrath in Braunschweig. 

Helwing, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

Erman, Georg Adolph, geb. zu Berlin d. 12. Mai 1806. — Laut Minist-Rescr. 
V. 24. April 1834. — Habil. d. 2. Januar 1832. (Ind. Lect. S. 1832 bis jetzt) 

— Physik. 

Hagnns, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

Poggendorff, Johann Christian, geb. zu Hamburg d. 29. December 1796. •— Laut 
Minist-Rescr. v. 28. Juni 1834. (Ind. Lect. W. 18»*/85 bis jetzt.) — Physik. 

Heyen, Franz Julius Ferdinand, geb. zu Tilsit d. 28. Juni 1804. — Laut Minist- 
Rescr. V. 22. August 1834. (Ind. Lect W. 18»V36— W. 18«/4i.) — f d. 1- Sep- 
tember 1840 zu Berlin. 

Stelner, Jacob, geb. zu ützendorf (Canton Bern) d. 18. März 1796. — Laut 
Minist.-Rescr. y. 8. October 1834; früher Oberlehrer an der städtischen Ge- 
werbeschule zu Berlin. (Ind. Lect. S. 1835 bis jetzt.) — Höhere Mathematik. 
I , Heinrich, geb. zu Berlin d. 25. März 1800. — Als Ober-Bexgxath im 
inz-Ministerinm laut Minist.-Rescr. v. 14. Noi 'zof. eztzaozd. 



— 247 — 

•rittimt. — Dai«li Kab.-Ord. y. 30. Hai 1841 nach Bonn als Prof. ^rd. Ter<» 

setzt. (Ind. Lect. S. ISdö— S. 1841.) — Bergbankunde. 
Droysen, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 
Petermann, Julias Heinrich, geh, d. 12. August 1801 zu Glauchau. — Laut 

Rescr. v. 2. September 1836. — Habil. d. 4. August 1830. (Ind. Lect. S. 

1831 bis jetzt.) — Orientalische Sprachen. 
Riedel, Adolph Friedrich Johann, geb. zu Biendorf bei Doberan d. 5. December 

1809. — Laut Rescr. v. 31. October 1836. — HabiL d. 2. März 1833. (Ind. 

Lect. S. 1833 bis jetzt.) — National-Oekonomie. 
Werder, Carl Friedrich, geb. zu Berlin d. 13. December 1806. — Laut Minist.- 

Rescr. v. 24. JuU 1838. — Habil. d. 10. Mai 1834. (Ind. Lect. W. 18^'*/86 

bis jetzt.) — Philosophie. 
Schott, Johann Wilhelm, geb. zu Mainz d. 3. September 1803. — Laut Rescr. 

Y. 23. Juli 1838. — Habil. d. 22. December 1832. (Ind. Lect. S. 1833 bis 

jetzt.) — Altaische, tartarische, finnische Sprachen. 
Franz, Job., s. ord. Prof. d. philos. Fac. 
Doeimiges, Franz Alexander Friedrich Wilhelm, geb. zu Colbatz in Pommern 

d. 13. Januar 1814. — Laut Minist. -Rescr. y. 24. Jnni 1841. — Habil. d. 

23. August 1839. — Laut Minist.-Rescr. y. 8. October 1847 entlassen; nach 

Manchen berufen. (Ind. Lect. S. 1840— W. 18*748.) — Staatswirthschafta- 

lehre und Geschichte. 
Lepsias, s. ord. Prof. d. philos, Fac. 
IrichaeB, Wilhelm Friedrich, geb. zu Stralsund d. 26. NoYember 1809. — Lant 

Minist. -Rescr. y. 21. April 1842. — Habü. d. 3. Mai 1838. (Ind. Lect. W. 

18»/39-W. 18*8/49.) — Zoologie. — f d. 18. NoYember 1848. 
Oerhari, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 
Fanofka, Theodor Sigismund, geb. zn Breslau d. 25. Februar 1801. — Laut 

Minist.-Rescr. y. 8. Mai 1843. — Habil. d. 30. Jafiuar 1827. — Las Yom 8. 

1837— S. 1843 als Mitglied der Akad. der Wissensch. (Ind. Lect. S. 1827— 

S. 1858.) — Archaeologie. — t d. 20. Juni 1858 zu Berlin. 
Waagei, GustaY Friedrich, geb. zu Hamburg d. 11. Februar 1794. — Lant Kab.- 

Ord. Y. 29. April 1844. (Ind. Lect W. 18**/!* bis jetzt.) — Kunstgeschichte. 
Grappe, Otto Friedrich, geb. zu Danzig d. 15. April 1804. — Laut Minist.-Rescr. 

Y. 22. Juni 1844. (Ind. Lect. W. U^/n bis jetzt.) — Philosophie. 
Urach, Siegfried, geb. zu Berlin d. 5. NoYember 1816. — Laut Minist. -Rescr. 

Y. 4. Juli 1844. — Habil. d. 22. December 1842. (Ind. Lect. S. 1843— 

W. 18~/ei.) — Geschichte. — t d. 11. September 1860 zu Pari». 
Schwartxe, Moritz Gotthilf, geb. zu Weifsenfels d. 24. Februar 1802. — Laut 

Kab.-Ord. y. 19. August 1844. — Habil. d. 11. Jannar 1834. (Ind. Lect. 

8. 1834 — W. 18*8/49.) - Koptische Literatur. — t d. 3. September 1848 in Berlin. 
Cirtisa, Ernst, geb. tu Lübeck d. 2. September 1814. — Laut Kab.-Ord. y. 

26. October 1844. — Habil. d. 19. Juni 1843. (Ind. Lect. W. 18*«/4i— S. 1856.) 

— Den 2. März 1856 aus dem Staatsdienst entlassen, folgte einem Rufe als 

Prof. ord. nach Gottingen. 
Mtller, Ferdinand Heinrich, geb. zu Stettin d. 2. Mai 1805. — Laut Minist.- 

Rescr. y. 10. Januar 1845. — Habil. d. 24. August 1831. (Ind. Lect W. 

18'V» bis jetzt; im Ind. Lect. y. 18'V»f falschlich schon als Prof, extraord. 

tezmerkt) — Geechichte nnd Geographie. 



— 248 — 

Bchmidt,' Wilhelm Adolph, geb. xu Berlin d. 26. September 1812. — Laut Minist.« 

Rescr. v. 20. Februar 1845. — Habil. d. 11. Juni 1840, (Ind. Lect. W. 

18*^/4i«S. 1851.) — Wurde zu Ostern 1851 als Prof. ord. nach Zürich-be- 
rufen. Gegenwärtig Prof. ord. in Jena. — Geschichte. 
Rammelsberg, Carl Friedrich, geb. zu Berlin d. 1. April 1813. — Laut Rescr. 

V. 20. August 1845. — Habil. d. 15. August 1840. (Ind. Lect S. 1841 bis 

jetzt.) — Chemie. 
Geppert, Carl Eduard, geb. za Stettin d. 29. Mai 1811. — Laut Eab.-Ord. y. 

14. Januar 1846. — Habil. d. 27. Februar 1836. (Ind. Lect. S. 1837 bis 

jetzt.) — Philologie. 
MaÄmann, Johann Ferdinand, geb. zu Berlin d. 15. August 1797. — Laut Minist.- 

Rescr. y. 21. Juni 1846 aus München berufen, woselbst derselbe Prof. ord. 

gewesen war. (Ind. Lect. W. 18*7*» bis jetzt.) — Altdeutsche Literatur. 
Beyrich, Heinrich Ernst, geb. zu Berlin d. 31. August 1815. — Laut Minist.- 

Rescr. y. 26. Juli 1846. — Habil. d. 18. Mai 1841. (Ind. Lect. W. 18*»/« 

bis jetzt.) — Mineralogie. 
Dieterici, Friedrich Heinrich, geb. zu Berlin d. 6. Juli 1821. -— Laut Kab.-Oid. 

V. 23. September 1850. — Habil. d. 29. Mai 1846. (Ind. Lect. W. 18««/47 bis 

jetzt.) — Orientalische Sprachen. 
Weber, Friedrich Albrecht, geb. zu Breslau d. 17. Februar 1825. — Laut Rescr.- 

Y. 7. Januar 1856. - Habil. d. 19. Juni 1848. (Ind. Lect. W. 18*V« bis jetzt.) 

— Sanskrit. 

Creorge, Johann Friedrich Leopold, geb. zu Berlin d. 14. August 1811. — Laut 

Minist. -Rescr. y. 7. Januar 1856. — Habil. d. 25. Juni 1834. — Als Prof. 

ord. nach Greifswald berufen laut Minist.-Rescr. y. 15. October 1858. (Ind. 

Lect. W. 18»*/35-W. 18*8/59.) — Exegese des Alten Testamente und he- 
bräische Alterthumskunde. Philosophie. 
Koepke, Rudolph Anasta^s, geb. zu Königsberg i. Pr. d. 23. August 1813. — 

Laut Minist.-Rescr. y. 7. Januar 1856. — Habil. d. 8. Mai 1846. (Ind. Lect. 

W. 18*7^7 bis jetzt.) — Geschichte und deutsche Literaturgeschichte. 
Weierstrars, Cari Theodor Wilhelm, geb. zu Ostenfeld (Reg.-Bez. Münster) d. 

31. October 1815. — Laut Rescr. y. 11. October 1856. (Ind. Lect 8. 1857 bis 

jetzt.) — Mathematik. 
Schaam, Hermann Rudolph, geb. zu Glaucha d. 29. April 1819. — Laut Rescr. 

Y. 15. December 1856. — Habil. d. 15. December 1849. (Ind. Lect. S. 1860 

bis jetzt.) — Entomologie. 
Gnhl, Ernst, geb. zu Berlin d. 20. Juli 1819. — Laut Kab.-Ord. v. 16. März 1859. 

— Habil. d. 27. October 1847. (Ind. Lect. S. 1848— W. 18"/«8.) — Kunst- 
geschichte. — t d. 20. August 1862 zu Berlin. 

Friederichs, Carl Heinrich Friedrich Wilhelm, geb. d. 7. April 1831 zu Delmen- 
horst in Oldenburg. — Laut Kab.-Ord. y. 16. März 1859. (Ind. Lect. W. 
18*760 bis jetzt.) [Früher Privatdocent in Erlangen.] — Archaeologie. 

Althaufl, Carl Heinrich, geb. d. I.Januar 1806 zu HannoYer. — Laut Kab.-Ord. 
Y. 18. Juli 1859. — Habil. am 20. NoYember 1838. (Ind. Lect. S. 1889 bis 
jetzt.) — Philosophie. 

Kiepert, Johann Samuel Heinrich, geb. zu Berlin d. 31. Juli 1818. — Laut Kab.- 
Ord. Y. 7. NoYember 1859. — Las Yorher als Mitglied der Akad. der Wiss. 
Y. W. 18"/56— W. 18*768. (Ind. Lect. W. 18"/»« bis jetzt.) — GeognqpUe. 

Schulz- Fleeth, Werner Friedrich Wilhelm, geb. d. 25. October 1826. — Laut 



— 249 — 

Rescr. t. 28. Januar 1860. ^ fiabil. d. 2. August 1855. (Ind. Leet.'S. 1$56 

— W. 18*y62.) — Agronomie. — + d. 21. März 1862 zu Mentone in Italien. 
Schneider, Ernst Robert, geb. zu Ascliersleben d. 20. Mäiz 1825. — Laut Kab.- 

Ord. V. 21. Mai 1860. — Habil. d. 29. Juli 1853. (Ind. Lect. S. 1854 bis 
jetzt.) — Chemie. 
Gosche, Richard, geb. zu Neuendorf bei Crossen d. 4 Juni 1824. — LautEab.- 
Ord. V. 23.Mai 1860. — Habil. d. 5. Februar 1853. (Ind.Lect.S. 1853 bis jetzt.) 

— Iranische Sprachen und allgemeine Literalpirgeschichte. 

Hoppe, Ernst Felix Immanuel, geb. zu Freiburg a. d. ünstrut d. 26. December 
1825. — Laut Kab.-Ord. t. 16. October 1860. — Habil. d. 15. December 1856. 

— Nach Tübingen als Prof. ord. berufen im Winter 1860. (Ist im Ind.Lect. 
nur im Sommersemester 1858 verzeichnet) — Pathologische Chemie. 

Karsten* Gustav Wilhelm Hermann, geb. zu Stralsund d. 6. November 1817. 

— Laut Kab -Ord. v. 21. März 1862. — Habil. d. 22. März 1848; ging nach 
Südamerika, von wo er im J. 1856 zurückkehrte. (Ind. Lect. S. 1857 bis 
jetzt.) — Botanik. 

Jaffi, Philipp, geb. zu Schwersenz (Prov. Posen) d. 17. Februar 1819. — Laut 
Kab.-Ord. v. 19. April 1862. — Palaeographie , Diplomatik, Chronologie, hi- 
storische Quellenkunde. 

Arndt, Peter ^Friedrich, geb. zu Treptow a. d. Rega d. 23. August 1817. — 
Laut Kab.-Ord. v. 7. Mai 1862. — Habil. d. 29. October 1853. (Ind. Lect. 
S. 1854 bis jetzt ) — Höhere Mathematik. 

Helfferich, Adolph, geb. zu Schaffhausen d. 8. April 1813. — Laut Kab.-Ord- 
V. 4. September 1862. — Habil. d. 16. März 1843. (Ind. Lect. W. 18*V*4 bis 
jetzt.) — Philosophie. 

Berg, Otto Carl, geb. zu Stettin d. 18. August 1815. — Laut Kab.-Ord. v. 
13. September 1862. — Habü. d. 19. März 1850. ' (Ind. Lect. W. IS^/a bis 
jetzt.) — Botanik und Pharmakognosie. 

4. Mitglieder der König!. Akademie der Wissenschaften. 

Bode, Johann Eiert, geb. zu Hamburg d. 19. Januar 1747. ^ Las als Mitglied 
der Akad. d. Wiss. im Wintersemester 18»Vii. (Ind. Lect. W. W^u.) — 
Astronomie. — f d. 23. November 1826 zu Berlin. 

BtUja, Abel, geb. zu Kikebusch bei Berlin d. 30. August 1752. — Las als Mit- 
glied der Akad. d. Wiss. vom Winterersemester 18*7>i — S. 1815. (Ind. 
Lect. W.18»7ii-S. 1815) — Höhere Mathematik. — f zu Berlin d. 16. Fe- 
bruar 1816. 

Bnttmann, Philipp, geb. zu Frankfurt a. M. d. 5. December 1764. — Begann 
seine Vorlesungen zu Anfang des Wintersemesters 18*7'*- (Ind. Lect. 18*®/" — 
W. W^/ii incl.) Leitete bis zu seinem Tode die latein. Uebungen des phiIoL 
Seminars. — Philologie. — f d. 21. Juni 1829 zu Berlin. 

firflson, 8. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Ilebnbr, Barthold Georg, geb. zu Kopenhagen d. 27. August 1776. — Las als 
Mitgfied der Akad. d. Wiss. v. S. 1810- W. 18^*/» Aber alte Geschichte. — 
f d. 2. Januar 1831 zu Bonn. 

ffilMlf, Georg Ludwig, geb. zu Barth in Pommern d. 8. April 1767. — Las 
Hl Mitglied der Akad. d. Wiss. im Wintersemester 18*7ii. (Ind.Lect.l8><»/ii) 

— Pbilologie. — f d. 7. Juni 1811 zu Friedrichsfelde bei Berlin. 



— 250 — 

SeUeiemAChir, s. ord. Prof. d. theol. Fac. 

IMer, Ludw. Christ., s. ord. Prof. d. pLilos. Fac. 

Rudolph!, s. ord. Prof. d. medicin. Fac. 

Wolf, Fr. Aug., s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

Uhden, Johann Daniel Wilhelm Otto, geb. zu Berlin im J. 1763. — La» als 
Mitglied der Akad. d. Wiss. vom W. 18**/«* W« zum W. 18**/»6 mit ünter- 
• brechung. — Italienische Literatur. — f d. 21. Januar 1835 zu Berlin. 

Encke, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 

V. Bnmboldt, Friedrich Heinrich Alexander, geb. zu Berlin d. 14. September 
1769. — Las als Mitglied der Akad. d. Wiss. im Wintersemester IS^^/i«. — 
Physikalische Geographie. — f zu Berlin d. 6. Mai 1859. 

Gerhard, s. ord. Prof. d. philos. Fac 

Panofka, s. aulserord. Prof. d. philos. Fac. 

Grlmill, Jacob Ludwig Carl, geb. zu Hanau d. 4. Januar 1785. — Las als Mit- 
glied der Akad. d. Wiss. Tom Sommersemester 1841 bis zum SommexsemeBter 
1848 mit Unterbrechung, — Altdeutsche Literatur und Mythologie. 

V. Scbelllllg , Friedrich Wilhelm Joseph, geb. zu Leonberg in Württemberg d. 
37. Januar 1775. — Las als Mitglied der Akad. d. Wiss. vom Wintersemester 
18*7« bis zum Wintersemester 18*7*8- — Philosophie. — f d. 26. August 
1854 zu Ragatz. 

Grtmm, Wilhelm Carl, geb. zu Hanau d. 24. Februar 1786. — Las als Mttglied 
der Akad. d. Wiss. vom Wintersemester 18*7« bis zum Sommersemeeter 1852 
mit Unterbrechung. — Altdeutsche Literatur. — f d. 16. December 1850 
zu Berlin. 

PertZ, Georg Heinrich Jacob, geb. zu Hannover d. 28. März 1795. — Lu ak 
Mitglied der Akad. d. Wiss. in den Sommersemestern 1844 und 1846. (Ind. 
Lect. S. 1844 u. 1846.) — Diplomatik. 

Jacob!, Carl Gustav Jacob, geb. zu Potsdam d. 10. December 1804. — Begann 
als Mitglied der Akad. d. Wiss. seine Vorlesungen im Sommer 1845. — 
Habil. zu Anfang des Wintersemesters 18*72«- — Inzwischen Prof. ord. in 
Königsberg. (Ind. Lect. W. 132726-8. 1826 incl. und S. 1845 — S. 1860 
incl.) — Höhere Mathematik. ~ f zu Berlin d. 18. Februar 1851. 

Meinoke, August, geb. zu Soest d. 8. December 1790. — - Las als Mitglied der 
Akad. d. Wiss. vom Sommersemester 1852 bis zum Wintersemestei lB>^*/n 
incl. — Klassische Philologie. 

Eisensteifi, s. Privat-Docenten d. philos. Fac. 

Kiepert, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Klotzsch, Johann Friedrich, geb. zu Wittenberg d. 9. Juni 1805. — Las als 
Mitglied der Akad. d. Wiss. vom Sommersemester 1859 — W. 1860. — Bor 
tanik. — f d. 5. November 1860 zu Berlin. 

Borchardt} s. Privat-Docenten d. philos. Fac. 

Pringsheim, s. Privat-Docenten d. philos. Fac. 

Kronecker, Leopold, geb. zu Liegnitz d. 7. December 1823. ~ Las als Mitglied 
der Akad. d. Wiss. seit dem Wintersemester 18«V6J. (Ind. Lect 18"/« bis 
jetzt) — Höhere Mathematik. 

Zelter, Karl Friedrich, geb. zu Berlin d. 11. December 1758. — Las vom Som- 
mersemester 1830 — W. 18^732' — Theoretische und praktische Knnk. — 
t d. 15. Mai 1832 za Berlin. 



— ^1 ^ 



5. Privat -Doeenten. 

Bernhardi, August FriedricL, geb. zu Berlin 1768. ~ Begann seine Vorl^Mid- 
^en im Wintersemester 18*7n. (Ind. Lect. W. 18*7ii-W. 18»/«) — 
PhilosopMsche Grammatik. — f d. 2. Juni 1820 »u Berlin. 

nady, J.F. W. — Begann seine Vorlesungen im Wintersemester 18^7»» (lid. 
Lect. 18'7ii — W. 18i«/i7.) — Pädagogik. — f- 

UtkfeilSfeill, s ord. Prof. d. pbilos. Fac. 

Slgwart, s. Priyat-Docenten d. medicin. Fac. 

Stein, Christian Gottfried Daniel, geb. zu Leipzig d. 14. October 1771. — Be- 
gann seine Vorlesungen im Wintersemester W^jn, (Ind-LcctW. 18^Vu — 8, 
1830 incl.) — Statistik und neuere GescWchte. — f d. 14. Juni 1830 zu Berlin. 

Tirte, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Botfce, Friedrich Heinrich, geb. zu Magdeburg. — Habil. d. 17. October 1811. 
(Ind. Lect. yom W. 18"/« — S. 1814.) — Klassische Philologie. — f d. 
9. Juli 1855 zu Reudnitz bei Leipzig. 

nSrkd, Heinrich Gustav, geb. zu Alten Kaldau d, 24. December 1764. — Be- 
gann seine Vorlesungen im Sommersemester 1812. — Wurde im J. 1812 
nach Rostock berufen. (Ind. Lect. S. 1812 u. W. 18»Vi8.) — Botanik tind 
physikalische Geographie. — ^ ivl Rostock d. 6. Novemher 1835. 

LeIuliilS, Daniel Christian Ludolph, geb. zu Soest d. 3. Juli 1780. — Habil. d. 
18. December 1813. (Ind. Lect S. 1814 u. W. W^/m.) — Lebt gegenwärtig 
ab Privatmann in Berlin. — Mathematik, 

HaTBO, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Krause, Carl Christian Friedrich, geb. zu Eisenberg d. 6. Mai 1781. — Habil. 
d. 26. Februar 1814. (Ind. Lect. S. 1814.) — Ging zu Michaelis 1815 aaehr 
Dresden. — Philosophie. — t d. 27. September 1832 zu München. 

tkUteA ^ s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Eiselen, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Lachmann, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

BtaildlS, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Sebad, Jodann Baptist, geb. zu Mnrsbach in Bayern d. 20. November 175S. — 
Habil. d. 9. April 1817; früher Prof. an der Universität Charkow. (Ind. Lect, 
W. 18»Vi8— W. 18»Vi9 incl.) — Philosophie. — f ^- 13.Januar 1834 zu Jena. 

yail Calker, Johann Friedrich August, geb. zu Neu-Dietendorf in Thnriogen 
d. 4. Juli 1790. — Habil d. 12. April 1817. — Wurde im J. 1819 Daeh 
Bonn berufen, woselbst derselbe gegenwärtig Prof. ord. (Ind. Lect. W. 18 ^/it 
— W. 18»/J9 incl.) - Phüosophie. 

Steixel, Gustav Adolf Harald, geb. zu Zerbst d. 21. März 1792. ~ Habil. d. 
3. Mai 1817. — Wurde laut Kab.-Ord. v. 11. April 1820 nach Breslau beraum* 
(Ind. Lect. W. 18»Vi8— S. 1820.) — Geschichte. — f d. 2. Januar 1854 «a 
Breslau. 

Ritter, H., s. au&erord. Prof. d. philos. Fac. 

Wernicke, Friedrich August, geb. zu Breslau d. 28. März 1794. — Habil. zu 
Anfang des Sommersemesters 1818. (Ind. Lect. 8. 1818 und W. 18"/«».) .-* 
Klassisehe Philologie. — f d. 2. März 1819 zu Berlin. 

BrMartei, Riehard, geb. zu Flensburg d. 6. Juni 1793. — Habil. d. 16. October 
ISli; iat ite Ind. Leoi nur im Bommersemester 1819 anfgeührt, loll aber 



— 252 — 

Dicht gelesen haben. — Philosophie. — f im Februar 1830 als Prof. und 
Rector der lateinischen Schule in Rendsburg. 

Schmidt, Fr. Wilh. Valent., s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Fichte, Immanuel Hermann, geb. zu Jena d. 18. Juli 1796. — Habil. zu Anfang 
des Sommersemestors 1819. — Ging im J. 1822 an das Gymnasium in Düs- 
seldorf; später Prof. der Philosophie in Bonn, gegenwärtig in Tübingen. 
(Ind. Lect. S. 1819 — S. 1822) — Philosophie. 

Läbbe, Samuel Ferdinand, geb. zu Königsberg im J. 1786. — HabiL zu An&ng 
des Sommersemesters 1819. (Ind. Lect. S. 1819 — W. 18"/47.) — Höhere Ma- 
thematik. — f d. 14. October 1846 zu Berlin. 

Förster, Friedrich Christoph, geb. zu Münchengosserstädt d. 24. September 1793. 

— Habil. zu Anfang des Sommersemesters 1819. — Entlassen durch Kab.- 
Ord. V. 30. September 1819. — Gegenwärtig Hofrath und Directorial-Assistent 
am Königl. Museum in Berlin. (Ind. Lect. S. 1819 und W. 18*®/aö.) — Neuere 
Geschichte. 

Stiedenroth, Ernst, geb. zu Hannover d. 9. Mai 1794. — Habil. d. 29. Mai 1819. 

(Ind. Lect. W. 18'V2o — S. 1825.) — Philosophie. - f d. 3. Mai 1858 all Pnrf. 

ord. in Greifswald. 
V. KeyserlinglL, Hermann Wilhelm Ernst, geb. zu Halle a.d. S. d. 6. October 

1793. — Habil. d. 20. November 1819. — Scheidet aus am 5. Juli 1839. — 

(Ind.Lect.W. 18^9/20— S 1839.) — Philosophie.— f z^ Berlin d.7.Febrnar 1868. 
Dirksen, Enno Heero, s. aufserord. Prof. d. phil. Fac. 
Osann, Friedrich Gotthilf, geb. zu Weimar d. 24. August 1794. (Ind.Lect.S.1820.) 

— Wurde nach Jena und später als Prof. ord. nach Qie&en bemfeo, — 
Klassische Philologie. — f zu Giefsen am 30. November 1858. 

Schopenhauer, Arthur, geb. zu Danzig d. 22. Februar 1788. — Habil. zu An- 
fang des Sommersemesters 1820. — Setzte seine Vorlesungen von 18S2— 

— 26 aus. (Ind. Lect. S. 1820 -S. 1822 und W. 18"/" -W. IS'V» indj 

— Philosophie. — f d. 21. September 1860 in Frankfurt a. M, 
Stahr, s. aufserord. Prof. d. phil. Fac. 

Wattig, Johann Friedrich Christian, geb. zu Wundersleben in Sachsen d.33.Man 
1783. — Habil d. 6. December 1820. (Ind. Lect. S. 1821— S. 1850.) — Tech- 
nologie. — f d. 23. April 1850 zu Berlin. 

BenelLe, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

V. Henning, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Ohm, s aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Rose, (Heinrich), s. auiserord. Prof. d. philos. Fac. 

Range, Friedlieb Ferdinand, geb. zu Billwerder bei Hamburg d. 9. Februar 1795. 

— Habü. d. 27. JuU 1822. (lud Lect. W. 18«V2a— W. 18"/»* incl.) - Chemie. 
Bemhardy, G., s. auiserord. Prof. d. philos. Fac. 

Rose, Gustav, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Ullrich, Franz Wolfgang, geb. zu Remlingen bei Wurzburg d. 21. Febmar 1796. 

— Habil. zu Anfang des Sommersemesters 1823. (Ind. Lect. S. 1823,) ^ 
Ging 1827 nach Hamburg. — Griechische Philologie. 

Radlof, s. aufserord. Prof. d. philos. Facultät. 

Lange, Eduard Reinhold, geb. zu Grofsbaudin bei Liegnitz d. 16. April 1799. 

— Habil. laut Minist -Rescr. v. 28. Mai 1824. — Wurde im J. 1838 zam 
Director des Gymnasiums zu Gels ernannt. (Ind. Lect. W. 18*^/w-^S, 1838.) 
f d. 30. December 1850 zu Oels. 



— 253 — 

Leo, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Blum, Carl Ludwig, geb. zu Hanau d. 25. Juli 1796. — Habil. d. 23. Februar 

1825. (Ind. Lect. S. 1825 — W. 1826/27.) — Wurde im J. 1827 nach Dorpat 

berufen. Lebt gegenwärtig in Heidelberg. — Alte Geschichte. 
HengStenberg, s. ord. Prof. d. theolog. Fac. 
JaeoM, C. Q.J., s. Mitgl. der Akad. d. Wiss. d. philos. Fac. 
Rootscher, Heinrich Theodor, geb. zu Mittenwalde d. 20. September 1802. — 

Habil. d. 26. October 1825. — Gegenwärtig in Berlin privatisirend. (Ind. 

Lect. S. 1826 — S. 1830.) — Philologie. 
Michelet, s. aufserord. Prof. d philos. Fac. 
Frankenheim, Moritz Ludwig, geb. zu Braunschweig d. 29. Juni 1801. — Habil. 

d. 3 Junil826. — Laut Rescr. v. 25 Februar 1827 nach Breslau als Prof.extr. 

berufen. Seit d. 1 . Decbr. 1849 Prof. ord. daselbst. (Ind. Lect.W. 18"/27)— Physik. 
Panofka, s. au£serord. Prof. d. philos. Fac. 
f . SchleGhtendal, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 
Schmidt, Ernst Alexander, geb. zu Magdeburg d. 25. October 1801. — Habil. 

d. 21. März 1827. (Ind. Lect. W. 18»^/28-W. 1850/5i). — Geschichte. — f 

zu Berlin d. 20. Mai 1857. 
H0|8e, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 
Hotho, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 
Wiagmann, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 
Benary Ferd., s. aufserord. Prof. d. theolog. Fac. 
UlJeillie-DiriGhlet, s. ord. Prof. d. philos. Fac. 
Eelwing, s. aufserord. Prof. d. phil. Fac. 
Polt, August Friedrich, geb. zu Nettelrede in Hannover d. 14. November 1Ö02. 

— Habil. d. 1. Mai 1830. (Ind. Lect. W. lS^/i\—W. 18»/34.) — Wurde 
laut Minist. -Rescr. v. 31. August 1833 als Prof. extraord. nach Halle be 
rufen; gegenwärtig Prof. ord. daselbst. — Philologie. 

PeteAnann, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Unding, Ernst Ferdinand Adolph, geb. zu Kaiisch d. 11. Januar 1806. — 

Habil. d. 6. November 1830. (Ind. Lect. S. 1831 — S. 1843.) — Wurde «u 

Michaelis 1843 nach Dorpat als Prof. ord. berufen. — Höhere Mathematik. 
Kofahl, Georg Leopold Ludwig, geb. zu Grofs-Garz d. 22. Juli 1802. — Habil. 

d. 24. November 1830. (Ind. Lect. S. 1831— S. 1837.) — Geschichte. — Lebt 

gegenwärtig als Ingenieur zu Berlin. 
Krflger,- Carl Wilhelm, geb. zu Grofs-Nossin bei Stolpe d. 28. September 1796. 

— Habil. d. 28. Januar 1831. (Ind. Lect. S. 1831— S. 1844) — Lebt gegen- 
wärtig in Nauen als Privatgelehrter. — Philologie. 

Magnus, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Seebeck, Friedrich Wilhelm August, geb. zu Jena d. 27. December 1805. — 
Habil. d. 26. März 1831. (Ind. Lect. W. IS^^/n — W. 18*7«.) — Opti*^ und Akustik. 

— t d. 19. März 1849 als Direktor der technischen Bildungsanstalt zu Dresden. 
HWer, Ferd. Heinr, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Ennan, G. A., s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Droysen, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

SckOtt, 8. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Mlltl, Angnst Wilhelm Ferdinand, geb. zu Stettin d. 27. September 1805. — 

HabU. d. 21. Januar 1833. (Ind. Lect. 8. 1833 bis jetst.) -- YergkielMade 

Anatomie, medicinische Elimatologie. 



— 254 — 

V.Sommer, Ferdinand, geb. zu Coverden im Eonigr. d. Niederlande XS02. — 
Habil. d. 6. Februar 1833. (Ind. Lect. S. 1833 —W. IS^/w.) — MaÜifma- 
tiscbe Geographie. Mechanik. 

Riedel, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

ROer, Johann Heinrich Edaard, geb. zu Braunschweig d. 26. Ootobei 1805. — 
Habil. d. 6. März 1833. (Ind.Lect.W. 18^3/34- W. IB^/a» incl.) — Philosophie. 

Ulrici, Hermann, geb. zu Pforten in der Lausit« d. 23. April 1806. — EabiL 
d. 13. April 1833. (Ind. Lect. W. 18*3/34-8. 1834.) — Wurde laut Rescr. v. 
31. Mai 1834 zum Prof. extraord. in Halle ernannt. — Historiographie. Ge- 
schichte der Poesie der alten Volker. 

Kngler, Franz Theodor, geb. zu Stettin d. 19. Januar 1808. — Habil. d. 17. Apnl 
1833. (Ind. Lect. W. 1833/34— W. 18"/" incl.) — Kunstgeschichte. — t d. 
18. März 1858 zu Berlin als Geh. Reg.-Rath im Gultus-Ministerium. 

Schwartze, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Schoell, Adolph Gustav, geb. zu Brunn d. 2. September 1805. — HabiL d. 80. 
Januar 1834. (Ind. Lect. S. 1834— S. 1839 incl.) — Wurde im J. 1839 
nach Weimar berufen. — Klassische Philologie und Alterthumskunje. 

Barmeister, Hermann, geb. zu Stralsund d. 15. Januar 1807. -> Habil. d. 24. 
März 1834. (Ind. Lect. S. 1834-W. 1837/38.) — Wurde im J. 1838 als Prot 
ord. nach Halle berufen. — Zoologie. — Lebt gegenwärtig in Südametil^a, 

AmbrOSCh, Julius Athanasius, geb. zu Berlin d. 18. December 1803. — Halijl. 
zu Anfang des Sommersemesters 1834. — Als Prof. extraord. nach Breslau 
yersetzt laut Minist.-Rescr. y. 30. September 1834. (Ind. Lect. 8. 1884 und 
W. 183*/35.) — Alterthums Wissenschaft. — f d. 29. März 1866 za Breslau 
als Prof. ord. 

Werder, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Cfeorge, s. aufserord. Prol d. philos. Fac. 

Erdmann, Johann Eduard, geb. zu Wolmar in Liefland d. 1. Juni 1805. — Habil. 
d. 13. Juni 1834. (Ind. Lect. S. 1835-S. 1836 incl.) — Wurde im J. 1886 
als Prof. ord. nach Halle berufen. — Philosophie. 

Ideler, Julius Ludwig, geb. zu Berlin d. 2. September 1809. — Habil. d. 29. Oc- 
tober 1834. (Ind. Lect. S. 1835 — S. 1842 incl.) — Philologie. — t d. 17. 
Juli 1842 zu Berlin. 

Geppert, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Nauwerck, Carl Ludwig Theodor, geb. zu Salem in Lauenburg d. 26. Mäiz 1810. 

— Habil. d. 23. April 1836. (Ind. Lect. S. 1837— S. 1844.) — Schlafs seines 
Lehramts laut Minist -Rescr. y. I.März 1844. — Arabische Literator. — 
Lebt in der Schweiz. 

Ciuenstedt, Friedrich August, geb. zu Eisleben d. 9. Juli 1809. — HabiL d. 7. Ja- 
nuar 1837. (Ind. Lect. S. 1837.) — Wurde im J. 1837 nach Tübingen be- 
rufen, — Geognosie. 

Erichson, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Rflst, Wilhelm Amandus, geb. zu Grabow in Meklenburg d. 20. December 1806« 

— Habil. d. 6. Juni 1838. (Ind. Lect. W. 18«»Ao bis jetzt.) — TechnolA|^. 
Hoefer, Cari Gustav Albert, geb. zu GreiiJBwald d. 2. October 1812. — Habil. d. 

1. August 1838. (Ind. Lect. W. 188»/39-S. 1840.) -- Im J. 1940 als PiOf. 
ord. nach Greifswald berufen. — Sanskrit und yergleichende Sprachfofsclimg. 
j , 8. aufserord. Prof. d. philoi. Fac. 



— 2S5 — 

flenary, Albert Agathon, geb. zu Cassel d. 17. Januar 1307. — Habi]. d. 17. Fe- 
bruar 1839. (Ind. Lect. S. 1839— W. IS^Vei.) — Klassische Philologie. — 
t <J. 4. December 1860 zu Berlin. 

Kahle, Carl Moritz, geb. d. 16. Februar 1806 zu Berlin. — Habil. d. 8. Juli 
1839. (Ind. Lect. S. 1839— S. 1845.) — Scheidet aus im J. 1845. Lebt als 
Justizrath und Rechtsanwalt in Berlin. — Philosophie und Naturrecht. 

DOnniges, s. aufserord. t^rof d. philos. Fac. 

KtrcbllBd, Richard Felix^ geb. zu Berlin d. 25. August 1813. — - Habil. d. 18. 
Aprü 1840. (Ind. Lect. W. 18*V4i— S. 1843.) — Wurde laut Minist. -Rescr. 
T. 13. April 1843 zum Prof. extraord. in Halle ernannt. — Chemie. — -f d. 
2. August 1850 zu Halle. 

ScIUDidt, Wilh. Adolph, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

AaaUBeljlberg, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Beyrich, s. aufserord. Prol d. philos. Fac. 

Cjbnlsky, Adalbert, geb. am 10. April 1810 zu Conitz. — Habil. d. 27. October 

1841. (Ind. Lect. S. 1842— W. 18'^V6o.) — Wurde laut Kab.-Ord. v. 7. Ja- 
nuar 1860 als Prof. ord, nach Breslau berufen. — Slawische Sprachen. 

Yerllnder, Franz, geb. zu Hückeswagen (Reg.-Bez. Düsseldorf) 1806. — Habil. 

d. 4. Mai 1842. (Ind. Lect. W. 18*2/48.) — Wurde zu Ostern 1843 als Prof. 

extraord. nach Marburg berufen ; gegenwärtig Prof. ord. und Bibliothekar da- 

sdbst. — Philosophie. 
Mios, Nicolaus. — Habil. d. 13. Mai 1842. (Ind. Lect. W. 18*y43-W. 18*5/46.) 

— Gegenwärtig Prof. extraord. in Bonn. — Literatur und Grammatik der 
neueren Sprachen. 

Fortlage, Carl, geb. zu Osnabrück d. 12. Juni 1806. — Habil. d. 22. Juli 1842. 

(Ind. Lect. W. 18*^43— W. 18**/45.) — Ging im J. 1844 nach Jena, woselbst 

derselbe Prof. extraord. ist. — Philosophie. 
Steon, Johann Franz, geb. zu Frankfurt a. 0. d. 25. August 1807. — Habil. d. 

23. August 1842. — Chemie. — + am 23. October 1843 auf einer Reise 

zu Gratz. 
HtUlt, Theodor, geb. zu Potsdam d. 19. September 1808. — Habil. d. 30. Aug. 

1842. (Ind. Lect. S. 1843-W.18**'/49.) - Laut Minist.-Rescr. v. 11. August 
1848 nach Breslau als Prof. extraord. berufen. — Aesthetik und Literatur- 
geschichte. — f d. 30. November 1861 zu Berlin. 

Hineh, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

SchfllSlien, Franz August, geb. zu Rheda in Westphalen d. 28. November 1809. 

— Habil. d. 22. December 1842. (Ind. Lect. S. 1843—8. 1844.) — Laut 
Kab.-Ord. v. 29. Juni 1844 zum Prof. extraord. in Breslau ernannt; seit dem 
6. November 1860 Prof. ord. daselbst. — Orientalische Sprachen. 

Urckor, Friedrich Adolph, geb. zu Eltville im Rheingau d. 8. November 1804. 

— Habil. d. 23. December 1842. (Ind. Lect. S. 1843 bis jetzt.) — Philo- 
sophie, Rhetorik, Paedagogik. 

fleUTerich, s. aolaerord. Prof. d. philos. Fac. 

OirttU, £., 8. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Guaprecht, Thaddaeus Eduard, geb. zu Posen d. 18. November 1801. — Habil. 

d. 28. Juli 1843. (Ind. Lect. W. 18*»/j4— W. 18»»/»*.) — Schied aus am 4. 

Janaar 1S54. — Geognosie. — f d. 7. December 1856 zu Berlin. 
UlMAilf, Johajun Otto, geb. zu Wiedenbruck 1805. — Habü. d. 19. August 

1843. — Hiat kein« Yoxltsangen gehalten. — t^l. 26. October 1843 ?su Berlin. 



— 256 — 

Koehne, Bernhard, geb. zu Berlin d. 4. Jall 1817. — Habil. d. 16. Januar 1844. 
(Ind. Lect. S. 1844— S. 1845.) — Wurde im J. 1845 zum Director des Eaiserl. 
Munzcabinets in der Eremitage zu St. Petersburg ernannt. Jetzt EaiserL 
Kussischer Staatsrath in St. Petersburg. — Numismatik. 

TrOSChel, Franz Hermann, geb. zu Spandau d. 10. October 1810. — * Habil. d. 
26. April 1844. (Ind. Lect. S. 18**/i5— S. 1849 incl.) — Wurde im J. 1849 
zum Prof. oid. in Bonn ernannt. — Zoologie. 

Cflaser, Johann Carl, geb. zu Neukirchen d. 9. April 1814. — Habil. d. 17. Oc- 
tober 1844. (Ind. Lect. S. 1845-S. 1855.) — Laut Kab.-Ord. v. I.Septem- 
ber 1855 zum Prof. ord. in Königsberg ernannt. — Staatswirthschaftsiehre. 

Girard, Carl Heinrich, geb. zu Berlin d. 2. Juni 1814. — Habil. d. 4. Deeember 

1844. (Ind. Lect. S. 1845 - S. 1849.) — Wurde im J. 1849 als Prof. ord. 
nach Marburg berufen. — Gegenwärtig Prof. ord. in Halle. — Mineralogie. 

Joachimsthal, Ferdinand, geb. zu Goldberg d. 9. März 1818. — Habil. d. 18. 
August 1845. (Ind. Lect. S. 1846 -S. 1853.) — Wurde im J. 1853 nach 
Halle als Prof. ord., im J. 1856 nach Breslau berufen. — Höhere Mathe- 
matik. — t als Prof. ord. zu Breslau d. 5. April 1861. 

Hertz, Martin Julius, geb. zu Hamburg d. 7. April 1818. — Habil. d. 16. Augfnst 

1845. (Ind.Lect.W.18*V*8 — S. 1855 incl.) — Laut Kab.-Ord. v. 23. Juni 1855 
als Prof. ord. nach Greifs wald berufen ; seit Michaelis 1 862 in Breslau. — Philologie. 

Karsten, Gustav, geb. zu Berlin d. 24. November 1820. — Habil. d. 11. Deeem- 
ber 1845. (Ind. Lect. S. 1846— W. 18*748.) — Wurde im J. 1848 nach 
Kiel als Prof. ord. berufen. — Physik. 

HeintZ, Wilhelm Heinrich, geb. zu Berlin d. 4. November 1817. — Habil. d. 
21. Januar 1846. — Wurde im J. 1850 nach Halle berufen. (Ind. Lect. 8. 
1846— W. 1850/51.) — Chemie. 

GartiUS, Georg, geb. zu Lübeck im J. 1820. — Habil. d. 29. Januar 1846. — 
Wurde im J. 1849 nach Prag, 1844 nach Kiel berufen. Gegenwärtig 
Prof. ord. in Leipzig. (Ind. Lect. S. 1846— S. 1849.) 

Lauer, Julius Franz, geb. zu Anclam d. 25. Juli 1819. — HabiL d. 25. April 

1846. (Ind. Lect. S. 18*V"— S. 1850.) — Griechische Literatur und Mytho- 
logie. — t d. 22. März 1850 zu Anclam. 

Koepke, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Dieterici, F. H., s. aafserord. Prof. d. philos. Fac. 

Wetzstein, Johann Gottfried, geb. zu Oels d. 19. Februar 1815. — HabiL d. 
I.Februar 1847. — Ging im J. 1849 als Kgl. Preufs. General-Oonsul nach 
Damascus; gegenwärtig wieder in Berlin. (Ind. Lect. S. 1847 — W. 18**/«.) 

— Arabische Literatur. 

Eisenstein, Gotthold, geb. zu Berlin d. IG. April 1823. — Habil. d. 31. Mai 

1847. — Ist als Mitglied der Akad. d. Wiss. im Ind. Lect. W. 18"/st Tor- 
zeichnet, hat aber als solches nicht mehr gelesen. (Ind. Lect W. 18*V«"~ 
W. 18"/53.) — i (\. 11. October 1852 zu Beriin. — Höhere Mathematik. 

Kirchner, Carl Hermann, geb. zu Stralsund d. 15. Deeember 1822. — HabiL 
d. 6. August 1847. (Ind. Lect. S. 1848 — S. 1860 incl.) — f am 11. Deeember 
1860 zu Kosen. — Philosophie. 

6nhl, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Walpers, Wilhelm Gerhard, geb. zu Mühlhausen, Provinz Sachsen, d. 26. De« 
cember 1816. — HabiL d. 7. Januar 1848. (Ind. Lect S. 1848 — S. 1868.) 

— f d. 18. Juni 1853 in der Nähe von Köpenick. — Botanik. 



— 257 — 

Borchardt, Carl Wilhelm, geb. zu Berlin d. 22. Februar 1817. — HabiL d. 
15. Januar 1848. — Las als Mitglied der Akad. d. Wiss. seit dem Winter- 
semester 18*®/6i. (Ind. Lect. S. 1848 bis jetzt) — Höhere Mathematik 

Stein, Samuel Friedrich Nathanael, geb. zu Niemeck bei Wittenberg d. 3. No- 
vember 1818. — Habil. d. 29. Februar 1848. (Ind. Lect. W. 18*749— W. 
18^/51.) — Gegenwärtig Prof. ord. in Prag. — Zoologie. 

Karsten, Gust. Wilh. Herm., s. auTserord. Prof. d. philos. Fac. 

Weber, s. aufserord. Prof. d. phil. Fac. 

Knoblanch, Carl Hermann, geb zu Berlin d. 12. April 1820. — Habil. d. 21. Juli 
1848. — Wurde im J. 1849 nach Marburg als Prof. ord. berufen. Gegen- 
wärtig Prof. ord. in Halle. (Ind. Lect. S. 1849.) — Physik. 

Kirchhoff, Gustav Robert, geb. zu Königsberg d. 12. März 1824. — Habil. d. 
2G. Juli 1848. — Wurde laut Kab.-Ord. v. 6. Januar 1850 als Prof. extraord. 
nach Breslau, im Herbst 1854 als Prof. ord. nach Heidelberg berufen. (Ind. 
Lect. S. 1849.) — Höhere Mathematik. 

Barth, Heinrich, geb. zu Hamburg d. 16. April 1821. — Habil. d. 20. October 
1848. (Ind. Lect. S. 1849— W. 18*V5o.) — Geographie. 

Beetz, Wilhelm, geb. zu Berlin d. 25. März 1822. — Habil. d. 4. November 
1848. — Wurde im J. 1859 als Professor ^der Physik an die Universität 
Bern berufen; gegenwärtig in Erlangen. (Ind. Lect. S. 1849 — W. 18^/57.) 

— Physik. 

Steinthal, Hajim, geb. zu Groebzig in Anhalt-Dessau d. 16. Mai 1823. — Habil. 

d. 24. November 1849. (Ind. Lect. S. 1850 bis jetzt.) — Vergleichende 

Sprachforschung. 
Anftrecht, Simon Theodor, geb. d. 13. Januar 1821 zu Leschnitz in Schlesien. 

— Habil. d. 12. December 1849. — Ging im J. 1853 nach England. (Ind. 
Lect. S. 1850— W. 18*V53.) — Vergleichende Sprachforschung. 

Schanm, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Berg, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 

Koch, Carl Heinrich Emil, geb. zu Weimar d. 6. Juni 1809. — Habil. d. 

22. März 1850; früher Prof. extraord. in Jena. (Ind. Lect. W. IS^/si bis 

jetzt.) — Botanik. 
Jessen, Carl Friedrich Wilhelm, geb. zu Schleswig d. 15. September 1821. — - 

Ilabil. d. 11. Mai 1850. — Nach Eldena berufen im J. 1852. (Ind. Lect. 

W. 18«>/5i— W. 18*752.) ~ Botanik. 
Wollheim da Fonseca, Anton Edmund Franz Xavier Joseph Maria Evaristns, 

geb. zu Hamburg d. 12. Februar 1811. — Habil. d. 5. Juli 1850. — Gegen- 
wärtig in Hamburg privatisirend. (Ind. Lect. W. 18*®/5i — W. 1 8^/55.) -— 

Mythologie, orientalische Spraphen. 
Friedländer, Eari Jacob, geb. zu Berlin d. 11. Juni 1817. — Habil. d. 16. Juli 

1850. (Ind. Lect. 18^/si bis jetzt.) — Eameralwissenschaften. 
'Glansins, Rudolph Julius Emanuel, geb. zu Coslin d. 2. Januar 1822. — HabiL 

d. 28. December 1850. — Wurde im J. 1856 nach Zürich berufen. (Ind. 

Lect. S. 1851 — W. 18"/s6.) — Physik. 
Pringsheim, Nathanael, geb. zu Wziesko in Oberschlesien d. 30. November 1823. 

— Ilabil. d. 4. Janaar 1851. — Las als Mitglied der Akademie d. Wiss. seit 
dem Wintersemester IS'Vci. (Ind. Lect. S. 1851 bis jetzt.) — Botanik. 

WiedenaiB, GqsUt I n d. 2. October 1826. — Habil. d. 

17 



— 258 — 

9. Januar 1851. — Wurde im J. 1854 nach Basel berufen. (Ind. Lect S. 
1851 — S. 1854.) — Physik. 

Wattanbach, Ernst Christian Wilhelm , geb. zu Ranzo^ in Holstein d. 22. Sep- 
tember 1819. — ITabil. d. 17. Januar 1851. -- Wurde laut Rescr. v. 16.No- 
vember 1854 zum Kgl. Provinzial-Archivar in Breslau ernannt. Zu Ostern 
18C2 als Prof. ord. nach Heidelberg berufen. — Diplomatik. 

V. Schlagintweit, Hermann, geb. zu München d. 13. Mai 1826. — Habil. d. 
30. Juni 1851. (Ind. Lect. W. 18^752 — S. 1854 incl.) — Auf einer wiasen- 
schaftlichen Reise bei Yarkand ermordet. — Physikalische Geographie. 

Caspary, Bobort, geb. zu Königsberg i. Pr. d. 29. Januar 1818. ~ Habil. d. 
17. Juli 1851. — Ging im J. 1856 nach Bonn; wurde zu Ostern 1859 als 
Prof. ord. nach Königsberg berufen. (Ind. Lect. W. 18"/« -W. 18*ys6,) 

— Botanik. 

Sonnenschein, Franz Leopold, geb. zu Cöln d. 13. Juli 1819. — Habil. d. 13. Juli 

1852. (Ind. Lect. W. IS^Vss bis jetzt.) — Chemie. 
Gosche, s. auüserord. Prof. d. philos. Fac. 
Schneider, Ernst Roh., s. aulserord. Prof. d. philos. Fac. 
Arndt, Peter Friedrich, s. auJfeerord. Prof. d. philos. Fac. 
Mullach, Friedrich .Wilhelm August, geb. zu Berlin d. 1. Januar 1807. — Habil. 

d. 3. December 1853. (Ind. Lect. S. 1854 bis jetzt.) — Klassische Philologie 

und Neugriechisch. 
Schacht , Hermann , geb. zu Ochsenwerder bei Hamburg d. 15. Juli J 814. — 

Habil. d. 3. December 1853. — Wurde laut Minist.-Bescr. v. 21. April 1860 

als Prof. ord. nach Bonn berufen. (Ind. Lect. S. 1854 — S. 1860.) — Botanik. 
Hoppe, Ernst Rcginald Eduard, geb. zu Naumburg d. 18. November 1816. — 

Habil. d. 13. December 1853. — Wurde im J. 1858 an das Gymnasium za 

Glogau berufen und trat im S. 1859 wieder als Docont ein. (Ind. Lect. S. 

1854— W. IS^Vös u. S. 1859 bis jetzt.) — Höhere Mathematik. 
Haarbrflcker, Friedrich Theodor, geb. zu Elbing d. 5. Januar 1818. — Habil. 

d. 15. December 1853. (Ind. Lect. S. 1854 bis jetzt.) — Semitische Sprachen. 
Boetticher, Cari Gottlieb Wilhelm, geb. zu Nordhausen d. 29. Mai 1806. ^ 

Habil. d. 3. Juli 1854. (Ind. Lect. W. 18^/55 bis jetzt. — Architectur. 
BrngSCh, geb. zu Beriin d. 18. Februar 1827. — Habil. d. 12. August 1854. 

(Ind. Lect. S. 1855 bis jetzt mit Unterbrechungen.) — Aegyptische Alter- 

thumskunde. 
Hanstein > Johannes, geb. zu Potsdam d. 15. Mai 1822. — HabiL d. 30. April 

1855. (Ind. Lect. W. IS'Vss bis jetzt.) — Botanik. 
SchnlZ-Fleeth, s. aufserord. Prof. d. philos. Fac. 
Gerstäcker, Cari Eduard Adolph, geb. zu Beriin d. 30. August 1829. — HabiL 

d. 2. Februar 1856. (Ind. Lect. W. 18^^757 bis jetzt.) — Entomologie. 
Keil, Heinrich, geb. zu Grosse in Mecklenburg d. 25. Mai 1822. — Habil. d. 

9. Februar 1856. (Vorher Privat- Docent in Halle.) — Wurde zu Michaelis' 

1859 nach Erlangen als Prof. ord. berufen. (Ind. Lect. W. 185%7— W. 18"/w.) 

— Klassische Philologie. 

Hoppe, Ernst Fei. Imman., s. aufserord. Prof. d. med. Fac. 

Franz, Johann Carl Rudolph, geb. zu Berlin d. 16. December 1826. — Habil. 

d. 26. Mai 1857. (Ind. Lect. W. IS^Vss bis jetzt.) — Physik. 
ClebSCh, Rudolph Friedrich Alfred, geb. zu Königsberg i. Pr. d. 19. Janaar 



— 259 — ♦ 

1833. — Habil. d. 12. Deoember 1857. — Wurde am 22. Sep^pb^ 18^ 

an die polyteclmische Schule zu Carlsruhe berufen. (Ind. Lect.-S. 1858.) — 

Physik. 
Mannhardt, Wilhelm Johann Emanuel, geb. zu Friedrichsstadt in Schleswig 

d. 26. März 1831. — Habil. d. 15. Mai 1858. (Ind. Lect. W. 1858/5»— W. 

18®Vö.) — Altdeutsche Mythologie und Literatur. 
Förster, Wilhelm, geb. zu Grüneberg in Schlesien d. 16 December 1832. — 

Habil. d. 22. Mai 1858 (Ind. Lect. W. IS^ßs bis jetzt). — Astronomie. 
Schneider, Anton, geb. zu Zeitz d. 13. Juli 1831. — Habil. d. 12. Februar 1859. 

(Ind. Lect. S. 1859 bis jetzt.) — Zoologie der wirbellosen Thiere. 
BrnhllS, Carl Christian, geb. zu Ploen in Holstein d. 22. November 1830. — 

Habil. d. 28. Mai 1859. — Wurde zu Ostern 1860 als Prof. extraord. nach 

Leipzig berufen. (Ind. Lect. W. IS^^/eo.) — Astronomie. 
CtnillCke, Georg Hermann, geb. zu Frankfurt a. 0. d. 15. NoTember 1834. — 

. Habil. d. 21. Juni 1859. (Ind. Lect. W. 18*V6o bis jetzt.)- — Physik. 
Baeyer, Johann Friedrich Wilhelm Adolph, geb. zu Berlin d. 31. October 1^35. 

— Habil. d. 4. Juli 1859. (Ind. Lect. W. 18«V62 bis jetzt.) — Chemie. 
Cliristoffel, Elwin Bruno, geb. zu Montjoie d. 10. November 1829. ^ Habil. d. 

4. August 1859. (Ind. Lect. S. 1860 bis jetzt.) — Höhere Mathematik. 
Hflbner, Emil Ernst Wilibald, geb. zu Düsseldorf d. 7. Juli 1834. — Habil. d. 

20. December 1859. (Ind. Lect. W. 18^76« bis jetzt.) — Komische Alterthumer. 
Thaer, Konrad Wilhelm Albert, geb. zu Moglin d. 6. August 1828. — Habil. 

d. 22. December 1860. (Ind. Lect. S. 1861 bis jetzt.) — Agronomie. 
Jordan, Heinrich, geb. zu Berlin d. 30. September 1833. — Habil. d. 11. Ja- 
nuar 1861. (Ind. Lect. S. 1861 bis jetzt.) — Romische Literatur. 
Paalzow, Carl Adolph, geb. zu Rathenow d. 5. August 1823. — • Habil. d. 2 I.Juni 

1861. (Ind. Lect 18^762 bis jetzt.) — Physik. 
Rotb, Julius Ludwig Adolph, geb. zu Hamburg d. 15. September 1818. — Habil. 

d. 10. August 1861. (Ind. Lect. 18^762 bis jetzt.) — Geologie. 
Erdmannsdörffer, Bernhard, geb. zu Altenburg d. 24. Januar 1833. — Habil. 

d. 28. März 1862. — Geschichte. 

Lectoren. 

Grafkhof. — Begann im Wintersemester W^u. (Ind. Lect. 18'Vii— S. 1812.) 

— Englische und französische Literatur. 

Seymonr. — Begann im Wintersemester 18"/i3. (Ind. Lect. W. 18"/i3-.W. 

18*7*3.) — f zu Berlin. — Englische Literatur. 
Beresford. — Begann im Wintersemester 18*Vi6' (Ind. Lect. W. W^t^—B. 

1819.) — Englische Literatur. 
Klein, Bernhard, geb. in Cöln d. 6. März 1793. - Begann im Wintersemester 

18«V«3. (Ind. Lect. W. 18'722 — W. 18»V3o.) — f im Berlin d. 9. September 

1832. — Theoretische und praktische Musik. 
Hellwig, L. H. — Begann im Wintersemester 18'*/a5. (Ind. Lect. W. IB^/n-— 

W. 18*736) — Theoretische und praktische Musik. 
Fraieeson, Karl Friedrich, geb. zu Brandenburg d. 23. April 1782. — Lector 

seit d. 18. September 1819. (Ind. Lect. S. 1820 — S. W59.) — f d. 20. Juni 

1859 zu Berlin. — Südeuropäische Sprachen. 



_ 260 — 

Fabnicei, Fabio, geb. zn Siena d. 1. Febraar 1796. -^ Lector seit d. 23. De- 

eember 1828. (lad Lect S. 1829 bis jetzt.) — Italienische Literatur. 
SoUy, Thomas, geb. zu Walthamstow bei London d. 31. Janaar 1816. — HabiL 

d. 6. Juli 1843. (Ind. Lect. W. 18"/" Ws jetzt.) — Englische Literatur. 
Pletrasxewski, Ignatius, geb. zu Bischoüsburg in Ermeland d. I.Januar 1797. 

— Habil. d. 5. Febraar 1847. (Ind. Lect. S. 1847 bis jetzt) — Orientalisch» 

Sprachen. 
Michaelis, Gustav , geb. zu Magdeburg d. 27. Jnni 1813. — Habil. als Lector 

d. 26. Januar 1851. (Ind. Lect. S. 1851 bis jetzt.) — * Stenographie. 



Wilhelm Dindorf wurde laut Minist.-Rescr. y. 16. December 1827 als Prof. ex- 
traord. aus Leipzig berufen , lehnte aber laut Minist.-Rescr. y. 20. Febraar 
1828 den Ruf ab. Lebt gegenwärtig in Leipzig. 

Joh. GlasseB, geb. zu Hamburg im J. 1805, früher Privatdocont in Bonn, er- 
hielt laut Minist.-Rescr. y. 8. November 1832 die venia legendi an der hie- 
sigen Universität, hat aber nicht gelesen. — Gegenwärtig Rector des Gym- 
nasiums zu Frankfurt a. M. 

Ernst Kuno Berthold Fischer, geb. zu Wohlau in Schlesien im J. 1824, habl- 
litirte sich am 20. December 1855; seine Habilitation wurde aber laut Mi- 
nist.-Rescr. V. 5. Januar 1856 vom Minister v. Raumer beanstandet. — Ge- 
genwärtig Prof. ord. in Jena. 



Berichtigungen. 

. 34 Z. 4 V. u. lies: 23. November. 

39 „ 10 „ „ „ : Geheimen Rathes 

40 „ 3 „ „ „ i frühe 

63 9 4 „ 9 „ : Geheimer Rath 
118 „ 21 lies: vom Königlichen Modicinalrathe 

126 „ 5 V. u. lies: Vom evangelischen Gymnasium zu Schäfsburg in Sieben- 
bürgen: Das Zehntrecht u. s. w. 



Berlin, Druck von Qebr. Unger, KSnigl. Hofbnehdmckor. 



Verzeichnifs der Personen 

welche sich als Theilnehmer an der fünfzigjährigen Jubel- 
feier der Universität Berlin eingezeichnet habien, nach der 
Reihenfolge der Einzeichnung geordnet. 



Die gegenwärtigen UniTersitätsangehörigen , Lehrer und Stadierende sind 

im Folgenden nicht mit aufgeführt. Die Abgeordneten sind mit A. 

bezeichnet 



1. M. Hertz, Prof., Univ. Grcifswald, A., BerHn n. Bonn 
lR3o/42, Französische Strafse 36. 

2. Albr. Wagner, Med. -Rath, Prof., Univ. Königsberg i. Pr., 
1844/6, Heidelberg Michaelis 1846/8, Wühelmsslr. 70. 

3. Schultz, Superintendent, Berlin, A., Sophienstr. 3. 

4. Mohr, Dr., Medicinalrath , Coblenz, Königsstr. 11 bei Dr. 
Henschel. 

5. R. V. Sydow, Wirklicher Geh. Ralh u. K. Preufs. Ge- 
sandlcr in Cassel, lK2.)/><, Charlottenstr. 66. 

6. R. Iicrgninnii, Dr. phil., Prorector a. Gymn. in Brandenburg, 
a. Neu-Suiza, A., lH4l/o, Jiigerstr. 63 bei Negendank 

7. L. George, Dr., Prof., Univ. Greifs wald, A., 1829/33, Alexaa- 
driiienstr. 45. 

8. Roeber, Dr., Prof. a. d. Gewerbeschule, Berlin, A., Ritter- 
str. 41. 

9. Barentin, Dr., Prof. a. d. Gewerbeschule, Berlin, A., Ora- 
nienstr. 127. 

10. Beetz, Dr., Prof., Univ. Erlangen, 1840/44, Leipzigerstr. 5 
bei Hrn. Lieut. v. Roon. 

11. Heimholtz, Dr., Prof., Univ. Heidelberg, Neustadt. Kirchstr. 9. 

12. Jul. Oppert, Dr., Prof. a. d. Kaiserl. Bibliothek, Paris, M. 

1815/0. 1847, Rosmarinsir. 6. bei Loewing. 

13. A. Muncb, Prof., Univ. Christiania, Mobrenstr. 61. 

1 



14, K. £. BonneU, Direktor d, FrledrkKi-Werd ersehen Gyinn., 

Bei »10, \-, l.'^^O/A Kurs IT. r>a 
45. E. A. Salomon, Prof, a, Fn<*drichs- Werder« eben Gymil 

Berlin, A», alte J*kobsslr, 130* 
16* F. Bellcrmann, Dr., Dir. de^i Berliiip Gymn* n» graueti EÖ 

st er, a< Erfurt, Beilm, Ä*, Klostfirstr 74. 
It* Laesow,* Dn, Prof, a, BerU Gymp^ M, gr. El./ Berlin, 

KloÄtcrstr, 74< 
i8. F- Ranke, Dr,, Dir. ^s K. BViecirieh*Wühe!mÄ-Gyniii., 

ISo, A,, Koehslr, 13, 

19. Srhellh^irb, Dr., Prot a. K. Frfedr,*WaL-Gymfi- , B«it 
A., Friedricbsstr- 41, 42. 

20. Klef^ling, Dr,^ Dir. des K. Joachimsilial sehen Gymo., Be 

21. P.n?(.»i(m', Dr*^ Prof- a. Joachimstha! sehen Gjmii.n^ Berlin, 
üeillgrgciststr, 6. 

22* Lh;ird\', !>i\, Dir. des K. Französischen Gymn*, Bert in, j 

Nft'iJerlapstr. 2, 
23« Cliamhrau^ Prof* a. K« Fran^öjischea Gynin., Berlin, 

Doroiheenülr. 26* 

24. ZiKunn, PrasMeiit der medic. Akademie, Warschau* 

25. Aij|;|;ust, Dr., Director des Kölnischen Realgymn., Derliti, 
KöIhi Fischmarkt 4- 

26. Selckmann, Dr. ^ Prot a. Köln, Rcalg,, Berim, A,, Con^ 
• mandanlenstr, nü^ 

27. Krech, Dir, d Friedrichs Gymn.» Berlin, A.^ Fnt»dnchis*r- 1^ 

28. Rnnj^e, Dr,, Prof* a* Fried r, Gymn., BerL, A., Marie (i*tr.! 

29. Kleiher, Dn, Dir, d. Doroiheensladt. HealschuJe^ Berlin, 
Georgenstr- 23, 

30. Bufsmann, Dr., Prof. a. d. Dorotheeo Stadt. EeaUcbiitet Berlä 
A., SchiffhauerdaiiikA ^, 

31* Diclitiif Dr», Dir. d. Königsstädt Realschule, Berliit| A», Kei- 
hehlr, 31* 

32. Pei^ker, Dr , Prof. a. d. Konlgsstadt Reabchtile, BerK», 
'■^ gr- Ffankfurterstr. 78, 

33. Gröhnert, Dir. d, Louisenstädt. Bealsdnil«, Brrim, A*, 
basliansstr. 2fi« 



3 

34. WuDschmann, Dr.y Oberlehrer a. d« Louisentt. ReaUdiale, 
Berlin, A., Alexandrinenstr. 23. 

35. Kalisch, Dr., Prof. a. d. Kgl. Realsclmle, Beilin, A., Ora- 
nienstr. 103. 

36. Hiiberdt, Dr., Prof. ». di Kgl. Reabchule, Berlin, A., Encke* 
platz 3. 

37. Tellkampf, Dr., Prof, Univ. Breslau, Unter den Linden S. 

38. E. I. Bekker, Dr., Prof, Univ. Greifswald, Linksstr. 7. 8. 

39. Goldscbmidt, Dr., Prof., Univ. Heidelberg, 1847/9, Markgia- 
fenstr. 49. 

40. Rnhle, Dr., Prof, Univ. Greifswald. 

41. Liebmann, Stadtgerichtsrath, Berlin, 1828/30, Leipsigerstr. 17. 

42. J. D. Gaedicke, Dr. phil. o. Lehrer, Berlin, 1836/40, Chaus- 
s^estr. 90. 

43. Seger, Gerichts- Assessor, Berlin, 1852/5, Besselstr. 8. 

44. Boilmann, Kammerger.-Ref., Berlin, 185 1/4, Tempelhoferstr. 9. 

45. H. Tollin, Lic. tbeol., Berlin, 1853/58, Oranienstr. 101. 

46. W. Fricke, Predigtamtscand. , Berlin, 1856/9, Kl. Walde- 
marstr. 1. 

47. Mendel, Dr. med., Berlin, 1858/60, Scbumannsstr. 5. 

48. A. Evers, K.-G.-Ausc., Berlin, 1853/6, Neuenburgerstr. 33. 

49. Hacke, Kammerger.-Ausc, Berlin, 1856/9, Mauerstr. 42. 

50. R. Härder, K.-G.- Ref./ Berlin, 1854/7, K. Scfalofs, Lust- 
garten la. 

51. H. Jacobi, stud. tbeol., Liebenwalde, Halle M. 1859/60, 
Neue Konigsstr. 35. 

52. L. Müller, Dr. phil., Berlin, Breslau u. B. 1833/7, Fiseber- 
brücke 26. 

53. E. E. Müller, Redacteur, Berlin, Breslau u. B. 1832/6, Brei- 
testr. 11. 

54. E. Friedberg, Kammerger.-Ausc, Berlin, 1856/60, Ritter8lr.64. 

55. E. T. Rubo, l>t. iur. utr. u. Kammerger.-Ref., Berlin 1854/6 
u. Heidelberg 1856/7, Potsdamerstr. 139. 

56. Ose. Asche, Kammerger.-Ref., Berlin, 1853/6, Leipzigerstr. 47. 

57. Friedrich Ernst, RechUcand., Berlin, 1 857/60, Scbellingsstr. 4. 

58. G. Bobnstedt, cand. iur., Lichtenrade, 1857/60, Hirsehelstr. 17. 

1^ 



59. Ad. K9emp(rer, caend, phil., Berlin, Breslau 18S3/5, B. 186äy8, 
Mauerstr. 83. 

60. -Leonh. Lehfeldt, K.-G.-Ref., BerliQ, 1863/4, 18d5/6vKith 
nenstr. 12. 13. 

61. Jul. WolfT, Dr. med., Mark. Friedland, : 1856/60, Oraoiea- 
burgcrstr. 52. 

62. Alwin Schwager, Dr. med., Poln. Lassa, M. 1854/5, Ma- 
rienstr. 28. 

63. Alfred Steinberg, K.-G.-Atfsc, Potsdam, M. 1857/ 0. 1859, 
Jerusalemsstr. 56. 

64. Carl Ueinze, Ilülfslehrer am Fried. «Werd. Gymn., Berlia, 
1834/7, Jägerstr. 36. 

65. Ladw. Ferd. Satbach, Jusiizrath, Berlin, 1816/18, .Bernbur- 
gerstr. 31. 

66. O. Lehnerdt, Dr. med., Berlin, 1856.57/60, Jerusalemsstr. 10, 

67. L. Hammerschmidt, cand. th., Berlin, 1854/7, n. Königsstr. 6. 

68. B. Flaue, cand. th., Brandenburg a/IL, 1856/9, n. Königs- 
str. 15. 

69. K. Bram, Dr. phil., Danzig, 1833/6, Molkenmarkt 6. 

70. Wulfsheim, Dr. med., Berh'n, 1829/33, Klosterstr. 21. 

71. W. Strauch, Dr. med., Frankfurt a/0., 1856/60, Schtt- 
mannsstr. 12. 

72. H. Aschoff, Chemiker, Herford, 1857/60, Dorothecnstr. 10. 

73. H. Quincke, st. med., Berlin, Heidelberg 1860, Schulgar- 
tenstr. 2. 

74. Carl Hertel, cand. med., Bonn 1859/60, Friedrichs str. 141. 

75. Kladen, emer. Pred., Berlin, v.M. 1823, Friedrichsgracht 57, 

76. Wold. Ribbeck, Dr. phil., Gymnasiallehrer, Berlin, M. 1848/52, 
• Kitterstr. 32. 

77. Leopold Riefs, stud. med., Heidelberg, 1860, Spandauerstr. 81. 

78. Th. Cofsmann, Dr. phil., Berlin, 1841/45, Schumannsstr. 17. 

79. F. A. Leo, Dr. phil., Berlin, 1851/2, Hafenplatc 4. 

80. F. F. Hasche, Oberprediger, Cöpnick, Frankfurt a. Berlin 
1809/12, sub N. 111 d. 1. Rectorats hier immatriculirt, Cöpnick. 

81. G. Kotelmann, cand. phil., Berlin, 1856. 58/59, Bonn 1857, 
Kurstr. 7. 

82. A. Stübing, Dr. med., Berlin, 1846/50, Commandantenstr. 29. 



83. K. Koch, K.-G..A1UC.V JenayJeiia a. B. 1857/60, Beini- 
burgerstr. 13. 

84. Alb. Loose, Geh. Calcalaitor« Berlin, -1844/45, Anbaltiädie 
Communication 6. 

85. C. W. Wagner, Dir. d. Realschule in Lübben, a. D^in- 
bürg, 1820/24, Mauerstr. 74. 

86. Louis Graf Unruh, Gerichts-Assessof,Mimisier, 1851/4, Des- 
sauerstr. 19, 

87. S. Ehrenhaus, Dr. med., a. Schlesien, 1856/60, Louisenstr. 35« 

88. GustXurth, Dr. med., Cöthen, 1856/7, 59/60, Balle 1857/58, 
Würzburg 1858/59, KarUsjtr. 9J 

89. Ernst Davidis, Dr. med., Duisburg, Würabuig 1856/8, Ber- 
lin 1858/60, Schumannsstr. 2. .; .:! 

90. Alb. Vofs, Dr. med., Fritzow b. Caraiaiiii in Pommern, WGtjb- 
burg 1856/9, Berlin 1859/60, Marienstr« 18. 

91. E. Born, Dr. phil., Oberlehrer, a. Landsbei^ a/W., 1843/7, 
linksstr. 13. ' . I-.. . -. :■ V 

92. Ant. Levin, Ger.* Assessor, Berlin, 1848/51, Behreiftstr. 48. 

93. Simon, Dr. med., Arzt, a. Pommern, 1816, 1)orotheienstr.' 7. 

94. G. Meyer, Dr. med., prakt. Arzt, Berlin, 1835/9, Com- 
mandantenstr. 21. • ' 

95. Ernst Lissner, Dr. med., Ruhrort, 'Worzburg 1856/8, Bonn 
1858/9, Berlin 1859/60, Marienstr:' 1. 

96. Lagemann, Dr. med., Dessan, 1856/58. 59/60, Leipzig 1858/9, 
Neue Friedrichsstr. 65. 

97. Theod. Toeche, Dr. phil., Berlin, Heidelberg 1857, Berim 
1858. 1860, München 1859, Kochstr. 69. 

'98. M. B. Lessing, Dr. SanitäUrath,Danzig, Kom'gsbe^ 1829/33, 

B. 1832/3, Lindenstr. 3. 
. 99. E. Junge, Dr. med., Berlin, 1856/60, Kurstr. 41. 

100. J. Rabuske, Dr. med., Berlin, 1856/8 u. 1859/60, Wurs- 
bürg 1858/9, Lindenstr. 69. 

101. R. Saulmann, Dr. med., Berlin, 1856/60, Heiligegeiststr. 2. 

102. Jul. Born, Dr. med., a« Jastrow, 1866/60, Oranienbur- 
gerstr. 48. 49. 

103. Carl Hooge, Schulamtscandidat, a. Stalfeld i. Pr., 1855/9, 
Friedrichsgnicht 57. ' 



104. Carl Litthaaer, Dr. med., a. Polen, 1857/60, Rosentha- 
lerstr. 3. 

105. Louis Casper, stud. med., Berlin, 1858/60, Wiinburg 1860, 
Monbijouplatz 4. 

106. H. F. A. Wurst, Dr. med. u. pr. Arzt, Berlin, 1833/6, 
Neue Rorsstr. 12. 

107. W. A. Lette, Dr., Präsident des Revisions-Collegiums (or 
Landescultursaclien, Berlin, O. 1818 /M. 1819, Linksstr. 43. 

108. Schröter, K.-Ger.-Ref., Treuenbrietzen, O. 18o5/ 0. 1858, 
Neue Friedrichsstr. 57. 

109. Phil. Munk, Dr. med. u. pr. Arzt, a. Posen, 1853/7, Brei- 
testr. 30. 

110. B. Todt, K.-G.-Referendar, a. Proy. Brandenborg, 1854/7, 
Friedrichsgracht 9. 

111. Gust. Lieber, Dr. med., Sanitätsratb, Berlin, 1816/18. 19/30, 
Grenadlerstr. 26, 

112. Kahneniann, Dr. med., Berl., 1856/60, Oranienborgerstr. 62. 

113. Steiiibeck, Kreisgerichtsdirector, Brandenburg a./H., 1828/9. 

114. Sleinbeck, K.-G. -Ausc., Brandenburg a./H., O. 1857/8. 
1859/60. 

115. Steinbeck, Referendar b. d. Intendantur des Garde -Corps, 
Berlin, Ö. 1855/0. 1858, Schützenstr. 71. 

116. Bauer, Superintendent, Brandenburg. 

117. Martins, K.-G -Ref., Berlin, O. 1853/ O. 1854, alte Ja- 
kobsstr. 8. - . . . 

118. D. Graeupner, Dr. med., a. Beuthen O-Si, M. 1857/ M. 
1860, Schumannsstr. 10. 

119. D. Lichtenstein, Dr. med. u. pr^ Arzt, a. Dirschao, Berlin 
u. Halle Y. 0. 1851 an, Arlilleriestr. 6 a. 

120. O. Werner, K.-G.-Ref., Berlin, O. 1853/6, Mühlendamm 22. 

121. Pavel, K.-G.-Ref., a. Glogau, 0. 1854/7, Stecbbahn 5. 

122. L. Henschel, Dr. med. u. prakt. Arzt, a. d. Neumark, 0. 
1846/50, Königsstr. 11. 

123. O. Popp, Pharmaceut, Schippenbeil in 0.-Preu£sen, O. 1860, 
Mittelstr. 8. 

124. H. Behrend, Dr. med., Berlin, 1857/60, Ritterstr. 45. 

125. R. Herzberg, Dr. phil., a. Cöthen, 1856/8, Mittelatr. 6. 



126. S. Badt, Dr. med., pr. At^ etc., BerUn, M. 1845 O. 
1849, Bischofsstr. 13. 

127. B. Ribbeck, Geh. Keg.-Rath im Mjni«^ d.. Inneni|. Berlin, 
O. 1838/ M. 1839, Hafenplatz 2. 

128. Ludw. Schwerin, Privatgelehrter, Berlin, 1845/50^ Köp- 
nickerstr. 24. 

129. Dr. R. Hepke, Legationsrath, a. Po^en, 1839/43, Köthener- 
str. 44. 

130. S. H, Strafsmann, Dr. med., pr. Arzt, a. Rawicz, 1847/51, 
Friedrichsstr. 142, 

131. Th. Konewka, Dr. med., Berlin, 1839/43, Wilhelmsstr. & 

132. Ad. Abraham, Dr. med., pr. Arzt, a. Damsig, 1844/46, 
Commandantenstr. 80. 

133. Gisfeld sind. 

134. Ose. Boeck, cand. med., Halle a/S., 1857/60 Hdle u. Bcd- 
lin, Bernburgerstr. 15. 16. 

135. F. Sydow. Appellationsgerichtsr., Berlin, n. Friedrichsstr. 79. 

136. 0. Wehrmann, Geh. Ob-Reg.-Rath, Berlin, 1832/5, 
Matlhäikirchstr. 8. 

137. P. L. Schuhmann, Geh. Reg.-Rath, Berlin, 1832/5, SchSne- 
berger Ufer 14. 

138. F. H. Kellner, Rector em., Charlottenburg, 1824/7, Char- 
loltenburg, neue Berlinerstr. 1. 

139. Mor. Goldbaum, Dr. med., a. Kempen, 1847/52, Rosen- 
thalerstr. 50. 

140. .A. Bendemann, Referendar, Berlin, 1857/9, Grabens tr. 17. 18. 

141. H. Marggraff, Ger.-Ass., Berlin, 1851/2. 3/4, Sopbienstr. 12. 

142. Friedr. Brose, K.-Ger.-Ausc , Berlin, Heidelberg u. Berlin, 
1856/59, Klosterstr. 87. 

143. Theod. Zermelo, Dr. phil., a. Tilsit, 1853/6, Werd. Ro- 
senstr. 4. 

144. Alex. Bertheim, Ger.- Ass., Berlin, 1847/50, 8trahuerstr. 13. 

145. N. Gutmann, Dr. med. und Buchhändler, OsL 1835/41, 
Friedrichsstr. 97. 

146. W. Koner, Dr. phil. u. Custos d. K. UniTersitätsbibliothek, 
Berlin, O. 1839/43, HoUmannsstr. 18. 

147. H. Kulp, Dr. med., Arzt etc., a. Neuhaldensleben, 1824/29, 
Dorotheenstr. 76. 



8 

148. B. Richter, Assistent a. d. K. Bibliothek, a. Munster, 1852/3, 
Louisenstr. 29. 

149. Frhr. C. v. Pelser-Berensberg, Dr. med., pr. Arst, Berlin, 
184t?//;, Niedcrlagstr. 4. 

150. L. Dubitzky, Ziegclcibesitzer, Berlin, 1831/2, Aleiandrinen- 
str. 52. 

151. Philip, Dr. med., a. Ruhrort, M. 1856/60, Schumannsstr. ia. 

152. M. Loewe, Dr. med., Loslau in Schlesien, 1856/60, Brei- 
lau u. Berlin, Marieiistr. 2. 

153. H. Noeldechen, Ger.-Ass., a. Stettin, 1844/6, Johannisstr. 3. 

154. S. Gumhinner, Dr. phil. und Zeitungs-Kedacteur, Berlin, 
M. 1835/9, Grcnadierstr. 49. 

155. Gust. WolfT, Dr. phiL, Oherl. am Fr.-Werd. Gymn., Be^ 
lin, O. 1836/8. 0. 1839/40, alte Jakobsstr. 130. 

156. Ernst Eck, Dr. iiir., Berlin, O. 1857/8. M. 1858/ 0. I86a 
Dessauer&tr. 36. 

157. Herin. Senator, Dr. med., a. Gnesen, O. 1853/ O. I8ä7, 
alte Schönhauserstr. 13. 

158. C. Dregert, Polizelrath, Berlin, O. 1826, Oranieostr. 67. 

159. Hugo Uaedicke, Dr. phil. u. Gymnasiall., Berlin, O. 1855/9, 
Conimandantenstr. 29. 

160. Siegfr. Weifs, Dr. iur., Danzig, 1841/4, Ziethenplatz 66. 

161. Carl Ebner, cand. theol., Pr. Eylau, Königsberg u. Berlin 
1855/9, Schustergasse 1. 

162. C. Th. Weslhoff, Dr. med., Saarn, Bonn 1856/7, Würzbnrg 
1857/9, Berlin 1859/60, Louisenstr. 50. 

163. W. Strack, Dr. med., Arnolds weiler, Bonn 1856/8, Wfin- 
bürg 1858/9, Berlin 1859/60, Marienstr. 5. 

164. F. Wittich, Kammerger.-Ausc, Berlin, B. n. Heidelberg IL 
1856/9, Charitestr. 6. 

165. M. Rosenberg, Dr. med., pr. Arzt., Demmin, 1841/44, 
1851/54, Werd. Markt 4 b. 

166. H. Lieber, Dr. phil., ZüUichau, Halle 1855, Berlin 1855/8, 
Kalkscheunenstr. 1. 

167. Rieh. Veit, K.-G. Ausc, Berlin, B. u. Heidelberg 1857/9, 
Dorotheenstr. 6. 

168. Fricke, pr. Arzt, Berlin 1847/52, Kochstr. 35. 

169. O. Koch, Ausc, Berlin, Bonn u. B. 1856/9, Behrenitr. 53. 



170. 0. Liebmann, stud. phil., Lowenberg, Leipzig y« M. 1859 
an, Leipzigerstr. 17. 

171. Job. Münnicb, Dr. med., Berlin, M. 1853/7, n. Königsstr. 41. 

172. O. Schweitzer, Pbarmaceut, a. Filebne, Poststr. 8. 

173. Ad. Schlebeck, Predigtamtscand. , Berlin, 1856/9, Alexan- 
derstr. 58. 

174. Tappert, Dr. med., Berh'n, 1819/24, Nene Grünstr. 24. 

175. Philipp, stud. pol., Berlin, v. M. 1859, n. Friedrichsstr. 49. 

176. Kamp, stud. pol., Dortmund, v. M. 1859, Oberwasserstr. 12 au 

177. Schultze, stud. pol., Dahme, v. M. 1860, Fischerbrücke 16. 

178. Lueg, stud. pol., Sterkrade, v. M. 1860, n. Friedrichsstr. 91. 

179. Gust. Bremme, Polytechniker, Unna, M. 1859/60, alte Ja- 
kobsstr. 63. 

180. £d. Croner, Dr. med., a. Conitz, Friedrichsstr. 112 1. 

181. Carl Röhlke, Rector, SUrgard, 1834/38, KasUnienallee 22 c. 
.182. Franz Limper, Dr. med., Welschennest, Würzbnrg, Halle, 

Berlin, 1854/60, Philippsstr. 24. 
.183. Fr. Espagne, A&sistent d. K. Bibliothek, Berim, 1851/54, 
Schumannsstr. 9. 

184. Aron, Dr. ined., pr. Arzt etc., a. Bublitz in Pommero, 
1855/59, Mauerstr. 37. 

185. G. Vogeler, Dr. med., Berlin, HaUe 1856/7, B. 1857/9, 
Schumannsstr. 17. 

186. W. Waldaestet, Dr. phil., a. Prenelan, Berlin 1828/30, 
Grünstr. 10. 

187. Fr. Strebe, Ref., Zilly, B. u. Halle 1849/52, Mauerstr. 8. 

188. Ernst Sauerhering, Dr. med., pr. Arzt, a.' Soldin, Königs- 
berg bis M. 1828, Beriin 1828/32, Konigsstr. 49. 

189. Hugo Paschke, cand. ior., Brandenburg a/H., 1856/8, Kor- 
Str. 16. 

190. Cari Krahn, K.-G.-Ansc, Bertin, 1857/60, Nenenburger- 
Str. 28. 

191. Ernst Fleck, K..G.-Ref., Berlin 1855/8, Anhaltstr, 14. 

192. Carl Pehlemann, K.-G.-Ref., Berlin, 1855/8, Potsdamer- 
Str. 13. 

193. Paul DaY. Fischer, Dr. iur., K.-G.-Ref., Beriin, 1855/8, 
Melchiorstr. 30. 



10 

194. Ernst Heinsiü, K..G.-Ausc, Berlin, 1856/7, 1857/9, Hei- 
delberg 1857, Bernburgerstr. 3. 

195. Siegm. Loewe, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1821/4, Will- 
Str. 26. 

196. Mor. Gumbinner, Dr. phit., Mitarbeiter a. d. Spenerschen 
Zeitung, Berlin, 0. 1849/0. 1852, Universitätsstr. 3. 

197. C. Closset, Dr. med., a. d. Rheinprovinz, Würzburg 1856/58, 
Bonn O./M. 1858, Berlin j 859/60, Marienstr. 1. 

198. Heinr. Bergerhof, Dr. med., a. d. Rheinpr., Bonn, Won- 
burg, Berlin 1858/60. 

199. F. Ascherson, Dr. phil, Hilfsarb. a. d. K. Universitätsbiblio- 
tbek, Berlin, O. 1851 / O. 56, Bonn O/M. 53, Kronenstr. 43. 

200. Bemh. Fränkel, Dr. med , pr. Arzt etc., a. Elberfeld, Win- 
burg, 1855/6, Berlin 1856/59, Charlottenstr. 23. ' 

201. H. Schmidt, cand. med., Berlin, 1857/60, Friedricbsstr. 14L 

202. Max Hollmann, IL.G..Rer., Berlin 1854/55. M. 1855/57, 
Zwirngraben 2. 

203. F. Kohlheim, pens. Oberlehrer d. K. Franz. Gjmn., Berlia, 
1818/21, Wilhelmsstr. 70. 

204. Pereis. K.-G.-Ref., Berlin, 1854/7, Breitestr. 30. 

205. H.Wernicke, cand. theoL, Berlin, 1852/6, Wilhelmsstr. 132. 

206. W. Schroeder,K..G.- Assessor, a. Bleicherode, 1846/8, Ccm- 
mandantcnstr. 33. 

207. Schroeder, Justizrath, Potsdam, 1818/21. 

208. H. E. Reineck, Past. em., Berlin, Leipzig u. Halle 1824/8, 
Wilhelmsstr. 145. 

209. W. F. Austadt, K.-G.-Ref., a. Niemegk, 1854/7, neae 
Friedrichsstr. 57. 

210. Th. Bratscheck, K..G.-Rer., Berlin, 1853/6, Gipsstr. 3. 

211. E. Wenke, Prediger, Rixdorf b. Berlin, 1853/5, Rizdort 

212. H. Jordan, Dr. phil, Berlin 1852/6, Krausenstr. 73. 

2 13. M. Bournot, Gymnasiall., Charlottenburg, 1847/50, Oran- 
genstr. 2 in Charlottenburg. 

214. Th. Beccard, Dr. phil., Gymnasiall., Berlin, 1845. 1847/48, 
Ritterstr. 65. 

215. G. Leitmann, Chemiker, Potsdam, 1850/51, Bauhof 2. 

216. H. Bering, Dr. phil., Erfurt, 1854/5, Dorotbeenstr. 9. 

217. Ad. Welt, Apotbeker, Spandau, 1846/7, Bauhof 2. 



41 

•218. Alex. Schede, Geh. ' Ober- Finmaratli,' a./ Magdeburg, 

M. 1832/0. 1834, Grabenstr. 28. * 

:219: Leop. Samter, Dr. phil.; Posen, 1853/6, kl. AlezanderstF. 28. 

220. Rich.LöDnies, K.-G.^Kef., Perleberg, 1854/7, Orahieastr. 145. 

221. HolthofT, Dr. med., Sanitätsrath, Berlin, 1827/29, Artille- 
riestr. 7. 

222. F. Kellermann, Arzt, Berlin, 1842/47, Wallstr. 23. 

223. Kaehler, Geh. Secretair, Äerlin, 1834, Annenstr. 12a. 

224. C. Pfund, Geh. Secretair, Berlin, 1845/9, Xöpnick«i^tlr. M4. 
^25. Jac. Schöras, cand. philos., €öln, 1854/9, Bauhof 2i 
226. O. Schallehn, K. - G. - Ausc. , a. G)rlmbw, 1856/9, Jemsa^ 

lemsstr. 6. ' .•. 

^7. Gu«t. Thau, K.-G.-Ref., Berlin, 1854/7, LeipBigersft. S; 

228. Joh. Krech, Gerichts- Assessor, Berlin, 1852/5, Berlin u. 
Bonn, FriedrichfiStr. 114. ^ ' ■''" 

229. Benny Lutze, Prcdigtamtscand., Berlin, O. 1856/^ ü. 1858/9, 
Zimroerstr. 38. 

230. E. Burchard, K.-G.-Ref., Berlin, 1855/6 u; 1857/8, töthe- 
nerstr» 8. 9. 

231. V. Muts, Militair- Intendantur -Bath im Garde-Corps, a. d. 
Uckermark, O. 1842/5, Georgenstr. 17. 

232. Y. Schepke, Militair - Intendantur - Assessor, Stettin, IL 
1848/ O. 185t, Albrechtsstr; 5. 

233. Benno Lesser, Ref., Stettin, 0.1864/5, Oranienburgerstr. 21. 

234. Ludicke, Ref., Berlin, M. 1856/ O. 1857, Kronenstr. 28. 
•235. Binder, Ref., a. Plötke b. Schneidemuhl, M. 1855/ O. 1857, 

Wilhelrasstr. 122 a. 

236. Citron, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1851/6, Rosenthalerstr. 55. 

237. Levy, Gcrichts-Assessor, Frankfurt a/0., M. 1852/0. 1854, 
Markgrafenstr. 18. 

238. Seligsohn, pr. Arzt, a. Bromberg, 1852/7, Spittelmarkt 6. 7. 

239. Lehmann, Dr. phil., Pr. Stargardt, O. 1855/6, Grunstr. 9. 

240. Lucian Müller, cand. phil., a. Merseburg, 1854/5, 1856/60, 
Halle 1855/6, Dorotheenstr. 11. 

241. Ernst Hedigen, Ger.-Ass., Berlin, M. 1845/8, Schifferstr. 6. 

242. Heinr. Bennecke, Stadtrichter, a. Loxemborg, O. 1841/4, 
Mauer Str. 53. 



12 

243. Ganzel, De. med. u. pr. Ant, Perleberg, 1818/9, Linksstr.lS 
bei Lette. 

244. Jul. Ilomeyer, Ger.- Ass., Putbas, M. 1853/4, Marieiutr.3. 

245. U. Rabt Riickbard, cand. med., a. Potsdam, ▼. O. 1858 aa, 
Friedricbsstr. I4l. 

246. K. Gartz, K.-G-.Ausc., Berlin, B. u. Heidelberg, 0.1857/60, 
Matthäikirchstr. 12. 

247. Mart. Steinthal, Geb. Sanitatsratb u. pr. Arst, a. d. Alfr- 
. '• mark, 1818/21, Neue Friedricbsstr. 56. 

248. R. Pudor, K..G..Ausc., Berlin, 1852/5, Scbönbauser Allee 134. 

249. Paul Fleiscbbammer, K.-G.-Ausc., Berlin, B: ü. Heidelbcfg 
M. 1857/60, Enckeplatz 4. 

250. Carl Mendelssohn- Bartboldy, Dr. iur., Berlin, B. u. He!iiel> 
berg 1856/60, Carlsstr. 38. 

251. O. Scbadow, Dr., Gerichts -Assessor, Berlin, B. u. Bonn 
y. 1851 an, Jägerstr. 14. 

252. Em. Bouvier, K.-G.-Ausc., Berlin, B. n. Heidelberg 1856/9, 
Zimmerstr. 6. 

253. Theod. Westphalen, K.-G.-Ausc, Berlin,. B. u. Heidelberg 
1856/9, Louisenstr. 33. 

254. £. Söchting, Dr. phil., Berlin, Jena u. Göttingen 1849/53, 
B. 1853/4, Potsdamerstr. 40. 

255. Alb. Haack, K.-G.-Ref., Berlin, Heidelberg u. B. 1852/5, 
SchilTbauerdamm 25. 

256. Reinhard Klaus, Polizeianwalt, Berlin, 1842/3, Oranieiutr.73. 
258. Carl Witte, Gerichts-Assessor, Genthin, Bonn O. 1850/$1, 

Halle O./M. 1851, B. M. 1851/ O. 53, Wilhelms! tr. 133. 

258. £m. Boldt, Prediger, Sudt Zinna, 1851/55, Breitestr. 1. 

259. Frhr. Georg y.Seydlitz, Dr. iur., Berlin, B. u. Bonn 1852/9, 
Ritterstr. 75. 

260. J. Ed. Schnitze, Lehrer, Berlin, 1844/8, Charlottenstr. 97. 

261. Heinr. Sethe, K.-G.-Ref., Berl., 1850/1, 1852/3, Bonn 1851/2, 
Heidelberg 1852, Hafenplatz 4. 

262. C. Volkmann, K.-G.-Ausc, a. NeusUdt i. Weitpr., 1857/9, 
Mittelstr. 50. 

263. G. Reichenheim, stud. phil., Berlin, 1859/60, Heidelbeig 
1860, Tbiergartenstr. 19. 



13 

264. R. Casperschock, Kreisrichter, Berlin, 1841/4, Fliederstr. 8. 

265. J. Wohl, Dr. med. a. pr. Arzt, Berlin, 1841/5, Hoher 
St ein weg 4. 

266. J. Ph. Wolfers, Dr., Prof., a. Minden, 1821/6, Charlot- 
tenstr. 97. 

267. G. Hache, K.-G. Ausc, Berlin, 1854/8, Neuenbargerstr. 8. 

268. S. Rosenstein, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1850/4, Klo« 
sterstr. 79. 

269. Bergmann, K.-G.-Ref., Berlin, 1852. 1853/5, LindenstÄ 101. 

270. Ockel, stud. med., Frankenfelde, 1860, Rosmarinstr. 3. 

271. Hirschland, Dr. med., Arzt, a. £ssen, 1858/9, Neuenbürg 
gerstr. 34. 

272. Lodw. Munk, Literat, Gr. Glogaa, 1826/31, Franz. Str. 14. 

273. Feit, Dr. med., pr.Arzt, Berlin, 0.1844/5,46/7, Gipsstr.8. 

274. Schulze, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, O. 1836/40, Kob. 
Fischmarkt 5. 

275. Kauflmann, Gerichts -Assessor, Berhn, M. 1851/ 0.1853, 
Oranienburgerstr. 28. 

276. Herrn. Dambach, cand. theol., Berlin, O. 1857/60, Rit* 
terstr. 51. 

277. Michael Mayer, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1821/2, Ma- 
rienstr. 22. 

278. Heinr. Simonson, Dr. med., Sanitätsrath, Berlin, 1827/31, 
Taubenstr. 7. 

279. Carl Ebers, Gerichts-Assessor, Berlin, 1843/4, 1845/7, Wii- 
helmsplatz 4. 

280. Aug. Buchtemann, K.-G.-Ref., Berlin, 1855/6, 1857/8, 
Kochstr. 73. 

281. F.G.GrafSchafTgotsch, a. Schlesien, 1835/7, Behrenstr. 54. 

282. Ludw. Degener, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1821/5, kL 
Frankfurterstr. 15. 

283. Gast. Zehrmann, Stadtrath a. Gerichts-Assessor a. D., ju 
Merseburg, Heidelberg u. B. 1846/50, Potsdam. 

284. Wilh. Moritz, Dr. med ,a.Arnoldsweiier, Bona, Warzburg 
u. B. 1856/60, Marienstr. 31. 

28o. Carl Josten, Dr. med., Neub, Bonn 1856/9, B. 1859/60, 
Marienstr. 18. 



14 

286. Fnedr. Fournier, Eisenbahndir., Berlin, Halle 1820/2, Ber- 
lin 1822/3, Askanischer PlaU 6. 

287. Carl Meyer, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1843/50, Haak- 
scher Markt />. 

288. A. Ileidtmann, Rector, Charlotlenbnrg, O. 1838/41, Wil- 
niersdorferstr. 53 in Charlottenburg. 

289. Louis Jordan, Landwirth, Berlin, Jena 1859/60, KrauseDstr.73. 

290. P. Ascherson, Dr. med., Arzt u. Assistent beim K. botan. 
Garten, Berlin, 1850/55, Kronenstr. 23. 

291. W. Gaffron, stud. pharm., Berlin, '1 a79/60, Albrechtsstr. 6. 

292. A. Müller, stud. pbarmac, Berlin, 1859/60, Schamaonsstr. 9. 

293. Ilaack, K-G-Ref, Berlin, 1855/9, Neue Rofsstr. 14. 

294. Bong, Dr. med., pr. Arzt, Spandau, 1851/5, Spandau. 

295. £d. Wache, K.-G.-Ass. a. D., Berlin, 1822/4, am neiMA 
Markt 4. 

296. F. W.Levysohn, Dr.pbiL, Grüneberg, 1835/8, Mohrenstr.36. 

297. Alb. Heydemann, Gymnasialdir., Stettin, 1826 (F., Johän- 
nisstr. 2. 

298. Alb. Steinbeck, Sanitätsrath u. Stadtphysikus, Brandenburg, 
1827, Johannisstr. 2. 

299. A. Fränckel, Dr. med., Berlin, 1822/5, Leipzigerstr. 82. 

300. L. Danziger, Dr. med , pr. Arzt, Berlin, 1839/46, Kurstr. 9. 

301. C. Mehlisch, Stud. a. K. Gewcrbe-Inst., Berlin, 1859/60, 
Scharrnstr. 4. 

302. Rud. Herzog, Stud. a. K. Gewerbe-Inst., Berlin, 1859/60, 
Alexandcrstr. 63. 

303. O. Pezer, st. iur., Soraui/N., Heidelberg 1 859/60, Carlsstr, 38. 

304. Paul Noesselt, Stud. a. K. Gewerbe-Inst., Breslau, 1859/60, 
Kaiserstr. 43. 

305. M. Kraze, Stud. a. K. Gewerbe-Inst., Breslau, 1859/60, 
Kaiserstr. 43. 

306. A. Moriski, Stud. a.K. Gewerbe-Inst., Warmbrunn, 1859/60, 
Neue Friedrichsstr. 18. 

307. Mor. Poppelauer, Dr. phil., a. Kaiisch, O. 1848/ O. I85i, 
Neue Friedrichsstr. 61. 

308. Mich. Friedländer, Dr. pbil., Jutroschin. 1856/9, gr. Ham- 
burger str. 18a. 



i« 

309. Leo Klein, Dr. med., pr. Arzt, Berliir, 1833/7, Ko^entbift- 
lerstr. 11. 12. 

310. Jul. Altmann, Dr. phil., Berlin,- 1834/8, Schönhauser Allee 
172a. 

311. Alfr. Jaeckel, cand. theol., Berlin 1856/7, I808/6O, gr. Geor- 
genkirchgasse 17. 

312. Stampe, Reg. -Ref., Ostpreufsen, 1852/4, Baamig;artenbrack 
b. Potsdam. 

313. Ch. Bellermann, Prediger, a. Erfurt, Göttingen u. Berlin, 
Klosterstr. 74. 

314. Bellermann, Scbulamtscand., Berlin, Heidelberg u. Berlin, 
Klosterstr. 74. 

315. Theod. Dielitz, Scbulamtscand., Berlin, Heidelb. u. Berlin^ 
Keibelstr. 31. 

316. H. Luden, st. iur., Jena, Jena 1860, Dorotbeenstr« 5. 

317. £. Pappen heim, Dr. phil., Lehrer, Ratibor, J^eslau u. B., 
1849/52, n. Grüns tr. 23. 

318. Ludw. Rode, Cand. d. Predigtamtes, Berlin, B., Sparwalds« 
brücke 15. 

319. Goldstandt, Kreisger. -Ass., Berlin, 1849/52, Jerusalems* 
Str. 17. 

320. Max Wegner, Gerichts- Assessor, Berlin, B., Poststr. IS. 

321. Em. Lehmann, K.-G.-Ausc, Berlin, 1856/9, Oranienstr. 107. 

322. Paul Gunibinner, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, O. 1834/0. 
1838, Papenstr. 19. 

323. Siegfried Aronhold, Lehrer a. d. K. Bauakademie und am 
K. Gewerbe-Institut, Berlin, 1845/8, Artilleriestr. 30. 

324. Jos. Arnheim, Dr. phil., Lehrer, a. Glogau, O. 1848/52, 
Linienstr. 153. 

325. Eberh. Marggraff, Dr. phil., Oberl. a. K. Franz. Gymn., 
Berlin, 1840/45, a. Jakobsstr. 109. 

326. Ad. Gusserow, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1855/6, 1857/59, 
Schumannsstr. 10. 

327. Is. Rosenthal, Dr. med., Assistent a. phytiol. Laborator. d. 
Univ., a. Bromberg, 1855/9, Friedricbsstr. 153a. 

328. Ad. Schukze, Dr. med., pr. Arzt, Assistent an d. geburts- 
hülflichen Klinik, a. Danzig, 1855/9, Dorotheenstr. 5. 



16 

329. Rob. Moses, Stad. a. K. Gewerbe <Inst., Berlin, y. 1859 

an, Spandaucrstr. 18. 

330. Rieb. Kmdler, st. pol., Berlin, y. 1859 an, U. d. Linden 3a. 

331. Bendemann, Geb. Bergratb, Berlin, 1825/26, 1827/28, Gri- 
benstr. 17. 18. 

332. Theod. Lion, K.-G.-Ausc, Berlin, O. 1856/ O. 1857. Ji 
1857/9, Landsbergerslr. 90. 

333. Fr. Wilb. Iloffmann, Dr. med., Danzig, M. 1856/7. M. 1859, 
Kötbenerslr. 29. 

334. Herrn. Munk, Dr. med., Posen, 1855/58, Taabenstr. 46. 

335. A. Koeppel, Dr. med., 0(]erberg, 1855/9, Martenatr. 27. 

336. A. Enslin, Buchhändler, Berlin, 1846/7, Kronenstr. 38. 

337. J. Behrend, Gerichts- Ass., Berlin, 1851/4, Ritterstr. 45. 

338. W. Gaelen, Rector, Birnbaum, 1839/42, Neue Königsstr. 
41, b. Seidel. 

339. L. Kcibel, Gerichts -Assessor, Berlin, 1850/52 Bonnliuid 
1852/3 Berlin, Stralauerstr. 52. 

340. Ernst Ilaeckcl, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, B. u. Wunbnrg 
1852/7, Wilhelmsstr. 73. 

341. £d. Waldeck, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, Königsberg 
1825/29, Breltestr. 5. 

342. Frledr. Wilh. Kühl, Krcisgcricbtsdirector, Spandau, Königi- 
berg 1825/28, Spandau. 

343. Ludw. Demuth, Dr. phil., Berlin, Heidelberg u. Berlin 1856/ 
60, Spandnuerstr. 23. 

344. Mor. Hirsch, Dr. phil., Magdeburg, 1851/55, Scharrenstr. 7. 

345. Ad. Funk, Prorector, Mcckl. Friedland, 1833/6, HafenpL 4. 

346. Ant. Ludewig, cand. ph., Quedlinburg, 1855/9, Behrenstr. 47. 

347. Reichenow, Dr. ph., Dirigent d. K. Pädagogiums eo Char- 
lottenburg, a. Brandenburg, 1828/31, Charlottenburg. 

348. Gartz, Kreisgerichtsrath, Berlin, 1817/20, Mattfaäikirchstr. 12. 

349. Kolbe, K.-G.-Ausc, Berlin, 1858, Leipzigerstr. 4. 

350. Hientzsch, K.-G.-Ref., Potsdam, Berlin, 1854/7, Anhaltische 
Communication 12. 

351. H. Schrader, Tecbniker, Bielefeld, 1860, Kocbstr. 47. 

352. Ludw. Nobiling, Tecbniker, Berlin, 1852/3, Ritterstr. 61. 

353. Hinschius, Justizrath und Rechtsanwalt, Berlin, 1827/30| 
Burgstr. 16. 



17 

354. Bornemann, K.-G.-Ref., Berlin, 1835/8, Borötheeiistr, 64. 

355. W. Alter, Militair- Intendantur- Ref., Berlin, 1852/5, Ora- 
nienstr. 128. ' j 

356. O. Krüger, Ger.-Ass., a. Züllichau, Berlin 1851/4, Kitter- 
str. 51. . ; i . 

357. Jul. Landsberg, Dr., Prediger, Berlin, 1 858/60, Jägerstr. 10. 
358» Ose. Glupe, Dr. med., pr. Arit, Berlin,. 1842/5, neue Jä- 

kobsstr. 6. 
i359. Gust. Schlemüllcr, Prediger, Berlin, 1830/33, Commandan- 
tenstr. 85. 

360. Franz Hübner, K.-G.-Ausc, Berlb, 1859, Schadowstr. 11. * 

361. S. Höniger, Ger.- Ass., Berlin, 1850/53, Alexanderstr. 44. 

362. Heinr. Braun, Dr. med., pr. Arzt^ Berlin, 1854/9,! Gmi;» 
mandantenstr. 83. 

363. E. Brunnemann, Ger. -Ass., Magdeburg, 1852/4, Pattkani- 
merstr. 19. 

364. J. Hesse, Dr. med.,pr. Arzt, Berlin, 1833/7, Dorotheenstr. 7. 

365. L. Kieserling, Dr. phil., Soest, 1855/7, Marienstr. 27. 
866. N. Mossa, Dr. med., Friedland, 1854/8, Marienstr. 2.. 

367. G. Ballhorn, Ger.-Ass., Berlin, 1851/2, 53/4, Besselstr. 20. 

368. Ant. Hafslacher, Bergezspectant , Coblenz a. K., 1859/60, 
KalkscheuneustE. 3. 

369. Aug. Theod. Stamm, Dr. med. et pbil., Berlin, 1846/50 
etc., Friedrichsstr. 64. 

370. Ad. Riesenfeld, Dr. med., a. Schlesien, 1859/60, Louisen- 
Str. 11. 

371. Hugo Promnitz, Civil-Ingenieur, Guben, 1858/60, Poststr. 18. 

372. Franz Kreibig, Schulamtscand. , Berlin, n. Fnedpichssti". 1. 

373. Herrn. Epenstein, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1841/45, ü. 
d. Linden 62. 

374. Jac. Kornfeld, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1832/3, 34/6, 
Breitestr. 22. 

375. Ottomar Grosser,. K.-G.»Ref., a. Schlesien, 1854/7, An- 
haltstr. 15. 

376. Paul Pfitzer, K.-G.-Ref.; a. D, Berlin, M. 1842/ M. 184^, 
Dessauerstr. 36. 

377. F^. Zander, Prediger, Biesdorf, 1819/22, Biesdorfb. Berlin. 

2 



16 

378. Ed. PeUemann, Geh. Reg.-Rath, Betlia, M. 1822/3, Poti- 
damerstr. 13. 

379. Jul. Kubo, Dr. iur, a. Halberstadt, j. In Bfa-Un, 1814/16, 
Potsdamerstf. 139. 

380. M. Oldendorfif, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1840/44, WaD- 
str. 66. 

381. Ad. Kalischer, Dr. med., pr. Arzt, a. Tborn, 1853/7, Rob- 
str. 20. 

382. H. Rosenthal, Dr. med., pr. Arzt; Posen, 1855/7, a. Schml^ 
hauserstr. 5. 

383. I. GnUentag, Dr. phil., Czenstocho\va, .1858/60, Puttkam- 
■merstr. 20. 

384. Paal Hagens^can^. med., GrJ-Glogan, 1857/60, Frilsdricbt- 
str. 141. 

385. Joh. Fr. Wilh. Neumann, Dr. med., pr. Arzt, a. Lubboiy 
1839/43, Lindenstr. 87. ... 

386. Karl Ant. Grofsheim, Geh. Jus^izrath, Berlin, 1817/20, 
Alexandrinenstr. 44. 

387. Odebrecht, Kreisger.-Dir., a. Rügen, 1820/2, Friedrichsstr. 121 

388. H. StraCsmann, Dr. med., pr. Arzt, a. Rawicz,. 1855/60, 
Neue Grünstr. 19 im Lazareth. 

389. M. Bernhardt, Dr. phil., Gymnasiall., a. Driesen, 1843/6, 
Friedrichsstr. 195. 

390. A. Klautzsch, Oberl. a. d. Saldemschen Realschule in Bran- 
denburg, aus Berlin, 1843/6, Dessauerstr. 32. 

391. Fr. Sachse, Oberlehrer, Dr. phil., a. Westphalen, 1828/32, 
Leipzigerplatz 9. 

392. £. Unruh, Polizeianwalt, BerUn, 1845/6, Sebastiansstr. 7. 

393. Ernst Schulze, K.-G.-Ausc., Berlin, 1856/9, MatthäDurck- 
str. 11. 

394. Max Mollard, K.-G.-Ausc, Berlin, 1858/9, Schonebergerstr.9. 

395. Eisenhart, Ref. u. Polizeianwalt, Berlin, B., Potsdaroer8tr.51. 

396. K. E. Bloch, Dr. phil. n. Lehrer a. d. K. Realschule, Ber- 
lin, 1832/5, Kochstr. 12. 

397. Fritz Peschke, K.-G.-Ausc., Berlin, 1856/9, Sebastiansstr. 60. 

398. Frledel, K.-G.-Ausc, Berlin, 1856/9, Marienstr. 28. 

399. Gebhardt, Dr., Schul Vorsteher, a. Potsdam, 1835/8, Dra- 
gonerstr. 21. 



«19 

400. O. Ki2tfToih^J>t..m^.^-ft.'kfx^, Berlin^ ^i^^ 
drichsstr. 76. 

401. W. Hirschfelder, Dr. phil., GynrnasialL^ Züllichaii, 1846/», 
Kanonierstr. 2« ■ i ,i , 

402. F.Voigt, Dr. <fliil., Lchiter, Bcriih,.. 1843/52^ Dessauerstr/S. 
403- Paul Riefs, K.-G.-Ref-v Berlin, 1850 ff., N. Promenade 1; 

404. y. Henning, Reg.- A ssess., Berlin, $848 ffi, Louisenpl. 7. 

405. Heinr. Hahn, Dr. phil., Gymnasiallehrer,. Breslau, 1651/2, 
Commandantenstr. 33. 

406. Posner, Dr. med., Sanitätsratb, pr. Arzt^ Berlin, 1837/41, 
Spandauerstn • 6« .J .i ' 

407. Aug. Dühr, Dr., Conrector, Meckl Friedland, 1825/9; Feil- 
nerstr. 1. •2v- ■■■ r ■' ••« • -^ -»'■» 

408. Carl Lampe, Intendantur- Assessor, Breslau, 1852/3,- Zim- 
lÄ^rstr. 72. ■■■ ■ • '* -.*'-.'■ .* .'.i.i 

409. Joh. Struckmann, Amtsger. -Ass., Osnabrück', 1847/50^ Mit- 
telstr. 62. ' ^ 

410. J. Wiggert, Lehrer am K. Progymnasinra in Berlin, Bran- 
denburg a/H., 1849/53," Mattbäikirchstr. 10. 

411. C. Buge, cand. tbeol, Pommern, 1857/50, Kanonierstr. 42« 
41^.' G. W. Natorp, Dr. med., SabitStsratb , Berlin, l83ä/6>, 

Oranienstr. 107. 

413. Jul. Fendler, Schlofsprediger, Berlin, 1831/4, Linden 62. 

414. O. Kramer, K.-G.-Ref., Berlinv 1854/6, Fricdrichsstr. 130. 

4 1 5. E. Hirschberg, st. phil., Berlin, 1859/60, Commandantenstr.58. 

416. W. Hintze, Schiff bau - Eleve, Potsdam, 1859/60, Markgra- 
fenstr. 63. 

417. F. ßoehm, Prof., a. Schweiz in Westpr., 1828/31, Frie- 
drichsstr. 41. 42.r 

418. P. Zimmermann, Gerichts -Assessor, Berlin, 1848/51, Nie- 
derwallstr. 11. 

419. Ilerm. Oloff, Dr. med., Thorn, 1857/^>0, Marienstr. 2. 

420. A. Knoblauch, Ref., Berlin, 1852/3, Wallstr. 9. 

421. G. Werner, Geb. eiped. Secr. n. Kiasleirath im Finanz- 
Ministerium, Berlin, 1839/31, Bctselstr. 13. 

422. Fritz Werner, Dr. med., pr. Arzt etc., Berlin, 1855/9, 
Neue Friedricfasstr. 15 (K. Kadettenhaas). 

2» 



20 

423. E. Wernicke, Predigtamtscandidat, Berlin, 1852/5, WII- 
liclmsstr. 132. 

424. JacoLy, Dr. med., Berlin, 1844/8, Bischofsstr. 27. 

425. y.Lundblad, Reg.-Rath, Berlin, 1839/42, Brandehburgstr.4a 

426. Aug. Evers, Ausc, Berlin, O. 1856, Neuen burgerstr. 33. 

427. Theodor Becker, Polytechniker, Mühlhaoaen L Th., r. IL 
18o8 an, Kurze Strafse 15. 

428. Ulffers, Polytechniker, Coblens, t. M. 1857, Blumenstr. 71. 

429. Benno Löwenberg, Dr. med., Aixt, Frankfurt a/0., 1853| 
1865/6, neue Königsstr. 70. 

430. Lohustein, Dr. med., Arzt, Landsberg a/W., 1825, neue 
Königsstr. 70. 

431. W. Eichhorn, K.-G.-Kef., a. Wittenberg, M. 1856/7, 
Spreegasse 9. 

432. A. Boeder, K.-G.-Ausc., a. Posen, O. 1856/7, Waiicr- 
thorstr. 32. 

433. E. Naglo , Assistenz- u. Oberarzt a. D., Scblesieo, 1821/5, 
Alexanderstr. 63. 

434. C. Nörrenberg, Bergezspectant , Iserlohn , y. O. 1860 aii| 
Charitistr. 2. 

435. W. Sclirader, Bergezspectant, Lippstadt, O. 1860, InVf 
lidenstr. 66. 

436. J. Toll, Ausc, Berlin, O. 1859/ M. 1860, Ritter^tr. 65. 

437. A. V. Beckeratb, Kaufm., Grefeld, 1853, Werd. &oseBftr.3. 

438. £. HaselofT, Dr. med., Berlin, 1815/20. 

439. B. Buttmann, K.-G.-Bef., Berlin, B. u. Bonn 1852^ 
Oranienstr. 101. 

440. Albrecht, Dr. med., Berlin, 1843, Bebrenstr. 25. 

441. Overbeck, Dr. phil., Dresden, 1860, Mauerstr. 61. 

442. Bielitz, Dr. med., Naumburg a/S., 1858/60, Louisenstr. 12. 

443. Joel, K..G.-Bef., a. Danzig, 1854/5, 1856/7, Oraoienbor- 
gers tr. 17. 

444. y. d. ßrincken, K.-G.-Aosc^ Berlin, 1S57/9, Carlsstr. 26. 

445. Haberland, Ref., Wittenberg, 1854/5, Markgrafenstn. 79. : 

446. Rüdorff, K.^G.-Bef., Werl(Westpb.), 1856/7^ MariöMtr.li 
.447. Ludw. Lesser, Dr. med., pr. Arzt, a. Stargard L PonupefOf 

B. u. Halle 1835/9, 



3t 

448. Behrendt, Justizratb/ BerliD) Qi ll.^6iottlIlgeIl :1813i7, Leip^- 
zigerplatz 19. 

449. Jul. Boas, Dr. med., pr. Arzt, Beelitz, 1852i7y an dior 
Schleuse 6. 

450. Alb. Kotelmann, J>u phil., Berlin, 184fi^, Sdiastinis&tr. €7. 

451. W. Friedländer, Kaufmann, Berlin, 1855/7, Cammandaa- 
tenstr. 87. 

452. Eulenburg, Dr. med., Sanitatsrath, Berlid , ;1828i32 , Frie- 
drichsstr. 103. / ■ 

453. Mor. Marcuse, Dr. med., pr. Arzt, BerUl^y B« n. Breslau 
1854/8, Klosterstr. 42. 

454. Alb. Baraniecki, Literat, Beilin^ 1854/8, Ritterstr. 56. 

455. C. Böhme, Prediger, Berlin, 1829/31, Dorotfaeenstr. 69. 

456. £d. Wache, K.-G..Assessor, Berlin, 18^23/4, a..n. MarktS. 

457. Phil. Heinr. Wolff, Dr. u. pr. Arzt^ Berlin, 1832/5, Ko- 
nigsstr. 42., z. Z. neuen Markt 4.. 

458. M. Herrmann, Ger.-Ass., Berlin, 1847a50, HeiligegeisUtr. 45. 

459. H. Vogel, Dr. med., pr. Arzt, BerUn, i856i8, Michael- 
kirchstr. 10. 

460. A. Rother, Rector em., Schlesien^ 1834/8,- Ritterstr. 41. 

461. P. Wojtasch, K.-G.-Ansc., Berlin^: 1856/9, Wilhelmsstr. 75. 
46?. Reimann, pr. Arzt, Minden, 1821/5, Scbiitzeostr. 30. . 

463. J. Israel, Lehrer, Güstrow, 1844/8, iKönigsstr. 42.. . . 

464. Friedr. Weber, Dr. med., pr. Arzt, Coblen^, O. 1856/ M. 
1857, Taubenstr. 43. 

465. F. Heinr. Geflcken, Dr., Hanseatiscber Mmi^ter- Resident 
am Kgl. Preuls. Hofe^ Hamburg, 1853/4, Bellevuestr. 7.;. 

466. J. Bona Meyer, Dr. phil.. Privat gelehrter, Hamburg, 1852/4, 
Belleruestr, 7. . . '.' 

467. O. Simon, Dr. phil., Lehrec am Berl.Gymn., Berlin, 1846/50, 
Krauts gasse 1*8. 

468. Leop. Stadthagen, Dr. med., pr. Arzt, Cantb, 1844, Brü- 
derstr. 4. 

469. Carl T. Jan, Dr: phiL, Lehrer am Berl. Gymn., a. Schwein- 
fürt, 1856 «. 1858, Poststr. 1. 

470. Hönemann, K..G.-Ref., Jüterbog, 1856/7, CharloUeostr. 3. 

471. Soachon; €and.,theoL, Berliö, 1857/9, Taubenstr. 3. 

472. Guido Weifs, Dr. med., Nenmarkt, 1843/6. 



473. Lebius, Dr. med., Aret, Berlin, lAil/4, Invaliden str. 100. 

474, Galller, i\«»f;ieriingsrath, Berlin, 183o/7, Leipzigerstr. 114. 
47/i. Simonson, BechUanwalt u. Nolar, Berlin, 1828/31, Fru- 

zösisclic Str. 33 c. 
476.: Meyer, Ger.^ Assessor, Maricawerdcr,' 1845/8, Behrenstr. 26. 

477. Adel, Ger.<^ Assessor, Berlin, 18.50/o3, n. FrieHrichsstr. 21. 

478. Bciersdorf, K.-G.-I\ef., Berlin, 18;VJ/.j, Chausseesir. 97. 

479. Spinola, K.-G.-Ref., Berlin, 1804/7, Lonisenstr. .56. 

480. Willi. Wackeniagel, Chemiker, Berlin, 1851/3, Rofsstr. 7. 

481. A. DIesterweg, Seminardlr. a. I)., a. Siegen, 1808/11, Ht- 
feii platz 2. 

482. J. Diestcrweg, Dr. med., Arzt, a. Mors, 1843/7, Frie- 
drlchsslr. 134. 

.483. A. Lüsdiow, Gymnasiallehrer, a. Pommern, 1849/51, ik 
Friedrichssir. 34. 

484. Berend, Dr. med., Sanitätsrath, Berlin, 1828/32, OranieB- 
burgerstr. 64. 

485. Degenkolb, Dr. iur., Ger. -Assessor, Berlin, 1853/5, Läf- 
zigerstr. 92. 

486. Munckel, Ger. -Assessor, Berlin, 1852/5, Orarilenstr. 56. 

487. C. Kremer, Pharmaceut, Ahlen, 1859/60, Taubenstr. 39. 

488. Lnuis Monheim, Pharmaceut, Bedburg, 1859/60, Jägerstr. 68. 

489. n. Baerwald, Dr. phil., Seminarlehrer, a. Nakel b. Bron- 
berg, 1852/5, Auguststr. 80. 

490. Gust. Ilauck, Dr. med., Berlin, 1831/4, Charlottenstr. 8i 

491. Buddee, fC.-G.-Ralh, a. d. Mitt^lmark, 1817/20, Ritter8tr.36i 

492. Zimmermann, Gerichts -Assessor, Berlin, M. 1847/ M. 1849, 
Matthaikirchstr. 5. 

493. F. W. Broesicke, Dr. med., pr. Arzt, a. Fror. Branden- 
burg, M. 1847/52, Linienstr. 160. 

494. Jul. Badt, Dr. med., pr. Arzt, Mark. Friedland, M. 1836/40, 
Spandauerstr. 9. 

495. Kurt Lilie, Stud., Breslau, Breslau 1859/60, Linksstr. 16. 

496. Franz Mathis, cand. theol., Berlin, 0.1858/60, Lenn<8tr.6a. 

497. Friedr. Fedde, Dr. phil., Oldenburg, M. 1857/ M. 1860, 
Friedrichsstr. 95. 

498. Ed. Hildebrandt, Dr. med., Berlin, B., Leipzig al W&sbnig 
1833/7, Alexanderstr. 45. oiäiiü «»Ts 



1» 

499. Paul Gebhard, K..G.«Ausc; ai^£Iler£eld, Bonn i856/9;- 

B. 1859, Mittelstr. 5. 
SOG. Felix .Oppert, K-G.-Auiic., Berlm Ol 1856^ 1858/9^ Mbn« 

bijouplatz 3. '. ' I .: » ■ ■;'.'. 

501. C. Löwe, Geh. Finansrath, Berlib 1828, Yictbriastr. 9 b;:. 

502. H. Grunow, Prediger, Alt-Levin bei Wriezeo, "M; 1853/6, 
■ ■ Leipzigeristr. 3* ^ . ■ J 

503. O. Granow, K.-G.-Aasc, Berlin, O. 1856/ O. 1859, Lcip- 
zigerstr. 3. ■ ■ * 

504. A. Pincug, Dr. med., Poln. Crone, 1854, n. Friedrichsstr. 19. 

505. Sam. Bier, Dr. med., Deutz, 1858/9, Artilleriestr. 3. 

506. P. Schröter, Stud. am Gewerbe -Inst., Berlin, 1860, Ora- 
nienstr. 137. 

507. F. Westphal, Stud. am Gew^rbe-Iost., Demmin, 1857/60, 
Hirtengassie 16. 

508. P. Betke, K.-G.-Ausc., Wilsntck, Jenki o. Berlin 1855/8, 
Mittelstr. 29. . 

509. A. Kaselack, Rechts Candida t, Berlin, 1857/60, Alexandri- 
nenstr. 7. i . 

510. Mor. Müller, Stud. d. Gewerbe-Inst., Berlin, 1857/60, £li- 
sabethstr. 62. ' . 

511. Em. Schönfeld, Predigtamtscandi u« K. Cadetten - Gouver- 
neur, Westpreufsen, 1855/6, Neue Friedrichsstr. 13. 

512. Mor. Vater, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1854/8, Dorotheen- 
Str. 57. 

513. Alb. Schuke, Referendar, Altehdile b. Beizig, O. 1857/8^ 
Commandantenstr. 27. 

514« 5t. Diakowskoyf Arzt, Moskau, B., Friedrichsfftr. 221. 

515. Rummel, Dr. med.. Geb. SanitStisrath, Charlottenborg, M. 
1829/32, Charlottenburg. 

516. A. Rummel^ Kreisgericht»- Ausc., Charlottenburg, M. 1857/60, 
Charlottenburg. 

517. J. £. Heinrichs, Dr. phiL ü. Oberl. am K. Cadlettencorp» 
u. d. Königsst« Realschule, a. Thom^ ■ M. 184^/51, - n. Kö- 
nigsstr. 28. •■ • ^ 

518. C. A. Gottscbalck, Dr.pbil. u. Lehrer a. d. Königst Rea)^- 
> »dinle^fl. Colberg, 1835/8, Landtbergerstr. 18. ' 



24 

519. M. Stappenbeckf K.-G.-Ausc, a. PoUdam, M. 1856/9, Zim- 
merstr. 57. 

520. Leo Troschel, Dr. phll., ordentl. Lehrer a. d. KönigsiL 
Realschule, BeHin 1830/33, Neanderstr. 20. 

521. Bischoff, Dr. phil., Lehrer a. Küloischen Realgymn., BerliO| 
1841/5, Neanderstr. 35. 

522. Juiighaun, Referendar, Drakenstedt, 1854/5, Lindenstr. 101. 

523. Fleck, Gerichts- Assessor, Potsdam, 1852/5, Anhaltstr. 14. 

524. Grofse, K.-G.-Ref., Potsdam, M. 1855/ O. 1857. 

525. Airr.Mitscherlich,Dr.,pr.Arzt, Berlin, 1853/7, Ziegelstr.5.6. 

526. Groethuysen, Dr. med., pr. Arzt, Straelen, O. 1856, Zie- 
gelstr. 5. 6. 

527. S. Oppenheim, Dr. med., pr. Arzt, a. Schwerin a. d. Warthe, 
1851/5, Alexanderstr. 63. 

528. Leop. Barschall, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, M. 1842/4, 
Lcrpzigerstr. 115. 116. 

529. Max Barschall, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, M. 1854/8, 
Holzmarktstr. 8. 

530. Jul. JacobI, Dr. med., pr. Arzt, Königsberg i/Pr., 1830/34, 
Friedrichsstr. 103. 

531. Richter, K.-G.-Ref., Osterburg, 1850/51, Friedrichsstr. 183. 

532. Borsche, Prosector, Berlin, 1836, Wallstr. 26. 

533. Buosen, Ger. -Assessor, Berlin, 0. 1852/3, Schadowsstr.il. 

534. Groschuff, K.-G.-Ausc, Berlin, Erlangen u. B., 0.1856/ 
M. 1859, Molkenmarkt 6. 

535. Wiebe, Bauelevc und Stud. philos., Berlin, t. M« 1860 
an, Schöneberger Ufer 37. 

536. Schmauch, Ger.-Ass., Berlin, 1848/51, Belle-Alliance-P1.10. 

537. Schmidt, Forstcandidat, Marienwerder, O. 1852/ M. 1853, 
Puttkammerstr. 12. 

538. Franz Lehmann, Prediger, Bredow, Halle u. B. 1838/42, n. 
Rofsstr. 1. 

539. Gocbel, Sanitätsrath, Pritzwalk, 1816/20, Karlsstr. 28. 

540. O. Doehl, Pharmaceiit, Spandau, 1859/60, Jägerstr. 3. 

541. Aust, Medicinor, Potsdam, 1856/60, Friedrichsstr. 114. 

542. H. d'Alqucn, Particulier, Arnsberg, 1830, Linksstr. 37. 

543. D. Löwensteiu, Dr. med«, Schloppe, y. O. 1857, Burgstr.l6. 



25 

544. B. Beyer, Landwirth (Rentier), Freystadt bei Graudens, 
Greifs wald 1847/50, Louisenstr. 61. 

545. B. Hoppe, K.-G.- Anise, Berlin, 1857/60, Brandenbnrgstr. 41. 

546. £. H. Schatze, cand. theol., Boroy bei Posen, Erlangen M« 
1857 /M. 1859, B. M. 1859/60, Niederwallstr. 15. 

547. K. Kubale, Dr., Pfarrer a. d. Concordienkirche in Landsberg a. 
W., a.Betsche im Posenschen, 0.18315/38, Niederwallstr. 15. 

548« B. Büchsenschütz, Dr., Oberlehrer am Friedrlchs-Gymn. L 
Berlin, a. Berlin, M. 1848/51, Ziegelsir. 9. 

549. Hartmann, AppeUat.-Ger.-A.u$c., Luckau, M. 1857 / 0. 1859, 
Neue Friedrichsstr. 103. 

550. W. Sklarek, Dr. med., Arzt, a. Raszkow, 1854/8, Leip- 
zigerstr. 43. 

551. Friedheim, Dr. med., Geh. Sanit'atsrath, Arzt, Berlin, 1822/4, 
Unterwasserstr. 7. 

552. £. Zimmermann, Dr. iur., Haue a. S., 1855/6, Friedrichs- 
str. 178. 

553. F. W. Depaubourg, Privatgelebrter, Berlin, 1840/44, Kai- 
sers tr. 48. 

554. O. Friedheim, Assessor, Berlin, v. 1852, Unterwasserstr. 7. 

555. Schrader, Arzt, Glogau, 1828/31, InTalidenstr. 39. 

556. A. Roesel, Dr. med., Arzt, Rawicz, 1850/54, Niederwallstr. 25. 

557. R. Pilaski, stud. phil., Posen, 1856/7, Französischestr. 65. 

558. A. Pilaski, stud. iur., Posen, 1858/9, Französischestr. 65« 

559. Humbert, Kreisgerichtsr., Berlin, 1837/40, Matthaikirchstr.il. 

560. Mich. Jonas, pr. Arzt, Berlin, 1837/41, Königsstr. 30. 

561. Ad. Löwenstein, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, Breslau 1829/33, 
Heiligegeiststr. 7. 

562. A. L. Löwenthal, Dr. med. , pr. Arzt, Berlin , 1841/5 , am 
Heiligengeist-Hospital 2. 

563. Ludwig David, Dr. med., Arzt, Berlin, 1855/9, n. Gron«- 
str. 19. 

564. Sachtleben, cand. theol., Weferlingen, Halle, 1857/9, Ora- 
nienburgerstr. 68. 

565. L. Rosenthal, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1849/53, Fried- 
richsstr. 153 ju - 

566. H. Holder-Egger« i^pdL-Ger.-Referendar n.Polisei- Anwalt, 
Berlin, Bonn «. B., 1843/6, Anhaltstr. 16. 



26 

567. L. Pomtow, Oberlehrer am Joacliirasth. Gymn., Berliii| 1 84(VI3, 

LiiiicMKstr. 41). 
o68. Hermann Vogel, Assistent am mineralog. Maseum, Doiiri- 

iugk, 1S;)4/S, im UnivcrsitätsgeLäude. 

569. C. Grcwingk, Prof. onliii., llorrath, Livland, 1842/4, Hit- 
• tclstr. 54. 

570. V. lioItxcndoriT, Partie, Uckermark, 1833/6, Melchiorstr.l. 

571. >Yegncr, Justizrath, Berlin, Halle, Jena u. B. 1817/30, 
Poststr. 15, 

572. J. AlLu, cand. med. et clilr., Frankfurt a/0., Breslau l860f 
Loiiisenstr. 20. 

573. Albert Richter, stud. tbcol., Frankfurt a/0., Bresl. l859/6a 

574. Bcrgius, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1848/51, Linksstr. 6. 

575. IsidorWurm, caml. med. et chir., Breslau, 1858/60, Sdn- 
ni an US Str. 10. 

576. Anton Bracht, Dr. med., Münster, 1859/60, Louisenstr. 7. 

577. A. Kriiger, stud. thcol. , Frankfurt a/0., Halle seit 1860, 
Schumaniisstr. 23« 

578. Joseph Müller, Dr. med. et chir. , Aachen, B«, Karlsstr. 7. 

579. H. Wedding, Dr. pbil., Berlin, 1853/9, Oranienstr. 94. 

580. Glauflügel, Dr. med., pr. Arzt, Cöpnick, 1844/6, Cöpni^ 
^581. Carl Grofse, Kreisrichter, Cöpnick, 1842/3, CÖpnick. 

582. Strafsinann, Dr. med., pr. Arzt, RawicE, seit 1843, Brei- 
lauerstr. 21. 

583. Friedr. Streiter, cand. phil., Botzen, 1854/9, Mittelstr. 54 

584. Lisco, Dr. theol., Prediger a. SL Gertrud in B;, Braadei^ 
bürg, 1811/2, Spittelbrücke 19. 

585. H. y. Chamisso, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1851/5, AleuB- 
d^rplatz 4. 

586. Künne, K.-G.-Ref., Berlin, 1854/7, Mohrenstr. 52. 

^87. Krokisius, K.-G.-Ref., Coeslin, 1854/57, Cbarlottenstr. 43. 

588. M. Nonn, Stud. a. Kgl. Gew.- Inst., Rheine, seit 1858, 
Klosterstr. 64. 

589. Th. Schlemm, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, seit 1841, On- 
nienburgerstr. 59. 

590. Max Ring, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, seit 1838, Poti- 
damerstr. 59. 



27 

I. O. Giitidt, Br. pbil., ScIirifts««IlerV UtiifieQ«' 18S3/S; Spit- 
telmarkt 2. ■ *' . . : * 

2i Barthol. Micbailof^ pr.- Arsl, a. KfiS^n^ Moikatt- ni B.^ Cba^ 
ritestr. 1. •; 

3. ^ Lndimar Hefmänn, Dn med.^ pr. Aret, Berii«^ £855/9, 

Leipzigerstr. 15, » 

'4. Tlieodor Krebs, Dr. itir;; Berfti/- 1834/?, Maliers tri 74. 
f5i 'Gustar Paetzelt, Aase, Bei«liB^ iB. in. Heidel)>ei^ 1856/9, 

Kochstr. 23. * - 

'6. Franz Sparmann, stud. phil., Dresden, Leipzig 1860, Do- 

r6theenstr. 93. 
*7. Ad. Bogen, cand. min., Berlin, 1853/6, Dresdnefstr. 110« 
'8. Wüh. \Neuniann, stud. med., Griinebergj 1860, Friedricbs- 
'" Str. 141. 

9. AI. Meyer, Dr. lur., Berlin, 1849/52, Französische Str. 43. 
Oi Gust Lewin, Bucbbandiep, Berlin, 1830/32, 'Köchstn 21^ 

II. Georg Schmidt, K.-G.-Ref., a. Posen, 1855/8, Alciandri- 
nenstr. 38, '. * 

^. Wilh. Schmidt, Dr. pbil., Pommern, 1850/53, Gipsstr. 8, 
13. Rieh. Schenck, Ref., Glatz, 1853/5, Markgrafenstr. 66. 
>4i A'.OIdcndorff, Dr. med., Arzt, Berlin, 1850/55, Taubenstr.l7. 
lä.:H. fwers, Dr. med., Arzt, Berlin, 1850/54, Looisenstr. 29. 
>6. Errtst Bork, Min.-Eleve, Berlin, 1859/60, Köpnickerstr. 80^ 81. 
rr. Friedr. Wallmüller, K.-G.-Ausc, Berlin 1856/9, Moh- 
'• '^nstr. 37a. 

18. K. Loewenberg, K.-G.-Aasc., Berlin, 1856/9,- Belleme^tr. 14. 
l&.'KefsIer, Dr. med., pr. Arat, Berliii, 1846/50, Gertrau- 

tenstr. 24. 
ß. GeAardt, Apotheker, Berlin, 4857/8, Potsdamerstr. 29. 
1. Frenze!, Prediger a. St. Petri in B., 1849/52, Brfickenstr. 13a. 

4. A. Jacobson, Äusc., Berlin, 1855/7, Victoriastr. 35. 

3. Ad. Abarbanell, Dr. med., pr. Arzt, a. Franstadt, 1847/9, 
Brüderstr. 28. 

4. Sim. Simonsohn, Dr. med., pr. Arzt, Lissa, B. 1845/9, 
Frledricbsfelde bei Berlin. 

.5. Ed. Hejmann, Dr. med.; pr. Arzt, Breslau, 1836/41, ^il- 

kow b. B. 44. 
16. Gollnow, Arzt, Bernau, 1832/6, Bernau« 



28 

617. M. Benda, Arzt, Berlin, 1840/44, n. Schonhauserstr. 2. 

618. G. Lisco, Preiliger, Berlin, 1836/40, Jerusalemsstr. 30. 

619. C. MoUard, Dr. iur.. Geh. Revisionsrath , Berlin, l821d, 
Schüncbcrgerstr. 9. 

.620. W. Müller, Pred. a. d. Jerusalems- Kirche, Berlin, 183941, 
BesseUtr. 13. 

621. Jul. Eiichel, K..G..Rer., a. Stettin, 1852/5, Besselstr. 11. 

622. J. Schirmer, Dr. phil., Berlin, 1863/6, Stralauerstr. 12. 

623. A. y. Bredow, K.-G.-Rcf. a. D., Betzow, B. 1833/6, Hok- 
renstr. 11. 12. 

624. II. Loewenthal, Arzt, Posen, 1832/6, Oranlenburgerstr. 401 
41. bei llorwitz. 

625. IL Zallcr, Dr. iur., Berlin, 1833/6, Leipzigerstr. 91. 

626. B. Finkencr, Dr. phil., Chemiker, Westphalen, 185&1, 
Caiitiansstr. 4. 

627. KrippendoriT, Polizei -Lieutenant, Berlin, 1847/50, Hol 
mann SS tr. 14. 

628. Meyer, Ger.-Assessor, Berlin, 1849/52, Hirscbelstr. 23. 

629. Winkler, K.-G..Bef., Alt-Lietzegörlcke beIWrIe£en,18ä(i9, 
Dresdners tr. 55. 

630. A. Schrocder, Arzt, Uckermark, 1840/44, a. Robstr. 3. 

631. Fr. Heyer, Arzt, Schlesien, 1848/52, 1853/7, LonisoipL i 

632. Quehl, K.-G.-Kef., Priegnitz, M. 1853/ O. 1856, Aleai- 
drinenstr. 10. 

633. Lindenau, Appell. - G. - Ref. , Gnesen, O. 1850/53, Sdte- 
bcrgerstr. 

634. Koblanck, Dr. med., Sanitätsrath, Berlin, M. 1840/41, Bä- 
terstr. 52. . . . \ 

635« DöIIen, Dr. phil., Oberlehr., Königs- Wusterhausen, 0.:184$/i| 
Köpnickerstr. 78. 

636. Erbkam, Dr. med., Sanitätsrath, Berlin, O. 1827/31, Kif- 
nenstr. 36. 

637. Weber, Ger.-Assessor, Berlin, M. 1850/53, Taubenstr. 13. 

638. Kud. Löwenstein, Dr., Schriftsteller, Breslau, M. 1841/4| 
Alezandrinenstr. 96. 

639. Schröder, Stadtger.-Rath, ßerl., 0. 1828/31, Oranieastr. 143. 

640. Typke, Dr. med. et chir., Berlin, d. 27. Dez. 1824. 



l. Eckard, Dr. med., Geh. Sanititsrath, Berlin, 1818/22, Zun- 

merstr. 86. 
L Poppelauer, Dr/med., Arzt, Schles., 1848/50, Blmnenstr. 22« 
L Herzberg, Dr. med., Sanitätsrath , Berlin, 1820, Span- 

dauerstr. 11. 
l. MannkopfT, K.-G.-Rath, Neumark, 1822/4, Dessauerstr. 26. 
>• Förster, Zahnarzt, Sachsen, 1845/7, Behrenstr. la. 
i« Hinneberg, Zahnarzt, Berlin, . 1842/5, Mohrenstr. 26. 
r. Meyn, Rechtsanwalt, a. Ruppin, 1835/8,, Bruderstr. 2. 
). Wessel, Ger.- Assessor, Berlin, 1851/4, n. Grfinstr. /24« 
h Gefsner, Oberlehrer, a. Posen, 1841/4, Niederlagstr. 2. 
9. Goeppert, Dr. med.. Geh. Medic-Rath n. Pro£, .Uniy.» 

Breslau, 1824/6, Charlottenstr. 43. 

1. Noel, Prediger, Berlin, 184 i/2, Sebastiansstr. 56. 

2. FretzdorfT, Justizrath, Berlin, 1829/32, Krausenstr. 37. 

3. Frank, Buchhändler, Berlin, 1847, kl. Kirchgasse 3. 

1. W. Kauffmann, Dr. med., Arzt, Berlin, 1843/4 n. 1S47, 
n. Grünstr. 18. 

5. £d. Michaelis, Dr. med., Aret, Berlin, 1843/7, Karlsstr. 2& 

6. Ulr. Crain, stud. pharm., Wismar, 1859/60, Schumannsstr. 

7. H. Rein, stud. pharm., Buckau, 1859/60, Friedrichsstr. 94. 
B. S. Neumann, Dr. med., pr. Arzt, Stadtverordneter, Berlin, 

1838/42, Köpnickerstr. 72. 
9. Triest, Geh. Justizrath, Berlin, 1818/9, Friedrichsstr. 191. 

0. Belgardt, Dr. phil., Berlin, 1846/50, Puttkammerstr. 18. 

1. Wilh. Gehrmann, Stud. am Kgl. Gewerbe-Institut, Frank- 
furt a/0., 1857/60, Invalidenstr. 87. 

2. H. JoSl, Ger.-Assessor, Berlin, 1847, Taubenstr. 10. 

3. Klaatsch, Geh. Archivrath a.D., Berlin, 1821/2, Franz. Str. 32. 

4. Gotth. Clemet, stud. theol., Potsdam, B. u. Erlangen y. 1857 
an, n. Friedrichsstr. 32. 

5. Mart. Clemet, Bau- Akademiker, Potsdam, 1859, n. Frie- 
drichsstr. 32. 

6. W. Wagner, Dr. phil., Hanau, 1855, Jägerstr. 59. 

7. L. Natani, Lehrer der Mathematik, Königsberg L Pr.| 
1842/45, Grenadierstr. 2. 

8. H. Hülsen, Prediger, Stresow bei Rathenow, B. 
i9. Kannegiefser, Prediger, Kublank in Meklenburg. 



30 

670. Gast. Reichardt, Musikdirector, a. Pommeni, .GreifiiwaM 1817, 
B. 1818/20, Scbellingsstr. 2. 

671. Samson, Dr. iur., Braanscbweig, ISl?, Göttingea n. Htt- 
(Iclberg 1818/21, Französische Str. 33. 

672. Drcwcke, Dr., Ger.-Assessor, a. Danzig, B. 1852/4, PoU- 
damerstr. 26. 

673. Meinecke, Geh. Flnanzrath, Berlin, 1837, Grabenstr. 

674. Kannegiefser, Dombülfspredlger, Berlin,' 1851/ 2^ Orsmien- 
burgerstr. 76a. 

675. Neubert, K.-G.-Ref., Liitzau, 1856/8, Commandanteiutr. 43. 
676- Hanptner, K.-G.-Ref., Berlin, 1853/7, WiJheÜDSstr. 96. ' 

677. Körte, Dr. nied.,.pr. Arzt, a. Aschersieben, B. 1839;41| 
Kraiisenstr. 42. 

678. C. J. Gerlach, Dr. phil.,Schulvorsteber, a. Brbmberg, 1833/8, 
Fischerbriicke 19. ..." 

679. M. Boebr, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1851/5, Ritterstr.TD. 

680. N. Neumann,^ Dr.^med., pr. Arzt, Pyritz, B. 1846/51, Zin- 
merstr. 30. 

681. W. Wagner, Dr. med., Berlin, seit O. 1856, Dohitheeii- 
str. 10. 

682. M. Securius, K.-G.-Bef., Berlin, seit O. 1853, Sdüff- 
bauerdamm 8. 

683. C. R. Lessing, Ger. -Assessor, Schlesien, 1847/50, Beb- 
renstr. 63. 

684. W. Petsch, Ger.-Assess., Berlin, 1850/53, Grenadierstr. 2fi. 

685. G. Lebin, K.-G.-Ref., Berlin, 1853/6, Thiergartenstr. 25. 

686. R. Bürde, Dr. phil., Berlin, 1844/8, EnckeplaU 4a. 

687. G. Boer, Dr. med., Sanitätsrath, Hofmedicus, t. Thüringea, 
1828/30, Markgrafenstr. 60. 

688. A. Hübner, Geh. Ob. - Tribunalsrath , a. Schlesien, 1821/2, 
Mattbäikirchstr. 17. 

689. A. Michaelis, Reg.-Ref., Pommern, 1853/4, Oranienstr. 90. 

690. AI. Schlesinger, Dr. med., Arzt, Schlesien, 1850/54, Poti' 
daiherstr. 1. 

691. O. Sandmann, Diakon a. d. Friedenskirche, Potsdam, 1856/8, 
Kalkscheunenstr. 1. 

692. Siegm. Meyer, Ger.- Ass., Berlin, 1848/51, Potsdamerstr. 139. 



3% 

693. Job. Georg Rosenbain, Dr., Prof. der- Math., Uoiv. Kßh- 
nigsberg, Königsberg 1834/8, Unter den Linden 5. • 

694. Wiib. Zenker, Dri pbil., Berlinv 1847^50, Cbarlottenstr. 74. 

695. Eni. Frb. v. Lauer - Münchbofen , K<-G.-Ausc, Berlin^ 
1857/9, Eicbbornstr. 6. 

696. Frenzel, Ger.- Assessor, Berlin, 1850/53, Scbönebergerstr. J2. 

697. Costenoble, Wirkl. Geb. Ob.-Beg.-Ratb, Berlin, 1825/S, 
Eicbbornstr. 5. .• . . 

698. Tb. Liebe, Dr. pbil., Berlin, 1851/54, Brandenbnrgstr. 34. 

699. Aog. Petersen, Ger.-Ass., Berlin, 1852/4, Bendlerstr. 21. 
-700. Herrn. Lowenthal, Dn med., -Berlin, 1856/60', .m« KönigSr 

Str. 62. 

701. Ad. Gröfsmann, .J)r. medJ, Berlin, 1856/60^' n. Scbönb^af- 
serstr. 15. 

702. Ludw. iTrege, Scblofspiicdiger u. Pfiirrer, Berlin,. 1826^9^ 
Scbönebcrg 16. _ . 

703. £d. Klein, Sind. a. K. Gew.-Inst., Berlbi, 1859/60, Muß 
Friedricbsstr. 34. 

704. Jul. Scbroeder, Stud. a. K. Gewv-Inst., Danzig, 1859/60, 
Stralauerstr. 15. ; 

705. Oscar Scbmiel, Stud. a. K. Gew.-List., Görlitz, 1859/60, 
n. Friedricbsstr. 79. 

706. Ad. HoItbofT, Ref., Havelberg, B. 1850/51, Markgrafenstr. 4. 

707. Ed. Peitbmann, Prof. a. Westpbalen, Bonn 1826/7, Köthc- 
nerstr. 89. 

708. Rud. Humbert, K.-G.-Ref., Berlin, 1852/5, Scblofsfreibeit 2. 

709. Hetzel, Superintendent, Berlin, A., Sebastiansstr. 56. 

710. O. Stobbe, Dr. inr. u. Prof., Univ. Breslau, Königsberg 
1849/53, Friedricbsstr. 46. 

711. Adolf Scbmidt, Dr. Prof., Univ. Jena, Baubof 1. 

712. Bescbmann, Dr. pbil., Rector d. höbern Lebranstalt in 
Spandau. 

713. Arndt, Dr. pbil., Lebrer, Spandau. 

714. Konitz, Lebrer, Spandau. 

715. Rcicbenau, Ober-Regierungsratb, Berlin, A. 

716. Bormann, Provinzialscbulratb, Berlin, A., Alexandnnenstr. 89. 

717. Mützell, Dr. pbil., ProTinsialschubrath, Berlin, A., Leipzi« 
gerstr. 74. 



32 

718. Lommatzsch, Dr. theol., Prof. am Predigerseminar in Wit- 
tenberg, A., Louisenstr. 41 bei Prof. Petermann. 

719. W. HeintE, Prof., Univ. Halle, Puttkammerstr. 19. 

720. Reinhard O. Pielchen, Sudtgerichtsratli, Niederlausite, 1835, 
Matthaikirchstr. 5. 

721. Gust. Toussaint, K.-G.-Ausc., a. Preiifsen, 1856/9, Wil- 
helmsstr. 39. 

722. Herrn. Schlesinger, Dr. med., Schlesien, 1855/9, Doro- 
theenstr. 64. 

723. Jul. Müüensiefen, Prediger, a. Westphalen, B., Biachofsstr. 5. 

724. Frans Wimmel, Int. -Assessor, Berlin, 1851/4, Unterwai- 
serstr. 9a. 

725. F. W. Walter, Prediger, Landsberg a/W, 1829/32, Hri- 
ligegeiststr. 38. 

726. Wilh. Carl Zernial, Dr. med., Neuhaldensleben, M. 1857/ 
1860, Karlsstr. 22. 

727. C. H. Schwartz, Dr., a. Aachen, 1856/60, Ziegelstr. 19i. 

728. Stiehl, Reg.- u. Schulrath, a. Magdeburg, Breslau, 1834/7. 

729. Carl Fleck, stud. iur. et cam., Beerbaum, B. n. Heidelberg. 

730. Aug. Froehde, Dr. phil.. Luckau, 0. 1854, Oranienburger- 
Str. 57. 

731. Emil Busch, stud. math., Dobrilugk, Greiikwald seit 0.1859| 
Französische Str. 67. 

732. Döhling, Pastor, Pommern, 1811/14, Linienstr. 111. 

733. Petsch, Cassirer a. d. Gen.-Mil.-Casse, Berlin, 1845/8, Gie- 
nadlerstr. 26. 

734. Cabanis, Dr. philos., Custos am zoologischen Museum, Ber- 
lin, 1836/39, Schwedenstr. 14 im Gesundbrunnen. 

735. Anderson, stud. pharm., Pommern, 1860, Friedrichutr. 10& 

736. Herrn. Fischer, stud. phil., Sachsen, B. u. Halle O. 1859/ IL 
1860, Hlrschelstr. 34. 

737. Carl Schmidt, Dr. iur., Paderborn, 1855/8, Dorotbeenstr. 63* 

738. Jac. Goder, stud. med., Jackerath a. R., B, Sebastiansstr. 18. 

739. Wilh. Thilenius, Gymnasiallehrer, Charlottenborg , B«, l. 
Berlinerstr. 1. 

740. Hebr. Wilh. Friedberg, Dr. med., Sanitättrath, BerliB, 
1826/8, Oranienburgerstr. 3. 

741. £. Friedberg, Arzt, Berlin, 1836/40, Oranienburgerstr. 7. 



S3 

742. L. Tarlaa, Ger.-Assessor, Ratibör, 1851/4, Dorotheenstrlli. 

743. C. Waechter, Bau-Akadem., Stettin, 1859/60, CöthenerUr. 12. 

744. W. Stappenbeck, Rector a. D. u. K. Regierungs-Secretait» 
Perleberg, 1820/24, Zimroerstr. 79. 

745. C. F. Goeschen, Stud., Halle a./S., Heidelberg 1859/60, 
Taubenstr. 37. 

746. M. Molinari, cand. inr«, Breslau, 1859/60, Kanonierstr. 33« 

747. A. Förster, K.-G.-Ref., Duisburg, 1854/5, Kanonierstr. 30. 

748. W.T.Kozlowski, Scbulamtscandidat, Posen, 1855/9, Puttkam- 
merstr. 20. 

749. Bemh. Hefslein, Dr, phil , Hamburg, 1840/41, Krautsgasse 26. 

750. F. W. Lilienthal, Dr. med., pr. Arxt, Berlin, Würxburg tu 
Berlin 1854/58, Melchiorstr. 25. r : 

751. LantzendörfFer, stad. archit., Hamm a/Sieg, seit 1859, Bla- 
menstr. 71. 

752. Ad. Nasser, Dr. med., Badearzt in Charlottenbnmn, Schle- 
sien, B., Dorotheenstr. 5. 

753. Aug. Wolir, Dr. phil., Prot am Cadetten-Corps, Frankfurt 
a/0., 1835/9, neue Friedricbsstr. 15. " 

754. Friedr. von Kunowski, Majoratsherr, Stadtrerordneter', Gar- 
ben, 1842/5, Friedrlchsstr. 203. 

755. O. Friedr. Wilh. y. Kunowski, Rittergutsbesitzer, Bedüin 
bei Neu-Buppin, 1810, Friedricbsstr. 203. 

.756. Carl Werner, Geh. exp. Secretair, Mark Brandenbarg, Halle 
a. B. 1826/9, Wiibelmsstr. 145. 

757. Carl Friedr. Nie. Jul. Dammann, Dr. med.. Warbarg in 
Westphalen, Göttingen, Würzburg, Greifswald tt.B. 1856?60, 
Marieustr. 13. 

758. Rud. Rauch, stud. archit., Berlin, seit 1859, Augoststr. 92. 

759. F. Junguickel, stud. archit, Breslau, 1859/60. 

760. Froehner, Ger.- Ass., Berlin ^ Bonn o. B. 1845/8, Des^ 
sauerstr. 26. 

761. £. Pfundkeller, stud theol., Halle, Halle 1859, Karbsfr. 22. 

762. H. Pfundkeller, stud.tbeoI., Halle, Halle 1860, Karlsstr. 22. 

763. IL Mitzlair, stud. theol., Halle, Halle 1860, Karlsstr. 22. 

764. H. Langner, stud. theol., Halle, Halle 1859, Karlsstr. 22. 

765. Fritsche, stud. theol., Halle, Halle 1859, Dorotheenstr. 24. 

766. Becker, stud. theol., Halle, Halle 1859, Dorotheenstr. 24. 

3 



34 

767. y. Holtzendorfr, Pr.- Liefutenant , Berlin, seit 1860, SduflT- 

bauerdamtn 34. 
•768. Schwahn, cand. theol., Rerlin, 1855/8, Leipzigerstr. 82. 

769. W. Housselle, Arcliitekt, Berlin, 1859/60, Behrenstr. 63. 

770. F. Krahn, Kreisgerichtsrath, Berlin, 1819/22, Neuenbni^ 
gerstr. 28. 

771. Conrad y. d. Grüben, Gerichts -Assessor, Berlin, 1848/51, 
W'ilhelmsstr. 115. 

772. Heinr. Smidt, Bibliothekar im K. Kriegsministerium, AUosa, 
1824/6, Kraiiscnstr. 76. 

773. Conrad Kothe, Dr. iur., Berlin, 1848/51, Prinsenstr. 27. 

774. Sauer, Stud. d. Zahnheilkunde, Berlin, 1860, Karlsstr. 6. 

775. Kuhlmcy, Dr. phiL, Lic. theol., Oberl. am Kolnischea 
Gymnasium, Berlin, 1836/40, Sebastiansstr. 14. 

776. Nürnberg, cand. theol., Potsdam, O. 1856/7, Karlsstr. 22. 

777. F. Schultz, I)r phll., Oberlehrer, Berlin, 1849/52, So phienstr.l 

778. Bürkner, Befereiidar, Berlin, 1853/4, Jerusalems str. 50. 

779. W. Krause, Architekt, Stolp, 1858/60, Tempelhofer Ufer & 

780. C. J. Capelle, K.-G.-Rer., Berlin, 1853/6, Üessaaerstr. 2. 

781. Th. Richter, Dr. med., pr. Arzt, Pommern, 1853/8, Lef- 
zigerstr. 110. 111. 

782. Paul Guttmann, Or. med., pr. Arzt, Schlesien, 1854/6 i. 
1858, Kronenstr. 31. 

783. Albert Jansen, Architekt, Cöln, 1860, Commandantenstr.33L 

784. Gust. Fleischinger, Architekt, Berlin, 1859/60, Markgn- 
fenstr. 66. 

785. Aug. Wegner, Dr. med.. Ob. - Stabsarzt , Berlin, 1839/43, 
Wilhelmsplatz 2. 

786. Herm. Lohde, Dr. med., Sanitätsrath, pr. Arzt, Berfio, 
1835/40, gr. Präsidentenstr. 3. 

787. Jul.GerlofT, Eisenb.-Insp., Berlin, 1839/40, Köpnickentr.80. 

788. Mor. Uirsch, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1850/54, Jager« 
Str. 61. 

789. F. SchiefTer, Architekt, Schieiden, 1858/60, Zimmerstr.38. 

790. Krämer, Conrector, Bernau, 1830/33, Wilbelmsstr. 105. 

791. Mor. Block, Kanzleirath, Berlin, 1831/5, PoUdamerstr. 36. 

792. W. L. R. Ohrtmann, Dr. med., Arzt, Berlin, 1851/3, Ji- 
gerstr. 73. 



sä 

793. Franz trcibJg, Wihidarzt; Bci^iii,' 1831^ h. Fi*i*ftriclisstr. Ic^ 

794. Ose. Westphal, Ger.- Ass., Berlin, 1850/53; Lüteöwer- 
wegstr. 11. • ' . 

795. Flor. Kley, Pharmaceuir, Enger, 1859/60, n. Rofsstr. 21. 
79(6. Hngo Hansemann ,■ stud. pharm., Halle a/S., 1839/6()^ kl.' 

Kirchstr. 1. 

797. Carl Wenzel, städ. pharm., fieiligenstadt ^ 1859/60 i Bln- 
menstr. 7. ••■..' ■. // 

798. M. Feig, Dr. med., pr. Arzt,- Berlin, Ift54/Ö, am Kfenigs- 
graben 21. 

799. Genscher, Pharmaccut, Meiningien, 1859/60, KwÄtr. 36; • ' 

800. Gust. Fabricius, Pharmaceut, Danzig, 1859/60, Werderistr. 3. 

801. J. Aschenborn, K.-G.-Ausc, Mallrose,' B. u. Heidelberg 
1857/60, Chauss^^estr. 25: ' • = 

802. W. Arnold, K.-G.-Ausc, Stolp in Poimn^ertt, Eflan^en 
1857, B.^ 1857/60, 'Orani«?nbürgerstr. 52. ■"^ -' 

803. A. Busse, Architekt, Berlin, 1858/60, Kothenerstr. 32. 

804. Leich, Pharnracent, Haltern,' 1859y60, l^humannsstr. 1. - ' 

805. C. Hesener, Pharmaceut, Cleve, 1859/60, Schumannsstr. 11. 

806. Riid. Dreyhanpt, Pharmaceut, Heuckewalde bei Zeitz, 185 9/00^ 
Philippsstr. 23. • ^ 

807. Ed. Mantins, K^l. liammersanger, SchrweHn, 1829/30; \V{|d 
helmsstr. 135. 

808. Paul Michelet, Dr. med;,' Berlin^ proni; 1859, Mätthaikrrdii 
Str. 7. 

809. E. Fischel, Dr. inr.^ Ger. -Assessor, Danzig, iSk9r$2^; 
o. d. Linden 49. 

810. Heinr. Sachs, Dr. tn^;, Berlin, 1845, am neuen 'Markt iS', 

811. M. DKtmar, Dr. inr. ^ Nfeusteftin , M. 1841/ Ö.* 184*45 
Mauerstr. 7. 

812. O. Gummel, Architekt, Stettin, 1859/60, Öranlenstr.' 144. 

813. Wilh. Rothe, Dom - Hiilfsprediger , Marienwerder, 1856, 
Oranienburgerstr. 76 a. 

814. Hugo Paul, Dr. med., Görlitz, 1856/60, Lonisenplatz 42.^ 

815. Ludw. Rabe, Pharmaceut, Hoym, 1859/60, Carlsstr. 25. 

816. Job. Rock, Dr. med., Horbach, 1859/60, Charit^str. 2. 

817. Fr. Lemm, K.-G.-Ausc, Berlin, 1857/60, Cbarlottenstr. 94. 

3» 



36 

818. £. MannkopfF, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1854/8, Des- 
sauerstr. 26. 

819. A. Woeller, cand. theoL, Berlin, M. 1854/8, Prenzlanerstr. 62. 

820. C. Krebs, Architekt, Berlin, M. 1858/60, Militairstr. 6. 

821. O. Hirt, Architekt, Magdeburg, M. 1858/60, Scbomstem- 
fegergasse 7. 

822. Alb. Martens, Buchhändler, Graudens, 0. 1838/ M. 1^9, 
Wilhelmsstr. 37. 

823. O. Arndt, Architekt, Greifenberg i. P., 1858/60, Greaa- 
dierstr. 43. 

824. A. Steinbruck, Architekt, Greifenberg, 1858/60, Comman. 
dantenstr. 25. 

825. Chr. Gravenstein, Architekt, Bielefeld, 1858/60, Eochstr.47. 

826. Schwedler, Feldmesser u. Architekt, Pleschen, 1858/60, kL 
Alexanderstr. la. 

827. Gust. Em. Job. Weiland, Ger. -Assessor, Frankfurt a/0., 
B. u. Breslau 1841/4, Potsdamerstr. 83 b. 

828. Sander, Ger.-Ass., Hainau, Breslau u. B. 1850/53, Rittcr- 
str. 67. 

829. Wiih. Y. Haselberg, Bauakademiker, Stralsund, 1858/60, 
Louisenstr. 41. 

830. Wilh. Pitschner, Dr. phil., Bromberg, 1848/52, Hirschd- 
Str. 12. 

831. HugoKunheim, sind, phil., Berlin, B. u. Göttingen 1858/60, 
Lindenstr. 26. 

832. Paul Hesse, K.-G.-Ref. , Berlin, B. u. Heidelberg 1855/8, 
Wilhelmsstr. 100. 

833. C.Jacobi, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1853/7, Lindenstr. 24. 

834. Rud. Räuber, Stud. a. Kgl. Gew. -Inst, Marienwerder, H. 
1859/60, Blumenstr. 71. 

835. Emil Treplin, Ref., Posen, O. 1852/ O. 1855, Charlotten- 
str. 22. 

836. Meihsner, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1843/7, Elisabethstr. 3. 

837. Fischer, K.-G.-Ausc., Böritz, 1857/9, Schumannsstr. 13. 

838. Ed. Fischer, Dr. phil., Berlin, 1855/9, Alexandrinenstr. 24. 

839. Herrn. Werckenthin, stud. pharm., Alt-Ruppin, 1859/60, 
Taubenstr. 39. 

840. Hans Wiese, K.-G.-Ref., Berlin, 1854/7, Hirschelstr. 14. 



37 

841. H. B. Bright, stud. tfaeol. , CioGiniuiti, Wartmoiilh, Doro* 
theenstr. 70. 

842. M. A. SeyfTert, stud. phil., Brandenbarg, Halle 1859/60, 
Heiligegeiststr. 6. 

843. W. Richter, K.-G.-Ref., Potsdam, 1853/4 u. 1856, Kano- 
nierstr. 30. 

844. W. Rührmund, Gymnasial -Oberlehrer, Potsdam, 1821/4. 

845. Rud. Lehmann, K.-G..Ref., Berlin, 1853/6, Linienstr. 146. 

846. Emil Itzinger, K -G.-Ref., Berlin, 1852/5, Friedrichsstr. 112. 

847. Ed. Wölker, Dr. iur.. Gardelegen, 1833/5, Kürassierstr. 1. 

848. T. Lichtenhayn, Philosoph, Zossen, 1819/20, B. 

849. Hagen, K.G.-Ref., Neu-Ruppin, 1852/3, Oranienstr. 70. 

850. Blaschko, Dr. med., pr. Arzt, Freienwalde a/0., seit 1849. 

851. Ad. Biermann, Pharmaceut, Westphalen, 1860, Marienstr. 1. 

852. Friedr. Weygand, Dr. med., Bochum, 1858, Mittelstr. 32. 

853. Girl Schulz, K.-G.-Ausc, Berlin, 1858, gr. Frankfurter- 
str. 118 a. 

854. Paul Gottheiner, Bauakademiker, Berlin, 1860, Karlsstr.l7. 

855. Jul. Hiltrop, Kgl. Bergexspectant, Münster, 1860, Pots- 
damerplatz 1. 

856. O. Scheibler, Rentier, Magdeburg, 1856/9, Wilhehnsstr. 88. 

857. M. Rosenfeld, pr. Arzt, Posen, 1851, Judenstr. 45. 

858. C. Wittich, stud. phil., Berlin, 1858/9, Schificrstr. 6. 

859. Franz Marheineke, K.-G.-Ausc., Berlin, 1854/57, Bessel- 
Str. 19. 

860. J. Rehberg, Architekt, Danzig, 1859/60, Wallstr. 16. 

861. F. E. Schuster, Pharm., Brandies, 1859/60, Louisenstr. 15. 

862. C. H. Hertwig, Dr., Prof. a. d. Kgl. Thierarzneischule, Ber- 
lin, 1822/6, Louisenstr. 56. 

863. M. J. Meyer, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1840/45, Yicto- 
toriastr. 5. 

864. £. Dieterici, K.-G.-Ref., Berlin, 1856/7, a. Jakobsstr. 130. 

865. Aaron Friedenwald, stud. med., Berlin, 1860, neue Wil- 
belmsstr. 11. 

866. Bodin, Prediger, Königsberg, Königsberg, Georgenstr. 47. 

867. Filter, Dr. med., Berlin, 0. 1855/ M. 1859, WaMemar- 
Str. 66. 



38 

868. £. Ramberg, Stnd. a. Kgl. Gew.-Inst. , Prenzlait^ B., Kfi- 
rassierstr. 6. 

869. £. Lewinski, Ger.-Ass., Berlin, 1849/52, Dragonerstr. 16. 

870. H. ProUIus, Stud. a. Kgl. Gew.-Inst., Greifswald, B., Ro- 
senstr. 21. 

871. C. L. Hoepner, Dr. med., pr. u. gerichtl. Arzt, Ragnit, 
1844/6, Köpnickerstr. 119. 

872. Doebbelin, Dr. med., pr. Arzt, Samter, 1847/50, Schutzen- 
str. 6. 

873. Ad. Salomonsohn, Ger. - Assessor, Inowraclaw, .1851/53, 
Prenzlauerstr. 53, Klosterstr. 64. 

874. Snethlage, Prof., Berlin, B., Göttingen, u. Tübingen 1811/3, 
Dessauerstr. 4. 

875. Snetblage, cand. tbeol., Berlin, Erlangen u. Berlin 1857/60, 
. Dessauerstr. 4. 

876. Baiick, Stnd. a. K. Gew.-Inst., Berlin, B., n.Friedrichsstr.23. 

877. Fleiscber, K.-G.-Ausc, Rathenow, M. 1856/9, Ordnienstr. 55. 

878. Max IVlüller, Dr. med., Batbow bei Calau, Greifswald o. B. 
1855/9, Alexanderstr. 56. 

879. Ose. Niefsen, Dr. med., a. Trarbacb, Bonn, Heidelberg, 
Würzburg u. B. 1856/60, Carlsstr. 38. 

880. M. Kuppel, cand. med., Neustrelitz, Bonn u. B. 1857/60, 
a. Jakobsstr. 50. 

881. Wilh Rommel, Ger.-Assessor, Berlin, Bonn 1850/51, E 
1851/52, Frledrichsstr. 178. 

882. Job. Wilh. Locbell, Geli. Reg.-Ratb, Prot, Univ. Bonn, 
A., Breitestr. 36 b. Hrn. Gen. v. Willisen. 

883. Straufs, Dr. thebh, Oberhofprediger, Berlin, A., Lenn^str. 3. 

884. Snethlage, Dr., Oberconsistorialratb, Berlin, A., Seegershot 

885. V. Hengstenberg, Hofprediger, Berlin, A., Brüderstr. 3. 

886. Bresler, Dr. theol., Consist.-R., Danzig, A., Dordtheenstr.75. 

887. Marot, Dr. theol., Ober-Consistorialrath, Beflin, A. Frie- 
drichsstr. 213. 

888. Löwenberg, Dr. iur.. Geh. Ob.-Trib.-Rath, Berlin, A., Bel- 
levuestr. 14. 

889. Busse, Dr. med., Medicinalrath, Berlin, A., 'Behrenstr. 67. 

890. Wilms, Dr. med«, Oberarzt, Berlin, A., Krausehstr. 40. 

891. Heinrich Barth, Dr. phil., Berlin, A., Scbellingsstr. 6. / 



3» 

892. A. Kirchhoff, Dr. phiL, : Prof., JSerßa, A., Heiligeg^ytr.:5;* 

893. Brix, Geh. Reg.-Rath, Berlin, A.^ Klösterstr. 76. 

894. Wiebe, Prof. a. <L Bauakademie^ Berlin, A., Oranienstir;) 
lOi. 102. i 

895. Heimuth y. Maltzahn, K.*G.-Ausct a. Gülte in Pommern, 
Erlangen 18.56/57, Heidelberg 1857/58, JB. 1858/60, Neu- 
stadt. Kircb^tr. 2. * "i'; 

896. Bud. Pochhammer, iL-G.*Rer., Gub^, B. 1853/5, n. Frie- 
dricbsstr. 1. * . 

897. Sam. Apolant, Dr. phil, D. Crone, M. 1846/9, Ziegelätr. 19. 

898. £. Zernial, Appell. -Ger. -Ref., Ncuhaldeaslebeo, O. 1857 ü 
O. 1860, Karlsstr. 22. 

899. Ed. Fick, Appell.-Ger.-Rath, Bromberg, M. 1830 / M. 1831^ 
Belle- Allianceplatz 8. * 

900. Franz Valentini, Dr. med., Stabsarzt, Berlin, M. 1837/ M: 
1841, Potsdamerstr. 14. 

901. Max Simon, Dr. phil. u. Lehrer, Berlin, 0. 1850 / M. 1853,. 
a. Schön hausers tr. 54. 

902. Max Weber, Dr. iur.^ Berlin, M. 1856/0. 68, Hbschelstr. 16. 

903. Wilb. Wehrenpfenm'g, Dr. phil., a. Braunscbweig, 1848/50, 
Uirschelstr. 18. 

904. Friedr. Eggers, Dr. phil., Mecklenburg, 1845/9, Yictoriastr. 4w 

905. Uaushabn, Rechtsanwalt, Berlin, 1858/9. 

906. Siegmund, Dr. med., Berlin, 1838/41, 1849/53, Leipziger" 
Platz 4. 

907. P. Reichardt, Ger. -Ass., Berlin, 1851/2, 1853/4, Scbel- 
lingsstr. 2. 

908. Ed. Geest, Privatgelehrter, Berlin, 1822/6, Lindenstr. 23. 

909. Beringuier, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1842/6, Charlot-. 
tenstr. 95. 

910. W. Krämer, Dr., Geh. Sanitatsratb , Berlin, 1822/4, Frie- 
drichsstr. 130. 

911. Fr. Wilkens, Geb. Ober-Finadzrath, Berlin, 1831/3, am 
Schöiieberger Ufer 20. 

912. Hans Hübner, Dr. phil., Düsseldorf, Heidelberg 1859, Scba- 
dowstr. 11. 

913. G. Ed. Schödler, Dr. phil. u. Oberlehrer, Berlio 1842/6, 
Karlsstr. 22. 



40 

914. Ludw. Geyer, Prediger, Charlottenburg, 1828/32, n. Ber- 
liners tr. 6 in Cbarlottenburg. 

915. Carl £d. Jul. Amelung, Rector, Cbarlottenburg, Königsberg 
1831/4, Rosinenstr. 5 in Cbarlottenburg. 

916. Kannegiefser, Dr. pbiL, Prod u. Director a. D., Altmark, 
Halle 1802/5, Kocbstr. 73. 

917. Carl Haeckel, Kreisricbter, Freienwalde a/O«, B. u. Heidel- 
berg O. 1843/ O. 1846, Wilbelmsstr. 73. 

918. Dielitz, Gen.-Secretär d. Kgl. Museen, Berlin, 1822/ä^ 
Scbellingsstr. 5. 

919. Carl Lebfeldt, Dr. med., pr. Arzt etc., a. Breslau, 1832/5, 
Spandauer Brücke 6. 

920. Heinr. Benecke, Dr. pbil., Berlin, 1852/6, a. Jakobsstr. 60. 

921. Heinr. Gerth, Ger.-Ass., Berlin, 1849/52, Linienslr. 105. 

922. Wilh. Tuckermann, Architekt, a. Schubin, 1860, FranM- 
sische Str. 8. 

923. Hugo Blanck, Architekt, Xanten, 1859/60, Bauhof 1. 

924. Fr. Körnicke, Dr. phil. , Lehrer d. Naturwissenschaften, 
Waldau b. Königsberg i. Pr., A., 1847/51, a. Jakobsstr. 116. 

925. Ludw. Bast, K.-G.-Ref., Berlin, 1855/6, Jobannisstr. 3. 

926. Karl Abel, Dr. phil., Berlin, M. 1850/51, Matthäiklrcbstr. 4. 

927. Karl Schultze, Seminarlehrer, Cöpenick, 1854/8, Copenid:. 

928. C. Christmann, cand. pharm., Berlin, 1859/60, Pbilippsstr. 3. 
929: Sellmer, Polizei -Assessor, Neuhaldensleben , 1839/42, Bh- 

menstr. 64. 

930. R. Martiny, Gymnasiallehr., a. Halban, 1847/9, Manerstr. 84. 

931. Aug. Jacobi, K.-G.-Rath, Berlin, Bonn 1830/32, B. 1832/3, 
Victoriastr. 10. 

932. Wilh. Heymann, Wirkl. Adroiralitätsrath , Berlin, 1827/9, 
Zimmerstr. 4. 

933. A. J. Lippert, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1829/33, Fnn« 
zosische Str. 62. 

934. Max. Winterfeldt, K.-G.-Ausc., Berlin, 1858, Mitteistr. 54. 

935. Fritz Bardua, K.-G.-Ref., Berlin, 1851/4, Lennistr. 6. 

936. MeyerhofF, K.-G.-Ausc, Berlin, 1857/8, Leipzigerstr. 74. 

937. Tb. Weyrich, Prediger, Riga , Dorpat 1841/4, Linden 72. 

938. A. Bernard, Apothekenbesitzer, Berlin, 1849/50, Beriin, 
Stralauerstr. 47. 



41 

}, F. Jahn, stud. pharm., Dessau, 1859/60, Lottisenstr. 63. 
}. O. HofTmann, Reg. -Assessor im KgU Finanz - Ministerium, 
Berlin, 1853/4, Mittelstr. 37. 

1. H. Lange, Polizei - Secretär , Pritzwalk, 1839/43, Neu 
Cöln am Wasser 16. 

2. L. Beyer, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1849/54, a. Schon- 
hauserstr. 28. 

3. Fr. Stephany, Dr. phil. u. Lehrer, Finken walde in Pom- 
mern, 1852/6, Louisenufer 3. 

1. Kühnemann, Geh. Finanzrath^ Berlin, 1826, a. Jakobsstr. 15. 
3. Kühnemann, Ger. - Assessor, Berlin, 1854, a. Jakobsstr. 15. 

6. O.Wurffbain, Apotheker u, Lehrer, Berlin, Erlangen 1828/30, 
B. 1831, Rilterstr. 56. 

7. Ed. Boeck, Justizrath, Neumaik, 0. 1823, Bernburgerstr. 15. 16. 

8. Carl Kunau, Gerichts- Assessor, Altmark, 1848/51, Com- 
mandantenstr. 49. 

9. 0. Friedberg, K.-G.-Re£, Berlin, 1852/5, Oranienburger- 
Str. 3. 

0. Cari Lauer, Techniker, Anclam, 1860, Dorotheenstr. 16. 

1. Uerm. Strack, Bau -Akademiker, Bückeburg, 1860, Zim- 
merstr. 8. 

2. Paul Wollanke, stud. archit., Berlin, 1859/60, Bernbur- 
gerstr. 22. 

3. Roh. Uasenwinkel, Stud. a. KgU Gew. -Inst., a. Rheinland, 
1860, Scharrenstr. 3. 

4* Wilh. Loewe, Dr. med., pr. Arzt, Loecnitz, 1835/40, 
Köpnickerstr. 115 bei Herrn Mäcker. 

5. Friedr. Gelpcke, cand. theoL, Berlin, 1857/9, Charlotten^P 
bürg Wilmersdorferstr. 38. 

6. Max Uottelet, stud. archit., Frankfurt a/0., 1858/60, 
Probststr. 14. 

7. Ernst Weifs, Dr. phil., Eilenburg, 1856/7;, Commandan- 
tenstr. 34. 

8. David Weil, Cand. d. höheren Schulamts, Lissa, 1849/53, 
n. Schönhauserstr. 4. 

9. W. Gehrke, K.-G.-Ref. a. D., Rentier, Berlin, 1826/7, 
Potsdamerstr. 128. 



42 

960. A. Derflel, Arclutekt, Italien, 1860, Commandantenstr. 61 

961. A. Scheinen, Architekt, Sprottau, 1858/60, Stallscbreiber- 
Str. 59. 

962. Alois Häuser, Architekt, Oesterreicb, 1860, Alexandnoeo- 
slr. 87. 

963. IltMiirich Roock, Dr. med., Pommern, 1855/9, a. ScbSi- 
haiisrrstr. 56. 

964. L. Schiichard, stiirl. med., Blankenbarg, 1859/60, GottiogCD, 
Johannisstr. 3. 

965. G. I^winstcin, Dr., Privatdocent , Heidelberg, 1849/51, 
185^2/53, Karlsstr. 13. 

966. Jul. Wollcnberg, Dr. phil., Lehrer am Kgl. Franzosiscki 
Gymn., Prov. J(randcnhiirg, 1850/54, Niederlagstr. 2. 

967. C' O. Bolte, Techniker, Herliu, 1847/9, Invalidenstr. IIA 

968. Schwarck, Ober- Staatsanwalt, a. Elbing, 1823/6, B.u.Got^ 
tingcn, Hirschelstr. 17. 

969. Wilhelms, Dr. med., Arzt, Escbweiler, 1858/60, Gk- 
ritcstr. 10. 

970. Krieger, Dr. med., Med.-Rath, Berlin, 1837/40, Frie- 
drichsstr. 97. 

971. Carl Friedr. Klinkmülier, KreisgericbUrath, Luckan, 1819/21, 
Loiiisenstr. 66 bei Kretzschmann. 

972. F. A. Lehmann, Dr. med., pr. Arzt, a. Posen, B. 1860/51, 
185-2/5, Würzhurg 1851/2, Puttkammentr. 17. 

973. J. Lederer, Buchhändler, Berlin, 1843/6, Kurstr. 37. 

974. F. W. Koenig, Rcchnungsrath, BerUn, 1820/23, Kop- 
nickerstr. 126 a. 

975. £. Mier, Chemiker, Oidisleben in Weimar, B., Schiffbaaff- 
damm 27. 

976. Ambronn, Geh. Revisionsratb , Berlin, 1832/3, BemlNl^ 
gerstr. 21. 

977. O. Winkler, stud. med., Züllichan, 1860, Friedrichsstr.lU. 

978. £m. Bcndfey, stud. med., Berlin, 1860, Friedrichsstr. 141. 

979. J. Fr. Carl Platz, Prediger a. St. Marien, Berlin, 1825/8, 
Spandauer Brücke 2. 

980. Wilh. Cohn, Dr. phil., Fabrikbesitzer, a. Breslaa, Bresbi 
1847/8, B. 1848/51, Moabit bei Berlin. 



48 

[. Philipp Türk, Dr. riiöd., Scbimindt^ t859/60, a;'Leit>J!i- 

gerstr. 10. 
L AntoQ Scheringer, stud. techn., Doeberitz, 1859/60, alte 

Leipzigerstr. 20. 
(. Ludw. Güterbock, Dr. ined.> Sanitatsrath , Berlin^ 1833/7, 

Mohrenstr. 36. 
L Herrn. Quincke, Dr. med., iGfeh« M^izihalrath, a» Lietmäthe 

bei Iserlohn, Bonn 1825/6, B. 1826/30, .Schülgartenstr. 2. 
>rf Herrn. Friedericy, Dr. tned., Riga, Dorpat 1847/dQ, Mok- 

renstr. 64. 
S« A. Foiirnier, CansistDriali^th, Berlin, B., Brüderstr. 29. : 
r. Albert y. Bezold, Prof., a. Ansbach, Uniy. Jen^, B. 1856/8, 
i Tati&enstr. 46, 
^. Friedr. Boetticher, Dr. med., pr. Arzt, Berlin ^ 1853/4, 

Taubenslr. 36i 1 / . : 

}. Arnold MarggrafT, Apothekenbesitzer, Berlin, 1857/9, Char- 

loftenstii. 54. . > ! 

}. A. Bar, cand. med., Posen, B. 1857 u. 1860, Erlangen 

1858/9, Halle 1859/60, Carlsstr. 26. 

1. FranzWenzlafT, Dr.phil., Oberlehrer a. d. Königsst. Realschule 
«. Docent ä. d. Kgl. Bauakademie, a. Märkisch Friedländ, 
Berlin, Königsberg 1840/43 u. B. 1843/5, Blumenstr. 8. 

2. C. Schwartz, Bauakademiker, Danzig, 1858/60, Wallstr. 16. 
}. Ad. Lasson, Lehrer a. d. Louisenstadt. Realischnle, a. Stre- 

lifcz, 1848/52, Sebastiansstr. 3. 
1. Heinsius, Geh. Ober-Tribunalsrath, Mitglied des Staatsraths 

u. des Kgl. Gerichtshofs zur Entscheidung der Competens- 

conflicte, Berlin, O. 1817/ O. 1820, Bernburgerstr. 3. . 
S. Heimerdinger, Bauakademiker, Berlin, von 1859 an, Alexaa- 

drinenstr. 100. 
S. H. Rungius, K. Domcandidat, Potzlow bei Prenzlaa, Halle 

u. B. 1854/7, Oranienburgerstr. 76 a. . 
7. M. Vorberg, cand. tbeol., Magdeburg, 1858/60, . Markgra- 

fenstr. 93. 
B. C. Lüdicke, Justizrath, Berlin, B. u. Heidelberg 1824/7, 

Kronenstr. 28. 
9. Ton der Hagen, Ref., Berlin, 1856/9, Ritterstr.' 39. 



44 

1000. W. Hübner, K.-G.-Ref., Landsberg a/W., Greifswald H. 
1847/50, B. O./M. 1850, Wallstr 42. 

1001. Friedr.Reinecke, Recbtsanwalt, Gr.-Oscbersleben, 1821/2, 
Manenstr. 13. 

1002. Felix Possart, Int. - Secretar, Berlin, 1856/9, Schnmaiuis- 
str. 9. 

1003. S. H. Steinitz, K.-G.-Ref., a. Ratibor, Leipzig, Breslaon. 
B. 1854/7, Hollmannsstr. 12. 

1004. P. Kotzolt, Ref., Löttyn, B. u. Heidelberg 1857/9, Kr» 
senstr. 65. 

1005. £. Baeyer, Reg.-Ref., Berlin, Bonn, Heidelberg a. B. H. 
1850/53, Kanonierstr. 30. 

1006. Herrn. Knoblauch, Dr. phil., Prof. ord., Univ. Halle, 1841/4, 
Poststr. 23. 

1007. Carl Euler, Dr. phil., Lehrer, a. Rheinpreuben, Bonn n. 
B. 1850/ O. 1854, Chauss^estr. 90. 

1008. H. F. A. Wiefsner, K.-G.-Ref., Berlin, 1862/6, Bahn- 
hofsstr. 4. 

1009. J. Arendt, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1844/7, Kanonier- 
str. 25. 

1010. £d. Lichtenstein, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, Breslau 1842/6, 
Alexandrinenstr. 38. 

1011. Carl Isenberg, stud. theol., Rheinprovinz, Basel 1859 efe., 
Moabit im Zellengefangnifs bei Herrn Prediger BoegehoU. 

1012. Jul. Meyer, Dr. med., Berlin, Bonn, B. u. Halle 1839/43, 
Friedrichsstr. 198. 

1013. P.MeyerhofT, stud. pharm., Berlin, 1860, Oranienbnrgerstr.S. 

1014. A. Horwitz, Schulrector, Berlin, 1835/8, Rosenstr. 13. 

1015. R. Gubitz, Notar, Berlin, B. u. Bonn 1836/40, HeiKge- 
geiststr. 13. 

1016. H.Dehnicke,Schriftgiefsereibesitzer, Berlin, 1839/43, Sdnl- 
gartenstr. 1. 

1017. H. y. Portugall, Stud. am Kgl. Gewerbe -Inst., Minden, 
1857/60, Dresdenerstr. 83. 

1018. H. Liman, Stud. am Kgl. Gewerbe-Inst. , Frankfurt a/0., 
1860, Stralauerstr. 57. 

1019. C. Doehl, Kgl. Polizei-Secretär, Mark Brandenbnig, 1850/54, 
Jena 1855, Charlottenburg Lützow 15. 



45 

). Jul. Beicke, cand. rey. min., Berlin, 1845/7, Leipcigerstr. It 

1. AI. Siewert, Architekt, Danzig, 1858/60, Kanonierstr. 43« 

2. Herrn. Stubenrauch, Dr., Kgl. Hofarzt, Berlin, 1845/7, 
Friedrichsstr. 200. 

3. Friedr. £d. Brose, Stadtgerichtsrath, Berlin, 1823/6, Klo- 
sterstr. 87. 

4. Casp. Philipp Ed. Putsch, Stadtgerichtsrath, Berlin, 1827/30, 
Alexandrinenstr. 50. 

5. Herrn. Schulze, Dr. med., pr. Arzt, Frankfurt a/0., 1840/42, 
Friedrichsstr. 200. 

6. Jul. Spoerer, Stud. a. Kgl. Gew.-Inst., Berlin, y. 1859 an, 
Elisabethstr. 14. 

7. £d. Landrath, Stud. a. Kgl Gew. - Inst. , Stettin, v. 1859 
an, Wafsmannsstr. 17. 

8. Mathis, Wirkl. Geh. Ober-Beg.-Rath, MinisteriaUDir. a. D., 
Mitgl. d. Abgeordneten-Hauses, Berlin, M. 1815/ O; 1818, 
Lennestr. 6 a. 

9. Max Zamack, Stud« d. Gew. - Inst., Berlin, M. 1860, neue 
Friedrichsstr. 78 a. 

10. Fritz Leo, Dr. iur. utr., K.-G.-Ref., Berlin, O. 1853/6, 
neue Königsstr. 18. 

1. A. Schneider, stud. arch., Königsberg in Pr. , M. 1858/60, 
Conunandantenstr. 43. 

2. Baldenius, Domcandidat, Neustadt a. d* Dosse, Halle u. B. 
1855/8, Oranienburgerstr. 76a (Domstift). 

3. K. F. H. Strafs, Dr., Kreis- Justizratb, Rechtsanwalt, 1820/23, 
Hausvoigteiplatz 9. 

4. P. Tb. Riefs, Dr., Prof., Mitglied d. Akademie d. Wissen- 
schaften, Berlin, 1823/7, Spandauerstr. 81. 

5. G. Fenthol, Privatgelehrter, Leipzig, 1848/52, Lindenstr. 101. 
6* J. Erhard, Dr., San itätsrath, Berlin, 1845/7, 11. d. Linden 59. 

7. F. Bliimel, Ger.-Assessor, Merseburg, 1848/9, Stallschreir 
berstr. 11. 

8. J. Riese, pr. Arzt, Marienwerder, O. 1836/8, Leipziger- 
platz 16. 17. 

9. B. Meifsner, stud. arch., Delitzsch, M. 1859/60, Charlot- 
tenstr. 19. 



46 

1040. Rob. y. Pommer-Escbe, Assessor, Beriin, 0. 1851/2, iL853/4i 

am neuen Packhof 5. 
104t. Ose. Frhr. V. Bonseri, Ref., Rerlio, Erlangen, Bonn n« Bi 

1853/6, Louisenstr. 38. 

1042. G.Runde, Dr., Assessor, Berlin, M. 1849/50, M. 1852/01 
18ö3, Mohrenstr. 13. 14. 

1043. H. Riefs, Assessor, ArnswaMe, M. 1848/ M. 1851, Mil- 
telstr. 32. 

1044. A.Brahe, Stud. a. Kgl. Gew.-Inst, Bielefeld, O;i8o9/Mi 
1860, Klosterstr. 85. 

1045. E. Foerster, stud. techn., Warburg, v. 1859 an, Fischer- 
Str. 14. 

1046. C. Jacobi, Justizratb u. Rechtsanwalt, 1816/7, 1818/9, n. 
Griiustr. 29. 

1047. Albr. Klebs, K.-G.-Ref., Berlin, 1852/4, Oranienstr. 103*. 

1048. A.Fischer, Prof. a. d. Kunst -Akademie^ Berlin, A., Jo- 
hannlsstr. 3 a. 

1049. O. Schmidt, Dr., Prof, UniV. Gratz, A., Bnrgstr. 11. 

1050. Ilerrig, Dr., Prof. am Kgl. Cadetten-Gorps u. an der Frie- 
drichs'Realschule, Berlin, A., n. Friedrichsstr. 16. 

1051. £. 0. Erdmann, Dr., Lehrer am Kgl. Gadetten-Corps, A., 
Louisenstr. 56. 

1052. Nottebohm, Geh. Baurath, Director d. Kgl. Gewerbe-Inst, 
Berlin, A., Klosterstr. 35. 36. - " ^ 

1053. Lohde, Prof. am Kgl. Gewerbe-Inst., Berlin, A., Michael- 
kirchstr. 13. . ; 1 

1054. Grashof, Dr., Lehrer am Kgl. Gewerbe-Inst.^ Berlin, A., 
Melchiorstr. 2. ' : . . 

1055. Frhr. v. Ledebur, Dir. d. Kgl. Knnstkammer, Vorsitzender 
d. Vereins f. Gesch. d. Mark Brandenburg, Berlin,' A., 
Tempelhoferstr. 51. 

1056. F. Voigt, Prof. a. d. Kgl. Realschule, Bibliothekar dess. 
Vereines, Berlin, A., Dessauerstr. 5. 

1057. Holtze, Oberlehrer, Berlin, A., neue Friedrichsstr. 16. 

1058. Erdniann, Dr., Prof., Univ. Halle, A., Plats an der Bao- 
akademic 1 . ' 

1059. J. C. Glaser, Dr., Prof., Univ. Königsberg, 1836/40, Char- 
lottenstr. 59. 



47 

1060. Forchhammer, Dr., Prof. , Uüiy. Kiel, Unter d.LiQdeii 321 

1061. y. Saxnson - Himmelstjern , Pro£:, Univ. Dorpat, A. , Platz 
an d. Bauakademie 1. 

1062. Lud. Arndts, Dr., Reg.-R., Prof., Univ. Wien, A., Schö- 
nebergerstr. 11. 

1063. Leop. Wittelshöfer, Dr., Redacteur, Univ. Wien, A., U. 
d. Linden 39. 

1064. F. J. Clemens, Dr., Prof., Akademie Münster^ A., Unter 
den Linden 39. 

1065. Ludw. ßoeckh, Prof. am Grofsh. Bad. Gymn. zu Carlsrube, 
A., Mauerstr. 20. . 

1066. Th. Mulher, Dr. iur. , Prof., Univ. Königsberg, Charlot- 
tenstr. 43. 

1067. H. Winkler, stud. tbeoL, Erfurt, Halle 185^/60, Kronen- 
Str. 71. 

1068. A. Diesener, cand. jtbeol., Prenzlau, 1855/8, a. Jakobs str.oO. 

1069. J. Lua, stud. tbeol., Frankfurt a/0., Breslau 1858, Neiuen- 
burgers tr. 31. 

1070. £. Lorenz, Pbarmaceut, Breslau, B., Kronenstr. 1. 

1071. H. Berndt, K.-G.-Ratb, Sprottau, B, Neuenburgerstr. 31. 

1072. Cramer, Bergamtsdirector, Rüd^rsdorf, 1839/41, Ruderst 
dorf bei Berlin. 

1073. RindBeiscb, Pastor, Meinsdorf, 1839/41, MansdorC 

1074. Strobn, Justizratb, Lennep, 1827/9, Zimmerstr. 82. 

1075. P v.Heydebreck,Ausc., Berlin, 1857/60, Thiergartenstr. 26. 

1076. R. Kirchner, Ger.-Assess., Berlin, 1846/9, Taubenstr. 10. 
1077« Ludw. Ad. Cobn, Dr. phiL,. Privatdocent a. d. Univ. Göt- 
tingen, a. Breslau, Breslau u. B. 1851/5, Königsstr. 21.' 

1078. Wilh. Lücke, stud. med., Berlin, B., kl. Hämburgerstr. 21. 

1079. Hellbartb, sind, pbann., Braunsberg, v. M. 1859 an, Kbv 
sterstr. 5. 6. 

1080. Weise, cand. theoL, Priebus, B., Hallescbe Comma- 
nication 6. 

1081. Wilb. Hanow, cand. theol., Lobsens im Grofsb. PosM, 
B. u. Halle 1857/60, WaUstr. 25. 

1082. £d. Kamper, K.-G.-Ausc, Cöln, Bonn u. B. 1858, Frie- 
drichsstr. 94 a. 



48 

1083. HeiDr. Jahncke, Garde -Divisions-Auditeur n« Justizntl^ 
Berlin, 1832/5, Ritterstr. 44. 

1084. Ludw. Holzapfel, Stadtgerichts - Prilsident, Berlin, 182fi/8, 
Ritterstr. 50. 

1085. H. Schalt, Rechtsanwalt u. Notar, Templin, 1839/40, 
Friedrichsstr. 218. 

1086. H. Küntzel, cand. med«, Neustadt a/Orla, Jena 1854, Chani- 
seestr. 90. 

1087. Paul Saling, Gerichts -Assessor, Berlin, M. 1852/3, Hat- 
thäikirchstr. 18. 

1088. J. Steffen, Apotheker I. Ci., Berlin, 1836, HausYoigtei- 
platz 1. 

1089. Carl Ploetz, Dr. phil., Prof., Beriin, M. 1839/40, 0. 
1843/5, Mühlenstr. 13 in Charlottenburg. 

1090. Emii Jensen, Kreisrichter, Beriin, M. 1848/ M. 1851, 
Charlottenburg, n. Beriinerstr. 72. 

1091. Tb. J. Riedel, Dr., pr. Arzt, a. Mecklenburg -Scfawcriii, 
1837/40, Wilhelmsstr. 85. 

1092. Aug. Uergenbahn, Ger.-Ass., Beriin, M. 1849/ 0. 1851, 
Oranienstr. 75. 

1093. H. Fanninger, stud. pharm., Lichtenberg, 1860, Gertmi- 
tenstr. 10. 

1094. F. Rudorff, Assistent an der phjs. Sammlung der Uni- 
versität, W^estphalen, Göttingen u. B. 1854/7, Marienstr. l4> 

1095. F. L. Scheibe, Consistorialrath , Erfurt, O. 1831/4, Do- 
rotheenstr. 75. 

1096. D. Stadthagen, Dr. phil., Berlin, 0.1842/6, Behrenstr. 38. 

1097. O. Strube, stud. med., Sargstedt b. Ualberstadt, 0. 1858/60, 
Friedrichsstr. 144. 

1098. Henschel, Dr. med., Geh. Sanitatsrath , BerUn, 1823/7, 
Kurstr. 31. 

1099. H.Crusius, cand. theol., Ditfurth, 1857/9, Dragonerstr.49a. 

1100. O. Laue, Ger.-Ass., Beriin, 1851/4, Jerusalemsstr. 34. 

1101. Carl Diellien, Stud. a. KgL Gewerbe-Inst., Görlitz, y. Bf. 
1858 an, a. Jakobsstr. 1. 

1102. H. Bauck, Stud. a. Kgl. Gewerbe-Inst., Colberg, 1858/60, 
n. Friedrichsstr. 23. 




49 

-1103. Carl Rehbein, Oberlehrer am Friedrfcb-Wiihelmsgymnas.V 

a. Paderborn, Göttingen, Breslau u. B., Wilhelmsitr. 132. 

1104. Wiib. Esch, Stud. d. Kgl. Gewerbe - Inst. , Duisburgs 
1858/60, Linienstr. 13. 

1105. Jos. y. Roth, Stud. d. Kgl. Gewerbe - Inst. , Schildesch^ 
1858/60. 

1106. £d. Raebse, Sprachlehrer, Berlin, 1823, Monbijouplatz 8. 

1107. W. Rentner, cand. theol., Berlin, 1852/5, u. d. Linden 66. 

1108. Th. Becker, Doin-Candidat, Niederlausitz, 1855/8, Orai 
nienburgerstr. 76 a. 

1109. W. Augustin, Oberlehrer, Ruppin, 1836/40, Oranien- 
Str. 136. . r 

1110. A. Crome, Stud., Thalberg, B., Bonn u. Göttingen, Karls- 
str. 39. . i 

1111. AI. Hering, Pfarrer in Kartzow b. Potsdam, a. Bagemühl 

b. Prenzlau, 1831/4, Jägerstr. 43. 

1112. A. Breithanpt, stud. iur., Berlin, B. u. Tübingen, Lin* 
denstr. 4. 

1113. Aug. Brauer, Architekt, Berlin, B., Leipzigerstr. 35. 

1114. H. Vehsemeyer, Architekt, Erfurt, B., Schiitzehstr. 36. 

1115. Elie Läget, stud. theol., a. Frankreich, Genf u. Strasburg, 
Kronenstr. 64. 

1116. Bernh. Schnitze, Reg.-Ass., Wittenberge, 1846. 

1117. O. Veit, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, Heidelberg 1841/2, 
B. 1842/3 u. V. 1845 an, Halle 1843/5, Behrenstr. 70. • 

1118. Schmidt, Dr. med., Kreisphysikus , Zossen, B. u. Halle, 
alte Rofsstr. 6. 

1119. Heinr. Sarban, Ref. a. D., Berlin, B. n. Göttingen 1822 
ff., alte Jakobsstr. 19. 

1120. Lehmann, Dr. phil , Berlin, Halle u. B. 1823/7, Karlsslr. 28. 

1121. Ernst Wolff, Architekt, Wittenberg, Berlin, Wallstr. 18. 

1122. Heinr. Goedicke, Dr. med., Arzt, Osterwieck, Halle u. B. 
1843/50, Mohrenstr. 63. 

1123. Ferd. Mor. MannsdoHT, stud. arch., Berlin, B., Wallstr. 43^ 

1124. H. Boysen, stud. oec, Kiel, Jena, Taubenstr. 16. 

1125. A. Ubbelohde , Dr. iur. u. Privatdocent, Univ.* Göttingeo, 
O. 1852/3, Alexandrinenstr. 118. 

4 



50 

1126. L. Fonrobert, Civil -Ingenieur, Berlin, 1856/9, Leipiigcr 
Str. 82. 

1127. S. Kraft, cand. med., Schlochau, 1856/9, Klosterstr. SS. 
56. 57. \ 

1128. Theod. Wendeil, Prediger a. D., Berlin, 1836/9, neoe 
Königsstr. 4. 

1129. George Humbert, K.-G.-Ausc, Berlin, O. 1856/9, On- 
nicnstr. 109. 

1130. Franz Wiese, stud. oec, Berlin, 1858/60, Lindeostr. 91 

1131. M. Ebers, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1852/3, 1856/7, 
Ritterstr. 37. 

1132. Ose. Beeil de Tavernier, Dr. med., Preufsen, 1856/60, 
Friedrich SS tr. 41. 

1133. Gust. Markwart, Dr. med., Mark Brandenburg, 1856/60, 
Charitestr. 9. 

1134. Ernst ßlumensath, Dr. med., Preufsen, 1856/60, Charit^. 

1135. Herrn. Heyl, K.-G.-Ausc., Berlin, 1858/9, Thiergarten- 
slr. 10. 

1136. Ernst Epbr. Kelch, cand. med., Königsberg i. Pr., j. Ba- 
lin, 1847/52, Loiüsenufer 2. 

1137. H. Abeken, Geh. Legationsrath , a. Osnabrück, 1827/31, 
hinter d. kaihol. Kirche 2. 

1138. Jul. Vcttin, Eisenbahndirector, Stettin, 1833/6, Bam- 
burger Bahnhof. 

1139. Scharf, Justizralb, Jauer, 1819. 

Ii40. Fricdr. Neuhaus, Geh. Beg.-Katb, Minden, 1816, Ham- 
burger Bahnhof. 

1141. Ferd. Berduschek, K.-G.-Kef., Berlin, 1856/8, neDC 
Friedrichsstr. 16. 

1142. £. Kramer, stud. pbarm., Berlin, 1860, Niederwallstr. 33L 

1143. C. Buddee, Ger.-Ass., Gr.-Glogau, Heidelberg, Tubiigen 
u. B. 185 i/5, Kitterstr. 36. " . i 

1144. O. Däumig, Ger.-Ass., Berlin, 1851/4, .Dresdenerstr. 91. 
Il4r>. W. Büchteniann, K.-G.-Ausc., Berlin, 1858/9, Kodutr.73. 

1146. Franz Hagens, K.-G.-Bef., Berlin, 1855/6, Klostewtr. 68. 

1147. Siegm. Oppler, Dr. med., Glogaa, 1856/60, Scbamanni- 
Str. 10. 

1148. Carl Orgler, Dr. med., Oppeln, 1856/60, Scbnmannsstr. 10. 



Sil 

1149. Carl Hagens^ K-C-Ref., Glogan, 1855/6, Klest^str.CS. 

1150. Max Bernhard, Ger. - Ass. , Breslati , O. 1852A M. 1853, 
Klosterstr. 64, ! - . : l 

1151. O. V. Henning, Reg. -Ass., Berlin, O.. 1848/52, Loulsen- 
plalz 7. 

1152. Alb. G'adow, Architekt, Gnesen, 1860, Oranienstr. 110. 
111. bei Schlüter. 

1153. O. Fischer, Kgl. Reg. -Ref., Marienwerder, 1853/6, Fi- 
ficherstr. 25. ■. ■, 

1154. Alex. M. Lindenau, stud. iur., Edinbarg, Heidelberg 1860, 
Karlsstr. 39. . ' ' . ; i 

1155. C. F. Dahms, Pred. zn St. Georgen in BeHhi, Menz bei 
Rheinsberg, 1829/33, kurze Str. 2; :■ ... \ ■ . .1 f 

1156. Ose. Loebell, Ger.- Ass., Berlin, 1853/5, Mauiärstr. 69. 

1157. L. HoUsteia, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1832/6, Rosdri- 
thalerstr. 44. 

1158. F. Schokze, K.-G.-Ausc., Spandaa, 1856/9. 

1159. Ed. Marie, Ausc, Düsseldorf, 1856/8, Friedrichsstr. 79. 

1160. Gottfr. Fischer, Prediger, Comlosen, 1818/21, Invalided- 
str. 38 bei Andree. 

1161. PanI Hoot, cand. theoL, Fürstenstein in Schli^.^ 1857/40, 
NIederlagstr. 1. 

1162. Carl Kawerau,.Stttd. am Kgl. Gew. - Inst., Minden, 1860, 
Landsbergerstr. 58. 

1163. Georg Langner, St ad am Kgl. Geweriie •!> Instk , . Coblelii, 
1859/60, Blumenstr. 9. 

1164. Gust. Weiehhardt^ Stud. am Kgl. Ge^.-Lptst«, PottdaM, 
1860, Rofsstr. la. 

1165. Carl Dietenci, Dr. phil., Berlin^ 1855/8, Oranienstr. IM. 

1166. Franz Moeller, Ausc, Königsberg, Königsberg 1 854/79 
Friedrichsstr. 206. .■.•./ ■ .• :l 

1167. Paul Haust mann, Stud. am KgL Gew^-InsC, Berlin, 1860, 
Kopnickerstt. 126.» . . ! / !) 

1168. Ad. Le Brun, Justizrath u. Stadtsyndikus Ton Berlin, Ber- 
lin, 1828/31^ Graben&tr. 11. '■ i 

1169. Louis Mayer, Dr. misd., pr. Arst^ Berlin, 1848/52, Gonl- 
mandantenstr. 62. 

4- 



62 

.1170. £. ▼. Heyden, Lieat. im 2. Uhlanen-Regim., Leistekow, 
1858/9, Kaserne d. Uhknen. 

1171. Friedrich Froehde, Gymnasiallehrer, a. Luckan, O. 1854/7, 
Oranienburgerstr. 57. 

1172. Paul Foltynski, Stud. am Kgl. Gew.-Inst., Landsberg a/W., 
1860, n. Königsstr. 90. 

1173. Georg Ahlborn, Stud. am Kgl. Gew.-Inst., New -York, 
1860, Rofsstr. 8. 

1174. Ad. Kehnisch, Stud. am Kgl. Gew.-Inst., Breslau, y. 1858 
an, Schillingsstr. 34. 

1175. Adelb. Tobold, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1851/5, On- 
nienstr. 139. 

1176. Ad. Lion, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1846/50, n. Rob- 
Str. 2. 

1177. Rob. Vahren Kampf, Stud. am Kgl. Gew.-Inst., Saar^ 
briicken, 1860, Slralauerstr. 54. 

1178. Ad. Bruno Rutenberg, Ausc, Berlin, 1857/60, Neneo- 
burgerstr. 6. 

1179. Heiur. Kürten, Schul Vorsteher, Berlin, 1839/42, Span- 
dauerstr. 17. 

1180. Ad. Semler, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1850/54, Alcun- 
drinenstr. 44. 

1181. B. Wittmann, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Hilgenroth a/S., 
Berlin 1857 ff., Blumenstr. 71. 

1182. R. Wiechert, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Labian, Ton 1860 
an, Siebergasse 7. 

1183. O. Vogel, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst, Berlin, 1860, Leip- 
zigerstr. 8. 

1184. Götze, K.-G.-Ref., Berlin, 1854, Linksstr. 3. 

1185. Gründler, Ger.-Ass., Berlin, 1850, Puttkammerstr. 17. 

1186. L. Katte, Lehrer a. d. Handelsschule, Berlin, 1829/33, 
Sparwaldsbrücke la. . 

1187. Yookrodt, Stud. d. K. Gew.-Inst, Mühlhansen^ 1860, 
Blumenstr. 82. i 

1188. Sillich, Bauführer, Meiningen, 1857/60, Ritters tr. 56. 

1189. Bandke, Stud. a. d. Bauakademie, Colberg, 1858/60, Holl- 
manns str. 22. 



63" 

1190. P. Langenhatin, Dr. med., Berlin^ 1854/6, Commanclsiih-' 
tenslr. 77. 78. 79. 

1191. Arnold, Particulier, Berlin, 1828/30, Bellevueslr. 18. 

1192. Fromm, Dr. phiL, Oberlehrer am Kgl. Cadettencorps, Ber- 
lin, 1835/9, n. Friedrichsstr. 16. 

1193. Kolbe, Rechtscand., Blasewilz, O. 1859/ O. 1860, Moh- 
renstr. 58. 

1194. Westphal, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst., St. Petersburg, 
1860, Alexanderstr. 37. •*' . . . ; 

1195. V. Henning, stud. phil., Thüringen, 1860, Louisenpi. 7. 

1196. A. Gebhardi, Ger.. Ass., Greifswald, B. u. Greifswäld^ 
1848/51, Louisenstr. 

1197. O. Schoeneberg, Dr. med;, Swinemünde, Bonn u. B.- 
1857/60, Marienstr. 15. 

1198. O. Wiike, stud. med., Berlin, B., Schmidstr. 34. 

1199. R. Hohl, stud. med., Halle, Halle 1860, Markgrafenstr. 46. 

1200. Hufs, Dr. med , Berlin, 1848/52, Landsbergerstr. 97. 

1201. H. Cochius, cand. phil., Prov. Brandenburg, 1856/9, Beh- 
renstr. 28. 

1202. J. Paulus, Ingenieur, Duisburg, 1859/60, Leipzigerstr. 84. 

1203. J. V. Graha, Hütteningenieur, Holstein, Heidelberg 1853, 
Miltelstr. 5. 

1204. Emmerich, Dr. med., Arzt, Berlin, 1847/51, Philippsstr. 2. 

1205. Bauer, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst., Greifswald, 1860, Jü- 
denstr. 18. 

1206. Heinr. SchäfTer, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst., Brandenbui^- 
a/H., 1860, Invalidenstr. 69. 

1207. Emil Grofse, Stud. d. Kgl. Gew.- Inst., Erfurt, 1860, 
Köpnickerstr. 68. 

1208. Heinemann, Dr. med., pr. Arzt, a. Königsberg i. Pr., Kö- 
nigsberg 1827/31, Wasserheilanstalt Johannistisch vor dem 
Halleschen Thor. 

1209. W. Töning, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst., Bielefeld, seit 
1859, Landsbergerstr. 75. 

1210. C. Tühr, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Bielefeld, 1860, Klo- 
sterstr. 104. 

1211. T. Haselberg, Dr. med., Stralsund, 1859/60, Lonisenstr. 41. 



54 

1212. Gust Mulier, Prediger, Eckemförde, 1827/31, Markgn- 
feiistr. 95. 

1213. £d. Fuchs, Dr. med., Kreuznach, O. 1858, Marienstr. 18. 

1214. Ileinr. Schlesinger, Buchhändler, Berlin, 1826/7, Linden 34. 

1215. Kirsch, Stud. d. Kgl. Gew.-InsU , Sagan, 1860, Stra- 
lauerstr. 15. 

1216. Schvvaucke, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Marienwerder, 1860, 
n. Friedrichsstr. 79. 

1217. Henrici, Dr. med., K. Oberarzt, Berlin, 1849/53, Fiie- 
drlchsstr. 141. 

1218. Boecker, Dr. med., K. Oberarzt, Berlin, 1850/54, Frie- 
drichsstr. 141. 

1219. E. Flies, Dr. med., Arzt, Berlin, 1854 u. 1857, Ch»- 
loltenstr. 34. 

1220. R. Gerhnrdi, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Lüdenscheid, 1860, 
Prenzlauerstr. 25. 

1221. Phil. Spitz, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Bonn, 1860, alte 
Leipzigerstr. 10. 

1222. C. Fricciiis, Justizrath, Berlin, 1837/40, Dessaneratr. 11. 

1223. Friedr. iNIor. Bensing, Obergerichtsassessor o. Stadtge- 
richtssecretär, Berlin, 1829/32, Louisenstr. 6. 

1224. Meyer, Ref., Berlin, B. u. Jena 1853/6.. 

1225. M. Dinse, Dr. phiL, Berlin, 1853/6, Grenadierstr. 6. 

1226. Clafs, Ausc, Berlin, 1856/9, Rosentl^lerstr. 41. 

1227. Wallmann, K.-G.-Ausc, Berlin, 1856/9, Sopbienftr. 3i 

1228. Graf Blaukensee, Kgl. Kammerherr, Dr. iur., 1817, Lin« 
den 70. 

1229. Wendt, Geh. Kanzleirath, Berlin, B., Cöthenerstr. 7. 

1230. IL Dieck, Militär, Merseburg, 1858/9, Miltelstr. 45. 

1231. Alb. Lücke, Dr. med.^ pr. Arzt, Magdeburg, B., Halle n. 
Heidelberg 1849/54. 

1232. y. Recklinghausen, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, Bonn, 
Würzburg u. B. 1852/5. 

1233. Langerhans, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1838/42, K5p- 
nickerstr. 121. , 

1234. Elsholtz, Dr. med., Generalarzt, Berlin, A. des med. Chi- 
rurg. Friedrich -Wilhelms -Institutes u. der Militär -Aka- 
demie, Friedrichsstr. 140. 141. 



66 

1235. Clansius, Dr., Prof., Univ.. Zürich, A., Prinsessintietistr. 19. 

1236. Kubier, Dr., Prof. am Progymnasium in Berlin, A., Links- 
Str. 11. 

1237. Ernst Curtius, Dr., Prof., Unir. Göttingen, A., Beiid<- 
lerstr. 18. 

1238. Aug. Meineke, Dr., Geh. Reg.-Rath, A. der Kgl. Akademie 
der Wissenschaften, Linksstr. 25. 

1239. W. ZIehlke, Ausc, Posen, Breslau u. B. 1658/60, Spreer- 
gasse 2. 

1240. Joh. Kigler, stud. med., Potsdam, . 1858/60, Kronenstr. 31« 

1241. Julius Liebinger, cand. phiL, Berlin, 0. 1856/60, n. Schön- 
hauserstr. 7. 

1242. Heinr. Preckel, Techniker, Warendörf, von 1859 an, Jü- 
denstr. 43. 44. 

1243. Fliegenschmidt, Prediger, Westphalen, 1830/31, Bischofs- 
str. 5. 

1244. Franz Grofs, stud. techn. , Anclam, 1860, n. Friedrichs- 
Str. 38. . 

1245. Jul. Busch, Architekt, Neufs, 1858/60, Commandanten- 
Str. ä6. 

1246. O. Richmond, stud. pharm., Culm aAW., 1859/60, Ober- 
wasserslr. 10. 

1247. Alb. Loewenstein, Ger.-Assessor, Frankfurt a/0., 1853/5, 
Mauersir. 18. 

1248. Jac. Wolff, Dr. med., Chodziesen, 1855/9, n. Promenade 3. 

1249. K. Schühler, stud. techn., Langenb^rg, von 1860 an. Nett 
Cöln am Wasser 9. 

1250. Wilh. Hcrmanni,. Pastor, Krahne, 1825A28. 

1251. P.v. Kameke, K.-G.-Ausc, Coeslin, 1858/9, Oberwa11str.& 

1252. W. Kraemer, Pastor, Berlin, 1851/4, Rosengasse 14. 

1253. Kmil Bensei, Apotheker, Doebel, 1858/9, Brüderstr. 34. 

1254. Richard Walter, Feldmesser u. Architekt, Danug, 1858/60, 
Markgrafenstr. 27. 

1255. Jos. Philipp, cand. pharm., Cöln, 1858/60, Kurstr. 40. . 

1256. Christian Noldt, K.-G.-Ref., Berlin, 1852/3, 1854/5 u. 
Heidelberg 1853/4, Fischerbrücke 8. 

1257. £rnst v. Rodenberg, Gerichts -Assessor, Cleve, 1842/3 
u. 1844/5, Kanoniersir. 1. 



56 

1258. Pelkmann, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1837/41, Leip- 
zigers tr. 54. 

1259. Graefe, Kreisrichler, Berlin, 1842/45, Köthenerstr. 33. 

1260. Maizier, stud. iur., Burg, Tübingen 1860, grofse Ham- 
burgers tr. 13. 

1261. Heintzell, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst., Landeshut, 1860; 
Artilleriestr. 13. 

1262. Kirchner, Dr. phiL, Prof. a. d. Saldemschen Realschule^ 
Brandenburg a/H., 1838/41, Burgstr. 11. 

1263. Conrad, cand. theol., Oberlehrer an ders. Anstalt, Bran- 
denburg a/H., 1842/6, Matthaikirchs tr. 10. 

1264. Ad. Walter, Dr. phil. u. Lehrer an ders. Anst., Branden- 
burg a/IL, 1848AVi, Dessauerstr. 32. 

1265. Thelemann, cand. med., Heiligenstadt, B., Friedrichsstr. 141. 

1266. Mally, stud. med., Coeslin, Greifs wald, Linienstr. 105. 

1267. M. Kirstein, Dr. med., pr. Arzt, Filehne, 1850/55, Prenx- 
lauerstr. 31. 

1268. Ad. Schuft, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1842/6, Bchren- 
slr. 72. 

1269. Herrn. Schmidt, stud. med. (Akad.), Gr.- Streblitz, 1860, 
a. Rofsstr. 22. 

1270. August Hattenbach, Bauakademiker, Höxter, 1860, Hdi- 
gartenstr. 10. 

1271. Abarbanell, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1841/5, Spandioer 
Brücke 1. 

1272. B. Stahr, Dr. chir., a. Hildesheim, 1825, Rosenthalerstr.24. 

1273. Engclmann, stud. phil., Leipzig, Bonn 1860, Kronenstr. 38. 

1274. Hindenberg, Kanzleirath, Berlin, 1828/31, Friedrichsstr. 112a. 

1275. Massalien, Dr. med., Sanitatsrath , Goldberg in Schlesien, 
1810/13, Neustädtische Kirchstr. 9. 

1276. Bust, Prediger, Berlin, 1832/4, Scharrenstr. 20. 

1277. W. Boegehold, Prediger, Mülheim am Rhein, 1834/j, 
Zellengefängnlfs in Moabit. 

1278. Braun, Dr. med,, Sanitätsrath, Berlin, Breslau 1824/6, B. 
1826/9, Commandantcnstr. 83. 

1279. Brettner, Ger.-Ref, Gleiwitz, 1856, a. Jakobsstr. 50. 

1280. A. Müller, Prediger, Colberg, 1840, Neanderstr. 16. 

1281. Matthias, Stadlgericbtsrath, Berlin, 1826/9, Königsstr. 50. 



Ä7 

1282. Hetzel, Prediger, Heinersdorf, 1840/43, Sebiastiftnshr. S6\ 

1283. Ungnad, Prediger, Gransee, Bonn O./M. 1863, B. M. 
1853/ O. 1856, Ritterstr. 61. 

1284. Knoch, stud. med., Zechin, 1859/60, Jobannisstr. 10a. 

1285. Groelzebauch, Architekt, Wünschelburg, 1860, Comman- 
dantenstr. 52. 

1286. Paul Weisbach, stud. med., Glogau, 1860, Kalkscbeu- 
nenstr. 1. . 

1287. Bogislav Heftel, ' Sanitatsrath, Angermiinde, 1812/5. 

1288. Ferd. L. Strumpf, Dr. med., Berlin, 1833, Mauerstr. 83. 

1289. Alb. Kühn, Prediger, Berlin, 1851/4, Kanonierstr. 44. 

1290. A. Wohlthat, Dr. phil. u. Schulyorsteiier,. Halberstadt, 
1846/9, Scharrenstr, 12. 

1291. Ferd. Wetzel, Seminardirector , Neustadt a/D., 1837/40, 
Köpenick. ' ' ' 

1292. A. Hering, Ref, Stettm, O./M. 1855, Zimmerstr. 41. 

1293. F. Liman, Hofapotheker, Berlin, 1816/8, Charlottenbiirg 
Berlinerstr. 11. 

1294. W. Urner, stud. theol., Elberfeld, Halle O./M. 1860, 
Blumenstr. 71. 

4295. Friedr. Typs, Geh. Registrator, Beriin, 1839/41, Frie- 
drichsstr* 135 a. 

1296. Hirschberg, Ger. -Assessor, Königsberg i. Pr., 1848/51, 
Landsbergerstr. 84. 

1297. J. F. V. Arnim, Geh. Sanitatsrath, Berlin, 1821, Wii- 
belmsplatz 4. 

1298. C. Haupt, stud. techn., Naumburg a/S., 1858/60, Klo- 
sterstr. 64. 

1299. Ziegler, Ger.-Assessor, Berlin, 1846/9, Krausenstr. 37. 

1300. O. Zacrczewski, Apotheker, Gartz, 1856/7, Kurstr. 34. . 

1301. O. Heyden, Dr., Prof. u. Hofmaler, 1842, Bernburgerstn 
14. u. Dessauerstr. 34. 

1302. J. Gager, stud. med., a. d. Rbeinprovinz, Bonn, Seba« 
stiansstr. 18. 

1303. Jos. Lehmann, Prediger, Berlin, 1851/5, Schmidstr. 17. . 

1304. WolfTsohn, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1840/44, n. Frie- 
driedrichsstr. 72. 

1305. W. Rudolph!, Dr. med., Altmaric, 1856/60, Philippsstr. 24. 



58 

1306. £. Dockhom, Dr. med., Posen, 1856/60, Alexanderstr. 60. 
1307.« G. Cappel, stad. iur., Essen, 1860, Carlsstr. 6. 

1308. C. Bergemann, Gutsbesitzer, Crossen, Bonn 1856/7, Tem- 
pclhoferstr. 57. 

1309. R. Salomon, Architekt, Petersburg, 1860, Schleuse 11. 

1310. Herm. Meyer, K.-G.-Ausc., Memel, 1855/6 u. 1858, Ia- 
denstr. 100. 

1311. B. Drenup, Techniker, Borghorst, 1859/60, Adalbertsstr.31 

1312. B. Brinksmeyer, Techniker, Bochalt, 1858/60, Adalberti- 
str. 33. 

1313. C. Retslag, Dr. phil. u. ord. Prof. am. des Queen'« Col- 
lege Liverpool, Berlin, 1841/3 u. 1844/5, Ritterstr. 68. 

1314. A. Hoppe, Dr. phil., Lehrer am Berlin. Gymnasium «ui 
grauen Kloster, Berlin, 1846/9, gr. Georgenkirchgasse 29. 

1315. Alb. Friedr. Brohm, Pastor, Lubnitz bei Beizig, 1831/4, 
Kronenstr. 18. 

1316. A. Güth, stud. phil., Berlin, 1860, Oraniensth 82. 

1317. Emil Graetz, Apotheker, Posen, 1845/8, Kopnickerstr. lil. 

1318. A. Uosemann, stud. theol., Berlin, Erlangen u. B. 1858/60| 
Wallstr. 34. 

1319. G. Doenitz, Bergexspectant, Berlin, 1860, a. Leipsigerstr. 1 

1320. Bergius, Dr. phil, Privatdocent u. Regierungsrath , Bres- 
lau, 1826/8, Lenn^str. 7. 

1321. Hans Blum, stud. iur. et cam. , Leipzig, Leipzig O./IL 
1860, Blumenstr. 23. 

1322. Ed. Berger, K.-G.-Ausc, Brandenburg a/H., HL 1857/ IL 
1860, Anhallstr. 6. 

1323. Weitung, Pastor, Berlin, 1833/6, Petriplatz 3. 

1324. H. Voigt, Architekt, Hamburg, 1854/60, Weinmeisierstr. & 

1325. KrügerlL, Stadtgerichlsratb, Berlin, 1829/30, Oranicnstr.5& 

1326. Franz Laacke, Cand. des evang. -luth. Pred.-AmtSy Berlui| 
1853/7, Oranienburgers tr. 76 a. 

1327. Herm. Genrich, Stadtrichter, Berlin, 1836/9, gr. Fnnk- 
furlerstr. 103. 

1328. Joseph Krieger, stud. med. , Königsberg , Königsberg tob 
1857 an. 

1329. Aug. Hilt, Reg.-Ref., Simmern in d. RheinproTuiB, Bomi, 
Heidelberg n. B. 1849/52, Neustädtische Kirchstr. 8. 



\0, Friedr./Terberger, Bei^xspectant, Burgsteinfurt in- West- 

pbalen, seit O. 1859, Rosenthalerstr. 48. 
M. Adolph Paul, cand. theol., Berlio, O. 1853/7, Mauerstr.924 
^2. Siegfr. Lommatzscb, Lic. theoL, Berlin, 1853/9, Leipziger- 

platz 1. 
)3, Jul. TetzlafT, Ober-Auditeur u. Wirkl. Justizratb, Berlin, 

M. 1827/ M. 1828, Anbaltstr. 6. 
H. Tbeodor C. Müller, Stadtgericbts-Secretar, Berlin, 0.1828/ 

O. 1831, Kötbenerstr. 34. 
\6. O. Vogelgesang, stud. pbiL, Berlin, M. 1859/60, a. Ja- 

kobsstr. 60. 
16. Jul. Krause, stud. med., Berlin,' Würzbnrg 1860, a. Ja- 

kobsstr. 28. • 

\7, Aug. Tobold, Dr. med., Pommern, Grafswald u. B. 

1817/22, Oranienstr. 139^ r 
^8. £d. Saltmann, Dr. med* , Kircbboerde, Würi^burg, Leipzig, 

Greifswald u. B. 1855/60, Mittelstfv 13. 
^9. Franz Marggraff, Scbul Vorsteher, Stendal, 1825/7, Bonn 

1827/8, Gipsstr. 8. 
10. Adalb. Beyssel, stud. pbil., Berlin, 1860, Lindenstr. 3. 
Li. Carl Hauptmann, Bauführer, Magdeburg, 1852/5, Ora- 
nienstr. 149. 

12. Louis Braun, Architekt, Königsberg in Pr., 1860, a. Leip« 
zigerstr. 15. 

13. Kolk, Kreisgerichtsrath, Berlin, 1823/5, Bernburgerstr. 31. 
[4. Ad. Beil, Architekt, Berlin, 1860, Papenstr. 3. 

[5. C. Walter, Architekt, Darmstadt, 1856/60, Mohrenstr. 62. 

16. Ludw. Cremer, pr. Arzt, Herne, Würzburg u. Greifswald 
1855/60, HoUmannsstr. 3 (Garde-Cuirassier-Lazaretb). 

17. Ernst Walter, Predigtamtscandidat, Berlin, 1856/9, a. Ja« 
kobsstr. IIL 

18. Ant. Ludwig, cand. pbil., Quedlinburg, 1856/9,Behrenstr.47. 
[9, Aug. Gerthe, Assessor, Berlin, 1852/5, a« Jakobsstr. 42» 
>0. H. Link, stud. med., Danzig, 1859/60, Friedrichsstr. 141. 
H, Emil Siecke, Bauführer, Müllrose, 1853/6, Alexandrintfn- 

str. 48. 
>2. Herm. Deegen, Gerichts -Assessor, Berlin, 1848/9, M^t-*. 
tb'aikirchstr. 12. 



60 

1353. H. Lanenburg, Architekt, Bützow in MecUenb., 1853i, 
Stallschreiberstr. 42. 

1354. Ed. Oerlhe, Berlin, 1849/52, a. Jakobsstr. 60. 

1355. Leon, llofkammerrath, Berlin, B. u. Heidelberg 1824^7, 
Kronenstr. 6. 

1356. Scblochauer, Dr. med., pr. Arzt, Glogau, 1832/6, Landi- 
bergerstr. 64. 

1357. C. Fritise, cand. med., Magdeburg, 1857/60, Friedrid»- 
str. 141. 

1358. Bertucb, Architekt, Pasewalk, 1860, Kochstr. 1. 

1359. F. Richter, Prediger, Mariendorf, Halle 1841/3, B. 1843/4^ 
Mariendorf b. Berlin. 

1360. Mor. Loewinson, pr. Arzt, Danzig, 1840/44, Potsdamer- 
str. 112a. 

1361. Aug Schoetensack, Dr. med., Nordhausen, 1857/60, Sdin- 
mannsstr. 19. 

1362. C. Schlegelberger, Bauführer, Tilsit, 1853/6, Commandan- 
tenstr. 50. 

1363. G. Lehrhoff, Architekt, Dortmund, 1860, Charit^str. 2a. 

1364. Brüning, cand. iur., Mecklenburg, 1856, U. d. Linden 27i 

1365. Th. Seydel, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst., Posen, 1858/60, 
Landsbergerstr. 14. 

1366. H. Seydel, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst, Liegnitz, 1858/60, 
kl. Kirchgasse 2. 

1367. Ludewig, Civil -Ingenieur, 1856. 

1368. H. Knoevenagel, K.-G.-Ref., Neu -Rappin, M. 1852/S, 
Alexandrinenstr. 77. 

1369. G. Kohlhardt, Dr. med., Blankenheim, M. 1855/9, Alexan- 
drinenstr. 128. 

1370. Patrunky, Reg -Ref., Görlitz, O. 1853/4, U. d. Linden S9i. 

1371. W. Heyboldt, Privatgelehrter, Rügenwalde in Pommeni| 
O. 1827/8, Blums weg Berlin. 

1372. G. Doerenberger, Architekt, Dortmund, M. 1860, Cfaa- 
riteslr. 2 a. 

1373. Grousillier, Dr. med., Züllichau, O. 1856/60, Platz am 
neuen Thor 4. 

1374. A. Sucker, Schul Vorsteher, Glogau N.-Scbl., M. 1829/ 0. 
1833, n. Friedrichsstr. 23. 



61 

5. F. Hollin, Banführer, Fnedland in Meckl^nb«, Q. Ig56/ 

M. 1858, Kochstr. 8. 
6- M. Schulz, Kreisrichter, Berlin, M. 1839/40, M. 1841/2, 

a. Jakobsstr. 15. 
7. Max Ackermann, K.-G.-Ref., Neu-Ruppin, O. :i853/6i, 

Zimmerstr. 61. 
'8. Arthur Wilke, K.-G.-Ref., Berlin, O. 1854/7, Leipasigei-- 

str. 104. 
^9. Rud. Kulp, Dr. med, Berlin, M. 1854/8, Dofotheenst*. 76. 
\0, G. Barsickow, Ausc, Neu*Ruppin, M. 1856/7, Oranien- 

str. 74. 
^1. Aug. Caspar, Architekt, Berlin, y. M. 1859 an, Karlsstr. 27. 

12. Giovanni Müller, Architekt, Christiania, B., n. GrÜQstr. 34. 

13. Pitsch, stud. theol., Stettin, Halle, Dorotheenstr./l6. 

$4. Schulz, stud. theol., Potsdam, Halle, Dorotheenstr. 16. : 

15. Gust. Eckard, Dr med., pr. Arzt, Berlin, 1 854/8, Diakonis- 
senhaus Bethanien am Mariannenplatz. 

^6. Voigt, K.-G.-Ausc, Berlin, O. 1855/ M. 1858, Köp- 
nickerstr. 78. ; 

17. C. Stupp, Techniker, Cöln, 1859/60, a. Leipzigerstr. 18. 

;8. C.Karpinsky, stud. med., Berlin, 1859/60, Friedrichsstr. 1t 2. 

19. Fr. Schäffer, Schul Vorsteher, Berlin, 1830/33, Wilhelms- 
str. 36. [ 

)0. C. Rudolph, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst., Neustadt - Magde- 
burg, von 1858 an, Prenzlauerstr. 45. 

H. P. SchrobsdorfF, Bergexspectant, Potsdam, Ostern 1860, 
Schützenstr. 15. 

)2. Fr. titner, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Grunberg,;v. 1859 
an, n. Friedrichsstr. 18. ' 

)3. J. Kramarczik, Gymnasial-Director in Heiligenstadl^, a. Ra- 
tibor, 1830/31, Mohrenstr. 64. 

H. S. Zabendecki, Apotheker, Posen, 1858/9, Louisenstr. 19. 

do. H. Feddern, cand. phil., Berlin, 1854/8, Blumenstr. .63ai 

^6. Oscar Raaz, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Berlin, von 1860 
an, Invalidenstr. 87. 

97. Hache, Kreisrichter a. D., Bedin, 1819/?4, Neuenbur- 
gcrstr. 8. ' 

98. Wittfeld, Techniker, Crefeld, v. 1860 an, EUsabethstr. 30. 



63 

1399. Riedel, K.-G..Ref., Berlin, 1853/6, Klosterstr. 76. 

1400. Wiesenlhal, Dr. med., pr. Ant, Berlin, 1847/9, Sin- 
lauerstr. 56. 

1401. Hersch, Techniker, Viersen, v. 1860 an, Elisabethstr. 3(L 

1402. Böttcher, Stud. d. Kgl. Gew. - InsL , Berlin, v. 1860 an, 
Wllhelmsstr. 132. 

1403. Carl Zimmennann, Stud. d. Kgl. Gew.>Inst., Berlin, Toa 
1858 an, Wllhelmsstr. 37. 

1404. Alb. Gude, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Crossen a/0., tob 

1858 an, ßischofsstr. 27. 

1405. Th. Wulff, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Bromberg, 1858/60, 
Hollmaniisstr. 22. 

1406. P. Kiocke, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., £isleben, 1860, n. 
Friedrichsstr. 85. 

1407. £. Grecven, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Brünen, 1860, 
Jüdenstr. 29. 

1408. A. Wulff, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Bromberg, y. 1858 
an, Hollmannsstr. 22. 

1409. F. Baumann, stud. theol., Muhlbach in Siebenbfii^;en, tob 

1859 an, Mittelstr. 50. 

1410. Gustav Oppert, Dr. phil., Hamburg, 1858/60, Dorotheen- 
str. 22. 

1411. Ad. Reichel, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Graadens, 1860, 
Klosterstr. 108. 

1412. Victor Schröter, Architekt, St. Petersburg, 1858/60, 6e- 
orgenstr. 19 a. 

1413. Wilh. Borsche, Architekt, Cüstrin, B. 1858/60, Enmen- 
str. 10. 

1414. K. V. Weise, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Coln, seh 1859, 
n. Friedrichsstr. 104. 

1415. H. Tetzlaff, Stud. d. Kgl. Gew..Inst., Colhcrg, 1860, 
Bischofsstr. 3. 

1416. H. Schwarz, Stnd. d. Kgl. Gew.-Inst., Dortmund, 1860* 
hinter dem neuen Packhof 1. 

1417. Th. y. Gimborn, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst., Eouneridiy 
1860, Klosterstr. 22. 

1418. W. Martin, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Posen, 1860, Stn- 
lauerstr. 27. 



63 

1419. Th. Deichsel, Stad. d. Kgl. Gew.-Inst., FrausUdt, 1860, 
Landsbergerstr. 75. 

1420. £. Bürger, Stud. d. Kgl. Gew. ^ Inst«, Schweidnitz, yoq 
1859 an, Mohrenstr. 15. 

1421. J. Linau, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst., Frankfurt a/0., yoq 
1858 an, Stralauerstr. 57. 

1422. A. Flohr, Dr. phil., Oberlehrer, a. Osnabrück, 1838/41, 
Neustädtische Kirchstr. 6. 

1423. W. Küster, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Königsberg in der 
Neumark, von 1859 an, Dragonerstr. 14. 

1424. y. Seckendor(r, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Ehrenbreit- 
stein, von 1859 an, Commandantenstr. 52. 

1425. Hortmann, Stud. d. KgU Gew.-Inst., Fiten, y. 1860 an, 
Spandauerstr. 5. 

1426. y. Uklanski, Ger.- Ass., Berlin, 1849/51, Kanonierstr. 8. 

1427. Ant. Daffis, Dr. phil., Berlin, 1843/5 u. 1846/7, Alexan- 
derstr. 22. 

1428. Jul. Richter, Dr. phil., Prof., Berlin, Bonn u. B. 1833/6, 
Markgrafenstr. 1. 

1429. J.Cammer, Kreis-Ger.-Ref, Lebbin auf der Insel Wollin, 
Halle u. B. 1854/7, Zimraerstr. 30. 

1430. Loenartz, Architekt, Ernst an der Mosel, 1858/60, Stra- 
lauerstr. 57. 

1431. Stroeterhoff, Bauführer, Coblenz, 1850/60, Wilhelmsstr. 43b. 

1432. F. W. Born, Polytethniker, Burg, von 1859 an, Prenz- 
lanerstr. 45. 

1433. J. Siegen, Dr. med., Rheinland, B., gr. Hambargerstr. 8« 

1434. C. Ulrich, Dr. med., Westphalen, 1847/51, kl. Präsiden- 
tenstr. 3. 

1435. C. M. y. Olfers, Generaldirector d. Kgl. Museen, A. der 
Kgl. Ak. d. Wiss., Münster, 1815/7 als Dr.,. Caütiansstr. 5. 

1436. C Mentzel, Feldmessern. Architekt, Falkenburg Oberschlei.^ 
185S/60, Zimmerslr. 80. 

1437. J. L. MayerhoO; Prediger, Gr.-Beeren, 1818/22, Gr.-Beeren 
bei Berlin. 

1438. Ernst Mayerhoff, Predigtamtscandidat , Gr. -Beeren, Halle 
1854/5, B. 1856/7, Uirschektr. 21. 



64 

1439. Mor. Klotz, Kreisgerichtsratli, a. Potsdam, jetzt in Berln, 
1831/4, Scböncbcrgerstr. 27. . 

1440. Herrn. Heinrich, Architekt, Wittenberg, 1859/60, Walt 
str. 18. 

144 1. Jean Branhubcr, Mechaniker, Cöln, 1 859/60, KroneogasM 19. 

1442. Jos. Srhwaniborn, Architekt, Bauakademiker, Adscheid an 
<ler Sieg, I80S/6O, Zimmerstr. 23. 

1443. A. Wollanke, Bauführer, Berlin, 1 857/9, Wilhelmsstr. 57. 58. 

1444. G. £. Heineccius, Ob.-Trib.-Rath, BerUn, 1824/7, Ckar* 
lottenstr. 13. 

1445. Gust. Dorn, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst., Schlesien, lüä 
1808 an, Blumenstr. 14. 

1446. Flerm. Baschwitss, Banquier, Berlin, 1849/52, Oranienbur- 
gerstr. 82. 

1447. H. Wallmiiller, Apotheker, Berlin, 1858/9, Louisenstr. 19. 

1448. Ose. Neumann, Stud. d. Kgl, Gew.-Inst., Schreiberbaa, 
von 1858 an, gr. Frankfurterstr. 52. 

1449. H. Worst, cand. theol. , Gubrau, O. 1867/ O. 1860, 
Werdersir. o. 

1450. Jul. Krüger, Architekt u. Bauakademiker, Schwerin in Meck- 
lenburg, von 1857 an, Schumannsstr. 15 b. 

1451. L. Kohlstock, Techniker, Berlinchen, 1859/60, Schleuse l4w 

1452. Fr. Hülsen, Dr. phil., Gymnasiallehrer, a. Kotxen b. Ra- 
thenow, 1849/;^3, Berlinerstr. 1 in Charlottenburg. 

1453. H. Neiimann, Stadtger.-Secretär, a. Suflelde, j. in Berlin, 
1829/31, Alexandrinenstr. 45. 

1454. A. Mührer, Dr. iur., Stralsund, Heidelberg u. B. 1846/50, 
Kronenstr. 53. 

1455. A. Pleister, Pharmaceut, Wetzlar, 1851/5, Wilhelmutr. 43. 

1456. Fischer, Dr. med., Oberarzt am Friedrich -Wilhelms-Inst, 
Berlin, 1850/55, Friednchsstr. 141. 

1457. Pohl, Dr. med., Oberarzt am Friedrich -Wilhelms -Init., 
Berlin, 1850/.j5, Friedrichsstr. 141. 

1458. Ley, Architekt, Bauakadeniiker, Cöln, 1857/60, n.Grünstr.l. 

1459. Ed. Schlichting, K.-G.-Ref., Goltzow, M. 1856/8, Kran- 
senstr. 73. 

1460. Ose. Binseel, Dr. iur., Königsberg in Pr., Königsberg 
1856/9, B. 1860, Hollmannsstr. 22. 



65 

1461. £. Hallenstein, Architekt, Baiiakademiker, Frankfurt a^/M., 
1857/60, Kalkscheunenstr. 2. 

1462. Marx, Ger.- Assessor, Berlin, 1850/52, Kopnickerstr. 113, 

1463. Karl Schuster, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Berlin, y. 1860 
an, Friedrichsstr. 130. 

1464. Rieh. Goehde, Particulier, Berlin, 1852/3, Jagerstr. 12. 

1465. Ad. Heilbom, Ger.-Ass., Berlin, 1845/6, Bendlerstr. 23. 

1466. B. y. zur Westen, Ger.-Ass., Berlin, 1845/6, Zimmerstr. 5. 

1467. Hub. Otto, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Treptow a./T., yon 
1858 an, kl. Präsidentenstr. 4. 

1468. AI. Paasch, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1839/42, Stra- 
lauerbrucke 1. 

1469. Siegfr. Borchardt, Sudtgerichtsrath, Stettin, 1833/6, Fran- 
zösische Str. 32. 

1470. Wilh. Schadow, Prediger, a. Storckow, 1831/4, Weifsen- 
see bei Berlin. 

1471. F. Schilling, cand. tbeol., Berlin, M. 1855/8, Schäfer- 
gasse 27. 

1472. A. Becker, Bergexspectant, Berlin, M. 1858, Bitterstr. 75. 

1473. A. HofTmann, K.-G.-Bef., Berlin, 1854/7, Conunandan- 
tenstr. 24. 

1474. F. A. Schulze, Stadtschulrath, a. Marienburg, j. in Berlin, 
1818/22, Potsdamerstr. 27 a. 

1475. A. Merget, Director, Berlin, 1822/6, Schützenstr. 8. 

1476. Aug. Fr. Hirschwald, Verlagsbuchhändler, Berlin, 1845, u. 
d. Linden 69. 

1477. Hurt, stud. ehem., England, Giefsen 1860, Platz an der 
Bauakademie 2. 

1478. Esmarch, Dr. iur., Prot, Uniy. Kiel, A., Platz an der 
Bauakademie 1. 

1479. Cred^, Dr., Prof., Königl. Sachs. Hofrath, Uniy. Leipzig, 
A., B. u. Heidelberg 1838/42, Jagerstr. 17. 

1480. Feldt, Dr., Prof., Akademie Braunsberg, A., Mohren- 
str. 11. 12. 

1481. y. Hofmann, Dr., Prof., Uniy. Erlangen, A., Linden 31. 

1482. B. Hilgers, Dr., Prof., Uniy. Bonn, A., u. d. Linden 39. 

1483. Peter Merian, Dr., Prot, Uniy. Baael, A., Friedrichsstr. 59. 

5 



66 

1484. Wilh. Vischep, Dr., Prof., Univ. Basel, A., Basel, Bonn 
u. Jena 1825/31, B. O./M. 1831, Friedrichsstr. 59. 

1485. V. Woringen, Dr., Prof., Univ. Freiburg im Breisgaa, A., 
Neustädtische Kirchstr. 9. 

i486. Wasserschieben, Dr., Prof., Univ. Giefsen, A., Charlotten- 
str. 43. 

1487. Reinkens, Dr., Prof., Univ. Breslau, A., Bebrenstr. 35. 

1488. Carl Sohn, Prof., Kunstakademie Dusseldorf, A., Linden 31. 

1489. Leonard Horncr, Präsident der geologischen GreselUchafty 
London, Behrenstr. 40. 

1490. O. Goeschen, Dr. iur., Prof., Univ. Halle, A., Leipziger- 
str. 36. 

1491. Ph. £d. Huschke, Dr. iur., Prof., Univ. Breslau, A., An- 
nenstr. 9. 

1492. A. Kenngotl, Dr., Prof., Univ. Zürich, A., Linden 72., 

1493. Neuner, Dr., Prof., Univ. Kiel, A., Platz a. d. Bauakad.1. 

1494. Scheffer, Dr., Prof., Univ. Marburg, A., Karlsstr. 39. 

1495. Rösteil, Dr. iur., Prof., Univ. Marburg, A., Karlsstr. 39. 

1496. Mittermaler, Dr. iur., Prof., Univ. Heidelberg, A., a. d. 
Linden 44. 

1497. V. Gerber, Kanzler, Univ. Tübingen, A., u. d. Linden 39. 

1498. Pözl, Dr., Prof., zeitiger Rector d. Univ. München, A, 
u. d. Linden 39. 

1499. Laspeyres, Ob. - Appell. -Ger.-Rath, Lübeck, am Werderschea 
Markt 8—10 (Kgl. Münze). 

1500. Carl Hase, Dr. theol., Prof., Geh. Kirchenrath, Univ. Jena, 
A., u. d. Linden 35. 

1501. Betschier, Dr. med., Prof., Univ. Breslau, A., Kronen- 
str. 37. 

1502. Karl Rosenkranz, Dr. phil., Prof., Univ. Königsberg, A, 
B. 1824/6, Halle u. Heidelberg, Charlottenstr. 44. 

1503. F. W. Schubert, Dr. phil., Prof., Geh. Rath, Univ. Königs- 
berg, A., Königsberg, Charlottenstr. 59. 

1504. Hayn, Dr. med., Prof., Medicinalrath , Univ. Königsberg, 
A., Halle 1820/24, u. d. Linden 32. 

1505. Franz Hoffmann, Dr. phil., Prof., Uniy. Würzburg, A., 
Charlottenstr. 59. 

1506. Bruhns, Dr. phil., Prof., Univ. Leipzig, Jagers tr. 17. 



67 

1507. Aegidi, Dr. iur., Prof. am akademiscben Gymnasium in 
Hamburg, \., Hirschelstr. 16 bei Dr. Weber. 

1508. Ernst Schmidt, Prof., Univ. Jena, Dorotheenstr. 5. 

1509. Alex. Schweizer, Dr., Prof,, üniv. Zürich, A., Luiden 31. 

1510. Wetzell, Dr., Prof., Univ. Rostock, A., u. d. Linden 31. 

1511. Chr. Petersen, Dr., Prof. am akad. Gymn. u. Oberbibliotb. 
£u Hamburg, A., a. Kiel, 1826, Neustädtische Kirchstr. 9. 

1512. Fritz Reimann, Stud. d. Kgl. Gew.-List., Posen, 1859/60, 
alte Jakobsstr. 50. 

1513. Karl Mafsmann, Dr. med., Berlin, 1819/23, Hafenplatz 3. 

1514. V. Ossowski, Stadtgericbtsrath, Berlin, M. 1825/6, Links« 
str. 11. 

1515. C. Schulz, Kanzleirath, Templin, M. 1828/31, Chauss^r 
Str. 45. 

1516. W. R. Schürmann, Ingenieur, Stad. d. Kgl. Gew. -lost., 
Elberfeld, M. 1857/60, Oranienburgerstr. 57. 

1517. £m. Beuster, Dr. med., pr. Arzt, Lenzen a./£lbe, B. vu 
Würzburg 1855/60, Belle- Aliianceplatz 13. 

1518. B. Döring, stud. med., Berlin, M. 1859/60, Friedrichs* 
Str. 141. 

1519. Guthcke, Oberprediger, Spandau, B., Spandau. 

1520. G. Kirchner, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Prenzlau, M. 
1859/60, neue Rofsstr. 13. 

1521. Nuglisch, K..G..Ausc, Berlin, M. 1857/ O. 1858, O. 
1859/ M. 1860, Mittelstr. 60. 

1522. Pistorius, stud. theo!., Berlin, B. u. Erlangen M. 1857/60, 
Alezandrinenstr. 102. 

1523. Max Foitzsch, stud. phil., Oppeln, B. M. 1857/ M. 1859 
u. Breslau, Marien str. 31. 

1524. Friedr. Kemmerich, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst., Coln, B., 
Kronengasse 19. 

1525. Wilh. Rabich, Stud. d. KgL Gew.-Inst., Cöb, B., Kro- 
nengasse 12. 

1526. GusUv Götz, Pastor, Landsberg a./W., O. 1845, Klo- 
sterstr. 65. 

1527. Lord Wensleydale, Pair von England, England, Cambridge, 
Berlin YÜU bei Albrechuhof. 

5* 



68 

1528. Ph. y. Rohr, Oberger.-Assessor, a. Minden, 1821/2, Holl. 
mannsstr. 17. 

1529. H. Weilzenmiller, stud. med., Braiunsberg, 1859/60, Frie- 
drichs str. 141. 

1530. Mor. Baumann, Dr. med., Bischofswerder in Westpreulsen, 
1855/9, Münzstr. 28. 

1531. Ernst Anders, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst., Rosenhain bei 
Ohiau, 1859/60, kl. Präsidentenstr. 4. 

1532. Ernst Pflugmacher, stud. med., Marienhurg, von 1860 an, 
Friedrich SS tr. 141. 

1533. W. Eggebrecht, stud. med., Lankow in Pommern, toh 
1860 an, Dorotheenstr. 11. 

1534. Jul. Aron, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst«, Pommern, Ton M. 

1859 an, Werdersche Rosenstr. 1. 

1535. Paul Schuur, stud. theo!., Mühlhausen, Königsberg leit 
M. 1859, Dorotheenstr. 75. 

1536. L. Wellershaus, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst., Milspe, Toa 

1860 an, Commandantenstr. 33. 

1537. Aug. Ottermann, Bauführer, Marienwerder, 1848/50, Mat- 
thaikirchs tr. 14. 

1538. Max Schnitze, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Berlin, von 1858 
an, Oranienstr. 59. 

1539. Otto Guthke, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Wesendahl ba 
Straufsberg, 1858/60, neue Königsstr. 22. 

1540. Paul Jeidels, Dr. iur., Berlin, Heidelberg u. "WCrzbnrg 
1846/50, Kronenstr. 24. 

1541. Alfred Ottermann, Architekt, Insterburg, 1852/5, Koch- 
Str. 48. 

1542. Karl Humann, Architekt, Steele a. d. Rnhr, 1860, Ober- 
wallstr. 17. 

1543. Ludwig Damm, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Frankfurt a./O., 
1858/60, Scharrenstr. 4. 

1544. Oscar Pfeiffer, Chemiker, Berlin, 1858/9, Waldemarstr. 67. 

1545. M. Julius, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Colberg, yon 1859 
an, Elisabethstr. 43. 

1546. Aug. Conrad, cand. theol. , Züllichau, seit 1837, KroUs 
Etablissement am Exercierplatz. 



69 

1547. £. Bartels, stud. iur. et cam., Berlin, B. u. Tübingen yod 

1859 an, Bethanien am Mariannenplatz. 

1548. Jul. Krause, cand. med., Berlin, B. u. Würzborg 1859/60, 
Brandenburgstr. 43. 

1549. Franz Bauer, K.-G.-Ref., Breslau, M. 1856/ O. 1858, 
Friedricbsstr. 112 a. 

1550. Jos. Raudt, Techniker, Habeis cbwerdt, von M. 1860 an, 
Blumenstr. 14. 

1551. F. Pferdekämper, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Schwerte, yon 

1860 an, Commandantenstr. 35. 

1552. G. Badstübner, Dr. phil., Gymnasiallehrer, Berlin, 1843/7, 
Hafenplatz 3. 

1553. Adalb. Kuhn, Dr. phil., Prof., a. Königsberg in d. Neu- 
mark, 1833/6, Michaelkirchplalz 2. 

1554. G. Kremnitz, Juslizrath, Berlin, 1826/9, Wallstr. 7. 8. 

1555. Levin, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, B., Halle u. Prag 
1843/7, u. d. Linden 57. 

1556. O. Wiegmann, stud. theol., Halle, Halle O. 1859/60, 
Brunnenstr. 154. 

1557. Bidtel, Dr. phil., Berlin, 1850, Bauhof 2. 

1558. Paul Kühle, Dr. phil. u. Oberlehrer, Berlin, Halle, B. n. 
Breslau 1840/44, Rosenthalerstr. 67. 

1559. Alb. Naude, Justizrath, Berlin, 1824/7, Jemsalemsstr. 8. 

1560. Julius Spazier, vorm. Titularrath, Berlin, 1814/8, Anhalt. 
Communication 6. 

1561. C. Wolir, Dr. phil., Berlin, 1834/7, Michaelkirchplatz 3. 

1562. Theodor Foerster, stud. theoL, Halle, Halle M. 1858/60, 
Dorotheenstr. 77. 

1563. Adolph Faudel, Dr. med., Berlin, 1831/6, Walbtr. 1. 

1564. Th. Rhiem, Inspector im Rauhen Hause za Hamburg, O. 
1841/ M. 1844, Zellengefangnirs in Moabit. 

1565. Robert Ulbricht, Techniker, Sagan, M. 1859, Spandaoer- 
Str. 31. 

1566. Ludwig Gottfried Blanc, Prof., Halle, Halle, Kochstr. 13. 

1567. Clemens Vetter, Techniker, Haynau, M. 1860, n. Frie- 
dricbsstr. 85. 

1568. Carl y. Prieben, Jurist, Soldin L/N., B. n. Heidelberg 
1857/9, Lenn^str. 6. 



70 

1569. Emil von HermensdorfT, Ausc, Berlin, B. u. Heidellog 
1857/9, Schulgartenstr. 1 a. 

1570. W. Rogge, stud. Iheol., Gr.-Tinz in Schlesien, Erlangen 
O. 1859, Leipzigerstr. 5. 

1571. E. Carney, Techniker, Berlin, 1856/9, Gertrautenstr. 18. 

1572. Ed. Pruckner, Techniker, Berlin, 1856/9, Lindenstr. 3. 

1573. L. y. Rosentreier, Rechtsconsulent, Berlin, 1838/40, Bn- 
schingsplatz. 

1574. E. Steinhausen, Stadtgerichtsrath , Berlin, 1840/42, Holx- 
marktstr. 60. 

1575. J.William, cand. theol., Rossow, 1856/9, Nlederlagstr. 1. 

1576. C Kleist, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst, Graadens, von 1859 
an, Kesselstr. 22. 

1577. Pauly, Mllitair-Intendanturrath, Berlin, 1833/4, Fricdridu- 
str. 218. 

1578. Appelius, Pastor, Braunschweig, 1828, Jerusalemssir. 36. 

1579. Meyer, Dr. med. u. pr. Arzt, Bernburg, 1832/6, Neu- 
städtische Kirchs tr. 1. 2. 

1580. Ries, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1839/43, Rosenthaler- 
str. 32. 

1581. Stellter, Justizrath u. Rechtsanwalt, Königsberg in Prenli., 
Königsberg 1810/12, B. 1812/3, 1814/5, Platx an der 
Bauakademie 1. 

1582. Droste, Prediger, Rüggeberg in Westpbalen, 1850/52, 
Ileiligegeiststr. 2. 

1583. G. Schnitze, Superintendent, Soldin, 1828^ Kraosenstr. 

1584. H. Schnitze, Prediger, Fürstenwalde, 1825, Kraasenstr. 

1585. Rütenik, Prediger in Oberglogau, bei Wriezen, 1814/7| 
Krausenstr. 

1586. J. Feilsch, Prediger, Müncheberg, 1828, Kraasenstr. 

1587. Th. Noack, stud. phil., Bast in Pommern, Halle 1858/60, 
Jerusalemsstr. 52. 

1588. R. Lucas, stud. ehem., Berlin, 1860, Bernbnrgerstr. 18. 

1589. Carl Boetticher, Reg. -Ref., Potsdam, B. u. Heidelbeig 
1854/7, Loulsenstr. 33. 

1590. Ludwig Trepiin, K.-G.-Ref., Potsdam, 1853/5, Manerstr. 85. 

1591. Michels, Obertribunalsrath, Berlin, 1826, Nenenbargerstr.38. 

1592. Carl Rickert, Forstcandidat, Berlin, 1860, Melchiontr. 3. 



71 

1593. Goltfr. Nöthliclis, Dr. med., Erkelenz, 1860, Philippsslr. 15. 

1594. Ant. Nöthlichs, Dr. med., Erkelenz, 1860, Philippsstr. 15. 

1595. Richard Schepky, Assistent am Kgl. Gew. -Inst., Schle- 
sien, Breslau 1854/8, Neanderstr. 21. 

1596. Herrn. Deutsch, Rector u. Hiilfsprediger in Angermünde, 
Berlin, 1844/7, Holzmarktstr. 48. 

1597. Alb. Cazaiet, Prediger, Angermünde, 1839/44, Holzmarkt- 
str. 48. 

1598. Ludw. Barkowski, Apotheker, Ostpreufsen, 1855, Köp- 
nickerstr. 112. 

1599. H. Peter, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Doessel, 1860, Chans- 
s^estr. 81. 

1600. H. Sethe, K.-G.-Ausc, Magdeburg, Heidelberg 1856/7 n. 
B. 1857/9, Potsdam. 

1601. Franz Niederstein, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst», Emmerich, 
1860, Klosterstr. 22. 

1602. Rud. Lange, Bauakademiker, Berlin, 1858/60, Prinzenstr. 35* 

1603. Ose. Hentschel, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Weifsenfeis a./S., 
1860, Sebastiansstr. 19. 

1604. Dyer, Dr. med., Boston, Cambridge u. Wien 1860, Ma- 
rienstr. 3. 

1605. Jul. Weingarten, Gymnasiallehrer, Berlin, 1853/7, Mol- 
kenmarkt 6. 

1606. Wilski, Director, Rnmmelsburg bei Berlin, 1841/5, Rum- 
melsburg. 

1607. Behncke, Dr. phil., Anclam in Pommern, 1850/54, Berlin, 
Schellingsstr. 9. 

1608. Thamm, Lehrer, Schlalach, 1851/4, Adlerstr. 7. 
16ü9. Reinisch, Dr. med. u. pr. Arzt, Berlin, 1853/4, Berlin« 

1610. H. Jüngling, K.-G.-Ref., Hainau, 1854/5, Mohrenstr. 58. 

1611. v.Lilljestrom, Polizei- Assessor, Barth, 1836/7, Landsberger- 
str. lila. 

1612. y. Post, stud. iur., Bremen, Heidelberg 1859/60, Cbar- 
lottenstr. 54. 

1613. H. Derly, Dr. med., Boston, Cambridge 1855/9, Ma- 
rienstr. 13. 

1614. G. Jiirs, stud. ehem., Berlin, 1860, Chanss^tr. 98. 



72 

1615. H. Frey, Medumiker, Johannenhof bei Wehlau, 1860, 
Königsstr. 45. 

1616. £. Heinisch, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst., Posen, 1860, 
Alexanderstr. 63. 

1617. £. Krause, Bergexspectant, Neudamm, 1860, Lonisenstr. 56. 

1618. Gust. Knoblauch, Architekt, Berlin, 1858, Oranienstr. 101. 

1619. G. Verhuyen, Architekt, Frankfurt a./M., 1859, Oranieii- 
Str. 101. 

1620. Jnl. Lazarus, Ger. -Ass., Glogau, 1850/53, Schoneberger 
Ufer 21. 

1621. F. Suhlenbrecher, Architekt, Königsberg in Pr., 1854/6, 
Alexandrinenstr. 22 a. 

1622. Ad. Wilda, Dr. phil., Hamburg, 1838/9, Potsdamerstr. i 

1623. Carl Trantow, Pastor, Loitz, O. 1832/5, Mauerstr. 42. 

1624. Kymborn, Dr. med., Berlin, 1851/5, Friedricbsstr. 141. 

1625. J. Thiele, Apotheker, Berlin, 1857/8, n. Jakobsstr. 19. 

1626. J. Görcke, Apotheker, Demmin, 1857/8, Elisabetbufer 19. 

1627. Th. Jacobs, Wirkl. AdmiraUtatsrath, Berlin, 1844/6, Eick- 
hornstr. 9. 

1628. Wilh. Fricke, Predigtamtscandidat, Berlin, O. 1856/9, UL 
Waldemarstr. 1. 

1629. Ad. Sydow, Dr. theol. u. Prediger, Berlin, O. 1819/22, 
Krausenstr. 37. 

1630. Siegfried Sydow, stud. oec, Berlin, Eldena 1860, Kiaa- 
senstr. 37. 

1631. Ewald Below, Gymnasial -Director, Luckau, Franzosifdie 
Str. 65. 

1632. Alb. Roeder, Rittergutsbesitzer, Lichtenberg bei BerliOf 
B. u. Eldena 1838/9, Lichtenberg. 

1633. Alb. Hoerling, Dr. med., Halberstadt, 1847/51, Spandao. 

1634. Max Eccius, Ger.-Ass., Frankfurt a./O., Bonn, Heidelberg 
u. B. 1852/5, Markgrafenstr. 18. 

1635. Job. Mart. Friedr. Jul. Jkrtsch, Dr. phil. u. Oberlehrer ift 
d. Konigsstädt. Realschule, Berlin, 1831/5, n. Königsstr. 8. 

1636. Beruh. Boisser^e, Architekt, Cöln, Zürich 1857/9, Jiger- 
str. 15. 

1637. Friedr. Dunkelbeck, Regierungsrath, Guben, 1834/7, alte 
Rofsstr. 6. 



73 

1638. Lange, Prediger, Malchow bei Berlin, 1823/6, Malchow. 

1639. Gust. A. Berger, Apotheker I. Cl., Berlin, 1847/8, SuU- 
schreiberstr. 8. 

1640. H. Gurski, Architekt, Danzig, 1858/60, Wilhelmsstr. 2. 

1641. G. Oesten, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst, Mecklenburg, 1860, 
Königsstr. 37. 

1642. P. Koppel, Architekt, Strelitz, 1859/60, Dorotheenstr. 85. 

1643. C. Scholler, stud. iur., Rheinbajem, 1860, Burgstr. 20. 

1644. J. Oppenheimer, Dr. phil., Uslar im Königr. Hannover, 
1853/5, alte Schönhauserstr* 54, 

1645. G. Büttner, Dr. med. u. Sanitatsrath, Brandenburg a./H., 
1833/5, Carlsstr. 25. 

1646. L. Scholler, stud. theol., Rheinbayem, Erlangen 1857/60, 
Burgstr. 20. 

1647. Jac. Marcuse, stud. phiL, Oels, Breslau 1857/60, Rosen- 
thalerstn 43. 

1648. Leop. Schulze, Prediger, Oranienbaum bei Dessau, Halle 
u. B., Oranienstr. 112. 

1649. Eugen Bahlcke, Feldmesser u. Architekt, Zossen, 1858/60, 
Schiitzenstr. 15. 

1650. L. Friederich, Dr. med. u. pr. Arzt, Berlin, 1820/22, gr. 
Frankfurterstr. 67. 

1651. Jos. Jagielski, Dr. med., Medicinalrath, Director des KgU 
Hebammen-Inst. etc., Posen, von 1820 an, Brüderstr. 4. 

1652. Victor Jagielski, Dr« med., pr. Arzt, Posen, von 1857 an, 
Brüderstr. 4. 

1653. Rudolf Kühne, Dr. med., Charlottenburg, 1856/60, Inva* 
lidenstr. 40. 

1654. Ad. Nieter, Dr. med., Ilsenburg, 1855/9, Friedrichsstr. 141. 

1655. Rud. Boots, Justizrath, Berlin, Halle 1824/6, B. 1826/7, 
Brüderstr. 13. 

1656. Heimann Litthauer, Dr. med., pr. Arzt, Chodziesen, 
1855/9, Rosenthalerstr. 3. 

1657. Max Preller, Dr. med., Mecklenburg, 1856/60, Charit^str. 6. 

1658. Beruh. Seeger, cand* med.. Bendelin, 1857/60, Scha- 
mannsstr. 9. 

1659. Hugo Meinert, Dr. med., Posen, 1855/9, Alezanderstr. 10. 11. 



74 

1660. Fischer, Dr. med. u. pr. Arzt, Nea-Ruppin, 1843/4^ 
1848/52, Niederwallstr. 24. 

1661. Hermann Pabst, stud. phil., Burg, Bonn 1859/60, Hols- 
gartenstr. 6. 

1662. W. V. Fransecky, cand. phil., Berlin, 1856/8, Anguststr. 88. 

1663. Heinr. £rbkam, Dr., Prof., Consistorialrath, Königsberg, 
1829/33, Eichhornstr. 6. 

1664. Carl Wislceny, Lehrer, Prov. Sachsen, Halle u. B. 1834/7, 
1842/5, Spreegasse 6. 

1665. Carl Ed. Kursch, Rechtsanwalt u. Notar, Berlin, 1827/30, 
Markgrafenstr. 66. 

1666. Wilh. Fischer, Kgl. Dom-Candidat, Schwollmen in Ott- 
Preufsen, Königsberg, Halle, Göttingen 1855/9, Oranieii- 
burgerstr. 76 a. 

1667. £. Becherer, Bauführer, Sellendorf in der Niederlansitii 
Greifswald 1853/4, Berh'n 1854/60, Dessaaerstr. 26. 

1668. E. Dühring, stud. iur., Naumburg a./S., Halle 1860, neue 
Friedrichsstr. 18. 

1669. B. Kleefeld, Bauführer, Danzig, 1860, Puttkammerstr. 2. 

1670. Joh. Georg Sommer, Dr. theol., Prof., Königsberg, Kö- 
nigsberg u. Bonn 1^30/33, Kurstr. 38. 

1671. F. Neuschaefer, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst, Magdeburg, 
1858/60, Breslauerstr. 17. 

1672. A. Souchon, Bauführer, Berlin, 1854/60, Taubenstr. 3. 

1673. Hübner, Kammerdirector, Rofslau am Harz, 1827/30, Je- 
rusalemsstr. 19. 

1674. Mrosack, stud. theol., Hoyerswerda, Halle von O. 1860 aii| 
Louisenstr. 59. 

1675. Bodln, Prorector, Greifswald, O. 1844/7, Breitestr. 26. 
1676 R. Albrecht, stud. med.. Angermünde, B., Bonn n. Grab- 

wald 1858/60, Linienstr. HO. 

1677. H. Rittwagen, Landwirth, Klein Gandern, 1839/40, Lands- 
bergers tr. 43. 

1678. Bischoff, K.-G.-Ref, Berlin, 1853/6, Kochstr. 30. 

1679. Härtung, Stadtgerichtsrath, Berlin, 1829, Kochstr. 3. 

1680. G. W. Müller, städt. Lehrer, Berlin, 1838/41, kl. Aleiin- 
derstr. 7. 



75 

168i. Ludw. Rauh, Yerlagsbuchhandler, Berlin, Bonn n. B. 
1845/8, Lindenstr. 84. 

1682. Franz Arlt, Apotheker, Cüstrin, 1858/9, Spandanerstr. 77. 

1683. Ad. Wendland, Lehrer, Bnin bei Posen, Königsberg, Bonn 
u. B. 1850/54, Wilhelmsstr. 126. 

1684. W. Süersen, Zahnarzt, Berlin, 1852/6, u. d. Linden 61. 

1685. Seemann, Dr. med., pr. Arzt, Rogasen, 1855/9, Grena- 
dicrstr. 20. 

1686. Paul Becker, Stud. d. Kgl. Gew. -Inst., Potsdam, von 
1858 an, Jüdenstr. 66. 

1687. A. Dittmann, Lehrer u. Erzieher am Schindlerschen Wai- 
senhause, a. Silberberg, 1855/9, Friedrichsgracht 57. 

1688. SchifTer, Dr. med., Volontairarzt im Garde- Cuirassier- 
Regiment, Oels, 1856/60, Garde-Cuirassier-Caseme. 

1689. Annecke, K.-G.-Ref., Conitz, 1855/6, Mauerstr. 19. 

1690. Bernhard!, Prediger, Potsdam, 1826, Stolpe in der Mark 
Brandenburg. 

1691. Hahn, Dr. med., Unterarzt, Zehdenick, 1855/9, Garde- 
Fusilier-Caseme. 

1692. HonVnann, K.-G.-Ref., ZülHchau, 1852/5, Wilbelmsstr.l 22a. 

1693. Rascher, Domcandidat, Prenzlau, B. u. Halle 1854/7, Ora- 
nienburgers tr. 76 a. 

1694. Zimmermann, Geh. Sanitatsrath, Berlin, 1820, Comman- 
danienstr. 20. 

1695. Schinkel, Domcandidat, Ruppin, 1856/7, Oranienborger- 
str. 76 a. 

1696. Schulze, K.-G.-Ref, Berlin, 1853/7, Brandcnburgstr. 44. 

1697. K. Grüzmacher, Vorsteher einer hohem Knabenschule, Ber- 
lin, 1824/6, Kronenstr. 32. 

1698. Schutte, Reg.-Ref., Merseburg, Bonn u. B. 1851/4, Fran- 
zösische Str. 60. 

1699. Sander, Dr. med., Hainau, Breslau u. B. 1856/60, Johan- 
nisstr. 2. 

1700. Golling, stud. theo!., Deetz, Erlangen 1859/60, alte Ja- 
kobsstr. 51. 

1701. V. Dörnberg, K.-G.-Ausc, Berlin, 1857/9, Bembnrgerstr. 6. 

1702. £. Menshausen, Generalbevollmächtigter der Frankfiirter 
Lebensversicherungsgesellschafl, Berlin, 1 843/6, Kochitr.30. 



( < 

i 



76 

1703. H. Hebicht, stud. med., Berlin, von 1858 an, Friedridi- ' 
Str. 141. 

1704. J. Ninon, stad. pharm., Neustettin, 1858/60, Oranica- 
platz 19. 

1705. O. Zlckner, stud. med., Gransee, 1858/60, FrJedrichsstr. 141. 

1706. G. Freyschmidt, Gymnasiallehrer, Wittenberg, 1844/8, 
Marienstr. 28. 

1707. Ed. Epstein, Ger.-Ass., Breslau, Breslau u. B. 1849/53, 
Grenadierstr. 34. 

1708. Em. Rhode, Ger.-Ass., Königsberg in Pn, B. tu Konigi« 
berg 1850/53, Behrenstr. la. 

1709. Max Siewert, Dr. phil., Marienwerder, Halle 1856/60, 
Friedrichsstr. 154. 

1710. B. Dau, Architekt, Danzig, 1858/60, Brandenburgstr. 53. 

1711. Spiefs, Dr. med., pr. Arzt, Bromberg, 1846, Rosentha- 
1er Str. 14. 

1712. Wolkenburg, Geh. Revisor, Neu-Ruppin, B. n. GraCi- 
wald 1848/51, Nauenerstr. 25 in Potsdam. 

1713. Polthier, Ger. -Assessor, Wittstock, Breslau, Bonn n. B» 
1849/52, Oranienstr. 172. 

1714. Liman, Stadtrichter, Berlin, B. u. Heidelberg 1839/43, 
Leipzigerplatz 12. 

1715. Fr. Strehlke, Dr. phil. u. Oberlehrer am Gymnasiom n 
Danzig, 1843/6, Auguststr. 82. 

1716. Erduin Jul. Koch, Pfarrer, Friedrichsfelde, 1824/7, Frie- 
drichsfelde. 

1717. Em. Brachvogel, Rechtsanwalt, Strasburg in Westprenbeii, 
Breslau u. B. 1838/40, neue Friedrichsstr. 37. 

1718. Herm. Haenel, Dr. phil., Berlin, Bonn u. B. 1835. 

1719. Carl Mayet, Justizrath, Berlin, B. u. Heidelberg 1828/31, 
am Werderschen Markt 4. 

1720. Max Lortzing, stud. phil., Berlin, 1858/60, Oranienstr. 43. 

1721. Christian Klinkhardt, Polizeidirector, Berlin, Leipzig a. Halle 
1816/8, Adalbertsstr. 41. 

1722. Fritz v. Koenen, Ref., Frankfurt a./O., B. u. Halle 1856/8, 
Potsdam. 

1723. Siegfr. Hammerfeldt, Rechtsanwalt, Berlin, B., Halle «• 
Jena 1840/42, Burgstr. 29. 



77 

1724. Ring, Dr. med., Berlin, 1836/8, Kurstr. 54. 

1725. H. Schroeter, Ausc, Berlin, Jena 1856/8, B. 1858/9, 
Spitlelbrücke 17. 

1726. H. Heymann, stud. med., Berlin, B. u. Würzburg 1859/60, 
unter den Linden 3 a- 

1727. G. Roseno, Ref., Berlin, Halle, Heidelberg u. B. 1852/6, 
Matth'aikirchstr. 2. 

1728. C. Tieck, cand. theol., Berlin, Halle u. B. 1853/6, MaU 
th'äikirchstr. 2. 

1729. F. Fufs, Geh. Rath, Berlin, Halle u. B. 1831/4, Victoria- 
str. 3. 

1730. T. Schilling, Prediger, Berlin, 1836/9, n. Schönhauserslr. 5. 

1731. C. Spikermann, Dr. med., Berlin, 1835/8, n. Friedrichsstr.3. 

1732. W. Siegen, Oberprediger, Berlin, 1818/20, Münzstr. 6. 

1733. E. Schöneberg, Rentier, Berlin, 1838/40, n. Friedrichsstr. 9. 

1734. Kotelmann, Dr. med., Berlin, 1850/53, Sebastiansstr. 49* 

1735. Heller, cand. theol., Berlin, 1857/60, Carlsstr. 4. 

1736. C. Martiensen, stud. iur., Grabow in Mecklenburg, B., 

Tempelhoferstr. 46. 

1737. A. Coler, Dr. med., pr. Arzt, Friedeberg in d. Neumark, 
1852/6, Feilnerstr. 4. 

1738. B. Nikolai, Kreisrichter, Halle 1844/5, B. 1845/7, Ora- 
nienstr. 109. 

1739. R. Schnakenburg, Dr. phil., Prof., Berlin, 1824/6, Feil« 
nerstr. 4. 

1740. Hirschland, Polytechniker, Essen, von 1856 an. 

1741. Breumel, Dr. med., pr. Arzt, Unna, Würzburg u. Berlin 
1855/9. 

1742. Brinkmann, Dr. med., pr. Arzt, Hagen, Würzburg n. B« 
1855/9. 

1743. Gabel, stud. med., Neu-Strelitz, Göttingen. 

1744. Ose. Y. Boetticher, stud. phil., Riga, Bonn 1856/9. 

1745. Kache, Dr. med., Berlin, 1832/5, gr. Frankfurtersir. 117. 

1746. A. V. Niederhöffer, Dr. phil., Röbel, 1851/4. 

1747. R. Bück, stud. oec, Berlin, Jena 1860, Berobnrgerstr* 
15. 16. 

1748. F. Zillroann, KgL Poiizeiinspector, Berlin, 1833/6, Ui- 
chaelskirchplatz 5. 



78 

1749. J. G. Koenen, Präsident, Curator des Atheoaeom lUnitic 
in Amsterdam u. Secretar d. Kgl. Akademie der Wis- 
senschaften daselbst, A., Amsterdam, Amsterdam 1824/31, 
unter den Lin<len 32. 

1750. R. Philipp, Dr. phil., Oberlehrer a. d. Louisenstädt. Real- 
schule u. Gymnasiallehrer in Berlin, a. Oeb, O. 1833/8, 
alte Jakobsstr. 8. 

1751. Pelzer, K.-G.-Ausc, BerL'n, M. 1856/ M. 1859, Borg- 
str. 22. 

1752. Baumeister, stud. pharm., Inden, 1860, Dorotheeiutr. 23. 

1753. H. Kienekcr, stud. theol., Lengerich, 1860. 

1754. C. Noack, stud. theol, Lugau, Halle 1860, Philippsstr. 14. 

1755. Jacob y. Kleudgen, Dr. iur. u. Ministerial-Secretar, Karls- 
ruhe (Baden), Heidelberg 1824/7 u. B. M. 1827/8, Frte- 
drichsstr. 59. 

1756. J. Luther, stud. theol.. Nieder- Elchs tedt, Halle 1860, 
Kichhornstr. 4. 

1757. C. Döring, Ger.-Ass., Sandau, M. 1849/ O. 1853, Com- 
mandantenstr. 49. 

1758. C. Mulzer, Dr. phil., Gierens dorf bei B., 1836/9, HoU- 
mannsstr. 24. 

1759. J. Doy^, stud. med., Alt-Ruppin, 1859/60, Friedrichi- 
str. 140. 

1760. Venu, Dr. med., Bad Driburg, Grei&wald u. B. 186Q, 
Marlenstr. 2. 

1761. Carl Lohde, stud. theol., Dahlen bei Gladbach, Halle 1860, 
hinter dem neuen Packhof 1. 

1762. A. Frey tag, Bergexspectant, Soest, 1860, Marienstr. 27. 

1763. Ferd. Küttner, Dr. phil., Gymnasiallehrer, Berlin, 1849/53, 
Wallstr. 6. 

1764. £d. Vanhagen, cand. pharm., Brilon, B., Philippsstr. 22. 

1765. Ph. Noack, stud. theol., Lugau, Halle O. 1860, Linden & 

1766. Gefsner, Dr., Ger.-Ass., Oelde, Halle n. B. von M. 1849 
an. Französische Str. 17. 

1767. £. Dienemann, Pastor, Güsen, 1844/7, Kopnickerstr. 136a. 

1768. £. Dienemann, Pastor, Havelberg, 1813/8, Krausenstr. 60. 

1769. M. Ockel, Dr. med., Tribsees in Pommern, 1865/9, Chaos- 
s^estr. 77. 



79 

1770. H. Kemphe, stud. theol, Bielefeld, B. n. Halle 1859/60, 
Bahnhofsstr. 1. 

1771. Immanuel Schmidt, Dr. phil., Gymnasiallehrer, Halberstadt, 
1842/4, alte Jakobsstr. 26. 

1772. Rob. Levy, Kaufmann, Berlin, 1855/6, Bendlerstr. 6. 

1773. Georg Schultze, stud. iur.^ Danzig, Breslan, Dorotheenstr. 5. 

1774. Georg Winkler, Architekt, Breslau, 1858/60, Kronenstr.2l. 

1775. L. Boas, Dr. med., Landsberg a./W., 1828/31, Burgstr. 20. 

1776. R. Dahms, Apotheker, Berlin, 1851/2, Köpnickerslr. 112. 

1777. H. Poselger. Dr. phil., Berlin, 1842/5, Kronenstr. 39. 

1778. W. Maurer, stud. archit., Ehrenbreitstein, 1858/60, neue 
Wilhelmssir. 12. 

1779. Paul Haase, stud. iar. , Stettin, München von 1860 an. 
Krause's H6tel gami Marienstr. 6. 

1780. Ferd. Deppe, Bauführer, Berlin, 1857/9, Lindenstr. 69. 

1781. Jul. Piossek, Bauführer, Ober- Schlesien, 1857/9, Ora- 
nienstr. 74. 

1782. Emil Tobien, Bauführer, Wehlau, 1857/9, Commandanten- 
Str. 56. 

1783. R. Nippe, Apotheker, Tilsit, 1854/5, Kronenstr. 44. 

1784. Otto Dettmann, K.-G.-Ref., Calbe a. d. Saale, 1854/5, 
neue Wilhelmsstr. 11. 

1785. Carl Dettmann, K.^G.-Ref., Calbe a. d. Saale, 1854/5, 
anter den Linden 34. 

1786. Carl Lilienhain, K.-G.-Ref., Gr. Glogau, B. u. Heidelberg 
1855/7, Markgrafenstr. 64. 

1787. Oscar Hoheuberg, stud. phil., Berlin, 1858/60, Holzgar- 
tenstr. 7. 

1788. Franz Meyer, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Hirschberg, 1858/60, 
Jüdenstr. 55. 

1789. Wilh. Wendler, Ref., Lausitz, 1855/8, Taubenstr. 54. 

1790. Theod. Rolke, Ref., Berlin, 185518^ Commandantenstr.61. 

1791. Aug. Lucae, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, B. u. Bonn 
1855/9, Gamisonlazareth. 

1792. Theodor KleinwSchter, Bergexspectant , Oels, 1860, Phi- 
lippsstr. 3. 

1793. Ad. Krause, Architekt, St. Petersburg, B., Spittelmarkt- 
Str. 5. 



80 

1794. Otto GnadendorfF, stud. med., Landsberg a./W., M. 1860, 
Fischerstr. 41. 

1795. Justus Y. Rosenberg -Graszczjnski, K.-G.-Aa8C., Berlin, 
Bonn M. 1857/ M. 1858, B. M. 1858/ M. 1860, Scbel- 
lingsstr. 2. 

1796. Theod. Böse, cand. theol., Spandau, O. 1857/60, Schon- 
bauser Allee 179. 

1797. Adolf Boebme, stud. med., Graditz bei Torgaa, seit U. 
1858, Bernburgerstr. 26. 

1798. Philipp Ludwig, Architekt, Potsdam, seit 1860, Krausen* 
Str. 10. 

1799. Franz Herenius, Stadtrichter, O./M. 1844, PoUdamerstr. 38. 

1800. Hugo Holfur, Architekt, Gnesen, von M. 1858 an, Kalk- 
scheunenstr. 3. 

1801. Alb. Rudolph, Dr. med., Anklam, prom. 30. Dec. 1857, 
Kochstr. 35. 

1802. Wilh. Ritter, stud. theol., Salzwedel, 1860, Waldemar- 
str. 30. 

1803. Ferd. Künzel, Reg.-Rath, Dresden, M. 1842/3, Linden 72. 

1804. Beruh. Seebeck, Dr. med., Jena, 1856/60, Behrenstr. 61. 

1805. Herrn. Jos. Hollender, Polytechniker, Cöln, 1860, Breite- 
str. 29. 

1806. Paul Gründler, stud. med., Berlin, 1860, Poststr. 9. 

1807. Ose. Holzapfel, K.-G.-Ausc, Berlin, O. 1856/ O. 1859, 
Ritterstr. 50. 

1808. £d. Braun, Ger. -Ass., Berlin, O. 1849/ O. 1852, Munc 
Str. 25. 

1809. Ose. Astfalck, stud. dent., Sommerfeld, 1860, Looisenstr. 12. 

1810. Gustav Jordan, Dr. iur., Berlin, 1860, Kanonierstr. 30. 

1811. Hugo Liba, cand. theol., Berlin, 1851/5, Kopnickerstr. 68. 

1812. Paul Consentius, Ingenieur, Tilsit, 1856/8, Jemsalems- 
str. 60. 

1813. Aug. Günther, K.-G.-Ausc, Düsseldorf, 1855/7, Jernsa* 
lemsstr. 30. 

1814. W. A. Passow, Dr., Gjmnasialdirector, Thorn, 1834/5, 
Heiligegeiststr. 5. 

1815. Leop. Pardon, Dr. phil., Realschallehrer, Culm a./W.y 
1849/52, Ritterstr. 34. 



8l 

1816. H. Prohle, Dr. phiL, Realschnllelirer, Sataelle, 1845/6, 
Michaelkirchstr. 5. 

1817. Emanuel Grondey, Schulamt^poididat, Neifse, 1854/79 Ro- 
sentbalerstr. 28. 

1818. Th. Dirkscn, Ger.-Ass., Berlin, 1850/53, Fcilnerstr. 1. 2. 

1819. Müller, Actuarius, Berlin, 1843/5, Köpnickerstr. 144. 

1820. Callmann, Pharmaceut, Briesen, 1859/60, Charlottenburg. 

1821. C. Dietzel, Dr. phil., Priratdocent, Unir. Bonn, u. d. 
Linden 39. 

1822. Fr. Panninger, Stabs- u. Mannearzt, Naugard, 1849/53, 
Matthaikirchstr. 10. 

1823. O. Micliaelis, Redacteor, Lübbecke, 1846/7, Linksstn 22. 

1824. Max Poppe, K.-G.-Ref., Berlin, 1854/6, n. Friedricbsstr. 37. 

1825. Gust. Henschel, K.-G.-Ausc., Berlin, 1856/9, Kurstr. 1. 

1826. Max Hertmmpf, Bauakademiker, Görlitz, 1860, Mittelstr. 64. 

1827. Gast Kubtz, Dr. phil., Magdeburg, 0. 1846/60, Potsdam. 

1828. O. Bernhardi, Dr. med., Eilenburg. 

1829. W. Bernhardi, Dr. med., Eilenburg, 1848. 

1830. H. Hübler, Bacc. med., Dresden, Leipzig 1857/60. 

1831. Wilh. Rose, vorm. Apotheker, Berlin, von 1810 an, Des- 
sauerstr. 29. 

1832. Alph. Stübel, Dr. phil., Dresden, Leipzig u. Heidelberg 
1856/60, Jägerstr. 

1833. Herrn. Lintz, Poljtechniker, Berlin, 1860, Spreegasse 2. 

1834. Job. Fr. Marquardt, Instituts -Vorsteher, a. Berlinchen, 
1832/6, Friedricbsstr. 217. 

1835. Heinr. Diepenbach, Polytechniker, Cöln, 1860, Brüderstr. 29. 

1836. H. Held, stud. phil., Westphalen, 1860, Alexanderstr. 31. 

1837. K. Müller, stud. pharm., Westphalen, 1860. 

1838. Otto Weitzenmiller, stud. pharm., Braunsberg, 1860, Lou!- 
senstr. 20. 

1839. O. Rifsmann, Ger.-Assess., Berlin, 1849/52, Hollmanns- 
Str. 9. 

1840. Gr. Berg, Grundbesitzer, Berlin, 1842/5, Lenn^str. 9. 

1841. Aug. Hartmann, Bergexspectant, Neufs, 1858/60, Chaus- 
s^estr. 40. 

1842. Jac. Ditges, Bergexspectant, CoIn, 1858/60, Kesselstr. 24. 

6 



82 

1843. Richard Boeckh, Reg.-Ass., Potsdam, 1842/5, Maaerstr. 20. 

1844. Jul. Abraham, Bauführer, Zehden a./O., 1859/60 , Chaos- 
s^estr. 91. 

1845. Ludwig Ewald, Ober-Forstmeister, Kurmark, Frankfurt 18 10, 
B. 1811/2, Mohrenstr. 24. 

1846. Job. Friedr. Amen, Dr. phil., Oberlehrer, Berlin, 1847/9, 
Linienstr. 121. 

1847. H. Wenzig, Dr., Sudtrichter, Berlin, B. u. Heidelberg 
1844/7. 

1848. Fei. Heyne, stud. phil.. Feigenau, Bonn 1858/9. 

1849. R. Weimann, Kaufmann, Berlin, 1856/8, Enckeplaiz 4. 

1850. Tb. Breysig, Dr. phil., Danzig, 1845/7, Potsdamerstr. 11. 

1851. F. Strehlke, Dr. phil., Danzig, B., Potsdamerstr. 11. 

1852. G. Enger, Privatdocent, Berlin, 1843/7. 

1853. Jung, Sanitätsrath, Berlin, 1832/5, Leipsigerstr. 11. 

1854. Carl Kriege, stud. pharm., Lünen, 1858/60, Dorotheenstr. 22l 

1855. Carl Sobota, stud. med., Broslawitz, seit 1859, Frie- 
drichs str. 141. 

1856. A. Volmer, Dr. med., pr. Arzt, Oelde, 1854/6, greise 
Hamburgerstr. 35. 

1857. Alfr. Schottnmller, Dr. phil., Gymnasiallehrer, Berlin, 
1853/5, Liuksstr. 43. 

1858. A. Richter, Architekt, Berlin, 1852/4 u. 1856/8, Des- 
sauerstr. 29. 

1859. V. Hagen, Architekt, Breslau, 1857/60, Hirscbelstr. 9. 

1860. H. V. Lancizolle, Architekt, Berlin, 1859/60, Charlotten- 
Str. 85. 

1861. H. Kampfmeyer, Ausc. , Rügenwalde, 1856/9, Waldemar^ 
Str. 67. 

1862. Theod. Böse, cand. theol., Brandenburg a./H., 1857/60. 

1863. H. Ulrich, cand. med., Berlin, 1859/60, Schustergasse 4. 

1864. y. Hönigsberg, Dr., Kaiserl. Rath, Unir. Wien, A., o. 
d. Linden 46. 

1865. Grube, Dr., Prof., Staatsrath, Univ. Breslau, Linden 66. 

1866. Friedr. Haase, Dr. phil., Prof., Univ. Breslau, Halle 0. 
1827/ M. 1828, Greifswald M. 1828/ M. 1829, B. M. 
1829/ O. 1831, Burgstr. 29 bei Markstein. 

1867. J. J. van Oosterzee, Prediger, Rotterdam, A. 



8S 

1868. Ullricy, Dr. phil., Director d. Kgl. Blindenanstalt, Pots- 
dam, 1830/33, Wilhelmsstr. 139. 

1869. Ahlemann, Pastor in Petershagen bei Minden, 1827/30, 
Markgrafenstr. 49. 

1870. A. E. Kertscher, Predigtamtscandidat , Altenburg, 1852/5, 
u. d. Linden 5. 

1871. Boettger, Kreisrichter, Sommerfeld i. L., 1841/3, Mit- 
telstr. 46. 

1872. O. F. A. Hermes, Pastor in Lüssow bei Güstrow, 1829/30, 
Charlottenstr. 43. 

1873. £m. Veckenstedt, Predigtamtscandidat, Yehlitz bei Magde- 
burg, 1858/9, Friedrichsstr. 72. 

1874. Heinr. Chalybaeus, stud. iur., Kiel u. Göttingen seit 1859, 
Dorotheenstr. 64. 

1875. Wilb. Zahn, stud. math., Leipzig, Leipzig 1857/60. 

1876. Aug. Doj^, Dr. phil., Geh. exped. Secretar beim Mini- 
sterium d. ausw. Angelegenheilen , Neustadt - Eberswalde, 
Bonn 1835/8, Köthenerstr. 37. 

1877. Ludwig Färber, Privalgelehrter, Brät«, 1831/4, Carlsstr. 14. 

1878. Ernst Morpe, stud. math., Leipzig. 

1879. Julius Ebenstem, Dr. med., Brandenburg, 1850/54, Frie- 
drichsstr. 141. 

1880. Em. Schnitze, K.-G.-Ausc, Prenzlau, 1857/9, Linienstr. 137. 

1881. Emil Troitzsch, stud. iur. et cam., Leipzig. 

1882. G. Y. Sobbe, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Minden, Blumen- 
Str. 8. 

1883. Gust. Krüger, Dr. phll., Gymnasiallehrer, a. Braunschweigi 
Göttingen 1855/7, Bonn 1857/60, Burgstr. 22. 

1884. Fritz Ohnesorge, cand. theol., Neumark, B., a. Jakobsstr. 50. 

1885. Aug. Ziilmer, Dr. phil., Treptow a./R., O. 1851/4, Schön- 
hauser Allee 185. 

1886. U. J. F. Daries, Prediger, Mecklenborg, O. 1810, Char- 
lottenstr. 44. 

1887. Gustar Böttcher, cand. theoL, Neumark, O. 1855/8, Brei- 
testr. 26. 

1888. Otto Heyne, stud. phiL, Bautzen, Leipzig O. 1860, Krau- 
senstr. 34. 

1889. Bruno Eberhard, Architekt, Gotha, 1857/9, Georgenstr. 39. 

6« 



84 

1890. Aag. Meiüsner, Architekt, Gr. Lübs, 1860, a. Jakobsstn73. 

1891. Louis Niemeyer, stud. med., Paderborn, yon 1859 ao, 
Friedricbsstr. 141. 

1892. Karl Supprian, stud. tbeol., Halle, Halle 1859/60, Scböne- 
bergerstr. 15. 

1893. Em. Nigrinus, Prediger, Roblsdorf b. PriUwalk, O. 1840/41, 
Dorotheenstr. 75. 

1894. Carl Kühne, Dr. med., Berlin, 1854/8, Friedrichsgracht 50. 

1895. Franz Holzapfel, Chemiker, Berlin, 1858, Adalbertsstr. 36. 

1896. A. Schmilz, Techniker, Escbweiler, 1858/60, alte Schon- 
bauserstr. 5. 

1897. K. Aefner, cand. med., Magdeburg, 1857/60, Friedricbs- 
str. 141. 

1898. J. L. Mulder, Dr. med., Groningen, 1854/60, Frie- 
drichsgracht 61. 

1899. Tb. Kirchheim, stud. med., Eggersdorf, 1860, Friedricbs- 
str. 141. 

1900. Tb. Sontag, Kaufmann, Ratibor, 1857, Oranienburgers tr. 3. 

1901. y. Holleben, stud. iur., Berlin, Heidelberg 1857/60, Anhalt 
Communication 7. 

1902. Martens, Justizrath, Danzig, B., u. d. Linden 35. 

1903. Jaeger, Sanitätsrath, Danzig, B., u. d. Linden 35* 

1904. G. Haase, stud. tbeol., Kiel, Kiel u. Heidelberg 1856/60, 
Behrenstr. 22. 

1905. Härder, Pastor, Dammwolde in Mecklenburg - Schwerin, 
1831/5, Neuenburgerstr. 35. 

1906. Vocke, Lehrer, Schönewerda, O. 1850/54, Schutcenstr. 29. 

1907. W. F. Rohrbeck, Apotheker, Berlin, 1838, AnbalUsche 
Communication 6. 

1908. H. Epenstein, Dr. med., Berlin, 1841, u. d. Linden 67. 

1909. J. G. Kohler, cand. tbeol., Odenkirchen in Rheinpreuben, 
1857/8, 1860, Louisenstr. 24. 

1910. Fr. Schlick, Pastor, Bemburg, O. 1841/3, Taubenstr. 16. 

1911. Otto Schulze, Dr., Predigtamtscandidat , Bemburg, 0. 
1854/5, Taubenstr. 16. 

1912. H. Bahn, stud. med., Beigard, O. 1860, Karlsstr. 26. 

1913. A. Wetzel, stud. med., Wahrenbriick, 1857/60, Drago- 
nerstr. 16. 



85 

1914. Friedr. Theod. Hoffmann, stud. rer. nat., Leipzig, Leipzig 
seit O. 1856, Schumannsstr. 5. 

1915. R. Friedrich, Amtsassessor, Stade, Göttingen u. B., Do- 
rotheenstr. 94. 

1916. G. Rewald, Predigtamtscandidat, Stargard in Poinmeni| 
1853/7, vor dem Königsthor. 

1916. Mezger, stud. med., Heidelberg, Heidelberg, Marienstr. 28. 

1917. Mor. Wölfel, Ger.-Ass., Berlin, 1861/2, Oranienstr. 112. 

19 18. Carl Schneider, Luth. Seminardirector, Neuwied, 1840/46, 
Kurstr. 38. 

1919. Böhm, Dr., Apotheker, Briesen, 1856/7, Rofsstr. 1. 

1920. Fr. Günther, Lehrer, Berlin, 1854/8, Zimmerstr. 11. 

1921. N. Landsberg, cand. phil., Posen, Schlesien, 1854/8, Kur- 
str. 11. 

1922. A. Bilharz, Dr. med., Sigmaringen, 1858/9, Schumanns- 
str. 16. 

1923. Laves, Dr. phil., Berlin, 1838, Wilhelmsstr. 47. 

1924. Weise, Apotheker, Berlin, 1840, Friedrichs str. 19. 

1925. Salomon, Ausc, Berlin, 1856/9, alte Jakobsstr. 130. 

1926. Franz Richards, Bergexspectant, Eisleben, 1859/60, Koch- 
str. 26. 

1927. Walter Richards, Bergexspectant, Eisleben, 1859/60, Koch- 
Str. 26. 

1928. Ernst Roth, Literat, Cöslin, O. 1845/ M. 1848, Kurstr. 52. 

1929. James Knox, Advocat, Knoxville, 1840, Dorotheenstr. 62. 

1930. J. Siegen, Dr. med., Rheinprovinz, 1857, grofse Ham- 
burger str. 8. 

1931. H. Cappo, Pharmaceut, Naumburg a. B., 1860, Gipsstr. 19b. 

1932. C. Lentz, stud. theol., Stargard in Pommern, Halle seit 
1860, neue Wilhelmsstr. 11. 

1933. Bartels, stud. iur , Berlin, B. u. Tübingen seit 1859, Be- 
thanien am Mariannenplatz. 

1934. Rosenbaum, Dr. med., Lübben, 1856/9, Charit^. 

1935. Th. Bode, stud. med., Magdeburg, 1858/60, Friedrichs- 
Str. 141. 

1936. Scblobach, stud. theol, Frankfurt a./O., Halle 1860, Beh- 
renstr. 11. 

1937. Reichet stud. pluL| DinnsUdt, Bonn 1859/60. 



86 

1938. Rieh. Wex, stud. iur., Schwerin in Mecklenburg, Leipzig 
1860, Krausenstr. 42. 

1939. Unverdrofs, Geh. Secretar, Pannen, 1840/44, Schone- 
bergers tr. 3. 

1940. Karstadt, Lehrer, Gotha, 1848/53, Krausenstr. 19. 

1941. Griinhagen, Dr., Prlratdocent , Breslau, 1848/50, grofse 
Hamburgerstr. 40. 

1942. Fein, Apotheker, Fischhausen, 1840/41, Mobrenstr. Dier- 
bachs Uotel. 

1943. Wollmann, Dr. phi!., Berlin, B. u. Bonn 1834/7, Kothe- 
nerstr. 19. 

1944. Glinz, stud. theol., St. Gallen, Heidelberg, Klosterstr. 
89. 90. 

1945. Ernst Romberg, Ger. -Ass., Stettin, 1847/50, am Zeug- 
hause 2. 

1946. £d. Drescher, stud. iur., Magdeburg, Halle 1859/60, Frie- 
drichs str. 131. 

1947. O. Pfeil, cand. med«, Landsberg, B., Friedrichsstr. 141. 

1948. Fug. Neumayer, cand. med., Liegnitz, B., Taubenstr. 6. 

1949. Alfred Frief, stud. phil., Breslau, Breslau 1858/60^ Phi- 
lippsstr. 3. 

1950. R. Uffricht, Akad.-Eleye, Neuhaldensleben, 1855/60, Bron- 
nenstr. 154. 

1951. J. B. Oster, stud. pharm., Cöln, 1860, ScbumanDsatr. 11. 

1952. Mor. Herrmann, Dr. iur. utr. u. Ger.-Ass., Schwerin a./W.| 
1850/53, Französische Str. 24. 

1953. W. Stritzki, Dr. med., Berlin, B. 

1954. J. Botbfer, Eisenbahnsecretär, Erfurt, 1847/50, Lbden 10. 

1955. Eng. Reinicke, Stud. d. Kgl. Gew.- Inst., Königsberg, 
1860, Oranienstr. 90. 

1956. Täger, Architekt, Berlin, 1859/60, Mittelstr. 52. 

1957. K. Janicke, Dr. phil., Magdeburg, 1850/54, Auguststr. 93. 

1958. E. Busse, Architekt, Berlin, 1859/60, Karbstr. 21. 

1959. Koch, Assessor, Marburg, 1845. 

1960. E. Brewitt, Architekt, Bielefeld, 1858/60, Marienstr. 5. 

1961. G. Müller, Techniker, Minden, Berlin, kl. Kirchgasse 3. 

1962. Fr. Rintelen, Techniker, Paderborn, Berlin, Roseostr. 29. 

1963. Fr. Sandrofs, cand. phil., Berlin, B., alte Sdmtcenatr. IL 



87 

1964. ßaruch Auerbach, Director, Berlin, B,, Oranienburgerstr. ^. 

1965. O. Boetticher, cand. theoL, Fürstenwalde (Ganzau), Halle 
u. B., Prinzenstr. 29. 

1966. Konrad Bock, stud. philoL, Breslau, Breslau 1858/60, Ka- 
non ierstr. 41. 

1967. R. Goettmg, stud. med., Nordhausen, Berlin, Friedrichs- 
str. I4l. 

1968. Rock, Dr. med., Berlin, Berlin, Linksstr. 25. 

1969. Montreul, Prof. der Anatomie, Paris, Paris, Anhaltstr. 14. 

1970. Nothnagel, stud. med., Alt-Lietzegörlcke, Berlin, Frie- 
drichsstr. l41. 

1971. £. Baron, cand. med., Königsberg, B., Karlsstr. 11. 

1972. Neubauer, Ger.- Ass., Berlin, 1853/5, Ritterstr. 46. 

1973. Ed. ßonzel, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Olpe, Berlin, hin- 
ter der katholischen Kirche 3. 

1974. Feige, Ref., Stolp, Berlin, Jakobsstr. 1. 

1975. Deicke, cand. theol., Neuwarp, Elisabethufer 13. 

1976. Ludw. Schneider, Bürgermeister a.D., Magdeburg, 1830/31, 
1832/3, Artilleriestr. 7. 

1977. Aurel Hollhoff, Rechtsanwalt, Halberstadt, Jena 1830. 

1978. Carl Lorentz, Rechtsanwalt, Zeitz, 1832/3. 

1979. Julius Ascher, K.-G.-Ref., Berlin, 1853. 

1980. Graf Poninski, Berlin, 1855. 

1981. Herrn. Textov, stud. arch., Stettin, 1860, Kraasenstr. 16. 

1982. Mofsner, Berlin, Jena 1857/60, Lindenstr. 49. 

1983. Gierke, Dr., Stettin, B. u. Heidelberg, Zimmerstr. 84. 

1984. Köhler, stud. theol., Dessau, B. u. Erlangen. 

1985. Müller, stud. theol., Rostock, Erlangen. 

1986. Müller, Architekt, Westphalen, seit O. 1858. 
19S7. Herner, stud. theol., Ludwigslnst, Erlangen. 

1988. Peters, stud. theol.. Erlangen, Erlangen. 

1989. Walter, stud. theol., Hamburg, Erlangen. 

1990. Saatfeld, stud. theol, Ludwigslust, Erlangen. 

1991. Schefler, cand. theol., Marburg, Erlangen. 

1992. Alberti, stud. nat, Univ. Götlingen. 

1993. Schmidt, stud. phiL 

1994. Glaue, stud. math., Hannorer, Göttingen. 

1995. Röcher, stud. theol., Brandenburg, Halle* 



88 

1996. Hansen, cand. theoL, Univ. Kiel. 

1997. Fritze, Kreisgerichtsrath, Neuwarp, 1841/4. 

1998. V. Bredow, Gutsbesitzer, Katzow bei Naueo, 1835/8. 

1999. V. Bredow IL, Gutsbesitzer, Ratzow, 1836/9. 

2000. Hoblfeld, Prediger, Wildberg, 1834/7. 

2001. Carl y. Bredau, Hauptmann, Berlin, 1843/4. 

2002. Marggraf, pr. Arzt, Berlin, 1839/40, Cbaussfestr. 13. 

2003. Schmidt, stud. iur., Dresden, Leipzig, 1859/60, Charit^- 
str. 2. 

2001. Kefsier, stud. iur., Zwickau, Leipzig 1860, Mittelstr. 5. 

2005. Alfred Tyfska, cand. theoL, Schwedt, B. u. Leipzig 1857/8. 

2006. Mor. Abel, Ref., Prenzlau, B. u. Halle 1855/8. 

2007. Bogge, stud. theol., Schlesien, Erlangen, Leipzigerstr. 5. 

2008. Kreusner, stud. theol., Pommern, Halle. 

2009. E. F. Mischner, stud. med., Westphalen, Grei&wald 1860. 

2010. O. Wentzel, stud. math., Greifswald, Greifswald 1860. 

2011. EL Beyfsel, Hofrath, Berlin, 1816, Lindenstr. 3. 

2012. Brandenburg, cand. theol., Prenzlau, 1857/60, alte Jakobf- 
Str. 50. 

2013. H. Bärensprung, stud. med., Wittenberg, 1860, Frie- 
drichsstr. 141. 

2014. Heller, Dr. med., Lübben, 1856/60, Niederwallstr. 11. 

2015. Leonhardt, cand. phiL, Culm, 1842/5, Dorotheenstr. 3. 

2016. H. Bluhm, stud. med., Marienburg, 1858/60, Friedridu- 
Str. 141. 

2017. Gabriel, Dr. med., Beriin, 1834, Belleallianceplatz 21. 

2018. Doebbelin, Dr. phll.. Samter, 1843/4, Schellingastr. 16. 

2019. Dahn, Dr. med., Cöln, 1856/60, Moabit. 

2020. Brause, Dr. med., 1856/60, Moabit. 

2021. Lazarus, Dr. med., Wrietzen, 1843/8, Breitestr. 19. 

2022. Normann, Dr. phil., Beriin, 1831, Charlottenburg. 

2023. Cantian, Assessor, Berlin, 1847/50, Kanonierstr. 8. 

2024. Naumann, Assessor, Bonn, 1852/5, Kanonierstr. 8. 

2025. Tuchen, Rechnungsrath, Brandenburg, Halle u. B. 1833/6, 
Friedrichsstr. 133. 

2026. Thamm, Rector, Berlin, 1849/51. 

2027. Max Schmidt, stud. med., Rofsleben, 1858/60, Friedrichf- 
str. 141. 



89 

2028. Ad. Schmidt, Bergmann, Rofsleben, 1856, Kalkscheunen- 
str. 1. 

2029. Marx, cand. med., Malapane, 1857/60, Fnedrichsstr. 141. 

2030. Rolbmann, Dr. med., Wongrowiecz, 1855/9, Lazareth des 
Garde - Schützenhataillons. 

2031. Schulze, cand. phil., Luckau, 1854/7, Hamburger Hof, In- 
yalidenstr. 62. 

2032. H. Rehbein, Assessor, Berlin, 1851/4, Brandenburgstr. 

2033. R. Schmidt, stud. med., Havelberg, 1859/60, Oranienstr. 6. 

2034. £. HofTmann, stud. med., Leobschütz, Greifswald 1859/60, 
Linienstr. 106. 

2035. E.Richter, stud. med., Guben, 1859/60, Friedrichsstr. 141. 

2036. Wilh. Knops, stud. med., Neufs, 1859/60, Dorotheenstr. 62. 

2037. H. Odenbach, Polytechniker, Cöln, von 1859 an, KeibeU 
Str. 16. 

2038. Ph. Heck, Bergexspectant, Neuwied, 1859/60. 

2039. Breuer, BergexspecUnt, Cöln, 1857/60. 

2040. Hauschner, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Magdeburg. 

2041. Schniing, Bergexspectant, Suhl, 1859/60. 

2042. Seyflert, Kreisgerichtsrath, Jüterbogk, 1833/5. 

2043. Stelling, Assistent, Hannover, Göttingen 1858/60, WiU 
helmsstr. 15. 

2044. Jon Knak, stud. theol. et phil., Falkenburg, Erlangen. 

2045. Burghardt, Pastor, Strafanstalt Lichtenburg, 1834/7, Mit- 
telstr. 46. 

2046. H. Haupts, Bauakademiker, Fürth, B., Sebastiansstr. 39. 

2047. L. Jahn, Lehrer, Amalienhof, 1830/31, Elisabethstr. 26. 

2048. R. Schweinitz, Bauakademiker, Berlin, 1856, neue Schön- 
hauserstr. 1. 

2049. H. SchmeiTser, Apotheker, Frankfurt a./O., 1847/8, Kop- 
nickerstr. 10. 

2050. Schroeder, Bauführer, Potsdam, 1852/4. 

2051. Goldspohn, Bauführer, Neu Strelitz, 1852/4. 

2052. Hesselbarth, Bauführer, Berlinchen, 1852/4. 

2053. Fr. Beyring, cand. theol., Wcstphalen, 1857/60. 

2054. Friedr. Schneider, Architekt, Potsdam, 1853, Köthenerstr. 

2055. Herrn. Schneider, Architekt, Potsdam. 

2056. Rod. Leo, Architekt, Königsberg, Potsdamerstr. 132. 



90 

2057. Friedr. Stephan, cand. phil. , Annaburg, 1854 7, Oranien- 
str. 63. 

2058. Paul ScharfTenroth, Architekt, Posen, 1857/60, Comman- 
dantenstr. 85. 

2059. Hugo Jaeckel, Architekt, Posen, 1857/60, Schamannsstr. 12. 

2060. Oestreich, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1840/43, neue 
Schöiihauserslr. 24. 

2061. Hamburger, stud. med., Prov. Posen, Breslau 1858/60. 

2062. O. Y. Duisburg, K.-G.-Ref., Mecklenburg, 1855/6, On- 
nienburgerslr. 83. 

2063. Stahl, stud. phil., Landsberg a./W,, Greibwald 1859/60, 
Mauerstr. 49. 

2064. H. Quicken, Dr. med., pr. Arzt, Byem in Westphalen, 
185d/8, Schumannsstr. 14 b. 

2065. Nabbat, Arcliitekt, Libenau, 1857/60, Ritterstr. 39. 

2066. Haber, Architekt, Herford, 1860, Klosterstr. 35. 

2067. Leop. Samter, Dr. phil., Königsberg, Bonn 1856/60, Frie- 
drichsstr. 99. 

2068. Ad. ßoehm, stud. med., Warendorf, 1858/60, Alexaader- 
str. 63. 

2069. W. Klopsch, stud. theol., Anclam, Halle 1858, Kloster- 
str, 102. 

2070. C. Hörn, Prediger, Dämmen in Pommern, 1835/9, Moh* 
renstr. 27. 

2071. N. ßrockbaus, stud. theol, Unna, Halle 1860, Mittelstr.2ä. 

2072. J. Brode, stud. theol., Schoniliers, Halle, Carkstr. 26. 

2073. F. Funke, stud. theol., Hezdorf, Halle 1859. 

2074. Wendt, Dr. med., Freienwalde a./O., 1854/8, Fraazosiflchc 
Str. 64. 

2075. L. Janicke, stud. oec, Magdeburg, Jena 1860, Wflhelms- 
str. 132. 

2076. Haiuz, stud. med., Koschütz, Greifs wald 1860, Jerusalem«- 
Str. 26. 

2077. Böthke, Architekt, Bromberg, 1855/6, Friedrichsstr. 243. 

2078. Horwicz, Architekt, Marien werder, 1851/5. 

2079. C. Dupr^, Architekt, Mainz, 1853/5, Jägerstr. 11. 

2080. J. Pisko, Dr., Redacteur, Wien, Wien. 

2081. Hermann, stud. theoL, Elberfeld, 1860, Mohrenatr. 1. 



91 

2082. C. W. Murche, Bacc. med., Bautzen, Leipzig 1857, Krau- 
senstr. 15. 

2083. Borgstett, sind, med., Minden, 1858, Friedrichsstr. 141. 

2084. C. Beisgen, Architekt, Hirschberg, 1860, Jüdenstr. 11. 

2085. M. Spinn, Architekt, Seim, 1860, Jüdenstr. 11. 

2086. Henkel, Kreisgerichtsrath, Quedlinburg, 1825/9. 

2087. R. Schmidt, Pharmaceut, Striegau, y. 1860, Fischerstr. 13. 

2088. Zimmer, stud. iur., Görlitz, 1859/60. 

2089. Kröcher, stud. theol., Nadrensee, Halle 1860, Rosenstr. 21. 

2090. Zernikof, Arzt, Odessa, Kiew 1860, Karlsstr.4l. 

2091. Krasemann, Baumeister, Berlin, Brückenstr. 12. 

2092. Wendl, Landwirth, Freienwalde, B., Französische Str. 64. 

2093. Krause, Med., Nimptscb, 1857, Friedrichsstr. 14i. 

2094. Block, Kanzleirath, Berlin, 1820, Leipzrgerstr. 60. 

2095. Lohse, Bauinspector, Berlin, 1828/30, Kochstr. 27. 

2096. Bruch, stud. iur., Tübingen, B. u. Tübingen. 

2097. Bussmann, stud. iur., B. o. Tübingen. 

2098. Kann, stud. iur., Tübingen, B. u. Tübingen. 

2099. Roseuberg, stud. theol., Berlin, B. u. Erlangen. 

2100. Vogel, Stud., Oldenburg, Erlangen, 

2101. Busch, stud. arch., Merseburg, 1858/60, Commandanteo- 
Str. 48. 

2102. A.Kleiner, Pfarrer, Reyszig, 1825/9, gr. Frankfurterstr. 52. 

2103. Jul. Niese, Kaufmann, St. Louis in Nordamerika, M. 1857/8. 

2104. Gotthold Schulz, cand. theol., Wollsteio in Posen, O. 
1857/60. 

2105. Wilh. Seile, Architekt, Danzig. 

2106. E. Ridhart. 

2107. Laddey, Pfarrer, Neudorf. 

2108. C. F. Brüchert, Apotheker, Stargard. 

2109. A. Zimmerberg, stud. cam. , Dorpat, Greifs wald u. Jena 
1859/60, Hollmannsstr. 22. 

2110. J. Kawerau, stud. theol., Danzig, Halle. 

2111. Leupoldt, Dr. med., Bernstein, Kronenstr. 19. 

2112. Paul Gerhard, stud. theol. er., Breslau, Breslau von 1859 
an, Lenn^str. 3. 

2113. Job. Heinr. DaT. Haoabaho, Rechtianwalt u. Notar, Gea- 
thin, HaUe u. B. 1826/9, Genlkin. 



92 

2114. Jal. Hesdörßer, Dr. iur. utr., Fulda, B. a. Marbarg 1852/5, 
Taubenstr. 4. 

2115. Miihow, Pastor, Pommern, 1823/6, Friedricbsstr. 211. 

2116. J. Schubert, Dr. med., Dramburg, 1816/7, Linden 32. 

2117. W. Schubert, Dr. med., HannoTer, 1846/7, Linden 32. 

2118. Th. Berger, Apotheker, Berlin, 1857/8, Dragonerstr. 6a. 

2119. C. Diiring, Pharmaceut, Berlin, 1844/5, am neuen Biarkt 

2120. Just. Heinzel, stud. med., Bunzlau. 

2121. Alb. Hoefer, Ger. -Ass., Frankfurt a./O., 1852/4, Blaik- 
grafenstr. 18. 

2122. £m. Tllmann, Bergexspectant , Arnsberg, Breslau 1858/9, 
B. 1859/60, Invalidenstr. 38. 

2123. Dar. Rosin, Dr. phiL, Schul Vorsteher, Rosenberg in Sdile- 
sien, 1846/50, Rosenthalerstr. 50. 

2124. F. W. Weber, Dr. phil., Rentner, Düsseldorf, 1817/8, 
Taubenstr. 12. 13. 

2125. O. Oppenheim, stud. ehem., Königsberg. 

2126. £d. Jaschkowitz, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, Oranienstr. 59. 

2127. Lange, Rechtsanwalt, Creuzburg O./S., 1823/7. 

2128. Werner, Stud. d. Kgl. Gew.-Inst., Frankfurt a./O., 1860. 

2129. Brosin, stud. phil., B. u. Göttingen 1857/60. 

2130. Carl Wernicke, Dr. phil. u. Oberlehrer, Berlin, Puttkam- 
merstr. 5. 

2131. Ad. Rengerts, Chemiker, Berlin, 1857/60. 

2132. Konr. Krüger, stud. iur., Grorsmühlen, 1859/60. 

2133. Carl Smidinger, stud. iur. et cam., Schwedt a./O., 1859/60. 

2134. J. Dicke, Architekt, Cöln, 1860. 

2135. Zaubitz, cand. phil, Darmstadt, Giefsen u. B. 1856/9« 

2136. Mathwig, Lehrer, Berlin, 1850/54. 

2137. A. Th. Woeniger, Dr. iur. et phil., Stadtrath, a. Med- 
lenburg-Schwerin, O. 1836/9, Louisenstr. 36. 

2138. Kürschner, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1847/51, Spandau. 

2139. Lambrechts, Dr. med., pr. Arzt, Rheinprovinz, 1838/42, 
Spittelmarkt 11. 12. 

2140. Schering, Geh. Ober-Justizrath, Berlin, 1828/31, Links- 
str. 37. 

2141. Bader, Lehrer a. d. Königsstädt. Realschule, ProT. Bran- 
denburg, M. 1846/ O. 1848, Grenadierstr. 28. 



93 

2142. J. Killisch, Dr. phil. u. Vorsteher einer Militair-Yorbe- 
reitungsanstalt, Bromberg, 1838/41, Adlerstr. 10. 

2143. Hagen, Stadtrath, Königsberg in Prenfsen, Königsberg 
1839/42, Dessauerstr. 1. 

2144. Gruno, Militair-Intend.-Secretar, Tapiau in O.-Pr., M. 
1845/ O. 1847, Prinzessinnenstr. 19. 

2145. SIber, Prediger, Prov. Brandenburg, M. 1828/ O. 1830, 
Jerusalemsstr. 19. 

2146. Wauer, cand. med., Prov. Schlesien, Friedrichs str. 141. 

2147. Radke, stud. theol., Westpreufsen , Halle M. 1857/60, 
Landsbergerstr. 72. 

2148. F. Schienther, Ger.-Ass., Ostpreufsen, Königsberg, Halle, 
Heidelberg, Berlin u. Jena 1840/48, alte Jakobsstr. 50. 

2149. F. G. A. Sengebusch, Dr. med., Friedland, 1820/28, 
Louisenstr. 38. 

2150. G. J.' Dabelow, Pastor, Seebeck, 1829, Grenadierstr. 26. 

2151. £. J. A. KaufTmann, Prediger, Cossar bei Crossen, 1834/6, 
Jerusalemsstr. 39. 

2152. E. Fleck, General- Auditeur der Armee, a. Wirten in der 
Niederlausitz, jetzt in Berlin, 1825/6, Anhaltische Str. 14. 

2153. J.Lehnerdt, Stadtgerichtssecretär, Wilsnack, 1826/8, Frank- 
furterstr. 89. 

2154. E. Scholtz, Stadtgerichtssecretär, Berlin, 1822/4, Frie- 
drichsstr. 56. 

2155. Knuth, Superintendent, Tremmen, 1826/9, Jerusalemsstr. 36. 

2156. Leo Gimdt, App.-Ger.-Ref., Cottbus, 1853/6, Mohrenstr. 52. 

2157. Ocsterwitz, Schlofsprediger, Cottbus, 1832/5, Klosterstr. 70. 

2158. Wolfert, Dr. med., pr. Arzt, Berlin, 1851/5, Garten- 
Str. 14. 15. 

2159. O. Straufs, Lic. theol., Divisionsprediger in Posen, a. Ber- 
lin, 1847/53, Lenn^str. 3. 

2160. Ernst Laas, Dr. phil., Gymnasiallehrer, Fürsten walde, 1856/9, 
Marienstr. 31. 

2161. H. Ed. Bonnell, Dr. phil., Berlin, M. 1847/ O. 1849, 
M. 1850/ O. 1851, Michaelskirchplatz 14. 

2162. G. Pritzel, Dr. phil., Archivar der Kgl. Akademie d. Wis* 
senschaften u. Custos der Kgl. Bibliothek, Carolath in 
ScbletieD, Breslaai Leipsigu. B. 1837/43, Leipzigers tr. 97. 



94 



Die Mitglieder des studentischen Festausschusses« 

1. L. Mesunins, stud. phiL, Rgb. Gumbinnen, Königsberg a. 
B. O. 1858/60, Schustergasse 1., Vorsitzender. 

2. O. Baath, stud. lur., Wlltenberge, Halle 1858, B. yon 
1858 an, Schöneberger Ufer 30. 

3. Gustav ßellermann, stud. phil. , Berlin, Jena u. B. yoo 
1858 an, Klosterstr. 74. 

4. Gustav GreifT, stud. tlieol., Tecklenbnrg, 1858/60, Doro- 
tbeenstr. 22. 

5. L. Heine, stud. lur., aus Ralhstube im Rgb. Marienwerder, 
von M. 1859 an, Mittelstr. 54. 

6. Guisbert Kley, cand. med., Enger in Westphalen, Halle 
u. B. 1857/60, Marienstr. 1. 

7. Em. Lademann, stud. iur., Berlin, von 1858 an, neue 
Grünstr. 42. 

8. Franz Lagemann, Dr. med., Dessau, Berlin 1856/8 n. 
1859/60, Leipzig 1858/9, neue Friedrichsstr. 65. 

9. Gust. Le VIseur, stud. phil., Posen, 1856/7, 1859/60, 
alte Jakobsstr. 50. 

10. Ernst Lisner, Dr. med., Ruhrort a./ Rhein, Würsbnrg 
Bonn u. B. 1856/60, Marienstr. 1. 

11. Wilh. Lütgert, stud. theol., Bielefeld, 1857/60, Marien- 
str. 28. 

12. Ernst Martin, stud. phiL, Jena, Jena O. 1858/ M. 1859, 
B. M. 1859/60, Dorotheenstr. 5. 

13. Herrn. Matz, stud. theol., Stettin, B. 1858/60, Lbden- 
Str. 35. 

14. Wilh. Raabe, stud. iur.. Alt Beetz bei Wrictzen, Bres- 
lau 1858/60, Berlin von 1860 an, Carlsstr. 25. 

15. O. Schmitz, stud. theol., Grottkan, Halle u. B. 1858/60, 
Kronenstr. 71. 

16. Franz Stolze, stud. phil., Berlin, 1857/60, Annenstr. 12a. 

17. Ose. Weyert, stud. med., Cies'la im Grofsherzogthum Po» 
sen, 1857/60, Louisenstr. 4. 



95 



Schlufswort. 

Das vorstehende Yerzeichnifs enthält mit den S. 1 ange- 
gebenen Ausnahmen vollständig die Namen derer, welche sich 
bis zum 14. October Abends einzeichnen konnten. Während der 
folgenden Tage gewährte der Drang der Festlichkeiten und der 
aufserordentliche Andrang zu denselben nur sehr wenigen die 
Möglichkeit sich noch einzuzeichnen und ist somit auch unser 
Yerzeichnifs nach dem angegebenen Zeitpunkte nicht mehr voll- 
ständig. 



Berichtigungen und Zusätze. 

S. 2. N. 27. Krech fuge nach A. hinzu: 1824/6. 

S. 3. N. 34. Wunschmann fiige nach A. hinzu: 0.1834/0.1837. 

S. 3. N. 36. Huberdt nach A. füge hinzu: 1822/6, 1830/33. 

S. 5. N. 95. lies Lisner. 

S. 11. N. 231. lies von Rüts. 

S. 31. N. 714. lies König. 

S. 37. N. 865. u. S. 50. N. 1127. sind durch Versehen auf- 
genommen; nach der S. 1 angeführten Bestimmung hat- 
ten diese Namen wegbleiben müssen. 

S. 54. N. 1223. lies Bensieg. 

S. 55. N. 1285. lies Groetzebauch. 

S. 57. N. 1304. lies n. Friedrichsstr. 72. 



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